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Autor: Jodis
Reviews 1 bis 25 (von 51 insgesamt):
27.11.2022 | 15:46 Uhr
Wow. Eine spannende Verfolgungsjagd. Ich habe richtig mitgefiebert. Das Sherlock da draußen jetzt alleine unterwegs ist, ist nicht gut. Leider lässt er sich doch ab und zu zu Kamikazetaten hinreißen.

Dieser Aufwand um jemanden zu erreichen. Die heutige Jugend hat ja keine Ahnung wie es früher war. Nichts mit mal schnell Handy zücken und die Kavallerie anfordern.

LG
John

Antwort von Jodis am 27.11.2022 | 21:33 Uhr
Mitgefiebert klingt gut. *die Hände reib*
Genauso war es geplant. Ich freue mich total, dass es offenbar geklappt hat.

Sherlock neigt zu Kamikaze Aktionen? *ein Zögern in der Stimme der Fragenden* Wirklich? ;-)
Wenn ich es mir recht überlege, könnte es schon sein, dass sein Verhalten auch bei mir im nächsten Kapitel darunter fallen könnte. ^^

Ich hätte mir beim Schreiben durchaus gewünscht, dass die Technik schon ein wenig weiter gewesen wäre.
Funk war zwar bereits erfunden, aber noch nicht wirklich etabliert. Telefone waren ebenfalls rar. Blieb also nur noch die Telegraphie.
Da aber die Schiffe ja nun auch nicht direkt erreichbat gewesen waren, erschien mir dies als der einzige plausibele Weg.
Wie tatsächlich in einem solchen Fall verfahren wurde, weiß ich allerdings nicht.
Heute sind wir da fein raus - solange wir Netz haben und die Technik funktioniert. Ansonsten stehen wir umso blöder da.

LG
Jodis
20.11.2022 | 13:05 Uhr
Oh Gott, Grey's flammende Rede gegen Ausländer spiegelt die Neuzeit wieder. Solche verbohrten Snobs gibt und gab es schon immer. Hier nur noch einen Zacken schärfer, die Ausländer sollen also schauen, in Ehrfurcht versinken und im ihren Land "Werbung" machen sich England zu unterwerfen.
Sollte er aber mit dem Diebstahl recht haben, stehe ich auf seiner Seite. So etwas muss bestraft werden. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.

Sakrosankt - musste ich erstmal googlen, hätte ich noch nie gehört.

Ich dachte er bringt sich selber um. Wäre das nicht eines Aristokraten würdig?

Bin jetzt sehr gespannt wie es weiter geht.

LG
John

Antwort von Jodis am 25.11.2022 | 22:42 Uhr
Ich geb's zu, Greys Ansichten sind zum Gutteil tatsächlich das, was man heute – leider – immer noch viel zu oft von manchen Leuten hören kann. Aber wie du schon sagst, solche arroganten sich selbst und den eigenen Klüngel für etwas Besseres haltende Zeitgenossen gab es wohl schon immer. Der viktorianische Feinschliff kommt dann durch den weißen Überlegenheitsdünkel.

Über die Geschichte mit dem Armband bin ich irgendwo gestolpert. Ich weiß allerdings nicht mehr ob es eine reale Quelle oder Fiktion war. Ich habe auch keine Ahnung, was dann aus dem Vorwurf geworden ist. Ich erinnere mich nur noch daran, dass man sich aufs äußerste darüber empört hat, dass Abdul das Verhalten seines Verwandten mit kulturellen Eigenheiten versucht hat zu verteidigen.

Sakrosankt – Mein Mann wirft mir ständig vor, ich hätte den Hang dazu Worte zu benutzen, die außer mir keiner kennt. Vielleicht hat er recht, aber manche Worte sind einfach zu schön. ^^

Sollte man meinen, dass es Grey gut zu Gesicht stehen würde, diesen „ehrenvollen“ Ausweg zu suchen. Ich verrate jetzt schon einmal: Er kann nicht. Er glaubt sich auf einer Mission, die er unbedingt vollenden muss – und wenn es dabei bis zum Äußersten kommt.

LG
Jodis
15.11.2022 | 11:37 Uhr
Deine Gecshichte ist wirklich toll und gut geschrieben :) auch finde ich es bemerkenswert wie du immer diese ganzen Fakten, aber vor allem auch die passend Bilder und Websiten findest. Einfach nur toll ☺️

Antwort von Jodis am 18.11.2022 | 16:50 Uhr
Hi hello,
danke für die Blumen. Es freut mich, dass es dir gefällt.
Ich habe unglaublich viel für diese Geschichte recherchiert, was ich allerdings auch sehr gern tue. Dabei bin auf vieles gestoßen, was mir zuvor selbst nicht unbedingt bewusst gewesen ist. Manches davon ist einfach so in die Geschichte eingeflossen, anderes wollte ich euch gerne direkt zeigen. Gut zu wissen, dass es jemanden gibt, der sich all die auch anschaut. :-)
LG
Jodis
13.11.2022 | 20:14 Uhr
Das mit der ballistischen Auswertung ist dann der Beginn der heutigen vernetzten Computertechnik, welche Verbrechen miteinander verbinden kann. Gute Idee.

Das mit den Opfern ist heutzutage auch noch so. Geht es um ein Kind ist jeder entsetzt und fühlt mit den Eltern mit (noch viel schlimmer seit ich selber Mutter bin).

Das Sherlock John in seinem Testament bedacht hat zeigt wie wichtig er ihm ist. Ich kann Johns Aussage, nicht mehr leben zu wollen wenn Sherlock stirbt, nachvollziehen da er das schon einmal erlebt hat. Kann aber auch Sherlocks Bedenken über seine Freundschaft und den daraus resultierenden möglichen Schaden für Leib und Leben nachvollziehen. Liebe ist nie einfach, ist nicht nur schwarz und weiß.

LG
John

Antwort von Jodis am 18.11.2022 | 16:44 Uhr
Ich fand es furchtbar spannend zu rechechieren, wie weit die Kriminalwissenschaften in den 1890er Jahren schon gediehen waren, oder wie weit auch nicht. Irgendwo habe ich mal gelesen, das die Nutzung von FIngerabdrücken bei polizeilichen Ermittlungen erst durch die Geschichten Doyles allgemein üblich wurden. Keine Ahnung, ob das stimmt, aber wenn doch wäre es sehr lustig.

