Lamb of God

von Saciel
GeschichteKrimi / P12 Slash
Hirose Nanjo Katsumi Shibuya Koji Nanjo Serika Izumi Takuto Izumi
10.04.2004
10.04.2004
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Titel: The Lamb of God
Autor: (Angel) Saciel
E Mail: :angel_saciel@yahoo.de
Archiv: Ja, aber mailt mir bitte wo :)
Pairing: Koji/Takuto, Ein Katsumi-Pairing ist angedeutet ;)
Disclaimer: Koji, Takuto und Katsumi gehören Minami Ozaki, ich verdiene kein Geld mit   dieser Geschichte und schreibe sie nur zur allgemeinen Erfreuung der Yaoi-Süchtigen. Kenji gehört mir, wenn ihr ihn benutzen wollt, mailt mir.
Kommentar: Die Geschichte ist schon mehrere Jahre alt, ich habe sie noch mal überarbeitet und hoffe sie gefällt euch dennoch.



Nothing's gonna Change the Word, Nothing's gonna Change
(Inspired by: The Lamb of God - Marilyn Manson)
---------

In einer Zwangsjacke saß er da.
In der Weißen, kalten Zelle, mit Polstern verkleidet.
So gehört es sich in einer "Irrenanstalt", die Patienten sollen sich ja nicht verletzen.
Dort saß er. Verstört Weinend.
Die Tür öffnete sich.
Ein Pfleger kam herein.
Er hatte die Spritze in der Hand.
"Ich will nicht... "
Doch der Pfleger ignorierte ihn. Nach der Spritze war er ganz ruhig, und fiel langsam in stillen, dunklen Schlaf, der Pfleger verließ die Zelle. "Warum bekommt er immer diese Spritzen?" Fragte Kenji den Stationsarzt. "Wenn er sich durch die Krämpfe schüttelt könnte er einen Lungenkrampf bekommen und dadurch ersticken, nur ein Beispiel" antwortete dieser. "Aber warum wird er so ignoriert?" Bohrte Kenji weiter "Mr. Izumi ist sehr, sehr krank Kenji. Er hat viel Durchgemacht, ich kann nachvollziehen das er sich um den verstand bringen wollte" "Wollte?" "Er hat Tabletten genommen und das hinterließ Schäden an seinem Gehirn; es nützt nichts mit ihm zu reden, er versteht es einfach nicht" Kenji schaute betroffen zu Boden "Aber... vielleicht könnte ich versuchen einen Kontakt zu ihm aufzunehmen?" Der Stationsarzt sah ihn abschätzend an "Kenji...  Ich weiß sie sind neu hier, aber das heißt nicht das ihre Methoden neuer sind, wir haben modernste Techniken und dennoch gelang es uns nicht Mr.
Izumi zu therapieren, er brach jedes Mal in Tränen aus und wir mussten ihn beruhigen, oder bekam einen Lachanfall"  Kenji überlegte "Aber bitte... lassen sie es mich wenigstens Versuchen, sprechen sie mit dem Chefarzt ich bitte sie"  "HmHm..." meinte der Stationsarzt "Ich werde mit ihm reden...  aber machen sie sich nicht zu viele Hoffnungen. Izumi ist und bleibt ein hoffnungsloser Fall"  >Wenn man ihn immer gleich betäubt auf jeden Fall... < dachte sich Kenji und sah dem Stationsarzt hinterher der seine Visite vorantrieb. Kenji selbst hatte vor einige Informationen über diesen mysteriösen Takuto Izumi einzuholen... __________________________

Ein Paar Tage später:

Izumi hatte die Nacht hindurch gelacht und war nun gut seit einer halben Stunde am weinen.
Doch entgegen seiner Erwartungen betrat niemand seine Zelle.
Niemand.

Kenji hatte den Pflegern die Anweisung gegeben ihm jegliches Beruhigungsmittel zu verweigern, bis er selbst ankäme.

Um 9 Uhr war es dann soweit:
Die Gummizelle öffnete sich, aber herein trat kein Pfleger, das erkannte Izumi sofort. War es ein Arzt?  So einen hatte er seid seiner Einlieferung nicht mehr gesehen...

Izumi wartete darauf, dass ihm wieder irgendeine Pille oder Spritze verabreicht würde.
Doch so war es nicht.
Kenji (circa 26 Jahre Alt) setzte sich ungefähr einen Meter entfernt von Izumi auf den Boden. Dabei beobachtete Takuto ihn neugierig.
>So Wegetreten scheint er also doch nicht zu sein< dachte sich Kenji.

Freundlich lächelt er Izumi an. "Guten Morgen Mr. Izumi. Wie geht es ihnen?"
Das Schluchzen verstummte.
Takuto sah Kenji an wie ein Wesen von einem andern Stern.
"Sie können mich sehen???" Meinte er ungläubig.
"Sicher" antwortet Kenji "warum sollte ich das nicht können?"
Kenji hätte nach seiner Erfahrung nun mit einer Antwort aller 'ich bin ein Engel' oder ' ich bin doch unsichtbar' gerechnet, aber so war es nicht.

Izumi ließ den Kopfhängen "Für die Pfleger bin ich unsichtbar" meinte dieser.
"Für die Pfleger?"
"Natürlich für die Pfleger" meint Izumi als wäre es das natürlichste der Welt. "Sie kommen regelmäßig um mich zu beruhigen, das wissen Sie doch, Doc."
Oder auch nicht. Izumi wusste nicht mal ob Kenji neu war oder vielleicht schon immer in dieser Psychiatrie gearbeitet hatte.

Kenji war verwundert. "Mein Name ist Kenji. Wissen Sie wo Sie hier sind?"
Izumi nickte "Psychiatrie, Klapse, Irrenanstalt, wie immer sie es nennen wollen Mr. Kenji"
"Kann ich sie duzen?"
"Sicher"
"Also gut, Takuto. Man sagte mir dein Fall sei Hoffnungslos, doch das denke ich nicht. Willst du dir helfen indem du mir hilfst?"
"Oh, ich werde mein bestes versuchen, Doc"
"Gut. Beginnen wir mit deinem Bein, was ist passiert?"
"Ich hatte einen Unfall auf dem Spielfeld, Kreuzbandriss"
"Interessant" bemerkte Kenji "Aber warum ist es nicht verheilt? Sie haben es seid 3 Jahren"
"Ich weiß nicht" meinte Takuto. Doch in Wahrheit wusste er es sehr genau, ihm wurde die Fragerei unangenehm.

Kenji blätterte das Aktenblatt durch "Was weißt du über Koji Nanjo?"

Bei dem Namen schien in Takuto etwas durchzubrennen, er starrte Kenji mit glasigem Blick an.
"Koji Nanjo? Koji...  Nanjo?"
Er begann wie der Irre der er war zu lachen "Den gibt's nicht der hat nie existiert! Den Hab ich mir nur ausgedacht, wissen sie doch HA!"

"Natürlich weiß ich das" meinte Kenji.
Er wartete geduldig bis sich Takuto beruhigte, doch er beruhigte sich nicht. Schließlich musste er einen Pfleger mit einer Beruhigungsspritze rufen.

Um 12:15 Uhr verließ er die Zelle >Erster Fehlschlag. <


Traumsequenz:

"Takuto! Schieß!"
"Das kannst du haben!"
"So schnell nicht!"
"Drei Gegnerische Spieler Kesseln ihn ein, Takuto versucht durchzubrechen doch..."
"ARGHH!"
"Ein Knall geht durch die Luft, Takuto bleibt auf dem Spielfeld Liegen"
>Verdammte scheiße... <
"Sanitäter!"
"Bleib ganz ruhig liegen Takuto!"
"Unterbrechung!"
"Wo haben sie Schmerzen? "- "Mein Knie..."
"Sie bringen Takuto Izumi auf eine Trage und vom Spielfeld weg."
"Takuto! Takuto! Bist du in Ordnung?"
"Natürlich! Lasst mich hier raus ich will Gewinnen!"
"Sind sie verrückt?"
.
.
.
.
.
.
.
Verrückt! Verrückt!"
"Wo ist er?"
"Dort drüben"
"Sie werden wenigstens ein Jahr nicht mehr Fußballspielen können, aber nur wenn sie sich schonen"
"Das ist nicht Wahr!"
"Wir haben verloren, tut uns leid Kapitän"
.
:
:
:
Verloren......
"Dein ARM?!"
"Es ist rein Kosmetisch... "
: : :
Arm...  kosmetisch...  BREMSEN!
"Ein Wahnsinniger!"
"Ruft einen Krankenwagen!"
"Oh mein Gott, KOJI!"
"Serika bleib hier!"
"Ich höre Sirenen"
"Tut mir leid ihr könnt hier nicht rein"
. :
:
Nicht rein...  soviel Blut, Blut, überall Blut...
"Koji ist Tod, Serika..."
"Das Glaube ich nicht! NEIN!"
"Er... ist tot... Lügner..."
"Was ist mit seiner Hüfte?"
"Die Wunde! Es schmerzt so!"
.
.
.
.
Tod. Koji Nanjo ist Tod... TOD!
"Soeben kam die Meldung herein das der ehemalige Pop-Sänger Koji Nanjo seinen schweren Verletzungen nach einem Autounfall erlegen ist. Wir..."
"O Gott wie schrecklich"
"Wie geht es Takuto?"
"Es ist schlimm Katsumi..."
- -
_
Schrecklich...
"Ich werde gehen, es ist das Beste"
"Takuto Bitte nicht! Bleibe! Bitte!"
"Es ist vielleicht wirklich das Beste Serika"
"Ich danke dir..."

