Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Strangers in the Night

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
18.05.2004
18.05.2004
4
14.800
23
Alle Kapitel
63 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
18.05.2004 3.277
 
Teil 2

Noch immer das Glas in seiner Hand benetzt der Schwarzhaarige mit der kostbaren Flüssigkeit seine trockenen Lippen und setzt es dann betont vorsichtig ab, damit verhindernd, dass der unverhoffte Energieschub sich unbändig auf diese Weise zerstörerisch entlädt.

Das Lächeln verschwindet, doch die schwarzen Augen funkeln geheimnisvoll auf, als Brendan sich erhebt und David dazu einlädt, dasselbe zu tun.

Atemlose Sekunden verstreichen, während David selbst zu begreifen versucht, was er da gerade eben gesagt hat.
Doch daran lässt sich nichts ändern.

Außerdem hat er es tatsächlich so gemeint. Auch wenn er nicht recht weiß, warum.

Als Brendan ihm ein beinahe zufrieden zu nennendes Lächeln schenkt und David bedeutet, mit ihm zu kommen, erhebt dieser keine Einwände.
Ich will dir vertrauen, beschließt er.
Will sehen, was diese Nacht noch für uns bereithält.

Fast wie in einem Traum lässt er sich von Brendan zum Ausgang leiten, er sieht noch, wie dieser einem Kellner etwas sagt, dann befinden sich beide auch schon vor einem Aufzug, der sie die Etagen nach unten befördern soll.

Die hellerleuchtete Kabine lädt sie ein und beide nehmen das Angebot an. Mit einem Mal spürt er die warmen Hände des Älteren auf seiner Brust und dessen atemberaubende Nähe in seinem Rücken. Ein sanfter Kuss berührt seinen Nacken. Wispernde Worte jagen Schauer durch seinen Körper.

"Bist du dir sicher, dass du das willst, David?"

Brendan wartet geduldig auf eine Antwort. Er hat nicht vor zu nehmen, was in einem schwachen Moment angeboten wurde.

David schließt unbewusst die Augen und lehnt sich an Brendan an, genießt die Nähe des Anderen. Dieses unaussprechliche Gefühl der Intimität, des Begehrtwerdens ergreift ganz von ihm Besitz.

Hat er es jemals zuvor so intensiv verspürt?
Nein, er wird keinen Rückzieher machen.
Sie waren schon zu weit gekommen.
Also nickt er schlicht.

Lächelnd nimmt der Schwarzhaarige diese nonverbale Antwort entgegen und dreht den Jüngeren zu sich herum, raubt ihn für Sekunden der schützenden Umarmung. Der leise, unartikulierte Protest erstickt in der sanften Berührung ihrer Lippen.

David will noch etwas einwenden, fragen, was auch immer, doch vergisst all das in jener Sekunde dieses ersten Kusses.
Er hätte nie geglaubt, dass eine solch zarte Berührung soviel Leidenschaft in sich bergen kann.
Brendans warme Lippen, hauchzart nach dem fruchtigen Aroma des Weins schmeckend, scheinen eine Million Nervenenden in Davids Körper in Flammen zu setzen.

Ein diskreter Glockenton erinnert sie an ihre Umgebung und beide lösen sich voneinander. Eine scheinbar flüchtige Geste streift Locken aus dem geröteten Gesicht von David.

"Wir müssen!", erinnert ihn Brendan daran, den Aufzug zu verlassen.

Noch ein wenig benebelt folgt David seinem Begleiter hinaus in die kühle Nachtluft.
Es ist schon recht spät, doch man sieht keine Sterne am klaren Himmel. Die Lichter der niemals schlafenden Stadt überstrahlen alles.

Eine schwarze Limousine fährt vor. Fast hätte er sie übersehen. Der Chauffeur springt heraus und öffnet zuvorkommend die Tür. Noch immer trunken von dem kleinen Kuss sinkt David in die weichen Polster.

"Ins Penthouse, John", bestimmt Brendan mit fester Stimme. Summend schließt sich das kleine Fenster zwischen Fahrer und Fond. Aufmerksam mustert Brendan David. Sieht dessen unsicheren Blick und die halbgeöffneten Lippen. Sanft zieht er den Jüngeren zu sich und stillt das unerklärte Verlangen. Zärtlich streicht die feuchte Zunge über den erwartungsvollen Mund, ehe er erobert, was ihm freigiebig gegeben.

