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Die verschlumpfte Landkarte

von Stephan
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Gargamel Papa Schlumpf
08.04.2004
08.04.2004
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Es war ein schlumpfig-schöner Sonntag Vormittag im Schlumpfenland. Die Sonne erhob sich über den Wald und beschien die Schlumpfbeerfelder und den See, der silbern glänzte. Beauty hatte das Dorf verlassen, um seinen üblichen Morgenspaziergang zu schlumpfen. Er pfiff ein schlumpfiges Lied und betrachtete sich die ganze Zeit lang in seinem Spiegel.
In der Nähe war leider Gargamel, der gerade Kräuter suchte. Er hörte zufällig das Lied und entdeckte auch bald den dazu gehörenden Schlumpf. "Hurra!" freute er sich, "ein echter Schlumpf! Was für ein Sonntagsbraten!" Er überlegte nicht lange und griff zu. Beauty zappelte und boxte, aber er hatte keine Chance. Schließlich biss er Gargamel in die Hand. "AUA!" fluchte der böse Zauberer und ließ vor Schmerz den Schlumpf fallen, der sofort im Gebüsch verschwand. "Verdammter Mist!", brüllte Gargamel, "wieder nichts mit Schlumpf zum Mittag!" Sein Blick fiel zufällig auf den Boden. "Moment mal, das ist doch..." Gargamel hob das seltsame glänzende Etwas auf. In der Tat, es war Beautys Spiegel. Und schon begann Gargamel wieder zu lächeln, denn ihm war eine teuflische Idee gekommen.
Beauty war inzwischen in Schlumpfhausen angekommen und hatte natürlich längst bemerkt, dass er seinen Spiegel verloren hatte, worüber er natürlich nicht erfreut war. Im Gegenteil: Er weinte, so laut er konnte, und war durch nichts zu trösten. "Soll ich dir einen Kuchen schlumpfen?" fragte Torty. "Willst du ein Geschenk?" fragte Jokey. "Ich kann dir einen schlumpfigen Schal schlumpfen!" rief Zwirny. "Nein, nein, nein!" schluchzte Beauty, "ich will nur meinen Spiegel!" Da krächzte plötzlich etwas am Himmel. Es war Corbelius, Gargamels alter Rabe. Und er hatte einen Zettel im Schnabel. "Liebe Schlümpfe," las Papa Schlumpf vor, wobei er über sehr viele Rechtschreibfehler stolperte, "wenn Beauty seinen Spiegel wieder haben will, dann mache ich euch einen Vorschlag: Der Spiegel gegen eine Landkarte, auf der euer Dorf eingezeichnet ist! Unterzeichnet: Gargamel" - "Verschlumpft!" rief Papa Schlumpf, "wir können ihm doch nicht einfach eine Karte schlumpfen, auf der unser Dorf zu schlumpfen
ist! Obwohl... warum eigentlich nicht? Toulousy, du wirst..."
Und noch am selben Abend fand der Tausch statt: Gargamel gab Beauty den Spiegel und Papa Schlumpf gab Gargamel die Landkarte. "Haha!" lachte Gargamel, "ich habe so gut wie gewonnen! Das Schlumpfdorf ist mein!" Sofort machte er sich auf den Weg, denn er wollte so schnell wie möglich in Schlumpfhausen sein. Bald stand er auch schon vor einem großen Busch. "Ich habe es geschafft!" rief Gargamel, "hinter diesem Busch muß das Schlumpfdorf liegen! Nur ein Sprung und dann..." Gargamel sprang. Aber er landete nicht, wie er erwartet hatte, im Schlumpfdorf, sondern in einem Bach, der durch den Wald floss. Und während er da so hilflos planschte, sah er plötzlich Papa Schlumpf am Ufer sitzen. "Du hast mich betrogen!" schimpfte er, "die Karte war eine Fälschung, du blaues Ungeheuer!" - "Sicher war sie eine Fälschung!" lächelte Papa Schlumpf, "du hast doch nur gesagt, dass du eine Landkarte willst, auf der unser Dorf eingezeichnet ist. Davon, dass sie der Realität entsprechen muss, war nie die
Rede! Oder irre ich mich?" Dann verschwand Papa Schlumpf im Wald und überließ Gargamel seinem Schicksal.
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