Ende Traumsequenz

>Was ist an diesem Tag passiert? <
Mit diesem Gedanken hängt Kenji über einem Tisch, vollgestapelt mit Akten, Magazinen und Zeitungs- Abschnitten.

"Takuto hatte eine schlimmer Kindheit, seine Mutter brachte seinen Vater um und 12 Jahre später sich selbst"
schreibt Kenji auf einen Notizblock
"Scheinbar hatte er eine Liason mit dem ehemaligen Gothic- Star Koji Nanjo... "
er macht ein nachdenkliches Gesicht
"Welcher später auf eine andere Musikrichtung umsattelte mit einer Band genannt "Kreuz"
>Wie interessant -_-<
"Koji Nanjo verlor seinen linken Arm, mit dem er das Schwert hielt"
Anmerkung: Meist in Akaido, Kendo und Karate
"Wenig Später Verletzte sich Takuto Izumi bei einem Fußballspiel schwer, er zog sich einen Kreuzbandriss zu und sollte wenigstens 1 Jahr nicht mehr spielen, dabei stand er auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Nachwuchsfußballer"

Kenji schüttelt den Kopf "Was ist denn nur passiert, Izumi?"

Er suchte lange unter seinen Akten nach, schließlich findet er einen Zeitungsausschnitt:
' 28. Juli- gestern Abend wurde der Pop-Star Koji Nanjo von einem scheinbar angetrunkenen Mann aus Okinawa angefahren. Er liegt mit schwersten Kopf und Lungen Verletzungen im St. Mercy Krankenhaus, sein Zustand ist Kritisch'

"Ich ahne was jetzt kommt... "

' 29. Juli- Wie Koji Nanjos Manager verlauten ließ, erlag der Sänger heute morgen um 6:00 Uhr seinen Verletzungen. Die Familie will sich dazu nicht weiter äußern. Es gibt ein Gerücht das der Unfall in Wahrheit ein Attentat war, die Polizei geht dem nach. Von der Familie Nanjo kommt kein Kommentar. Tiefe Trauer geht durch die Reihen derer, die ihm Nahe standen.'

"Ohje...  Izumi wäre schon längst Therapie bedürftig gewesen und dann das..."

'2. August- Wie die Polizei verlauten ließ war der Autofahrer NICHT betrunken, es handelte sich eindeutig um einen Anschlag. Die Polizei hat allerdings eine riesige Menge von Verdächtigen und keine Spur. Der Attentäter beging am gestrigen Sonntag in der Früh Selbstmord durch Gift. Wie er an das Gift kam ist unbekannt.'

' 5. August- Das Verfahren um den Tod Nanjos wird eingestellt'

Kenji stützt das Gesicht in beide Hände >ein Schwerer Fall... zu viele Details... zu viele unbekannte. <

Sein Blick fällt auf die Krankenakte ' Geschwister Serika und Yuugo Izumi'
Er blickt auf >sollte ich sie?`..... Ja, vielleicht können sie mir helfen<

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Draußen unterhielten sich 2 Pflegerinnen "der Doc ist schon seit Stunden da drinnen..." -"Ja, er kommt mir vor wie besessen von diesem Izumi"
"Ob das gut ist`? Ich Hab noch nie gesehen das sich jemand derartig intensiv und mit so viel Gefühl um einen Fall kümmert, ist ja wie im Kriminalroman"
"Du sagst es... und der Fall ist seit Jahren ungeklärt"



3 Tage später.

Die Wohnung von Serikas & Yuugos Adoptiv Eltern.

Serika ging es nicht gut, sie hatte seit Monaten(!) eine Art Erkältung, Yuugo war blass, gerade erst von der Schule heimgekommen.
Das Mittagessen hatten sie soeben beendet, es wurde abgeräumt.
Plötzlich klopfte es an der Tür.
"Serika mach bitte auf"
"Sehr wohl" antwortet sie, stakst langsam zur Tür.
Als sie öffnete stand ein ihr unbekannter Mann Mitte 20 mit halblangen, schwarzen Haaren und dunklen Augen vor ihr.
"Mein Name ist Yosuke Kenji, ich behandle ihren Bruder, dürfte ich eintreten?"

Serika warf einen fragenden Blick auf ihre Eltern, welche die Vorstellung ja hörten.
Ihr Vater nickt kurz "Können sie sich ausweisen?"
"Natürlich" antwortete Kenji und kramte den Ausweis hervor.
Serika sah ihn sich an und ließ ihn dann rein.
"Setzen sie sich" sagte Serikas Mutter und deutet auf den Teil eines Sofas.
Kenji nahm an.
Serikas Vater fragt: "Was wollen sie von uns? Alle Pflegekosten sind doch bezahlt oder?"
Kenji schüttelte den Kopf "Natürlich, darum geht es nicht. Ich möchte gerne mit ihnen und Serika über Takuto Izumi reden, soweit sie sich dazu in der Lage fühlen" Kenji blieb Serikas Kränklichkeit natürlich nicht verborgen.
Alle Augen ruhten auf ihr.
Sie ließ den Kopf hängen und zögerte, einige Sekunden verstreichen, doch schließlich willigte sie ein mit Kenji zu reden.
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"Also," begann Kenji "Ich habe mir Takutos Akte genau angesehen. Im Prinzip ist er gesund, und er hätte 90%ige Therapie Chancen, wenn er jemanden an sich ran ließe. Doch scheinbar hat er ein schweres Trauma erlitten. Ich weiß das Takuto und dieser Koji Nanjo irgendwie in Verbindung standen, ich habe in alten Zeitungen recherchiert, doch genaue Zusammenhänge sind mir unbekannt. Es würde mich freuen, wenn sie mir dort weiterhelfen könnten. So könnte ich es schaffen, Takuto aus seinem selbstgeschaffenen Gefängnis zu holen, ich denke er ist es Wert."

Als Kenji geendet hatte herrscht stille.
Bedrückende Stille.
"Sind Sie bereit mir einige Fragen zu beantworten?"
Wieder Schweigen.
Schließlich blickte Serika hoch, bat ihre Eltern sie alleine zu lassen- was diese etwas widerwillig auch taten.
Sie schaute Kenji in die Augen "Was...  wollen Sie wissen?"
Er holte einen Notizblock und einen Kugelschreiber hervor.
"Was hatten Takuto Izumi und Koji Nanjo miteinander zu tun?"
Serika suchte die richtigen Worte, schließlich sagte sie ganz einfach: "Sie waren ein Paar"

>Ein Paar? < Denkt sich Kenji "Ein... Liebespaar?"
"Ja" war die Antwort.
Kenji macht sich Notizen "Wie stand Takuto zu Nanjo?"
"Anfangs konnte er ihn nicht ausstehen, aber ich denke.... zum Schluss hat er ihn geliebt, ich bin mir sogar ziemlich sicher..."
Serika war nicht ganz wohl dabei, solche Intimitäten ihres Bruders vor einem ihr unbekannten Mann auszuplaudern.
Doch wenn eine Chance auf Heilung bestand wollte sie diese auch nutzen.

Kenji biss auf dem Kugelschreiber rum "Und Nanjo?"
Serika schaute Kenji nicht direkt in die Augen "Er liebte ihn abgöttisch. Verfolgte ihn, er stand immer zu ihm."

Kenji zeichnete etwas auf "Takuto war dem Fußball verfallen, wie stand es mit Nanjo? Mochte er Fußball?"
Serika: "Ich weiß nicht... ich glaub er sah es als Konkurrenz an. Aber um Izumi zu beeindrucken wurde er zu einem richtigen Experten"

"Aha... nun beantworten sie mir bitte noch diese Fragen. Vielleicht wären sie interessiert daran das... "

Eine Weitere Woche später.....

Izumis Zustand hatte sich gebessert, er bekam zwar immer noch Anfälle, doch waren diese längst nicht mehr so schlimm wie zuvor.

Leider gelang es Kenji nicht mehr länger als einige wenige Minuten Kontakt zu Izumi aufzunehmen.
Er blockte ab.

Doch Kenji schmiedete einen Plan.
Am Freitag sollte er steigen...  bis dahin versuchte er es weiter.