Eigentlich sollte jedes Leben gleichwert sein, aber ich ertappe mich auch dabei, dass ich unterschiedlich empfinde. Das Kinder sterben ertrage ich selbst in Film oder Buch kaum. (Ist vielleicht wirklich so eine Mütter-Ding.)

Das Sherlock John in seinem Testament bedenkt steht für mich außer frage seitdem ich "Allein auf dem Wasser"/"Alone on the water" gelesen habe. Wem sollte er denn auch sonst etwas hinterlassen? John ist in jeder Hinsicht der wichtigste Mensch für Sherlock.

Liebe ist wirklich selten einfach.
Irgendwie habe ich dies zu schreiben gar nicht so richtig geplant, aber es kristallisierte sich für mich mehr und mehr heraus, in welchem Dilemma die beiden eigentlich stecken: Sie können weder ohne den jeweils anderen, noch ohne dieses Leben, was sie führen wirklich LEBEN. Selbst die bloße Existenz scheint ohne dies unerträglich. Dennoch ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie dieses Leben in ihr Verderben führt.
Das einzige was da vielleicht hilft, ist ein guter Schutzengel (oder ein Autor, der es nicht übers Herz bringt, seine Lieblinge zu töten.

LG
Jodis
11.11.2022 | 23:34 Uhr
Hallihallo,
der längste Tag von allen könnte man meinen. Es ist wie es ist, der Eine kann nicht ohne den Anderen. Dafür ist ihre Liebe zu stark. Alle Gefühle und Gedanken sind so miteinander verwoben, das sie sich längst darin verloren haben. Solch eine bedingungslose Liebe kann derjenige der sie nicht hat, sich nur wünschen. Ich mag deinen Stil sehr, es kommt alles zum Ausdruck was die Beiden bewegt und auch der Fall bewegt sich nun in schnellen Schritten vorwärts. Ich bin gespannt wie es weitergeht.
Liebe Grüße
Schnuckermucke

Antwort von Jodis am 18.11.2022 | 16:29 Uhr
Hi Schnuckermucke,
in der Tat das könnte man. Ich habe mir gerade einmal den Spaß gemacht und nachgezählt. Dieser Tag zieht sich tatsächlich über 7 (!) Kapitel hin. Allerdings - so viel sei schon einmal verraten - wird der nächste Tag unseren beiden Freunden noch viel, viel länger vorkommen, auch wenn dieser dann nur drei Kaitel umfasst. :-)
Es ist was es ist - sagt die Liebe. Mit allen Aspekten. Aber diese Verwobenheit, dieses nicht ohne den anderen existieren zu können, ist für mich etwas, was Sherlock und John unbedingt ausmacht. Egal ob ich die beiden nun als Paar schreibe oder "nur" als Freunde.
Ich freue mich, dass du meinen Stil magst, danke dafür.
Ja, der Fall kommt nun nicht mehr zum Stillstand. Es ist Zeit für den Show down, das große Finale, die Begegnung mit Grey.
Du darfst dann auch gleich weiterlesen. Sobald ich die Reviews beantwortet habe, poste ich das nächste Kapitel. Viel Spaß damit.
LG
Jodis
11.11.2022 | 09:45 Uhr
Ich freue mich immer wieder sehr, wenn ein neues Kapitel da ist! Es macht einfach super viel Spaß zu lesen! Danke für deine Geschichte!

Antwort von Jodis am 11.11.2022 | 23:04 Uhr
Es ist mir eine Ehre und ein Vergnügen. ;-)
Nein, ganz im Ernst. Es ist wundervoll zu wissen, dass da Menschen sind, die sich jedes Mal freuen, wenn ich ein neues Kapitel poste, vielleicht sogar schon darauf warten. Menschen, die sich von meiner Geschichte fesseln lassen. Das ist ein Gänsehautgefühl (aber ein gutes).
Ich habe zu danken.
LG
Jodis
08.11.2022 | 08:18 Uhr
Hi,

ein wahrhaft ernstzunehmender, cleverer Gegner für Sherlock. Seine Aussage war schon sehr faszinierend. Brutal und tödlich seine Vorgehensweise, aber auch alles bis ins kleinste geplant. Eigentlich eine ähnliche Vorgehensweise wie Sherlock an solche Sachen heran gehen würde. Wenn es nicht John und ihn fast das Leben gekostet hätte, hätte das Spiel durchaus Spaß machen können.

Ein Gegner ist eliminiert, aus dem Spiel gezogen.

LG
John

Antwort von Jodis am 08.11.2022 | 09:01 Uhr
Hi John,

es freut mich, dass dir mein Bösewicht gefällt. (Wie war das? Jede gute Geschichte braucht so einen? ;-) )
Ja, Wright ist in dieser Geschichte der, der das Böse hauptsächlich verkörpert, der in seinem Verständnis, welche Handlungen vertretbar sind, anders als sein Auftraggeber Grey vollkommen das allgemeine Gefüge verlassen hat.
Ich wollte aber, dass zumindest nach seinem Verständnis, sein Handeln absolut logisch und nachvollziehbar ist. Zudem sollte er, wenn auch nicht von seinem Intellekt, zumindest in seiner Planung und seinm Tun Sherlock ebenbürtig sein.

Du sprichts im Übrigen ein großes Wort gelassen aus.
Sherlock liebt dieses Spiel und ein ebenbürtiger Gegner ist ihm ein Fest. Aber, ein großes Aber, je mehr derjenige auf der Gegenseite Sherlock das Wasser reichen kann, desto gefährlicher ist er auch. Die Gefahren für sich wirft er lachend in den Wind, aber was John angeht, so steckt er in einem Dilemma, welches ihm im nächsten Kapitel schmerzlich bewusst werden wird.

