Courage zum Leben

von zkeks21
GeschichteAbenteuer / P6
Alec Max Guevara
13.04.2004
13.04.2004
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Courage zum Leben







1.

"ALEC!" entfuhr es Max und Cindy drehte sich rasch um. Noch nie hatte sie ihre beste Freundin so außer sich gesehen.

"Verdammt noch mal, Alec. Wo warst du denn? Ich hab mir...ich meine, wir haben uns..."

Alec winkte ab und sah Max gelangweilt an.

"Spielst du jetzt meinen Babysitter, Maxi? Ich denke ich kann schon gut alleine auf mich aufpassen. Danke."

Mit diesen Worten drehte er den beiden den Rücken zu und wollte seine Pakete zum Ausliefern bei Normal abholen. Doch Max packte ihn an der Schulter.

"Du bist nicht so stark, Alec! Die Welt ist gefährlich. Ich meine sie ist..."

Alec seufzte.

"Was du meinst Max, ist dass du Angst vor der Welt hast. Du hast Angst entdeckt zu werden. Hast Angst irgendeinen falschen Schritt zu machen, der dich verraten wird. Und du hast große Angst zu versagen!"

Max starrte Alec an. OC sah ihre Freundin zum ersten mal seit langem sprachlos. Alec drehte sich um und ging. OC schaute von Max zu ihm und wieder zurück. Dann blieb ihr Blick bei Max haften.

"Was war das denn jetzt bitte???" fragte sie und sah Max eindringlich an.

Max schnaubte vor Wut, dennoch schallten seine Worte inn ihrem Ohren wieder.>Angst< dachte sie. >Ich und Angst...der spinnt doch...<

OC schüttelte den Kopf.

"Sei froh, dass er wieder da ist und lass uns losfahren. Ich will früh daheim sein und ich glaube Logan wartet auch auf dich, oder?"

OC bekam nur ein leichtes Nicken zur Antwort.





2.

Max warf ihr Fahrrad in die Ecke, wie sie es immer tat, wenn sie geladen war. Sie wollte jetzt nur noch zu Logan. Er war für sie da. Verstand sie. Sorgte für sie. Er war wie ein guter Freund für sie. Nein, er war mehr, er war IHR Freund. Mit festen Schritten und einer verzogenen Mine ging sie in das Wohnzimmer. Logan legte gerade den Hörer auf, als sie hereinkam.

"Überwachst du mich jetzt schon, Süßer?" fragte Max, als sie sich auf dem Bildschirm an seinem Schreibtisch sah.

Logan schüttelte den Kopf.

"Nein, es ist nur eine Art Sicherung gegen...Diebe...und solche Idioten." Max sah noch einmal kurz auf den Bildschirm und warf sich dann neben ihn auf die Couch.

"Alles klar bei Dir, Max?" fragte Logan und strich ihr sanft eine Strähne aus dem Gesicht.

Max sah ihn an. Sofort sprudelte ihr ganzer Tag aus ihr heraus.

"Zuerst scheißt mich Noraml an, wegen zu spät kommen. Dafür kann ich dafür gar nix. Diese Scheiß Kontrolle in Sektor 9 hat mich heute nicht durchgelassen. Angeblich gesicherter Bereich. Was auch immer die damit meinen. Dann klemmt mein scheiß Spinnt und zu guter letzt taucht Alec mal wieder auf."

"Alec!" Logan sprang auf. "Und, wo war er denn?"

"Pah, das ist mir doch total egal. Weg."

"Hat er denn nichts gesagt? Max, du musst ihn doch gefragt haben wo er einen Monat lang gesteckt hat?"

"Es ist mir scheiß egal, Logan. Von mir aus kann er sonst wo abbleiben. Wahrscheinlich hat er sich wieder irgendwo durch die Gegend ge..."

"Max, nun übertreibst du aber. Was ist denn überhaupt mit dir los? Du benimmst dich seltsam. Komm her und wir reden in Ruhe darüber..." sagte er sanft. Doch genau das fiel ihm schwer. Eigentlich  wollte er mit Max über etwas ganz anderes reden, doch statt dessen sprachen sie über ihn. Alec.

Max setzte sich wieder zu ihm und starrte in den Fernseher. Dann sah sie Logan an und sagte:

"Ich habe keine Lust über ihn zu reden, lass uns statt dessen lieber..."

und schon hatte sie ihre Lippen auf seine Gedrückt.

Ein leicht übles Gefühl keimte in ihr auf. Doch sie unterdrückte es und gab sich hin.





3.

Alec zog durch die Straßen. Er war sich nicht sicher. Einfach nicht sicher. Was in den letztem Monat gelaufen war verstand er nicht. Und doch sollte ergar nicht darüber nachdenken sondern es einfach so hinnehmen. Er griff sich in den Nacken und fühlte seine Tätowierung.

"Alec!" schrie eine ihm bekannte Stimmt.

Alec fuhr herum.

"Hey Joshua, Was machst du denn hier. Hat dir unsere Kleine nicht verboten rauszugehen?"

"Doch, aber Joshua hat Alec gesehen und dann..."

"Hä? Wie du hast mich gesehen?"

Joshua sah ihn fragend an. Wusste er denn nicht wo er war? Joshua packte Alec und zog ihn mit sich. Alec wehrte sich Anfangs doch ihm blieb momentan nichts anderes übrig. Zumindest nicht wenn er das hier verstehen wollte. Joshua deutete auf sein Haus, als sie um die Ecke kamen.

"Alec ist hier fünf mal dran vorbeigelaufen und da bin ich raus gekommen."

Alec sah sich fragend um. Scheinbar war er so sehr in gedanken versunken gewesen, dass er gar nicht gemerkt hatte, dass er ständig im Kreis gelaufen war. Joshua schob ihn vor sich weg.

"Alec kommt jetzt mit. Sieht müde aus. Freund muss schlafen."

Und mit diesen Worten fand sich Alec auch schon in Joshuas Haus wieder...





4.

Max stand unter der Dusche. Sie fühlte sich elend. Dieser verdammte Tag, war einfach beschissen gelaufen. Als sie aus dem Bad kam ging sie kurz zu Logan.

"Ich muss los" sagte sie knapp. "Cindy wartet auf mich..."

Logan hatte als Antwort nur ein Nicken parat und schaute ihr nachdenklich hinteher. Dann griff er erneut zum Telefon.





5. (im Crash)

"Wo warst du denn??? Hat dich Logan wieder mal aufgehalten, Schatz?" fragte OC mit einem Lächeln auf den Lippen. Max hingegen knurrte etwas unverständliches und warf ihre Jacke auf einen Hocker neben sich. Dann nahm sie einen kräftigen Schluck Bier.

"Wow, Maxi, was geht denn mit dir ab!?!?" fragte Sketchy und sah in den leeren Krug.

Max warf ihm einen finsteren Blick zu, worauf ihn OC zum Bierholen schickte.

