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Danke

von Amunet
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Frodo Samweis / Sam Gamdschie
09.05.2004
09.05.2004
1
2.838
6
Alle Kapitel
18 Reviews
Dieses Kapitel
18 Reviews
 
 
 
09.05.2004 2.838
 
Titel:
Danke

Autor:
Amunet

Pärchen:
Frodo x Sam

Inhalt:
Der Abschied von Frodo und Sam. Der Schluss ist aus dem 3. Teil des Films.

Warnung:
Yaoi, Lemon, Depri

Disclaimer:
Nichts gehört mir. *snief*


oooOOOooo


Danke


Ich habe es getan. Während die sanften Wogen, dass Schiff vorantreiben und die goldene Sonne im Horizont zu versinken droht, habe ich mich umgedreht. Selbst wenn ich mich dagegen wehren würde, ich könnte die Tränen die nun meine Wangen hinablaufen nicht aufhalten. Mein Weg ist beendet. Große Dinge soll ich getan haben, doch all die Bürden, die man mir, die der Ring mir aufzwang waren nichts, im Vergleich zu dieser Prüfung. Meine Augen suchen nach dir. Finden dich noch immer am Pier stehend. Fällt dir der Abschied für immer, genauso schwer wie mir? Ich kann nicht mehr zurück und du weißt, dass es so auch besser ist. Es wird dir wehtun, vielleicht wirst du noch eine zeitlang trauern, doch es ist nichts zu meinem Schmerz  – ich leide unermüdlich für dich.

Müde, in Kummer gefangen, schließe ich meine Lider. Mein Herz es zerreißt. Das Pochen zerrt an meinen Eingeweiden, doch noch darf ich mich nicht ganz aufgeben. Ich kann mich nicht aufgeben – schließlich möchte ich für dich noch immer stark sein. Du warst derjenige der mir die Kraft gab, nicht aufzugeben. Du warst immer für mich da und meine Gefühle für dich wuchsen unaufhaltsam. Sie schwollen an, zu einer Last, zu einem Glück und Unglück, dass selbst die Gier auf den Einen zu unterdrücken vermochte. Der Glanz des einen Rings verlosch unter dem Blick deiner wunderschönen Augen. Wie oft, warst du selbst schon kurz vorm Verzweifeln? Wie oft, wolltest du kehrt machen und ins Auenland zurückgehen? Unzählige Male konnte ich deine Unsicherheit spüren, doch sobald du mich anschautest, ging ein Ruck durch deinen Körper und wie als hättest du alles Leid vergessen, führtest du mich weiter. Die Strapazen ertragend und immer an meiner Seite ruhend, gelang dir, was bisher noch niemanden geschafft hatte – du erobertest mein Herz. Konnte ich dir sagen, was ich fühlte? Konnte ich dir in deine eisblauen Augen sehen und sagen: „Sam, ich liebe dich?“ Mein guter, treuer Freund, meine kameradschaftliche Liebe zu dir verwandelte sich in etwas, dass mehr war, als es sein dürfte.

Mit dem Ende des Ringkrieges und unserer Rückkehr ins Auenland, trennten sich für eine Zeit unsere Wege. Ich sehe noch genauso klar wie damals, wie du auf Rosie zugingst und sie endlich, nach so vielen Jahren des Wartens ansprachest. Dies war der Augenblick an dem ich dich verlor. Mein Verlust mischte sich mit der Zufriedenheit, dass du nun glücklich warst. So sehr ich mir deine Liebe wünschte, so sehr ich mir wünschte dir Nahe zu sein, dich zu berühren, so lag mir dein Wohl doch immer am Herzen. Wenigstens einer von uns sollte in Glückseligkeit leben.

Also beobachtete ich für eine ganze Weile dein Glück. Sah aus der Ferne zu, wie um Rosie buhltest, gleich wohl dies kaum noch von Belang war. Rosie hatte dich mit offenen Armen empfangen, denn auch sie hegte schon geraume Weile Interesse an dir. Es war keineswegs leicht, eure Leichtigkeit, eure Lebensfreude, zu ertragen. Doch es gelang mir indem ich mich mit etwas anderem beschäftigte, außer dem Blick zum Fenster.

