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Autor: Minotaur
Reviews 1 bis 10 (von 10 insgesamt):
29.05.2022 | 01:22 Uhr
Endlich habe ich mal Zeit gefunden, diese Geschichte zu lesen, da ich die Kurzbeschreibung bereits sehr interessant fand und mein Fazit: Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. :)

Ich fand die Geschichte außerordentlich gut geschrieben, die Handlung war sehr spannend und hat einen auf jeden Fall durch die Bank bei Laune gehalten. Außerdem war es inhaltlich auch mal etwas, was nicht der Standard-08/15-LiS-Fanfic entspricht. Die Charaktere kommen sehr überzeugend rüber und sehr ansprechend fand ich auch, dass man anhand von Max' Gedankengängen noch Informationen bekommt, die über den eigentlichen Handlungsablauf hinausgingen - wie die gelegentlichen "Rückblenden" in frühere Zeiten, sodass man auch eine Idee bekommt, was die anderen Charaktere aus dem Spiel so treiben, selbst wenn sie nicht aktiv Teil dieser Geschichte waren. :)

Auch gefiel mir der sehr variantenreiche Sprachstil, den man leider in vielen Fanfics vermisst, da dort häufig dieselben Standardformulierungen immer und immer wieder rezitiert werden, was den Lesefluss dann beeinträchtigt. Dieses leicht aufkommende Problem (denn zugegeben: manchmal ist es wirklich schwierig, Dinge verschiedenartig zu umschreiben, besonders wenn es sich um recht "unspektakuläre" Aktionen handelt) hast du definitiv großartig gelöst. Sehr angetan war ich auch von den prominenten Rollen einiger Nebencharaktere des Spiels wie David, Frank oder Juliet. Besonders letztere geht leider immer etwas in dem Franchise unter, obwohl sie demnach, was über sie bekannt ist, ein hochinteressanter Charakter zu sein scheint. Dass du ihre Person etwas näher beleuchtet hast finde ich daher sehr lobenswert. :)

Ein Punkt, den ich bei Fanfictions immer besonders kritisch im Auge habe ist eine gut getroffene Balance zwischen erzählerischem Handlungsfortschritt, Gedankengängen der Charaktere (besonders im Falle einer Ich-Erzählperspektive) und tatsächlichen Dialogen. Diese Balance hast du sehr gut getroffen und das allein hebt diese Fanfic für meine Belange bereits auf ein sehr hohes Niveau. :)

Bei größeren Fanfics (wie dieser) zeigt sich die Kreativität auch immer an den Stellen, wo die Welt des Franchises um Aspekte oder Informationen erweitert wird, die im Kanon nicht referenziert werden und auch hier finde ich, dass du eine Menge großartiger Ideen hervorgebracht und entsprechend eingebunden hast.
Als jemand, der zudem viel Wert auf realweltliche Detailtiefe legt finde ich es auch sehr beeindruckend, dass du viele der Szenen mit Randinformationen angereichert hast, die deutlich zeigen, dass du dich mit der zugrundeliegenden Materie (egal ob diese jetzt essentiell oder eher nebensächlich sind) auseinandergesetzt hast. Ein Paradebeispiel, was mir da gerade einfällt (bei über 100.000 Wörtern hab ich leider nicht mehr jedes kleine Detail im Kopf :D ) ist zum Beispiel die Fahrtstrecke von Los Angeles zur Tillamook Bay (wo Arcadia Bay laut Kanon mit 99%iger Wahrscheinlichkeit liegt), welche realweltlich authentisch beschrieben wurde. "Geografieaffine Nerds" wie ich achten da immer mit besonders strengen Argusaugen drauf, aber du hast es exzellent hinbekommen. :)

Zu guter Letzt fand ich auch die Rollen der OCs sehr gut gewählt - weder sind sie austauschbar und uninteressant, noch sind sie zu "in your face" und stehlen den zentralen Charakteren dadurch auf plumpe Art die Show. Also auch hier hast du die Gratwanderung wunderbar bewältigt. :)
Zur Story sei noch gesagt, dass ich persönlich zu keinem Zeitpunkt "verwirrt" gewesen war, obwohl speziell im letzten Viertel einige Charakterwechsel (Max vs. "Spiegel-Max") stattfanden. Es war immer gut erkennbar, was nun eigentlich gerade vor sich ging und so konnte man der Handlung auch problemlos folgen.

Ein einziger kleiner (allerdings eher "kleinlich" als klein :D ) Kritikpunkt ist allenfalls der, dass ab und an mehrere Sätze am Stück mit demselben Wort beginnen - etwas, worauf ich immer SEHR scharf achte und dann auch leicht getriggert bin, wenn ich es detektiere. :P Dies kommt aber in deinem Fall selten genug vor, als dass es keinesfalls beim Lesen der Geschichte stört, es fiel mir lediglich an einigen wenigen Stellen auf. :)
Und wo wir gerade dabei sind: Kudos dafür, dass die Geschichte trotz der Länge BEINAHE komplett frei von Tippfehlern, Rechtschreibfehlern oder Syntax-/Grammatikfehlern ist (die Fälle, die ich wahrgenommen habe, lassen sich an einer Hand abzählen). Da hab ich schon ganz andere Geschichten gelesen, wo ich mein "inneres Deutschlehrertourette" bekam und am liebsten den Monitor erwürgt hätte. :D

Ich würd mich definitiv freuen, künftig noch mehr Content aus dem LiS-Universum von dir zu lesen. Ich selbst bin auch noch recht "neu" in der Fanbase, aber hab mich inzwischen schon sehr intensiv damit befasst und freue mich daher über jedweden guten Fanmadecontent hierzu. :)

Abschließend ein großes Dankeschön für diese spitzenmäßige Geschichte und gerne mehr davon! :)

MfG
Shitanohasan

Antwort von Minotaur am 31.05.2022 | 21:30 Uhr
Hallo Shitanohasan,

es freut mich, dass die Geschichte dich so gut unterhalten hat. Dein Review lobt einige Punkte, mit denen ich mir viel Mühe gegeben habe und dementsprechend stimmt es mich fröhlich, dass die entsprechende Arbeit nicht umsonst gewesen ist. Manchmal denk ich mir, ich recherchiere gewisse Punkte mehr für mich selbst und den eigenen Perfektionismus, aber ansonsten fällt es sowieso niemandem auf. Beispielsweise habe ich eine ganze Weile über der Karte gegrübelt und mir so Fragen gestellt wie z. B. wo liegt Arcadia Bay eigentlich, welche Strecke wird Max nehmen und wie lange dauert die Fahrt ungefähr? Aber hätte nicht gedacht, dass diese Details auch mal jemanden auffallen ^^

