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Autor: Wusilo
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt):
17.06.2022 | 23:30 Uhr
Hallo - ich komme mit „Anmerkungen, Eindrücke[n], Ideen …“ :D Und das, obwohl ich dem Konzept „Finnick hat Geschwister“ (siehe Yggdrasils Reviewspalte, ich geh mal davon aus, das hast du gelesen, lol) eigentlich negativ gegenüberstehe. Aber hey! Da ich das jetzt am Stück lesen werde, wird es wohl sehr lang, unstrukturiert und Schlag auf Schlag, unter Umständen unausgeschmückt. Ich hoffe, die abrupten Sprünge werden nicht unhöflich, weil … naja, so bin ich nicht, meine ich.

Ich mag deinen unvermittelten Einstieg — und dass nicht direkt Erntetag ist.

Diese Menge an Geschwistern finde ich schlichtweg zu viel. Das sind halt ein Haufen Figuren auf einmal, die im Canon nicht existieren (ihm ja meiner Meinung nach sogar noch widersprechen), die du aber alle gleichzeitig einführst und die man im Kopf behalten muss. Wären sie über einen längeren Zeitraum vorgestellt worden, wäre es leichter gewesen, so ist es echt schwer. Außerdem frage ich mich halt, was deren Sinn ist. Im besten Fall hat jede Figur in einer Geschichte irgendeine Art von purpose, wird die Handlung weiterbringen oder für irgendeine Entwicklung verantwortlich sein, also kein Beiwerk. Bei dieser riesigen Menge an Geschwistern, die ja auch nicht die einzigen Figuren der FF bleiben, stelle ich mir nun halt die Frage, wie nötig die sind. Klar, ich bin Stand jetzt, da ich das hier tippe, noch beim ersten Kapitel, also vielleicht wird mir das noch widerlegt, aber das war halt der erste Gedanke. Die einzige literarische Großfamilie, die mir direkt einfällt, sind die Weasleys. DIe funktionieren aber auch nur, weil Harry Potter hat drölf Milliarden Figuren hat, da wirken die neun Weasleys auf die Masse gar nicht mehr so viel, plus im ersten Buch kommen halt noch nicht alle als wirklich handelnde Figuren vor (Ron, Fred und George, wenn man will, Percy und Charlie — Ginny ist zwar mal kurz anwesend, aber sie tut fast nichts, bei Mrs. Weasley reicht es im ersten Buch, das Konstrukt „Mutter“ zu kennen, und eigentlich kann man, was Charakterisierung angeht, auch Charlie wieder rausnehmen). Über die Aussage „Ron ist der jüngste Sohn und kommt damit nicht gut klar“ hinaus wird die Familie erst über sehr viel längere Zeit charakterisiert. Bill taucht beispielsweise erst sehr spät das erste Mal auf …

Du hast einige Sätze drin, die man vielleicht teilen könnte: „Elaija wurde vom Kapitol die Arbeit verwehrt, was wir versucht haben, sie darf nicht arbeiten, unserer Mutter war das schnell nicht mehr so wichtig, so hilft Elaija ihr jetzt im Haushalt.“ beispielsweise verstehe ich nicht so ganz: Haben sie aktiv versucht, dass ihr das Kapitol die Arbeit verwehrt? Wenn das ein aktives Versuchen war, wieso war es der Mutter egal? Wieso wollten sie überhaupt, dass sie nicht arbeitet? Wenn das Kind der Mutter egal ist, warum dann im Haushalt helfen? Ganz davon abgesehen, dass im Satz eben mehrfach der Fokus wechselt. Erst ist Elaija das Subjekt, dann im Einschub „was wir versucht haben“, ist es das „wir“, nach „arbeiten“ ist es die Mutter, und ab dem „so“ wieder Elaija. Demnach sollten es rein grammatikalisch eigentlich drei getrennte Sätze sein — die du dann ausschmücken könntest, um die Fragen oben zu klären.

Du schneidest viele interessante Themen an: Erst die Arbeit — wieso arbeiten die so jung? (ja, obviously, weil 4 nicht reich ist, aber kann man trotzdem erklären) Dann die Brandungstodsache, und schließlich der Vater. Siziliania ist er egal, okay, aber mich interessiert trotzdem, was da passiert ist — wenn er ihr egal ist, hättest du ihn auch gar nicht erwähnen können, das hätte ich akzeptiert, aber dieser Einschub zu Finnick und Elaija bricht mit dem Egal-Bild, da werde ich interessiert. Dann ist noch seltsam, wie Schule und Arbeiten im Kontrast zueinander stehen — Siziliania wird gefragt, was sie WILL, das ist weird: Gibt es keine Schulpflicht? Arbeitet sie doch aus Spaß? Inwiefern kann sie das entscheiden? In dem Alter sollte doch irgendwas vorgeschrieben sein und eins zu wählen sollte beim anderen für Probleme sorgen. So wirkt das irgendwie zu frei, auch wenn sie sich direkt danach für die Schule entscheidet.

Du hängst deine Gedankenstriche direkt an die Wörter, aber da gehören Leerzeichen davor und dahinter :) Ich hab hier ein paar gemacht — die auf Apple-Tastaturen viel zu lang werden (und in FF.de selbst zu kurz bleiben), aber darum geht es nicht —, jedenfalls geht das so, lol.