Müde wie ich war, tat ich in den folgenden Monaten mein bestes an Bilbos Werk weiter zu arbeiten. Es brachte einige Vorteile mir sich. Zum einen konnte ich so der Welt etwas hinterlassen, das sinnvoll war und zum anderen, lenkte es mich auch von dir ab. Dir fiel noch nicht einmal auf, dass sich unsere Beziehung veränderte. Dass ich mich täglich mehr und mehr von dir entfernte. Mein lieber Freund Sam, du warst so mit deiner geplanten Hochzeit mit Rosie und dem Aufbauen eines eigenen Heimes beschäftigt, dann du kaum einen Gedanken an mich verschwendetest. Nein, ich war nicht gekränkt. Habe mich nicht im Selbstmitleid gesuhlt, deine Zuneigung verloren zu haben. Im Gegenteil, ich fühlte mich gut, weil es dir gut ging. Zumindest in jenen Momenten, da die Schatten des Ringkriegs nicht nach mir langten. Nur mein Herz - Es hörte nicht auf. Es sehnte sich weiter.

Das Klopfen an meiner Wohnungstür, riss mich gestern aus meinen trüben Gedanken. Lächelnd und mit diesem gütigen Gesicht, spaziertest du in meine Hüte. Sofort erkanntest du, obwohl wir uns schon seit Wochen nicht gesehen hatten, dass etwas nicht stimmte. „Herr Frodo was habt ihr?“
„Nichts Sam, nichts“, sprach ich beruhigend auf dich ein, bemüht ebenso zu Strahlen, wie du es immer tatest, doch anscheinend gelang es mir nicht. Mein Täuschungsversuch schlug fehl. Mein bester Freund, meine große, heimliche Liebe, kannte mich einfach zu gut.
„Aber Herr Frodo, ich sehe doch, dass euch etwas bedrückt. Wollt ihr es mir nicht anvertrauen? Konntet ihr mir nicht immer vertrauen?“ Dein Blick aus diesen wunderschönen, braunen Augen war so treu und ehrlich, dass es mich tief berührte, auch nur den Verdacht von Kummer darin zu sehen.

Natürlich konnte ich dir immer vertrauen. Selbst als du der Wirkung des Rings ausgesetzt gewesen warst und ich an mir, an meiner eigenen zerstörerischen Gier zerbrach, bewiesest du mir, dass ich dir trauen konnte. Du warst immer da. Deine Stärke hat mir die Kraft gegeben den Weg, der mit gewiesen wurde, zu überstehen. Für mich hast du mit Gollum gekämpft, nachdem ich dich so töricht zurückgewiesen hatte. Mit Stich und Elbenlicht hast du gegen Kankra gefochten. Hast um mich geweint, als du glaubtest, mein Leben wäre verloren. In eine Ork-Feste bist du eingedrungen, nur um mich zu retten. Du warst bereit dein Leben für mich zu geben.

Ich wollte nicht, doch die Tränen flossen plötzlich aus meinen Augen. Beschämt schlug ich meine Hände vors Gesicht. Ich wollte nicht, dass du meine Tränen sahst – nicht du! Deine starken Arme umfingen mich. Hielten mich fest und drückten meinen Kopf an deine Brust. Deine Nähe zu spüren tat so gut. Wie lange sehnte ich mich danach deinen Körper zu spüren? Deinen angenehmen Duft in mich aufzusaugen? Einfach deine Geborgenheit und den Schutz, welchen du mir botest zu fühlen? Ich weiß es nicht, und ich ließ mich fallen. Öffnete meine Gefühle für dich, wie nie zuvor für einen Hobbit und weinte, bis ich keine Tränen mehr zu vergeben hatte.

Erst nach Unendlichkeiten hatte ich mich beruhigt. Zärtlich hobst du meinen Kopf, streicheltest mein Haar. Ohne zu wissen wie mir geschah, war der Wunsch dich zu küssen übermächtiger als alles, was bisher mein Innerstes durchströmte. Mit einem Mut, der mir alles abverlangte, küsste ich dich. Meine Lippen berührten ganz sanft die deinen. Ich konnte dein Erstaunen spüren, dein Keuchen hören.