Das Arcadia Bay Universum von LIS hat nur wenige Charaktere hervorgebracht, die ich nicht mag. Selten habe ich in Filmen oder Spielen so facettenreiche Charaktere kennengelernt. Ist im Grunde ein Teil des Spielprinzips. Die Charaktere kann man alle erst richtig kennenlernen, wenn man die verschiedenen Entscheidungsmöglichkeiten durchgespielt hat. Am liebsten hätte ich ja so ziemlich jeden Charakter eingebaut, aber das hätte nicht in den Rahmen der Geschichte gepasst und daher hab ich mich lieber ein wenig fokussiert. Zumindest aber wollte ich ein paar Gedankengänge ausstreuen, damit man auch ein Bild bekommt, was die anderen ao treiben. Sind ja auch immerhin fünf Jahre vergangen.
Bei Juliet musste ich in den Spielen auch zweimal hinschauen, bevor ich ihr Potential wirklich erkannt hatte, aber jetzt ist sie definitiv unter meinen Top 5 und wird bei mir noch weitere Spotlight-Momente bekommen, so wie ich ihr in dieser Story quasi ein ganzes Kapitel gewidmet habe.

Es freut mich auch sehr, dass dir meine OCs gefallen. Teilweise habe ich mir sorgen gemacht, dass sie von den Hardcore LIS-Fans abgelehnt werden, so nach dem Motte, bau doch lieber mehr Kanon-Charaktere ein, aber das wäre mir ein wenig zu realitätsfremd gewesen, wenn während Max Reise ein Kanon-Charakter nach dem anderen vom Himmel fällt. Außerdem geht das Leben weiter und Max lernt neue Menschen kennen.

Danke auch für das Lob für die Erweiterung des Franchise durch meine eigene Kreativität. Ich will mich jetzt nicht von Kreativität freisprechen, aber ich bin selten in meinem Leben so inspiriert gewesen, wie durch Life is Strange. Der erste LIS-Titel ist meiner Meinung nach ein absolutes Ausnahmewerk und strotzt vor Kreativität und Spirit. Die ganze mysteriöse und interpretationswürdige Meta-Story des Hauptspiels hat mein Hirn brennen lassen. Eigentlich ist es weniger so, dass ich etwas hinzugefügt habe, sondern die sowieso schon vorhandenen Andeutungen über Indianermythen und ähnliches erweitert habe. Und die kleinen Piraten von Arcadia Bay im gleichnamigen Kapitel, sind beispielsweise einfach dem Bild von LongMaxSilver und Captain Bluebeard entsprungen, wie sie auf der Schaukel im Garten des Price-Hauses spielten. Und selbst Spiegel-Max hat ein böses Vorbild, welches Max während des Spiels in der Traumsequenz kurz vor dem Finale begegnet ist.

Ja, hier und da habe ich Wortwiederholungen und identischen Satzeröffnungen im Text. Genauso wie bestimmt noch eine Menge Rechtschreibfehler drin sind, die ich noch nicht erwischt habe. Aber schon mal gut, dass nichts davon beim Lesen besonders stört. Das ist das wichtigste.

Neuen LIS-Content von mir kann ich dir versprechen. Ich weiß zwar noch nicht, wann eine Fertigstellung in Sicht ist, aber da ist schon was in Arbeit. Von daher halt auf mich und den Fandom ein Auge und du wirst es nicht verpassen.

Vielen Dank das du dir die Zeit genommen hast so ein ausführliches Review zu schreiben. Ich habe es als sehr hilfreich empfunden :-)

Liebe Grüße
Minotaur
02.05.2022 | 17:16 Uhr
Hallo Mino,

zuerst einmal ein großes, dickes „Sorry“, dass dieses Review erst so spät kommt, zumal es bereits Wochen her ist, dass du die Geschichte beendet hast. Ebenso lange steht „Mino Review schreiben“ auf meiner To-Do und ich erspare mir besser die Ausreden, warum ich es erst jetzt endlich hinkriege. XD

Was ich dir auf jede Fall abschließend sagen wollte, ist, dass dir die Charaktere wunderbar gelungen sind. Ich kenne „Life is strange“ nicht, aber das war auch nicht nötig, um Sympathien, Antipathien oder sogar Bindungen zu verschiedenen Figuren aufzubauen. Du hast sie sehr „greifbar“ gemacht, durch Dialoge, Gedankengänge und ihre Taten, und fas ist – für mich – quasi das Herzstück einer Geschichte. Wenn die Charaktere sitzen und überzeugen, hat man einfach schon mal das Wichtigste geschafft. :D
Die bereits erwähnten Dialoge: angenehm zu lesen, nicht zu gestelzt, realistisch präsentiert und vorgetragen. Das schafft Atmosphäre. Das macht „authentisch“ und damit glaubwürdig. Ich glaube, ich habe es dir schon einmal gesagt, aber in der Charakterisierung und den Dialogen (inkl. emotionaler Bandbreite von tiefsinnig bis ironisch-humorvoll) sehe ich deine Stärken als Autor. Jene Elemente, auf die du selbstbewusst aufbauen kannst. Kudos to you, das schaffen nicht viele. ^.~

Auch wenn das Ende etwas esoterisch ist, ist es befriedigend. Und damit hat es seinen Zweck erfüllt, denn als Leser hatte ich mir tatsächlich gewünscht, mit dem Gefühl aus dieser Story zu gehen, dass Max ihren Frieden gefunden hat – einen Frieden in sich selbst und einen Frieden mit ihrer Umgebung und den Menschen, die nun einmal dazu gehören. Damit hat Max für mich den Endgegner besiegt – der saß in ihr selbst und musste nicht als Tentakel-Monster mit unirdischen Kräften daherkommen. Wahre Tragik braucht nicht immer ein Katastrophensetting. Manchmal ist im Kleinen so viel mehr im Argen als im Großen. Max hat die Kurve gekriegt. Ich gönne es ihr aus ganzem Herzen und hätte dieses Ende auch als Spielefassung als angenehm empfunden.