Dann rückte sie näher an ihre beste Freundin heran.

"Also erzähl schon, was ist los?" fragte sie und schaute Max, die ihren Blicken ausweichen wollte in die Augen.

"Nichts!"

"Max?"

"Nein!"

"Nun gut, dann lass es halt. Aber du weißt, dass ich immer ein offenes Ohr für..."

"Wir haben miteinander geschlafen!" schleuderte Max heraus. OC sah ihre Freundin an.

"Und, das tut ihr doch öfter, oder bist du etwa schwan...?" Weiter kam sie nicht. Max hatte ihr die Hand auf den Mund gelegt und sprach leide weiter.

"Quatsch! Aber ich..." fing sie an, "ich glaube ich liebe..." Sketchy kam angetorkelt.

"Wisst ihr, der Kerl hat doch ne Macke. Hockt da und seufzt sich einen und ne total abgefahren e Braut baggert den seit Stunden von der Seite an. Und der...Schat nur in sein GLAS! Spinner!!"

OC und Max schauten ihn fragend an.

"Vom wem zum Teufel redest du?" fragte Max und schnitt OC das Wort ab.

Sketchy drehte ihren Kopf in seine Richtung.

"Alec. Der sitzt da jetzt schon seit ein paar Stunden und tut...na ja genau das...Glas hoch, rein damit, glas runter, Bewegung zum Kellner wegen Nachfüllen. Nicht gerade das was..."

"Lass ihn doch!" schrie Max.

OC sah sie erschüttert an. Dann griff sie iren Arm, entschuldigte sich bei Sketchy und zog Max nach draußen.

"WAS um alles in der Welt ist mit dir los, Süße!?!?"
Max sah OC an und fiel ihr ein paar Seku8nden später um den Hals.

"Ich pack das nicht mehr. Logan und ich. Wir sind nun schon seit Monaten zusammen und ich dachte immer wenn das dumme Virus weg ist würde mein größter Wunsch in Erfüllung gehen. Aber jetzt..."

"Liebst du Logan denn nicht mehr?" fargte OC leise, aber dennoch bestimmt.

Max nickte. "Genau so ist es." Und genau so war es auch. Sie und Logan hatten sich auseinander gelebt. Das wussten beide. Gestern wollte sie es ihm sagen, doch sie hatte sich nicht getraut. Ihre Beziehung hatte an Tiefe verloren und Max hatte das gefühl, dass er eine andere liebte.

OC nahm ihre Freundin in den Arm. "Ich bin immer für dich da, süße. Vergiss das nicht."





6.

Joshua starrte auf seinen schlafenden Freund. So kannte er ihn gar nicht. X5 schliefen in der regel nur selten, doch Alec, er schlief wie ein Mensch. Tief und fest und selbst die knarrende Tür, als Max sie öffnete, hatte ihn nicht geweckt.

"Hey Großer!" rief Max und ihre Worte hallten durhc den Raum.

Joshua hielt ihr die Hand vor den Mund.

"Pssssssst. Er schläft doch!"

Max sah ihn frangend an und auf seine Handbewegung hin starrte sie in Alecs Richtung.

>Niedlich...< dachte sie, dann schüttelte sie ihren Kopf. Was hatte sie denn bitte da gerade gedacht??? Das war doch nur...

Alec drehte sich um. Er lag nun mit dem Rücken zu den beiden, war jedoch noch immer im Tieschlaf.

"Vielleicht hat er was genommen, oder geraucht." Wand Max ein.

"Sieh mal..." Joshua ging auf Alec zu und zog ihm das T-shirt im Nacken runter. Max war baff.

"Er muss es vergessen haben...Ganz einfach. Wir sagen es ihm wenn er morgen früh aufwacht." Ihre Worte klangen bedeutungslos. Doch ihr Blick blieb an seinem Strichcode hängen.





7.

"Alec ist wach, duscht." Sagt Joshua als Max in der Tür stand.

"Gut..." sagte sie.

"Was findest du gut, Max?" fragte Alec, der nur mit einem Handtuch bekleidet aus dem Bad kam.

"Na dein Outfit bestimmt nicht!" sagte sie und streckte ihm die Zunge heraus.

Alec wuschelte sich mit einem kleinen Handtuch die Haare und schmiss es auf einen Stuhl neben sich.

"Gut, dass Alec wach ist." sagte Joshua plötzlich. Alec sah ihn erstaunt an.

"Warst wohl ziemlich müde, was?"

"Kann vorkommen. Wenn du mit Logan durch die Gegend ziehst bist du bstimmt auch ab und zu ein bisschen müde, oder Max?"

Bei diesem Namen gefror Max das Blut in den Adern. Sie hatte sich noch immer darum gedrückt sich mit ihm auszusprechen.

"Aber im gegensatz zu dir, schlafe ich dann nicht wie ein BABY!!! Was hat dich denn bitte sehr soooo müde gemacht? SAG SCHON!" brüllte Max sarkastisch.

In Gedanken hörte Alec ein "SAG SCHON! 494!!!" ER schüttelte den Kopf. Es war erstmal besser ihr nichts davon zu sagen.

"Ach, du kennst mich ja, ich gehe hier und dort hin und...Was solls!?!"

"Dein Code. Man sieht ihn zu stark. Hast du denn nichts gemacht um ihn zu verbergen?"

Alec fuhr sich mit der Hand durch den Nacken. Verbergen? Er? Den Strichcode? Nein, das konnte er jetzt nicht mehr.

Ein Schulterzucken entwich ihm und er ging zurück ins Bad um sich fertig zu machen.



Max Handy klingelte.

"Logan!" sagte sie. Sie klang entsetzt. Was Alec und Joshua darauf schließen lies, dass etwas passiert war. Doch sie täuschten sich.

"Ja...Logan...hi...ja...Alec?...ja, er ist hier...Warum?...nein...hm...ja...ja...ich hab...ahc vergiss es...ich bringe ihn mit...ok...bis dann."

Als sie auflegte merkte sie die Blicke der beiden.

"Logan hat etwas gesehen, was ihn beunruhigt hat. Was weiß ich nicht, aber auf jeden Fall will er uns sehen, Alec und Joshua: Sei bitte vorsichtig und geh nicht raus, ok? Ich will erst wissen, worum es geht!"





8.

Sie hatten den ganzen Weg geschwiegen, was sowohl für max, als auch für Alec ungewöhnlich waren. Umso mehr waren beide erleichtert als sie bei Logan ankamen. Doch die Erleichterung wurde umso weniger, je näher sie seinem Wohnzimmer kamen. Keiner von ihnen wusste, worum es ging. Max wollte Logan heute nun endlich die Wahrheit sagen. Sie war sich sicher, dass er es genauso sah. Doch nun hatte sie Alec >dieser Idiot< (dachte sie) im Schlepptau.

