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Autor: Jaskolkin
Reviews 1 bis 15 (von 15 insgesamt):
16.05.2021 | 11:43 Uhr
Liebe Jaskolkin,

da hast du mich aber gestern ganz schön überrascht mit diesem neuen Kapitel! Eigentlich dachte ich, dass es erst nächste Woche wieder neuen Lesestoff geben wird, aber dann Klingeling! War da plötzlich die beste Belohnung, die ich für meinen harten Tag gestern hätte bekommen können. (Wir haben das Wohnzimmer meiner Oma tapeziert.)
Danke dafür! <3

Das ist also das Gandalf-Kapitel! Interessant! Es ist zwar eher ein ruhiges Kapitel, aber dennoch nicht ohne! Du schaffst es durch wenige mahnende Worte Gandalfs große Sorge in mir zu wecken. Vor allem um Bilbo, unseren kleinen Schatz. Zwar ist jetzt sicher, dass Thranduil den Zwergen zu Hilfe kommen wird und für die Story wird uns Thorin wohl kaum noch versterben, doch hast du hiermit gleich einen neuen Spannungsbogen gesetzt: Bilbos Wohlergehen wird wohl gleich das nächste sein, um das wir uns sorgen müssen. Dass er den Berg deshalb eher früher als später wieder verlassen muss wird wohl auch nicht zu verhindern sein, egal wie sehr ich mir auch wünschte, dass er bei Thorin im Erebor bleiben könnte. Aber wer weiß, vielleicht haben seine Zwerge ja wirklich Lust auf Ferien? :3
Auja, das ist eine gute Idee! Vielleicht nehmen sie Thorin mit zurück ins Auenland für eine Kur oder so. Und da Dis oder Daín den Berg übernehmen und sich den Umständen entsprechend sowieso viel besser dafür eignen, entscheidet er sich bei Bilbo zu bleiben? Und dann leben sie glücklich bis an ihr Lebens Ende zusammen?
...haha, entschuldige, du brauchst meine verzweifelten Hoffnungen und Happy-End-Suchen nicht ernst zu nehmen. XD

Zumindest ein kleines Pflaster habe ich ja schon für all die Wunden, die du hier in "Die einzig wahren Kostbarkeiten" meinem Bagginshield-Herz zufügst, bekommen:
Bilbo hat die Bedeutung hinter dem Mithril-Hemd verstanden, er fühlt sich in Thorins Gegenwart als etwas besonderes UND "Thorin war das, was sie teilten, ebenso kostbar wie ihm selbst."!
Ambdbcnckfhddvsnsldicgskaoaos!
Oh. Mein. Gott. Ich kann also erwarten, dass die beiden totale Herzchenaugen füreinander haben werden?? Ich schmelze jetzt schon!

Oder halt, warte... ich sollte mich vielleicht noch nicht zu früh freuen.
Der Ring! Mir ist praktisch das Herz in die Hose gerutscht, als ich realisierte, dass er in deiner Geschichte existiert und wahrscheinlich noch eine Rolle spielen wird. Ich bekomme immer direkt Angstzustände, wenn der eine Ring irgendwo auftaucht. XDD Auch im Film habe ich jedesmal, wenn Bilbo von ihm Gebrauch gemacht hat nichts anderes mehr als Neineineinein denken können. Das kann ja noch heiter werden. XD

Oh, und noch etwas!
Argh, du bist so gemein! XD
Jetzt will ich wissen, was in dem Brief an Thorin steht, schmoll. Aber selbst wenn er ihn dann endlich irgendwann in späteren Kapiteln zu lesen bekommt, kann ich mir nicht mal sicher sein, ob ich denn seinen Inhalt zu lesen bekomme. Schließlich ist er nur für Thorins Augen bestimmt...
* Arme verschränk * einfach nur gemein.
Andererseits... wenn das sowieso noch ein paar Kapitel dauert, werde ich den Brief wahrscheinlich so oder so längst wieder vergessen haben, so wie ich mich kenne. Also mach dir keine Sorgen um mein kleines Drama hier. XD

Ich wünsche dir noch ein wunderschönes, entspannendes Rest-Wochenende und liebe Grüße,
Aeranell-chan

Antwort von Jaskolkin am 18.05.2021 | 15:58 Uhr
Hallo liebe Aeranell-chan,

oh, hatte ich gar nicht Bescheid gesagt, dass wahrscheinlich ein Kapitel kommt? Das war das Ziel, auch wenn ich nicht sicher war, ob es klappt, aber mein Gedächtnis ist ja auch nicht immer so zuverlässig, und eine Überraschung ist ja auch nicht zu verachten! :D

Uff, ich bin gerade ganz deprimiert wegen der Urheberrechtsreform diese Woche. Ich hoffe das Beste, aber falls dort trotz aller Proteste beschlossen wird, dass Fanfiction in Deutschland künftig nicht mehr legal ist oder nur noch kostenpflichtig hochgeladen werden darf, habe ich mir überlegt, euch Reviewerinnen (bei Interesse) einen Mailservice anzubieten. Ugh, so blöd, das Ganze. Aber dein Review und deine ganzen Reaktionen haben mich total aufgemuntert! <3

Awww, ich kriege ja selber Herzchenaugen, wenn ich deine Vermutungen und Gedanken lese! *.*

Jaa, das ist das Gandalf-Kapitel, und der alte Labersack hat es mal eben doppelt so lang werden lassen wie geplant. Gut, eigentlich war es Bilbos Schuld, aber auf ihn kann ich einfach nicht böse sein. :D