Grade, wenn ich mir anschaue, was ich bisher zu Details gesagt habe, und dann die Stelle lese, an der sie sich für die Schule fertigmacht, ist die Geschichte etwas unausgeglichen: Die Kleidung und die Haare werden mehr beschrieben als ganz Distrikt 4 — dabei ist doch Distrikt 4 das Neue, das du der Welt hinzugefügt hast, Haare und Schuluniformen habe/hatte ich selbst oder gibt es zumindest in unserer Welt, das kenne ich, aber Distrikt 4 aus deiner Sicht kenne ich nicht, zeig mir das :)

Das Lied: Welche Bedeutung hat es? Nicht für Siziliania, sondern für die Geschichte? Inwiefern tut es was für die Handlung oder charakterisiert es Siziliania? Sie singt es ja auch nicht mal, sie denkt nur daran. An ein Lied zu denken, aber dann den ganzen Text durchzugehen, ganz davon abgesehen, dass nicht ganz klar ist, wieso sie das jetzt anbringt, widerspricht sich irgendwie. Im echten Leben kann man ja gleichzeitig singen/summen/im Kopf einen Song durchgehen und nebenher Dinge tun, aber in Texten geht das halt nicht so gut. Wenn du den ganzen Text aufschreibst, brichst du die Handlung auf. Dann vergeht Lesezeit, in der Siziliania auf der Handlungsebene absolut nichts tut — sie singt ja wie gesagt auch nicht. Ich hoffe, das ist verständlich. Dieses Lied ist quasi im Leseflow und für die Handlung eine riesige Pause. Wenn du schreibst, sie singen es im Chor, und dir das Lied wirklich wichtig ist, hätte ich es lieber da gezeigt, wenn Siziliania es auch wirklich singt, also Handlung besteht, während der Songtext da steht.

Thema gendern in literarischen Texten … Ich stell mich dem nicht entgegen, bitte versteh das nicht falsch, das ist wichtig und so, aber es ist halt in der Form (noch) nicht in der Grammatik angekommen, die man für literarische Texte nutzt. Da würde ich, um die Inklusivität klarzumachen, auf neutrale Formen zurückgreifen — Lehrkräfte anstatt Lehrer*innen zum Beispiel, da geht das ja ganz leicht. Letztendlich ist der Text ja auch nicht aus deiner Sicht in unserer Welt geschrieben, sondern aus Sizilianias Sicht in Panem. Ich hoffe, das kommt jetzt nicht zu kontrovers — ich gendere im Alltag schriftlich quasi immer, mündlich nehm ich genderneutrale Formen und in Reviewantworten gleiche ich mich an Leute an tbh, aber in literarischen Texten bleib ich halt wegen der Grammatik auf dem generischen Maskulinum hängen. Ist jetzt ein Haufen unnötiger Infos, aber ich wollte kurz erklären, dass ich nicht gegen das Gendern bin, bevor du mich am Ende hasst :D

Dafür, dass Siziliania so kalt ist, hat sie erstaunlich viel von der Familie und deren Auffassungen geredet bisher, plus das gezeigte Pflichtgefühl, weil die Mutter sich für die Schule den Arsch aufreißt, passt halt nicht dazu, dass ihr offenbar jeder egal ist.

An der zweiten Stelle ergibt das Lied Sinn! Allerdings hättest du zwischen die Strophen Handlung packen können, das Ganze aufbrechen.

Thema Religion hatten wir schon, da kennst du meine Meinung, da sag ich jetzt nichts zu, außer dass mir wieder Kontext fehlt. Du schmeißt mit sehr vielen neuen Infos um dich in diesem ersten Kapitel, aber gehst auf quasi nichts ein. Das ist so alles schwer im Kopf zu behalten. Nichts ist falsch oder so, das will ich gar nicht sagen, das kann gerne alles existieren, aber du musst dir vorstellen, dass ich davon noch nie gehört habe. Ich kenne das nicht, ich brauche eine Erklärung oder dass Sachen gezeigt werden, irgendwas jedenfalls. Durch die Masse an Neuerungen im Universum durch dich, die allesamt einfach nur so in Nebensätzen stehen und nicht erläutert werden, kann man nicht so gut folgen.

Der Handlungssprung von der Arbeit nach Hause ging sehr plötzlich. Die Arbeit hatte auch irgendwie gar keine Auswirkungen: Dass da Leute sterben, hast du am Anfang schon gesagt, sprich die Arbeit zu zeigen war nur eine Wiederholung, und da Siziliania der Tod dieses einen Mädchens ja egal ist, hat das keinen Nachhall. Also warum diese Szene?

Bei wörtlicher Rede macht man in Konstruktionen wie dieser hier: „‚Dann sind wir noch da.‘, meint Finnick.“ keine Punkte :)

Long story short: Wenn du die Infos nicht häppchenweise präsentierst, könnte das Kapitel gut und gern doppelt so lang sein!

So, Kapitel 2 — ab jetzt wohl nicht mehr so ausführlich, weil sich vermutlich einiges doppeln würde.

Direkt zu Beginn fällt mir wieder ein Bruch in Sizilianias (der Name ist zum Tippen schwer, verzeih mir also, wenn ich mal ein paar i vergesse oder so, lol) Verhalten — wenn ihr alles so egal ist und sie Milos Angst vor den Spielen albern findet, wieso hat sie dann Albträume? Wenn sie es verdrängt und ihr das bewusst ist, wieso ist sie dann so gemein? Das passt auch irgendwie nicht zu einem unzuverlässigen Erzähler, weil dann könnte sie das Verdrängen nicht benennen …

Wenn jemand Neues spricht, kannst du zur Auflockerung des Texts und zum besseren Verständnis, wann ein Sprecherwechsel stattfindet, gern eine neue Zeile anfangen!

