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Autor: Ann Morgan
Reviews 1 bis 5 (von 5 insgesamt):
10.05.2021 | 21:57 Uhr
Einen schönen Oneshot hast du geschrieben, der tatsächlich auch ohne den Slash-Bezug zu lesen ist (also fast: die kleine Andeutung mit dem Ausziehen hätte dann nicht gepasst ;-) ).
Ich fand diese Situation in der Serie ziemlich ungeheuerlich (Aramis ist abgelenkt und verpasst den Schuss, so dass viele Menschen sterben und Porthos gefangen genommen wird) und fand es eigentlich sehr schade, dass das (wieder einmal) nicht genutzt wurde, um da tiefer zu gehen (seine Schuld und seine Selbstvorwürfe), sondern dass das einfach übergangen wurde.
Umso schöner, dass du das für diesen Oneshot genutzt hast und seinen Gefühlen da deutlich mehr Raum gibst. Insgesamt fügt sich deine Erzählung hier ganz einwandfrei in die Episode ein, so dass man beim Lesen eigentlich kaum merkt, was im Fernsehen gezeigt wurde und was du ergänzt hast. (Zumal ich gerade diese Folge gerade nicht mehr so genau im Kopf habe).
Außer Aramis' Problemen widmest du dich hier ja zum Glück auch Porthos' Gefühlen. Das ist das zweite, das ich in dieser Folge vermisst habe: Dass Porthos Gedanken, die durch Samara bestimmt in Aufruhr geraten sind, mehr Raum gegeben wird. Also sehr schön, dass du das auch aufgenommen hast - und zwar sehr plausibel und stimmig.
Für mich war das ein netter kleiner Oneshot, der zwar nicht so emotional bewegend ist, wie manche andere deiner Geschichten, aber auf jeden Fall sehr schön zu lesen ist und mir gut gefallen hat.
LG, Ilcuvi
05.05.2021 | 09:22 Uhr
Das war eine echt heftige Folge, fand ich zumindest, wie ich sie das erste mal gesehen habe. Halt auch, weil es zwei so emotional aufgeladene Handlungsstränge waren, wobei hier für die eigentliche Geschichte ja nur der eine wichtig ist..
Und ich muss wieder einmal sagen, gerade Aramis Gefühlswelt und seine Gedanken, als er den Schuss eben nicht abgibt hast du wieder einmal sehr gut getroffen. Wobei ich sagen muss, dass man es auch in der Serie sehr gut auf seinem Gesicht ablesen konnte.
Aber auch wie die Folge dann weitergeht ist ja nicht zu verachten. Porthos bekommt es in dieser Folge mal wieder richtig ab und sieht sich mit Rassismus konfrontiert. Leider auch in unseren modernen Zeiten keine Seltenheit, war es damals sicher noch um einiges schlimmer. Generell hast du die Stimmung dieser Folge wieder sehr gut getroffen .
Insbesondere die Stelle, wo Aramis Porthos Schusswunde behandelt und Porthos Verhalten dabei und danach hat mir sehr gut gefallen. Zudem muss ich gestehen, dass ich mittlerweile echt manchmal aufpassen muss, um noch auseinanderhalten zu können, was aus der Staffel stammt und was aus deiner Feder. Gerade bei solchen Momenten wie er jetzt folgt, also Porthos Gedanken zu seiner Gefangenschaft und was er da erlebt hat, fällt es mir oft schwer.
Auch kann ich Porthos hier sehr gut verstehen: Mit Rassismus von "Weißen", in dem Fall Spaniern, kann er umgehen, dass kennt er schon sein Leben lang. Aber es dann von jemandem zu erfahren ,wo man eigentlich meinen könnte, dass diese Person auf der gleichen Seite wie man selbst stehen sollte, ist doch sehr ungewöhnlich und trifft einen eher, gerade, weil man nicht damit rechnet.
Ein Glück ist aber Aramis für ihn da und zeigt ihm, dass Samara nicht recht hat. Die Freundschaft und das Gefühl der Waffenbrüder macht eben nicht vor der Hautfarbe oder Herkunft halt, etwas was auch heute noch wie gesagt oft nicht verstanden wird.
Doch auch Porthos ist für Aramis da und erteilt ihm praktisch die Absolution, weil er eben nicht geschossen hat. Eine Vergebung, welche auch für Aramis Seele wichtig ist. Sie sind eben Brüder in allem bis auf das Blut.