Visite:
"Wie geht es dir heute Takuto?"
Izumi sah verschlafen zu Kenji hoch, er hatte diese Nacht kaum ein Auge zu getan.
"Bescheiden, Doc"
Kenji blätterte schon die Akte zum nächsten Fall durch. Der Stationsarzt stand draußen und beobachtet diese Begegnung genauso studierend wie die anderen zuvor.
Er konnte nicht hören über was Kenji und Izumi redeten.
Doch wenige Minuten später brach Izumi wieder weinend zusammen, jedoch verließ Kenji nicht wie zuvor, kopfschüttelnd, die Zelle.
Er setzte sich zu Izumi.
"Takuto... warum weinst du bei solch einer Frage?"
"Es..." stammelte Izumi "Es ist alles so Irreal..."
"Irreal?" Kenji zog demonstrativ eine Augenbraue hoch "Wieso Irreal? Ich finde schon, dass das hier ziemlich Real aussieht, sonst würde ich meinen morgendlichen Kaffee jetzt nicht so vermissen."
Er versuchte Takuto abzulenken.
Und tatsächlich hielt Takuto kurz inne und lächelt, aber nur kurz.
"Also," wiederholte Kenji "Wieso Irreal?"
Takuto lachte gequält.
"Wissen sie, Doc.." beginnt er "Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich mir das ganze hier nur ausdenke..."
Kenji ist ein wenig geschockt "Das ganze nur ausdenken? Erzähl mal mehr als einen Satz!"
"Nein."
Kenji seufzt "Also gut...  dann nicht...  " >Für heute nicht... ich bekomme schon raus was dir dein Leben schwer macht<

Freitag:

Ein Wagen fuhr vor der Klinik an.
Eine junge Frau mit Seidenkopftuch und Sonnenbrille stieg aus, verabschiedete sich und betrat die Klinik.
Sie erkundigte sich an der Rezeption über eine Station und fuhr dann mit dem Fahrstuhl zum genannten Stock.

Sie lief langsam und etwas staksig über den Flur, klopfte an die Tür eines kleinen Büros und wurde eingelassen.
"Serika! Schön das du gekommen bist" rief Kenji im Stuhl sitzend, er hatte mit Serika ausgemacht das sie sich duzen.
"Ich wollte erst nicht kommen, weil ich mich unwohl fühlte, aber dann habe ich mich anders entschieden."
Kenji nickte "Das ist auch gut so, finde ich. Setz dich doch, bitte, wir haben einiges zu besprechen..."

......

Eine Stunde später, Therapie Zeit.
Die Tür von Takuto Izumis "Zelle" öffnete sich um die Zeit normalerweise nie, doch heute tat sie es.

Herein trat Kenji "Guten Tag Takuto"
"Hey Doc... Sie schon wieder..."  Izumi schien heute schlecht gelaunt zu sein.
> Ein gutes Zeichen< denkt sich Kenji >Launen hatte er lange nicht mehr... <

"Du hast Besuch, Takuto"
Izumi blickt auf "Ich? Besuch? Wer sollte mich besuchen kommen?"

"Komm doch rein..." flüsterte Kenji leise aus der Tür und zog ein junges Mädchen mit sich.
"Hallo Takuto... " wisperte Serika, den Tränen nahe.
"S.. S- Serika?! SERIKA!" Ruft Takuto aus und versuchte seit langem wieder aufzustehen, was so natürlich nicht gelingt.
"Serika! Serika du bist da!" Izumi weinte fast.
"Komm zu mir, bitte"
Serika sah Kenji fragend an, der nickte nur und hielt sich zurück >Mach jetzt bitte nichts dummes Takuto... <

Serika ging zu Takuto und umarmte ihn, Takuto hielt es still aus ohne ein Anzeichnen von Krämpfen.
Serika begann zu weinen "Takuto du erkennst mich..."
Kenji  lächelte und atmete erleichtert auf.

Takuto konnte sich in der Jacke leider nicht bewegen und so blieb ihm keine  andere Wahl, als sich von seiner kleinen Schwester fast erdrücken zu lassen.
Serika erinnerte sich, als sie ihn das letzte mal besuchen kam.
Damals wurde er von Krämpfen geschüttelt als er sie nur sah 'Du existierst nicht' hatte er gerufen, damit hatte sie schwer zu kämpfen gehabt und war seit dem nicht mehr hier gewesen.

Von weitem sah Kenji den Stationsarzt antraben, man konnte meinen er hätte Schaum vor dem Mund.
Kenji: "Serika muss jetzt leider wieder gehen. Aber wenn ihr möchtet und Takuto sich anstrengt, könnte ich dafür Sorgen das ihr euch nun öfter sehen werdet."

Serika ließ Takuto nur schweren Herzens wieder los.
Kenji führte sie raus und schloss die Tür.

Der Stationsarzt schnaubte wie ein Rhinozeros, doch als er sah das Izumi ruhig war und sich an die Wand lehnte, versuchte er sich abzuregen, zählte bis 10 und tat so als hätte er das nicht gesehen.

Das magere Mädchen wurde in das Arztzimmer gesetzt. Sie sollte dort auf die Wiederkehr Kenjis warten, der nun das Ergebnis dieser selbsternannten "Schock- Therapie" einholen wollte.


"Ich wusste doch das sie wiederkommen würden, Doc"

"Das dachte ich mir" antwortete Kenji.

"Nun" begann er "Sag mir warum Irreal, ich will es hören und wenn ich es aus dir rausprügeln muss, verstanden?"
Takuto grinste in sich hinein "Ich bin mir nicht sicher... "
"ABER?" Fragte Kenji ernst, er hatte genug Zeit vergeudet, jetzt musste es raus oder er konnte seinen Plan vergessen.

"ALSO, GUT!" Schrie Takuto "ich sag es ja..." meinte er wieder im normalen Ton.
"Es ist so...  mein Leben war früher in etwa normal, wenn man die Umstände bedenkt, es hatte seine Fugen. Und dann kommt plötzlich einer dazu und wirft alles durcheinander..."
- "Koji Nanjo?"
Takuto blickt auf "... ja."
"Er..." fuhr Izumi fort "durch ihn verlor mein Leben jeglichen Halt, jeglichen Hang zur Realität'. Ich wusste bald nicht mehr wer ich überhaupt war und es spitze sich alles zu..."
"Der Punkt in dem du durchgedreht bist?"
"Nein... es entspannte sich wieder. Das Leben schien schön zu werden, trotz der Umstände, Koji hatte seinen linken Arm verloren und ich hatte mir eine weitere Wunde zugefügt. Dennoch waren wir für eine kurze Zeit recht... glücklich. Ich wollte Profi Fußballer werden... aber dann... kam diese Verletzung. Auch das wäre kein Problem gewesen... Wenn...  dieser.. Dieser... Attentäter nicht gewesen wäre. Koji ist nun tot..."
Kenji: "Sie glauben also, dass es ein Attentäter war?"
Izumi: "Ich bin mir sicher... zumindest denk ich das. Das ist doch alles verrückt...  und dann... dann brach die Welt zusammen. Ich wachte auf und wusste nicht mehr, wo ich war und wer die Menschen um mich herum waren, ich erkannte meine Geschwister nicht mehr!"
Er schien sich langsam aufzuregen "Als es schlimmer wurde, bin ich freiwillig hierher gekommen. Aber geholfen hat mir NIEMAND"
Izumi wurde ernsthaft wütend und Kenji versuchte ihn zu beruhigen "Reg dich bitte nicht auf sonst bekommst du einen Anfall"

"JA! Einen ANFALL!" Schrie Takuto "Wie so häufig. Sie sagen ich sitze hier seit 2 Jahren rum! WARUM?! Ist das nötig? Warum hat mir niemand geholfen, darum bin ich doch hier! Meine Erinnerung an die letzten Jahre ist lächerlich. Ich kann mich ja kaum an den letzten Sonntag erinnern!"
Tränen rannen ihm über die Wange, wieder brach er zusammen.
Kenji wusch Takuto mit einem Tuch das Gesicht ab, aber Takuto erkennt ihn gar nicht.
>Ich weiß jetzt womit ich es zu tun habe... < dachte sich Kenji und verließ die Zelle um einen Pfleger zu rufen.

Etwas später tritt er zu Serika und teilt ihr die Ergebnisse mit "Ich habe dir ein Taxi gerufen. Gute Heimreise"
"Ich danke dir Yosuke..."
"Das ist mein Job. Komm bitte ja wieder"
"Ja..."

Das Taxi wartete draußen schon.
Serika schaute noch einmal zurück, und stieg dann ein.
Sie sah nicht wie sie von einem großen Mann im schwarzem Mantel beobachtet wurde, obwohl die Sonnenbrille in der Sonne glänzte.
Seine halblangen, blonden Haare wehten ihm durch den Wind ins Gesicht.
Dann stieg er in den teuren aber unauffälligen schwarzen Wagen...


Der Himmel war verdunkelt und es stürmte, regnete, gewitterte.
Ein Sauwetter um es mal so zu sagen.
Ein smaragd-grüner Mitsubishi fuhr vor ein Anwesen dessen Farben so dunkel gehalten sind, dass selbst der prachtvoll ausgestattete Vorhof trostlos aussieht.

