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Was würdest du tun, wenn...?

GeschichteLiebesgeschichte / P6 / Gen
Legolas
25.04.2004
07.05.2004
3
5.207
 
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25.04.2004 1.496
 
Disclaimer: Alles was euch hier an Herr der Ringe erinnert, gehört nicht mir sondern Mister J.R.R. Tolkien.

Hm sorry erst mal wegen den Fehlenden Satzzeichen im zweiten Kapi... ich weiß auch nicht wieso die nicht angezeigt werden ich muss sie immer erst noch mal erneuern...

Naja jetzt erst mal viel Spaß bei Nr. 3^^



Kapitel 3

Als Calaneth am nächsten Morgen erwachte, war Legolas längst auf den Beinen und sattelte die Pferde.

"Guten Morgen!", rief er ihr über die Schulter entgegen. "Deine Sachen sind trocken, ich hab sie zu dir gelegt."

Calaneth schaute neben sich und entdeckte ihre, fein säuberlich zusammengelegte Kleidung, ein Stück Lembas und ihre Wasserflasche.

"In drei Tagen müssten wir den Waldrand von Lothlorien erreichen.", meinte Legolas, als er sich zu ihr gesellte.

Die Elbin nuschelte ein Ja, Ja in ihr Lembas und nachdem sie sich angekleidet hatte, ging der Ritt weiter. Gesprochen wurde nicht viel, jeder hing seinen eigenen Gedanken nach. Die nächsten zwei Nächte verliefen ruhig, doch achtete Calaneth nun besonders peinlich darauf auch wirklich allein zu sein, wenn sie ihre Flaschen am Wasser auffüllte. Gegen Ende des dritten Tages dann kamen sie endlich am Rande des goldenen Waldes an. Sie stiegen ab, um zu Fuß weiter zu gehen. Doch bald blieb Legolas stehen.

"Mae Govannen, Haldir o Lorien!", rief er in die Baumkronen und kurz darauf sprang ein schlanker, blonder Elb leichtfüßig aus dem goldenen Blätterdach.

"Mae Govannen Legolas Thranduilion", sprach er, mit der für Elben typischen Verbeugung.

"Die Herrin Galadriel hat mir aufgetragen den Prinzen von Eryn Lasgalen und seine Beraterin zu ihr zu geleiten. Bitte folgt mir."

Er nahm ihnen die Zügel der Pferde aus der Hand und schritt voran, auf die Mitte des riesigen Waldes zu.

Calaneth war schon einmal hier gewesen, als sie noch ein Kind war. Zwar konnte sie sich kaum noch daran erinnern, doch hatte sie die Schönheit des Waldes schon damals überwältigt und auch jetzt stockte ihr regelrecht der Atem, als sie an den ersten Mallornbäume ankamen. Immer höher hinaus gingen die Äste und schon bald war das goldene Blätterdach nur noch zu erahnen. Zudem wurde es langsam dunkel.

"Calaneth, schau.", flüsterte Legolas plötzlich ehrfürchtig.

Nun blieb ihr wirklich der Atem weg. Sie hatten den Rand einer, in einer Senke liegenden, riesigen Lichtung erreicht und in deren Mitte erhob sich das schönste was Calaneth je zu Gesicht bekommen hatte. Das Herz des goldenen Waldes. Gigantische Mallornbäume standen dicht gedrängt aneinander, verbunden durch unzählige grazile Treppengebilde, mal die Stämme eng umschlingend, mal kühn zwischen den Ästen hindurch geschwungen und alles strahlte in einem geheimnisvollen blau silbernen Licht.

Mit einem Lächeln auf den Lippen deutete Haldir Legolas und Calaneth ihm zu folgen, die noch immer wie erstarrt auf dieses Wunder der Natur und der Elben schauten. Langsam gingen sie weiter und je näher sie den Bäumen kamen, desto intensiver spürten sie eine sonderbare Spannung in der Luft. Sie war keinesfalls bedrohlich, sondern vielmehr beschützend und beruhigend. Es war die Macht der hohen Herrin Galadriel, das erkannte Calaneth jetzt.

Haldir brachte sie zu einem großen Baum am Waldrand, aus dessen Krone eine dünne Strickleiter herab hing.

"Die Herrin Galadriel sagte ihr solltet euch erst einmal von der langen Reise erholen, bevor das Treffen stattfindet.", sagte er, verbeugte sich und führte die Pferde fort.

Legolas stieg als erster die lange Leiter hinauf. Die geräumige überdachte Plattform war in zwei Räume aufgeteilt, jeder mit einem Schrank und einem großen Bett bestückt. Erschöpft ließ sich Calaneth gleich auf dem ersten nieder.

"Ich hatte Lothlorien ganz anders in Erinnerung.", sagte sie mehr zu sich selbst.

"Wie meinst du das?"