Haltsuchend legen sich Davids Arme um Brendans Hals, ziehen diesen näher zu sich heran. Die Lippen teilend ergibt er sich in den inniger werdenden Kuss, umspielt mit seiner Zunge die des anderen.
Die vorherige Schüchternheit scheint wie fortgeweht; nun ist es Verlangen, das Davids Handlungen diktiert.

Als das Fahrzeug hält, schiebt Brendan den blonden Mann von sich, hält das Gesicht in seinen Händen geborgen.

"Geduld. Nur einen Moment."

Die Tür öffnet sich und Brendan steigt aus.

David verlässt ebenfalls den Wagen, für einen Moment gefesselt von der imposanten Ansicht des riesigen Hochhauses aus Glas und Stahl, das sich nun vor ihm in den Himmel reckt, elitäre Abgeschlossenheit vermittelnd.

Der Schwarzhaarige vermeint in diesem Augenblick, um David eine Halo aus reinem Licht zu sehen. Den Hals entblößend geht der Blick hinauf in den schwarzstumpfen Himmel, versucht die Größe dieses künstlichen Olymps zu erfahren. Die goldblonden Locken vom Wind erfasst, fesseln den stummen Betrachter.

Doch der Beobachtete vermisst nun plötzlich die Wärme von Brendans Körper, deren Fehlen eine zu große Leere hinterlässt, um David lange verharren zu lassen. Schnell folgt er seinem Begleiter dieser unwirklichen Nacht zum Eingang.

Brendan lässt es geschehen, dass ihn David an diesem Abend ein zweites Mal verzaubert. Lächelnd nimmt er die scheinbar frierende Gestalt in Empfang und führt ihn in das Foyer seines Appartementhauses.

"Oben ist es wärmer. Das verspreche ich dir."

"Guten Abend, Mr. Forster. Kann ich noch etwas für Sie tun?", ertönt eine Stimme hinter ihnen.

"Nein, danke. Sorgen Sie dafür, dass ich nicht gestört werde!", erwidert der Angesprochene und kann nur sehr schwer seinen Ärger über diese Unterbrechung unterdrücken. Mit einem Mal scheint ihm die ganze flirrende und vollkommen schöne Atmosphäre verdampft zu sein, allein durch einen Zipfel der kalten Wirklichkeit.

"Tut mir leid!", flüstert er bedauernd.

David schüttelt leicht den Kopf und streicht sich ein paar Locken aus dem Gesicht, um daraufhin Brendan ein Lächeln zu schenken und sich etwas näher an ihn zu schmiegen.

"Nein, schon gut."

Die kleine Unterbrechung hat keineswegs sein Glücksgefühl ruiniert. Dazu ist der nahe Kontakt mit Brendan viel zu ablenkend für seinen Realitätssinn: Die eleganten Bewegungen, energiegeladen und doch kontrolliert; das Spiel der Muskeln, fühlbar selbst durch den Stoff des Anzugs.
Und allgegenwärtig sein Blick, so wenig und doch so viel offenbarend...

Einmal mehr fragt er sich, wie jemand, den er erst an diesem Abend kennen gelernt hat, ihn bereits so beeinflussen kann.
Er weiß im Grunde doch gar nichts von Brendan; selbst seinen Nachnamen hat er soeben nur per Zufall gehört. Doch all das erscheint ihm nicht wirklich wichtig zu sein.
Das seltsame, doch unmissverständliche Gefühl der Richtigkeit überstrahlt alle Bedenken.
Noch in diese Überlegungen verstrickt registriert David kaum, dass er und Brendan das Foyer durchquert und an einem sich leise öffnenden Fahrstuhl angekommen sind.

Weder er, noch Brendan erinnern sich genau, wie sie der Aufzug im rasenden, aber nicht spürbaren Tempo hinauf befördert. Unhörbar öffnen sich die Türen und geben den Blick auf einen dezent beleuchtete Flur frei, der in einem großzügigen Raum endet.

Nur wenige Möbel, strategisch platziert, passen sich in ihren hellen Farben gut der leichten, fast transparenten Atmosphäre des Raumes an. Ausdrucksstarke, abstrakte Gemälde bilden einen farbenfrohen Gegensatz und verhindern, dass der Raum steril wirkt.

