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Und ewig lockt der Mann in Schwarz

von Neela
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Access Time Chiaki Nagoya Fynn Fish Marron Kusakabe Noyn Claude
10.04.2004
10.04.2004
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Vor der Tür sitzend und frierend saß Marron da und dachte über Miyako nach. So sehr vertieft in Gedanken bekam sie gar nicht mit, dass Chiaki sie schon bestimmt dreimal gerufen hatte.
<Chiaki!>
<Marron wie lange sitzt du denn schon hier?>
<Seit ich gegangen bin. Kurz nachdem du wieder duschen warst.>
<Aber ich habe doch schon was gegessen in der Zeit.>
<Tja>
<Wartest du immer noch auf den Mann vom Schlüsseldienst, oder was?>
<Ja>
<Na dann komm doch rein und warte bei mir.>
<Na gut aber nur wenn ich nicht störe.>
<Du doch nicht>
Chiaki grinste.
[Er ist echt lieb zu mir.]
<Na gut. Dann komm ich mit zu dir und warte solange. Stör ich denn auch wirklich nicht?>
<Nein und nun komm mit.>
Marron folgte Chiaki in sein Wohnzimmer. Sie setzte sich und wartete darauf, dass Chiaki wieder aus der Küche kommen würde, in die er eben verschwunden war. Nun hatte Chiaki ein dunkelgrünes Shirt und eine dunkelblaue Hose an.
<Marron?>
<Hm Ja?>
<Ich hab noch was Sushi. Möchtest du noch etwas haben? Du siehst aus als könntest du eine Stärkung gebrauchen.>
<Nein Danke. Ich bin nicht hungrig.>
Mit einem Lächeln antwortete sie. Chiaki wusste ganz genau, dass sie Sushi liebt. Es ist ihr Lieblingsessen, aber sie war wohl zu bedrückt, um etwas essen zu können oder wollen.
<Na gut.>
Er setzte sich neben sie aufs Sofa und legte seinen Arm um sie. Marron schaute ihm erwartungsvoll, was er sagen würde, in die Augen.
<Mach dir keine Sorgen. Wir werden mit ihr sprechen wenn sie zurück ist. Ok?>
<Ja gut>
So sassen sie dann eine ganze Weile da bis er jemanden im Treppenhaus wütend schreien hörte.
<Marron? Steh mal auf. Ich geh mal an die Tür nachsehen wer das ist.>
Doch Marron rührte sich nicht. Sie war eingeschlafen und hatte dabei ihren Kopf an seine Schulter gelehnt. Chiaki schob sie vorsichtig etwas von sich weg um sie hinzulegen, damit sie in Ruhe weiterschlafen konnte.  Als er sicher war, dass sie gut lag stand er leise auf und schlich so leise wie möglich raus aus dem Zimmer und in den Flur an die Türe und öffnete sie. Draussen sah er Miyako, die wohl grade eben wieder nach Hause gekommen war, denn sie war noch patschnass. Es hatte geregnet. Er sah gerade noch wie sie die Tür zudrückte und abschloss. Wenige Minuten später, er hatte noch überlegt, ob er noch zu ihr rüber gehen sollte und stand deshalb noch unter seinem Türrahmen, trat sie, diesmal mit trockener Kleidung, aus ihrer Wohnung in den Treppenflur. Als sie Chiaki da stehen sah, war sie zunächst geschockt, doch dann ging sie auf ihn zu und fragte ihn, ob sie kurz mit ihm reden könne.
Chiaki nickte und führte sie von seiner Tür weg, damit Marron nicht aufwachen würde, wenn sie zu laut sprachen. Also setzten sie sich auf den Boden und Miyako fing an.

<Hör mal ich habe mit Marron schon darüber gesprochen und sie wusste es, also hätte sie sich nicht so an dich ranmachen dürfen.>
[Marron...sich ranmachen? An mich?]
<Was wisst ihr denn was ich nicht weiss?>
<Naja das ich...dich...echt süss finde...und sie sich deshalb nicht an dich ranmachen durfte.>
<Was denn? Wirklich?>
<Naja, Ja>
<Und was ist mit Marron? Was hält sie von mir?>
[Also mag er mich nicht so sehr wie Marron. Er interressiert sich nur für Marron.]
<Ich weiss nicht genau aber ich glaube sie vertraut dir und sie hat dich wirklich gern.>
<Ja?>
<...Ja>
Stille. Eine Zeit lang sagte keiner von beiden irgendwas.
<Weisst du was Chiaki?>
Mit diesen Worten stand sie schnell auf. Chiaki schaute hoch und wartete darauf, was sie sagen würde.
Miyako fing an zu lächeln. Gleichzeitig stiegen ihr Tränen in die Augen, die sie versuchte zu unterdrücken.
<Ich wünsche dir viel Glück mit ihr>
Ohne noch einen Laut von sich zu geben lief sie plötzlich los in Richtung zu ihrem Apartment. Sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen, obwohl sie rannte, doch Chiaki hatte ihre Tränen gesehen.
Mit einem dankenden Lächeln auf den Lippen ging er langsam wieder in seine Wohnung.
[Danke Miyako]

[Viel Glück Chiaki. Ich hoffe du schaffst es.]