Finnick als Freiwilligen finde ich logisch, weil er ja aus 4 ist, und für seine Figur passt es, dass er sich selbstlos für andere meldet. Allerdings geht das für mich wieder mit dem einher, dass ich nicht sehe, dass Finnick überhaupt Geschwister haben kann. Wäre Finnick für seinen Bruder in die Spiele gezogen, hätte Katniss direkt ein bonding-Thema mit ihm gehabt …

Ich kann mir um ehrlich zu sein nicht vorstellen, dass das Kapitol Sprachen erlaubt, die es nicht versteht. Es ist ohnehin schon unlogisch, dass keiner dort Jevrem versteht, aber wenn es so ist, dann wäre es verboten. In der Menschheitsgeschichte wurden ja schon häufiger die Sprachen der einheimischen Bevölkerung von Kolonialherrschenden verboten, also das wäre nicht mal was Abwegiges — vor allem nicht für Snow. Also entweder, die verstehen die Sprache (oder haben Leute, die sie verstehen), oder es ist verboten und dann muss wirklich gefahndet werden, weil es halt Panem ist. Aber dass es ein so offensichtliches Loophole gibt, gegen das das Kapitol nichts unternimmt, ist seltsam.

Den Streit finde ich gut, auch wenn die Argumente und die Auflösung zu unvermittelt sind. Da kann ruhig mehr Pfeffer rein (lol), dass man zumindest Siziliania mehr anmerkt, wie sie kocht, auch gefühlstechnisch, und wenn sie doch so unvorsichtig und kalt ist, kann sie ruhig gemeiner sein — das würde die Reaktion der Schwester mit dem plötzlichen Greifen zum Alkohol auch verständlicher machen und warum die Mutter nur so pseudo-mäßig widerspricht.
Der Absatz ist übrigens wirklich zu sehr ein Block, das ist ganz schwer zu lesen. Mindestens bei den Redeturns und ihren Wechseln kann man da zig mal zwischendrin Enter drücken, aber auch bei Themenwechseln und so weiter. Das war in den Kapiteln davor besser drin, also kriegst du das schon hin!

Zu Kapitel 4 direkt: Ein ganzes Kapitel, für das ich eine andere FF gelesen haben muss, finde ich … schwierig. Selbst bei kompatiblen Universen sollten Dinge unabhängig voneinander stehen können — oder es gibt ganz eindeutig erst das eine, dann das andere. Aber dieses Hin- und Herwechseln von einer noch nicht fertigen FF zur anderen ist seltsam. Für Randdetails okay, quasi Easter Egg-mäßig, aber nicht für ganze Handlungsstränge bzw. einzelne Kapitel, das ist etwas unstrukturiert (nicht von euch, sondern zum Lesen — wenn ich irgendwo im Flow bin, will ich doch das weiterlesen, nicht zwischendrin wechseln müssen).

Dass sich Kapitel 4 mit der Schule beschäftigt, fällt irgendwie aus dem Rahmen. Endlich kommen Infos zur Bildung, aber hallo, der Bruder ist grad in die Hungerspiele, riesiges Drama, Familie emotional im Eimer, und dann wird auf einmal die Schule erklärt? Das ist um ehrlich zu sein nicht der richtige Moment, das zieht einen aus dem Vibe, den du mit dem Kapitel direkt davor aufgebaut hast. Ganz andere Atmosphäre auf einmal, es liest sich wie ein komplett anderer Text, weil auf einmal ganz andere Dinge wichtig erscheinen. Aber rein logisch betrachtet sollte Finnick Thema Nummer 1 sein grade, nicht Mathenoten.

Die Schule finde ich unseren Schulen zu ähnlich. Klar werden die auch in Panem Allgemeinbildung haben, aber die Fächer und die Notenvergabe sind doch wie bei uns und irgendwie würde ich meinen, dass das in einem Amerika der Zukunft anders ist — die USA funktionieren ja schon jetzt anders als Schulen in Deutschland :D

Wenn Jevrem gesprochen wird, würde ich das so machen, wie du es schon am Anfang der Geschichte gemacht hast: Dazuschreiben, dass es das jetzt ist. Eine existente Sprache dafür zu nehmen, ist schwierig, vor allem, wenn sie unter Umständen so nicht richtig ist. Die Alternative wäre, sich da eine komplett neue Sprache auszudenken, aber solange man das nicht angeht wie Tolkien, stehe ich da als Sprachwissenschaftlerin ehrlich gesagt auf Kriegsfuß mit :D Also am einfachsten ist es einfach, sowas wie „sage ich auf Jevrem“ zu sagen, oder einmal zu sagen, dass Siziliania mit der Familie immer diese Sprache spricht und nur Ausnahmen hervorzuheben, dann kann man dem schon folgen (und es nicht seltsam für Leute, die Polnisch können) :) Dass du es nicht übersetzt, ist es außerdem seltsam, weil wenn davor Jevrem gesprochen wurde, hat man es beim Lesen doch auch auf Deutsch gesagt bekommen und verstanden. Dass ich die Protagonistin, mit der ich mitfühlen soll, nicht verstehen kann, ist doch doof. Wie soll ich denn einen Draht zu ihr entwickeln, wenn sie mich aktiv ausschließt? Ich hab nämlich eigentlich keine Lust, jeden Satz in einem Extratab durch Google-Übersetzer zu jagen — hab ich jetzt auch nicht gemacht, ich bin meinen PC mit Maus gewohnt und ich bin grade am Laptop, das ist mir mit dem Mauspad und dem kleinen Bildschirm auch einfach zu viel Gefummel :D Sprich, da sind einfach mitten im Text Gesprächsfetzen, die ich nicht verstehe. Da entwickelt man beim Lesen so ein bystander-Gefühl, das Siziliania und so zu einer fremden Gruppe macht, zu der ich nicht gehöre. Wäre okay, wenn sie Antagonisten wären — aber sie ist ja das Zentrum der Erzählung. Egal, was passiert, sie sollte ich verstehen, weil alles, was bis hierher an Bindung entstanden ist, geht durch diesen plötzlichen Bruch etwas futsch.

