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Frieden

von merilhin
GeschichteDrama / P6 / Gen
07.04.2004
09.04.2004
1
373
 
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Dieses Kapitel
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07.04.2004 373
 
Disclaimer: Alle Figuren, die aus dem "Herrn der Ringe" bekannt sind, sind ausnahmslos Eigentum von J.R.R. Tolkien.

Inspiration: Musik von Secret Garden, insbesondere vom Lied Appasionata.

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Frieden

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Er steht auf dem Berg. Zu spät. Rauch steigt auf am Horizont. Das kleine Dörfchen Megral besteht nur aus Trümmern.


Langsam reitet er näher. Schon riecht man das verkohlte Holz und die verbrannten Leichen. Niemand hat überlebt. Überall wo man hinsieht nur Ruinen.


Er steigt vom Pferd und führt es an den Zügeln hinter sich her. Vor einer der vielen Trümmerhaufen bleibt er stehen und schreitet in das verbrannte Haus. Früher war es ihr Haus, doch jetzt erkennt man nur noch die Grundmauern. Mit einem lauten Krachen, das die Stille durchbricht, stürzt einer der früheren Dachbalken zu Boden.
Suchend läuft er durch den Schutt.


Dort! Fußspuren! Leichte, zierliche Füße mussten das Haus nach dem Brandt betreten und wieder verlassen haben.


Mit rasendem Herzen folgte er ihnen in den Wald. Er schöpfte neue Hoffnung. "Vielleicht hat sie ja überlebt. Ja, vielleicht hat sie den Angrifft der Orks überlebt und versteckt sich jetzt hier im Wald." Er beschleunigt seinen Schritt, ohne
den Blick vom Waldboden zu heben.


An einer Lichtung bleibt er stehen. Sein Blick ruht auf einer weißen Gestalt, die dort liegt. Langsam nähert er sich ihr und kniet nieder. Wie schön sie doch war. Ihr jetzt lebloses Gesicht umrandet von braunem Haar, welches an herbstliches Kastanienlaub erinnert. Zärtlich streicht er ihr eine widerspenstige Strähne aus ihrem Gesicht.


Plötzlich schnellt ein Pfeil durch die Stille und durchbohrt seine Schulter.
Schnell zieht er seinen Bogen und trifft den angreifenden Ork genau zwischen die Augen. Im Bruchteil von Sekunden umgeben viele Leichen die Lichtung und färben den grünen Frühlingsboden schwarz.


Erschöpft kniet er wieder nieder und zieht sich den Pfeil aus seiner Schulter.
In diesem Moment erleuchtet die Sonne die Lichtung. Es scheint ihm, als ob sie wieder lebe. "Ich liebe dich", flüstert er, bevor er nach Atem ringt, ihr Kleid mit Blut benetzt und in ihren Armen tot zusammenbricht.


Die schwarzen Gestalten hatten doch gesiegt. Drei der Pfeile hatten ihr ziel nicht verfehlt.


Doch vielleicht haben zwei Liebende das wiedergefunden, was verloren schien.


"Frieden"
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