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Reviews 1 bis 5 (von 5 insgesamt):
01.08.2022 | 09:08 Uhr
Hi,
jetzt bin ich auf einem aktuellen Stand mit der Geschichte. Ich kann mich der Kritik des einen Reviews definitiv nicht anschließen. Das erste Kapitel macht definitiv Lust auf mehr. Sehr lachen musste ich, als Leonardo seinem Vater seine Existenz als Leone offenbart hat. Sowas dummes aber auch. Ich muss zugeben zunächst hatte ich auch die Vermutung, dass du einen nach den anderen einfach umbringst. Das du es nicht tust gibt der Geschichte eine überraschende Wendung und eröffnet natürlich auch einen neuen spannenden Handlungsstrang. Ich bin gespannt, ob und wie es Ezio und Leone gelingen wird den Anschlag auf Lorenzo zu verhindern. Und natürlich auch wie Claudia sich anstellen wird beim klettern üben und soweiter und sofort. Tommaso scheint wirklich ein netter Kerl zu sein und irgendwie hat er als uneheliches Kind ja schon ein ähnliches Schicksal wie Leonardo und auch bei ihm bemüht der Vater sich um eine Ausbildung.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch. Nämlich nachdem Tornabuonis Verhältniss zu Ezio fast dem eines väterlichen Freundes gleicht - auch wenn Ezio natürlich zu beschäftigt ist diese Freundschaft groß zu pflegen - wirkt es komisch, dass Tornabuoni nur einmal als an der Pest verstorben von den Templern erwähnt wird. Ich verstehe dass man bei so vielen Todesfällen, wie bei einem Pestausbruch irgendwo abstumpft. Trotzdem halte ich es für unwahrscheinlich, dass Ezio den Tod seines ehemaligen Lehrmeisters nicht zumindest mal im Gespräch mit Leonardo erwähnt. Zumal es ihm aus guten Gründen ja nicht einmal möglich war sich zu verabschieden. Es würde auch Ezios Verbindungen aus seiner Zeit davor irgendwie nochmal einen zweiten Abschluss verleihen.
Dennoch alles in allem eine gute Geschichte und ich freue mich auf neue Kapitel.

LG lex

Antwort von Severin Sesachar am 01.08.2022 | 18:24 Uhr
Huhu Lex,

deine Lesegeschwindigkeit ist wirklich bemerkenswert! Das ging aber fix. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. *schaut perplex auf die Kapitelnummer neben dem Review-Text*

Es freut mich sehr, dass du mit dem Prolog keine Mühe hattest und auch noch Spaß mit einigen Szenen. :D Mir tut Piero fast schon leid. In der Ursprungsfassung war er deutlich ekliger als in dieser Version. Da hab ich mir was eingebrockt … XD
Die Parallele zwischen Leonardo und Tommaso ist also deutlich. *freut sich erneut* Wieder handelt es sich hier um reale historische Figuren – Tommaso alias Zoroastro war lange Zeit mit Leonardo unterwegs. Sein Vater Bernardo Rucellai ist auch „echt“ (genau wie die Gerüchte, die sich um besagte Vaterschaft ranken). Ich glaube, diese drei waren in Band 2 bisher die präsentesten historischen Personen neben Lorenzo de’ Medici und Riario.

Zu deiner Kritik: berechtigt! Ich hatte den Punkt auch auf meinem Plotplan stehen und bin lange darum herumgetanzt. Da allerdings schon viel an Action aus der Ursprungsfassung gestrichen wurde und dafür viele Gespräche vorkommen, sind mir Zweifel gekommen. Hier kam der Blick des Filmdrehbuchautoren durch die Tür gestampft und hat mich angeknurrt, dass ich nicht noch mehr Längen in die Story einbauen kann, wenn ich nicht langweilen will. Ich muss mir das Endprodukt anschauen, wenn es soweit ist – abwägen, ob eine Erwähnung an einer späteren Stelle ausreicht oder ob ich tatsächlich eine Szene nachreichen muss, die nicht zu ausufernd geraten darf. Tornabuonis Sterbedatum ist denkbar unpraktisch. Ein oder zwei Jahre später wäre mir plottechnisch so viel lieber gewesen, aber … ja, nein. Danke, historische Quellen. Manchmal seid ihr auch ein Bummer und kein Grund zu fast ekstatischer Autorenfreude. :D