Vielen Dank fürs Teilen deiner Geschichte.
Es hat Spaß gemacht. ^.^

Flauschige Grüße,
Sesa

Antwort von Minotaur am 03.05.2022 | 17:28 Uhr
Hallo Sesa,

oh so ein verzögertes Review, wenn man schon gar nicht mehr damit rechnet, kann auch sehr schön sein :-) Von daher, kein Grund sich zu entschuldigen. Ganz davon ab ... *schaut auf seine eigene To-Do-Liste* ... ich kenne das Problem. Ich hab auch noch 'Reviews schreiben' auf meiner Liste stehen ^^

Danke für dein Lob. Ich habe natürlich weitgehend versucht bei den Charakteren des Originals zu bleiben und sie entsprechend rüberzubringen. Bei Life is Strange hat man den Vorteil, in Vergleich zu vielen anderen Videospielen, sehr gut ausgearbeitete Figuren zur Verfügung zu haben. Dennoch muss man viel selbst einfließen lassen und interpreatieren, immerhin geht es bei den Spiel um verschiedene ENtscheidungen, welche die Figuren entsprechend prägen und verändern können. Dementsprechend ist dies mehr oder weniger meine eigene Interpreation der Charaktere. So oder So muss sich der Leser mit den Charakteren identifizieren können und ihre Geschichte muss den Leser mitreißen. Schön, wenn mir das gelungen ist.

Hab ich schonmal erwähnt, wie sehr ich Max liebe? Es war für mich immer klar, dass die Geschichte auf die ein oder andere Art und Weise gut für sie ausgeht. Natürlich musste ich dabei mit dem Setting arbeiten, für das ich mich entschieden habe - eine Welt in der Chloe nicht mehr lebt. Das, was Max sich so sehr gewünscht hat, wäre ein Wunder gewesen, welches mir als AUtor am ENde zu konstruiert gewesen wäre. Das Leben ist realistischer als ein plötzliches Wunder das alles Perfekt macht. DAs Leben geht weiter. Meistens unabhängig von dem was wir uns wünschen. Und Max leben geht weiter. Auch in meinen Geschichten ^^
Das esotherisch angehauchte Ende machte mir auch etwas Sorgen ehrlich gesagt, aber ansonsten wäre mir das zu sehr in richtig Hollywood-Happy-End gedriftet. Am Ende war es mir wichtiger das Max Erkenntnis und Hoffnung für sich selbst findet und nicht einfach nur eine neue Liebe. Es ist sicher unmöglich ein ENde zu finden, dass allen Lesern gefällt, aber ich freue mich, dass es für dich zufriedenstellend war.

Danke für den Review :-)

Liebe Grüße
Mino
18.04.2022 | 23:08 Uhr
Lieber Minotaur,

nun ist das blaue Totem abgeschlossen und ich sehe dem Ganzen mit einem weinenden und lachendem Auge entgegen. Denn jetzt kann ich die Geschichte immer wieder am Stück genießen, aber leider ist sie auch vorbei. Doch bald geht es mit deinen kreativen Arbeiten weiter und das ist perfekt.

Der Schreibstil und die inhaltliche Präsentation deines finalen Kapitels haben deine FF für mich persönlich mehr als nur zufriedenstellend abgeschlossen. Die ganze Spannung, das Drama und der emotionale Anteil aus den letzten Kapiteln wurden von dir im Finale perfekt abgeschlossen. Das Fest am Strand gemeinsam mit Ananda, Max und Ihren Freunden hatte auf mich eine absolut magische Wirkung und die bildgewaltige Erzählung sorgten beim Lesen dafür, das ich mich mittendrin gefühlt habe. Am Ende hat Max eine Wandlung erlebt, eine, die absolut nachvollziehbar und glaubwürdig ist. Das kann ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen (Stichwort: Frieden schließen mit der inneren Maxine) - sehr gute Arbeit! :)
Auch die kleine Andeutung, dass Max sich getraut hat, Ananda um ein Date zu bitten, haben dem Ganzen noch die Kirsche aufgesetzt. So hat der Leser selbst die Chance zu fantasieren, was daraus wird. Außer es gibt eine Fortsetzung, was ich mehr als nur begrüßen würde! :) - für meinen Teil eine absolute Perle im Life is Strange Sektor und ich werde sie bald ein drittes Mal lesen. Die Liebe zum Detail, die Fakten aus dem Spiel in Kombination mit eigenen Inhalten und der intensiven, emotionalen und spannenden Schreib- und Erzählweise haben deine Fanfiktion für mich zu einer Pflichtlektüre für jeden Life is Strange Fan gemacht. Ich freue mich, dass es Fans wie dich gibt, die mit derartigen Arbeiten das Life is Strange Universum weiter ausbauen. Ich danke dir und die Vorfreude auf deine nächste Arbeit ist gewaltig. Also in dem Sinne: Hau in die Tasten :).

Liebe Grüße
THELOKALWRITER

Antwort von Minotaur am 20.04.2022 | 23:23 Uhr
Lieber Lokal,

da bin ich aber froh :-) So sehr, wie dir die Geschichte bsiher gefallen hat, wollte ich natürlich auch, dass dir das Ende gefällt. Ich hab ja immer so meine Probleme mit dem letzten Kapiteln meiner Geschichten. Da arbeite ich immer sehr skeptisch, weil schlechte Enden das schlimmste sind, was man einer guten Geschichte antun kann. Von daher super das es dir gefällt.

Ich muss zugeben, dass diese Feierlichkeit am Strand eine recht späte Entscheidung von mir war. Zunächst hatte ich nur geplant, dass Ananda und Max sich am Strand nochmal treffen, bevor die Geschichte endet. Aber da ich das letzte Kapitel inhaltlich recht offen gehalten hatte, konnte ich noch ein paar abrundende Ideen einbauen. Mit dem Fest und dem Ritualtanz konnte ich nochmal eine Komponente einbauen, welche das Ende über eine romantische Intention mit Ananda hinausgehoben hat, ohne aber darauf zu verzichten.

Danke für dein Lob :-) Das ist genau das was ich erreichen wollte. Eine Geschichte zu schreiben, in der sich die Fans wie zuhause fühlen, die aber auch eine große Eigenkoponente enthält, gerade was die Handlung angeht. Ich bin mit dem Ergebnis doch sehr zufrieden. Danke für dein Feedback und deine großes Interesse.

Liebe Grüße
Mino
18.04.2022 | 14:03 Uhr
Hallo Mino!

Auf zum abschließenden Review!