„Sam... Oh bitte... Stoße mich nicht weg...“, hörte ich meine eigene Stimme wispern, küsste dich abermals. Was hast du gedacht, als du meinen Kuss erwidertest? Fühlte es sich für dich genauso berauschend und erregend an, wie für mich? Deine Zunge vom süßen Speichel getränkt, tänzelte sich in meinen Mund vor und es war schön. Wunderschön. Wir spielten ein Spiel, von dem ich bisher immer nur gehört hatte. Ein Spiel das eigentlich keines war. „Sam... Sam...“ Mein Körper drängte sich enger an den deinen, begrüßte deine Hände, die mir langsam die Knöpfe meines Hemdes öffneten. Woher wusstest du, was ich so sehr wollte? Was ich so sehr brauchte?

Mein Körper zitterte vor Erregung, als deine warmen Finger meine kalte Haut berührten. Es waren deine Hände, die mir zärtlich über die Brust strichen. Es waren deine Fingerspitzen, die meine Brustwarzen rieben, bis sie von dieser unbekannten Berührung hart wurden. Ich stöhnte kurz auf. Dein Blick war es, der den meinen suchte. Welche Frage war es, die du in deinen Augen hattest? Wolltest du von mir wissen, ob es wirklich das war, was ich wollte? Ich weiß es nicht. Doch anscheinend fandest du in mir die Bestätigung, welche du gebraucht hattest. Langsam senktest du deine Lippen auf meine und küsstest mich erneut. Erforschtest mehr von meinem Mundraum, als zuvor. Während dieses verzehrenden Kusses schobst du mir mein geöffnetes Hemd über die Schultern, bis es herabglitt. Das unkontrollierbare Zittern meines Körpers verstärkte sich. Es tat so gut, deine Hände zu spüren. Sie streichelten mir über meinen Rücken, erwärmten mich. Zum ersten Mal seit unzähliger Zeit fror ich nicht mehr. Dein Feuer durchdrang jede meiner Poren, schaffte es sogar die Schmerzen meiner eisigen Narbe zu verlöschen. Ja, ich konnte regelrecht spüren, wie das Eis des Geisterfürsten schmolz. Deine Lippen wanderten meinen Hals entlang. Lockten mit ihrer Zauberkraft Gefühle aus meinem Inneren hervor, von denen ich nicht im Mindesten ahnte.

Behutsam hobst du mich hoch und trugst mich problemlos die wenigen Meter zum Kamin, wo du mich auf das Fell legtest. War ich so leicht geworden? Oder du so stark? Unsere Augen trafen sich wieder. Konntest du sehen, wie sehr ich dich liebe? Konntest du erahnen wie es in mir aussah? Wenn du nicht in mein Herz sehen konntest, dann konnte es keiner. Die Verführung ging weiter. Über mich gebeugt, liebkostest du mit deiner Zunge meinen Bauch. Lecktest mit ihr über meinen Bauchnabel, bis du letztendlich in ihn hineintipptest. Mein ganzer Leib brannte. War erfüllt von Feuer und Hitze, die ich bis dato nicht kannte. Einen Moment zögernd tastetest du dich zu meinem Hosenbund vor. Ich ahnte mehr, als ich sah, dass du deine Lider schlosst. Das Zittern verwandelte sich in Beben. Instinktiv hob ich meine Hüfte ein wenig an und dann... dann, befreitest du mich von meiner Bekleidung. Nackt, Erregt und Hilflos lag ich vor dir. Du warst der Erste, der Einzige der mich auf diese Weise betrachtete. Unsicher, ob das, was wir taten, richtig war, schaute ich zu dir. Aber außer deiner hübschen Lockenpracht konnte ich nichts erkennen. Wie hypnotisiert stiertest du auf mein Glied. Gemächlichen Tempos senktest du deinen Mund auf mich herab. Küssend und leckend erforschtest du, dass was mich zum Mann machte. Ich stöhnte. Es war kein normales Stöhnen mehr. Ich stöhnte, mich unter dir windend, vor Lust und Wonne. Jedoch wollte ich mehr. So vieles mehr. Und auch, wenn mein Verstand das Ausmaß unserer Leidenschaft nicht mehr erkannte, fragte ich mich, ob du mir dieses „mehr“ geben könntest. Eine Bewegung gefolgt von einem Rascheln, holte mich kurzzeitig aus meinen Sphären heraus. Das was sich meinen Augen bot, war unglaublich. Dich meinen lieben, treuen Freund in voller Ausgeburt natürlicher Schönheit zu sehen, war mehr als ich mir je zu erhoffen wagte. Und auch dein Glied war erwacht. Just in dem Moment, da ich diesen steifen, herrlichen Schaft entdeckte, wusste ich was ich wollte. Ich wollte dich in mir spüren!

