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Our last Goodbye

von Taiya
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
12.04.2004
12.04.2004
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12.04.2004 568
 
Die Hände am Lenkrad, der Blick starr nach vorne. Ich traue mich nicht dich anzusehen, da ich Angst habe das mir dann wieder Tränen das Gesicht runterlaufen, aber ich kann's nicht ändern.
Wieso hast du dich so entschieden? Ich kann nicht verstehen das wir beide gerade unsere letzte gemeinsame kleine Reise antreten. Muss das wirklich sein?
Ich sehe wie du deinen Hand bewegst und das Radio anmachst damit die Stille uns nicht verschlingt. Bitte, sag doch etwas.
Ich sehe draußen ein paar einsame Laternen an denen wir vorbei fahren. Wie spät ist es mittlerweile? Wie spät war es vorher? Aber...spielt das eine Rolle?
Ich sehe keine Fußgänger, nicht einmal andere Autos. Wieso muss gerade heute Nacht die Straße so leer sein? Wieso muss ich mir so alleine mit dir vorkommen? Wieso nur ist da diese Stille zwischen uns? Wieso nur muss ich die ganze Zeit damit kämpfen das dies unsere letzte gemeinsame Reise ist?
Im Augenwinkel beobachte ich dich. Ich sehe das auch du dir über die Augen wischst. Dann sehe ich wie du dich einmal zu mir drehst, deinen Mund aufmachst, ihn dann aber doch wieder schließt. Wieso redest du nicht mit mir?
Ich würde gerne mit dir reden. Aber ich weiß nicht was ich sagen soll. Deine Entscheidung kam so plötzlich, so unerwartet, so schmerzvoll.
Ja schmerzvoll war es ab dem Moment wo du sagtest: "Charlotte, ich gehe fort und komme niemals zurück!"
Ich hätte am liebsten geschrieen. Am liebsten hätte ich dir einfach eine Ohrfeige gegeben und dich versucht zur Besinnung zu bringen. Aber vielleicht bist du ja zur Besinnung gekommen und willst deswegen gehen. Ja, wieso willst du eigentlich gehen? Du hast es nicht gesagt. Du hast nur gesagt ich soll aufhören zu heulen.
Ich bin dabei meine beste Freundin niemals wieder zu sehen, aber ich soll nicht weinen? Oh bitte, du kennst mich doch, ich heule immer.
Das Schlimme war, du wolltest gleich gehen und nicht erst in einer Woche. Deine Sachen waren gepackt und standen abfahrt bereit im Flur. Wieso nur hast du dich so entschieden?
Der Weg zum Bahnhof kommt mir so ewig lange vor. Ein ewig langer Weg voll von bedrückter Stille. Aber als ich den Bahnhof dann sehe wünschte ich mir ich würde noch ewig in dieser bedrückten Stille mit dir fahren.
Ich schalte den Motor aus und warte auf ein Wort. Aber du steigst nur Wortlos aus. Als du dein Gepäck nimmst und ich dir folgen will, hältst du mich fest. Ich soll dir nicht folgen. Du willst nicht das ich sehe wohin du gehst. Du willst nicht das ich dir jemals folge.
... du willst mich wirklich niemals wiedersehen ...
Mir bleibt nur eine letzte klägliche Umarmung.
Mir bleibt ein: "Tina aber...", bevor du deinen Zeigefinger auf meinen Mund legst. Dann wendest du mir den Rücken zu und gehst in den Bahnhof hinein. Lässt mich zurück in der Kälte, in meiner Unwissenheit, in meinem Schmerz.
Tränen laufen über mein Gesicht als ich dir, meiner wahren Liebe, ein letztes Mal hinterher blicke.
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