Ein Gegner ist geschlagen, ein weiterer bleibt noch.
In diesem und auch dem folgenden Kapitel geht es hauptsächlich und das "was" und "wie". Sozusagen um die Dinge, die, was die Abfolge der Ereignisse angeht, bislang noch unklar waren. Wenn wir uns dann danach Grey widmen, wird sich eher die Frage nach dem "warum" stellen. Aber auch der Earl wird den Freunden noch eine harte Nuss zum knacken geben. So viel sei versprochen.

LG
Jodis
02.11.2022 | 00:57 Uhr
Schön das sich einige Sachen nie ändern. Auch hier bedient sich Holmes der Ausweise eines gewissen DI.

Ja warten kann einen ganz mürbe machen, auch wenn man so kurzweilige Unterhaltung hat.

LG
John

Antwort von Jodis am 08.11.2022 | 08:43 Uhr
Ich konnte nicht widerstehen. :-))))
Allerdings hat es mich etwas Mühe gekostet, herauszufinden, ob es damals schon so etwas wie Dienstausweise oder -marken gab. Und wenn ja, was von beiden. Glücklicherweise fand ich ein Foto von einem Ausweis aus dem 19. Jh. (Ich weiß, ich bin bekloppt, was diese Minidetails angeht ;-) ).

Ja, warten.... Gerade füe Sherlock eine Herausforderung. Auch wenn es hier John schwerer fällt.
Ohne spoilern zu wollen... In einem der nächsten Kapitel meint Sherlock ganz entnervt, wenn John irgendwann einmal diesen Fall zu Papier bringe und auf der Suche nach einem Titel sei, dann solle er auf jeden Fall das Wort "warten" mit verwenden. Denn dieser Zustand sei für den Fall prägend gewesen.

LG
Jodis
31.10.2022 | 23:10 Uhr
Hi,

wieder ein nettes Kapitel. Das Gespräch zwischen den Dreien ist sehr aufschlussreich und Mollys malerisches Talent übertrifft selbst Sherlocks kühnsten Wünsche. Auch in diesem Leben empfindet Molly etwas für Sherlock.

LG
John

Antwort von Jodis am 08.11.2022 | 08:35 Uhr
Hi John,

klein aber fein. ;-)
Ich mag die Figur der Molly. Wie beinahe alle Figuren der Serie prägt sie eine innere Zerrissenheit. SIe wirkt nach außen so schwach und besitzt doch ungeahnte Stärke. Ich habe versucht, dies alles in "meine" viktorianische Molly zu übertragen. Und ja, auch ich ihre unerfüllbare Liebe zu Sherlock gehört für mich dazu. In dieser Konstellation sogar noch aussichtsloser als sonst.

LG
Jodis
31.10.2022 | 00:10 Uhr
Hallo Jodis,
ich bin leider immer noch nicht wirklich gut in Reviews schreiben, aber ich wollte dich wissen lassen, dass ich weiterhin sehr viel spaß an deiner Geschichte habe. Das neuste Kapitel wird jetzt verschlungen. Hab seine gute Zeit!!

Liebe Grüße :D

Antwort von Jodis am 08.11.2022 | 08:30 Uhr
Hi CoreJJ,

umso mehr Dank für dein Feedback, noch dazu um diese Uhrzeit.
Es gibt mir eines tolles Gefühl, dass daMenschen sind, die sich so auf ein neues Kapitel von mir freuen, dass auch eine späte Stunde sie nicht daran hindert, es sofort zu lesen. Oder wie mir einmal jemand schrieb: Deine Geschichten sind es wert, sich die Nacht um die Ohren zu hauen. Wenn dem so ist.... Ziel erreicht. :-)))))))

LG
Jodis
23.10.2022 | 14:13 Uhr
Hi,

das war ein sehr aufschlussreiches Kapitel. Molly hat es wirklich nicht leicht in ihrem Leben gehabt, aber mit den richtigen Vertrauten an ihrer Seite ist es zu schaffen. Wenn es solche Frauen nicht gegeben hätte, wer weiß welche Rolle die Frau heute spielen würde. Heimchen am Herd oder so.

LG
John

Antwort von Jodis am 26.10.2022 | 11:55 Uhr
Hier konnte ich meiner Phantasie ja nun freien Lauf lassen. :-))))))

Mir war aber klar, dass Mollys Weg in dieser Zeit kein einfacher gewesen sein konnte. Ich hatte beim Schreiben immer wieder eine Figur aus der Charité Reihe vor Augen. Eine junge Frau. eine Krankenschweister, die in etwa derselben Zeit nur zu gerne Medizin studieren hätte, es aber nicht dürfte, weil sie nun einmal eine Frau war. Dennoch hat sie immer wieder versucht, wo irgendmöglich weiteres Wissen zu sammeln. Hat sich in den Vorlesungen geschmuggelt, um heimlich mit zu hören uä. Dies alles hat ihr natürlich nichts als Ärger eingebracht. Dennoch hatsie nicht aufgegeb und erhält schließlich dann doch die Möglichkeit, im Ausland zu studieren.

Ich weiß nicht, ob ich eine solche Kraft besitzen würde. Aber ich bin froh, dass es Leute gibt und gab, die den Mut und die Stärke haben, solche neuen Wege zu bahnen, damit anderen ihnen darauf folgen können.

LG
Jodis
20.10.2022 | 23:08 Uhr
Ein recht aussagekräftiges Kapitel. Sherlock so über seine Vergangenheit reden zu hören ist schrecklich. Der Verlust des Freundes und auch Readbirds ist für einen kleinen Jungen kaum zu verkraften. Ich bin froh das er einen Lehrer hatte, der ihn so unterstützt hat und sein Talent an der Geige so gefördert hat.

Und über den Drogenkonsum muss ich mich ja nicht äußern.

LG
John

Antwort von Jodis am 26.10.2022 | 11:46 Uhr
Danke :-)
Diese Frage Johns, die ich hier auch mit eingebaut habe - was hat Sie nur dazu gemacht - hat mich einfach nicht mehr losgelassen.
Ich habe versucht eine Antwort dazu zu erzählen, die in den zeitlichen Kontext passt, aber auch Elemente der Serie aufgreift.