Ja, besonders gut geht es Bilbo im Einsamen Berg bislang nicht; da habe ich mich ans Buch gehalten, wo er schon innerhalb kurzer Zeit unter den Böden und Treppen und der alles andere als tollen Luftqualität leidet. Ich liebe eigentlich Geschichten, in denen der Erebor ein Hort der Gemütlichkeit und der flauschigen Teppiche ist, aber noch ist der Berg weit, weit davon entfernt, und ein an weiche Erdböden, frische Luft und abwechslungsreiche Nahrung gewöhntes Wesen wie Bilbo hat da erst mal Probleme; das ist noch mal eine ganz andere Baustelle als die Entbehrungen während der Reise. Allerdings ist der Erebor nicht unveränderbar – zur Zeit des Ringkriegs hat er sich total gewandelt, so werden z.B. die unterirdischen Gänge und Hallen von Säulen gestützt, die von den Zwergen wie Bäume aus Stein gefertigt wurden, und an den Hängen gibt es Terrassen und Türme. Wäre doch interessant, zu erfahren, wer das angeordnet hat? :3

Und: Hey, du hast viele gute Ideen! :3 Vielleicht könnte es ein bisschen Orientierung geben, noch mal in die Kurzbeschreibung zu schauen, vor allem in die letzten beiden Sätze. Thorins Aufgabe in dieser Geschichte wird es tatsächlich auch sein, für sich herauszufinden, ob das, was er im ersten Kapitel für sich erkannt hat, auch wirklich umsetzbar für ihn ist – und was für ihn nun wahrhaftig zählt im Leben. Die Entscheidungen, die er dabei dann treffen wird, stehen alle schon seit Beginn der Planung fest, aber es sollen freie Entscheidungen sein und keine, zu denen er aufgrund äußerer Umstände gezwungen ist. :)

Die Herzchenaugen – ich MÖCHTE das gerne, aber ganz so schnell geht es wahrscheinlich nicht. Du weißt ja als Einzige schon, dass eine Grundidee der Geschichte war, dass Thorin Bilbo irgendwie zu verklickern versucht, was er fühlt, was aber abseits des Todespathos nicht sooo leicht geht, vor allem in der angespannten Grundsituation. Und Bilbo wiederum hat zwar die Bedeutung hinter dem Mithrilhemd verstanden, aber noch nicht vollständig. Er wird jetzt wahrscheinlich erst recht versuchen, Thorin ein guter Freund zu sein und bloß nichts von seinem Geflatter nach außen dringen zu lassen, damit das, was sie teilen, nicht beschädigt wird. Ich will den Bogen allerdings auch nicht überspannen – die zwei sind ja keine Teenager mehr und allzu viele Missverständnisse möchte ich ihnen auch nicht zumuten. :3

Wie beruhige ich dich denn jetzt etwas wegen des Rings, ohne noch mehr zu spoilern? Hm, also, der Ring wird in dieser Version keine größere Rolle in Bilbos Leben spielen als im Original – aber auch keine geringere. Ähm. Okay, das klingt nicht beruhigend und ist es eigentlich auch nicht. XD Meine ursprüngliche Planung sah vor, dass an den äußeren Grundpfeilern des Canons nicht gerüttelt werden soll, dass ich aber das Innenleben des Ganzen in vielen Punkten anders gestalten möchte – die Charaktere haben aber schon jetzt so ein Eigenleben, dass ich mich da selber überraschen lassen muss. :D

Ah, und der Brief! Ich hätte nie gedacht, dass das so geheimnisvoll aufgefasst wird! Gandalf sollte Thorin doch etwas von Thráin ausrichten – aber zwischen Thráins und Thorins Tod ist er nicht mehr dazu gekommen. ;(

Oh je, irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, dass diese gesamte Antwort ein einziger großer Spoiler ist, wenn man zwischen den Zeilen liest. Aber mir geht es genau wie dir, insofern, dass die Kommunikation durch Reviews auch ganz viele Sachen erst so richtig inspiriert – und durch den eigenen Willen der Charaktere ist auch noch ganz vieles offen.

Und mach dir bitte überhaupt keine Sorgen, wenn Mails etc. mal länger dauern – ich weiß auch noch nicht genau, ob ich heute zusätzlich zu den Reviewantworten noch etwas anderes online schaffe. Das Leben oder die Technik, irgendwas ist halt immer und das hier soll ja auch Spaß machen, keinen Stress. <3

Viele liebe Grüße und bis bald
Jaskolkin
15.05.2021 | 17:00 Uhr
Hallo liebe Jaskolkin,

na, was steht wohl in dem Brief von Gandalf... Er war ja lange genug mit Thorin unterwegs, dass er ihm alles Mögliche hätte persönlich mitteilen können, aber er macht es ja gern geheimnisvoll. Da sind wir mal gespannt.

Und Thranduil gibt sich die Ehre... oha. Aber gut, dann wird Thorin gerettet, hoffentlich ist der Waldlandpfau aber nicht ausgerechnet dann da, wenn Thorin die Augen aufschlägt... Na, ich hab Wünsche, was....
Schauen wir mal, was du dir da für uns ausgedacht hast. :-)

Und es war wieder ein Knüller-Titel. :-D Keine kann die Titel so wie du. :-D

Liebe Grüße
Monama

Antwort von Jaskolkin am 18.05.2021 | 14:57 Uhr
Hallo liebe Monama,

alsooo, so geheimnisvoll ist das mit Gandalfs Brief gar nicht. Es ist ja in den Filmen so, dass Gandalf zwischen Thráins Tod und Thorins Tod gar nicht mehr die Möglichkeit hat, ungestört mit Thorin zu sprechen – und Thráin wollte, dass Gandalf Thorin etwas ausrichtet. :)

Hahaha, im nächsten Kapitel ist jemand ganz genau deiner Meinung, was das Erblicken von Thranduils Gesicht betrifft! :D

Ich fürchte, die nächsten Titel sind nicht so spektakulär, aber mal schauen, wie du sie finden wirst. :D