Als du angefangen hast, die Geschichte vorzulesen, hatte ich erstmal überhaupt keine Ahnung, worauf ich mich einlasse, weil ich ja völlig fandomfremd war (und bin). Es war einfach die einzige lange Geschichte, die am FfF gerade erst begonnen hatte, und also wollte ich von Anfang an dabei sein. Rückblickend ist das eine der besten Entscheidungen, die ich, seit ich auf ff.de bin, getroffen habe.

Anders als sehr viele FFs beschäftigt sich diese Geschichte weder mit reinen Romantikplots noch mit körperlicher Action, sondern es geht vornehmlich um Trauma und Heilung. Nichts gegen Romantik und Action als Hauptplots, aber ein anderer Fokus ist für sich genommen schon eine Besonderheit. Darüber hinaus ist es aber auch bemerkenswert, wie sensibel du das ganze Thema angehst.

Zuallererst einmal beginnt die Geschichte relativ langsam. Im ersten Kapitel ahnt man noch nichts von dem, was später in Arcadia Bay passiert, vom Jenseits sowieso nicht und von Maxine gleich überhaupt nichts. Wobei, beim Nochmallesen des ersten Kapitels habe ich jetzt das Gefühl, dass wir ihr da schon einmal begegnet sind…

Die Handlung baut sich sehr langsam auf, und man könnte fast sagen, dass zu Beginn erst einmal gar nicht viel „passiert“, wenn man „passieren“ denn als Knall-Buff-Peng-Action mit dramatischer Orchestermusik definiert. Wenn die Geschichte ein Film wäre, wäre er ein Indie-Streifen und wahrscheinlich ein klassischer Oscar-Favorit seines Jahres. Man wird erstmal in die Hauptfigur eingeführt, lernt allerlei Nebenfiguren kennen und es baut sich Stück für Stück das ganze Kernproblem auf.

Das ist auch so etwas, was ich sehr gelungen finde. Ich selbst finde es ja immer enorm schwierig, Hinweise erst nach und nach zu streuen, ohne entweder zu viel zu verraten oder umgekehrt zu wenige Hinweise zu geben. Insgesamt würde ich das Erzähltempo tatsächlich als größte Stärke der Geschichte sehen. Das gilt sowohl für die Enthüllung des Innenlebens von Max als auch für die Abfolge der Ereignisse und die Einführung neuer Charaktere.

Da ich ja fandomfremd bin, bin ich jetzt nicht mehr ganz sicher, welche Figuren deine eigenen waren und welche zum Original gehören. Ich mochte auf jeden Fall Gabriel, Juliet und natürlich die Piratenkinder. (Und ja, ich wäre immer noch begeistert über eine FF zu deiner eigenen FF über die. ^^) Überhaupt finde ich alle Charaktere sehr plastisch, selbst die, die wirklich nur ganz kurz auftauchen. Insbesondere deine weiblichen Charaktere hast du sehr vernünftig hinbekommen.

Das Verhältnis der Charaktere untereinander hat ja im Prinzip die Handlung getragen, v. a. die Dreiecksbeziehung zwischen Max, Chloe und Rachel. Chloe ist natürlich Max’ tote beste Freundin und auch das Mädchen, das sie geliebt hat. Chloe wiederum war völlig von Rachel eingenommen. Und Rachel selbst schwebt wie ein Schatten permanent über Max, und sie weiß nicht, ob es ein dunkler Schatten ist oder ein heller oder ein neutraler. Umso ironischer dann, als sich im Jenseits herausstellt, dass das gar nicht nur so metaphorisch stattgefunden hat. Ich finde es auch sehr angenehm, wie du das Verhältnis zwischen Chloe und Rachel dargestellt hast, das sehr innig und liebevoll ist, aber ja doch leicht ungesunde Züge durch Chloes völlige Fokussierung auf Rachel hat; witzigerweise spiegelt das Max’ eigene Fokussierung auf Chloe.

Der zentrale Konflikt ist für mich der zwischen Max und Maxine – oder soll ich sagen der zwischen Max und sich selbst. Man könnte Maxine als eine Metapher für Max’ Unterbewusstsein sehen oder auch für ihren inneren Kampf mit sich selbst und mit ihrem Trauma. Interessant und wichtig war, dass Maxine nicht einfach nur bösartig ist oder falsch liegt, sondern eine klare und emotional auch völlig verständliche Motivation hat. Das sind mir immer die liebsten Antagonisten, die nicht einfach nur Mächtig Böse Bösewichte TM sind, sondern einfach Leute, die eben ihre eigene Agenda verfolgen, so, wie auch die Helden.

Das Ganze entwickelt sich mit Maxines Auftauchen zu einem großartigen psychologischen Drama. Ich finde es bezeichnend für den Fokus der ganzen Geschichte, dass die beiden Schauplätze großer Konfrontationen das Jenseits und Max’ eigenes Unterbewusstsein sind, und die Konfrontationen selbst auch schlicht aus dem Aufeinandertreffen der Figuren bestehen. Klar, es kommen auch ein schnelles Auto und ein paar Waffen und Faustschläge vor, aber der Fokus liegt da abwechslungsreicherweise nicht drauf. An der Stelle möchte ich auch noch hervorheben, wie du Frank und Jefferson charakterisiert hast. Ich habe sie nicht unter den Figuren aufgelistet, die ich sympathisch fand, aber ich fand sie mindestens genauso gut geschrieben.

Überhaupt gefallen mir die creepygen und schauerlichen Anteile der Geschichte sehr gut: Spiegel-Max, solange wir sie nur als Spiegel-Max kennen; der Nebel im Jenseits; sämtliche bedrohlichen Konfrontationen mit diversen Leuten; und natürlich Jefferson im Dark Room. Ein Talent für Gruselgeschichten hast du also offenbar auch. Das Beste ist, dass insbesondere Jefferson ja eigentlich nur Max’ eigener Angst und Vorstellungswelt entspringt. Schlussendlich führt Max alle Kämpfe mit sich selbst: mit einem Teil von sich in Form von Maxine, ihren Erinnerungen in Form von Jefferson und nicht zuletzt ihrer Entscheidung in Form ihrer ganzen Reise. Ich bin ja jemand, der einen großen Bogen um Horror und Grusel macht, aber so lass ich mir Schauergeschichten auch verkaufen, mit sehr viel Fokus auf dem Innenleben der Figuren und eher psychologischem Horror als Jumpscares.