Nein, über Drogengebrauch muss man wirklich nichts weiter sagen. Allerdings gehört es zu der Figur des Sherlocks einfach dazu.

LG
Jodis
10.10.2022 | 10:16 Uhr
Bei dem Kapitel will ich gar nicht so sehr ins Detail gehen. ^^

Aber es ist ganz wunderbar geschrieben und ich mag es auch, wie John inne hält, um diesmal Sherlocks Reaktionen mehr zu hinterfragen und auch von ihm eben einzufordern, dass Sherlock es nicht nur geschehen lässt, sondern dass er Teil davon ist und sich darin verliert.

Traurig finde ich Johns Gedanken dazu, dass es ihnen wohl nicht oft möglich sein wird, stundenlang in dieser Art die Nähe des anderen zu teilen. Und doch wünsche ich es mir, dass sie in dem Punkt in Mrs. Hudson vielleicht eine unerwartete Verbündete finden werden. *schmunzel *

Ein toller Song und ich bin schon seit der Jugend mit West Side Story infiziert. Hast du übrigens die Neuverfilmung gesehen? Ich war ja sehr, sehr skeptisch und danach sehr, sehr begeistert. ^^

LG

Mücke

Antwort von Jodis am 19.10.2022 | 00:14 Uhr
Details sind auch nicht immer nötig. ^^
Mir ist es immer nur sehr wichtig zu schildern, was dabei gerade im Kopf / in den Köpfen des/der Protagonisten vorgeht, bzw. was emotional zwischen ihnen passiert.

Ursprünglich hatte ich nicht geplant, dass es für die beiden an dieser Stelle erst das zweite Mal sein sollte. Was aber von vorneherein so hatte sein sollen war, dass sie sich zuvor nie auf der emotionalen Ebene begegnet waren, es für beide also rein körperlich gewesen war.
So oder so aber wollte ich, dass sie sich zum ersten Mal ganz aufeinander einlassen.

Zu deinem Wunsch: Man spinnt ja nur für sich einzelne Punkte noch manchmal weiter.
Ich habe so die Idee, dass Mrs Hudson den beiden irgendwann, vielleicht bei Frühstück zu verstehen gibt, dass sie einen sehr gesegneten Schlaf hat und ihr Gehör in letzter Zeit auch immer schlechter geworden ist. ^^
Ich meine, die Gute macht ja auch die Betten der beiden und versorgt ihre Wäsche. So ganz spurenlos werden die beiden wohl kaum agieren können, und Mrs Hudson ist klug und lebenserfahren, so dass sie früher oder später 1 und 1 zusammenzählt und 2 herausbekommt.
Mit Mrs Hudsons Billigung könnten sich die beiden zumindest mehr Zeit gönnen. Dauerhaft die Nächte zu teilen, wäre wohl aber dann doch zu risikoreich. Man stelle sich nur vor, Lestrade stünde wegen eines wichtigen Vergehens mitten in der Nacht vor der Tür, Mrs Hudson öffnet und er stürmt an ihr vorbei die Treppe hoch, bevor sie die beiden waren kann. Nein, besser nicht.

West Side Story ist klasse! Den Film in Gänze kenne ich noch nicht. Nur einzelne Ausschnitte. Die aber fand ich recht vielversprechend.
Als Link habe ich bewusst eine Solovariante gewählt, da das Lied als Duett ja zwangsläufig von einer Frau und einem Mann gesungen werden. Das passte ja hier nicht ganz so ;-)

LG
Jodis
10.10.2022 | 09:31 Uhr
Whouou,

Sherlock wurde endlich fündig und hat die perfide Falle erkannt und dann auch geschickt genutzt, um die Spuren der Befreiung und Fluch zu verschleiern. Na hoffentlich fallen die Entführer darauf rein.

Eine tolle Idee übrigens hier mal einen anderen Weg zu gehen und John gar nicht körperlich leiden zu lassen, doch trotzdem ihm die Hölle zu bereiten, so dass Sherlock überlegt, dass er die andere Alternative sogar vorgezogen hätte. Toller Move.

Und wie berührend der Moment, als John sagt die Hoffnung auf Sherlock hat ihn durchhalten lassen. Eigentlich ja mehr als Hoffnung, sondern Gewissheit, dass Sherlock ihn finden wird. Awwww.

Jetzt heißt es also erstmal durchatmen, auch wenn die beiden noch nicht gänzlich in Sicherheit sind.

LG Mücke

Antwort von Jodis am 18.10.2022 | 23:46 Uhr
Ja, tun sie :-) Sherlocks Plan geht auf, so viel sei verraten.
Danke für dein Lob. Doch irgendwie war es für mich nie eine Frage, dass misshandelt werden sollte. Zum einen hatte ich die Thematik ja schon einmal, zum anderen hätte es nicht zu den gegnerischen Figuren gepasst. Sowohl Thrawl als auch der Mann mit den weißblonden Haaren sind brutal und skrupellos. Jedoch keine Sadisten. Was sie John angetan haben zeugt von Grausamkeit und Gleichgültigkeit. Ihn allerdings noch zusätzlich zu quälen hätte keinen Sinn, außer in dem persönlichen Vergnügen des Täters gehabt. Nur so hatte ich sie mir halt nicht vorgestellt.
Ob allerdings Johns Hölle soviel besser war als Sherlocks in „Ihr größter Test“? Ich glaube, ich mag die Frage nicht beantworten. Immerhin jedoch lässt John. was geschehen ist, viel schneller hinter sich.
Vielleicht liegt in dem, was John zu Sherlock sagt, ja auch gerade der Unterschied: Gewissheit, dass der andere zur Rettung kommen wird, statt Hoffnungslosigkeit.
Mein Gänsehautsatz dabei ist der, den Violet zu Sherlock sagt: „Selbst wenn eine ganze Armee gegen euch stünde, so würdet ihr euch doch schützend vor den anderen stellen.“

LG Jodis
10.10.2022 | 08:52 Uhr
Uhhhh,

und die Suche geht weiter. Ich mag Sherlock mit Ian und auch hier der Moment, wo er dem Jungen den Gedächtnispalast erläutert.