Alec hingegen war beunruhigt. Einerseits waren sie vorsichtig gewesen, andererseits hatte Logan gute Beziehungen und wenn er herausgefunden hatte, dass...



Seine Gedanken wurden unterbrochen.



"Hi!" Logan gab Max einen flüchtigen Kuss auf die Wange. Max tat es ihm gleicht. Alec versuchte auf irgendeinem der Monitore etwas zu erkennen, doch das einzige was er sah, war der Bildschirmschoner. Er lehnte sich gegen das Fenster.



Max setzte sich auf einen Stuhl, nahe Logan und starrte gespannt zu ihm auf.

Logan verzog leicht das gesicht.

"Machs nicht so spannend, Logan. Solche Spiele kannst du mit ihr spielen, wenn ihr alleine seid, aber bitte, ich hab noch was vor..." sagte Alec und schüttelte den kopf.

"Das kann ich mir gut vorstellen Alec. Wohin geht's heute?"

Alec sah Logan an. >Weiß er es?<

"Wie darf ich denn bitte diese Frage verstehen? Wusstest du etwa wo er gesteckt hat? Warum hast du es mir nicht gesagt, Logan!?"

"Weil ich mir nicht sicher war, Max. Und zu Anfang wusste ich es auch nicht genau, allerdings..." er setzte sich an den PC und Bilder einer Kamera waren zu sehen. "Nun, diese Bilder hier erklären alles."

Max sah die Bilder an. Sektor 2. Die Wachen standen wie üblich an ihren Posten. Plötzlich fiel einer von ihnen um. Einfach so. Dann der zweite. Dann fuhr ein Auto durch den Sektoreingang. Silber, wie Max erkannte. Das wars.

"Sie sind tot." Sagte Logan. Alec schluckte ."Prima..." maulte er.

"Was?" sagte Max, woraufhin er den Kopf schüttelte. "Was war das Logan? Ich meine, Leute fallen nicht einfach so um, oder?"

"Genau das hat sich mein Informant auch gedacht. Nun, seht euch die zweite Aufnahme an."

Logan legte ein anderes Band ein.  Alec entfuhr ein leichtes Seufzen, was zu seinem Glück keiner der beiden hörte.

"WHITE!!" schrie Max. "Das ist White!!!" Logan nickte und sah zu Alec. Keine Reaktion.

"Nun, ich fragte mich natürlich was der Kerl hier wieder macht und so hab ich mir die Aufnahmen noch mal angesehen. Und zwar langsam. Wenn an bei der ersten Aufnahme das Band langsam laufen lässt sieht man, was die Männer tötete."

Alec trat vor das Bild. "Ich denke du kannst dir das alles sparen Logan."

"Ach und warum bitte! Logan, spiel es ab!" forderte Max und schubste Alec vom Monitor weg.

"ALEC!" staunte Max, als sie ihn erkannte, wie er den beiden Wachen mit leichitgkeit das Gnick brach.

Dieser holte tief Luft.

"Scheiß Kameras." Murmelte er danach.

"Warum???" fragte Max leise.

"Ich glaube ich weiß es." Sagte Logan.

"Da bin ich ja mal gespannt ..." sagte Alec und lehnte sich wieder an die Wand. Er verschränkte die Arme und schloss die Augen.

Logan begann:

"Ich habe mir natürlich auch so meine Gedanken gemacht, Max, als er verschwunden war. Nach der ersten Woche habe ich meine Kontakte spielen lassen...Nun, mir wurde berichtet, dass es neuerdings Gerüchte von einer Anlage wie Manticore gibt."

"WAS!?!?" schrie Max.

"Manticore wurde nicht wieder aufgebaut. Allerdings hab ich Nachforschungen angestellt und es handelt sich um etwas ähnliches. Whitmore. Nennt sich das ganze. Man könnte sagen, es sei dort... mein Informant drückte es so aus :`Da gab es Menschen die sich bekämpften und alles sah aus wie in einer Armee...` und mittendrin. White! Also dachte ich mir `Hey, da stimmt was nicht´ Nun, nach dieser Aufnahme..."

Max hielt das nicht mehr aus.

"STOPP! ALEC arbeitest du für White? Sag schon?"

"Ach Maxi, du bist so..." begann Alec.

"Halt den Mund! Dein Strichcode. Deswegen sieht er so neu aus! Hälst du mich für blöd???"









9.

"Ich glaub das einfach nicht!" schrie Max und lief ständig auf und ab. Logan versuchte immer wieder sie zu beruhigen, aber nichts schien zu helfen.

"Vielleicht..." begann er.

"VIELLEICHT? WAS? DIE BILDER SPRECHEN FÜR SICH!!!" fuhr sie ihn an.

"Ich meinte ja nur, dass er vielleicht eine..."

"ER HAT MENSCHEN GETÖTET, Logan! Menschen!" Max setzte sich nun zum ersten mal auf den Sessel und warf ihren Kopf in ihre Arme.

>Wie kann er so etwas nur tun? Wie konnte er ihnen das antun? Und wie kann er mir das antun?< dachte sie. Ihre Gedanken waren wirr und sie brauchte jetzt erst mal eine Pause. Sie wollte nur hier raus.

Zu ihrem und vor allem Alec´s Glück hatte sich dieser schon vor Stunden mit einem "Max, das geht dich nen Scheiß an!" verdrückt gehabt. Sonst hätte sie ihn wahrscheinlich zusammengeschlagen. Nun war es Logan, der all dies ausbaden musste.

"Schlaf erstmal drüber und rede morgen mit ihm...Vielleicht klärt sich..." begann er sanft und legte einen Arm um sie.



Ein "Hi Logan, ich bins! Wo steckst du denn?" erfüllte den Raum. Mex schreckte hoch und zu ihrer Verwunderung, nein eigentlich war sie gar nicht verwundert, eher enttäuscht, stand Usher im Raum und starrte abwechselnd zu ihr und Logan. Dieser erhob sich und begann sie sanft aus dem Raum zu schieben. Max platzte nun endgültig der Kragen.

"ALSO DOCH! Ich wusste es! SCHLAMPE!!!" schrie sie und ging aus der Wohnung. Logan wollte sie am Arm packen, doch Max war ihm geschickt ausgewichen.



"Was...? Ich wollte nicht...Logan...ich..."

"Schon gut, Usher, du kannst ja nichts dafür. Alec hat mal wieder Mist gebaut. Doch diesmal...nun...vergiss es einfach. Max kriegt sich schon wieder ein...was fürt dich zu mir?"

Usher sah ihn mit großen Augen an.

"Du, natürlich!" mit diesen Worten gab sie ihm einen dicken Kuss.





10.

>Verdammt, bricht denn heute meine ganze Welt zusammen?< dachte Max, als sie mit ihrem Motorrad durch die Straßen raste. Beinahe hätte sie einen Penner überfahren. Er konnte sich gerdae noch mit einem Sprung auf die Seite retten. Max hatte dafür nur ein "Pass doch auf, du idiot!" übrig.