Kenji stieg aus dem Wagen, der Regen schlug ihm ins Gesicht, er spannte schnell einen Mini-Regenschirm auf und schlug die Autotür zu.
Er eilte über den weiten Hof, das Tor stand offen.

Drinnen herrschte reges treiben.
Kenji klappte den Regenschirm zusammen und stellt ihn in einen vorgesehenen Ständer.

Es ist ihm ein wenig unheimlich in diesen dunklen Mauern aus blank geputztem, schwarzen Marmor.
Es ging schon auf 18 Uhr zu und eine große Standuhr schlug.
Kenji ging direkt in das Büro von Hirose Nanjo, wo seine Sekretärin ihn empfing "Einen Moment  bitte Mr. Nanjo wird sie sofort empfangen"

Also wartete Kenji.
Etwa 5 Minuten später wurde er hereingebeten.

Kenji trat ein und wurde gebeten sich zu setzten, was er auch tat. Hirose Nanjo war ihm wahrhaft unheimlich. Eine recht große Gestalt mit nach hinten gekämmten blonden Haaren, wahrscheinlich halblang, und stechenden Augen, er saß mit verschränkten Armen am Tisch. Kenji: >Das heißt 'Ich mag dich nicht'< Man konnte ein gewisses, spöttisches Lächeln auf Hiroses Gesicht ausmachen, auch wenn es nur der Hauch einer Andeutung war.  Hirose sah so aus als wolle er das Gespräch beginnen. H: "Sie sind also der Arzt der Izumi momentan behandelt?" Kenji: "Assistenzarzt, ja" Hirose: "Ich hörte das sich Izumis Zustand gebessert hat. Stimmt dies?" Kenji krauste die Stirn. Irgendetwas stimmte nicht mit diesem Mann, seine Augen verrieten es. "Ja. Aber woher wissen sie das? Niemand außer dem Stationsarzt wusste es" fragte er Misstrauisch. "Nun Mr. Kenji ich habe meine Quellen und ich denke nicht, dass ich ihnen diese verraten muss" Wieder dieses selbstsichere Lächeln auf seinem Gesicht. "Nun, wie auch
immer. Sie wollen einen vollständigen Befund, wenn ich das richtig verstanden habe, nicht? Wie kommen Sie dazu zu denken, dass ich meiner Schweigepflicht entsage?" Kenji  war klar auf Abwehrkurs.  Hiroses Augen blickten Kenji kalt an, als wollten sie ihn durchbohren "Wissen Sie Mr. Kenji, meine Firma stellt ihrem Krankenhaus regelmäßig große Mengen an Spendengeldern aus. Ich denke sie sollten nicht riskieren, dass diese Gelder ausbleiben. Es könnte ihren Arbeitsplatz gefährden" Bei jedem andern hätte diese Tour vielleicht gezogen. Nicht so bei Kenji, er stand auf "Sie wollen mich Erpressen, nicht nur mich, sondern das ganze Krankenhaus. Aber damit haben sie keinen Erfolg. Ich weiß nicht was sie vorhaben, aber bei mir werden sie nichts erreichen!"   Kenji sah Wut in Hiroses Augen aufsteigen und er beeilte sich dieses schreckliche Haus so schnell wie möglich zu verlassen. Er stieg in seinen Mitsubishi und fuhr durch den Regen davon. Der Schirm blieb im Haus, ein Wassertropfen tropfte
auf den blanken Boden, und in der Wasserpfütze die sich dort gebildet hatte spiegelte sich Hiroses Gesicht, mit einem siegreichen Lächeln.
"Benachrichtige Sunyet"
"Ja Mr. Nanjo" nickt seine Sekretärin

Dienstag Morgen 10:54 Uhr. Reges Treiben auf der Station der Psychiatrie, schnelle Schritte bewegten sich über den gebohnerten grau-grünen Boden. >Ich bin zu spät dran, Mist... < dachte sich Kenji und blätterte im Laufen seinen Hefter durch. An der blattgrün gestrichenen Glastür wird er von einem Pfleger angerempelt. "Oh, Entschuldigung" meint er aus den Gedanken gerissen, der Pfleger brummt nur und steckt den recht langen, dunklen Haarzopf unter die Kappe. Misstrauisch beobachtet Kenji den Mann, er hatte ihn noch nie gesehen. Jedoch lässt er sich nichts anmerken.  ---  Kenji begann mit der Visite. Die weißen Türen öffneten sich, schlossen sich, öffneten, schlossen. Es war meist das Selbe, der Großteil der Patienten auf dieser Station war nicht ansprechbar. Noch ein paar und er würde zu Takuto Izumis Tür kommen, jedoch wollte er zuvor eine Pause einlegen. Wieder kam ihm der unbekannte Pfleger entgegen, er brachte Kenji nicht dem Hauch von einer Beachtung entgegen.  Yosuke Kenji
betritt das Arzt Zimmer, es ist recht rauchig da die Fenster verriegelt sind und der Stationsarzt dennoch darauf besteht eine dicke Zigarre zu qualmen, sein graues, lichtes Haar ist zerzaust, hatte wohl mal wieder eine wilde Nacht. Kenji grinste. "Guten Morgen Mr. Tokyshima" meinte Kenji freundlich. "Morgen Yosuke" brummte er in eine Zeitschrift vertieft. "Sagen Sie, haben wir einen neuen Pfleger?" "Einen Neuen Pfleger?" Entgegnete Tokyshima "Nein, nicht das ich wüsste. Als ob sich unsere Station so was leisten könnte!" Kenji warf einen Blick auf dem im Bereich leeren Flur "Aber da war doch vorhin ein Pfleger, den ich noch nie zuvor gesehen habe." Tokyshima schaut Kenji fragend an "Ich weiß nichts von einem neuen Pfleger, es hat sich auch niemand bei mir vorgestellt, ich dachte, die Pfleger machen Pause?"  Kenji wurde auf der Stelle kreidebleich, als er das Schlagen einer Tür hört, Izumi's Tür. "Rufen Sie die Polizei!" Rief er dem Stationsarzt zu, während er sich bereits durch die Tür
bewegt hat.  _______

Kenji flog scheinbar über den Flur, so das sein weißer Kittel wehte.
Er hörte einen geschockten Schrei aus Izumis Gummizelle, die Tür stand offen!
Fast hatte er sie erreicht, er sah wie der 'Pfleger' eine Waffe auf Izumi gerichtet hielt.
Kenji setzte alle Kraft in seine Beine, er dachte nicht mehr nach und sprang...

Just in diesem Moment feuert der 'Auftragskiller' die Waffe ab, doch Kenji erreicht ihn und riss ihn um, dadurch wurde der Schuss abgelenkt.
Takuto jaulte auf.

Zwei kräftige Pfleger und der Stationsarzt kamen herbeigeeilt. Sie konnten gerade noch mit ansehen wie Kenji Sunyet die Waffe aus der Hand schlug und danach einen kräftigen Schlag gegen den Kopf bekam, er wurde bewusstlos.
Die Pfleger packten Sunyet, doch dieser hat eine vorbildliche Kampfausbildung genossen.
Er schlug beide nieder und nahm seine Waffe wieder an sich.
Dann stürmte er mit auf die Pfleger und den Stationsarzt gerichteter Waffe hinaus ohne sich umzudrehen.
Langsam erwachte Kenji wieder, er hatte eine  Platzwunde am Kopf, befand dies aber als nicht weiter redenswert.
"IZUMI! Was ist mit ihm?" Er versuchte aufzustehen, konnte aber noch nicht.
Tokyshima half ihm auf, während sich die Pfleger um Izumi kümmerten.
"Seine Schulter ist durchschossen, geben sie Station 3 Bescheid!"
-"Sofort"
----

Am Abend konnte Takuto besucht werden, in einem abgeschotteten Bereich der Chirurgischen Abteilung.
Kenji kam vorbei.
"Wie geht es dir Takuto?"
- "Oh, bestens, meine Schulter wurde ja nur durchlöchert..."
"Hm..."
Murmelte Kenji. Ihm kam das ganze Spanisch vor.
"Takuto was ist hier los? Wieso setzt man einen Killer auf dich an? Kannst du mir das sagen?"
Takuto schaute zum Fenster "Nein. Ich weiß nicht warum...  Doc? Wie steht es um mich? Welchen Tag haben wir heute?"
Kenji lächelte "Dienstag. Was soll ich sagen...  wir können miteinander reden, es fragt sich nur wie lange, das liegt an dir."
Izumi ließ seinen Kopf in das Kissen zurücksinken und schließt die Augen "Ich will hier raus Doc...  Ich halte es nicht mehr aus. Ich will wieder Sonne sehen, fühlen...  Ich will wieder Fußball spielen! Mag diese Welt erdacht sein oder nicht, Ich möchte weiter leben, ich WILL geheilt werden!!"
Er sah Kenji fragend an.
Dieser senkt den Kopf und lächelt "Das Takuto, das liegt nur bei dir. Nur du kannst dich heilen, Ich zeige dir lediglich den Weg....."