Uff, aufgrund der anstehenden Urheberrechtsreform überlege ich schon seit geraumer Zeit, was ich täte, wenn Fanfiction in Deutschland tatsächlich bald für unzulässig erklärt würde oder nur noch kostenpflichtig hochgeladen werden dürfte. Ich hoffe sehr, dass die Entscheidung diese Woche doch noch zu unseren Gunsten ausfällt, aber wenn der schlimmste Fall eintreten würde, würde ich evtl. euch Reviewerinnen einen Mailservice oder so anbieten. Ach, Mensch. :(

Jetzt bedanke ich mich aber erst mal sehr für dein Review und hoffe das Beste! <3

Liebe Grüße
Jaskolkin
08.05.2021 | 09:52 Uhr
Liebe Jaskolkin,

du hättest meinen verwirrten Blick sehen sollen, als ich den Titel des neuen Kapitels gelesen habe. XD
Thorin und Thorin? Thorin und Thorin? So ging es die ganze Zeit in meinem Kopf auf und ab, bis Daíns Sohn dann seinen Auftritt hatte, haha! Ich hatte ganz vergessen, dass die beiden sich den Namen teilen.
Eigentlich ist es auch das erste Mal, dass ich etwas mehr über ihn und von ihm lese, aber er kam mir genau wie Bilbo gleich sympathisch vor. Jung, lebendig, aufheiternd, aber auch etwas unsicher. Ein toller Charakter, den ich direkt ins Herz geschlossen habe. Bald sind es zu viele, die ich gern nochmal von dir lesen würde.^^

Aaaber es gab auch eine Stelle, an der ich nicht mit Thorin Nummer 2 bzw Nummer 3 (verwirrend xD) einer Meinung war. Und zwar, dass dieses Haarewaschen nicht gelten würde. *Arme verschränk*
Ja ok, Thorin konnte wirklich weder zustimmen noch ablehnen, aber come on… Mein kleines Bagginshield-Herz! Das hat so aufgeregt gehüpft, als es erfuhr, welche Bedeutung das Pflegen des Haars eines anderen für Durins Volk hat. Für mich gilt das! XD

Aber zum eigentlichen Thema des Kapitels!
Wie Bilbo das Herzflattern tief in sich identifiziert… diese Reise durch Selbstgespräche, Gespräche mit dem bewusstlosen Thorin und durch Erinnerungen von ihnen in Esgaroth… einfach nur wundervoll. So bittersüß. Obwohl ich die wage Struktur von Bilbos Gefühlen ja tatsächlich schon geahnt hatte, hehe, hat es mich wirklich tief getroffen. Besonders an dieser Stelle:
"Thorins Bestimmung war so viel größer als ein kleines Hobbitherz, dem für einen kurzen Augenblick Flügel gewachsen waren."
Danach war mein Herz einfach nur noch wund. AUA. Der Satz ist so perfekt und das Bild und die Gefühle dahinter so wunderschön…

Ja, eigentlich bedarf es sonst auch gar keiner Worte mehr. Ich danke dir, dass ich das lesen durfte.^^

Mittlerweile kann ich es wirklich auch kaum noch erwarten, bis Thorin geholfen wird und er aufwacht und alles auf ihn einbricht, sozusagen. Das wird so spannend! Und ich habe tatsächlich schon einige Male an die Kurzbeschreibung zurückdenken müssen, um mich zu erinnern, dass es irgendwie wieder gut werden wird. Dass Thorin wieder aufwachen wird. Und ich klammere mich an diesen klitzekleinen Spoiler wie eine Zecke! XD

Was mir allerdings auch etwas Hoffnung für die Zukunft gibt ist, dass Bilbo tatsächlich verehrt wird und dann auch von nicht gerade geringen Zwergen. Das ist ein sehr gutes Zeichen, welches mir die Angst nimmt, dass er vielleicht nicht mehr erwünscht sein könnte, nachdem er nicht mehr gebraucht wird. Denn ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es einiges an Opposition ihm gegenüber als Hobbit in einer Zwergenstadt geben wird. Zumindest von den Älteren her, den Politikern, die ihn nicht direkt kennen und nur den Einfluss sehen, den er auf Thorin und seine engsten Vertrauten hat. Und ganz besonders, wenn rauskommt, dass er und der rechtmäßige König unter dem Berge Gefühle füreinander hegen... Ohjemine. Das kann ja nur drunter und drüber gehen.
Also wie gesagt: Es bleibt sehr spannend!

In diesem Sinne wünsche ich dir auch ganz uneigennützig *hust* viel Zeit, Muße und Motivation zum Weiterschreiben. :D

Viele liebe Grüße,
Aeranell-chan

Antwort von Jaskolkin am 08.05.2021 | 19:18 Uhr
Liebe Aeranell-chan,

yes, Überraschung geglückt! Diese Verwirrung war genau das, was ich mit dem Titel auslösen wollte. Und es freut mich so sehr, dass du den jungen Thorin magst, der wird nämlich, ebenso wie sein Vater, noch häufiger durchs Bild stolpern. :3

Und du hast recht, den Rückhalt von seiner Seite (und anderer Zwerge aus seinem jüngeren, offeneren Kreis) kann Bilbo später ganz bestimmt gebrauchen! Denn die Gefährten, die die Fahrt zum Erebor gemeinsam gemeistert haben, sind ja schon jetzt total in der Unterzahl gegenüber Dáins Heer, und es kommen ja auch aus den Blauen Bergen und anderen Gegenden Zwerge hinzu, die Bilbo nicht kennen und wahrscheinlich nicht gutheißen werden, dass da plötzlich ein Hobbit Teil der zwergischen Gemeinschaft sein soll. Drunter und drüber – ja, das trifft das Kopfkino perfekt, das ich bezüglich der späteren Kapitel habe!