>erst Alec, dann Logan...das gibt es doch nicht...sind denn jetzt auf einmal alle gegen mich?<

"PASS AUF!!!" schrie sie plötzlich und hatte es gerade noch geschafft rechtzeitig zu bremsen und einen Unfall zu vermeiden. Dunkle Augen starrten sie an.

Max musste erstmal tief Luft holen, um den Schock zu verarbeiten. Dann begann sie sich bei ihrem "Opfer" zu entschuldigen.

"Es...es tut mir leid...ich wollte nicht...ich meine...warte mal...du bist...ja...du bist kein Mensch...oder?"

Der Fremde rührte sich nicht.

"Ich bin Max." mit diesen Worten zeigte sie ihm ihren Code.

Der Fremde nickte kurz und zeigte ihr ebenfalls den seinigen.

"X8-47? Wie heißt du?" fragte sie ihn.

Er wiederholte: "X8-47"

Max schüttelte den Kopf.

"Nein, ich meine: Wie heißt du richtig?"

Er sah sie erstaunt an. Max begriff.

"Kommst du aus Manticore?" Er nickte erneut.

"Du bist nicht sehr gesprächig, was?"

"NEIN Maxi, er darf nur nicht sprechen!" und schon salutierte X8-47. Max drehte sich um. Alec erschien hinter ihr und machte eine kurze Handbewegung, woraufhin X8-47 eine entspanntere Haltung annahm.

"ALEC!" fauchte sie und ihre Hand ballte sich zu einer Faust.

"Würd ich lassen, Maxi. Zwei gegen eine. Das wäre nicht fair, oder was meinst du? Du wärest Null-Komma-Nichts KO, glaub mir."
"Wieso sollte ich Dir glauben, Alec!? Du hast mich belogen. Uns alle. Du arbeitest für White!" zischte sie zurück.

Alec sah sie gelangweilt an. "Was weißt du schon..." murmelte er unverständlich. Max hatte es jedoch verstanden.

"Ich kenne die Welt, Alec!"

"Schon klar, sie ist gefährlich...bla...bla...bla...Aber nicht wenn du unter Gleichartigen bist, Max!"

"Ist er aus Manticore oder hat er etwas mit White zu tun? So wie du?!"

"Beides. Aber das geht dich eigentlich gar nichts an."

"Doch das tut es!"

"Ach ja, warum? Ist er ein Freund von Dir??!"

"Nein, aber du...du bist..." begann sie zögernd.

Alec schüttelte den Kopf und biss sich auf die Lippe.

"Nein, Max. Ich bin nicht dein Freund. Ich war es nie und werde es nie sein. Klar, dank dir bin ich...nun...wie nennst du es...frei. Ja. Aber das ist auch schon alles. Du hast mich von anfang an gehasst Max. Ohne Grund. Du weißt nicht, wer ich bin...!"

Alec drehte ihr den Rücken zu und griff den anderen am Arm. Er zog ihn mit sich und verschwand langsam in der Dunkelheit.





11.

Max brauchte etwas um das Geschehene zu verarbeiten. Eigentlich wollte sie ihm hinterherlaufen, soch irgendwie wollten ihre Beine etwas anderes.

`Du kennst mich nicht...Wir waren nie Freunde...`erklang es in ihrem Kopf.

"Nein..." flüsterte sie. "Alec...ich habe dich nie gehasst..."



Sie stieg auf ihr Motorrad und fuhr langsam nach hause.





12.

"Geht's besser?" fragte OC, als sie Max noch einen Tee brachte.

Max erwiderte nichts.

"Hör mal Max. Ich weiß ich kann dir da eigentlich nicht reinreden, aber nun ja, ich bin deine beste Freundin und ich glaube..."

"Ja, das bist du..." sagte Max und schaute sie mit traurigen Augen an.

"Süße, vergiss Logan. Du wolltest doch auch Schluss machen. Und..."

"Aber Usher...warum sie?"

"Ist doch egal, und wenn sie sonst wie hieße! Vergiss ihn. Kümmer dich lieber um Alec. Es passt nicht zu ihm, wie du ihn beschreibst. Es passt nicht zu ihm, dass er für White arbeiten will."

"White..." fauchte Max.

"Vielleicht hat er ihn irgendwie eine Gehirnwäsche verpasst...oder so was eben..."

"Nein, das ist nicht sein Stil. Zumindest nicht so. Und Alec, er war so..."

"Trotzdem bin ich der Meinung, dass er dich braucht. Er war doch so froh, frei zu sein!"

"Frei?" wiederholte Max leise. "Frei?"

OC sah ihre Freundin beunruhigt an. "Alles in...?"

"Alec hat es mir so vorgeworfen, OC.Es klang wie ein Vorwurf, dass ich Manticore niedergebrannt hab."

"Das hat er bestimmt nicht so gemeint."

"Ich weiß nicht..."



In dem Moment klopfte es an der Tür. OC erschrak ein wenig, denn sie hatten keinen Besuch erwartet. Dann lief sie zu Tür. Am Ende war sie sich nicht sicher, ob sie wirklich hätte öffnen sollen.

"LOGAN!" fauchte sie ihn an und wollte gerade die Tür zuknallen, als er den Fuß reinstellte.

"Ich muss mit ihr reden, OC. Und ich will ihr helfen." Begann er ruhig.

"Sie braucht deine Hilfe nicht!"

"Das mag sein, aber ich glaube Alec."







12.

"Was weißt du?"

fragte Max und sah Logan direkt an. OC erkannte ihre Freundin nicht wieder, eben war sie noch am Boden zerstört gewesen und nun schien alles wieder ganz normal zu sein. Sie unterhielt sich mit Logan und sogar mit Usher als sei nichts geschehen. OC warf Usher immer wieder böse Blicke zu und hörte gespannt zu.

Logan begann:

"Nun, die Videos. Es gibt mehr davon. Ich bin meine ganzen Informationen noch einmal durchgegangen. White hat Whitemore erbaut. Es ähnelt Manticore. Allerdings erschaffen sie dort niemanden, wenn ich das mal so sagen darf. Sie...nun...sie machen Soldaten aus ihnen...Perfekte Soldaten..."

"White setzt Mantiocore fort???" fragte Max ungläubig und in Gedanken schweifte sie zu Alec ab, der wenn er nun da war, wahrscheinlich irgendein Trainingsprogramm ablaufen würde. Sie fröstelte.

"Fortsetzen würde ich das nicht nennen. Er benutzt euch glaube ich nur."

"Euch?" fragte OC nun erstaunt.

"Nun, die X-Serien. Jeden der er kriegen kann. Jeden ehemaligen Manticore Soldaten. Ich weiß nicht was er damit bezweckt, aber er trainiert sie sozusagen. Macht sie zur perfekten Tötungsmaschine, wenn sie das noch nicht sind. Gerade ihr X5 fallt in der normalen Gesellschaft nicht auf. Ich gehe mal davon aus, dass er sie für solche Einsätze will..."