Inwiefern kann Siziliania mit zwölf die Sexualisierung der Tribute denn schon verstehen? Ist das nicht selbst für Panem etwas jung? Aus den Büchern sind Prim, Rue und vielleicht noch irgendwer von Gales Geschiwstern die einzigen Zwölfjährigen, die man kennenlernt, und die wirken nicht, als seien sie damit super vertraut, auch einfach, weil einem das Thema Sex mit zwölf realistischerweise dann doch noch etwas fern ist. Klar, man weiß, was das ist, aber kann man Sexualisierungen wirklich weiterdenken und reflektieren? Oder kennt man, wenn man das Wort kennt, das nur über Ältere, ohne es so wirklich begreifen zu können? Zwölf ist schon arg jung für sowas, und in dieser Altersspanne tut sich entwicklungs- und erfahrungstechnisch wieder so viel, dass da echt ein Unterschied ist zwischen zwölf und 14 zum Beispiel.

Dass du aktiv sagst, dass du nicht auf 4 und 12 eingehst, die dann aber die einzigen sind, die von Rubia kommentiert werden, ist seltsam.

Props für die Triggerwarnung!

Ich finde tatsächlich gut für die Handlung, dass die Mutter Finnick abgeschrieben hat, das Thema Geld anspricht und dass Elaija darauf reagiert! Gefällt mir! Endlich sind die Spiele wieder Thema, das ist ja auch einfach ein riesiger Konfliktherd!

4 ein eigenes Kampfsystem zuzuschreiben, das zwar wirklich Fähigkeiten bringt, die einem in der Arena helfen, sich aber deutlich von 1 und 2 unterscheiden, finde ich auch richtig gut! Das gibt 4 eine eigene Kultur und erklärt ein bisschen, wieso die zwar als Karrieros gelten, aber dann irgendwie im Fandom doch nicht als solche angesehen werden. 4 hat so ein positives Image, weil Finnick da herkommt, aber realistisch gesehen müssten die ja rein nach Buch-Canon auf genau derselben Stufe stehen wie 1 und 2.
Dass Siziliania allerdings während eines angeblich so schockierenden Schlagabtauschs die Zeit hat, sowas zu erklären, ist strukturell nicht sinnig.
Und wieso findet sie es schlimm, wenn die Mutter Milo sagt, er solle sich zusammenreißen, aber sie selbst tut es? Wenn sie Milo nicht verstünde und einfach das Verhalten der Mutter kopieren würde (was Kinder ja leider häufig tun, ganz automatisch), okay, aber sie ist ja so reflektiert, dass sie sowohl ihn als auch die Mutter versteht — wieso entscheidet sie sich dann aktiv dafür, ihrem Bruder wehzutun? Das ist doch gemein, das verstehe ich nicht, sie hat keinen Grund.

Elf Punkte im Einzeltraining für Finnick finde ich tatsächlich logisch — gut, dass du davor das Kampfsystem erklärt hast!

So, das war jetzt sehr lang, hoppala. Vielleicht kannst du ja mit den Sachen was anfangen, vielleicht nicht (bitte hass mich nicht, weil ich Kritik geübt hab). Wir lesen uns, I guess!
Schönen Abend noch!
Annika

Antwort von Wusilo am 30.06.2022 | 16:02 Uhr
Hi! :D

Ich habe gestern Abend schon geschrieben und war fast fertig und dann ist mein Akku leergegangen, nirgends gespeichert, alles weg! Aber egal, dann schreibe ich jetzt halt nochmal, auch wenn das jetzt länger dauern kann. Ich versuche zu rekapitulieren und so zu tun als hätte ich das nicht schonmal geschrieben, sollte ich hinkriegen so zu tun als ob ist schließlich Teil meines Jobs.
Du schreibst mir? Obwohl du meiner Grundidee so negativ gegenüberstehst (kann ich by the way echt gut verstehen)? Ist wahrscheinlich überhaupt nicht so gemeint, aber ich fühle mich geehrt.
Falls das jetzt unstrukturiert oder so sein sollte, dann ist es mir ziemlich egal, ich meine, was mache ich den ganzen Tag?!

Und sogar Lob ist dabei. Das stand für mich ziemlich fest, anzufangen bevor die Welt aus den Fugen gerät.

Es sind viele Geschwister, das stimmt. Ich selber komme halt auch aus einer großen Familie und deswegen konnte ich mich damit gut identifizieren und hatte damit kein Problem. Zudem finde ich jeden Charakter relevant, habe jedes Familienmitglied ins Herz geschlossen, kann sie garnicht aus der Geschichte denken, sie gehören dazu, mit ihrer Art. Das ist jetzt emotionaler geworden als ich dachte, aber das ist es für mich mittlerweile ja auch, zumindest wenn es um die Charaktere geht.
An die Weasleys fühlen sich glaube ich alle ein wenig erinnert. Obwohl wir uns in einer ganz anderen Situation mit ganz anderen Menschen (sagt man das so?) befinden. Ich weiß was du meinst, das ging jetzt so schnell. So viele auf einmal, aber mal angenommen „Harry Potter“ hieße „Ronald Weasley“, wir hätten Bill und Charlie früher kennen gelernt und die Familie wäre viel mehr charakterisiert worden. Ich hoffe du verstehst was ich meine und warum ich es so gemacht habe.