Davids Blick streift nur flüchtig darüber, um schließlich an einer riesigen Fensterfront hängen zu bleiben, die, von hübschen Grünpflanzen flankiert, einen atemberaubenden Ausblick auf die Lichter der Stadt bietet.
Bewundernd durchquert David den Raum und bleibt vor dem Fenster stehen.

"Wunderschön", murmelt er beeindruckt.

Brendan folgt dem jungen Mann und versucht seine Wohnung mit den Augen eines Fremden zu sehen. Leicht Sorge kraust seine Stirn, als er den Eindruck gewinnt, dass es einerseits sehr steril und andererseits pompös wirkt. Er selbst hat sein Appartement eingerichtet. Es gibt ihm den Ausgleich wieder, den er benötigt. Nur die Bilder sind ein Zugeständnis an seine verborgene Natur, die er sorgfältig ungezähmt hinter einer Fassade zurückhält.

Doch zum ersten Mal hegt er Zweifel und ihm ist das Urteil dieses Mannes sehr viel wichtiger als alles andere.

"Dir gefällt es?", flüstert er.

Er wagt es beinahe nicht, das andächtig staunende Wesen zu wecken.

David nickt leicht, noch immer gefangen von der prächtigen Aussicht über die ganze Stadt.

So nah ist er dem Himmel selten gewesen...

Doch dann wird ihm klar, dass sich Brendans Frage sicher auch auf das Appartement bezieht. Bedächtig lässt er seine Augen den Raum aufs Neue erfassen, diesmal sorgfältiger.

Ganz besonders die Bilder erregen seine Aufmerksamkeit, scheinen dunkle Erinnerungen in ihm wachzurufen. Obwohl die Leinwände keine konkreten Gegenstände oder Personen abbilden, meint David, auf ihnen seltsam vertraute Dinge wiederzuerkennen. Dinge, die man nur im Zustand zwischen Traum und Erwachen zu sehen vermag.

Geheimnisse, die zu ergründen er nie gewagt hat.
Lichter, die verborgen in den Abgründen von Brendans dunklen Augen schimmern.

David hält für Sekunden den Atem an.

"Alles in Ordnung?"

Die Stimme ganz nah...
Besorgter Herzschlag.

David lächelt beruhigend und auch ein wenig ertappt.

"Ja... natürlich. Entschuldige, es sind nur die Bilder... sie gefallen mir."

Für seine eigenen Ohren klingt diese Aussage plötzlich sehr kindlich, doch es ist zu spät. Inständig hoffend, dass Brendan ihn nicht für allzu naiv hält, blickt David diesen erneut an, etwas verlegen die Hände hinter dem Rücken verschränkend.

Brendan schmuggelt seine Hand leicht zwischen die miteinanderverschränkten Hände des Jüngeren und drückt sie leicht. Seine andere legt sich schmiegend an Davids Gesicht, streicht sanft über die weiche Haut.

"Entschuldige, ich wollte dich nicht bedrängen."

Vorsichtig küsst er ihn, besänftigt die bebenden Lippen. Die Drehung vollendend, drückt er den schmaleren Körper an sich, umarmt den biegsamen Leib. Keine Sekunde später lockert Brendan die Umarmung wieder. Liebkosend gleitet der Blick der schwarzen Augen über das leicht gerötete Gesicht.

"Ich wollte dich von dem Augenblick an, in dem dich gesehen habe."

Ein Geständnis, doch Brendan weiß, dass er sagen es muss, jetzt und hier.

Diese offenen Worte überraschen David ein wenig.
Er ist sich wohl bewusst, dass man in solchen Momenten gerne etwas Schmeichelhaftes sagt, doch Brendans Worte klingen keinesfalls wie eine gekünstelte Nichtigkeit.
Und David muss sich eingestehen, dass er ähnlich fühlt.

Dies jedoch offen zuzugeben, überfordert seinen Mut.
Lass' Taten sprechen, raunt ihm eine Stimme in seinem Inneren zu. Wortlos lässt er sich wieder in die Umarmung fallen, um seine Lippen erneut mit Brendans zu vereinen.

Dieser vermag die Geste kaum zu erfassen. Überwältigt von dem grenzenlosen Vertrauen, das ihm David entgegenbringt, fängt er ihn auf und hält ihn fest. Dieses Mal ist ihr Kuss mehr. Keine Begrüßung, kein umsichtiges Kennenlernen. Leidenschaft gibt ihm eine neue Dimension und beide geben sich ihr bedingungslos hin. Zittrig und erstaunt über die Tiefe, die sich ihnen offenbart, lösen sie sich schließlich voneinander.