"Du meinst, um zum Beispiel die Regierung oder so zu killen?" fragte Max wieder.

"Ja, zumindest ist es meine Erklärung. Ich habe Informationen Max, aber mehr nicht. Ich zähle nur eins und eins zusammen, verstehst du?"

Max nickte. White, sie hasste ihn. Und nun benutze er sie auch noch. Erst hatte er versucht sie zu töten. Dann benutze er sie. Sie und ihre Familie.

"Ich werde das nicht zulassen!" sagte sie mit einem festen Unterton in der Stimme.

Logan  nickte. Nun meldete sich Usher das erste mal zu Wort:

"Wir auch nicht, Max. Deswegen sind wir hier. Wir müssen sie alle da rausholen."

Max sah sie an. Sie wusste sie hatte recht.

"Wo ist dieses Whitmore?"

"Nun, ich wusste dass du das wissen wollen würdest und deshalb: hier auf der Karte. Ich weiß was du vorhast, Max und ich weiß, dass ich dich davon nicht abhalten kann, aber sei um Gottes Willen vorischtig und wenn du Hilfe brauchst..."

"Seid ihr alle für mich da. Schon klar." Beendete sie den Satz.





13.

Leise lief sie durch das Gebüsch.

"Du musst deinen Gegner schon kennen" sagte sie sich und fragte sich, wqie gut White das Gebäude wohl bewachen ließ.

Tatsächlich erinnerte es sie doch sehr an Manticore. Ein riesiger Zaun umgab das Gebiet und es wirkte auf sie alles wie ein Krankenhaus.

>Wahrscheinlich tarnt er es so...< dachte sie.

Sie nahm etwas anlauf und sprang über den Zaun. Es war ein leichtes für sie gewesen. Sie zoomte mit ihren Augen die Gegend ab. Nirgendwo war etwas zu sehen. Niemand war hier. Hatte Logan ihr doch die falsche Adresse gegeben?

Plötzlich vernahm sie ein Geräusch. Im Nu war sie oben auf einem Baum und beobachte das Geschehen.



Eine Gruppe betrat den Platz. Mehrere Kinder, wie Max erkannte. Max glaubte sie irgendwo schon einmal gesehen zu haben... Dann fiel es ihr ein: X7. Jede Menge X7. Doch keiner Schien Notiz von ihr zu nehmen. Sie stellten siech in einer Reihe auf und warteten. Max sah sich um. Hatten sie sie entdeckt? Nein, dann hätten sie schon längst angegriffen. Diese Kinder warteten auf jemand. Eindeutig. Max sah sich um. Dann sah sie wie sich jemand näherte.

"White!" brach es aus ihr heraus. Schnell biss sie sich auf die Lippen, als sich White den Kindern näherte. Er stellte sich vor sie, woraufhin sie Haltung annahmen.

"Gut gut. Fein. Nun, ihr werdet heute abend ein Trainingsprogramm absolvieren. Entweder ihr überlebt es oder ihr werdet sterben. Noch fragen?"

"NEIN, Sir!" hallte es über den Platz. Max erschrak. >Du mieses Schwein!< dachte sie wieder.

White pfiff, woraufhin sich erneut eine Gruppe näherte. Diesmal waren sie größer. Max musste sich einen Schrei verkneifen, als sie Alec und X8-47 wiedererkannte. >Was machst du hier nur, Alec?<



"Bereit 452?" fragte White.

"Bereit, Sir." Erwiderte Alec und machte eine kurze Handbewegung, woraufhin sich die Gruppe auflöste und im Wald verschwand. Nur Alec war zurückgeblieben. White kam auf ihn zu und sagte:

"Die, die sie erwischen, töten sie, klar?"

"Klar, Sir."

"Keine Ausnahmen!"

Alec nickte und verschwand dann ebenfalls im Wald. Max versuchte ihn zu finden, konnte ihn aber nicht entdecken. >Er ist ja nicht umsonst ein X5< dachte sie sich dann.



White schaute auf die Uhr, dann schrie er die Kinder an:

"So ihr habt nun eine Stunde Zeit. Nennen wir es ein Spiel! Ihr versucht durch den Wald zu kommen. Wer erwischt wird hat verloren. Und stirbt."

>Der Wald ist voll von X5 und anderen Transgenos< dachte Max. >Sie werden dass nicht überleben. Niemals.<



White erhob die Hand. Die Gruppe Kinder rannte los. In den Wald. In ihren sicheren Tod, wie Max feststellen musste.





14.

Max musste sich beeilen. Sie wusste wie gefährlich es war. Die Kinder hatten wohl kaum eine Chance gegen die anderen. Sie würden allesamt draufgehen. Max schlich durch den Wald. Dank ihrer Gene, war es für sie ein leichtes durch den Wald unerkannt zu kommen. Dann sah sie ihr Ziel: Alec. Sie griff ihn von hinten und hielt ihm den Mund zu. Doch statt sich zu wehren, bemekrte Max, dass er lachte.

"Du hast lange gebraucht, Max." sagte er plötzlich.

"Du wusstest, dass ich hier bin?" fragte sie erstaunt.

"Nun, Maxi, ich bin zum einen nicht blind und zum anderen nicht blöd. Ich wusste, dass dein Freund uns irgendwann heir finden würde, und dass du dann herkommst. Doch ich werde es nicht tun."

"Was tun?"

"Das worum du mich gleich bitten wirst." Sagte er und sah ihr fest ins Gesicht.

"Aber ich..." begann sie.

"Du willst, dass ich hier weggehe." Sagte er und plötzlich machte er einen Satz und hielt ein Kind im Nacken fest.

"Verloren!" sagte er und der Kleine schaute ihn angstvoll an.

"Und was nun, Alec? Willst du ihn töten?" fragte Max und packte Alec am Arm.

"So ist es. So lautet mein Auftrag. Töte diejenigen die es nicht schaffen. Töte die Schwachen." Der Kleine blickte von ihm zu Max und Max glaubte Furcht in seinen Augen zu sehen. Eiegntlich war dies undenkbar, denn sie hatte beigebracht bekommen, dass sie sich vor nichts zu fürchten hatten. Nicht mal mehr vor dem Tod.

Alec drehte den Kleinen um so dass dieser nun mit dem Rücken zu ihm stand.

"Gleich vorbei..." sagte er und legte dem Kind die Hände auf die Schultern. Max wusste was er vorhatte. Er brach ihm das Genick. Einfach so. So kalt kannte sie Alec nicht. Sie ergriff ihre letzte Chance. Oder besser, die des kleinen Jungen. Sie schmiss sich auf Alec und warf ihn zu Boden, dieser verlor den Halt und ging mit ihr zu Boden. Der Junge befreite sich aus Alecs Umarmung und in nächsten Moment hatte ihn Max aus den Augen verloren.