Toll beschrieben wie Sherlock die Wohnung nach Hinweisen untersucht und so bezeichnend, dass ihn der entscheidende Hinweis im Fall plötzlich überhaupt nicht mehr in Euphorie versetzen kann. Armer Sherlock.

Auch der Kampf war packend beschrieben. :))

LG Mücke

Antwort von Jodis am 18.10.2022 | 23:29 Uhr
Sherlock und Ian... auch etwas, das ich jedes Mal super gerne geschrieben habe.
Ich wollte in dieser Geschichte unbedingt unterbringen, wie Sherlock in seinen Gedächtnispalast abtaucht, aber irgendwie ergab es sich nirgends, bis zu dieser Stelle.

Ich habe mir lange den Kopf zerbrochen, wie und wo ich Sherlock die entscheidenden HInweise finden lassen wollte. Sowohl was Johns Verbleib als auch die Schuld des Earls anging. Irgendwie musste diese, wenn man so will, Ironie des Schicksals einfach sein. Dass Sherlock den Triumph in den Händen hält und dieser unwichtig geworden ist. Letzten Endes ist doch nicht der Fall das, was am meisten zählt.

Auch der Kampf hat mich Nerven gekostet. Nicht so sehr, was dort passierte, obwohl ich mir immer unsicher bin, ob eine Auseinandersetzung spannend zu lesen ist – von daher Danke für die Bestätigung. Vielleicht sollte ich mir solche Szenen in Zukunft mal vorlesen lassen.
Nein, was schwierig war, war die Location. Ich wollte Thrawl von etwas herunterstürzen lassen, aber es hat ewig gedauert, bis ich dafür das geeignete Gebäude gefunden hatte.
Die nächste Brücke war zu weit, richtig hohe Wohnhäuser hattest du da im East End nicht unbedingt und dann hätte ich auch noch einen Grund dafür finden müssen, dass sie dort aufs Dach klettern. Bliebe sonst noch eine Kirche. Aber Thrawl war wohl kaum so fromm, dass er dort Beistand gesucht hätte. ^^

LG Jodis
10.10.2022 | 08:21 Uhr
Huhu meine Liebe!

Ja, ich lebe noch und lese nach wie vor mit. Dieses Kapitel habe ich gefühlt vor einer Ewigkeit gelesen. Kurz vor deiner Pause und war total berührt von der kleinen Widmung. Der Song passt natürlich hervorragend zu Sherlock und ich lieb es, dass du ihn an der Stelle verwendest.

Auch das Kapitel selber hab ich sehr gemocht. Ich liebe es wie John versucht Sherlock zu verteidigen und ich will Mycroft am liebsten die Suppenschüssel überschütten, weil er so gemeine Sachen sagt. Ihn kann ich echt nicht leiden, aber wie du weißt, bin ich ein Fan von Mycroft und hoffe ja irgendwie, dass er auch in deiner Story noch eine Entwicklung durch macht und sich die Beziehung der Brüder ein wenig ändert. Auch wenn Sherlocks Bloßstellung bestimmt nur ein Mittel zum Zweck war für Mycroft. Trotzdem mag ich es nicht, dass er solche Dinge ohne mit der Wimper zu zucken in Kauf nimmt. Wir werden sehen. ^^

Wen ich richtig mag ist Sherlocks Mutter. Wen wundert es. Damit beziehe ich mich auch auf folgende Kapitel. ^^ Zumal sie ja auch eine sehr genaue Vorstellung von Sherlocks Gefühlen zu haben scheint und dies akzeptiert und auch durchblicken lässt. *FanFähnchen schwenk*

So, beim letzten Mal hatte ich bis zu Johns Entführung gelesen und somit hab ich jetzt noch ein paar Kapitel zum aufholen. ^^ Mal sehen was ich heute morgen so schaffe. Zeit ist leider immer irgendwie ein rares Gut. *seufz* Aber wem sag ich das. *grins *

Auch wenn ich mich nicht so oft hier melde, wie diese Geschichte es verdient hätte, so bin ich nach wie vor ein riesiger Fan deiner Geschichten. :))))

GGGGGGLG

Mücke

Antwort von Jodis am 18.10.2022 | 23:14 Uhr
Hi meine Liebe!

Ich habe mich wahnsinnig über deine Reviews gefreut. Zwar sind sie mit ein wenig zeitlichem Abstand geschrieben, aber für mich poppten sie alle vier gleichzeitig auf. Ich war schon von Menge etwas geflasht, und die Freude war dann gleich noch größer, als ich sah, dass sie von dir kamen.
Ja, die Zeit, die einem zwischen den Finger zerrinnt... Ich kann weiß Gott wirklich ebenso ein Lied davon singen. (Diese späte Antwort diene als Beweis ;-) )

Dieses Lied habe ich tatsächlich etwas suchen müssen. Eigentlich sollte es nur ein Kapitel über das Treffen bei Sherlocks Mutter geben. Für dieses hatte ich „Nein, meine Söhne geb' ich nicht vorgesehen“. Doch dann wurde der Text immer länger und ich brauchte ein zweites Lied. Irgendwann hörte ich dann noch einmal dieses Lied und bin an der Phrase „I took the blows“ hängengeblieben. Dass Sherlock alles auf seine Art und Weise tut, ist klar, das passte somit. Den Rest des Textes musste ich dann aber noch einmal genauer ansehen. Doch auch der Rest war perfekt. Er ist sicherlich kein Mann der kniet, doch einstecken muss er gerade in diesem Kapitel genügend.
(Inzwischen ist mir der deutsche Text viel vertrauter – wer hatte mich da noch einmal drauf gebracht? ;-) – Von daher war die Widmung keine Frage.)
Hach, es freut mich, dass die das Kapitel gefallen hat. Was die Suppenschüssel angeht... nur zu, Mycroft hätte es verdient.
In solchen Situationen ist der halt der reine Pragmatiker. Es war notwendig, dass ihr Gegner glaubt, Sherlock habe aufgegeben, und wenn dabei der Ruf seines kleines Bruder etwas lädiert wird, ist dies ein akzeptabler Kollateralschaden. Das Sherlock dabei auch körperlichen Schaden genommen hat, ist allein dessen Emotionalität zuzuschreiben.
Für mich war es so, dass Sherlock weniger getroffen hat, was sein Bruder getan hat, sondern wie dieser es durchgezogen hat. Hätte Mycroft ihn eingeweiht, hätte Sherlock mit Freuden die Scharade für die beiden Herren mitgespielt. Aber Mycroft kann wohl nicht anders als über Sherlocks Kopf hinweg handeln.
Was die Beziehung der beiden Brüder angeht, so wird es tatsächlich zu einem späteren Zeitpunkt noch einen gewissen Schubs geben. Natürlich kommen die beiden nicht selbst darauf, dafür braucht es dann schon einen John Watson. An der Stelle und auch etwas zuvor darf Mycroft dann auch einmal eine andere Seite von sich zeigen, nämlich dass ihm sein Bruder und dessen Wohl wirklich am Herzen liegen.