Takutos Behandlung ging während er auf der Station lag weiter, sein Zustand besserte sich sichtlich. Auch als er wieder in der Psychiatrischen Station hauste. Kenji freute sich sogar darüber, wenn Takuto von Zeit zu Zeit schlechte Laune hatte. Schließlich war es soweit das Takutos Schulter Verband abgenommen werden konnte. Während das geschah, war Kenji in das Zimmer getreten. "Nun Takuto, mach dich bereit, du wirst heute umziehen" Takuto schaut auf "Umziehen? Wohin und warum denn?" "In ein...  nun ja "normaleres" Zimmer, wir brauchen deine Zelle für die ernsteren Fälle, bekommen demnächst neue  Patienten... und du bist weit genug auszuziehen, Glückwunsch" Kenji strahlte förmlich. Sogar Takuto schien zu strahlen, auch wenn er nicht wirklich lächelte.  Tatsächlich betrat am Abend Takuto ein neues Zimmer, Bett, Schrank, Bad, ein Tisch. >Wow< denkt er sich >So was habe ich lange nicht mehr gesehen< "Nur, was soll ich mit dem Schrank? Ich habe nichts mehr" meinte er zum schräg hinter ihm
stehenden Kenji. "Deine Schwester wollte heute nachmittag ein paar alte Sachen von dir vorbeibringen, du stehst auch noch unter Aufsicht, vergiss das nicht" Takuto bekam außerdem einige Pillen, die gegen die Anfälle helfen sollten. Ob es klappt... würde sich zeigen.  Die nächsten Tage wurden ruhig.
Takuto wurde abgespeist, wenn er fragte, wo Kenji denn bliebe, oder einfach Ignoriert.
Schließlich stand Kenji wieder im Zimmer.
"Da bist du ja wieder, wo warst du?" fragt Takuto der sich etwas komisch dabei vorkam, einen Arzt mit du an zu reden ^^

"Ich habe die Polizei verständigt und Hirose Nanjo verklagt" berichtet Kenji
"Hirose Nanjo?"
"Ja, er hat den Killer auf dich angesetzt, nehme ich an. Dieser ist übrigens bekannt als Sunyet Usuwake, Lee, Young, Sing, er hat viele Namen... weißt du wirklich nicht, was er von dir will?"
"Nein... nicht im geringsten"

Es waren 5 Monate vergangen.
Trotz angagierter Ermittlungen und der Aussagen der zwei Ärzte und Pfleger, konnte Hirose Nanjo nichts nachgewiesen werden, Sunyet ist immer noch auf freiem Fuß, wahrscheinlich hat er Japan verlassen.
Serika besuchte Takuto regelmäßig.
Da nun die Spenden des Nanjo Konzerns ausblieben, ging dem Krankenhaus langsam das Geld aus, wovon die Patienten und Assistenzärzte natürlich nichts wussten.

Izumis Zustand hatte sich erheblich gebessert, die Medikamente schlugen an, in den letzten 5 Monaten hatte er weniger als 20 Anfälle.
Der Grund, warum er heute wie von der Hornisse gestochen im Zimmer auf und ab ging ist, dass er raus darf.
Sein erster Ausgang stand bevor, es geht anfangs erst mal durch einen Park neben dem Krankenhaus, Pfleger und Kenji würden ihn begleiten.

Die Tür öffnete sich, Kenji kam herein "Bist du soweit?" "Noch nicht ganz..." antwortete Takuto, er trägt eine Short, ein Hemd, Turnschuhe- wie früher beim Fußball, da es aber nicht so warm war, zog er noch eine Jacke drüber.

Zwei Pfleger begleiteten sie durch die blassgrünen Flure nach draußen.
Die Sonne schien, der Himmel war blau mit kleinen Schäfchenwolken und eine leichte Brise bewog die Bäume.
Takuto ließ sie sich ins Gesicht scheinen "Sonne, endlich wieder Sonne..." er lächelte tatsächlich.
Sie begannen sich in den Park zu bewegen, die Bäume blühen gerade und Takuto blühte mit ihnen auf.
Er war so glücklich, dass er die freie Luft atmen kann, Kenji tat es fast Leid das der Ausgang nur 30 Minuten dauerte.

Auf einer Allee im Park kommt ihnen eine junge Frau entgegen, circa 25, blond, stark geschminkt, als sie Takuto sah, starrte sie ihn geradezu an und läuft auf die Gruppe zu "Sind Sie nicht Takuto Izumi, der so häufig in der Zeitung stand?" Fragt sie ziemlich frech, doch die Pfleger vertrieben sie, Kontakt ist nicht gestattet ^^.

Takuto fand das eigentlich schade, hatte aber keine Wahl.
Nach weiteren 15 Minuten war der Ausgang beendet und sie mussten wieder zurück ins Krankenhaus.

Die Frau allerdings war immer noch im Park, sie lächelte und suchte sich eine Telefonzelle, in die sie einen Haufen Geld schmeißt.
"Vermittlung? Ja! , Könnten sie mich unter folgender Nummer mit den USA verbinden? Herzlichsten Dank"
Sie wartete einige Zeit, schmiss Geld nach und zündete sich eine Zigarette an.
"Agentin Bravo-Capri hier" sie amüsiert sich über den Namen "Endlich melden sie sich! Was ich will? glauben sie ich gebe so viel Geld aus Jux aus?  Ich aber eine äußerst heiße Info für den Herrn des Hauses, jaaaa, bitte stellen sie mich durch aber trödeln sie nicht so lange."
Sie verrauchte fast die gesamte Zigarette.
"Ah Mr. K. Ja die bin ich und ja die hab ich. Es geht um Takuto Izumi. Schreien sie nicht so! Sie haben richtig gehört. Ich weiß wo er ist..... was bekomme ich dafür, wenn ich es ihnen erzähle? Ja? Sehr gut! - Pff, mir doch egal ob sie anreisen, Hauptsache ich bekomme das Geld. Also, er ist....."
Als sie auflegt lächelte sie "Detektiv spielen ist so schön" murmelte sie.
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Ein Tag später in einem Flieger Richtung Japan:
Leise klang die Musik eines längst vergessenen Sängers in den Kopfhörern eines Discman.
Der Mann der sie trägt saß zusammengekauert in dem Sessel und starrte durch das Fenster in die leere dort draußen hinaus.
Seine Augen waren mit einer dunkelblau getönten Sonnenbrille bedeckt.
"Noch einen Tee, Sir?" fragt die Stewardess, doch der Mann wank ab, er war mit seinen Gedanken beschäftigt >Izumi..... du lebst also doch noch... <

2 Stunden später am Flughafen. Ein junger Mann mit blond gefärbten Haaren schritt aufgebracht die Halle entlang, die Wut stand ihm ins Gesicht geschrieben. Der Mann im Flugzeug setzte die Kopfhörer ab, er schob sich durch die drängelnde Menschenmenge die das Flugzeug verlassen wollte. Er ließ seinen Blick über die Menge schweifen, als ihm plötzlich ein äußerst ärgerliches Gesicht in die Augen starrte. Er grinste nur hämisch "Oh, Hallo Katsumi" Shibuya war ziemlich sauer und zog ihn mit sich "Hallo Katsumi? Ist das alles? Weißt du eigentlich wie viel Geld es gekostet hat dich in die USA zu schiffen? Und dann kommst du mal eben rüber geflogen und bringst dich in Gefahr, sag mal spinnst du?" "Reg dich ab... ich musste kommen, jetzt wo ich endlich weiß wo er ist"  Katsumi sah ihn schief an "Woher weißt du das eigentlich?" "Ich habe...  'Detektive' angagiert" Sie verließen schnellen Weges den Flughafen   ---

