Lux Veritatis Mecum

GeschichteAbenteuer / P12
Kurtis Trent Lara Croft
16.04.2004
16.04.2004
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16.04.2004 457
 
Prolog - Cubiculum Nephili


Ein Nephilim, Abkomme eines Engels und einer sterblichen Frau, hing gefesselt an einer Vorrichtung in der Mitte des Saales; sein anmutiger, gepeinigter und gefolterter Körper in ewigem Licht erstrahlt. Sein zurückgelehnter Kopf war eine drückende Last und in seinen leuchtenden Ausgen spiegelte sich der glühende Hass auf die Menschen wieder, die ihm grausame Schmerzen zugefügt hatten. Innerlich war er stark, stärker, als er je zuvor gewesen ist. Er wusste, dass er noch einige wenige Qualen ertragen musste, um dann endlich wiedergeboren zu werden.

Ich sprang von der Plattform direkt auf ihn zu und krallte mich an seinem Bein fest. Ohne zu zögern, holte ich blitzschnell den Sanglyphen aus meinem Rucksack und heftete ihn an sein linkes Bein. Dieser schmolz sich in die zarte Haut und ließ sie hell aufleuchten. Der Nephilim begann zu beben. Blitzschnell griff ich eins der hängenden Seile, schwang mich elanvoll auf die untere Plattform und rannte.

Der Sanglyph schien den Nephilim innerlich zu verbrennen und gebündelte Strahlen reinen grellen Lichtes schossen aus seinem hilflosen Körper heraus. Karel bemerkte die eskalierende Situation zu spät und eilte auf die Plattform zu, um die Maschine stoppen zu können. Gerade unter dem Nephilim fiel ein mächtiger Lichtstrahl auf ihn ein.

Nie zuvor habe ich einen dermaßen schrecklichen, herzzerreißenden Schrei gehört. Ich rannte noch schneller. Der Raum erglühte in überirdischem Licht und kurz darauf erfolgte eine gewaltige Explosion.

Im Nebenraum verlangsamte ich mein Tempo, kam zum Stehen und schnappte nach Luft. Meine eigenen Verletzungen waren im Moment das Allerletzte, was mich interessierte. Ich musste Kurtis finden. Von mir befanden sich zwei Gänge. Meine Intuition riet mir, den linken zu nehmen. Ohne Zeit zu verlieren spurtete ich diesen entlang, bis ich schließlich an eine Tür mit der Aufschrift 'Operationssaal. Nur für Personal' kam. Verdammt! Ich sprintete zurück und durch den anderen Gang, der mich direkt in die Arena führte.

In der Mitte auf dem Boden befand sich ein riesiger Blutfleck und etwas Schimmerndes. Bei näherem Betrachten erkannte ich das Chirugai, doch sein Besitzer war nirgends zu sehen. Ich kniete mich langsam hin und hob es zögernd auf. Plötzlich schossen die fünf messerscharfen Klingen heraus. Die Waffe zuckte, drehte mich in die Richtung von Boaz' Versteck und zog ihre Schneiden genauso schnell wieder ein. Ich atmete etwas erleichtert auf und meine Lippen formten ein kleines Lächeln: Er lebt.

Ich schritt in Boaz' Versteck.
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