Es ist ein einziges Aufarbeiten von Trauma. Sogar die unangenehme Begegnung im Hotel hinterlässt ihre sichtbaren Spuren in Form von Charlotte, die plötzlich im Dark Room auftaucht. Das sind so diese ganzen kleinen Details, die die Geschichte erst richtig rund machen. Dadurch wird sie auch realistisch und das erweckt dann diesen eingangs erwähnten Eindruck, dass hier mit sehr viel Fingerspitzengefühl an ein sensibles Thema herangegangen wird. (Ich würde sagen, die gleiche Herangehensweise ist auch der Grund dafür, dass die gewisse unangenehme Begegnung im Hotel sich nicht voyeuristisch oder wie künstliches Drama anfühlt.)

Kurz und gut, ich bin sehr froh darüber, dass ich damals einfach ins kalte Wasser gesprungen bin und mir die Geschichte angehört habe, ohne überhaupt abschätzen zu können, worauf ich mich einlasse. Ich bin mehr als einmal tüchtig überrascht worden, aber nie entsetzt oder enttäuscht. Ach so, hatte ich schon erwähnt, dass ich die überraschenden Enthüllungen wirklich klasse fand? Spätestens, als wir Maxine kennenlernen, hab ich auf den Fingerknöcheln herumgekaut. Es ist eine intelligente Geschichte, die es sich auch zweimal zu lesen lohnt, weil man sie im Rückblick ganz anders versteht als noch während des Leseprozesses.

Ja gut, ich hör dann jetzt mal auf, hier peinlich rumzufangirlen. (Erwarte aber mindestens genauso viel Gefangirle bei „Rasende Reporter“.) Ich schreib das hier gerade in Word vor, und ich habe genau zwei Seiten voll. Ich geh dann mal das Review auf eine Social-Media-Empfehlungs-Begründungs-Länge kürzen…

lg Streuner

Antwort von Minotaur am 18.04.2022 | 16:43 Uhr
Hallo Streuner,

es ist schön von dir zu lesen. Du hast mir so ein langes und tolles Review geschrieben, da will ich auch gleich antworten. Es freut mich sehr, dass du an der Geschichte und den Lesungen dran geblieben bist. Tatsächlich habe ich es als sehr motivierend empfunden, als ich gemerkt habe, dass dir meine Geschichte gefällt.

Im Grunde ist die Geschichte ja sehr facettenreich geschrieben. Herzschmerz, Drama, Spannung und auch Action. Aber du hast natürlich recht, dass der zentrale Dreh- und Angelpunkt der Handlung das eigene Trauma von Max ist, welches sich erst im späteren Verlauf der Geschichte als Maxine offenbart. Und du vermutest richtig, dass Maxine von Anfang an dabei war und dass man die Geschichte unter dem Gesichtspunkt durchaus noch mal und mit neuem Blickwinkel lesen könnte. Von Anfang an war Maxine nämlich die zweifelnde Stimme von Max (Immer in kursiv geschrieben, was euch bei der Lesung natürlich nur aufgefallen ist, falls ihr mitgelesen habt), die sie davon abhalten wollte, glücklich zu werden, um am Ende ihren Körper zu übernehmen. Ein Hinweis darauf, dass es sich dabei von Anfang an um Maxine gehandelt hat, ist die Tatsache, dass die Stimme sie immer ‚Maxine‘ genannt hat, obwohl Max selbst es ja hasst, so genannt zu werden. Es war ein Hinweis, dass die Stimme Max nichts Gutes wollte. Das Ganze war aber so dezent gehalten, dass es beim ersten Lesen vermutlich kaum auffällt.
Ich weiß noch, wie Psy nach dem Kapitel im Motel gefragt hat, ob Spiegel-Max eher eine äußere oder Innere Bedrohung ist, und ich das schwerlich beantworten konnte. Vielleicht versteht man das jetzt. Maxine ist zwar ein Teil von Max, den sie damals zurückgelassen hatte, aber sie ist durch das was sie erlebt hat auch zu einem eigenständigen Charakter geworden. Für mich war sie immer eine versteckte Hauptprotagonisten, teils Antagonist und teils jemand, der einfach nur, genau wie Max, ein schweres Trauma zu verarbeiten hatte und fanatisch versuchte ihre eigenen Pläne durchzusetzen, um wieder ihr Glück zu finden. Am Ende muss sie einsehen, dass es nur einen Weg gibt, dies zu erreichen – zusammen mit Max. Im letzten Kapitel, nach der Einstwerdung der beiden, hört man Max innere Stimme noch ein letztes Mal, in dem Moment wo Max mit sich hadert an dem Tanz mit Ananda und den anderen teilzunehmen. Diesmal ermutigt die Stimme sie. Maxine, die vorher eine zweifelnde Stimme gewesen war, ist nun zu einer ermutigenden Stimme geworden. Aus dem Antagonist ist ein Verbündeter geworden, wenn man so will.

Toxische Beziehungen sind ja in aller Munde und vor allem vor solchen Hintergründen, lag mir nichts daran die Beziehungen zwischen Max, Chloe und Rachel zu idealisieren. Max war extrem von Chloe eingenommen und Chloe extrem von Rachel und alle haben sie ihre Fehler gemacht. Aber wir sind ja alle nicht perfekt und vielleicht liebe ich diese Charaktere gerade deshalb so sehr.

Ich freue mich auch sehr, dass du die ganze Aufarbeitung als gelungen und sensibel umgesetzt bezeichnest. Ich habe wir wirklich viele Gedanken gemacht und mir über diverse Details bis zum Zerbersten den Kopf zerbrochen. Natürlich bewegen wir uns hier streckenweise im Bereich der Phantasie, was mir auch weit leichter fällt, als eine zu ‚reale‘ Geschichte mit solch anspruchsvollen Themen zu schreiben, aber ich wollte es auf jeden Fall möglichst geschmackvoll gestalten.

