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Black Soul

von Aislinn
GeschichteHumor / P12
06.05.2004
26.05.2004
2
7.748
 
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06.05.2004 6.411
 
Kapitel 1: Angeheuert

1. August 1735

"Oh, wie ich ihn verabscheue, diesen ...Kerl, von Ehemann.", schimpfte Joy und stürzte das Glas mit der Bouhrbonfarbenen Flüssigkeit hinunter. Laut krachend stellte sie auf den Tisch, zu den fünf andren die dort bereits standen.
Josephine Slyver lächelte in ihren Bierkrug und nickte.
Sie konnte Joy verstehen, und eigentlich war es immer das gleiche, wenn sie auf besagten Ehemann stieß.
Am Ende betrank sich der Kapitän jedes Mal sinnlos und nicht gerade wenig.
Jo hätte etwas dagegen gesagt, wenn Joy am andren Morgen verquitscht und quängelig aufstehen würde, doch Joy stellte jedes Mal lediglich fest, das es Kopfschmerzen bereitete und flehte Jo an, sie das nächste Mal davon abzuhalten.
Woran sich der erste Maat jedoch nie hielt, denn da würde sie ihr Leben riskieren.
"Hör mal Junge, das habe ich ehrlich gewonnen.", sagte da einen Stimme neben ihnen und das dazugehörige Mädchen versuchte sich soweit aufzurichten wie sie konnte.
"Du kleines Luder, Betrügerin, Diebin.", schrie der Mann, der bald zwei Köpfe größer war als sie und sie heftig gegen die Schulter stieß.
Das Mädchen taumelte und prallte gegen den Tisch von Joy und Jo.
"Hey, pass auf wo du hintrittst.", fluchte Jo, die aufgesprungen war und ihren Bierkrug hochhielt, um die kostbare Flüssigkeit zu retten.
"Entschuldigt, das ich euch belästige.", sagte das Mädchen und krempelte die Ärmel hoch.
"Du nennst mich also Diebin?", fragte sie nun wütend und ihre Augen funkelten den Hünen an.
Dieser grinste: "Und wenn schon. Was willst du dagegen machen?"
"Niemand nennt mich ungestraft Diebin.", zischte das Mädchen und stürzte sich angriffslustig auf ihn.
Jo schüttelte über soviel Einfältigkeit den Kopf. Jeder sah doch, das sie auf jeden Fall unterlegen sein würde.
Und da passierte auch schon was der erste Maat vorrausgesehen hatte. Das Mädchen landete auf dem Boden und wurde dort festgehalten, während der Riese sich über sie beugte.
"Hör mal zu, Zwerg. Ob du das Geld nun ehrlich gewonnen hast oder nicht, spielt keine Rolle. Wenn ich sage du hast es gestohlen, dann ist das auch so. Und wenn du als ehrbare Frau einmal heiraten willst, dann gibst das Geld ganz schnell wieder heraus."
Das Mädchen knirschte mit den Zähnen.
"Niemals.", presste sie hervor.
"Wie du willst." Der Mann nickte den beiden, die sie fest hielten zu, die sie mit einem ekelhaften Grinsen wieder auf die Beine stellten.
"Dann hole ich es mir allein."
Schon griffen seinen Finger nach ihrem dunklen Hemd, als ein Schuss fiel.
Alle drehten sich erschrocken in die Richtung und erblickten einen schlanke und sehr schöne Frau, mit langen schwarzen Haaren. Sie trug einen langen, schwarzen Rock, passende Stiefel, eine weiße Bluse und darüber eine pastellblaue Jacke. Um ihren Bauch wandte sich ein tiefrotes Tuch und darüber ein Gürtel. Auf der einen Seite hing ein langer Säbel. Auf dem Tisch lag ein großer Hut, der auch offensichtlich ihr gehörte.
All dies nahm das Mädchen in Sekundenschnell wahr. Es gehörte zu ihrem Überleben, Menschen in kurzer Zeit richtig einzuordnen.
Es war nicht nur die Kleidung, sondern auch, wie sie dastand. Im Vergleich zu ihrer Tischnachbarin war sie winzig, was keine Kunst war, denn Josephine maß über einsachtzig, dennoch strahlte sie Autorität aus und man sah, dass sie es gewohnt war, dass sie Befehle gab, die auch steht's befolgt wurden.
Das Mädchen wusste, das der Schuss aus der Waffe nicht ohne Grund gefallen war. Ihr Angreifer nicht.