Ich habe es auf jeden Fall im Hinterkopf und werde mir bei der abschließenden Durcharbeitung noch mal Gedanken dazu machen. Danke dir! ^.^

Viele liebe Grüße,
Severin
27.07.2022 | 20:13 Uhr
Hallo Sesa,

da mir dieses Kapitel besonders gut gefallen hat, bin ich inspiriert mal wieder ein Review zu schreiben, obwohl ich gerade so Review-faul bin ^^

Es war schon recht interessant, zu Beginn über die Art und Weise zu lesen, wie Ezio sein Geld ausgibt. In einem Palast zu leben, wäre vermutlich auch nicht besonders Assassinen-like, daher werden einfach mal alle Immobilien der Nachbarschaft gekauft. Finde ich gut.

Der kleine Tanz von Ezio und Leo auf dem Dach war auch schön, aber das Highlight des Kapitels war definitiv die Ankunft von Francesca und Teresa. Da zauberte deine Beschreibung auf jeden Fall ein attraktives Bild in meinen Kopf und ich möchte die Formulierung ‚mit knapp geschnittenen Röcken und von einer ähnlich betroffenen Stoffarmut betroffene Dekolletés‘ loben. Stilvoll geschrieben.

Das eigentlich köstliche an der Situation war die Schnappatmung, die bei Mario ausgelöst wurde. Da hab ich hart geschmunzelt. Generell fand ich den ganzen Dialoge sehr gut, der dann folgte. Und wenn Ezio, Leo und Claudia zusammen in einer Szene sind, spürt man direkt die tolle Chemie zwischen ihnen. Wo ich auch gelacht habe, war die Stelle wo Claudia sich über das Päckchen gefreut hat und Mario fragte: „Hat er ihr jetzt einen Heiratsantrag gemacht?“ Er war gleich enttäuscht, als die Frage verneint wurde. Da wollte wohl jemand Claudia unter der Haube wissen xD

Auch schön ist die Charakterentwicklung, die bei Claudia direkt auffällt. Während sie bei ihrer ersten Begegnung mit Paola im ersten Band noch sehr skeptisch war, verwaltet sie nun bald selbst ein Bordell. Ihr Weltbild hat sich schon deutlich verändert.

Ich freue mich schon drauf, dass alles nochmal vorgelesen zu bekommen ^^

Allerliebste Grüße
Mino

Antwort von Severin Sesachar am 29.07.2022 | 13:00 Uhr
Hallo Mino,

ich danke dir und deiner Inspiration für dieses tolle Review – ich hab mich sehr darüber gefreut! :D

Ezio hat keine Lust auf unnötige Aufmerksamkeit. Wer protzt, den kennt jeder und dem wird Neid entgegengebracht. Also lieber kleine Brötchen backen und sich einfach eine sichere, wenn auch schlichte Umgebung schaffen. ^.^

Ich lache gerade sehr über die von dir herausgepickte Formulierung, bzw. dass dir genau die am besten gefällt. Ich mag die Dirnen aus AC unheimlich gerne. Selbstbewusste Mädels mit großer Klappe, bei denen man aufpassen muss, nicht Nase voran in den Ausschnitt gestopft zu werden. Ja, es ist sexistisch, und zugleich so charmant, dass es mich immer wieder belustigt. :D

Mario ist sehr traditionell veranlagt. Und die Tradition sagt: „Verheirate deine Töchter, wenn du kannst, verheirate deine Söhne, wenn du willst“ Da abseits der Unterschicht viele Frauen nicht gearbeitet haben, haben sie auch kein Geld heimgebracht, um ihre Eltern im Alter zu versorgen, anders als die Söhne. Also schnell weg mit den Damen, bevor sie zu einem weiteren Mund werden, den man stopfen muss. Bei Mario kommt hinzu, dass er – natürlich – das Blut der Familie erhalten will, was nur geht, wenn geheiratet und fleißig Kinder gebärt werden. Claudia schnaubt zu recht, würde ich sagen. xD