*streichelt seinen imaginären Oscar* Ich möchte meiner Familie danken, meinen Freunden von FF.de und vor allem Streuner für ihr tolles Review xD … Ach ja, vielleicht irgendwann ^^

Meine wichtigen OCs waren übrigens Gabriel, Charlotte, Ananda und Sam. Dann noch Bob und Carl als zusätzliche Antagonisten, und die Piratenkinder natürlich auch. Aber da habt ihr mir ja schon Ideen in den Kopf gepflanzt, diese nochmal zu verwenden ^^ Die restlichen Hauptfiguren waren tatsächlich alle Kanon-Charaktere, Juliet eingeschlossen. Aber ich mag Juliet auch sehr, daher ja auch die Idee mit den Rasenden Reportern. Freut mich, dass du der Idee schon entgegenfieberst. Das motiviert natürlich und ich verspreche du wirst es zu lesen bekommen ;-) … oder auch vorgelesen xD

Ich hatte tatsächlich ein wenig Angst, dass das Nebelmonster ein wenig albern wirken könnte im Kontext der restlichen Geschichte. Aber es war ein wichtiger Gegner. Nicht um gegen Max und Chloe vorzugehen, sondern gegen Maxine. Ich brauchte jemanden oder etwas, gegen das Maxine bestehen musste. Ich wollte nicht nur durch einen Gedankengang berichten, was Maxine durchgemacht hat, ich wollte auch hautnah schildern, was dadurch aus ihr geworden ist und wie ihr Überlebensinstinkt zusammen mit ihrem fanatischen Wunsch ihre ‚Mission‘ durchzuführen, sie zu einem unbeugsamen und starken Individuum hat werden lassen, das am Ende immer wieder überlebt hat.

Im Grunde empfinde ich die Geschichte eigentlich sogar als recht actionreich. Aber ich sehe das halt auch wie du. Viele Autoren setzen Action nur durch Gewalt um. Faustschläge, Einsatz von Waffen etc. Ich finde Action kann auch spannender sein als das, vor allem wenn es sich gut in die Handlung einfügt. Beispielsweise ging es in der Situation in dem Landhaus mit Frank, Max, Bob und Carl nicht darum Bob und Carl zu besiegen, sondern schlicht zu entkommen. Ich finde sowas spannender als einen Kampf auf Leben und Tod. Auch die Jagd des Nebelmonsters auf Maxine fällt in diese Kategorie oder Juliets Verfolgung von Max und Bob nach dem Schrottplatz. Es sind Momente die dem Leser den Puls erhöhen sollen, ohne das zwingend Gewalt eingesetzt wird, obwohl das ja auch nicht ganz zu vermeiden ist.

Ja und Creepy kann ich irgendwie auch ganz gut. Wenn ich mal eine Horrorstory schreibe (was passieren wird) dann wird die sicher auch facettenreicher als nur Blut und Gewalt. Splatter hat für mich eh wenig mit Horror zu tun. Gewalt weckt in mir eher Eckel als Horror. Bei Horror geht es mir um den psychologischen Effekt – den kalten Schauer, der beim Leser ausgelöst wird. Das erreicht man nicht so einfach und da muss man sich schon etwas mehr Mühe geben, als einfach nur zu schreiben das 20mal auf jemanden eingestochen wird oder sowas.

Ich habe mir sehr über dein langes und ausführliches Review gefreut und ebenso, dass du die Geschichte so positiv aufgenommen hast. Dein Gefangirle ist jederzeit willkommen <3

Allerliebste Grüße
Mino
30.03.2022 | 22:34 Uhr
Lieber Minotaur,
nachdem ich mir die letzten drei Kapitel deiner FF am Stück gefressen habe, gibt es hier nun meine Review im Gesamtpaket. Der Spannungsbogen gepaart mit der inhaltlichen Präsentation ist wieder einmal erstklassig. Der Twist am Ende im Dark Room mit Nathan war genial und wie du den Dialog zwischen ihm und Max im Folgenden gestaltet hast, dann die spannende Storyline mit Juliet Watson (ich mag sie einfach und in deiner FF hat sie mehr Aufmerksamkeit bekommen. Was mir gut gefällt) und wie Chloe das Phänomen mit Max Zeitlinien und der Kraft erklärt hat (inkl. der Illustrationen) rundeten das Leseerlebnis für mich ab und die Kirsche auf der Torte war das aktuellste Kapitel mit dem Showdown am Leuchtturm. Emotional, spannend, fesselnd = perfekt! Ich freue mich schon auf das nächste Kapitel und wie du deine fantastische FF abschließt :) *FREU*

Liebe Grüße
THELOKALWRITER

Antwort von Minotaur am 18.04.2022 | 16:55 Uhr
Huch, da fällt mir gerade auf, dass ich ganz vergessen habe auf diesen Review zu antworten. Wie fahrlässig von mir.

Schön, dass du den Auftritt von Juliet auch feierst. Es gibt ja nunmal einige tolle Charaktere in dem Spiel und da ich ja von einem Spielende ausgehe, bei dem Arcadia Bay nicht vernichtet wurde, habe ich den Vorteil theoretisch alle Figuren nutzen zu können, da sie noch leben. Aber man muss sich eben auch entscheiden und Juliet war meine erste Wahl. SIe hat schon auf der Blackwell für die Schülerzeitung geschrieben und mit einem kleines Schupser von Max wurde sie eine Verfechterin der Wahrheit. Also eine perfekte Verbündete für diese Geschichte.

Freut mich sehr, dass dir meine Geschichte gefällt (ich weiß ja mittweilweise hast du sie auch durch^^). Dein Lob bedeutet mir viel. Du bist ja immerhin ein echter LIS-Fan und von daher freue ich mich, dass ich jemanden zufrieden stellen konnte, von dem ich weiß, das ihm die Charaktere am Herzen liegen.

Allerliebste Grüße
Mino
01.03.2022 | 23:40 Uhr
Wenn der Alert wieder zuschlägt und mitteilt, dass ein neues Kapitel veröffentlicht wurde, dann freut man sich doch! :)

Wieder einmal ein sehr starkes Kapitel und der Hype auf die Fortführung in Kapitel 18 ist groß. Außerdem finde ich es klasse wie du die Emotionen die Max durchlebt wiedergibst. Man fühlt bei jedem Satz den man liest regelrecht mit ihr mit und das sorgt für ein unheimlich intensives Leseerlebnis.

Weiter so und liebe Grüße.