Ja, von Grammatik habe ich mal so gar keine Ahnung! *schäm* Ich freu mich deswegen auch immer wenn mich da jemand drauf hinweist und mir die deutsche Sprache erklärt, ich bin nämlich spätestens beim Thema Satzzeichensetzung und Absätze komplett überfordert. Warum schreibe ich überhaupt, wenn ich es nicht einmal kann und Rechtschreibfehler mein 2. Vorname ist?! Danke für den Hinweis also, wirklich! :)
Nein, das hast du falsch verstanden; es war folgendermaßen: Das Kapitol verwehrt als Provokation an die Gemeinschaft der Genevra Elaija die Arbeit und die Familie versucht aber das sie arbeiten kann, damit sie eine weitere Einnahmequelle haben, das Kapitol bleibt bei seiner Position. Endprodukt: Elaija darf nicht arbeiten, der Mutter ist es im Endeffekt dann aber ziemlich egal, da sie jetzt jemanden hat der mit ihr den Haushalt schmeißt.

Ja, genau deswegen arbeiten die so jung, zudem wurde ja auch in Buch zwei gesagt, dass die in 8 auch schon als Kinder arbeiten.
Das Thema Vater…ich hab mir da tatsächlich was kleines überlegt, aber kein großer Teil der Geschichte. Das Siziliania das mit Finnick und Elaija denkt, zeigt eigentlich nur nochmal ihr festgefahrenes Bild der älteren Geschwister, obwohl Finnick by the way halt nur zwei Jahre älter ist und die Beiden halt auch nicht alles wissen.

Also (das klingt verdammt unhöflich, soll es aber nicht sein), das Kapitol versucht Genevra systematisch von Bildung fern- und damit auch klein zuhalten. Ich habe mir überlegt, das man nur mit einem Ausweis zur Schule darf, dieser kostet aber Geld keinen horrenden Summen, aber eben zu viel für eine Familie die sich kaum das Essen leisten kann. Zur Ernte muss man aber auch wenn man nur die so eine Art Papier hat, das halt deine Existenz bestätigt und nichts kostet. Wie meine Hauptcharaktere an die Ausweise gekommen sind wird später noch geklärt. Worauf ich hinaus will: das Kapitol versucht Genevra ja sowieso von Bildung fernzuhalten, denen ist das dann egal wenn Eine anstatt zur Schule zu gehen für die Arbeit verrichtet. Sissi entscheidet sich natürlich für Schule, da es für sie der einzige sichere Weg aus der Armut ist.

Ich erstmal so: „Was meint sie? Was sind Gedankenstriche?“. Dann gab es so einen Aha-Moment. Du hast absolut recht! Ist mir sogar beim lesen von anderen FF‘s aufgefallen. Werde ich bei den nächsten Kapiteln richtig machen, vielen Dank nochmal für den expliziten Hinweis. :)

Stimmt halt einfach. Ich bin generell mit meiner Beschreibung von Distrikt 4 ziemlich unzufrieden. Da muss ich auf jeden Fall mehr auf Ausgeglichenheit achten. Danke nochmal für den Hinweis! :)

Ja, das Lied. An der Stelle unpassend, aber für Sizilianias charakterliche Weiterentwicklung, wichtig. Es gibt direkt danach ja auch ihren Gedankengang, dass man es rebellisch interpretieren könnte, es aber niemand macht, doch indem sie diesen Gedankengang geht geht sie ja schon ein wenig in die rebellische Richtung, sie tut es, sie interpretiert das da rein. U know what I mean. Das es keinerlei Handlung gibt stimmt. Das hätte ich besser lösen können.

Da hatte ich um ehrlich zu sein auch einen kurzen struggle. Und keine Sorge, da versteh ich dich nicht falsch. Ich hab es - wie man sieht - dann letztendlich mit Sternchen gelöst. Ich mache das mündlich auch so. Ich habe mich da auch mit Lilienfee (yes, I know her) drüber unterhalten, sie macht es mündlich nämlich auch so, als würde man es mit Sternchen machen (gibt dafür eine bessere Bezeichnung, die fällt mir aber gerade nicht ein). Sie benutzt in literarischen Texten um jetzt das wohl bewehrteste Beispiel zu nehmen: „Lehrer und Lehrerinnen“ dauert halt lang zu schreiben. Du hast recht, es spielt in der Zukunft, in Panem, da hat sich vermutlich was das anbelangt was verändert, wenn man sich nur ansieht wie schnell sich die Sprache beim Thema gendern momentan ändert, bzw. wie sehr sich dagegen gestellt wird. Langes und Diskussionswürdiges Thema.

Ich denke, sie ist garnicht unbedingt so kalt. Sie hat eine große Angst davor das ihre Schutzdämme brechen, dass sie selber nicht stark genug ist um die geforderte Last zu tragen, eine Last die sie sich auch selber auferlegt hat. So auch beim Thema Ernte; sie verdrängt sehr stark, versucht nicht an sich heranzulassen was ihr Angst macht. Sie hat Angst davor selber in der Schule zu weinen. Ich kenne das von mir selber, wenn jemand der mir sehr nahe steht weint, dann sind die Pforten für eigene Tränen viel weiter geöffnet. Sie hat Angst dieses Image der Starken zu verlieren Zeven sagt ja sogar; dass sie wohl sehr gut für die Hungerspiele geeignet wäre, wäre sie aber vermutlich eben nicht, sie möchte ja auch für Menschen die sie liebt da sein und für sie stark sein. Ich hoffe du verstehst zumindest ein bisschen was ich meine.