Naah, ich war auch nicht so sehr einverstanden mit dem, was der junge Thorin da über die Gültigkeit bzw. Ungültigkeit der Haar- und Bartpflege gesagt hat. :D Aber warten wir doch erst mal ab, was Thorin für ein Gesicht macht, wenn er von dieser unerwarteten Friseur-Session erfährt. :D

Und aww, MEIN kleines Bagginshield-Herz! Ich hibble hier richtig rum, weil du die Sache mit dem Herzflattern und den Satz mit dem kleinen Hobbitherz so sehr magst! Das hat mich auch arg mitgenommen beim Schreiben; auch, weil Bilbo mit seinen 51 Hobbitjahren (in Menschenjahren wäre er vermutlich Ende 30 bis Anfang 40, denke ich, ausgehend davon, dass Hobbits erst mit 33 volljährig werden) zum allerersten Mal überhaupt so etwas fühlt. ;-;

Thorin fände „wieder gut werden“ wahrscheinlich erst mal unpassend, denn wenn er aufwacht, wird wirklich erst mal alles auf ihn einbrechen. Ich kann es aber auch kaum erwarten, dass das endlich passiert; ich habe die anderen und vor allem Bilbo jetzt erst mal genug gequält. Zumindest in der Hinsicht, um Thorins Leben bangen zu müssen. Und ich bin ganz geflasht davon, wie gut ich bislang vorankomme; damit hatte ich ja mal so gar nicht gerechnet. :3

Mittlerweile ist die Geschichte schon in einem Stadium angekommen, in dem ich selbst nicht mehr zu 100% weiß, was konkret als Nächstes passiert. Es gibt zwar einen Gesamtplan für die Geschichte, doch die diesmalige Rückblende war z.B. für einen späteren Zeitpunkt eingeplant – Bilbo fand aber, die müsse jetzt sofort rein und die von mir eigentlich vorgesehene dafür erst später. Er ist ein kleines Überraschungsei mit eigenem Kopf. :D

Tausend Dank für dieses Wahnsinnsreview! :3

Viele liebe Grüße
Jaskolkin
07.05.2021 | 18:26 Uhr
Liebe Jaskolkin,

das Kapitel hat mir wieder sehr gefallen! Ich habe bei der Überschrift schon geschmunzelt, aber natürlich nicht bedacht, dass es noch diesen anderen Thorin gibt. ;-) Ich dachte schon, er wacht auf!!
Aber obwohl eigentlich so traurig - die wissen ja noch nicht, dass er überlebt - habe ich immer wieder geschmunzelt, über Thorin junior, die Anekdoten und natürlich Bilbos "Ich bin schon betrunken von dem Arzneischnaps, den eigentlich Euer Onkel bekommen sollte“ klang wenig solide." :-D

Und Bilbo wird verehrt :-D, das gefällt mir, und das hat er sich auch verdient!

Nach der tollen Ballade kann ich ja nicht umhin, bei den Sackheim-Beutlins immer an einen gewissen genügsamen Drachen zu denken. :-D
Ich stelle mir gerade in meinem Kopfkino vor, dass Otho und Lobelia mit Goldtalern in den Augen zur Hochzeit im Erebor erscheinen und sich schon ausrechnen, was sie alles erben könnten, alles abschätzen, was irgendwo funkelt und am besten noch Besteck oder irgendwas, was in die Taschen passt, mitgehen lassen... ;-)

Ach schön, und ich finde das nicht zu lang mit Thorins Koma (er möge mir verzeihen!), denn du füllst das ja mit gutem Inhalt und man lernt auch durch die Rückblenden bzw. Bilbos Erinnerungen eine Menge und jetzt den Großneffen kennen. Ist doch alles super so!

Liebe Grüße
Monama

Antwort von Jaskolkin am 08.05.2021 | 18:18 Uhr
Liebe Monama,

ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich dein Review und dein Kopfkino feiere! Otho und Lobelia, die schon mal im Erebor alles abchecken, haben mich gekillt. Und mir fällt dazu sogar ein Titel ein:

„Greedy – Mein Zwerg, meine Verwandten und ich“

Meine Wangen tun schon weh, du hast mich mindestens so sehr zum Schmunzeln gebracht wie ich dich! :D Und ich habe den genügsamen Smaug aus der Ballade irgendwie so unglaublich lieb gewonnen; das hätte ich vorher niemals gedacht und habe ich auch dir zu verdanken!

Darauf, dass man den doppelten Thorin aus dem Titel auch so interpretieren kann, dass Thorin II. aufwacht, wäre ich nicht gekommen, dabei macht es irgendwie total Sinn: einmal ein ohnmächtiger, aber dadurch auch friedlicher Thorin und dann ein wacher, dessen Laune möglicherweise den Berg zum Beben bringt. :D Ein bisschen Geduld brauchen wir aber alle noch bis dahin – ich muss mich irgendwie immer wieder daran erinnern, dass nur in der Realität schon fast ein Monat vergangen ist, seit die Geschichte gestartet ist, im Erebor dagegen erst eine Nacht. Aber ich mag es auch, dass die Geschichte so gut gefüllt ist; zu Beginn hätte ich nur nie damit gerechnet, dass die Charaktere so schnell so „erzählfreudig“ werden. Die Geschichte hat jetzt schon ein Stadium erreicht, in dem ich selbst nicht mehr zu 100% weiß, was im nächsten Kapitel passieren wird, und das macht das Schreiben zu einem ganz anderen Erlebnis. Besonders Bilbo ist schon jetzt ein kleines Überraschungsei; ich wollte eigentlich eine ganz andere Rückblende schreiben und diese hier erst später, aber er wollte es so. Okay. :3

Ich fürchte, Bilbo ist fast verstört davon, dass ein paar junge Zwerge ihn wegen seiner Taten verehren, aber ich finde auch, dass er das verdient hat, und ein bisschen Rückhalt kann ihm später nicht schaden.