Was sich vielleicht bemerkbar macht, ist die große charakterliche Ähnlichkeit zwischen Ezio und Claudia. Sie sind beide sehr anpassungsfähig, wenn es die Situation von ihnen verlangt. Das setzt eine bodenständige, pragmatische Persönlichkeit voraus. Ezio verzichtet auf Luxus, Claudia wagt sich in komplett andere Gesellschaftsschichten und will sie verstehen, statt umkrempeln. Bei Leonardo rennen da beide offene Türen ein. ^.^

Ich freue mich auch schon sehr aufs Vorlesen! <3

Allerliebste Grüße,
Sesa
18.07.2022 | 22:09 Uhr
Hallo,

Beide neuen Versionen sind überaus interessant, auch wenn die Neuen besser rüber kommen. Die Historie ist hier definitiv besser, als bei den Vorherigen.

Antwort von Severin Sesachar am 18.07.2022 | 22:11 Uhr
Hallo Godric,

vielen lieben Dank für deine Zeilen und deine Meinung. Die freuen mich sehr!
*vergräbt die Nase wieder in Quellenbüchern, um nach weiteren interessanten Dingen zu wühlen* :D

Liebe Grüße,
Severin
10.06.2022 | 16:37 Uhr
Moin Severin,

ich habe - ehrlich gesagt - lange darüber nachgedacht, ob ich dir ein Feedback schreiben soll oder nicht, da ich in meinem Review nicht ganz fair sein werde.
Im Vorwort deiner Geschichte empfiehlst du, zum besseren Verständnis „Waffenbrüder“ vorab zu lesen. Das habe ich nicht getan, daher komme ich mir im Moment wie jemand vor, der die Umleitungsschilder auf der Straße missacht und sich dann darüber beschwert, wenn er im ungeteerten Boden feststeckt.
Der Grund, warum ich mich dennoch für eine Rückmeldung entschieden habe, ist, dass du den Band 2 deiner Reihe vielleicht auch als Werbung verwenden möchtest, um Leser dazu zu bewegen, den ersten Teil deiner Geschichte zu lesen. Also betrachte bitte meine Wortmeldung unter der Fragestellung „Lädt der Prolog von Band 2 zum Lesen des ersten Bands ein?“

Ich unterteile jetzt mal deinen Prolog in zwei Hälften.
Zu beiden Teilen kann ich vorab schon einmal sagen, dass ich von der rein sprachlich-grammatikalischen Seite her, nichts zu meckern habe. Du hast an sich eine schöne bildliche Sprache, ohne klischeebehaftete Floskeln im Übermaß zu verwenden. Du hast eine leichte Neigung zu Schachtelsätzen, aber ich finde die Sätze sehr gut verständlich und allein darauf kommt es mir persönlich beim Lesen an. Den dritten Satz (ebenso die Nennung des Names Auditore mit einer Seuche gleichzusetzen, der man nicht Herr werden kann) empfand ich als überaus gelungene ‚Gehirnlupfer‘.

Probleme hatte ich mit dem Inhalt / der Darstellung der ersten ca. 600-650 Wörter des Prologs, da mir diese Absätze wie eine Wand vorkamen, die ich überwinden musste. Dadurch hat mir auch der persönliche / emotionale Zugang zu der Geschichte gefehlt.
Dieses ist beim auktorialen Erzähler per se herausfordernder als bei anderen, aber ich denke nicht, dass die emotionale Distanz an der Erzählperspektive liegt, sondern vielmehr an dem massiven Infodump, den du betreibst. Für mich haben sich diese 600 Wörter angefühlt, als ob du auf einer rein komprimierten sachlichen Ebene mit historischen Begebenheiten und Namen um dich wirfst und diese nicht nach Wichtigkeit für die Geschichte bzw. für den Prolog filterst.