Alec erhob sich und Max tat es ihm gleich.

"Fühlst du dich jetzt besser?!" zischte Alec sauer.

"Ein wenig!" sagte Max sarkastisch.

Dann schüttelte Alec den Kopf und Max glaubte für einen Moment bei ihm Trauer und Hoffnungslosigkeit zu sehen.

"Komm mit mir mit, Alec!" sagte sie und streckte ihre Hand aus.

"Siehst du, ich wusste dass du es sagst. Max, geh nach...ach geh heim, oder wie auch immer du es nennen magst. Ich fühl mich hier wohl. Ich habe endlich etwas gefunden..."

"Gefunden? Wo nach hast du denn bitte gesucht?"

"Nach einem Zu Hause, Max. Mein altes zu Hause hast du mir ja weggenommen!"

"Aber ich habe dir ein neues geschenkt, Alec! Die Freiheit!"

"Und was ist das für ein Zu Hause, Max. Tag für Tag hast du Angst entdeckt zu werden. Rennst weg. Versteckst dich. Hast keine Aufgabe. Keine Freunde. Keine Beziehung. Nichts. Keine Familie..."

"Das ist nicht wahr Alec, ich habe OC, und andere Freunde. Und ich habe eine Familie. Viele, die mir einen Halt geben in dieser Freiheit. Viele, die mich so annehmen, wie ich bin!"

"Genau, Max. Du hast das alles!" sagte Alec und fügte noch hinzu: "Komm her!"

Max wunderte sich über das letzte Kommentar, dann gefror ihr das Blut in den Adern. Der kleine Junge trat hinter einem Baum hervor. Er war nicht weggelaufen. Er stand die ganze Zeit da und beobachtete sie. Wartete scheinbar.

"Lauf weg!" schrie Max.

"Nein, das wird er nicht tun." Sagte Alec. "Er hat das Spiel verloren, das weiß er nun. Und er wird dafür bestraft werden. Und auch das weiß er."

Der Junge stellte sich vor Alec und drehte ihm erneut den Rücken zu. Er wartete auf das Ende.







15.

"Wieso hast du ihn nicht getötet?"

fragte Max, als Alec den Kleinen gehen lies. Dieser war ganz verdutzt gewesen hatte genickt und sich mit seinem gebrochenen Arm aus dem Staub gemacht.

"Ist doch egal!" sagte Alec.

"Nein, ist es nicht. Dein Auftrag war es ihn zu töten. Ich habe White gehört! Du hast ihn gehen lassen."

"Er wurde bestraft. Er hat einen gebrochenen Arm. Wenn er es trotzdem schafft durch den Wald zu kommen, hat er gewonnen." Sagte Alec leise. Seine Stimme hatte sich im letzten Moment verändert gehabt. Er konnte es einfach nicht. Er wollte den Kleinen nicht töten. Weshalb auch. Er war stark. Nur zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Und er konnte keinen Unschuldigen töten. Die Wachen am Sektor. Das war für ihn etwas anderes gewesen. Sie waren Menschen. Keine Transgenos. Transgenos waren seine Familie. Er konnte nicht auch noch das letzte was ihm geblieben war umbringen.

Max machte einige Schritte auf ihn zu.

Leicht berührte sie seine Schulter.

"Du willst das doch alles gar nicht, Alec!" sagte sie mit sanfter Stimme. Alec schluckte. Sie hatte recht, das wusste er.

"Max, du verstehst das einfach nicht!" begann Alec wurde jedoch von einem lauten Pfiff unterbrochen. Alec fuhr zusammen.

"Verschwinde von hier, Max. Die Stunde ist um. Sie werden bald wissen, dass du hier bist." Alec stapfte zurück zum Platz. Max hielt ihn am Arm fest.

"Ich will nicht dass du da wieder hingehts!" Alec jedoch riss sich los und rannte zurück.

Max wollte ihm hinterher rennen, doch dann bemerkte sie Stimmen und ihre Sinne sagten ihr, sie solle möglichst schnell von hier verschwinden. Sie lief los.





16.

"Nun, es scheint alles genauso zu sein, wie ich es gesagt habe..." sagte Logan und schüttelte den Kopf als er Max trauriges Gesicht sah.

OC nahm Max in den Arm, nachdem diese ihre Geschichte erzählt hatte.

"Sie töten die, die es nicht schaffen. Nur die Starken überleben..." wand Usher ein.

"Nicht gerade die feine Art, was?" sagte OC.

Max nickte.

"Ich hatte ihn da fast draußen." Sagte sie dann.

"Nur noch ein bisschen mehr Zeit...Ich werde morgen abend wieder dahin fahren..."

"Aber!" schrei Logan. Usher jedoch legte ihm einen Finger auf den Mund.

"Sie wird fahren, ob du willst oder nicht. Und ich denke, sie wird es schaffen..."

Max warf Usher einen vielsagenden Blick zu. Vielleicht war sie doch nicht so ein mieses Geschöpf, wie Max immer dachte. Sogra OC lächelte ihr ein wenig entgegen.



17.

Max fuhr auf ihrem Motorrad die Straße entlang. Sie war fest entschlossen, dass sie heute Nacht alle dort herausholen würde.

Plötzlich bremste sie. Am Zaun lehnte eine Gestalt.

"Alec?" fragte Max, als sie näher kam.

"Och wusste du würdest wiederkommen, Max. Doch es hat keinen Sinn. Sie haben deine Spuren entdeckt und White hat jedem gesagt er solle dich fangen und wenn nötig sogar töten, wenn er dich sieht. Also ist es wohl besser, dass du nun gehst"

"Was ist nur los mit dir Alec!" schrie sie ihn an und schon hatte Alec ihre Hand im Gesicht.

"So kenn ich dich gar nicht! Du bist nicht der Alec, den ich mal gekannt habe!"

"Nein!" gab Alec forsch zurück "Der bin ich nicht mehr. Ich bin..."

"X5-494!" schrie eine Max bekannte Stimme.

"Und X5-452!, wie schön sie wieder zu sehen. Was mich nicht so freut, ist dass sie weder gefesselt, noch tot sind!" schrie White und warf Alec einen harten Blick zu.

"Mich freut es allerdings nicht sie wiederzusehen!" schrie Max.

"Los, Alec, lass uns verschwinden." Sagte sie und zog ihn am Arm weg.

Doch Alec rührte sich nicht. Keinen Meter. Statt dessen starrte er in die Dunkelheit. Max tat es ihm gleicht und sah, dass sie umzingelt waren.

"Ergib dich, 452."

"Mein Name ist Max!"

"Den Spruch kenne ich! Ist mir aber egal. Ich werde dich nicht töten, 452, wenn du nun mitkommst. Sieh dich um. Du hast gar keine andere Wahl!"

Max sah sich erneut um und leider schien White diesmal recht zu haben. Alec brummte ein kruzes "Tut mir leid" und dann wurde die Wlet um soie herum schwarz.