Vielen, vielen Dank für dein Review! :3

Alles Liebe
Jaskolkin
01.05.2021 | 18:37 Uhr
Liebe Jaskolkin,

ein tolles Kapitel! Du beschreibst die Haarpflege so schön, das hat richtig Spaß gemacht zu lesen, und bei "Sag ihm, wir bekämen morgen Unmengen von Königskraut, und gib ihm so viel von dem Kamillenschnaps zu trinken, wie er schlucken kann." habe ich sehr geschmunzelt, aber dann bei der ernsten Haarpflege doch eine große Zuneigung zu Bilbo gespürt. Ich denke, damit wäre Thorin einverstanden gewesen!

Thorins Erlebnis hat mich sehr berührt und auch die Tatsache, dass er es Bilbo mitteilt, und dass es ihn all die Jahre so geprägt hat. Natürlich hat es das, und es erklärt vieles! Das finde ich sehr authentisch und schließt einen tollen Bogen, gefällt mir sehr!

Ach mehr davon, immer mehr davon!!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
Monama

Antwort von Jaskolkin am 03.05.2021 | 17:26 Uhr
Liebe Monama,

aww, vielen Dank! :3
Ich musste erst recherchieren, wie man eine solche Mähne eines Liegenden ohne Shampoo und Brause, sondern mit mittelalterlichen Mitteln sauber kriegt, und es freut mich total, dass es so angenehm für dich zu lesen war. :)

Und fast noch mehr freut mich, dass dir auch die Rückblende mit der Hintergrundgeschichte so gut gefallen hat! Dass es längenmäßig so ausartet, war zwar ursprünglich nicht geplant, da haben sich die Charaktere verselbstständigt – aber dass da eine tiefere Erklärung für Thorins ätzendes Verhalten Bilbo gegenüber kommt als „Er hat an ihm gezweifelt“, war mir total wichtig. Denn eigentlich ist Thorin ja jemand, dem die Beweggründe und Treue einer Person wichtiger sind als das tatsächliche Können; das sagt er ja auch im ersten Film: „I would take each and every one of these dwarves over an army from the Iron Hills. For when I called upon them, they answered. Loyalty. Honor. A willing heart ... I can ask no more than that.“ Bilbo dagegen, der noch nicht einmal ein Zwerg ist und überhaupt keine eigenen Beweggründe hat, ihnen zu helfen, wird von Thorin allein nach seinen Schwächen beurteilt. Das passte nicht für mich, da habe ich irgendwie automatisch reininterpretiert, dass dahinter so eine typisch tiefe eichenschildsche Kränkung steckt, die Bilbo ausbaden muss. Denn der „wahre“ Thorin hätte eigentlich denken müssen: „Der kleine Kerl wird uns zwar nicht viel nutzen, aber er erklärt sich bereit, sich in Gefahr zu begeben, um uns zu helfen, also verdient er meinen Respekt.“ Es macht mich wirklich glücklich, dass du diese Erklärung als authentisch empfindest! :)

Dankeschön, ich gebe mir Mühe! <3

Liebe Grüße
Jaskolkin
01.05.2021 | 13:00 Uhr
Huhu :D

da bin ich wieder, wie versprochen.^^
Und wow! Du hast in diesem Kapitel viel mehr verarbeitet, als ich gedacht hätte! Während ich mich schon allein auf Bilbos Friseurtätigkeit gefreut habe, hast du gleich einen gesamten Hintergrund mit aufgebaut. Danke dafür, das war wirklich sehr interessant! Und... herzzerreißend. Ich musste hinterher erstmal meine Augen tupfen. Denn obwohl du meintest, dass Thorin leiden würde, war es doch auch gleichzeitig wieder trauriger als erwartet. Ich habe richtig mitgefühlt, während ich las, wie erniedrigend und unfair Thorin in der Vergangenheit behandelt wurde. Dass er, nachdem er dermaßen verprügelt und hinausgeworfen wurde, trotzdem noch aus Pflichtgefühl den Beutel Münzen an sich nahm, hat mir dann den Rest gegeben.
Jetzt will ich eigentlich nur noch dasselbe tun wie du... bloß mit Thorin - und zwar ihn auf den Schoß nehmen. ;-; Aber ich glaube das würde weder ihm noch meinen Beinen besonders gut gefallen.
Also gut, dass er momentan noch bewusstlos daliegt und zu schwer für mich ist, um ihn mir auf den Schoß zu ziehen, haha!

Tatsächlich war ich vorher hibbelig wegen der Intimität, die Bilbo sich erlaubt hätte, wenn er denn Thorins Haar und Bart gekürzt hätte. Aber jetzt denke ich, dass die Entscheidung den Bart nicht zu trimmen sehr viel sinnvoller von dir und einfühlsamer von Bilbo ist.^^
Wer weiß, vielleicht fängt Thorin dadurch ja auch bald wieder an diesen netten Zopf am Kinn zu tragen, den man als junger Zwerg an ihm gesehen hat (immer vorausgesetzt, dass er tatsächlich überlebt, natürlich, was ich aber so sehr hoffe, dass ich die Alternative gar nicht erst bedenken mag! * Cries *)
Ich weiß nicht wieso, aber dieses Zöpfchen fand ich wirklich schick. ;D
Und es könnte vielleicht sogar praktisch sein für kleinere Leute wie Bilbo... Wenn du verstehst, was ich meine. Ehehehe

Ach, bevor ich es vergesse zu erwähnen! Dass Kíli aus freien Stücken entschied, sich kahl zu rasieren und es nicht daran lag/liegt, dass er noch nicht fähig ist sich einen Bart spießen zu lassen, lese ich zum ersten Mal. Das war vielleicht eine Überraschung wert! Es war unerwartet, etwas Neues, das aber vor allem in diesem Kontext Sinn ergibt und sogar richtig süß ist!
Aber das bedeutet, dass er in deiner Version der Quest einen Bart trug, nicht wahr? Eine lustige Vorstellung, wenn man sich an das bartlose Gesicht gewöhnt hat. XD