Ich habe es geliebt Violet Holmes zu schreiben. Ich habe sie immer so vor mir gesehen, wie in der Szene am Weihnachtstag. Resolut, bereit wie eine Löwin für ihre Söhne einzustehen und viel klüger und intelligenter als man auf den ersten Blick meinen mag. Dabei offen und warmherzig. Diese Person musste dann nur noch in eine viktorianische Form gebracht werden.
In jedem Fall musste sie für mich jemand sein, der seine Söhne weit besser durchschaut als ihnen lieb ist, und dessen Geist so offen und tolerant ist, dass er die engen Grenzen seiner Zeit durchbrechen kann.

Danke für dein Lob! Ich weiß, es ist schwierig Zeit zu finden, gerade wenn es nicht nur ein paar nichtssagende Sätze sein sollen, daher freue ich mich über jede Zeile, die von dir kommt.

GGGGGGGGGGGGGGLG
Jodis
08.10.2022 | 11:59 Uhr
Na ja, so richtig Ruhe hast du den beiden nicht gegönnt.
Aber es war nötig und für beide befriedigend. Es ist schon schlimm das es nur an solchen Orten geht auch mal eine gemeinsame Nacht zu verbringen. Mit kuscheln und gemeinsam einschlafen.

LG
John

Antwort von Jodis am 08.10.2022 | 15:25 Uhr
Okay, wenn man es so sieht, war es natürlich ziemelich unruhig in diesem Kapitel ;-)
Aber dass es nötig für beide war, würde ich ebenfalls unterschreiben. Und zumindest beider Geist dürfte in dieser Nacht Ruhe gefunden haben.
Es ist wirklich schlimm, wenn zwei Menschen, die sich lieben, dieses nicht zeigen dürfen und nur ab und an die Chance haben, sich ein paar Stunden oder vielleicht sogar eine ganze Nacht zu stehlen.

LG
Jodis
01.10.2022 | 10:46 Uhr
Ahh. John ist endlich gerettet.

Wäre Sherlock nur einen Tag später gekommen, wäre John vielleicht schon verdurstet gewesen. Solche Gedankenspiele darf man einfach nicht zulassen. Die ziehen einen bloß runter.

Sich tot stellen ist erst mal eine clevere und sinnvolle Idee. Das Haus seiner Mutter ist perfekt dafür, jetzt wo sie abgereist ist und es leer steht. Der Einzige der es trotzdem wissen wird ist Mycroft.

LG
John

Antwort von Jodis am 01.10.2022 | 11:05 Uhr
Ja, endlich. Ich kann deinen Ausruf gut verstehen.
EInen Tag, vielleicht sogar schon einige Stunden später wäre John nicht mehr zu retten gewesen. Dass eine Kohlenmonoxidvergiftung ein vergleichsweise sanfter Tod ist ist dabei auch nicht hilfreich.
Aber ich bringe meine Figuren ungern vollständig um. ;-)

Totstellen und aus dem Untergrund heraus zuschlagen. Das ist jetzt der Plan.
Mycroft weiß vieles, aber nicht alles. Aber er behält seinen kleinen Bruder im Auge und wenn er ihn meistens freie Hand gewährt.
Sherlock wird ihm vor dem letztn Schlagabtausch sogar mitteilen, was er vorhat, und dann wird es für Mycroft sogar recht hart sein, dass er zwar über alles informiert ist, aber - zumindest in diesem Fall - nichts tun kann als abwarten und hoffen.

LG Jodis
30.09.2022 | 19:21 Uhr
Hallihallo,
endlich hat er John gefunden. Der Arme musste ja ganz schön was aushalten. Aber jetzt kann es doch nur aufwärts gehen, oder? Das Lied ist einer meiner persönlichen Favoriten, ich finde es passt perfekt. Denn wenn man jemanden liebt dann wird er nie zu schwer sein, egal ob es um den Körper oder den Geist geht. Man trägt den jeweils anderen durch das gemeinsame Leben.
Liebe Grüße
Schnuckermucke

Antwort von Jodis am 30.09.2022 | 23:33 Uhr
Hi Schnuckermucke,

ja, das Lied ist wunderschön. Ich liebe es schon seit Jahren. Es passte perfekt auf die Situation, es ist noch mehr, da hast du ganz recht. Für Menschen die einander zugewandt sind gilt sicherlich in jeder Hinsicht: Einer trage des anderen Last. Und wenn ich den anderen liebe wird mir seine Last auch nicht zu schwer. Denn ich weiß, er trägt mich genauso, wie ich ihn.

John hat fraglos eine üble Zeit hinter sich. Die von Sherlock war auch nicht wirklich besser. Ein paar Hindernisse werden den beiden schon noch in den Weg gelegt werden bis zum großen Showdown.
Die nächsten beiden Kapitel gehören aber ganz den beiden. Sherlock muss John ja noch ein paar Dinge beichten. Aber zunächst - so viel sei verraten - dürfen die beiden ein wenig Zweisamkeit genießen und sich (und ihr mit ihnen) ein wenig zur Ruhe kommen.

