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Autor: DeepSilence
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt) für Kapitel 1:
11.10.2022 | 23:07 Uhr
Guten Abend,

Dann tauche ich mal aus der Versenkung aus. Auch wenn man das, wie eben gelernt vermeiden sollte ;).

Ich bin verwundert ein Str. Drabble von dir zu sehen. Aber ich mag es.
Du kennst mich, ein wenig nörgeln muss ich immer. Auch wenn das in diesem Fall vielleicht am Film liegt (den kenn ich nicht). Aber so ein paar Dimge zum Großen Krieg.
Kimme und Korn haben viele Feuerwaffen. Allerdings meine ich michbdaran zu erinnern, dass die Scharfschützengewere der deutschen ab 1915(?) Zeiss Optiken verbaut hatten, die dann potentiell anders hießen.

Dann aber ist das unnützes Detail das den nicht komischen Leser verwirrt.

So zusammengefasst : schönes Drabble


Und jetzt muss ich mir ein neues Nest suchen, um mich auf die Lauer zu legen.

Viele Grüße,
Ro
09.10.2022 | 14:22 Uhr
Da erwischst du mich jetzt aber heftig damit ... seit ich vergangenen Montag "Im Westen nichts Neues" im Kino sah, stecken mir diese ganz furchtbare Szenerie und diverse Schicksale (erneut) dermaßen in Geist und Knochen, und ich kann das alles weder am Tage noch in den Träumen bisher wirklich abschütteln. Insofern hast du mich mit dieser kleinen Geschichte nur einmal mehr in jene Zeit mitgenommen, nur an einen anderen Ort und vor allem aus einer Perspektive heraus, die man in "1917" weniger bemerkt ... das ist dir wieder ganz hervorragend und sehr atmosphärisch gelungen. Die gesamte Umgebung in diesem kurzen Zeitraum hier, mögen es nur wenige Minuten sein, die Stille und die Schatten der Nacht, dieser beinahe verschlafene und dabei so wichtige Moment, die Ruinenstadt, deren zerschossene Fenster nun als Schießscharten dienen ... all das legt sich sofort auf das Gemüt beim Lesen und man ist emotional komplett involviert. Und das alles geling dir in nur drei (!) Sätzen.
Dass Schofield hier wider besseren Wissens unfassbar viel wagt, sodass sein Vorhaben den Fluss zu überqueren an jener Stelle schon ziemlich lebensmüde wirkt, diesen Eindruck hast du hier gut bekräftigt.
Ich zitiere: "einen Scharfschützen sollte man schließlich nicht bemerken und wenn man es tat, dann sollte es das Letzte sein, was man in seinem Leben vollbrachte." Sehr bitter formuliert, aber wahr - aus der hier geschilderten Sicht des Deutschen. Auch die Erwähnung der Lastwagenkolonne, die der Mann beobachtet, und die sich da auf dem gegenüberliegenden Ufer durch die Nacht schiebt ... ich kann mir vorstellen, wie bedrohlich das aus der Sicht der Verteidiger (ob nun zu recht oder nicht) wirken muss. Jeder Lastwagen bedeutet Nachschub, wie du selbst hier sehr treffend feststellst.
Man wagt kaum Luft zu holen beim Lesen, um den Scharfschützen und dessen Position nicht mit einem unbedachten Geräusch zu verraten ... andererseits will man auch nicht, dass er dadurch Gelegenheit bekommt, Schofield zu erwischen und ihm tatsächlich den "letzten Gang" gehen zu lassen ... der Scharschütze selbst scheint damit nachvollziehbar nicht zu hadern - sonst wäre er auch falsch an diesem Posten. Er folgt Befehlen. Denn wie heißt es so treffend: "Ein Befehl hat diese stillen Gestalten dort drüben zu unseren Feinden gemacht. Ein Befehl könnte sie in unsere Freunde verwandeln." Fraglich, ob viele das so sahen, oder nur wenige. Der Krieg wird auch jene Zweifler irgendwann abgestumpft haben.

Hier ist dir wieder was Bewegendes gelungen.
Ich danke dir.
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