Chiaki ging in sein Apartment zurück und sah, dass Marron noch schlief. Er hob sie hoch in seine Arme und trug sie vorsichtig in sein Schlafzimmer. Am Bett blieb er kurz stehen und betrachtete sie nochmal genau.
<Du bist wirklich süss. Ich verspreche dir, Marron, ich werde dich beschützen, ich werde immer für dich da sein und dir immer helfen.>
Er gab ihr einen zarten, liebevollen Kuss auf die Nasenspitze, darauf bedacht sie nicht aufzuwecken und legte sie dann vorsichtig auf die Decke. Chiaki ging zu seinem Schrank und öffnete ihn. Er suchte etwas. Mit einer Decke in der Hand schloss er ihn wieder zu und schlich so leise wie möglich raus und in sein Wohnzimmer. Dann ging er nochmal in das Zimmer, wo Marron schlief, zurück und holte seinen Pyjama. Er vergewisserte sich, dass Marron noch immer fest schlief und zog sich dann im Halbdunkel um. Allerdings zog er sich nur schnell die Hose an, denn das Hemd wollte er sich dann draussen anziehen, damit er Marron nicht am Ende doch noch aufweckte. Das einzige Licht, was ihm half nicht völlig im Dunkeln zu stehen, kam aus dem Wohnzimmer, wo das Licht allerdings auch gedämpft war. Als er fertig war und seine Klamotten über seinen Stuhl gelegt hatte, ging er raus und schloss leise die Tür. Nur ein kleiner Spalt blieb, [falls irgendwas ist oder sie in der Nacht aufwacht.] Dann bewegte
er sich langsam zum Sofa. Auch er wurde langsam müde und wollte sich nun hinlegen, doch plötzlich fiel ihm der Mann vom Schlüsseldienst ein.
[Oje der Mann war ja noch gar nicht da und wenn er mitten in der Nacht kommt und keiner da ist der  ihn bezahlt geht er bestimmt wieder und Marrons Tür ist immer noch zu.]
Also schrieb er einen Zettel, in dem er eine kleine Entschuldigung schrieb, dass sie nicht an der Tür warteten und steckte ihn in einen Umschlag, den er an Marrons Tür befestigte. Auf den Umschlag schrieb er ''Für den Mann vom Schlüsseldienst''. Ausserdem legte er noch Geld für den Mann rein, denn der wollte ja schliesslich bezahlt werden. Als er damit fertig war, war er schon so müde, dass er sich einfach nur noch auf sein Sofa fallen liess. Sein Hemd konnte er auf die Schnelle nicht finden, dabei lag es auf dem Tisch, also legte er sich so ins Bett, wie er jetzt war. Schnell übermannte ihn der Schlaf. Er träumte von Marron.

Noch mitten in der Nacht schlich sich eine dunkle Gestalt an Marron ran. Sie musste durchs Fenster gekommen sein, denn das war zerbrochen. Man konnte nur erkennen, dass sie in etwas Schwarzes gehüllt war. Was man nicht sehen konnte war, ob dieses Etwas ein Mann oder eine Frau war. Die schwarze Figur schlich mit einer fast katzenartigen Geschmeidigkeit durch das Zimmer zum Bett und verharrte dort kurz, da Marron sich bewegt hatte. Die Gestalt schien sich umzugucken. Als sie sich vergewissert hatte, dass alles in Ordnung war, legte sie ein Kleidungsstück ab, was wie ein grosser, schwerer Umhang aussah. Die Gestalt kniete sich auf das Bett nieder, stütze sich mit den Armen ab und plazierte sich genau über Marron. Sie richtete sich auf und bewegte die Arme vorne. Man konnte nicht genau erkennen, was sie tat, doch es sah so aus als würde sie etwas aus der Hosentasche holen. Kurze Zeit später schien sie etwas in der Hand zu halten und beugte sich nun wieder runter.
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