„Herr Frodo...“
„Ja Sam.“ Was wolltest du jetzt? Weshalb unterbrachst du die Erfüllung, die ich so verzweifelt suchte?
„Herr Frodo...“ du legtest dich auf mich. Offensichtlich suchtest du nach den Worten, die deine Gefühle zusammenfassten. „Herr Frodo...“

Dein Gesicht in meinem Nacken versteckend, lecktest du über selbigen, während du gleichzeitig begannst deinen Körper an mir zu reiben. Es war atemberaubend, unsere Erregungen, unsere festen Leiber so eng aneinander zu fühlen. Die Reibung stimulierte mich noch mehr.  Dann tatest du etwas, was mich kurz irritierte. Du bißest mich in die Schulter. Nicht sonderlich fest, doch so dass ich einen prickelnden Schmerz fühlte. Gefangen in einem Sinnenfest, das ich nicht verstand, ergab ich mich vollständig in deine Kontrolle. Deine Hände umfassten mein Glied, strichen den Schaft auf und ab. Ich konnte es nicht kontrollieren – er zuckte in deinen Händen. Und im gleichen Atemzug, da du meine Männlichkeit so verwöhntest, lecktest du mir wieder über Hals und Schulter. Glittest mit deinen Lippen zu meinem Mund und küsstest mich. Die Zeit hatte sich schon längst aus meinem Bewusstsein verloren. Ich fühlte nur noch dich. Doch dann... dann löstest du deine wundervollen Hände von meiner Erregung, schobst sie an meine Hüfte, die sich dir wild entgegendrängte. Ein langer Blick in meine Augen und schon, schon begannst du deine Männlichkeit in mich zu senken. Körperlichen Schmerz verspürte ich nicht, als du das komplette Ausmaß ich mich stießt. Aber meine Seele! Meine Seele schmerzte vor Glück so sehr, dass ich dachte daran zu Grunde zu gehen. Unablässlich streicheltest und küsstest du mein Gesicht, während deine Hüften den Rhythmus meißelten, der uns zu unbekannten Höhen trieb. „Sam! Sam!“ Deinen Namen zu rufen, gab mir das Gefühl dir zu vermitteln, was ich empfand, was ich immer für dich empfinden würde – Liebe. Wie im Rausch vernahm ich, dass du mir entgegen riefest. So ergänztest du mein „Sam“ mit deinem „Herr Frodo“. Und dann! Dem niederen Instinkt unserer höchsten Gefühle folgend, erreichten wir Gipfel die Höher waren, als die jener Berge, die wir bisher bestiegen.  

Zitternd öffne ich meine Augen. Die Erinnerung an die vergangene Nacht, haben mir Tränen über die Wangen getrieben. Sie laufen in langsamem Rinnsal über mein Gesicht. Es stört mich nicht im Mindesten, dass die Elben an Bord meinen Schmerz mitbekommen. Die Weisheit ihrer langen Leben hat sie längst erkennen lassen, welcher Kummer mich bedrückt. Galadriels Blick aus den tiefen, blauen Augen, als ich an Bord gekommen bin, er hat so viel Verständnis ausgedrückt. Doch ich habe die Hüterin des Goldenen Waldes stehen lassen, um an die Reling zu gehen und dich anzublicken. Nun ist das Schiff jedoch schon so weit vorangekommen, dass du selbst als kleiner Punkt am Horizont kaum mehr zu erkennen bist.

Wie ein bitterer Nachgeschmack steigt mein Schmerz auf. Ich krampfe mich in das Holz der Reling. Bedauern überrollt mich mit aller Macht und der Schmerz drückt mich schier nieder. Hätte ich dir doch gesagt! Hätte ich dir doch gesagt, wie sehr ich dich liebe. Hätte ich dir nach dieser einen Nacht, welche du mir geschenkt und in der du Rosie meintet wegen vergessen hast, doch nur gesagt was ich fühle. Vielleicht wäre der Schmerz in meinem Herzen nun ein geringerer.

