Love of an angel

von Sea
GeschichteDrama / P18
13.04.2004
30.08.2006
45
535457
 
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Disclaimer: Die Angel Sanctuary Charactere gehören selbstverständlich nicht mir sondern Kaori Yuuki, der wir diese wundervolle Mangaserie zu verdanken haben. Hier und da habe ich mir allerdings die Freiheit genommen ein paar neue Charaktere in die Story einfließen zu lassen um das Ganze ein klein wenig interessanter zu gestalten. ^^

(Dieser Disclaimer gilt ebenso für alle noch kommenden Kapitel!)

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99-10-22
Love of an angel
Prolog

Kaum zu glauben, das ich hier seelenruhig stehe und abwarte bis sich der Engel, der in meinem Bett schläft, endlich mal dazu durchringt aufzustehen. Vor ein paar Jahren wäre mir so etwas nie in den Sinn gekommen, doch die Zeiten ändern sich. Damals hätte er auch eine Begegnung mit mir wohl kaum überlebt... Na ja, um mal ganz ehrlich zu sein, eigentlich ahnte ich bis zu dem Tag an dem er mir sagte, daß er ein Engel ist, nichts davon. Mit seinem Geständnis kam er mir zuvor und so verschloß ich das Geheimnis, das ich ihm anvertrauen wollte wieder tief in meinem Inneren. Nicht, daß ich ihm nicht vertraue...
Aber die Tatsache, daß er ein Engel ist, trifft meine empfindlichste Stelle. Der Schock hat mich damals zur Flucht getrieben und er hat nie begriffen weshalb. Fast zwei Wochen lang hatte ich mich eingeschlossen, bis es meiner Band zu bunt wurde und sie mich regelrecht zwangen noch einmal mit ihm zu sprechen.
>Was macht es denn schon, daß er ein Engel ist? Schließlich bedeutet er dir sehr viel und du ihm genauso. Was kann er schon für die Verbrechen der anderen Engel?< Oh, sie hatten so verdammt recht mit dem was sie sagten, doch ich konnte einfach keinen klaren Gedanken fassen. Das es ein Engel geschafft hatte sich mir so sehr zu nähern ohne, daß ich seine Aura wahrnahm, hat mir schlagartig offenbart, wie unvorsichtig ich mit der Zeit geworden bin. Das saß verdammt tief und riß eine Menge alter Wunden wieder auf. Es darf auf gar keinen Fall ein zweites Mal passieren. Gar nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn er zu meinen Verfolgern zählen würde. Allerdings macht es mir auch deutlich, daß meine Verfolger schon seit Jahrzehnten nicht mehr aufgetaucht sind. Hat man meine Existenz vielleicht vergessen? Das wäre zu schön um wahr zu sein, dann hätte diese ewige Flucht endlich ein Ende und ich könnte wieder ich selbst sein. Doch das ist reines Wunschdenken, sobald auch nur der
kleinste Hauch meines wahren Selbst nach außen dringt kann ich sicher sein, das sie mich wieder verfolgen werden, so wie sie es schon in den vergangenen Jahrhunderten getan haben...
Nun gut, ich hörte auf meine Band und so trafen wir uns, um alles in Ruhe zu bereden. Er war mehr als entsetzt gewesen, als ich einfach so mir nichts dir nichts weggelaufen bin und suchte nun nach dem Grund. Ein bißchen konnte er sich schon selbst denken, denn einiges ist der Öffentlichkeit zugänglich. (Reporter können richtig nervig sein!) Allerdings ist das noch längst nicht alles und das ist auch gut so. Nun gut, er verlangte eine Erklärung und wenn er nicht so hartnäckig gewesen wäre, hätte ich die Sache totgeschwiegen. Aber es war sein Recht, schließlich kannten wir uns damals schon seit fast anderthalb Jahren und jeder vertraute dem Anderen mehr als sonst irgend einem Wesen auf der Welt. Dieses Gespräch war für uns beide wichtig und ich gewährte ihm Einblicke in meine Vergangenheit, die schon seit geraumer Zeit niemand außer mir selber mehr kannte. Nur die Tatsache, das ich fast so alt bin wie er, vielleicht auch älter (wer weiß das schon?) behielt ich für mich. Doch wenn er an
seinen Absichten festhält und daran besteht leider kein Zweifel, wird es unvermeidlich werden das Siegel, das mir seit damals hilft mich zu verbergen, zu zerbrechen. Gedankenverloren betrachte ich es im Halbdunkel. Wer würde schon auf die Idee kommen, daß das Kreuz, das ich um den Hals trage ein Siegel darstellt, das so stark ist, daß selbst der mächtigste Engel oder Dämon niemals sein Geheimnis lüften wird oder es je mit Gewalt zerbrechen könnte. Das ist der Witz dabei, es liegt einzig an mir wann es gebrochen wird und ich wieder voll und ganz meine wahre Gestalt zurück erlange. Das sind Dinge von denen er nicht einmal im Ansatz etwas ahnt und sie stimmen mich traurig, denn ich würde sie ihm sehr gerne anvertrauen, doch seitdem ich weiß, das er ein Engel ist, ist es für mich unmöglich geworden auch nur daran zu denken. Es scheint, das ich mein Geheimnis weiterhin allein mit mir herumtragen muß...

99-10-22
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