Spöttisch wandte er sich Joy zu.
"Noch so ein Winzling. Probt ihr den Zwergesaufstand?"
Da erhob sich Jo und stemmte ihre Hände in die Hüfte. "Beleidige sie noch einmal und du liegst noch heute Abend drei Meter unter der Rasenfläche und zwar waagerecht."
Jo hatte sich zu ihrer vollen Größe aufgerichtet und sah nun auf den Mann hinunter.
Dieser hob beschwichtigend die Hände. "Hey, das war noch nur ein Scherz, nicht ernst gemeint, ehrlich, also, keine Aufregung. Ich würde sagen, eure Freundin gibt mir einfach das Geld wieder und alle sind wieder friedlich."
"Gar nichts werde ich tun.", zischte das Mädchen.
"Na also, da hast du es gehört. Gar nichts wird sie. Und jetzt verschwinde.", mischte sich Joy wieder ein und der Mann tat wie ihm geheißen.
Kurze Zeit später war wieder Ruhe eingekehrt. Niemand kümmerte sich mehr um die drei Frauen.
"Also, vielen Dank. Darf ich euch zu einem Kaffee einladen?", fragte das Mädchen und setzte mit einem Seitenblick auf den Tisch hinzu: "Oder etwas anderem?"
"Setzt dich und erzähl uns wer du bist:", forderte Joy sie auf und sie tat, wie ihr geheißen.
"Ich bin Betty Finn."
"Kapitän Joy Sparrow und Josephine Slyver."
"Kapitän?" Sofort wurde Betty hellhörig. Jo maß sie mit einem misstrauischem Blick, doch Joy hatte schon zu viel getrunken, also nickte sie nur.
Betty winkte dem Barkeeper zu noch einmal einen Runde zu bringen, dann verwickelte sie Joy und Jo in ein Gespräch.
Nach drei weiteren Runden und einige Zeit später, lachten sie und hatten schon zig male auf den Abend angestoßen.
"Soll das heißen...", gluckste Joy gerade, "Das du das Geld tatsächlich gestohlen hast?"
"Nicht wirklich gestohlen, genaugenommen gehörte es mir, irgendwie."
"Betty, du wirst es noch zu was bringen. Was arbeitest du noch mal?"
"Ich habe ein Ein-Mann-Unternehmen, oder Ein-Frau-Unternhemen."
"In dieser Stadt?"
"Nein, nicht mehr, die Geschäftsbedingebnungen wurden zu schwierig.", wiegte Betty den Kopf.
"Ja, das kennen wir. Alles nicht mehr so einfach, wie früher. Auf nichts ist mehr verlass, nicht mal mehr auf die Unehrlichkeit.", nickte Jo.
"Heutzutage musste du nur schreiben können und schon kannst du dich als Urkundefälscher selbständig machen.", stimmte Betty ihr zu.
"Urkundenfälscher? In welchen Kreisen verkehrst du denn?", fragte Jo in einem Anflug plötzlicher Klarheit und Misstrauen.
"Hab ich gehört.", setzte Betty rasch hinzu.
"Ach pipperlapupp. Urkundenfälscher. Die können mir nichts anhaben.", tönte Joy und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück.
"Da hat der Kapitän recht.", bestätigte Jo. "Sie hat so einen Sauklaue, die kann sie noch nicht mal selber fälschen."
"Ach was." Betty sah interessiert auf.
"Doch, doch. Ich zeige es dir." Joy kramte in ihrer Tasche und zog ein Pergament heraus.
Es war die übliche juristische Drohung von ihrem Ehemann, die sie alle Monate bekam.
"Hier. Siehst du die Unterschrift. Das ist meine." Sie deutete auf eine hieroglyphenähnlichen Kringel, der mit viel Phantasie als Joy ...irgendwas durchgehen konnte.
"Ich kann das nicht entziffern.", gestand Betty, was einen glatte Lüge war.
"Kannst du überhaupt lesen?", fragte nun Jo und maß sie mit dem anfänglichen misstrauischen Blick.
"Nein." Betty schüttelte heftig den Kopf. Eine weitere Lüge.
"Wie lange seit ihr schon in der Stand?", fragte sie nun, während in ihrem Gehirn ein Plan heranreifte.
"Seit heute Abend. Wir waren noch nie hier und ich glaube auch nicht, das wir noch einmal herkommen werden. Zu ungastlich.", murmelte Joy in ihr Glas.
Betty verbarg ein triumphierendes Aufblitzen in ihren Augen unter sich schnell senkenden Lidern, während sie bühnenreif Seufzen und nickte. "Ja, ja. Diese Stadt ist nicht mehr, wie sie mal war."