Oh, und was ich noch sehr passend fand, war, dass Thorin bei seiner Erklärung Schwierigkeiten hat auf den Punkt zu kommen. Das ist wieder ein Charakterzug aus dem Original, nicht wahr? Ich meine mich zu erinnern, dass er ganz am Anfang in Bilbos Hobbithöhle die ganze Zeit um den heißen Brei herum redete, als er erklären wollte, was es mit der Quest auf sich hatte.
Ich war ganz stolz die Wurzeln dieses Verhaltens wiedererkannt zu haben. :3

Außerdem bin ich schon sehr gespannt auf das nächste Kapitel. Ich habe das Gefühl, dass der Besuch des Elbenkönigs immer näher rückt und frage mich, wie du das alles schreiben wirst. Ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass das kein Zuckerschlecken wird, denn ich hätte selbst keine Ahnung, wie ich es angehen würde. XD
Aber ich bin mir trotzdem ziemlich sicher, dass du das schaffst.^^

* winke winke *
Aeranell-chan

Antwort von Jaskolkin am 03.05.2021 | 17:02 Uhr
Hallo liebe Aeranell-chan,

was war ich gespannt, was du zu diesem Monstrum von Kapitel sagen würdest! Dankeschön, dass du dir so viel Mühe gemacht hast, darauf einzugehen! <3

Ganz ehrlich? SO ausführlich war das gar nicht geplant; die Rückblende sollte eigentlich komprimierter werden. Da hat Bilbo sich irgendwie selbstständig gemacht – oder besser gesagt, Thorin, denn jaa, ganz genau, dass der so zu schwafeln beginnt, ist vom Buch inspiriert und das hatte ich irgendwie nicht bewusst kommen sehen. Es war dann auf einmal einfach so und ich fand es passend. Der Buch-Thorin hält zwar fast Reden im Stil eines Politikers, das hätte ich für den Film-Thorin nicht als authentisch empfunden – aber im persönlichen Bereich? Wenn er etwas erklären will, das ihn verletzt und sein Verhalten geprägt hat, jedoch einfach nicht weiß, wie? Das konnte ich nicht beiseiteschieben, und darum ist das Kapitel viel, viel länger geworden, als ich ursprünglich dachte. :D

Und – ja. ;-; Dieser Hintergrund hat mich auch ziemlich mitgenommen. In einer Zeit blanker Not DIESES Geld zu nehmen, weil er an seine Familie denken muss – da hat sich mir beim Schreiben fast der Magen umgedreht. Thorin gehört auch auf den Schoß, da stimme ich dir vollkommen zu, und obwohl er kräftig gebaut und muskulös ist, ist er ja immer noch ein Zwerg und wir sind Menschen, das ginge also bestimmt irgendwie. Bestimmt!! Nur, was er davon hielte, ist eine ganz andere Frage … XD

Und wenn ich es mir recht überlege: Ich glaube eigentlich, dass auch Bilbo ein Charakter ist, der kein Interesse daran hat, von Fremden geknuddelt zu werden. Ich stelle ihn mir eher wie jemanden vor, der Wert auf seinen persönlichen Raum legt und den z.B. bei Treffen mit seinen Verwandten die aufgezwungenen Umarmungen und Schulterklopfer ziemlich stören. Somit fürchte ich, dass Bilbo sich gar nicht von mir auf den Schoß nehmen ließe (oder von irgendwem sonst, zu dem er keinerlei Bezug hat) – Thorin dürfte dagegen (egal, ob bei dir oder bei mir) langfristig betrachtet äußerst gute Chancen haben, dass Bilbo das mag. :D

Ohw, ich glaube, dass das Waschen, Kämmen und Flechten auch schon eine groooße Form der Intimität war – das erfährt Bilbo aber bald! :)

Ja, dieses Bartzöpfchen ist irgendwie sehr hübsch anzusehen. :3 Lassen wir uns überraschen; Thorin ist ja immer für Unerwartetes gut, und zum Ziehen, wenn eine kleinere Person einen Kuss abstauben will, wäre es natürlich nützlich. :D

Allgemein habe ich mir über den Grund für Thorins (und Kílis) kurzen Bart ziemlich den Kopf zerbrochen. Ich habe schon oft gelesen, dass Thorin seinen Bart als Zeichen für den Heimat- und Standesverlust kurz trägt und ihn später als König wieder wachsen lässt, und theoretisch fände ich das auch total schlüssig – hätte nicht der Buch-Thorin einen sehr langen Bart und hätten nicht Thrór und Thráin im Film ebenfalls noch lange Bärte, auch nachdem sie den Erebor verloren haben. Da hat eine freie Entscheidung einfach besser zur Geschichte gepasst. Oh, und bei Kíli – ich kenne ihn bislang nur mit sehr, sehr kurzem Bart, so wie hier:

https://i.pinimg.com/originals/0f/4d/1b/0f4d1be23bede9368a4ac53fe14fd928.jpg

Eine andere Version kenne ich gar nicht, und so ist er, wenn mich nicht alles komplett täuscht, doch auch im Film? Also, an diese Version dachte ich. Da ist zwar Bartwuchs, aber halt sehr gestutzt, so nach dem Motto: „Ha, ich trag ihn einfach noch kürzer als Onkel!“ :D

Bei Tolkien heißt es in „The War of the Jewels“ offenbar: „No Man nor Elf has ever seen a beardless Dwarf – unless he were shaven in mockery, and would then be more like to die of shame ... For the Naugrim have beards from the beginning of their lives, male and female alike ...“

Das ist aber reines Internetwissen von mir, „The War of the Jewels“ habe ich selber nie gelesen und somit kann ich das nicht belegen oder bestätigen. Ich habe es einfach bloß für mich übernommen, weil ich es schlüssig fand. Und ich fand die Vorstellung von Teenie-Kíli, der sich sogar mal komplett rasiert, um seine Familie zu schocken (also nicht seinen „normalen“ sehr kurzen Bart, sondern glatt wie ein Hobbitpopo), dann einfach zu herrlich. :D

Oh je, über was man sich als FF-Autorin alles Gedanken machen muss! XD Und diese Antwort droht schon wieder sehr lang zu werden; ich komme mir schon fast vor wie Thorin. :D

Darum nur noch in bestmöglicher Kürze: Ja, nun wird es wirklich Zeit, dass vom Elbenkönig eine Antwort kommt. Ehe endgültig der Tag anbricht, muss Bilbo aber noch zwei Gespräche führen, beide sehr unerwartet und nicht einfach für ihn.

Noch mal ein großes Danke an dich! Der Austausch mit dir über Bilbo und Thorin ist ein richtiges Highlight für mich! :3

Liebe Grüße
Jaskolkin
28.04.2021 | 03:14 Uhr
Liebe Jaskolkin,

ich bin auf gar wunderbare Weise völlig eingenommen von deinem Schreibstil, der eine ganz eigene Note besitzt und sich doch perfekt in Tolkiens Wortwahl und Stil einfügt. Ich konnte während des Lesen fühlen, was Thorin in diesem Moment fühlte und jedes Wort, mit dem er Bilbo beschreibt und von ihm schwärmt (Verzeih, es ist gewiss mehr als eine Schwärmerei, aber noch ist es so zart und lieblich, dass mir die Umschreibung passend erscheint) ist so liebevoll gewählt, dass man ganz eingenommen ist von Thorins Gefühlswelt.

Ich freue mich schon sehr darauf weiterzulesen, auch wenn ich nun kurz unterbrechen muss, um selbst zu schreiben ;-) Aber jetzt ist es schön etwas zu haben, von dem man weiß, dass es sich voll und ganz lohnt.

Oh Gott, auch wenn ich mich frage, ob ich wirklich dafür bereit bin, dass Thorin erfahren wird, dass Kíli gefallen ist. Ich schaue mal online nach, ob ich mir irgendwo Petite Fours bestellen kann, um den Schmerz erträglicher zu machen ;-)

Alles Liebe
Yueve

Antwort von Jaskolkin am 29.04.2021 | 17:34 Uhr
Hallo liebe Yueve,

ohhhw, ich danke dir sehr für dieses tolle, ermutigende Review! :3

Zart und lieblich – ja, genau so sollte es rüberkommen, was Thorin für Bilbo fühlt. Denn auch wenn es durchaus mehr ist als Schwärmerei, hatte Thorin ja noch keine Gelegenheit, diese Emotionen außerhalb seines eigenen Bewusstseins auszuleben, und davon abgesehen glaube ich, dass Thorin auch nach Jahren des Zusammenlebens noch immer oft zart und lieblich für/von Bilbo schwärmen wird. :)

Jetzt werde ich fast etwas nervös – ich hoffe, das Ganze hier enttäuscht dich letztlich nicht, denn das erste Kapitel ist schon älter und wurde viele, viele Male korrigiert, während jetzt Work in progress angesagt ist. Und die tragende pathetische Stimmung, die Thorin dem Tode nah im ersten Kapitel hat, kann diese Augenblicke natürlich nicht überdauern – für Bilbo, die Zwerge und nicht zuletzt Thorin selbst geht es danach wesentlich bodenständiger weiter.

Es ist ganz erstaunlich: Ich musste ungefähr dreihundert Jahre alt werden, um durch dein Review mal auf den Gedanken zu kommen, dass ich mir ja auch online Petit Fours bestellen könnte. Da gibt es ja richtig viel Auswahl! Ob das Ergebnis dann überzeugt, ist zwar noch mal eine andere Sache (als Kind bekam ich von meiner Oma oft welche mit Baumkuchenteig, einer dünnen Marzipanschicht und einer Kirsche oben drauf; die sind nicht so leicht zu toppen), aber hey, das könnte einen Versuch wert sein!

Allerdings: Zum Lesen des zweiten Kapitels würde ich generell kein Essen empfehlen. Wirklich nicht. Ugh. :(

Liebe Grüße
Jaskolkin
23.04.2021 | 00:51 Uhr
Heyy * winkt fröhlich *

Eeeendlich habe ich genug Ruhe gefunden, das neue Kapitel zu lesen!
Hach, und wie bin ich so froh, es nicht zwischen Tür und Angel gelesen zu haben. Das war... einfach nur toll. Es wird wirklich schwer das zu toppen, das sage ich dir. Und das, obwohl es nicht mal eine direkte Thorin/Bilbo Konfrontation gab. Uuund egal was ich zum ersten Kapitel gesagt habe... ich glaube das hier wird letztendlich mein Lieblingskapitel sein. Oder ist es zumindest bis jetzt.
Denn ich habe gleichzeitig irgendwie so das Gefühl, ich sollte dich genauso wenig unterschätzen, wie man Zwerge unterschätzen sollte. Besonders mit dem Ausblick auf das Geschehen im nächsten Kapitel. ;P

Hach, ich bin einfach sooo unendlich erleichtert, dass es mit klarem Kopf zuging und sich niemand quer gestellt hat.
Danke, Daín! Ich küsse dir die Eisenfüße! XD
Tatsächlich war mir Daín im Film direkt sympathisch und deine Interpretation von ihm hat das nur noch bestärkt. Seine kurze Interaktion mit Thorin auf dem Schlachtfeld hat gezeigt wie nah sich die beiden stehen und dass sie sich nicht in den Rücken fallen würden, sondern ihn sich gegenseitig frei halten. Und genau diese ehrliche, treue Zwergendynamik hast du genutzt, um Daíns Einlenken zu erklären. Das fande ich sehr toll. :3
Hoffentlich darf ich in Zukunft noch mehr von deinem Daín lesen.