In einem Büro irgendwo in der Stadt:  Katsumi saß angespannt an einem schlichten Bürotisch und biss sich bald in die Faust vor Wut. "Also, GUT, abbringen kann ich dich davon ja sowieso nicht, aber sag mir bitte wie du das ganze anstellen willst?" Koji lächelte "Etwas gaaanz schwieriges: ich werde hingehen" Katsumi sah auf "Spinnst du jetzt total?"  Er starrte Koji an und ließ dann den Kopf hängen:
"Warum frage ich eigentlich? ...." "Ich weiß, das es nicht einfach wird" meinte Koji "Nicht einfach? Das ist reichlich untertrieben, nicht? Was es gekostet hat dir eine neue Identität zu kaufen! Und du schmeißt es einfach über den Haufen" Koji sah Katsumi eiskalt an "Katsumi, wir dachten jahrelang Izumi wäre tot. Wenn er das selbe von mir dachte............ ich war ihm nicht so lästig wie er immer tat, gerade in den letzten Monaten hat er mir das gezeigt...." Er schien fast bedrückt "Und jetzt kann ich ihn da endlich rausholen! Ich kann ihn wiedersehen Katsumi, verstehst du das denn überhaupt nicht?!" Shibuya schüttelte den Kopf "Du warst mir jeher ein Rätsel, mach was du willst, ich weiß ja das ich es mal wieder ausbaden darf... " Koji stand auf und bewegte sich auf die Tür zu, drehte sich noch einmal kurz um "Ich danke dir Katsumi" dann ging er hinaus. Katsumi schlug mit der Faust auf den Tisch >Wenn du nur gesehen hättest wie du mich angesehen hast... genau wie damals!<
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Kenji war mit Takutos Verhalten sehr zufrieden und es folgte ein zweiter Ausgang. Und ein dritter, und der vierter, dieser hier.  Sie gingen wieder durch den Park, Takuto lebte langsam auf, er las Fußball-Magazine und Zeitung, war also voll im Bilde was seine Interessen anging. Während des Ausgangs unterhielt er sich mit Kenji und einem Pfleger über die aktuellen Spiele und Mannschaften. Dann blieb er abprubt stehen "Habt ihr das gehört?" Pfleger: "Was?" Takuto: "Da hat was geraschelt" Kenji: "Takuto wir sind in einem Park, da raschelt es häufig" Takuto: "Hm... war aber seltsam...  hast ja recht" Sie gingen weiter.  In einem Busch bewegte sich tatsächlich etwas, doch das konnten sie nicht sehen. Ein junger Mann (19-21 Jahre) schlich durch das Gestrüpp. Er hatte ein Walter- Präzisions- Gewehr unter den Arm geklemmt und versuchte sich so lautlos wie möglich zu bewegen, leider waren die Büsche nicht wirklich begehbar ^^. Takuto und Co. ließen sich an einer Bank nieder und sprachen gerade
über Koizumi, einen vielversprechender Nachwuchsspieler.  Der junge Mann legte genau auf Takuto an, er hatte Takuto genaustens im Visier. Doch er merkte nicht wie eine Wespe seinen Nacken hinaufstieg. Er wollte gerade abdrücken, die Muskeln wurden schon in Bewegung gebracht, als die Wespe zustach. Durch den plötzlichen Schmerz verzog er das Gewehr und der Schuss löste sich. Die Kugel ging knapp an Takutos Nase vorbei und schlug in einen Baum. Kenji und der Pfleger duckten sich sofort und zogen Takuto mit sich. Der Mann stürzte sich aus dem Gebüsch und wollte noch mal schießen, doch dann gab es einen Knall und die Waffe wurde ihm wiederum aus der Hand geschossen. "Stehen bleiben! Polizei sie festgenommen" erschallt eine junge Frauenstimme und neben dem Killer taucht ein weiterer, männlicher Polizist mit roten Haaren auf.. Der Killer schmiss sich gegen die Frau die in dem Moment schießt und den Killer ins Bein trifft.  Kurz darauf ist der Mann überwältigt. Takuto ist ganz perplex "WAS
geht hier eigentlich vor?" Kenji wendet sich an Takuto "Ich habe dich unter Polizeischutz stellen lassen, da ich mir sicher war das Nanjo es noch einmal versucht. Verzeih mir, dass ich es dir nicht sagte aber das war wichtig" Takuto schüttelt nur den Kopf. Danach kehrten sie in das Krankenhaus zurück.  -----

Traumsequenz:  Takuto? Ja? Hast du das gehört? Was? Das eben Nein. . . . Da war ein Knall! - Was ist mit seiner Hüfte? . . . Ich wünsche dir Glück danke Ich liebe dich Hm >Ich weiß< . . . Du wirst ein Jahr nicht spielen können oder? Ja tut mir leid lüg nicht. Vielleicht. Ich liebe dich Izumi Hm >Ich dich auch< . . . Zur Seite! Zu spät! Ruft einen Krankenwagen! . . . Wie steht es um ihn? Seine Schädeldecke ist fast vollständig zersplittert Doktor?! Ein Notfall! . . . Es tut mir leid. >Koji... < bleiben sie doch hier sie können doch nicht! Haltet ihn! Serika Lauf ihm nach! Takuto?! Was ist passiert? Ich helfe dir auf! Takuto? Wer bist du? Takuto!!! --  Takuto Izumi schreckte aus dem Schlaf auf "Ich WEIß ES!" Völlig entkräftet von dem Traum sinkt er zurück in die Federn und mitten hinein in die nächste REM-Phase.    "Guten Morgen" Takuto blinzelte mit den Augen "Huh?" "Ich sagte Guten Morgen Takuto" "Ah... Yosuke..." "Das ist das erste mal das du mich nicht 'Doc' nennst" "Was dagegen?"
"Nein." "Gute Nachrichten für dich" meint Kenji, er zog die Vorhänge auf, so das der Sonnenschein Takuto ins Gesicht schien, dieser richtet sich auf. "Welche denn?" "Hirose Nanjo wurde Festgenommen" "WAS?!" <Endlich... > "Ja, der Attentäter den er angeheuert hat, hat gesungen" "Aha." <Er hat es verdient... > "Du scheinst nicht sonderlich begeistert zu sein" "Hm?" Takuto sah auf "Doch, doch... es ist nur... Ich hatte diese Nacht wieder einen Traum... anders als bisher... es... war eine Erinnerung!" Meinte er. "Eine Erinnerung?" Fragte Kenji "An was?" "Das Attentat" "War doch erst vor kurzem" Takuto schüttelte den Kopf "Nein, nicht auf mich. Das an Koji Nanjo" Kenji schreckte zurück "Oh...  Und... wie geht es dir?" "ich weiß nicht" Antwortete Takuto "Ich habe mit Koji abgeschlossen..." "Also`? Was ist los?" "Ich... " Takuto kramte in seinem Gedächtnis "Es war am Krankenhaus, der Arzt hatte mir gerade gesagt das..... Koji gestorben war. Ich war fertig und rannte nach draußen, mitten
hinein in Hirose Nanjo und einen Mann der mit ihm sprach. Ich erkannte das es der selbe Mann war, der Koji überfahren hatte, mit Absicht! Hirose verpasste mir einen Schlag auf den Kopf 'Ein Wort, und du wirst nicht überleben!' sagte er, dann wurde die Welt für mich schwarz. Die Nächste Erinnerung die ich habe ist an Katsumi Shibuya, ein Freund von mir, er wollte mich in die Psychiatrie bringen, weil ich ihn darum bat" endete Takuto, nachdenklich.  Kenji sagte eine Weile lang nichts, er musste das erst mal verarbeiten. >Warum sollte Nanjo so etwas sagen? Das Ist nicht seine Art das wäre viel zu unvorsichtig aber... < "Takuto, ein Katsumi Shibuya hat dich nie hergebracht, es war eine gewisse...  Kurauchi, deine Cousine" Takuto runzelte die Stirn "Ich HABE gar keine Cousine!" "Mir wird da einiges klar..." meint Kenji "Takuto, du wirst wahrscheinlich vor Gericht aussagen müssen...  bei diesen Informationen wäre es vorhersehbar gewesen, dass Nanjo dafür sorgen würde, dass dir etwas
zustößt... "   _______

Einige Zeit später in einem Gerichtssaal.

Der Raum war vollbesetzt, der Attentäter dem Versuchtem Mord lange schuldig gesprochen.

Heute saß Hirose Nanjo auf der Anklagebank.
"Anstiftung zum Mord in bis zu 3 fällen"
Der Richter war Hijiro Konsaka, er hatte einen guten Ruf, allerdings nicht für die Angeklagten...
Die Chancen standen also gut.
Yosuke Kenji und Takuto Izumi saßen zusammen mit einigen andern auf der Zeugenbank.
Der Großteil der Verhandlung war gelaufen.
Die Zuschauer waren gebannt vor Spannung, wie würde der Richter entscheiden?
Nanjo hatte fast perfekte Alibis, doch es gab Zeugen und die Attentäter, doch nur die Aussage Izumis wurde ihm wirklich gefährlich.
Der Staatsanwalt hatte nachgeforscht, doch es existierten keine Bänder, keine Aufnahmen von dem Tag, nichts was irgendetwas beweisen könnte, nur Takutos Aussage.

Hirose musste noch keine Handschellen tragen.
Ein Fakt, der Kenji ganz und gar nicht gefiel, dieser Mann, so denkt er, ist zu allem Fähig und seine eiskalten Augen blitzen.
>Er hat doch was vor!< denkt sich Kenji >Bitte Gott lass das gut gehen... Er muss schuldig gesprochen werden!<

Dann ging die Tür auf und die Geschworenen traten wieder in den Raum, sie gaben dem Richter ihren Stimmzettel ab, nun lag es an Konsaka das Urteil zu fällen.
Die Sekunden die in der Zeit vergehen scheinen für Kenji und Takuto zu Stunden zu zerfließen.