Ich (der unwissende, arme/ dumme Leser) muss mir ...
... neben der Belagerung von Colle durch Herzog Alfonso,
... seinem Waffenstillstands-Angebot mit Florenz,
... eine kurze Übersicht über die Probleme, die sich ergeben, wenn Florenz fällt,
... der sich daraus ergebenen Schlussfolgerung, dass der Krieg gewonnen werden muss,
... Mailand mehr oder weniger wichtige Vermittlerrolle (?) in der Geschichte
... und Lorenzos Reiseversuch nach Neapel
in den ersten 600 Wörter 13 Vor- und Nachnamen (Girolamo Riario, Ser Piero da Vinci, Battista Colonnesi, della Stufa, die Signoria, Lorenzo de’ Medici, Poliziano, Federico da Montefeltro, Mario Auditore, Neffe Ezio, Leone, Ludovico Sforza, Ferrante) merken, die dann auch noch unterschiedlich abgekürzt werden.

Vielleicht ist meine Gehirnkapazität oder mein Auffassungsvermögen zu gering, denn ich habe mir um dieses Feedback zu schreiben eine Namenstabelle gemacht, um das ganze Durcheinander für mich zu ordnen.
In Hinblick auf die Übersichtlichkeit für neue Leser, würde ich dir raten, zu überlegen, welche Personen im Prolog wirklich mit Ansprechnamen genannt werden müssen und welche man vielleicht gänzlich weglassen kann, bzw. für welche man nur die Funktion erwähnen könnte.
Allein dieses Aussieben würde den Personen-Infodump deutlich reduzieren. Leider ist es in Geschichten gerne so, dass man als Autor viel mehr weiß (Person, Hintergrund. …) als es für den Leser interessant / wissenswert ist.
Meine Denkanstöße für dich sind daher:
- ist es wichtig, dass della Stuffa sich den Fragen der Signoria gebeugt hat oder kann man diesen Teil streichen und direkt mit „Die Vorbereitungen wurden im Geheimen getroffen“ beginnen? (Zwei unwichtige Information in diesem Teil weniger)
- Bei Poliziano, Ferrante, da Montefeltro, Ludovico Sforza könnte man vielleicht auch der Dichter/Hauslehrer, König von Neapel, Alfonsos Söldnerführer/Condottiere bzw. neuer Herzog von Mailand verwenden. Wenn die Personen dann irgendwann später in einer Handlung auftauchen, können (sollten!) sie einen Namen bekommen. Letztendlich bekomme ich als Leser ohnehin erst dann einen wirklich emotionalen Zugang zu den Personen, wenn ich sie in der Geschichte erlebe. Der reine Name ist nur eine leere Hülle und du hast leider sehr viele leere Hüllen in deinem Prolog.

Da die Intention deines Prologs zu sein scheint, dem Leser Informationen zu dem historischen Hintergrund zu geben, der für deine Geschichte - hoffentlich - wichtig ist, ist der geschichtliche Infodump okay in meinen Augen. Allerdings finde ich die folgende Aussage unrealistisch:
„Nachdem sich der von Neapel unterstützte Ludovico Sforza als Machthaber in Mailand durchgesetzt hat und sowohl Neapel als auch Florenz jenes Herzogtum als Bündnispartner betrachten, ….“
Ich denke, dass jeder der drei anwesenden Herren sich bis zu einem gewissen Grad in der Politik auskennt (Riario weiß ja auch von der Belagerung von Colle), also warum muss Piero ihm erklären, von wem Ludovico Sforza unterstützt wurde und wer wen als Bündnispartner hat? Riario mag vielleicht nichts von den geheimen Sachen wissen, aber grundlegende Dinge sollte er doch kennen, oder? Vielleicht kannst du den historischen Hintergrund auch etwas ausdünnen, a la Mailand hat vermittelnd eingegriffen (noch ein Name weniger ).

Die zweite Hälfte deine Geschichte fand ich gut und verständlich und sie hat mich auch auf emotionaler Ebene erreicht, da hier die politischen und familiären Konflikte deutlich werden und da ich Minotaur Feedback gelesen habe, entlockt mir der Masterplan auch einen leisen Schmunzler.

Abschließend möchte ich noch sagen: Nimm‘ dir die Teile meiner Kritik raus, die dir weiterhelfen und ignoriere den Rest. Ich bin nur ein Leser von vielen und das was ich schreibe, ist nur meine persönliche Meinung. Deine Geschichte ist gut, auch wenn ich die kritische Seite in meinem Feedback immer wesentlich ausufernder formuliere als die positive.