Der Plan war perfekt. Jetzt brauchte sie nur noch eins.
Die Turmuhr nahe der Kneipe schlug vier und Joy sah seufzend auf.
"Ich glaube wir sollten los. Morgen haben wir einen weiten Weg.", sagte sie.
Jo schüttete in einem Zug ihr restliches Bier hinunter und stand auf, um Joy zu stützen, die bereits leichte Gleichgewichtsprobleme hatte.
Auch Betty machte sich auf den Weg. Sie bezahlte die Rechnung und hielt den anderen Beiden die Tür auf.
Leicht streifte der Mantel von Joy Bettys Hand und kurz darauf waren sie in der Nacht verschwunden. Auch Betty verschwand im Dunkel.
Einer Katze gleich schlich sie zu ihrem Zimmer und besah sich ihre Beute. Es war ein kleiner Beutel mit Silbermünzen, die sie der kleineren Frau abgenommen hatte.
Das war eigentlich eher zufällig, denn sie wollte nur die Urkunde. Das Geld war darin eingewickelt gewesen.
Sie nahm es als Geschenk. Sie würde es brauchen können.
Dann zog sie die Lampe näher und betrachtete interessiert die Unterschrift.
"Das wird schwierig, aber nicht unmöglich.", murmelte sie und zog ein Tintenfass und Feder zu sich.
Einen halbe Stunde später konnte sie die Kringel perfekt kopieren und sie begann ein Empfehlungsschreiben von Joy Sparrow für Betty Finn aufzusetzen.
"Da hol mich doch der Teufel, wenn das nicht Schicksal ist, ausgerechnet jetzt eine Kapitänin zu treffen.", lächelte sie zufrieden und betrachtete das Werk.
Dann löschte sie die Lampe und lauschte in die Dunkelheit.
Nein, sie hatte sich nicht getäuscht. Stiefelklappern war auf der Strasse zu hören.
Höchste Zeit.
Sie schwang sie auf das Fenstersims und hinab in den Garten.
Sie wohnte im Erdgeschoss, das allerhöchste, was sie vertragen konnte. Sie hatte schreckliche Höhenangst, deshalb war sie für ein Dieb auch ungeeignet gewesen und sie hatte sich auf Urkundenfälschen verlegt, doch jetzt wurde ihr das Pflaster zu heiß.
Man war hinter ihr her und ihr Kopfgeld gar nicht mal zu wenig für eine sechszehnjährige.
Sie rannte die Strasse hinab und versteckte sich in einem Fass und zog den Deckel über sich.
Die Soldaten marschierten vorbei, ohne sie zu finden.
Da übermannte Betty der Schlaf.
Sie wurde von gleichmäßigen Schaukeln geweckt. Erschrocken fuhr sie hoch und stieß gegen den Deckel. Durch das Holz sah sie, das es Nacht sein musste. Noch immer oder wieder konnte sie nicht sagen.
Mit klopfenden Herzen saß sie da und während sie überlegte, was zu tun sei, hörte sie Stimmen.
"Hol die restlichen Fässer an Bord, sonst kommen wir nie nach Tahiti.", tönte es.
Tahiti, dachte Betty erschrocken. Da wollte sie bestimmt nicht hin.
Die Männer entfernten sich von ihr um die restliche Ladung zu holen. Sie nutzte die Chance und stieß den Deckel auf. Schnell kletterte sie heraus und vom Bord und versteckte sich hinter einem Haus.
Da erst bemerkte sie, das sie in einer anderen Stadt war.
"Hey, was soll das denn?", hörte sie einen der Matrosen rufen, der in das nun leere Fass sah.
Betty grinste. Sie schlich rückwärts und drehte sich dann um.
Sie rannte los und kam auf einen großen Platz, wo sich Menschen tummelten.
Überall wurde getrunken, gefeiert und gelacht. Es schien als würden alle ein großes Fest feiern.
Sie trat in einem Gasthof und verlangte ein Zimmer.
Den misstrauischen Blick entgegnete sie mit einer handvoll Münzen, die sie Joy abgenommen hatte.
Sie bezog das Zimmer unter dem Dach und setzte sich auf das Bett.
"Was nun?", fragte sie sich. Schnell hatte sie heraus gefunden, das sie in Tortuga war.
Die Stadt wurde von allen möglichen Gaunern beherrscht, doch sicher war sie hier dennoch nicht.
Ihr Blick fiel auf den Hafen und langsam formet sich eine Idee.

