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Autor: earlybird
Reviews 1 bis 3 (von 3 insgesamt):
30.06.2022 | 20:40 Uhr
Wow, welche Verantwortung sich da bei Martin zeigt.

Kluger Bursche, der hoffentlich irgendwann auch "belohnt" wird für soviel Energie und Fürsorge für das "fremde" Kind. Hätte ja auch sagen können: Was soll`s, ist ja nur ein Mädchen.
War ja durchaus üblich, dass Jungs in der damaligen gesellschaftlichen Hierarchie "höher" gewertet wurden. Als Erben, als potentielle Soldaten, als Arbeitskräfte.

Diese Begegnung zwischen Klara und ihrer Mutter ... ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ob da Gefühle seitens ihrer Mutter vorhanden sind?

Antwort von earlybird am 01.07.2022 | 19:38 Uhr
Hallo Loony Moon,

vielen Dank für dein erneutes Review, ich freue mich sehr darüber!

Nun ja, Martin mag Klara sehr, und auch damals gab es Männer, die sich sehr für Kinder eingesetzt haben, nur hat man damals nicht über seine Gefühle gesprochen. Eine Belohnung hat er sich bestimmt nicht vorgestellt.
Jungs waren wichtig als Hoferbe, aber die Mädchen waren genauso wichtig als Arbeitskräfte, oft genug als unbezahlte, überzählige Schwestern, Tanten, andere Verwandte.

Klara begegnet ihrer Mutter hin und wieder und beobachtet sie dann, aber weiter gibt es keine Verbindung.
09.05.2022 | 08:41 Uhr
Interessante Tragödie.
Vorallem unter dem Aspekt der Überlieferung. Letztendlich kann man sich 3-4 Generationen später eben nicht vorstellen, wie eben die Alten als junge Leute lebten, fühlten und welche Gedanken sie bewegte.

Zumal ja in der damaligen Zeit die "Wertigkeit" eines Menschen eben in seinem Nutzen für die Familie gesehen wurde. Sprich, der Hoferbe hatte einen anderen Status als eben die Schwester oder das behinderte Geschwister.

Für Isolde sehe ich das Grundproblem darin, dass sie die Geburt von Klara sozusagen als die Strafe für den Schwangerschaftsabbruch sah. Und wem sollte sie sich offenbaren? Selbst Benedikta dürfte da die falsche Vertrauensperson sein, denn letztendlich hatte sie auf Isoldes Verlangen hin deren Schwangerschaft abgebrochen.

Zugleich zeigt sich, wie wenig man letztendlich Menschen kennt. Selbst wenn es der Partner, Vater, Mutter ist ... man kennt nicht seine Gedankengänge und seine wahren Gefühle. Zumal damals sicher die schwere körperliche Arbeit im Vordergrund vor den Gefühlen stand.

Antwort von earlybird am 09.05.2022 | 10:38 Uhr
Guten Morgen Loony Moon!

Vielen Dank für dein ausführliches Review, ich freue mich sehr darüber.
Du hast mit jedem Satz völlig recht, es war früher diesbezüglich einfach alles anders, der Hoferbe war ein ganz wichtiges Kriterium, denn ohne ging es nicht, oder nur in ganz seltenen Fällen. Manchmal kam es ja auch vor, dass es nur Töchter gab und dann ein fremder Mann "genommen" werden musste.
Benedikta versucht ja, mit Isolde über die damalige Zeit zu sprechen, aber sie hat keinen Erfolg damit und ihr Schwur bindet sie. So ein Schwur war ein mächtiges Instrument, niemand nahm es auf die leichte Schulter, auch Benedikta war gebunden. Dabei hätte die junge Hebamme erheblich dazu beitragen können, Isolde ihre Schuldgefühle zu nehmen, aber ich will hier keine Vorausschau betreiben ...
Ich hoffe, dass die Geschichte dich weiterhin interessieren wird, es würde mich sehr freuen.

Liebe Grüße von earlybird
31.03.2022 | 21:38 Uhr
Interessanter Ansatz, der neugierig macht auf mehr.

Vorallem dieser Gewissenkonflikt der Hebamme ist nachvollziehbar.

Antwort von earlybird am 01.04.2022 | 11:03 Uhr
Hallo Loony Moon,

freut mich, dass du ein Review dagelassen hast. Vielen Dank dafür. Und vielleicht findest du das
nächste Kapitel ja auch interessant.
Ja, die Hebamme hat es nicht einfach, sie muss sich entscheiden.

Gruß earlybird
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