"Nun ja, ich weiß auch nicht so recht. Ich hätte nicht gedacht, dass mir dieser Anblick noch einmal so sehr den Atem verschlagen würdeHm, vielleicht erinnere ich mich nur nicht mehr daran."

Sie machte es sich in den Kissen bequem.

"Wie lange werden wir eigentlich bleiben? Ich habe richtig Lust den goldenen Wald noch einmal neu zu entdecken.", meinte sie grinsend.

"Nun, mein Vater hat kein Datum genannt, an dem wir wieder zurück sein sollen. Es bleibt uns also genügend Zeit."

Er gähnte.

"Aber ich glaube wir sollten nun zu Bett gehen. Galadriel würde wohl nicht sehr begeistert sein, wenn ich mitten im Treffen einfach einschlafe."

Er drückte ihr einen Kuss auf die Wange und ging in das angrenzende Zimmer. Auch Calaneth folgte des Elben Rat, nachdem sie sich ausgezogen und gewaschen hatte.

Sanftes Vogelgezwitscher und das Plätschern eines nahen Baches, weckten Calaneth am nächsten Morgen. Ein Wenig widerwillig angesichts der frühen Stunde, krabbelte sie aus dem Bett. Doch die Neugier auf den Wald hatte eben doch gesiegt. Sie öffnete die reicht verzierten Türen ihres Schrankes und nahm ein einfaches knöchellanges Baumwollgewand heraus. Das würde für ihren Erkundungsausflug reichen. Das Treffen würde sowieso erst am Nachmittag stattfinden, von daher hatte sie noch genügend Zeit. Ein flüchtiger Blick in Legolas´ Zimmer verriet ihr, dass dieser noch schlief. Gut, dann ging sie eben allein. Leichtfüßig kletterte sie die Strickleiter hinab.

Am Boden war noch alles ruhig und sie beschloss in Richtung Waldmitte zu gehen. Sie genoss die Stille, die alles um sie herum sanft einhüllte und nur selten von den Rufen eines kleinen Vogels unterbrochen wurde. Wie in Trance wandelte sie zwischen den Bäumen und erfreute sich and deren Schönheit. Dadurch entging ihr jedoch die große, ganz in weiße Seide gehüllte Elbin, die sie lächelnd beobachtete.

"Du bist eine wahre Schönheit geworden, meine Tochter."

Obwohl Calaneth sie nicht bemerkt hatte, wusste sie im selben Moment, in dem die tiefe und unendlich sanfte Stimme ertönte, wer da hinter ihr stand.

"Mae Govannen Herrin Galadriel.", sprach sie, nachdem sie sich herum gedreht hatte, legte die Rechte auf ihr Herz und neigte den Oberkörper. Galadriel lächelte ihr weises Lächeln.

"Lass uns ein wenig gehen."

**********

"Darf ich fragen, um welch wichtiges Dokument es sich handelt, dass Legolas und ich es holen müssen und nicht einfach ein Kurier?", fragte Calaneth während sie so dahin spazierten.

Ein leises Lachen entwich den Lippen der Elbenherrin.

"In diesem "wichtigen Dokument" ist lediglich der derzeitige Stand der Elbenpopulation aufgezeichnet.", meinte sie, hörbar belustigt.

"Sie wurden hier vervollständigt und kommen nun wieder in die Archive von Eryn Lasgalen."

"Aber weshalb hat der König uns dann", setzte Calaneth leicht verwirrt an, doch Galadriel unterbrach sie sanft:

"Seit nicht gerade ihr es, die sich über mangelnde freie Zeit durch zu viel lernen, beschweren? Thranduil weiß das, daher hat er euch geschickt."

"Oh", war das Einzige was die junge Elbin darauf zu erwidern wusste.

Plötzlich blieb ihre Begleiterin stehen. Irritiert sah sich Calaneth um. Ohne dass sie es bemerkt hatte, waren sie eine schmale Treppe hinab gestiegen und standen nun in einer Art Senke, die sich zwischen den großen Wurzeln einiger Mallornbäume befand. Calaneth erschauderte angesichts der Macht, die sie hier verspürte. Ihr Blick fiel auf einen kleinen Tisch, einem Altar gleich, auf dem eine große flache Schale aus Mithril stand. Galadriel war an einen Brunnen getreten und hielt einen grazilen aber dennoch großen Krug aus demselben Material wie die Schale in der Hand. Langsam schöpfte sie nun Wasser aus dem Brunnenbecken und ließ es sachte in die schale fließen.

"Schau hinein mein Kind. Vielleicht hilft dir das, was du sehen wirst.", sprach sie dann.

Calaneth wusste nicht so recht was sie tun sollte. Wobei helfen, fragte sie sich. Galadriel lächelt sie nur an und langsam näherte sich Calaneth der glatten Wasseroberfläche. Doch sobald sie sich darüber gebeugt hatte, begann sie sich zu kräuseln und auch die Farbe veränderte sich. Unmerklich langsam entstand ein Bild vor Calaneth Augen.
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