LG
Jodis
24.09.2022 | 09:53 Uhr
Muss das nicht ganz schön ganz schön frustrierend sein Kapitel über Kapitel über Johns Suche zu schreiben und ihn nicht finden zu lassen? Du weißt ja wie deine Geschichte aus geht, aber ich weiß auch aus eigenem Schreiben, das man selbst gerne das "Happy end" oder auch das "böse Ende" schreiben möchte. Die innere Spannung.

Ja, Sherlock steht sich ja nun selbst im Wege. Wirklich nicht seine beste Idee. Hoffentlich war ihm das jetzt eine Lehre. Wenigstens für einige Zeit. Am besten ihn holen seine Träume über verpasste Chancen ein. Kann nicht schaden.

LG
John

Antwort von Jodis am 25.09.2022 | 11:34 Uhr
Hi John,
für mich ist es eigentlich weniger schlimm. Ich bedaure eher euch, dass ihr von Woche zu Woche auf die Fortsetzung warten müsst und Sherlock nur minimal weiter kommt.
Mein Vorteil diesbezüglich ist, dass ich Patchworkschreiberin bin. Wenn ich an einer Ecke der Geschichte nicht weiterkomme oder gerade von ihr genug habe, mache ich einfach an einer anderen weiter. So kann ich bei Durststrecken auch einmal eine kleine Pause einlegen und wenn ich möchte auch das Finale schreiben auch wennes noch gar nicht dran ist. Bei „To right the unrightable wrong“ habe ich ja sogar tatsächlich mit dem Showdown angefangen.
Auf der anderen Seite komme ich aber auch bei manchen Kapitel immer wieder auf sie zurück und ergänze oder ändere etwas.
So war ich mir am Anfang nicht sicher, wie weit ich es Sherlock mit seinem Kokaingebrauch treiben lassen wollte, und so entstanden mehrere Fassungen.
Auch die Begegnung mit dem Mädchen habe ich erst später ergänzt, nachdem mir ihr Vorbild wieder einmal vor die Nase gehüpft war. Weißt du, an wen sie angelehnt ist?
Wenn dann schließlich die gesamte Geschichte soweit steht, mache ich mich an die Endfassung. Das geschieht dann aber doch chronologisch, parallel zu den Veröffentlichungen. In meinem Urlaub habe ich eine ganze Rutsche überarbeiten können, um genau zu sein, genau diese hier von Sherlocks Suche. Da war ich dann auch recht zügig durch. Ich muss euch immer ein wenig voraus sein, allein schon, weil meine Beta die Kapitel ja auch noch lesen muss.
Für mich ist Sherlocks Suche also bereits beendet. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich die Kapitel seiner Suche sehr mag. Aber es kommen jetzt noch viele, denen mein Herz ebenfalls gehört. Denn auch wenn noch fünfzehn Kapitel ausstehen, wir nähern uns Schritt für Schritt dem Showdown.
Und Sherlock wird von mir auch noch Zeit zur Selbstreflexion, um nicht zu sagen zur Beichte bekommen. Er weiß, dass er Mist gebaut hat. Wie es so schön heißt: Das Gegenteil von gut gemacht ist nicht schlecht gemacht, sondern gut gemeint. ;-)

LG Jodis
18.09.2022 | 13:02 Uhr
Uff. Eine lange Nacht. Ein Kampf, ein Toter, viel Unwissenheit. Der Fall ist gelöst, aber John noch immer verschwunden. Und immer die Angst, es könnte zu spät sein. Hoffentlich kommt er mit dem Bild des Vogels weiter. Hoffentlich geht es John gut.

Ian hat jetzt seinen großen Auftritt. Er mag Sherlock wirklich sehr. Hoffentlich können Sherlock und John (falls er alles unbeschadet übersteht) Ian später noch etwas Gutes tun. Ihn auf eine Schule schicken vielleicht? Ich habe keine Vorstellung was damals möglich war um jemanden zu unterstützen.

LG
John

Antwort von Jodis am 19.09.2022 | 17:39 Uhr
Eine ganze Menge „Hoffentlichs“, nicht wahr? (Natürlich werde ich nun noch keines aufklären )
Ich konnte nicht widerstehen, ein wenig Ironie der Götter hineinzupacken. (Kommt im übernächsten Kapitel noch einmal ähnlich.) Das, was Sherlock sich so lange ersehnt, wonach er gesucht hatte, liegt auf einmal in seinen Händen. Und doch ist es bedeutungslos. Natürlich, wird er versuchen seinen Gegner zu stellen, aber später. Zunächst gibt es Wichtigeres.
Es hat mir so einen Spaß gemacht, Ian zu schreiben.
Ja, er vergöttert Sherlock geradezu und auch Sherlock mag den Kleinen sehr.
Zur damaligen Zeit war es sicherlich schwierig bis unmöglich, die Grenzen der eigenen Klasse hinter sich zu lassen (obwohl… wenn man genau hinschaut ist es heute, auch hier bei uns, manchmal nicht unbedingt besser).
Kennst du „Jane Eyre“ von Charlotte Brontë? In dem Buch kommt eine Armenschule vor, in welcher mittellose Mädchen, ohne Schulgeld zahlen zu müssen, erzogen werden. Ganz davon abgesehen, dass diese Schule zumindest zu Beginn ein grauenhafter Ort ist, würde Kinder aus den alleruntersten Schichten nie dahin gelangen, sondern nur diejenigen, die zwar kein Geld, aber immerhin einen gewissen wohlanständigen Backround besitzen. Auch das Leben, was die Mädchen später erwartet, ist nicht das großartigste. Da ohne Mitgift eine annehmbare Heirat (in jener Zeit das ultimative Lebensziel) quasi ausgeschlossen ist müssen sie sich allein durch das Leben schlagen. Durch ihre Bildung können sie zwar als Gouvernante oder Hausdame arbeiten, aber gerade erstere sind für viele Herrschaften kaum mehr als simple Dienstboten (auch wenn sie im Rang natürlich über ihnen stehen). Also alles nicht so einfach.
Auch was Ian angeht, will ich nicht zu viel verraten. Nur so viel: Bevor die Geschichte zu Ende ist, treffen wir ihn noch einmal wieder.
LG Jodis
14.09.2022 | 23:51 Uhr
Hatte die letzen Wochen nicht wirklich viel Zeit, aber deine Geschichten sind es immer wieder Wert, mit etwas weniger Schlaf auszukommen :D.