Antwort von Minotaur am 02.03.2022 | 18:37 Uhr
Endlich mal ein echter LIS-Fan, der sich über jedes neue Kapitel freut :-)
Aber ich kenne das. Bei deiner Story geht es mir gerade auch so ^^

Danke für das Lob. Tatsächlich war es mir bei dem Kapitel wichtig, dass die Emotionen stark rüberkommen. Der Leser soll fühlen, was die Protagonistin durchgemacht hat. Allerdings möchte ich anmerken, dass wir hier von Maxine reden, nicht von Max. Ich bestehe darauf, dass das zwei verschiedene Charaktere sind. Sie würde sagen: "Maxine. Niemals Max" ... Umgekehrte Welt halt xD

Freut mich sehr, dass meine Geschichte dich so mitreißt. Schön dich als Leser zu haben :-)

Liebe Grüße
Minotaur
14.02.2022 | 12:42 Uhr
Endlich geht es weiter! :)

Nachdem ich deine Geschichte verschlungen habe, konnte ich es kaum erwarten, weiter zu lesen. Das Kapitel ist wie immer wundervoll und mir gefällt die Dynamik zwischen den einzelnen Figuren sehr gut. Das Ende definiere ich als klassischen Cliffhanger, der mich schon ganz heiß auf das nächste Kapitel macht. Ich bin froh, dass ich die Alerts aktiviert habe, damit ich den Release nicht verpasse! Ich freue mich drauf. Wie immer tolles Kapitel. Bitte weiter so!

Liebe Grüße
THELOKALWRITER

Antwort von Minotaur am 14.02.2022 | 23:44 Uhr
Hallo da :-)

Ich muss zugeben, dass da in den nächsten Kapiteln noch einige Cliffhanger warten, denn du bist an dem Punkt der Geschichte angelangt, wo es von Kapitel zu Kapitel spannender wird (zumindest nach meinem empfinden), bis es zum Finale kommt. Ich versuche schnell weitere Kapitel hochzuladen. Die Story ist ja schon komplett. Ich muss die Kapitel nur noch stark überarbeiten, bevor ich sie hochlade. Das dauert teilweise.

Ich bin jedenfalls sehr erfreut über dein Lob. Die Charakter von Life Is Stange (vor allem aus dem Kosmos von Arcadia Bay) liegen mir sehr am Herzen. Daher bin ich froh, dass ich sie scheinbar gut getroffen habe :-)

Danke für dein Feedback.

Liebe Grüße
Minotaur
11.02.2022 | 15:16 Uhr
Lieber Minotaur, ich bin gestern Abend auf deine Fanfiktion gestoßen und habe es bis zu diesem Kapitel geschafft und muss sagen: Ich bin begeistert von deiner Geschichte und freue mich sehr darauf weiterzulesen. Für mich ist Life is Strange kein einfaches Spiel bzw. Spielereihe sondern es ist ein Meisterwerk. Mir gefällt besonders die Liebe zum Detail, die du in deiner Geschichte darbietest, was in diesem Kapitel nochmals unterstrichen wurde, als Max dachte Frank und sie würden sich kennen, bis ihr aufgefallen ist, das diese Zeitlinie gar nicht mehr existiert. Einfach genial. Ich freue mich darauf weiterzulesen. Bleib gesund und herzliche Grüße! :)

Antwort von Minotaur am 12.02.2022 | 22:08 Uhr
Hallo da :-)

Da hast du ja schnell gelesen. Es freut mich sehr ein so positives Feeback von jemanden zu bekommen, der Life Is Strange als Meisterwerk betrachtet. Da kann ich nur zustimmen. Gerade Life Is Strange und Before the Storm haben mich sehr mitgerissen. Es gibt so viele Details und Zusammenhänge die meine Phantasie anregen, da fällt mir das detailreiche Schreiben recht leicht.
Ich hab auch direkt einen Blick in dein Profil geworfen und gesehen, dass du selbst auch eine Life Is Strange FF schreibst. Da lese ich sicher mal rein.

Liebe Grüße und Danke für dein Review
Minotaur
23.01.2022 | 10:51 Uhr
Hallo Mino,

ein wirklich starkes Kapitel, in dem sich ein schrulliger Nebencharakter zu meiner persönlichen Heldin entwickelt. ^.^
Besonders gelungen empfinde ich den Dialog zwischen Charlotte und Garry, mitsamt den Handlungen. Hier konnte ich mir wirklich alles vorstellen wie im Film, visuell wie auch auf Stimmen und Tonlagen bezogen. Auch Garrys Erstauftritt als zuerst noch irgendwie harmloser Betrunkener, der sein unheilsames Potenzial erst noch entfaltet, ist überzeugend. Die Darstellung seines stark alkoholisierten Zustandes durch „flapsige Nuschelsprache“ funktioniert, zumal ich das so eben auch schon einige Male an Menschen erlebt habe und deshalb als sehr authentisch empfinde.
Max dürfte erst einmal ziemlich durch den Wind sein und ich bin gespannt, ob und wie sie sich noch mit Charlotte austauschen wird. Bei ihr sicher fühlen kann sie sich nach dem, was passiert ist, gewiss. Da kann das Motel noch so sehr Klischee-Motel sein. Mit „Psycho“ müssen wir hier nicht mehr rechnen, dafür bekommen wir vielleicht noch ein paar starke charakterliche Moves von Charlotte zu sehen, wer weiß. Vielleicht möchte sich ja auch Max einfach anvertrauen, mit allem, was sie beschäftigt. Genug, wobei sie moralische Unterstützung gebrauchen könnte, hat sie allemal.
Ich bin gespannt, wie’s weitergeht.

Viele liebe Flauschegrüße,
Sesa

Antwort von Minotaur am 25.01.2022 | 19:48 Uhr
Hallo Sesa,

die gute Charlotte wirst du im nächsten Kapitel noch sehr viel besser kennenlernen. Mit Norman Bates hat sie jedenfalls keine Ähnlichkeit, so viel kann ich schon verraten. ^^ Aber der Vergleich ist bei der düsteren Atmosphäre dieser Motel-Szene durchaus nachvollziehbar. Nicht nur dank dieses Films gelten Motels als Orte, in denen verstörende Dinge vorgehen sollen. Es ist schon etwas klischeehaft, aber eben auch irgendwie klassisch.

Die Nuschelsprache habe ich beim Vorlesen vermutlich besser gesprochen, als ich sie aufgeschrieben habe. Ich finde es jedenfalls schwierig, etwas so zu schreiben, dass es wie genuschelt bzw. wie betrunken klingt. Betrunkene, die so klingen, habe ich auch schon einige gehört. Viel zu viele.

Danke für dein Lob bezüglich der Szene mit Charlotte und Garry. Der heldenhafte Auftritt von Charlotte war mir sehr wichtig. Ich wollte, dass sie stark rüber kommt und der Leser sich das Ganze auch bildlich gut vorstellen kann. Da man vielleicht nicht unbedingt jemanden wie sie als Retterin erwarten würde, ist das Bild auf eine schöne Weise skurril. Zumindest in meiner Vorstellung.