18.

Max erwachte in einem dunklen Raum. Ihre Hände waren gefesselt. Sie versuchte vergeblich sich zu befreien, doch die Handschellen, oder was auch immer ihr die Hände auf dem Rücken zusammenband waren zu stark. Max stand etwas wacklig auf den Beinen und spähte aus ihrer kleinen Zelle hinaus. Für einen kurzen Moment dachte sie an Manticore. Ein kurzer Pfiff, dann wurde es wieder dunkel um sie herum.





19.

Max öffnete langsam die Augen. Sie lag auf einer Pritsche und konnte die Sterne draußen leuchten sehen. Es war Nacht, was bedeutete, dass sie nun schon den dritten Tag hier war. White hatte sie immer wieder dazu bringen wollen an seinem Programm, wie er selber es nannte teilzunehmen, doch sie hatte sich gesträubt. Ein X7 brachte ihr die Uniform, die sie anziehen sollte, doch auch diese schmiss sie nur in die Ecke.

White hatte seine Geduld verloren und sie angeschrien. Nun sollte sie hier bleiben und verhungern. Und wenn sie kaum noch bei Kräften war, brahcte man sie in einen Raum. Er war dunkel und plötzlich spürte Max Tritte. White hatte sie zum "Trainingspartner" von einigen X7 gemacht. Max wollte die Kinder nicht verletzen und wehrte sich nur schwach. Dann brachte man sie zurück in ihre Zelle. Selbst wenn sie gewollt hätte, sie hätte nicht ausbrechen können. Und momentanhatte sie einfach nicht mehr die Kraft dazu. Sie hatte versagt, einfach nur versagt.



Ein leichtes Knarren weckte sie aus ihren Gedanken. Vor ihr stand Alec und sah sie enttäuscht an.

Dann öffnete er sowohl die Tür, als auch ihre Fesseln  und sagte:

"Wenn du nicht freiwillig hier bist, sollst du meinetwegen gehen, Maxi. Du wirst zu keinem Soldaten mehr. Du bist zu sehr an deine Freiheit gewöhnt. White versteht das nicht, aber ich denke, ich verstehe das schon."

Max sah Alec traurig an und umarmte ihn dann kurz.

"Komm mit mir mit." Sagte sie.

"Nein, Max. Ich fühle mich hier zu Hause. Verschwinde jetzt. Die Wachen sind für einen Moment lang abgelenkt. Du hast 2 Minuten Zeit. Ich hoffe, dass dir die Zeit reicht! Los, komm mit, ich Zeig dir den weg"

Max rannte hinter ihm her, und machte sich immer noch Gedanken, wie sie ihn dazu bringen konnte mit ihm mitzukommen. Plötzlich blieb er stehen und gab ihr mit Handbewegungen zu verstehen wo sie lang musste. Max hielt ihm am Arm fest.

"Komm mit"

"Du wiederholst dich! Und nun lauf endlich! Geh zurück zu Logan. Er braucht dich!"

Max sah ihn verdutzt an, wollte ihn noch etwas fragen, hatte aber keine Chance mehr, denn Alec schubste sie auf den Platz und schloss die Tür hinter sich. Nun musste sie laufen, es sei denn sie wollte riskieren noch ein paar Tage länger hierzubleiben. Sie rannte los.





20.

>Logan braucht mich. Was meint er nur damit?< dachte sie als sie über den Zaun sprang. Wie durch ein Wunder sah ihr ihr Motorrad an einen Baum gelehnt. >Alec< dachte sie.

Sie raste los. Was auch immer Alec damit meinte, dass Logan sie brauchen würde, es ging ihr nicht mehr aus dem Kopf und sie sah zu, dass sie so schnell wie möglich zu ihm kam.





21.

"MAX!" schrie OC und fiel ihr um den Hals. Auch Logan und Usher waren froh sie wieder zu sehen und Max begann schnell zu erzählen.

"Logan braucht dich? Warum?" fragte Usher.

Max schüttelte unwissend den Kopf.

"Alec sagte das. Das ist alles was ich weiß."

"Seltsam..." sagte Logan.



Doch sie hatten nicht lange Zeit um darüber nachzudenken. Die Scheibe klirrte und Max ging zu Boden. Usher schrie, Logan wurde am Hals gepackt und an die Wand gehalten.

Es ging alles verdammt schnell. Max sprang auf und traute ihren Augen nicht.

"Alec!" sagte sie. Dieser hielt Logan am Kragen und mit der anderen Hand hielt er ihm eine Knarre an den Hals. Keiner traute sich zu bewegen.

"Was...was..." fing Max mit zittriger Stimme an.

"Ich gehe mal davon aus, White..." krächzte Logan, nachdem Alec nun noch fester zudrückte.

"Oh, Gott Alec, lass ihn los!" schrie OC.

Max löste sich aus ihrer Erstarrung.

"Du wolltest dass ich ihn beschütze, weil du ihn töten sollst, Alec, hab ich recht?"

Keine Antwort. Logans Gesicht lief blau an.

"Alec!" schrie Max ihn an, doch er reagierte nicht. Statt dessen drückte er noch ein wenig fester zu. Logan schloss seine Augen, und May bemerkte, dass er jeden Moment das Bewusstsein verlieren würde.

Sie packte Alec an der Schulter, riss ihn von Logan weg und trat ihm in die Rippen, woraufhin dieser kurz zu Boden ging. Alec erhob sich und begann mit Max zu kämpfen. Für Max war der Kampf nahezu aussichtslos. Alec hatte besseres Training gehabt als sie und  das zahlte sich nun aus. Max wusste nicht wie oft er sie getroffen hatte, doch ihre Glieder schmerzten. Dann ging alles rasend schnell. Alec holte aus und plötzlich erklang ein Schuss. Er ging zu Boden und fasste sich an den Bauch. Usher stand da und umklammerte die Pistole, die Alec im Kampf verloren hatte. Logan starrte mit offenen Mund auf Alec und OC schrie einen dumpfen Schrei.

"Nein!" schrie Max und kniete neben Alec. Sie drehte ihn auf den Rücken und zog ihm das Shirt hoch. Blut schoss aus einer Wunde aum Bauch. Usher hatte ihn von hinten getroffen und der Schuss ging glatt durch. Max legte ihm die Hand auf die Wunde und drückte so fest sie konnte. OC erwachte aus ihrer Starre und holte heißes Wasser und Handtücher. Logan nahm Usher die Waffe ab.

"Auf dich war immer verlass. Du hast bis jetzt immer geschossen..." sagte Alec und Max ging mit einem Mal ein Licht auf.

"Du..." begann sie, "...du wolltest ihn gar nicht töten. Sein Auftrag war es, aber du konntest nicht. Du konntest ihn genauso wenig töten wie den Jungen im Wald. Hab ich recht?"