3. August 1735

Die Mittagssonne stand hoch am Himmel und schickte ihre warmen Strahlen auf die Piratenstadt Tortuga, wo auf einem Steg Kapitän Joy Sparrow und ihr erster Maat Josephine Slyver standen.
Hinter ihnen ragte ein stattliches Schiff, dessen weiße Segel schon von weitem zu sehen waren. Rötlich schimmerte das Holz, was auch den Namen erklärte.
Bloody Rubin.
Eines der schnellsten Piratenschiffe in der Karibik, deren Mannschaft sich in der, am Tage eigentlich völlig normalen, Stadt umsah.
Nur Joy starrte abwechselnd das Pergament in ihrer Hand und dann wieder Josephine an. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass diese Dokument gefälscht war.
Allerdings wusste sie nicht ob es an der Handschrift, die ihrer verdächtig bekannt vor kam und die an ihren Ehemann erinnerte oder möglicherweise an dem Siegel in der rechten oberen Ecke, dass Signum seines Schiffes, lag. Vielleicht war es aber einfach auch nur die Unterschrift, die deutlich als ´Joy Sparrow´ zu entziffern war, jedenfalls für jene, die sie einmal gesehen hatten.
Dieses "Empfehlungsschreiben" hatte ihr Ophelia Johnson oder auch Mom genannt, in die Hand gedrückt. Ein Mädchen namens Betty Finn hatte vor wenigen Stunden auf dem Schiff angeheuert und das Schreiben sofort, als Joy an Bord kam, an sie weiter gereicht.
Ophelia kannte nicht den genauen Wortlaut. Es stand ihr nicht zu, doch das Siegel schien echt und so hegte sie kein Misstrauen.
Joy hatte Ophelias Wunsch, das Mädchen zu behalten zugestimmt.
Wieso auch nicht? Einen helfende Hand konnte man immer gebrauchen und Mom war von ihr hingerissen.
Nun starrte der Kapitän jedoch auf das Pergament.
Fast als wollte sie sich vergewissern, wandete sie sich an Josephine, die ihre braunen Locken aus dem Gesicht wischte und die blauen Augen auf ihren Kapitän gerichtet hatte.
"Ich habe das Gefühl dieses Zeugnis ist gefälscht.", sagte Joy ruhig.
"Ey!"
"Und dieses gefälschte Zeugnis trägt MEINE Unterschrift und das Siegel des Schiffes meines nichtsnutzigen Ehemannes?"
"Ey!"
"Und ich habe, dieses gefälschte Zeugnis, auch noch angenommen indem ich der Einstellung dieser Betrügerin zugestimmt habe?"
"Ey!"
"War ich betrunken?"
Jo legte kurz den Kopf schief und überlegte einen Augenblick, dann schüttelte sie den Kopf.
"Nicht das ich wüsste! Aber eigentlich ist das doch gar nicht so schlimm! Du kannst sie ja immerhin noch als Putzkraft abstellen!", schlug sie schließlich vor.
Joy schüttelte ihre schwarze Haarpracht und wollte schon laut anfangen zu fluchen, als sie die Stimme von Zazu Preston hörte, die im Krähennest am Hauptmast saß und ihrer neuen Mitstreiterin, Betty Finn etwas zurief.
"Was soll das heißen du hast Höhenangst?", schrie Zazu ungläubig hinunter.
Joy drehte sich mit einem bösartigen Lächeln zu Jo um.
"Weißt du was ich gerade denke?"
"Nein. Aber so wie ich dich kenne, ist es irgendwas Fieses!", meinte ihr erster Offizier.
"Da könntest du Recht haben! OH BETTY!!", brüllte Joy während sie sich beeilte an Bord zu gehen.
"Ja?"
Das blonde Mädchen sah sie fragend an.
Joys Lächeln wurde noch eine Spur breiter und abartiger.
"Ich habe einen schönen Job für dich."
"Wirklich? Was denn? Deck schrubben? In der Kombüse Kartoffeln schälen? Kanonen putzen?", meinte Betty und ihre braunen Augen blickten unwissend.
"Nein. Viel spannender. An einem wirklich tollen Ort.", grinste Joy.
Betty versuchte zaghaft zu lächeln. Sie hatte irgendwie Angst die nächste Frage zu stellen.
"Und wo ist dieser tolle Ort?", flüsterte sie kaum hörbar.
Joy deutete lediglich mit dem Daumen nach oben und Betty atmete erleichtert aus. Oben. Oben war gut, oben bedeutete... Ihr Blick wanderte den Hauptmast empor, wo ihr Zazu aus dem Krähennest zuwinkte.
Krähennest... Oben... MOMENT MAL!!
"Joy, ich hab Höhenangst!", kreischte Betty, doch Joy war bereits in Richtung Kombüse verschwunden.
Dafür hatte sich nun Ophelia Johnson, von allen nur ,Mom' genannt, vor ihr aufgebaut.
"Also erstens Mädel! Das heißt nicht Joy, sondern Kapitän! Und zweitens! Wenn sie sagt du spielst Ausguck, dann machst du das auch! Klar?"
Betty schluckte und nickte zaghaft, auch wenn sie innerlich schon jetzt einem Nervenzusammenbruch nahe war.
"Glasklar!" murmelte sie.
Betty seufzte. Warum hatte sie auch ausgerechnet, das Schiff von den beiden Frauen erwischen müssen, die sie nicht nur bestohlen hatte, was diese offensichtlich noch nicht wussten, sondern auch noch die Unterschrift von der Kapitänin ausgeliehen hatte. Josephine schien sie auch wieder zu erkennen, allein Joy war wohl doch zu betrunken gewesen um sich zu erinnern.