Danke für dein Review. Bleib weiter gespannt. Ich verspreche, es wird noch spannender werden. ^^

Mit den allerflauschigsten Grüßen
Minotaur
13.01.2022 | 19:56 Uhr
Lieber Mino,

eine sehr gedrückte Stimmung, mit der diese Geschichte beginnt, aber sie macht neugierig. Die erste Szene hat mich ein wenig an „Gabriel Burns“ erinnert, auch wenn mir vollkommen klar ist, dass das ein Zufall ist und einfach auf dieser ganz bestimmten Atmosphäre beruht. Dieses Bedeutungsschwangere, Düstere, dazu die Szenerie am Meer. Irgendwie habe ich da ganz spezielle Farben vor Augen, überwiegend Orange- und dunkle Grautöne, ein Gemisch aus Spätnachmittag und Sturm. Es passt einfach so.
Irgendwie ist man erleichtert, dass alles nur ein Traum war, aber mit diesem Gefühl ist es schnell vorbei. Es bleibt düster – nicht atmosphärisch, aber was Max‘ Gefühle und Eindrücke anbetrifft. Generell ist ihr Gefühlsleben sehr greifbar, was ich positiv anmerken möchte. Du verschwendest keine Zeit mit überflüssigen Äußerlichkeiten oder oberflächlichen Betrachtungen von Dingen, die für Max‘ Leben und Emotionen überhaupt keine Bedeutungen haben. Vielen Geschichten in Ich-Perspektive fehlt das, und du hast es sehr gut umgesetzt.
Was folgt, sind viele Erklärungen, aber sie sind nötig, um zu verstehen, welche Rolle Chloe spielt und warum Max das alles so unglaublich nahe geht. Zudem erfährt man einiges aus Max‘ Berufsleben und Vergangenheit. Dieser Jefferson ist creepy as fuck. >.>
Hat dieser blaue Schmetterling, der erwähnt wird, noch eine besondere Bedeutung? Oder ist er einfach ein Hinweis auf den berühmten Butterfly Effect – ändert man nur ein winziges Detail, hat es mitunter massive Auswirkungen?
Max steckt voller Emotionen – nachvollziehbarer Emotionen. Sie tut mir ehrlich leid. Was mir auf gefällt, sind solche Details wie das Smiley-T-Shirt, das sie so gar nicht „fühlt“, von dem sie aber hofft, dass es sie tarnt. Dass sie nicht auf ihre Depression angesprochen werden möchte, ist nachvollziehbar.
Und welches Geheimnis hat dieser Porsche? Der ist so mysteriös wie der Rabenvogel, der Max verfolgt und sich nie ablichten lässt. Ist er als Omen zu verstehen? Der Vogel, der eine (unangenehme) Veränderung bringt, die das alte Leben „tötet“ oder zumindest transformiert?

Kapitel 2
Auftritt Gabriel. Er war mir ja schon in den Nachrichten sympathisch. Hier verfestigt sich diese Einschätzung. ^.^
Melancholische Gedanken zu Rachel – und da ist er wieder, der Rabe! Er führt Max also zu Rachels Eltern.
Die Szene, die jetzt folgt, ist emotional unheimlich stark. Max‘ Reaktionen auf Roses Worte. Zu wenig Zeit miteinander verbracht. Chancen verpasst. Im Nachhinein weiß man, was man versäumt hat. Dann, wenn es leider zu spät ist. Zwischen den Zeilen dieser Beweis, dass man keine hochtrabenden Worte braucht, um zu bewegen: «Und dann lachte und weinte ich. Und dann weinte ich irgendwann nur noch.»
Es ist so einfach. Aber ich finde es großartig!
Was mir auch sehr gefallen hat, war James‘ Aussage über Orte – sie sind nicht gut oder böse. Sie sind einfach voller Erinnerungen.
Generell sind Rachels Eltern unglaublich starke Persönlichkeiten, so, wie sie hier rüberkommen. Statt Trost zu verlangen, GEBEN sie Trost, das ist bemerkenswert. Auch der Rat, etwas Besonderes zu tun, um Chloe zu gedenken, ist wunderbar. Ich bin gespannt, was es am Ende sein wird. Morgen weiß ich ja vielleicht mehr? *hoffnungsvoll guck*

Mit den allerliebsten Flauschegrüßen,
Sesa

Antwort von Minotaur am 13.01.2022 | 21:56 Uhr
Liebe Sesa,

das meine Geschichte in dem Sturm anfängt, in dem das Spiel quasi geendet hat, war für mich fast schon ein wenig unkreativ, aber es musste sein. Denn dieser Moment ist der Punkt aus dem Max derzeitige Gefühlslage entstanden ist, eben der Zweifel ob sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Das kann auch jeder nachvollziehen, der das Spiel gespielt hat, immerhin musste man als Spieler selbst diese Entscheidung treffen. Ein Trauma, sag ich dir ^^

Die Stimmung von Max ist erst mal depressiv, aber das musste auch so sein. Im Grunde ist das ihr Startschuss und mitunter auch der Grund, der sie antreibt. Ich habe mir tatsächlich ein wenig Sorgen gemacht, dass die Geschichte am Anfang ein wenig zu Depri rüberkommt, da es viel um Verlust und Schmerz geht. Zwar zieht sich dieses Thema mehr oder weniger durch die Geschichte, aber es geht eben noch um so viel mehr und das Ganze ist ja nur der Auftakt.

Der Schmetterling steht im Spiel offenkundig erst mal für den Butterfly Effect, das hast du richtig erkannt. Aber er hat nicht nur eine Bedeutung, aber dazu kommen wir später in der Geschichte. Und ja, auch der Prosche hat später noch mehrfach Bedeutung.
Und was den Raben angeht, gleich im nächsten Kapitel wird jemand diese Situation auf eine ganz ähnliche Weise interpretieren wie du ^^

Es freut mich, das die Szene mit Rose und James im zweiten Kapitel so stark rüberkommt. Die Stelle ist natürlich hart emotional und im Grund bricht hier ja zum ersten Mal alles so richtig aus Max aus. Erst durch diese Begegnung versteht sie, dass sie noch etwas aufzuarbeiten hat.

Danke für dein Review und dein Lob. Es freut mich immer sehr, wenn meine Geschichten dir gefallen :-)

Allerliebste Flauschegrüße
Minotaur
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