Das mit der Handlung sollte ich mir für die nächsten Kapitel merken, generell für‘s schreiben.

Ja, das Thema hatten wir. Ich kann deinen Standpunkt da auch immer noch gut nachvollziehen. Ich habe es - wie man sehen kann - dann ja mit einer Religion gemacht. Ja, ein bisschen viel Neues im ersten Kapitel. Du schreibst es ja quasi schon; für mich war es sehr vertraut und für alle die nunmal nicht in meinem Kopf wohnen (ist auch nicht sonderlich wünschenswert) halt nicht.

Ich wollte ja so ein wenig zumindest versuchen den Alltag abzubilden und dazu gehört halt nunmal auch die Arbeit, deswegen diese Szene. Das der Sprung so plötzlich kommt sieht mir ähnlich, ich weiß oftmals nicht wie ich etwas richtig beenden kann. Sollte ich unbedingt dran arbeiten, eben Szenen nicht zu plötzlich oder zu holprig zu beenden, sondern so das es flüssig ist, darum habe ich um ehrlich zu sein auch Angst davor, so große Zeitsprünge niederzuschreiben, was ich im Laufe dieser FF halt definitiv noch muss.

Ah, schon wieder sowas das sich Grammatik, Zeichensetzung oder Rechtschreibung nennt und von dem ich gar keine Ahnung habe. Ich werde Yggrdrasil, Lilienfee oder jemand anderes belagern müssen, damit mir die Person das dann nochmal erklärt, denn ich Zeichensetzungs-Stümperin verstehe es nichtmal. Ich werde es mir, wenn ich es denn dann verstanden habe zu Herzen nehmen! :)

Ich denke nicht, dass es ein Bruch in ihrem Verhalten ist. Es ist Siziliania das Gegenteil von egal, sie findet Milos Angst nicht albern, sie hat nur Angst selber als schwach dazustehen. Darum verdrängt sie ja auch (hat super geklappt, kappa). Aus eben diesem Grund war sie auch so gemein zu Milo. Angst bringt Menschen dazu gemein zu sein. Ich bin gerade tatsächlich auch wieder zu Hause und das erinnert mich an was, nämlich Lilienfee arbeitet öfters mal in Workshops mit Klassen zum Thema Mobbing zusammen; sie hat uns mal erzählt, dass es so ein bisschen einen Haupttäter (sorry für meine bescheuerte Ausdrucksweise) gab und dieser - so hatte sie zumindest das Gefühl - handelte aus der Angst davor als schwach dazustehen. Ich will Siziliania jetzt auf gar keinen Fall mit einem Mobber gleichsetzen, aber vielleicht verstehst du ja so ein bisschen was ich meine.

Jap, damit habe ich auch total gehapert, ich wusste aber nicht wie ich es hätte anders machen können. Ich habe mir für den Rest der Story da was überlegt, aber diese Stelle…! Ich werde es so machen, dass der Teil der Ernte in dem Milo ausgelost wird, nie wieder ausgestrahlt wird, sondern nur die freiwillige Meldung Finnicks, da Finnick ja auch so ein bisschen dieses Karriero-Image hat und ein freiwillige Meldung für den kleinen Bruder da halt nicht so gut reinpasst, zudem denke ich, dass es Snow nicht in den Kram passt, dass ein Genevra gewinnt. So gerät es vielleicht im Kapitol in Vergessenheit, also das Finnick sich für Milo meldet.

Ich und meine Logiklöcher…! Ja, Jevrem im allgemeinen. Ich denke schon, dass Siziliania sich was Jevrem anbelangt zu sehr in Sicherheit. Ob ihr das noch zum Verhängnis wird?! Naja, ich denke generell, dass Jevrem eine Sprache ist, welche für Nicht-Muttersprachler*innen schwer zu verstehen ist. Gewiss gibt es auch Möglichkeiten Jevrem zu übersetzen. Jetzt kann ich mich nicht zurückhalten, ich habe dein Review ja schonmal gelesen und du schreibst ja über die Problematik mit dem Polnischen, ist auch problematisch. Du meintest ja, dass man sich eigene Wörter ausdenken könnte (oder so), du es aber problematisch fändest solange man da nicht rangeht wie Tolkien, das was hat mich total getriggert, was mache ich jetzt also: Ich denke mir eine Sprache mit Grammatik und all dem Quatsch aus! Ich habe mir einen Rechtschreib-Duden genommen und habe jetzt ganz viel Spaß dabei Seite für Seite durchzugehen, Wörter auszusieben und zu übersetzen, so dass es am Ende mit der Grammatik vereinbar ist. Wieder zurück zum Thema, warum schreibe ich das also; weil Yggrdrasil, eine andere Freundin und ich uns überlegt haben, dass es - wie im Chinesischen- auch (!) dieses ich nenne es mal Töne-Ding gibt, so bedeutet dann das Wort „Midu“ (Anfang hoch, Ende tief gesprochen) Heuler und „Midu“ (Anfang tief, Ende hoch) Angst, ein bedeutender Unterschied. Bei einem Lied ist das wohl schwer richtig umzusetzen. So könnte es dem Kapitol schwer fallen es in diesem Lied zu erkennen. Ansonsten ist Siziliania an dieser Stelle leichtgläubig.