***

"Yoho, yoho, Piraten haben´s gut.", summte Betty leise um sich zu beruhigen. Mit mulmigen Gefühl starrte sie den Hauptmast hinauf.
Zazu nickte ihr aufmunternd zu. "Na dann komm mal rauf, ich werde dich gleich einweisen. Keine Sorge, der Job ist nicht so schwer."
"Um die schwere des Jobs mache ich mir keine Sorgen, nur wo er ist.", murmelte Betty.
"Hast du irgendwas gesagt?", brüllt es vom Krähennest herunter.
"Schönes Wetter.", wich Betty aus.
Zazu starrte in die Ferne. "Na ja, es wird bald Sturm geben, schätze in spätestens vierundzwanzig Stunden können wir unser eigenes Wort nicht mehr verstehen." Sie nickte zufrieden. "Genau das richtige für die erste Lehrstunde."
Betty schluckte und rang nach einem Lächeln.
"Na? Du bist die Neue?", wurde sie da angesprochen. Betty drehte sich um und sah sich einer mittelgroßen Frau mit stechend grünen Augen gegenüber.
Die Haare waren zusammengebunden und unter einem knallroten Tuch verborgen. Die Ärmel ihrer hellen Bluse waren hochgekrempelt und steckte in einer dunklen Hose. Ihre Stiefel reichten ihr bis fast an die Knie und an der Seite sah sie ein Messer.
Daran blieb ihr Blick haften.
"Interessantes Messer.", bemerkte Betty.
"Für die Küche. Ich habe es gerne schnell zur Hand. Man weiß ja nie." Schwungvoll holte die Frau das Messer heraus und hielt die Klinge prüfend ins Licht, während sie mit dem Daumen darüber fuhr.
Betty grübelte angestrengt, was so unvorbereitetes in der Küche passieren könnte, das man schnell ein so großes und wahrscheinlich sehr scharfes Messer zur Hand haben musste.
"Ich bin Cathrine Vermont. Ich bin für die Verpflegung verantwortlich. Und das eine sage ich dir gleich. Du hast nichts, aber auch rein gar nichts in der Kombüse zu suchen, außer wir werden überfallen und du liegst im sterben. Klar?"
Drohend richtete sich die Klinge auf Bettys Kehle, die beklommen nickte.
"Aber Joy geht doch auch immer in die Kombüse.", rief eine Knabenstimme.
Cathrine drehte sich zu ihm um.
"Sie ist ja auch der Kapitän.", knurrte Cathrine. Dann reichte sie Betty die Hand. "Auf gute Gemeinschaft. Es wird dir hier gefallen. Die Mädels sind schon in Ordnung und werden für einen Freund durch den Tod gehen."
Hinter sich räusperte sich der Junge. "Was heißt hier Mädels." Er stand mit verschränkten Armen da.
Cathrine tätschelte ihm den Kopf. "Du willst doch nicht sagen, das du mit deinen vierzehn Lenzen schon ein Mann bist?" Lachend ging sie in die Kombüse hinunter.
Tom schob schmollend seine Unterlippe vor. "Aber ein Mädchen bin ich deshalb noch lange nicht."

***
Selene kam mit einem großem Schwarzem Tuch auf das Deck. Suchend sah sich die ganz in weiß gekleidete Frau um.
"Sag mal Alex, wo ist denn die Wäscheleine?", rief sie zum Steuerrad, wo Alexander stand und sie angrinste.
"Frag mal Natalie, ich habe sie vorhin mit dem Strick gesehen."
Da sprangen auch schon Sam und Phoebe aufs Deck. "Was? Natalie? Will sie sich schon wieder umbringen? Das ist heute schon der dritte Versuch?"
Da hatte Amy auch schon die Gesuchte gefunden und ihr das Seil entwunden.
"Hier.", sagte sie zu Selene, die das Seil nahm und mit einem Pfeifen zwischen Mast und Kajütenfenster festband.
Sorgsam breitet sie nun das schwarze Tuch darüber aus und strich es ordentlich glatt, damit es keinen Falten bekommen konnte.
Betty stand neben Tom gegen die Reling gelehnt und hatte dem Treiben aufmerksam zugesehen, als ihr plötzlich der Atem stockte.
"Das.. das ist einen Piratenflagge.", flüsterte sie.
"Ja, und?", fragte der Junge.
"Verstehst du denn nicht?" Sprachlos sah sie ihn an.
Tom warf ihr einen misstrauischen Blick zu, doch dann schien ihm eine Erleuchtung zu kommen.
"Du weißt nicht, dass wir Piraten sind, oder?", fragte er mit einem diebischen Grinsen.
Betty sah ihn geschockt an.
"Ihr seid was?"
"Wenn der Kapitän dich noch nicht erschossen hat, werde ich es auch nicht tun. Aber binde den anderen lieber nicht auf die Nase, dass du eigentlich gar nicht weißt wo du dich befindest. Sonst machen sie vielleicht kurzen Prozess."
Mit dem Zeigefinger fuhr er sich über den Hals und machte ein dazu passendes Geräusch, bevor er Betty freundschaftlich auf die Schulter schlug und grinsend davon ging.
Betty war immer noch fassungslos. Wo war sie hier nur hingeraten?