Liebevoll und liebend begegnen sich ihre Blicke. Obsidian verliert sich in Aquamarin, Aquamarin in Obsidian.

Alles um sie herum scheint vergessen, das Universum reduziert sich auf sie beide allein.

Ein wenig atemlos lächelt David Brendan an, sein Glück kaum fassend.
Er hatte nie wirklich an so etwas wie Liebe auf den ersten Blick geglaubt, doch angesichts der neuen, überwältigenden Gefühle, die nun ganz von ihm Besitz ergriffen haben, muss er seinen Irrtum bekennen.
Umso schneller schlägt sein Herz, als er in Brendans Gesicht für Augenblicke ein Spiegelbild seiner Empfindungen zu erkennen glaubt.

Stumm bekundet Brendan seine Liebe. Flüchtige Küsse verteilt er atemlos über die sensible Haut. Widerstrebende Empfindungen und Verlangen zerreißen ihn. Alles schreit in ihm danach, David Zentimeter für Zentimeter zu erkunden und doch will er gleichzeitig in dessen Augen sehen, darin aufgehen, für immer.

Seine Neugier siegt.

Brennende Lippen erobern jungfräuliches Gebiet, ertasten die gespannten Sehnen des freiliegenden Halses, und schnell stoßen die Kundschafter auf das erste Hindernis. Dunkel schnurrt er dagegen, und ehe er eigentlich bewusst eine Entscheidung trifft, knöpfen fliegende Hände die obersten Knöpfe des enganliegenden Kragens auf.

David legt seinen Kopf leicht in den Nacken und genießt das unbeschreiblich erotische Gefühl zarter Küsse auf seinem Hals. Ungeduldige Finger spürend, die sich den Knöpfen seines Hemdkragens entledigen, lässt er seine eigenen Hände langsam über Brendans Schultern wandern.

Schließlich gelangt er beim Revers des Anzugs an und tastet sich zur Krawatte vor. Ein paar gekonnte Zupfer lockern das Accessoire und geben die darunter liegenden Hemdknöpfe für Davids kaum merklich zitternde Finger frei.

Brendan nimmt sie in seine Hände und tupft kleine Küsse darauf. Wie Kostbarkeiten dreht er sie um und betrachtet die kaum wahrnehmbaren Linien. Sanft fährt er darüber und küsst die Handinnenflächen, sie gleichsam erkundend. Lächelnd schaut er wieder in die blauen Augen, die er in den Momenten seiner Wanderschaft unendlich lang entbehren musste und verliebt sich in jeder Sekunde, die vergeht, aufs Neue.

Streichelnd entdeckt er das erwartungsvolle Gesicht, fühlt dessen Form und die Textur der Haut. David fühlt, wie er förmlich unter den sanften Händen, den weichen Lippen dahinschmilzt.

Und wieder umarmen sich ihre Blicke, scheinen ineinander zu ertrinken. Doch stumm ermahnt er sich, dass er mit seiner eigenen kleinen Entdeckungsreise noch nicht fertig ist und nimmt wieder den Krawattenknoten in Angriff.
Lautlos fällt das Stück Stoff zu Boden.
Ein paar weitere Hemdknöpfe öffnend, geistern Davids Finger über Brendans Schlüsselbein, memorieren das unbekannte Territorium warmer Haut.

Der Dunkelhaarige seufzt leise.

Ungeduldig zerrt er an dem Hemdstoff seines Geliebten. Ein Riss in dem leichten Gewebe, seiner Grobheit geschuldet, lässt ihn innehalten. Entschuldigend schaut er auf. Knöpfe glänzend auf dem Boden und silberfarbener Stoff enthüllt samtige Haut

Brendans offensichtliche Ungeduld lässt Davids wild galoppierendes Herz noch einmal schneller schlagen. Den zerrissenen Stoff nur als das geringste Opfer dieses Abends betrachtend, verhindert er nicht, dass dieser flüssigem Silber gleich einfach von seinen Schultern zu gleiten droht.