Eine Anmerkung habe ich aber auch noch zu Trevillé: Wie er da im Hof steht in der Folge und seine Degradierung erhält, da hat er mir echt leid getan. Ich meine da reibt man sich auf für König und Vaterland und dann sowas. Ich hätte Louis am liebsten ein bisschen Verstand eingeprügelt, wenn ich gewusst hätte, dass das funktioniert.
Aber auch wenn er nicht mehr offiziell der Hauptmann der Musketiere ist, so empfinden sie doch anders und machen dies auch lautstark kund.

LG
Auma
22.04.2021 | 07:44 Uhr
Hallo liebe Ann,

Es heißt doch immer: Kleine Kinder, kleine Sorgen. Aber klein ist relativ, nicht wahr. Heute kann man sich kaum noch vorstellen, wie gefährlich einige Krankheiten für Kinder sein können. Aber wir haben Impfungen und Medikamente, die es zu D'Artagnans Lebzeiten noch nicht gab. Und dann können die Sorgen, die man sich um die Krümelchen macht, sehr schnell verdammt groß werden und selbst einen gestandenen Musketier kurz aus der Bahn werfen.

Er hat die Kurve ja noch bekommen, aber weiß auch genau, dass er Mist gebaut hat. Und so schließt er aus Porthos' merkwürdigem Verhalten messerscharf, dass der sauer auf ihn ist. Dabei schleppt der arme Porthos eine ganz andere Last mit sich herum. Nicht nur, dass er übelst beleidigt wird, die eigentlich gut gemeinten Worte der jungen Frau schlagen in die gleiche Kerbe und verunsichern ihn zutiefst. Einen körperlichen Angriff hätte er abwehren können, aber wie soll man sich gegen Worte schützen? Ohren zuhalten ist eher schwierig, wenn man gefesselt ist (und sieht auch nicht ganz so männlich aus)... Gut, wenn man dann Unterstützung von Freunden hat.

Auch hier wieder danke für den Blick "hinter die Kulissen", der die Folge abrundet.

Was ich nicht wusste: D'Art ist eine historische Persönlichkeit und Dumas hat, wenn auch mit viel künstlerischer Freiheit, seine Geschichte erzählt. Ich war neulich auf Arte in eine Doku über den echten "Charles de Batz de Castelmore, genannt Comte d’Artagnan" gestolpert und habe dann ein wenig nachgelesen. Schon lustig, dass die Originalgeschichte eigentlich auch eine Fanfiction ist. ;-)

Ich hoffe, ihr habt eure Renovierungsarbeiten erfolgreich abgeschlossen und hattet keine bösen Überraschungen mehr. Da du uns immer Nervennahrung da lässt, schiebe ich dir mal unauffällig einen Rhabarbermuffin rüber. Gestern frisch gebacken, mit Baiserhaube und schön fluffig, ich könnte mich reinsetzen in die Dinger. Alternativ habe ich auch Nougatmuffins im Angebot, wir haben einen Rhabarber-Banausen in der Familie. :-D

Jetzt muss ich zur Arbeit, die letzten 2 Tage vor dem Wochenende rumkriegen. Halt die Ohren steif und lass dich nicht stressen. Ach ja, alles Gute nachträglich zum Hochzeitstag. (Habe gerade gesehen, dass du Teil 1 gestern vor einem Jahr veröffentlicht hast.)

Liebe Grüße
Brigitte

Antwort von Ann Morgan am 28.04.2021 | 12:22 Uhr
Hallo, meine liebe Brigitte,

bevor ich gleich zu einem.... unangenehmen Termin aufbreche, gönne ich mir zur Ablenkung noch diese Antwort!!

Oh ja, den Spruch kenne ich, und ich habe ihn eigentlich noch nie verstanden. Ein fiebernder Säugling ist heute schon schlimm und beängstigend - damals??? *schluck*
Und ja - solche Sorgen können einen gestandenen Musketier aus der Bahn werfen - das hast Du wunderschön ausgedrückt!!!

Aramis zögert - und alles geht schief. Und letztlich weiß nur er um seine Schuld, im wichtigen Moment gezögert zu haben. Aber auch mal ohne Dauphin: Wäre es zu verantworten gewesen, zu schießen, als die Frau mit dem Baby da vorbei ging? Ist nicht leicht zu beantworten, wie ich finde.
Aramis jedenfalls ist voller Schuld, ich finde, das sieht man in der Folge auch sehr gut. Und wiedermal schaltet sich Kopfkino ein: Ich fühle mich schuldig - also muss Porthos sauer auf mich sein. Und dabei - völlig richtig - schleppt der Gute etwas ganz anderes mit sich herum!
Aaawww- haargenau: Porthos weiß, mit Waffengewalt gegen sich umzugehen, aber Worte, dazu noch von einer jungen Frau in ähnlicher Situation wie er?
Ohren zuhalten käme eh zu spät, denn da waren die Worte schon gesprochen.