6. August 1735

"Sieh sich einer das Deck an." Kopfschüttelnd stand Selene, die Putzsüchtige da. Ihre kurzen giftgrünen Haare standen ihr angewidert vom Kopf ab. Mit beiden Händen hob sie ihre weißen Hosen hoch und wich einer Pfütze aus.
Ihre braunen Augen sahen sich um und sie schüttelte erneut den Kopf. "Das wird eine Menge Arbeit, das wieder auf Hochglanz zu bekommen."
Alexandra, die Navigatorin stemmte die Hände in die Hüften und nickte.
Ihre weißen Locken wippten und ihre goldenen Augen schweiften auf die See hinaus.
"Das war ein Sturm, letzte Nacht."
"Nicht so wie vor zwei Jahren."
"Ja, das stimmt. Gab ne Menge Beerdigungen damals. Also, dann mal los? Ich bin sicher du hast schon einen Plan aufgestellt." Aufmunternd klopfte Alexandra Selene auf die Schulter.
"Plan? Wie kommst du darauf?"
"Mal überlegen, weil neben dir Eimer, Wischmopp und Lappen liegen."
Selene schob schmollend die Lippe vor. "Unterstellungen."
"Ach, komm schon Selene. Was würden wir ohne dich tun?" Alexander legte ihr einen Arm um die Schultern und zog sie zu sich heran.
"Wir würden im Müll ersticken.", sagten beide gleichzeitig und Selene musste lächeln.
Alexander drehte sich um und erblickte Betty, die blass, aber wohl auf, auf die beiden zukam.
"Und wie geht es dir?", fragte Alexander.
"War ein mächtiger Sturm gestern, was?" Betty strich sich einen Strähne aus der Stirn und sah sich um, als sie ein lautes Fluchen hörten.
Es kam aus der Kapitänskajüte.
Kurz darauf flog die Tür krachend auf und einen sehr wütende Joy stapfte auf das Deck.
"So'ne Scheiße, verfluchter Mist, das ist doch zum..."
"Joy, hier sind kleine Kinder anwesend.", rief da Mom alias Ophelia und sah sie entrüstet an.
"Hey, ich bin kein kleines Kind mehr.", sagte Tom nicht weniger aufgebracht und funkelte seine Mutter an.
"Wer sagt denn, das sie dich meint, Schätzchen?", zwinkerte Aurelia, die Ärztin, strich ihm über den Kopf und warf Yoru einen Blick zu.
Sie war die einzige, die sich wirklich wie ein Kind benahm, doch nur wenn Männer in der Nähe waren, was immer der Fall war, wenn sie ein anderes Schiff enterten.
"Also, was hat dich denn nun so aufgeregt?", wendete sich Mom an ihren Kapitän.
"Mein Becher ist bei dem Sturm zerbrochen." Wütend zeigte Joy auf die Scherben, in ihrer Hand.
"Den, den du von deinem Bruder bekommen hast?"
"Ja!"
"Du bist auf deinen Bruder sauer, wieso regt dich der zerbrochene Becher so auf?"
"Eben, weil ich so sauer auf ihn bin. ICH wollte ihn zerdeppern." Joys Finger zeigte auf sich selber.
"Wer ist den ihr Bruder?", fragte Betty flüsternd Alexandra.
"Später." winkte diese ab.
"Und jetzt?" Aurelia besah sich die Scherben und versuchte sie wieder zusammen zu setzten.
Joy drehte sich zu Alexandra um. "Wo sind wir jetzt genau?"
Die Navigatorin ließ Selene los und zog einen Kompass und eine Art Karte heraus.
"34° 76°. Wir segeln Süd, Süd-Ost. Das ist..."
"Ganz genau, etwa zwanzig Meilen von der Insel entfernt. Alex, hinter das Steuerrad.", befahl Joy. "Und der Rest macht hier Ordnung. Wir wollen schließlich einen guten Eindruck machen, wenn wir unverhofft Besuch erhalten."
Joy schien wieder zufrieden und ging in ihre Kabine, wo sie noch einmal eingehendst die Karten studieren würde.

***

Unsicher stand Betty am Bug und betrachtete die dunkle und felsige Küste der kleinen Insel.
"Und da wollt ihr anlegen?", fragte sie Natalie, die gerade mit einem Messer herumspielte und ihre Pulsadern am Handgelenk betrachtete.
Allerdings hatte man Betty erklärt, dass Natalie zwar zum Selbstmord neigte, indes aber ihr eigenes Blut nicht sehen konnte, weshalb sie nur Messer und Schwerter zum kämpfen bekam, da keine Gefahr bestand, dass sie sich plötzlich aufschlitzte.
"Yep! Gemütlich findest, du nicht?", grinste Natalie und strich sich eine blonde Haarsträhne hinters Ohr.
"Werft den Anker! Lasst die Beiboote zu Wasser! Samantha und Zazu bleiben an Bord, der Rest folgt mir unauffällig!", halten Joys Befehle über das Deck.
"Ey ey, Kapitän!", kam die Antwort von der restlichen Crew und Betty stimmte mit ein, auch wenn sie keine Ahnung hatte, was sie jetzt machen sollte.
Natalie war nämlich schnell verschwunden, um den Anderen zur Hand zu gehen. Doch da flog auch schon ein Tau auf Betty zu, dessen Bahn sie interessiert verfolgte, bis es schließlich vor ihr zu Boden fiel.
"Warum fängst du es denn nicht auf?", rief Yoru ihr zu.
"Sollte ich es denn auffangen? Wieso?", erwiderte Betty.
"Mach einfach das, was du immer mit einem Tau machst!"
"Ich soll mir eine Schaukel bauen?"
Yoru sah sie entgeistert und mit offenen Mund an, dann räusperte sie sich kurz.
"Warst du schon mal auf einem Piratenschiff?", fragte sie freundlich und kam langsam auf das Mädchen zu.
Dieses schüttelte den Kopf und Yoru nickte, während sie mit dem Seil, mit dem Betty nichts hatte anfangen können, half das Schiff zu vertäuen.
"Warst du überhaupt schon mal auf einem Schiff?"
Wieder ein Kopfschütteln als Antwort und die Japanerin nickte abermals, bevor sie den Weg in Richtung Joy einschlug.
"Wieso haben wir eine Landratte in unserer Crew, die keine Ahnung von der Seefahrt hat?", fragte Yoru ihren Kapitän jetzt leise.
"Das geht dich nichts an! Mach das du ins Boot kommst oder du schwimmst zur Insel! Solltest du mich weiter mit blöden Fragen löchern, durchlöchere ich dich!", knurrte Joy.
Yoru ließ sich das nicht zweimal sagen. Inzwischen brach langsam die Nacht herein.