Hijiro Konsaka erhob sich "Ich werde nun das Urteil verlesen: Das Gericht befindet Hirose Nanjo für schuldig im Sinne der Anklage, es wird eine Freiheitsstrafe für 20 Jahre verhängt sowie die Zahlung von Schmerzensgeld in der Höhe von 200.000 Yen" (Das sind 30.000 DM oder 15.000¤)

Hiroses Rechtsanwalt flüsterte ihm zu :"Keine Sorge, wir gehen in Berufung und holen Sie bestimmt da raus!"
"Sie können mich nicht einsperren...  das ist unmöglich..." flüsterte Hirose mehr zu sich selbst.
Der Richter klopfte mit dem Hammer auf seine Holzscheibe "Die Sitzung ist geschlossen, führen sie den Häftling ab!"

Die Gerichtsdiener wollten Hirose ergreifen doch dieser dreht durch "Sie KÖNNEN mich nicht einsperren! Nicht so lange er noch lebt!"
Hirose zog eine Waffe und richtet sie auf Takuto. In seinen verengten Augen erkennt man den Wahnsinn.
Takuto: >Scheiße wo hat der eine Waffe her?!<
Hirose: "Du stirbst jetzt!"
"NEIN!" Ging ein Ruf durch den Saal.
Ein junger Mann mit langen, blonden Haaren, mit Sonnenbrille und Mantel stürzt sich auf Hirose als er abdrückt, so das er fehlt. "Du Mistkerl wirst ihm nie wieder Weh tun!"
Hiroses Augen blickten kalt und er lächelte auf eine irre Art als er von den Polizeibeamten ergriffen wird:
"Du glaubst wirklich, du könntest gewinnen, he Koji? Das wirst du nicht *haha* Das wirst du niemals! ICH gewinne, ich bin der bessere von uns beiden ICH werde IMMER gewinnen!"

"FÜHREN SIE DEN MANN ENDLICH AB!" Schrie Konsaka, und somit wandert Hirose fürs erste ins Gefängnis.
Mit Hilfe der Polizei kehrte langsam Ruhe in den Saal ein, der sich Zusehens leerte.

Takuto stand nun wie versteinert da und richtet seinen Blick starr auf den jungen Mann der ihm so eben das Leben rettete.
Kenji traute sich nicht auch nur ein Wort zu sagen.
War dieser Mann Koji Nanjo? Wie konnte das sein und wie würde Takuto darauf reagieren? Er machte sich Sorgen als Takuto das Wort ergriff.
"K.... Koji?"
Er drehte sich langsam um und zog die Sonnenbrille ab "Ja, ich bin zurück, Izumi"
Takuto wusste nicht was ihm geschah als ihn der Schwindel ergriff "Das... das... das kann nicht sein... kann nicht sein..."
Dann ging für ihn das Licht aus und er bricht zusammen, Kenji konnte ihn so eben auffallen.
Koji stürzt sofort zu ihm "Was ist mit Takuto?" Er blickte Kenji besorgt an "Das war alles zuviel für ihn...."

36 Stunden später
Ort: Izumis Zimmer
Anwesend: Takuto und Kenji,
Thema: Treffen mit Koji,
Aktuell: Nervosität

Takuto lief wie wild im Zimmer hin und her.
Alle paar Sekunden wechselte seine Stimmung von Verzweiflung auf Wahnsinn zu Wut und Tobsucht.
Kenji sah etwas hypnotisiert hin und her, je nach dem wo Takuto gerade stand und jammerte, momentan war er scheinbar wütend.
"Ich...  Ich... ICH FASSE DAS NICHT!" Brüllte er "Was hat er sich dabei gedacht? Hat er sich dabei überhaupt etwas gedacht?!"
Kenji erwachte aus seiner Trance als Takuto vor ihm steht und scheinbar eine Antwort erwartet.
"HM? HÖ? Wie was? Werd doch bitte deutlicher"
"WIE SOLL ICH DENN NOCH DEUTLICHER WERDEN?!"
"Kannst du mir mal sagen warum du dich so aufregst? Ich würde mich wenigstens ein bisschen freuen!"
Meinte Kenji, all sein Selbstbewusstsein herauskehrend. So ein wütender Takuto Izumi war schon ziemlich furchteinflößend...
Stimmungsumschwung.
Takuto schnappte sich einen Stuhl, drehte ihn verkehrt rum und setzte sich vor Kenji hin, er sah ihm in die Augen.
Kenji war verwirrt "Was?!"
"Ich... ich freu mich ja auch aber... versteh doch was ich durchmachen musste! Ich dachte all die Jahre er wäre Tod! Aber er lebt und hält es nicht einmal für nötig mich besuchen zu kommen und jetzt taucht er plötzlich auf, grinst und meint alles wäre in Ordnung das geht doch nicht!"
Kenji konnte gar nicht nachvollziehen, wie Takuto es schafft so schnell zu sprechen ohne sich zu verhaspeln.
"Ist ja schon gut. Ich hab so was zwar noch nie erlebt aber ich kann mir vorstellen, dass es nicht angenehm ist. Ich schlage vor, dass du dir erst einmal anhörst, warum er nicht zu dir gekommen ist, damit du nicht an die Decke gehst ohne zu wissen was eigentlich los war."
Kenji polt mit seiner freundlichen Ruhe gegen und Takuto beruhigte sich langsam.
"Also, gut hast ja recht..." er wandt sich zum Schrank "Was ziehe ich nur an?"
Kenji schmunzelte "Ich komme dann in einer Viertelstunde wieder und hol dich ab, bis gleich..."
---

Eine Viertelstunde Später...
Tatort: Leerer Aufenthaltsraum
Täter: Kenji und Katsumi
Opfer: Eine arme Krankenschwester und die Schönlinge des Hauses.

Während Katsumi mit einer jungen Krankenschwester flirtete hatte Kenji die ehrenvolle und leicht lebensgefährliche Aufgabe die beiden Realitätslosen zusammen zu führen.
Takuto stand etwas unsicher vor der Tür des Raumes in dem Koji auf ihn wartete.
Er versuchte es sich nicht anmerken zu lassen, aber für Kenji war es offensichtlich so wie Takuto an seiner US-Airforce Hose und dem Fußballtrikot rumzupfte.
Er lächelte "Takuto... gaaanz tief durchatmen, du bist ein rechtwinkliges, sphärisches Zweieck, ein eckiger Kreis, ein rundes Tetraeder..."
Takuto schaute Kenji entgeistert an "Geht's dir nicht gut? Lass uns reingehen... "
Kenji öffnete die Tür und schob Takuto rein.
Dieser sah einen freudig wartenden Koji, die langen Haare in einen Zopf gebunden, er trug seine üblichen bunten Seidenhemden und dunkle Jeans, in seinen Armen lag ein.... ROSENSTRAUS?!
Takuto wurde leicht bleich "Ein Straus Rosen?!" *gulp* "Ich bin doch kein Mädchen!"

Koji lachte warm "Eine zu freundliche Begrüßung... Izumi..." er ging auf Izumi zu "Ich habe dich vermisst..." flüsterte er leise.
Takuto sah ihn kalt an "Spar dir das!"
Koji war ein wenig geschockt.
Kenji spielte Feuerwehrmann "Ehm... Jungs... setzt euch doch erst mal" Er zeigte auf die Sitzmöbel "Ich lass euch dann allein und... und BITTE, geht euch nicht an die Kehle... die Möbel waren teuer"

Takuto und Koji setzten sich an einen Glastisch gegenüber.
Der Raum war dunkel gehalten und nur an den Wänden leuchteten einige Wandlichter.
Die Garnitur war ebenfalls dunkelblau.
Koji legte die Rosen auf den Tisch.
Die beiden blickten sich an, sagten aber nichts.

Draußen saßen Katsumi, der bei der Schwester nicht hatte landen können, und Kenji auf der grünen Wartegarnitur.
Sie blickten sich an.
Katsumi ergriff das Wort "Ich mache mir Sorgen, Mr. Kenji... was wird mit Takuto?"
Kenji sah Katsumi fragend an "Was soll mit ihm werden? Ich weiß es nicht... das muss er selbst entscheiden, ich hoffe er hört sich an was Mr. Nanjo ihm zu sagen hat"
"Hm..." Nickte Katsumi und lässt den Kopf hängen.

Drinnen schwiegen sich Koji und Takuto immer noch an, schon seit 15 Minuten.