Ich wünsche dir alles Gute.
Emaya

Antwort von Severin Sesachar am 10.06.2022 | 17:28 Uhr
Hallo Emaya,

ich danke dir an erster Stelle dafür, dass du dir so viel Zeit für ein so ausführliches Review genommen hast und hoffe, dass meine Antwort für dich nachvollziehbar ausfällt. ^.^

Bei „Commilitones“ handelt es sich um eine „echte“ Reihe, sprich eine Serie – und wie bei allen Serien ist es nötig, dass man „von Anfang an“ dabei ist. Das heißt, du bist gerade in Staffel 2 eingestiegen und sitzt deshalb mit mehr Fragezeichen auf der Stirn als nötig da. Ein Zustand, den dir das Lesen von Band 1 anstelle von Band 2 erspart hätte. Die Nummerierung ist nicht grundlos da, sonst hätte ich die Geschichten als unabhängig voneinander beworben. ;)

„Commilitones“ deckt einen Handlungszeitraum von 1476-1519 ab, in dem ein Ereignis auf das andere fußt. Die Reihe verarbeitet die Biografie Leonardo da Vinics, verwoben mit denen anderer historischer Persönlichkeiten, wobei gemäß der Fandomvorlage der historische Fakt mit der mythologischen Fiktion so gut wie möglich in Einklang gebracht werden soll. Es ist keine seichte Unterhaltungslektüre für zwischendurch. Mit dieser Intention bin ich nie an die Reihe herangegangen, dafür ist mein Anspruch auch viel zu hoch. Ich muss dazu sagen, dass ich ein Gegner moderner Unterhaltungsliteratur bin, die mich unterfordert und mit ihrer Vorhersehbarkeit auch sehr langweilt. Mein Herz schlägt für die Klassiker, stilistisch wie inhaltlich, und ich versuche mit „Commilitones“ einen für mich persönlich befriedigenden Spagat zwischen besagten Klassikern und modernerer Sprache zu schlagen. ^.^

Ich kann dir also mit dem Brustton der Überzeugung sagen, dass ich den zweiten Band nicht benutze, um Werbung für den ersten Band zu machen. Das wäre auch müßig, da die Reihe insgesamt 14 Bücher umfasst, die alle in sich geschlossen „ein großes Ganzes“ ergeben. Allerdings hege ich kein Interesse daran, hier ein abschreckendes 2-Millionen-K-Monster hochzuziehen, weshalb ich die Handlung sinnvoll in Einzelbände aufgeteilt habe.

Jetzt löst sich für dich vielleicht auch das Problem des „Infodumps“, denn für Leser, die „Commilitones“ seit Anfang an verfolgen, sind hier bis auf Battista Colonnesi und Herzog Alfonso keine neuen Namen dabei. Wichtig hier ist, wie es zum vorübergehenden Waffenstillstand kam und dass Lorenzo de’ Medici mit Unterstützung der Bruderschaft nach Neapel reist. Wenn ich jetzt noch weiter aushole, spoilere ich zum einen massiv Band 1, zum anderen würde ich dir einen neuen Infodump an den Kopf werfen, an dem du wahrscheinlich gar nicht interessiert bist. *lacht* Aber nein, ich bin wirklich nicht darauf aus, Leser anzuwerben, die erst „irgendwo auf dem Weg zum Ziel“ mit in den Zug steigen. Die haben viel zu viel Bedeutendes verpasst, nämlich die Geschichte, wie alles begann. Lustigerweise funktionieren die Bände 2-14 einzeln, wenn man Band 1 kennt, umgekehrt ist ohne die Lektüre besagten Bandes Nr. 1 JEDER nachfolgende Teil nicht komplett zu verstehen. Das liegt allerdings auch in meiner Absicht.