Eine Zustimmung seiner Handlung? Brendan blinzelt, nimmt an, was ihm so freudig offeriert wird. Seine Hände gleiten zum Hals und streifen ab, was seiner Vollendung harrt. Traumgleich fallen Stoffhüllen.

Zärtlich knabbert der Schwarzhaarige an Davids Ohr, lässt ihn gleichsam erschauern unter einer Flut angenehmer Empfindungen.

"Magst du mich nicht ausziehen?", raunt er dunkel, daran erinnernd, dass er David noch etwas schuldet.

Statt einer Antwort wandern Davids Hände langsam unter das Revers von Brendans Jackett und streifen ihm dies mit einer flüssigen Bewegung von den Schultern. Das schnell aufgeknöpfte Hemd folgt nach, landet ebenfalls vergessen auf dem Boden.
Forschende Fingerspitzen zeichnen selbstvergessen feine Kreise auf die entblößte Haut, während sich ein leises Stöhnen Davids Kehle entringt.

Schwarze Haare ziehen an Davids halbgeschlossenen Augen vorüber. Plötzlich werden sie aufgerissen und Hände krallen sich in den Schopf eine Etage unter ihm. Eine feuchte Spur in kunstvollen Kreisen windet sich glänzend von seinen Brustwarzen zu seinem Bauchnabel, vollführt eine Wendung, während zitternde Finger aus ihrem Versteck gepflückt werden. Brendan lächelt ob der Heftigkeit der Reaktion. Ihm gefällt es, verschiebt aber eine Wiederholung seiner kleinen Aktion auf einen späteren Zeitpunkt.

Vorsichtig saugt er an der Unterlippe des Jüngeren und leckt über die entblößten Zähne, sucht zielstrebig nach der verlorengegangenen Zunge.

Haut berührt Haut, als Brendan Davids Arme um seinen Hals drapiert, ihn an sich drückt,  beiden dabei einen zufriedenen Seufzer entlockt. Unwillkürliche Bewegung gebiert erregende Hitze und lässt sie ihren Kuss vertiefen. Zunge reibt sich an Zunge, ahmt die Bewegungen ihre Leiber nach. Brendan umfasst David am Gesäß und zieht dessen Beine auf seine Hüften.

"Festhalten!", flüstert er atemlos in einer kurzen Pause. Blind trägt er seine kostbare Last in andere Gefilde, entführt sie in sein Schlafgemach.

Dem spärlich beleuchteten Raum nur wenig Beachtung schenkend lässt sich David auf dem großzügigen Bett ablegen, spürt die sinnlich-kühle Berührung schwarzen Satinstoffs an seinem Rücken.

Den intimen Tanz ihrer Zungen unterbrechend, spürt er, wie Brendans Lippen erneut über seine Brust wandern, ihm wohlige Seufzer entlocken.
Den Kopf zurückgeworfen öffnet David in einer Atempause halb die Augen, erblickt über dem Bett hängend eine Reproduktion von Michelangelos "Erschaffung des Adam". Die unendliche Annäherung der beiden Gestalten erscheint ihm plötzlich zutiefst tragisch; ist es nicht die unmittelbare Verschmelzung zweier Wesen mit Geist, Körper und Seele, die alles Göttliche ausmacht?
Doch diese Gedanken verlieren sich schnell, als David registriert, dass Brendans Hände den Bund seiner Hose erreicht haben.

Voller Erwartung erstarrt er, hält den Atem an, die Augen geschlossen.
Enttäuscht lässt jedoch David die Luft wieder entweichen, nur um im nächsten Moment erschrocken danach zu schnappen.

Ungläubig schaut er nach unten, wo er Brendan vermutet; sieht und hört ihn leise lachen. Noch immer ruht die warme Hand auf seinem Schritt, nur durch dünnen Stoff von seiner Haut entfernt. Doch das spielt keine Rolle. Seine Erregung drängt zur Freiheit aus dem jetzt enger werdenden Gefängnis.

Fast bittend blickt er Brendan an, nicht ausgerechnet jetzt innezuhalten, erntet aber nur ein erneutes Lächeln.

Leicht errötend ob seiner eigenen Ungeduld, die ganz im Gegensatz zu seinem sonstigen reservierten Benehmen steht, spreizt David die Beine ein wenig in der Hoffnung, dies sei Aufforderung genug für Brendan. Dann lässt er sich wieder zurück aufs weiche Laken fallen.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast