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Autor: Bartifer
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt) für Kapitel 2:
25.12.2021 | 01:07 Uhr
Hallo :)

Weil ich mich ständig irgendwie durch diese Seite (und random Profile) klicke, hab ich mal wieder keine Ahnung, wie ich auf einen Text aus einer Kategorie, in der ich mich wirklich nie umschaue, gestoßen bin, aber jetzt bin ich hier.

Ich hab ja noch nicht viel von dem Text als solches gelesen, aber ich war von Anfang an ziemlich fasziniert davon, wie gut du Annies Alter (wie alt ist sie? Grundschule?) auffängst. Wirklich jeder Satz ist kindlich, aber nicht auf die unbeholfene Art, sondern liebevoll so konstruiert, dass es klingt, als könnte jemand sehr Junges sie denken. Du legst den Fokus teils nebenbei auf Dinge, denen Erwachsene keinen zweiten Gedanken schenken würden, bedenkst die erfahrungstechnisch beschränkte, aber in puncto Fantasie und Neugier so viel größere Weltansicht eines Kindes, und lässt selbst die kurzen Sätze dabei nicht abgehackt klingen. Auf dieser Seite hier hab ich sowas noch nie gelesen, es gibt ja eher Texte von sehr jungen Leuten, die aber versuchen, eben danach nicht zu klingen, was man dann aber trotzdem merkt. Bei dir merkt man es andersrum nicht, du hast hier eine Rolle angenommen und du bleibst da drin – der einzige Ausbruch, nämlich als Annie sehr erwachsen im ersten Kapitel mit dem sterbenden Vogel spricht, war gerade deshalb auffällig, weil du so schön beängstigend illustrierst, wie sehr Kinder ihre Eltern manchmal nachahmend. Also wirklich, ganz großes Lob. Ist für mich sehr ungewohnt zu lesen, aber allein formulierungstechnisch echt interessant. Könnte ich nicht, allein schon, weil ich so gern Mord und Totschlag schreibe :D

So, und weil ich mich so albern fühle, bisher wirklich nur was zum Schreibstil zu sagen, noch kurz was zu den Anfängen des Inhalts: Ich finde das ziemlich originell, das wird wohl der Grund gewesen sein, weshalb dieser Text auf meiner Leseliste gelandet ist :D Die Handlung steht dem Stil ein bisschen entgegen, du gestaltest es spannend, das gefällt mir. So ein Tod ist ja auch immer ein guter Anfang für eine Geschichte, von einer Heimsuchung (oder einem ungefragten Besuch eines Fremden) mal ganz zu schweigen. Mir gefallen auch diese kleinen Anspielungen auf Nena und E.T. (hab ich doch richtig erraten, oder? :D). Ich bin jedenfalls gespannt darauf, wie du das hier weitergeführt hast.

Liebe Grüße und schöne Feiertage!
Annika

Antwort von Bartifer am 27.12.2021 | 23:35 Uhr
Soh! Ich hab den Kommentar natürlich sofort gelesen, nachdem ich eine notification bekommen habe :'D Aber ich wollte mir Zeit lassen, bis ich nach den Feiertagen wieder zu Hause bin, um in Ruhe darauf zu antworten. Der Kommentar ist ein richtiges Weihnachtsgeschenk! <3 Ich bin natürlich immer super unsicher damit, ob ich mit meinem Schreibstil halbwegs authentisch Kind-Denken einfangen kann und freue mich extra drüber, dass du das angesprochen hast. Zumal Annie ja nicht nur jung ist, sondern auch noch leicht autistische Züge und unverarbeitete Traumata hat, was es für mich genau so schwer wie auch spannend gemacht hat, den richtigen Weg zu finden, naive Kindlichkeit mit zu frühem Erwachsenwerden ohne das Verständnis für den größeren gesellschaftlichen Kontext zusammenzubringen. Ich hoffe, die dann folgenden Kapitel und vor allem die Welt können dich noch ein wenig weiter fesseln ~
Allerbesten Dank und ebenfalls schöne Feiertage! ~
01.05.2021 | 14:06 Uhr
Bevor ich beginne möchte ich anmerken, dass der Kapitelname einfach herrlich ist! Zwei Dinge, die man kennt, die aber beim besten Willen nicht zusammenpassen wollen. Da will man gleich mehr erfahren.

Annies Gedanken zum Denken und der Stimme dazu haben mich zum Schmunzeln gebracht. Sie sind sehr schön und vor allem wirken sie auf mich kindgerecht. Ebenso sind sie eine wundervolle Überleitung zu dem Gedanken/der Stimme, die sie jetzt in ihrem Kopf hören kann und die sie beinahe anschreit.

Die verrückte, abstrakte, fantastische Idee des Vogelmannes mit dem fliegenden Fahrrad, der Maske und den Spähern der Amseln… das alles empfinde ich als interessante Elemente, die Annies Abenteuer einleiten, und dem Leser einen kleinen Vorgeschmack geben, von dem, was ihn noch so erwarten könnte. Annies Gedanken bleiben mMn kindgerecht, teilweise in angenehmen gleichfalls seltsam aber passenden Sprüngen von ihrem Vater zu der Frage, ob sie wohl einen Mantel brauchen wird.

Ihr Abenteuer beginnt plötzlich und ich glaube dieses Plötzliche und verrückt-magische in dem Kapitel tut der Geschichte und der düsteren Atmosphäre von Kapitel eins sehr sehr gut.

Liebe Grüße

Antwort von Bartifer am 02.05.2021 | 12:02 Uhr
Ich hatte die leise Hoffnung, dass der Kapitelname gefällt! Sehr schön. Bald gehts in die fantastische Welt und ich bin gespannt, wie du es findest :D
Ich dachte übrigens, ich erwähne mal, dass ich das Lied gehört habe, das du auf deinem Profil zitierst und das passt so gut zu Annie passt, dass ich es in meine Annie Amseltod-Playlist geworfen habe ~
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