Der Streit ist glaube ich für den Charakter Elaija wichtig. Sie ist zum einen extrem lieb, fürsorglich und verantwortungsbewusst, zum anderen aber auch eine sehr aufbrausende Persönlichkeit. Ich denke, dass wir durch den Streit anfangen sie kennenzulernen. Als jemand mit sehr vielen Agressionen in sich. Argumentation, ähhhm, bin ich nicht so gut drin, aber wie soll man in der Situation auch groß rum argumentieren?! Streits mit meinen Geschwistern waren halt auch immer eher mit so laschen Argumenten. Das stimmt Siziliania merkt man nicht so hart an, dass sie wütend ist. Joa, die Mutter ist halt auch nochmal ein ganz eigenes Kapitel.
Ich glaube, dass man merkt wie unfassbar grottig ich in Absätzen bin. Die werden häufiger zu Blöcken, da sollte ich unbedingt dran arbeiten!

Was habe ich da schon wieder angestellt?! Man muss es für das Kapitel halt nichtmal gelesen haben! Muss man einfach ganz allgemein nicht! Nichtsdestotrotz ist es natürlich eine sehr gute FF. Man muss sie für meine nur halt nicht gelesen haben. That‘s everything I habe to say about it.

Ähm, ja lol, stimmt halt einfach…brauch ich jetzt auch nichts weiter zu zu schreiben.

Mit dem Schulsystem hatte ich einen harten struggle. Unserem ähnlich finde ich es jetzt aber eher nicht. Ich saß immer stundenlang an meinem Platz und habe in meine Hefte und Bücher geschrieben und geschaut, wenn die Jungs laut waren und gewalttätig wurden wurde nichts gemacht und wenn ein Mädchen sich erlaubte ungefragt den Mund zu öffnen; oh, Gott bewahre ;), im Sportunterricht konnte ich dann schön Brennball spielen und Dreien kassieren (vielleicht weißt du ja was ich meine). Mit diesem im Klassenraum so mäßig Heftarbeit verrichten stimmt schon, aber der Rest ist schon anders wär’s ich jetzt mal wagen zu behaupten.

Hast du absolut recht mit und ich bin mit meinem Weg in diesem Kapitel auch absolut unzufrieden. Wie oben schon erwähnt hat mich das mit Tolkien getriggert und jetzt erfinde ich schön eine Sprache (viel Spaß beim wälzen des ersten Bands des Dudens mir noch)! Man merkt das ich viel zu viel Zeit grad habe und wegen des Coronabedingten Probenausfalls (haben grade wirklich soviele Corona oder ist das nur in meinem Umfeld so?) viel Zuhause rumhänge und diese Woche sowieso. An dieses mit der Verbindung zum Hauptcharakter hab ich noch garnicht gedacht, ergibt aber von allen Argumenten am meisten Sinn. Ich werde es wohl von nun an mit dazuschreiben bei Ausnahmen lösen und wer Interesse und viel zu viel Zeit hat kann noch anfangen eine Sprache zu lernen (wird halt niemand machen, aber egal!).

Schwieriges Thema, weil ich da einer ganz anderen Meinung bin. Ich bin der Meinung das dieses Verständnis bei Kindern in diesem Alter anfängt und große Schritte macht. Natürlich liegt das Thema unfassbar in der Ferne, das will ich auch garnicht damit sagen, dennoch ist denke ich vor allem in diese Richtung viel Bildung in dieser Altersgruppe vorhanden. All dies könnte natürlich auch mit dem heutigen Umdenken zusammenhängen, bezüglich male gaze und Co., wenn ich mir beispielsweise mit meiner kleinen Cousine (12) einen Film ansehe hat sie auch schon öfters auf Sexualisierung und ähnliches hingewiesen und was sie da meinte stimmte halt auch. Ich bin der Meinung das 12-jährige definitiv in der Lage sind das einzuordnen und den Begriff zu verstehen. Und ich bin mir definitiv im Klaren darüber das 12-jährige immernoch kleine Rabauken sind, welche in Berlin berechtigterweise zum Großteil noch in die Grundschule gehen und sich riesig und ganz, ganz krass fühlen, obwohl sie das nunmal nicht sind. Ich will keine 12-jährigen beleidigen, ich habe euch die ganze Zeit in Schutz genommen. Was ich sagen will 12 is‘n ganz komisches Mittelding, es gibt einige, die benehmen sich wie Kitakinder und Andere, die sind um einiges intelligenter und reflektierter und sowieso besser als ich. Ich drifte total vom Thema ab! Ich bin einfach nur der Meinung das man mit 12 in der Lage ist das einzuordnen, zu reflektieren (ich wiederhole mich), es gibt in meinem Umfeld genug 12-jährige die das beweisen. Ich weiß, dass es in diesem Alter große Unterschiede gibt, aber trotzdem gibt es zwischen 12 und 10 auch schon Unterschiede. Ich kann wirklich mal so garnicht argumentieren! Hoffentlich kannst du es trotzdem zumindest ein wenig nachvollziehen.

Ja, stimmt halt einfach. Ich dachte nur, dass man sich durch den Kommentar vielleicht vorstellen kann in welche Richtung es geht. Mehr gibt es dazu halt auch nicht, ich hatte wirklich nur gar kein Interesse daran, die Kostüme von 4 und 12 zu beschreiben.