***

Joy drehte einen Becher, den sie aus einer Truhe vor ihren Füßen genommen hatte, hin und her und schmiss ihn schließlich nach hinten.
"Was war an dem denn nicht in Ordnung?", fragte Jo.
"Der hatte Smaragde. Ich mag keine Smaragde, sind so protzig, findest du nicht?"
Jo grinste nur.
Da hob der Kapitän einen weiteren Becher auf und sah ihn prüfend an.
Sie schüttelte den Kopf und er flog auf einen Haufen schon aussortierter Becher, so an die hundert.
"Auch zu viele Smaragde?"
"Nein, zu wenig Rubine."
"Natürlich." Warum fragte Jo überhaupt.
Da schien Joy den passenden Becher gefunden zu haben. Mit langen Fingern, dass ist Piraten angeboren, zog sie eine Art Kelch heraus.
Der Fuß war mit filigranen Mustern verziert und um den Stiel fädelte sich einen regelrechte Rubinkette. Winzig kleinen Steine und doch leuchtend rot und strahlend. Sie drehte den Becher um. Unter dem Fuß war einen Gravur.
Mühsam versuchte sie die Schrift zu entziffern.
"Für die Königin meines Herzens." Stand dort.
"Meinst du man kann `meines Herzens´ wegkratzen?", fragte sie Jo.
"Sicher kann man."
"Dann ist dieser perfekt." Sie stopfte den in einen Sack, den sie sich auch `geliehen´ hatte und sah sich um.
"Können wir sonst noch was brauchen, wenn wir schon mal hier sind?"
"Aber das ist doch Diebstahl.", warf Betty ein und augenblicklich herrschte Stille.
"Dazu sagen wir jetzt mal nix.", murmelte Alex.
Da nahm Phoebe die Geschichte wieder auf, die sie angefangen hatte zu erzählen. Amy saß mit großen Augen neben ihr. Sie kannte die Geschichte bereits, hatte sie bald hundert mal schon gehört und doch lief ihr jedes mal erneut ein Schauer über den Rücken. Phoebe konnte sehr bildhaft erzählen.
"... und dann stieß ich ihm ein Messer in den Bauch. Genau hier. Ich erwartete, das dass Blut, oder sein letztes Mittagessen herausquellen würde, doch da war nichts, verstehst du? Man hörte nur das leicht Knirschen des Messers an den Knochen und der Typ, ich sage dir, seinen Augen waren gelb und er sah aus als hätte er Cholera..."
"Die Augen werden bei Gelbsucht gelb.", warf Aurelia ein.
"... Vielleicht war es ja Gelbsucht. Jedenfalls stand der Typ da." Phoebe erhob sich und mimte einen großen, kräftigen Mann, "Und zog das Messer einfach heraus und lachte. Das ging mir durch Mark und Bein. Seine Stimme ertönte gespenstisch und hohl, als wäre er seelenlos."
"Piraten!", rief da einen Stimme.
Yoru kam panisch in die Höhle gerannt. Hinter ihr hechtete Lily her.
"Man, jetzt beruhige dich doch, verdammt. So was hysterisches. Und renn nicht so, wer soll denn da mitkommen?", japste sie.
"Wenn du nicht nur dein Grünfutter zu dir nehmen würdest, hättest du genügend Kraft in den Muskeln um Schritt zu halten.", giftete Yoru und wandte sich an Joy.
"Piraten, Kapitän und ich befürchte es sind alles Männer."
"Schon gut.", winkte diese ab und ging in aller Seelenruhe auf den Berg zu auf dem einen steinerne Truhe stand.
Schwungvoll setzte sie sich darauf und überschlug ihre Beine.
Josephine stellte sich mit verschränkten Armen daneben und setzte ein überlegendes Lächeln auf.
Cathrine lehnte sich auf der anderen Seite gegen die Truhe und begann mit dem Küpchenmesser die Fingernägel zu säubern und auch die anderen verteilten sich auf oder an den ein oder andren Stein.
Sie taten alle etwas anderes, doch eines hatten sie gemein. Sie waren überaus gelassen. Nur Betty stand verwirrt da und sah sich um.
"Setzt dich.", zischte da Ophelia und zog sie zu sich.
Unsicher nahm Betty zwischen ihr und Tom platz.
"Was wird jetzt passieren?", flüsterte sie.
"Joys Ehemann und seine Crew tauchen gleich auf. Pass auf, das gibt einen riesen Spaß", zwinkerte Tom.