Wehmütig denke ich an den Augenblick im Hafen zurück, als ich mich zur dir vorbeugte, meine Lippen dein Ohr für einen Sekundenbruchteil streiften und die einzigen Worte sprach, die ich mich zu sagen getraute. „Danke Sam, danke für alles.“


Ende...



Epilog

Eine lange Zeit ist vergangen, so viele Jahre sind ins Land gezogen, seit er mich verlassen hat, dass ich sie nicht mehr zählen kann. Ich musste mein Leben ohne ihn weiterführen. Gleichwohl ich alles hatte, was ein Mann sich wünschen konnte – ich vermisste ihn, sehnte mich nach ihm. Die Sehnsucht in meinem Inneren wurde gestillt mit der Liebe meiner Frau Rosie und jedem unserer dreizehn Kinder. Es war ein schönes Leben. Schlicht und einfach, mit viel Liebe. Oh, ich will nicht sagen, dass es keinen Streit gab. Natürlich gab es ihn. Wir waren eine normale Familie mit Höhen und Tiefen. Auch in Beutelsend war das Leben nicht immer einfach. Jedes Mal, wenn die Kinder etwas anstellten und dabei erwischt wurden, gab es Streit mit den Nachbarn. Nichts jedoch, dass nicht bei einem guten Essen und ein paar Humpen Bier geklärt werden konnte. Ja, sogar als Bürgermeister wurde ich gewählt – sechsmal in Folge! So wiederhole ich gerne – Es war ein gutes Leben.

Doch nun ist Rosie gestorben, in einem guten Alter von 98 Jahren und die Liebe meiner Kinder, die inzwischen erwachsen sind und zum großen Teil eigene Familien haben, genügt nicht länger, um die Sehnsucht in meinem Herzen zu bezwingen. Das bunte Treiben im Auenland hatte nicht mehr den gleichen Reiz auf mich, wie in jungen Jahren und so erkannte ich, dass es nun auch für mich an der Zeit war zu den grauen Anfurten zu fahren. Die Reise nach Aman, ins Land der Elben sollte auch für mich kommen.

Das Schiff, eines der letzten Elbenschiffe, welches diese Reise antreten wird, wird heute bei Sonnenuntergang kommen und ich erwarte es mit großer Ungeduld. Als letzter Ringträger muss ich die Reise fortführen, die ich einst mit meinem Freund gemeinsam begonnen habe und zu der sich rasch weitere gesellt hatten. Mag ich den Ring der Macht auch nur für einen kurzen Moment getragen haben, so wird diese minimale Zeitspanne nun mein Segen sein. Diese wenigen Minuten gewähren mir das Privileg zu meinem Herrn zurückzukehren. Heute Herr Frodo, wenn die schöne, nächtliche Dunkelheit sich über Mittelerd legt, werden wir endlich wiedervereint sein. Die unfassbar lange Zeit, die uns trennte, wird uns wie wenige Tage erscheinen, wenn wir uns in die Augen sehen und wir zueinanderkommen. Diese Nacht wird jene sein, in der ich dir das gebe, was du dir immer gewünscht hast. Schon immer habe ich gewusst, dass du so empfindest, auch wenn du nie darüber gesprochen und es als dein größtes Geheimnis betrachtet hast und es in dir selbst verwahrt hast, wie einen Schatz. Den einen Schatz, den du niemanden zu zeigen gedachtest und der dir am Ende heiliger war, als es der große Ring Saurons jemals sein konnte.

Ich hoffe, du hast auf mich gewartet. Hast darauf ebenso vertraut mich wiederzusehen, wie ich auf dich. Ein weiteres Mal will ich dir meine Treue, meine Loyalität beweisen. Ich komme zurück und wenn ich dann vor dir stehe, dann will ich in deinen Augen sehen, was sie stets sagten. Möchte dein „Sam, ich liebe dich“ darin finden, doch heute, heute werde ich meine Lippen öffnen und dir die Wahrheit meines Herzens ins Ohr flüstern.

„Herr Frodo ich liebe euch auch.“
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