Da gibt‘s sogar eine klitzekleine Geschichte hinter: ich hab wie immer planlos vor mich hin geschrieben und dann halt gegen halb eins, eins so mäßig gegengelesen. Da fällt mir auf, ach du Schande, dass ist es jetzt echt härter als ich dachte und ich wollte jetzt niemanden nach den „Rosen“ ahnungslos dareinschicken. Wobei es wohl im Laufe der Geschichte immer mehr in noch dunklere Ecken abdriften wird. Wer was lustiges sucht soll gefälligst die Geschichte wechseln oder kann - wenn mein Schreibrhythmus so bleibt - noch ein paar Jahre bleiben, wobei es niemals lustig werden kann, da ich nicht auch nur ein wenig lustig bin, da kann man lieber Yggrdrasil oder andere Leute fragen, die sind witzig, ich lache nur.

Ja, viele denken wahrscheinlich: „Die Spiele lassen die Familie zusammenrücken! Jetzt fühlen sie sich vereint und hoffen gemeinsam für das Familienmitglied, bis es tot ist! Die Hoffnung wird zuletzt sterben und niemand schreibt hier irgendwen ab!“. Äh, ich glaube nicht. Menschen sind ziemlich geldgierig und haben einen ziemlich krassen Überlebensdrang, das nur vorweg. Die Mutter (Venecia, frag nicht, Namen und ich, ganz schwierig, mich würde generell interessieren Leute die Namen aussprechen, eher Englisch oder wie einfach, lol, wieder ganz fantastische Grammatik am Start bei mir (kappa)) hat so mäßig emotional nicht so viel mit ihren Kindern am Hut, jetzt mal von Lyra abgesehen, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass es für sie auf Dauer gut ist so bevorzugt zu werden, im Bezug auf das Verhältnis mit ihren Geschwistern. Die Spiele sorgen halt einfach nicht für eine glückliche zusammenwachsende Familie, sondern haben - wie du ja schreibst - ein riesiges Konfliktpotenzial. Elaija selber ist aber auch ein ziemlich krasser Konfliktherd, sie kann ganz lieb sein und einen im nächsten Moment anschreien, aufbrausend eben, obwohl ich in diesem Konflikt komplett auf ihrer Seite stehe!

Ich persönlich fand die Karrieros immer so unsympathisch, da konnte ich dann schlecht mit einem Hauptcharkter als Karriero leben. Deshalb das Kampfsystem. Ist an dieser Stelle zwar nicht ganz passend, aber wann hätte ich es sonst erklären sollen.

Das ist mies doll meine Schuld, da ich einige Charaktere in meinem Kopf in den Monaten, welche zwischen den beiden Kapiteln liegen verändert habe, nicht stark, aber ein wenig. So auch das Verhältnis von Siziliania, ihre Handlung im ersten Kapitel ihm gegenüber war absolut gemein und - ich will dieses Verhalten nicht verteidigen - von Angst selber als schwach dazustehen getrieben (das klingt so drastisch, aber ich denke, dass du weißt was ich meine, getrieben klingt nur so drastisch, aber mir fällt gerade keine bessere Formulierung ein), hatte ich ja schon weiter oben geschrieben. Und trotzdem ist das keinesfalls zu rechtfertigen, gemein und unlogisch! Um nochmal auf den Anfang dieses Absatzes zurückzukommen: vor allem die Geschichte von Milo habe ich in diesem Kapitel sehr viel weiter gedacht, Lebenslauf, Charakterzüge, etc. doof wie ich bin hat seine Geschichte in den Monaten erheblich an Tragik zugenommen, was Sizilianias Verhalten ihm gegenüber aber natürlich nicht rechtfertigt. Man merkt, war von mir eine wenig durchdachte Aktion, in der ich große Sprünge aus meinem Kopf, die aber erst in den letzten Monaten entstanden schon für am Anfang der Geschichte für in meinem Kopf vorhanden hielt, darum das moralische Chaos, welches in Gemeinheit endet. Boah, ich hab echt gar keinen Plan von irgendwas, wenn du es nicht verstehst, nicht schlimm, viel zu kompliziert und undurchsichtig! Ich hasse mein Gehirn dafür, es kann nur Quatsch fabrizieren!

Oh, gut das du es nicht zu viel und stimmig findest! Ich hab da nämlich länger dran gehapert, weil das war ja dieses Katniss-Ding, u know what I mean.

So, das wär‘s dann von mir und meiner grausigen Schriftsprache! Vielen, vielen Dank, für die Zeit, die du darein gesteckt hast (ohne dir zu nahe treten zu wollen, dir muss wirklich langweilig gewesen sein, wenn du dir meine FF durchgelesen hast!)! Ich hasse dich nicht für die Kritik, ich würde behaupten inzwischen ganz gut damit umgehen zu können! Das „gestern Abend“ vom Anfang liegt jetzt leider schon mehrere Wochen zurück, ich hoffe, dass du dich nicht allzu sehr daran störst!

Vielen dank für dein Feedback
Und Ciao Kakao
Wusi
26.02.2022 | 10:55 Uhr
hallo
ein hoch auf die zuversicht
ob er wirklich als sieger zurückkehrt
und wie dann gefeiert wird
das würde ich gern erfahren
bis dann

Antwort von Wusilo am 26.02.2022 | 17:33 Uhr
Hallo Anne-Rose!
Mein erstes Review:)! Jajaja, ob er als Sieger zurückkehren wird, wer weiß das wohl…
Eins kann ich schonmal sagen, einfach wird das alles nicht, ich bin mir nämlich um ehrlich zu sein nicht zu Schade Sissi und ihre Geschwister durch die Hölle zu schicken. Gefeiert wird dann auf Genevra-Art. Wenn du es nicht schon gelesen hast lege ich dir hiermit nochmal „Geboren als Karriro“ ans Herz.
Bleibt mir nur noch zu schreiben: bleib gesund und ich hoffe dir gefällt die Geschichte!
Liebe Grüße
Wusilo
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