Koji ließ schließlich den Kopf hängen "Du bist sauer, Izumi..."
"ACH? Sag bloß..."
"Ja! Es tut mir leid"
"Was tut dir Leid? Das du mich hast denken lassen, du wärst tot? Das ich wegen dir fast meinen Verstand verloren habe? Zwei Jahre lang mit Drogen vollgepumpt wurde und man versucht hat mich zu Töten? DREI MAL?!"
Takuto konnte vor Wut nicht sitzen bleiben und stand auf.
Koji sah Takuto traurig an "Es ist nicht so wie du denkst...."
"Ach nein? Warum nicht?"
"Izumi... Ich liebe dich..."
"Davon habe ich in den letzten 3 Jahren herzlich wenig gemerkt!"
"So lass mich doch erklären..."
"Also, gut" unterbrach ihn Takuto und setzte sich angespannt "Erklär es mir! Komm schon! Spuck's aus, lass mich hören warum ich all die Jahre leiden durfte!"
Man konnte meinen, dass sich in Takutos Augen langsam Tränen sammelten, aber er unterdrückte das.
Dafür begann Koji zu weinen "Glaubst du.... Glaubst du denn du bist der einzige von uns beiden der gelitten hat?!  Es ist alles schiefgelaufen..."
"WAS ist schiefgelaufen Koji?" forderte Takuto ihn auf weiterzureden.
"Es war alles geplant...  Katsumi und ich hatten einen Plan. Hirose war gefährlich, er war hinter mir her und dadurch hatte er auch DICH im Visier. Wir sollten gemeinsam in die USA flüchten. Der Mann den du treffen solltest war ein Kontaktmann, er sah mir absichtlich ähnlich damit Beobachter keinen Verdacht schöpften.  So starb der Kontaktmann im Krankenhaus und nicht Ich. Katsumi sah in welch schlechter Verfassung du warst. Du solltest in einem Fake- Krankenwagen zum Flughafen gebracht werden. Aber etwas ging schief, jemand bestellte einen richtigen Wagen und entführte dich. Du warst unauffindbar, aber durch die Verfolgung MUSSTE Ich fliehen. Ich habe dich seit diesem Tag überall gesucht. Und jetzt habe ich dich endlich wieder vor mir" *strahl*
Takuto verzog keinen Muskel und sah Koji kalt an "Ein nettes Märchen, aber meinst du nicht das wir beide etwas zu alt dafür sind?"
"Aber..." hauchte Koji "Es ist die Wahrheit"
"Aber sicher.." antwortet Izumi kühl.
Koji liefen wieder Tränen über die Wange "Warum glaubst du mir nicht? Wie soll ich es dir denn zeigen?`"
"Ich denke da gibt es keinen Weg..."
Koji sah Izumi in die Augen und steht auf "Wirklich nicht?.."
Takutos Augen weiten sich, doch ehe er flüchten kann befindet er sich in Kojis Armen, welcher seine Lippen auf die von Izumi presst.
Takuto spürte wie seine Knie weich wurden und riss sich schließlich los.
"Ich würde dir wirklich gerne glauben, Koji... aber ich KANN nicht..."
Daraufhin stürmte er aus dem Raum.
Koji blieb zurück und knallte mit dem Kopf auf den Tisch >Idiot... <

Katsumi und Kenji sahen wie Izumi an ihnen vorbeipreschte Richtung Zimmer.
Sie schauen sich an "Sie Koji, Ich Izumi, ok?"
"Klar, MR. Shibuya."
seufzte Kenji und ging in den Raum >Jetzt muss ich schon Beziehungsberater spielen... <
Katsumi ging in der Zeit Izumi hinterher.
Er klopfte an trat aber ein, ohne eine Antwort abzuwarten die wohl eh 'Nein' gewesen wäre.
Izumi lag auf dem Bett ausgestreckt, den Kopf in das Bett vergraben >Was mach ich nur? All die Jahre... <
Katsumi setzte sich zu Takuto.
"Hey..."
"WAS?!" Schnauzte dieser ihn an.
Katsumi fuhr etwas entsetzt zurück "Ich weiß nicht was Koji dir erzählt hat, aber ich denke es stimmt. Es ist alles etwas verrückt.. aber im Hang zur Realitätslosigkeit tut ihr beiden euch nichts"
"Wie meinst du das?"
"Du kennst meine Einstellung. Anfangs dachte ich, das ihr aneinander zerbrechen würdet, aber das glaube Ich nun nicht mehr. Ihr habt den Faden zur realen Welt verloren. Die einzigen die euch da raus helfen können seid IHR SELBST. Denk darüber nach, Takuto, egal wie du dich entscheidest ich bin und bleibe den Freund, klar?"
"Klar..."
Katsumi ging und schloss die Tür hinter sich.

Etwa eine Stunde später klopfte es an Takutos Tür.
"Wer da?"
"Ich bin's... Koji" Er hatte etwa eine Stunde mit sich gerungen ihm hinterher zulaufen, wo drin er ja schon Übung hatte, aber auch den richtigen Weg zu finden...
"Was willst du?"
"In dein Zimmer?"
"Komm schon rein..."
Koji trat durch die Tür, Takuto saß an der Fensterbank.
Er hatte sich kaum verändert seit dem Schicksalstag vor 2 einhalb Jahren.
Er geht zu ihm. "Es Tut mir Leid"
"Was?"
"Es tut mir leid das ich...  dir immer noch nur Kummer bereite... Ich hatte dir versprochen stark zu werden aber... Ich hab nur noch mehr Mist gebaut. Es tut mir leid!"

Takuto sah aus dem Fenster und sagte eine Weile nichts.
Dann wendet er seinen Kopf zu Koji, in seinen Augen war nicht zu lesen was er sich dachte.
Koji schaute ihn an und das Fragezeichen ist ihm quasi ins Gesicht geschrieben.
Takuto legte den Kopf schief und fiel Koji plötzlich um den Hals "Ach Koji..."
Dieser war dementsprechend überrascht und seine Augen weiteten sich "Aber... Izumi..." er schloss ihn in die Arme.
Das hätte er nun wirklich nicht erwartet, es war doch gar nicht Izumis Art...  aber es gefiel ihm.

Ein Dreiviertel Jahr später.
Tatort: Eine Wohnung mitten in Tokyo
Täter: Takuto Izumi und Koji Nanjo
Opfer: Ein Armer Brief und die letzten intakten Federn des Himmelbettes

Izumi war vor einigen Monaten als Geheilt entlassen worden.
Dadurch das Hirose im Gefängnis saß kehrte Koji nach Japan zurück, mit einer neuen Identität, Papieren, etc.
Sie hatten vor 4 Wochen die neue Wohnung zusammen bezogen, nachdem Izumi Koji endlich verziehen hatte.
Nun wollte sich Takuto endlich wieder dem Fußball widmen, ehe seine Zeit ablief.
Koji kümmerte sich soweit es ging um den Haushalt, er hatte ja schon vor einigen Jahren das Kochen erlernt :D

Es war 18 Uhr und Takuto kam nach Hause.
Er öffnete die Tür, es roch nach Essen, aber er sah niemanden.
>Nanu? Keiner hier`?<
Plötzlich tauchte Koji hinter ihm auf und krallte sich ihn zu einem langen Kuss "MMMphhfff!"
(Böser Überfall von hinten)
"Hallo Izumi" säuselte Koji, um kurz darauf an der Wand zu landen >Er hat sich wirklich nicht verändert... <
Izumi beachtete das nicht weiter und wedelte mit einem Papierstück vor Kojis Nase rum.
"Rate von wem dieser Brief ist"
"Vom Weihnachtsmann?"
"Vergiss es..." -_-
Er ging in die Küche und warf seine Jacke über eine Stuhllehne
"Heeeey" meinte Koji der ihm doch gerade so nahe war und schwebte hinterher.
"Von wem ist er denn?"
"Von Yosuke Kenji"
"Wer ist das?"
-_-° "Mein Arzt"
"Achso... wie interessant"
Er schlich sich wieder an Takuto ran, der doch gerade anfangen wollte zu essen "Keinen Meter weiter oder..."
Koji schreckte zurück, setzt sich und beide begannen zu Essen, das Essen ist schweigsam und Takuto las dabei den Brief.
Als beide Fertig waren fragte Koji "Was steht denn drin?"
"Er wurde zum Stationsarzt befördert. Außerdem soll er uns von Katsumi grüßen."
"Das freut mich für ihn" wieder war Koji im Anflug und schnappte sich Takuto nun endlich.
Dieser seufzte resignierend und lies sich von Koji ins Schlafzimmer schleppen.
Irgendwie mochte er ja auch, was Koji da mit ihm machte, er hatte es sich all die Jahre nicht eingestehen wollen, aber er hatte das in der Zeit im Krankenhaus tatsächlich vermisst.
Er würde der Wahrheit ins Auge sehen müssen. Jetzt.
Ehe noch einmal etwas zwischen sie kam.
--
Mitternacht
Tatort: Ein total zerstörtes Himmelbett
Täter: Koji Nanjo
Opfer: Takuto Izumi und ein ehemals intaktes Himmelbett

Koji hält Izumi fest umschlungen und lächelt wohlig.
"Koji?"
"Ja?"
"Es gibt da etwas das ich dir sagen muss.."
"Was? Jetzt?"
"Ja, jetzt. Bevor ich nie wieder dazu komme, es dir zu sagen"
Koji s Herz begann zu rasen.
Was meinte Izumi wohl? Plötzlich saß er kerzengerade im Bett.
"Koji ich..."  Izumi zögerte etwas "Ich..... Ich liebe dich!"
Koji war wie erstart.
SEIN Izumi sagte so was zu ihm?
Fast unfassbar... aber wunderbar.
"Ich... dich auch Izumi"
Takuto zog Koji zu sich runter, zu einem innigen, leidenschaftlichen Kuss, der lange dauern sollte. Wie ihr Zusammenleben...

ENDE
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