Ich hoffe, du fühlst dich von meiner Antwort nicht vor den Kopf gestoßen, da ich dir so wenig entgegenkomme. In der Endbearbeitung dieses Bandes werde ich noch den einen oder anderen Satz umstellen und eventuell anders formulieren, aber inhaltlich geändert wird dabei nichts. Vielleicht schaffe ich es dabei, einen der Namen aus dem Prolog herauszunehmen, aber eine umfassende Änderung wie von dir vorgeschlagen, ist aus mehreren Gründen unmöglich. Die Bände 3-7 liegen bereits fertig hier (wir sprechen dabei von bereits 800K Wörtern). Band 1+2 haben aus stilistischen Gründen und dem Anspruch an mehr historischem Content und weniger Gameplay-Bezug eine Komplettüberarbeitung erfahren, bzw. erfahren sie gerade in Form von Band 2. „Commilitones“ ist ein Mammutprojekt, das einige Leser nicht bis zum Ende durchhalten werden, da es mehrere Jahre an Schaffenszeit verschlingt (ich sitze seit April 2017 dran). Das ist mir auch wohl bewusst und es ist vollkommen in Ordnung für mich. Meine Message bzgl. Leonardo ist mir wichtig genug, um das Projekt bis zum Ende durchzuziehen, ^.^

Ein wunderschönes Wochenende und Grüße,
Severin
06.04.2022 | 22:59 Uhr
Liebe Sesa,

ich musste mich gerade hart zusammenreißen, als ich diese Verschwörer belauscht habe. Beinahe hätte ich laut losgelacht und wäre beim belauschen von Ihnen entdeckt worden. Die sind aber auch putzig. Da wollen sie gegen Ezio und diesem geheimnisvollem Leone vorgehen und dafür Leonardo einspannen, der die beiden verraten soll, ohne das sie ahnen, wer Leone wirklich ist. Das ist schon drollig xD Wie war das noch mal: Der Löwe und der Adler. Le Leone e ... leider hab ich gerade keinen Schimmer, was Adler auf Italienisch heißt xD

Na jedenfalls sind deine Bösewichte herrlich unsympathisch. Ich finde, dass dieser Einstieg sehr gelungen ist. Er verspricht direkt Spannung und einige interessante Verwicklungen. Ezio und Leonardo haben sich in Band 1 eben nicht nur Freunde gemacht und ihre Feinde werden nun versuchen, gegen sie direkt vorzugehen. Dabei kommt auch noch Leonards leiblicher Vater ins Spiel. Das verspricht doch einiges an Dramaturgie.

Bin schon sehr gespannt :-)

Allerliebste Grüße
Mino

Antwort von Severin Sesachar am 10.04.2022 | 21:45 Uhr
Lieber Mino,

in dieser Reviewantwort ist ein Schokohase versteckt, als Dankeschön für die erste Rückmeldung. Ich hoffe, er hat sich nicht verhoppelt. *lacht*
Es freut mich sehr, dass du wieder mit dabei bist – und mehr noch, dass du deinen Spaß hast. XD Die drei Geheimniskrämer haben natürlich keinen blassen Dunst, wer dieser lästige Leone ist, den sie so gerne loswerden würden. Und da du von den späteren Bänden nur den siebten kennst, bist du auch nicht vorgespoilert, was mit diesen Herren hier so alles passieren wird. *reibt sich die Hände*
Spoilern darf ich dich nur mit dem Italienisch, beziehungsweise mit den Namen. Das italienische Wort für Adler ist „águila“. Und jetzt kommt die Nerderei hinter dem Gleichnis (frei kopiert aus Wikipedia): „Ezio ist die italienische Form des römischen Beinamens Aetius, der seinerseits wahrscheinlich von dem griechischen αετος (aetos) mit der Bedeutung „Adler“ abgeleitet war.“
Damit schließt sich der Kreis um den Löwen und den Adler (und den Hasen ^.^).

Feinde haben sich die beiden auf jeden Fall gemacht, und von denen werden wir hören. In diesem Band – wenig überraschend – vor allem von Leonardos Vater. Wird aber auch Zeit, dass der in Persona auftritt, schließlich kennen wir alle anderen näheren Familienmitglieder der Protas bereits.

Noch einmal vielen lieben Dank für dein Review!

Aller-<3-lichste Grüße
Sesa
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