Von draußen drangen Stimmen und Füßelscharren herein.
In der Höhle selbst herrschte absolute Stelle.
Claire zupfte noch ein paar Strähnen in Joys Mähne zurecht und ging ein paar Schritt zurück, um das Gesamtbild zu überprüfen.
Schnell schob sie Cathrines Tuch ein Stück tiefer ins Gesicht, damit sie noch finstere aussah und huschte dann auf ihren Platz.
"Also, dann wollen wir doch mal sehen...", sagte da eine tiefe Stimme und stockte unvermittelt.
"Tötet sie.", sagte da der Mann, dessen Gesicht unter einem großem Hut verborgen war und Betty zuckte zusammen. Unwillkürlich krallte sie sich an dem Arm von Tom, der schmerzvoll zusammen zuckte.
"Krümme auch nur einer ein Haar und ich werde DICH töten, Schatz.", sagte da Joy gelassen und bissig zugleich.
Die Gesichtzüge des Mannes verzogen sich zu einer genervten Grimasse.
"Hätte ich mir ja denken können, das du das bist.", murmelte er und kam auf sie zu.
"Also, was verschafft mir die Ehre?"
"Das Geburtstagsgeschenk von meinem Bruder ist zerbrochen und eine KapitänIN kann doch unmöglich aus der hohlen Hand trinken. Das siehst du doch auch ein.", sagte Joy mit einem Lächeln.
"Durchaus, sicher.", räumte er ein. "Aber warum dann der Besuch in der Höhle wo mein MEIN Schatz liegt?"
"Erst einmal, gehört die Hälfte mir, wir sind verheiratet und zweitens kam ich gerade zufällig vorbei und da bot es sich an."
"Das hier ist die Isla de Moerta. Da kommt man nicht mal eben so vorbei." Der Mann schien fassungslos zu sein.
Betty beugte sich zu Tom hinüber. "Wer ist das?"
"Joys Ehemann und Kapitän der..."
"Schscht.", unterbrach ihn da Mom und sah ihn strafend an.
"Verschwinde", sagte da der männliche Kapitän.
Joy schwang sich anmutig von der Kiste, wobei ihr Rock fast zufällig an dem rauen Stein hängen blieb und bis zu den Hüften aufriss.
Gelassen sah sie sich das Kleidungsstück an und zuckte mit den Schultern. Sie drückte sich einen ebenso großen Hut, wie ihr Ehemann ihn hatte, auf den Kopf und ging schwingenden Schrittes an ihm und seiner Crew vorbei.
Die Crew von ihrem Ehemann bekam große Augen und schienen ihr hinterher zu hecheln. Der Kapitän funkelte jeden böse an, der es auch nur wagte es in seinem Blickfeld zu tun. Schließlich war sie immer noch SEINE Ehefrau.
Joys Mannschaft folgte ihrer Kapitänin, als diese zurückgehalten wurde.
"Du schuldest mir immer noch einen Kerzenleuchter.", rief er ihr nach.
"Es ist meiner. Es war ein Hochzeitsgeschenk."
"Ja, EINER. Der andere gehört mir. Du hast ihn mir gestohlen.", warf der Mann giftig ein.
Joy setzte ihr strahlernstes Lächeln auf und sagte: "Verklag mich doch." Und ging davon.

***

Betty sah sich erstaunt um. Die Mannschaft machte sich auf dem Schiff daran die Segel zu setzten und sich auf den Weg zu machen.
Sie suchte Tom und entdeckte ihn, wie er gerade ein Tau zusammen wandte.
"Und das war der Ehemann vom Kapitän?", fragte sie.
"Ja."
"Aber, der ist doch so viel älter als sie."
"Auf wie alt schätzt du den Kapitän denn?"
"Zwanzig?"
"Sie ist siebenundzwanzig."
"Echt? Wahnsinn." Betty sah in Richtung Kapitänskajüte, wo gerade, Josephine und die Juristin Evelyn verschwand.
"Hilf mir lieber, beim Tau, sonst wirst du wieder auf den Ausguck geschickt.", warnte Tom und Betty machte sich unverzüglich an die Arbeit.
"Wie seid ihr überhaupt auf das Schiff gekommen, du und deine Mutter?", fragte Betty, als es nichts zu tun gab und sie sich gegen die Rehling lehnten und auf das Meer schauten.

***

Schluss!!! Hahahahahahaha!!!
Wie die auf diesen Chaotenkahn gekommen sind klär ich nächstes Mal (weil ich selbst noch keine Ahnung hab *drop*)!!
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