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Autor: Elenor-Rohir
Reviews 1 bis 4 (von 4 insgesamt):
29.06.2022 | 09:57 Uhr
Liebe Elenor,

diese Geschichte mal aus der Sicht der Witwe zu lesen ist ein absoluter Zugewinn.

Natürlich kennt man die Geschichte, sie wird oft zitiert, oft angeführt, manchmal sogar missbraucht, doch sie taucht immer wieder einmal auf.

Was sie uns sagen will? Nun hier möchte ich nur zitieren: Wer Ohren hat, der höre.

Der Inhalt ist das Eine, das Andere ist das wie uns die Geschichte erzählt wird. Den zweiten Punkt hast du wunderbar umgesetzt, denn man fühlt sich der Frau zugehörig. Kein Pathos, keine Rechtfertigung nur die reine Geschichte, ihre Gedanken, ihre Gefühle. Sie erzählt uns das Alles, ohne Selbstmitleid, ohne Schnickschnack. Und dennoch ist die Geschichte herzerwärmend. Man möchte sie in den Arm nehmen, ihr regelmäßig etwas zustecken - ohne ihren Stolz zu verletzen.

Danke für diese Sicht der Geschichte. Du hast hier eine wunderbare Gabe bekommen, denn du bringst das Altherkömmliche im neuen Gewand.

Wunderschön und mit großem Lob.

Liebe Grüße

Martin

Antwort von Elenor-Rohir am 14.07.2022 | 12:35 Uhr
Lieber Martin,

tatsächlich ist die Geschichte im Rahmen meines Studiums entstanden. Ich fand es interessant, mal die Perspektive der Witwe einzunehmen und zu überlegen, was sie bewegt hat, diesen Schritt zu tun. Dadurch habe ich das Gefühl bekommen, dass sie eine beeindruckende Frau gewesen sein muss.
Und ich bin begeistert davon, wie viel in dieser kurzen Bibelgeschichte steckt - freudiges Geben, der Hinweis, nicht nur auf den äußeren Schein zu schauen und vor allem bedingungsloses Vertrauen trotz oder gerade im Angesicht schwieriger Umstände.
Das habe ich versucht, in meine Nacherzählung einzuflechten. Es freut mich sehr, dass das gelungen ist. Vielleicht regt es ja dazu an, sich mal umzuschauen, ob man nicht selbst so eine "Witwe" in der Umgebung hat.

Das Schreiben dieser Geschichte hat mir viel Freude gemacht und ich möchte gerne in Zukunft mehr in dieser Richtung schreiben.
Ganz herzlichen Dank für deine lieben Worte!

Liebe Grüße
Elenor
28.06.2022 | 09:42 Uhr
Liebe Elenor,

dir ist es gelungen einen sehr traurigen Text mit viel Hoffnung zu verfassen. :-)
Sehr schön geschrieben.

Liebe Grüße
Elayne

Antwort von Elenor-Rohir am 28.06.2022 | 17:52 Uhr
Liebe Elayne,

findest du den Text so traurig? Ja, das Schicksal der Witwe ist nicht leicht. Aber sie weiß, auf wen sie in schwierigen Zeiten ihr Vertrauen setzen kann, und das ist ein großer Schatz.
Hoffnung zu vermitteln, liegt mir bei meinen Texten immer am Herzen. Schön, dass sie angekommen ist! :)

Liebe Grüße
Elenor
21.06.2022 | 20:24 Uhr
Liebe Elenor!
Ich hoffe, sie verhungert nun nicht, sie hätte selbst die Hilfe der Gemeinde gebraucht.
Die Frauen überlegen immer, was die anderen denken könnten.
Und generell sind wir Menschen viel zu schnell mit dem Urteil,
statt wie der Rabbi in Liebe hinter die Fassade zu schauen.
Liebe Grüße.
R ❀

Antwort von Elenor-Rohir am 28.06.2022 | 17:50 Uhr
Liebe R,
wie es mit der Frau weitergeht, wird nicht berichtet. Aber ich bin mir sicher, dass sie nicht verhungert ist. Sie hat sich bewusst dafür entschieden, Gott das zu geben, was sie noch hatte. Und das Opfer, das sie brachte, wurde gesehen. Solches Vertrauen bleibt nicht unvergolten.
Geht es nicht uns allen so, das wir uns fragen, was andere von uns und unserem Verhalten denken mögen? Ich denke, dass mich das manchmal behindert. Man möchte ja gut dastehen, aber eigentlich geht es darum gar nicht. Die Frau hat das schließlich erkannt. Und sie zeigt, das Vieles nicht so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Liebe Grüße
Elenor
21.06.2022 | 18:39 Uhr
Liebe Elenor,

was für ein schöner Text! Da geht mir das Herz auf. Diese Frau hat alles gegeben, was sie hatte, und damit ein Vielfaches mehr als die Reichen, die von ihrem Reichtum ein paar "Brotkrumen" abgegeben haben.
Ihren Lohn hat sie bei Gott, die anderen haben ihn schon vor den Menschen gehabt, die sie ihres "großzügigen" Opfers wegen bewundert und betuschelt haben.

Liebe Grüße
Monama

Antwort von Elenor-Rohir am 28.06.2022 | 17:46 Uhr
Liebe Monama,

vielen Dank für dein liebes Review! Der Text ist im Rahmen des Studiums in einem Seminar zum Thema Erzählen entstanden.
Ich fand es spannend, hinter diese vier Verse, die in der Bibel stehen, zu blicken und mich in die Frau und ihre Beweggründe hineinzuversetzen. Ihr Schicksal wird nicht weiter ausgeführt, sie taucht nur ganz kurz auf und ist dennoch ein Beispiel für tiefes Gottvertrauen. Das habe ich versucht, hier zum Ausdruck zu bringen.

Liebe Grüße
Elenor
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