Aber ja - wieder triffst Du es genau: Porthos ist zutiefst verunsichert - aber seine Freunde, und insbesondere Aramis sind es, die ihm seinen Wert und seinen Platz zeigen!

Oh - hatte ich das noch nirgends erwähnt? Alle 3 Musketiere UND Tréville haben real existiert- Dumas hat auf eine frühere Erzählung eines anderen Autors über d'Artagnan zurückgegriffen, der wiederum cen original d'Artagnan als Vorlage hatte. Ich habe mein Wissen vor allem über Google zusammengetragen - eine Arte-Doku? Da muss ich mal glatt in der Mediathek suche, vielleicht finde ich die ja sogar noch :-))!!
Und eine witzige Sichtweise, dass der Original-Roman auch eine Art fanfiction ist *breit grinse*!

Jepp - Renovierung war sehr erfolgreich (ich hoffe, Du konntest Deine bessere Hälfte noch ünberreden, zu helfen :-)), dafür sind jetzt 3 andere "Baustellen" offen, wovon ich eine gleich angehe und danach erstmal eine Zeit ausgeknockt bin (hoffentlich nur bis morgen).

Ich bin zwar auch nicht der riesige Rhabarber-Fan, aber in Kuchenform mag ich den sehr gerne, erst recht mit Baiserhaube!!! Das klingt superlecker *Finger abschlecke* - danke :-))!!!!!!

Und zu guter Letzt: Dass Du an meinen Hochzeitstag gedacht hast, hat mich glattweg umgehauen!! Ganz besonders lieben Dank dafür!!!

GGLG und dann spätestens bis Freitag
Ann
19.04.2021 | 13:42 Uhr
Hallo Ann,

an diese Folge kann ich mich noch gut erinnern.
Ich war damals echt geschockt von dieser Samara. Sie hatte eine sehr komische Einstellung zu den Dingen. Aber sie kam doch dann wieder oder?
Leider bekomme ich hier nicht alles zusammen.

Es war auf jeden Fall wieder ein bewegender Teil. Hier vor allem für Aramis.
Na klar macht er sich dann Vorwürfe. Er hätte den „Bösen“ töten können und tat es nicht, er zögerte des Kindes wegen. Eine gut und noble Geste.
Man kann ihn ja so gut verstehen.
Dann war es aber zu spät und es kam zum Unglück.

Es war gut das sich Aramis um Porthos kümmert und das sie etwas reden konnten.
Hier im Vordergrund stand aber eher Porthos mit diesen Vorwürfen und den rassistischen Worten als Aramis und seine Schuld.
Es muss schwer sein wenn man nicht weiß wer man ist und wo man hin gehört.
Sich jeden Tag solche Äußerungen anzuhören ist sicher hart.

Ja da gebe ich dir recht. Für mich war das in der Serie kein König. Aber ich denke mal wir haben heute andere Vorstellungen zu dem Thema.
Früher konnte er wohl nicht anders. Er musste sein Gesicht wahren.

Dann freue ich mich schon mal auf die neue Story.
Hab noch eine schöne Woche.

LG die Laila

Antwort von Ann Morgan am 28.04.2021 | 12:08 Uhr
Hllo, liebe Laila!

Ein bisschen Zeit habe ich, bevor ich weg muss, und die nutze ich, um endlich mal mit dem Antworten zu beginnen!

Ja, Samaras Einstellung war aus ihrer Sicht vielleicht verständlich, aber es tat mir in der Seele weh zu sehen, wie sie Porthos damit verunsichert hat.
Meines Wissens hat man Samara in der Serie nach dieser Folge nie wieder gesehen. Am Ende der Folge redet sie noch al in der Garnison mit Porthos und schenkt ihm diesen arabischen Gedichtsband. Und da erklärt Porthos danna uch voll Sicherheit, dass er hierher gehört, dass die Musketiere seine Familie sind. Un dich wollte zeigen, woher er diese Sicherheit auf einmal nimmt.