Alec schloss seine Augen und ein leichtes Lächeln breitete sich auf seinen Lippen aus. Nein, er wollte ihn nie töten. Er bekam diesen Auftrag, als man Max festgenommen hatte von White. Deshalb hatte er sie an diesem Abend befreit. Er wusste, dass sie ihn angreifen würde. Die Waffe hätte er nie gebraucht. Aber er wusste, dass irgendwer sie gebrauchen würde und er wusste, dass er diesen Kampf verlieren musste. Oder Logan würde sterben.

"Stirb mir hier bloß nicht weg, Alec..." sagte Max und presste ihre hand stärker auf seine Wunde.



"Das ist ja rührend!" schrie White, als er mit ein paar Transgenos die Tür eintrat.

"Ich wusste ja, dass es so kommen würde. 452, du hast mir bis jetzt immer die Tour vermasselt und nach deinem Ausbruch, den wir 494 zu verdanken haben, war mir klar, dass er seinen Auftrag nicht annehmen würde. Haltet sie fest."

Die Transgenos, unter ihnen auch der jnuge X7, hielten OC und die anderen beiden fest. Max kniete immer noch neben Alec, der langsam drohte ohnmächtig zu werden.

"Sie sind eine miese Ratte, White!" schimpfte Logan. "Sie haben diese Wesen für ihre Zwecke missbraucht!!"

"Ja, und was habe ich davon, Eyes Only? Selbst meine besten Männer führen die Aufträge nicht aus, weil sie ihre Freunde nicht verletzen wollen!"

"Mieses Schwein!" rief OC und spuckte ihm vor die Füße.

Max sah sich um. Nur Transgenos. White hatte sich voll und ganz auf sie verlassen.

Dann erhob sie sich und legte Alec seine Hand auf seine Wunde.

"Sie haben uns benutzt, White. Das erlaube ich ihnen nicht. Sie haben sie einfach benutzt! Sie gehen gegen ihre eigene Familie und würden sie töten, weil sie es ihnen sagen. Sie haben ein Recht auf ihre Freiheit. Verschwinden sie von hier!"

"Oder was? Willst du mich töten 452!?"

"Mein Name ist Max und das hier ist Alec! Er wird sterben, wenn sie nicht verschwinden!"

"Das stört mich nicht. Ich habe genug andere. Sicher, er war einer der besten, doch jeder kann ersetzt werden..."

"Wir sind genauso Lebewesen wie alle anderen. Wir haben eine Familie und ein recht auf leben. Sie können uns nicht alle einsperren, White. Die macht besitzen sie gar nicht! Sie sind nur..."

Plötzlich hörte Max ein dumpfes Geräusch. Der X7 ließ OC los und lies seine Waffe fallen. Er starrte in Max Richtung.

Max sah ihn an.

"Gib mir einen Namen, Max..." bat der Junge. Max sah ihn erstaunt an. Sie hatte damit nicht gerechnet.

"Gib mir bitte einen Namen..."

"WAS!?!?" fauchte White.

Max zögerte nicht mehr lange und sagte dann:

"Ich nennen dich "Courage". Das beduetet "Mut"."

Der Kleine nickte und stellte sich dann gegen White.

Dieser war völlig erstaunt, hoffte jedoch auf seine anderen Transgenos.

Edoch ließ einer nach dem anderen seine Waffe fallen. Zwei kümmerten sich um Alec und die anderen stellten sich zu Max.

"DAS DARF DOCH NICHT WAHR SEIN!!!!"schrie White verzweifelt. "Ihr werdet alle dafür sterben!"

"Familien ... können sie ... nicht trennen..." keuchte Alec und Max nickte lächelnd.

"Verschwinden sie, White und kommen sie nie wieder zurück!"

White sah sich ein letztes mal um und wusste dass er verloren hatte. Schnell drehte er sich um und lief davon...







22.

Alec erwachte in einem weichen Bett und sah an die Decke. >Krankenhaus< dachte er und dieser Gedanke war richtig.

"Er ist wach!" rief OC und Max stürmte zur Tür hinein.

"Na gut geschlafen, Dornröschen???" fargte Max und setzte sich zu Alec an die Bettkante.

Dieser sah sie verwundert an. Dann liefen ihm die Bilder in den Gedanken ab. Er atmete tief und langsam ein.

"Es ist ales vorbei, Alec..." sagte max sanft und strich ihm mit der Hand über die Wange. Alec schloss die Augen und nickte.





23.

"Ich wusste wo ich dich finden würde." Sagte Alec als er auf das Dach kam.

Max drehte sich um und lächelte ihm freundlich entgegen.

"Darfst du denn schon raus?" fragte sie besorgt.

Alec nickte und setzte sich zu ihr.

"Danke, Max..." sagte er leise.

"Wiederhol das bitte mal. Ich glaub das ist das erste Mal, dass ich das Wort aus deinem Mund höre."

Alec nickte und musste grinsen.

"Du hast mir geholfen und vor allen den anderen..."

"Ja, Whitmore ist seltsamerweise abgebrannt (sie musste lächeln als sie das sagte) und die Transgenos sind frei. Sie sind stellenweise nach Mexiko geflüchtet. Logan hat das geregelt."

"Ja, Logan ist schon ein toller Kerl, was?" sagte Alec.

Max erwiderte gar nichts.

"Und Mexiko soll auch auch ganz nett sein."

Max sah ihn fragend an.

"Willst du etwa?"

"Ich denke schon, hier hält mich nichts mehr..." begann Alec, doch Max unterbrach sie.

"Alec, ich hab dir immer aus der Patsche gehoflen und das habe ich bestimmt nicht gemacht, damit du nach Mexiko abhaust. Ich habe viel über deine Worte nachgedacht als du die Woche im Koma lagst und ir ist dabei eines klar geworden:

Ich habe dich damals "befreit" und einfach so in die Welt geschickt. Ohne jegliche  Vorwarnung! Ich hätte dir beistehen müssen. Ich hatte damals auch niemanden als ich das erste mal ausgebrochen bin und genau wie du hätte ich hilfe gebraucht. Freunde. Das ist mir jetzt klar. Ich war nicht immer für Dich da, Kleiner..."

"HEY!" unterbrach sie Alec.

"Nein...ich rede jetzt! Und du hörst zu! Ich war abweisend zu Dir, ja. Aber nicht deinetwegen, sondern wegen Ben. Wenn ich dich ansehe, sehe ich Ben. Nicht Dich. Doch nun, weiß ich, dass Du nicht Ben bist, Alec. Du bist ganz anders als er. Verzeih mir bitte. Und vor allem-bleib hier, bei mir!"

Alec sah Max an.

"Du redest ganz schön viel, was?"

"Mit freunden schon!" sagte Max und umarmte ihn.

Alec schüttelte den Kopf und grinste.

"Nun, vielleicht ist Mexiko um diese Jahreszeit doch nicht so schön..."

Max lachte und fiel ihm erneut in die Arme.





Ende
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