LG

Antwort von Jodis am 15.09.2022 | 00:00 Uhr
Das ist ein schönes Lob.
Ich kenne es selbst zur Genüge, dass ich ein gutes Buch dem ausreichenden Nachtschlaf vorziehe.
Wenn meine Geschichten das bei anderne vermögen, ist das schon sehr cool.
Nichts desto trotz höre ich für heute auf, an dieser Geschichte weiter zu basteln, und gehe schlafen.
Sonst wird es morgen übel für mich ;-)
Gute Nacht und liebe Grüße,
Jodis
12.09.2022 | 09:11 Uhr
Es ist schön zu sehen wie Sherlock die Fährte aufnimmt und sich vorarbeitet, bis auf das Kokain. Es muss schrecklich sein zwar einen kleinen Schritt machen zu können aber das Ziel ist noch so weit entfernt. Die innere Ungeduld (geht mir übrigens im Moment genau so, warte auf das nächste Kapitel).

Ist das nicht eine schreckliche Zeit, wo Kinder so ein heruntergekommenes Haus als Heim bezeichnen weil es vorher noch schlimmer war?

LG
Grüße

Antwort von Jodis am 14.09.2022 | 22:51 Uhr
Ja, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Aber würde ich es Sherlock zu einfach machen, wäre die Geschichte doch langweilig, oder? ;-)
Sherlock und die Drogen... Ich gebe zu ich kommen immer wieder darauf zurück und - so viel sein gesagt - es wird nicht das letzt Mal gewesen sein, auch wenn es letzten Endes mehr schadet als nützt.

Die Zeit war definitiv schrecklich. Was ich aber noch schlimmer finde, ist das die Zeiten heutzutage für manche Kinder nicht besser sind :-(

Du bist ungeduldig? Eigentlich sehr gut. Das zeigt mir das ich richtig gearbeitet habe.
Aber kleiner Trost. Vermutlich kommt das neue Kapitel schon morgen Abend.

LG
Jodis
04.09.2022 | 14:45 Uhr
Hi,

na wenigstens ist die Kampfeslust zurück gekehrt. In so einer Not sieht man, in diesem Fall Sherlock, das er doch eine handvoll echte Freunde sein eigen nennen kann. Freunde die sich selbstlos in die Ermittlungen einbringen und Sherlock unterstützen. Angefangen mit Mrs. Hudson, über seine Mutter, hin zu Molly (Arm in die Luft stoßen und "hab ich es doch gewusst" na gut geahnt, rufend).

Sherlocks Gegner ist kalt und abgebrüht, aber man legt sich nicht mit Sherlock an.

LG
John

PS: Erfahren wir eigentlich auch etwas über Johns Gefangenschaft? Ein POV seinerseits?

Antwort von Jodis am 09.09.2022 | 22:21 Uhr
Genau, ein Sherlock Holmes lässt sich so schnell nicht unterkriegen ^^ - auch wenn die Sache ihn mehr mitnimmt, als er sogar vor sich selbst zugibt.
Du ahnst auch schon ganz richtig, dass es ihre Gegner es noch bereuen werden, sich derart mit ihm angelegt zu haben.

Ja, Sherlock hat Freunde Menschen, die ihm zugetan sind, vielleicht mehr als er ahnt und die ihm in den folgenden Kapiteln zur Seite stehen werden. Er wird es brauchen.

Was Molly angeht... es freut mich diebisch, dass es mir gelungen ist, zwar die Ahnung zu sähen, dass Hooper tatsächlich Molly ist, den Leser aber dennoch im Dunklen tappen zu lassen. Auf jeden Fall bin ich froh, die Katzen endlich aus dem Sack gelassen zu haben. Die deutsche Sprache ist denkbar ungeeignet, sich dauerhaft geschlechtsneutral auszudrücken. Aber jetzt darf ich Hooper/Molly endlich als „sie“ bezeichnen.
Es wird übrigens noch ein Kapitel geben, in dem Molly im Zentrum stehen wird. Dabei erfahrt ihr dann auch, wie ich es mir vorgestellt habe, wie sie in diese Rolle gerutscht ist.

Die nächsten Kapitel bleiben wir bei Sherlock. Es wird keinen Switch zu John geben. Dass heißt, ihr müsst leider genauso in der Ungewissheit verharren wie der arme Sherlock.

LG
Jodis
27.08.2022 | 14:00 Uhr
Oh man. Da wagst du ja etwas. John entführt und das mit diesem Ausmaß an Toten. Eine Inszenierung, die seines gleichen sucht. Wenn es nicht John getroffen hätte, würde Sherlock begeistert sein einen so würdigen Gegner zu haben.

LG
John

Antwort von Jodis am 28.08.2022 | 09:53 Uhr
Ich habe nie behauptet, dass ich nett zu meinen Figuren wäre. :-) Oder mit Johns Worten: "I had bad days."
Aber du hast Recht: Ganz grundsätzlich hätte Sherlock seine Freude an dem Ganzen, wenn er vermutlich etwas verächtlich die Nase gerümpft hatte, dass ihr Gegner die Szenerie so stümperhaft gestalten ließ, dass Sherlock dies gleich als für ihn gemaltes Gemälde durchschauen konnte.
Auch hat er noch nie Bedenken gehabt, sich selbst in Gefahr zu bringen.
Nun aber hat ihr Gegner ihn festgenagelt. Er hätte sich kaum etwas schrecklicheres ausdenken können, als Johns Leben an einem seidenen Faden hängen zu lassen und Sherlock damit zu bedrohen diesen auch noch zu durchtrennen.
Sherlock wäre jedoch nicht Sherlock, wenn er nun einfach aufgeben würde, doch er weiß auch, dass er Vorsicht walten lassen und sein ganzes Können aufbringen muss, wenn John nicht sterben soll. So viel sei verraten: Sherlock wird erkennen müssen, dass es schwierig ist, allein den Verstand sprechen zu lassen, wenn das Herz involviert ist.
In diesem Sinne, bis nächste Woche
LG Jodis
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