Aaaawww - es freut mich immer total, wenn ich Dich mit einer Geschichte bewegen kann!
Ja - Aramis ist der zweite in dieser Folge, für den mir das Herz blutet. Seine Gedanken werden in der Serie nicht in Worte gefasst, aber ich finde, dass man ihm sein schlechtes Gewissen, die Schuldgefühle, Porthos und die anderen im Stich gelassen zu haben, regelrecht ansieht.
Richtig - er zögerte des Kindes wegen - aber eigentlich nur, weil er dadurch mit den Gedanken beim Dauphin und abgelenkt war. Und DAS macht ihm eben schwer zu schaffen... Dert arme Kerl!

Reden ist immer gut, und auch, dass Aramis sich um Porthos kümmert - denn sein Gefühl, warum Porthos so ablehnend ist, ist ja völlig falsch! Aramis denkt, Porthos werfe ihm sein Zögern vor - dabei ist Porthos nur so sehr mit Samaras Worten beschäftigt. Die ihn zweigfeln lassen, wer er ist und wo er hingehört. Woir wissen es, Aramis weiß es - und schafft es, Porthos das klipp und klar zu machen :-))

Was ich klasse finde ist, dass Du zwischen damals und heut differenzieren kannst. Das ist richtig weise! Denn klaer, ärgert uns vieles, wie es früher war, und wir wünschen es uns anders - aber wir dürfen eben die Umstände damals nicht vergessen... Wer weiß, wie die Geschichte mal über uns urteilt... :-)

Vielen lieben Dank für dieses Review - die anderen Antworten folgen natürlich auch noch.

GLG
Ann
16.04.2021 | 18:01 Uhr
༄ Hallo,
auch diese Geschichte hat mir wieder prima
gefallen. Die Stimmung und seine von Schuld
zerfressenen Gefühle perfekt eingefangen.
Eigentlich fühlt man sich ja besser, wenn man
darüber reden würde.
Habe noch einige ältere Geschichten im Auge.
Die kommen auch noch dran. Ein OS ist dann
doch mal schneller zwischendurch gelesen. ;-)
๑ ⊱❀ LG Carmen ❀⊰ ๑

Antwort von Ann Morgan am 16.04.2021 | 19:10 Uhr
Hallo, liebe Carmenza!

Wie klöasse, wieder von Dir zu hören! Und ganz besonders freut mich natürlich, dass Dir auch diese Kurzgeschichte wieder gefallen hat!
Ja - Aramis und seine Schuld... Ich finde ihn einen sehr interessanten Charakter. Vordergründig der Womanizer und Strahlemann, aber im Innern ist er zerrissen, hat schon so viel durchgemacht, was erst so allmählich im Laufe der Serie herauskommt. Und gerade in dieser Folge quält es ihn, was er da verbockt hat, welch heftige Folgen das hat. Wie hast Du so treffend geschrieben? Von Schuld zerfressen, ja, genau!

Richtig - beichten, über die Schuld reden, erleichtert. Nur ist manchmal wirklich die Frage: Sollte man sein Gewissen um jeden Preis erleichtern, wenn man damit anderen seine Schuld aufbürdet? Oder ist Schweigen hier nicht der größere Freundschaftsdienst? So habe ich es empfunden, und ich denke, das ist auch der Grund, weshalb Athos und Aramis die beiden anderen bisher nicht in das Geheimnis um den Dauphin eingeweiht haben.

Oh - Du hast die älteren Sachen noch gar nicht gelesen? Ich dachte, Du hättest einfach nur keine Zeit zum Reviewen gehabt, was ja auch völlig okay wäre :-)))! Na, dann freue ich mich, wenn Du da auch mal reinschnupperst :-) Und ich kenne das selbst - oft ist so ein "kleiner Happen zwischendurch" - also eine Kurzgeschichte - einfacher und schneller gelesen als eine längere Geschichte. Das ist auch der Grund, weshalb ich mich entschieden habe, die "Waffenbrüder" als Geschichten-Reihe zu posten, und nicht als eine einzige, irre große Geschichte mit vielen Kapiteln. In anderen Foren kann man sowas als "Serie" zusammenfassen; geht hier auf ff.de leider nicht, weshalb ich mir mit dem gemeinsamen Titel-Anfang "Waffenbrüder" und dem Durchnummerieren beholfen habe.

Liebe Carmen - auch heute wieder meinen ganz herzlichen Dank für Dein liebes Review, das auch noch das Erste zu der Story ist :-)!

GLG
Ann
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