Gudrún! Ahahahahaha! Hieß Balins Frau wirklich Gudrún? XD
Es tut mir so leid diese zugegebenermaßen wunderschön bittersüßen Erinnerungen Balins zu zerstören, aber... ich konnte, nachdem ich den Namen las, die ganze Zeit nur noch an das Huhn meiner ehemaligen Biolehrerin denken. Es war ein sehr abenteuerliches Huhn! XD

Außerdem habe ich einfach keine Worte für die Freude über das Ende des Kapitels. Ich bin so dankbar dafür, dass du auf die tolle Idee gekommen bist, Thorins vernachlässigte Kopf- und Gesichtsbehaarung miteinzubeziehen. Wie Bilbo auf diese Idee kommt und seinen Vorschlag macht, das ist einfach nur nawww <3
Und dann sein Kommentar, dass sie sich ja schließlich auch um seine südlicheren Bereiche kümmern! Ahahah, Bilbo ist einfach Gold wert. Und wo er recht hat, da hat er eben auch recht.
Mir wird schon ganz warm ums Herz, wenn ich daran denke, was uns im nächsten Kapitel erwartet. :3

Oh, und zu deiner Frage: Da Bilbo sich scheinbar als einziger wirklich versucht in Thorins Lage zu versetzen und sich Gedanken um dessen Gefühle, sein Gewissen und seine Würde während des Ganzen macht, glaube ich schon, dass er Thorin als sehr wichtige und besondere Person in seinem Leben ansieht - fernab von seinem Status. Ich würde sagen, ja, er verspürt eine unmissverständliche Zuwendung. Aber ob diese Gefühle klar als etwas Konkretes zu entziffern sind, das ist glaube ich noch einmal eine ganz andere Frage.^^

Ich bin jedenfalls seeehr gespannt wie es weitergeht! Aber fühle dich keinesfalls bedrängt! Ich war wirklich überrascht und glücklich so schnell wieder ein neues Kapitel von dir zu lesen zu bekommen und werde das auch in Zukunft natürlich nicht als selbstverständlich ansehen.

Viele liebe Grüße,
Aeranell-chan

Antwort von Jaskolkin am 24.04.2021 | 18:34 Uhr
Hallo liebe Aeranell-chan,

wow, was für ein Review! Vielen, vielen Dank dafür! <3

Und OMG, du setzt mich ja mal überhaupt nicht unter Druck? :D Wobei es mich wirklich irrsinnig freut, dass dir dieses Kapitel so gut gefallen hat. Und wenn du sagst, es wird schwer, es zu toppen, muss ich mir eben ganz besondere Mühe geben, oder? Mit dem Inhalt und der Schreibweise auf jeden Fall. :)

Was die Geschwindigkeit betrifft, wird es nun bestimmt etwas langsamer weitergehen; danke, dass du extra schreibst, dass da von deiner Seite aus keine Erwartungshaltung besteht! :) Meine bisherigen drei Kapitel waren ja schon vor dem Hochladebeginn fertig (das erste komplett, die anderen beiden in Rohfassung), aber weil ich anfangs total unsicher war, wollte ich lieber erst mal abwarten, ob noch jemand gravierende Kritik hat, die ich berücksichtigen sollte. Deine und Monamas Reviews haben mich da wirklich beruhigt; selbst wenn jetzt noch Hinweise auf etwaige Fehler kommen sollten, werden die nicht übergroß sein, denke/hoffe ich. Jetzt kann ich mich also aufs Einleiten der eigentlichen Storyline konzentrieren – zwei, drei Kapitel braucht es aber bestimmt noch, bis Thorin wieder so richtig unter uns weilt (und alle mit seiner blendenden Laune beglückt). Das alles muss nun erst mal geschrieben werden, aber weil ich total motiviert bin und unheimliche Freude mit euch und den Charakteren habe, hoffe ich, dass es nicht allzu lange dauert, bis es hier mit einem neuen Kapitel weitergeht. In meinem Kopf steht die Handlung der nächsten Kapitel schon ziemlich fest, aber ich lasse mich auch gern von den Charakteren überraschen. Mach mal, Meisterdieb. <3

Ohw, ich hab mich so sehr darüber gefreut, dass dir meine Interpretation von Dáin gefallen hat! Der hat mich ziemlich nervös gemacht, muss ich sagen. :D Da liegen Welten zwischen Film und Buch, bzw. habe ich mich gefragt, wie der zwar herzliche, aber auch total raubeinige und provokative Dáin mit dem weisen, bedachten Dáin aus HdR und dessen Anhängen zusammenzubringen ist. Da wirkt Dáin schon in jungen Jahren teils vernünftiger als so mancher große Herrscher, und ich habe dann versucht, das mit der familiären Treue und auch der Demut zu erklären, die seine Position in ihm auslöst. Also, er kann zwar hitzköpfig und unangenehm direkt sein, aber wenn es um jene geht, die ihm etwas bedeuten, und dazu noch um die Verantwortung für (s)ein Volk, nimmt er sogar in Kauf, sich selbst vor Thranduil „demütigen“ zu müssen. Deine Bezeichnung „ehrliche, treue Zwergendynamik“ passt da perfekt! Und natürlich wird Dáin auch weiterhin mit von der Partie sein, ich erwarte schon mit einer Mischung aus Schaudern und Grinsen seine erste Frage nach Thorins Rettung. :D

OMG, Gudrún, das Huhn!
Ähm, nein, im Original wird außer Dís keine einzige Zwergenfrau namentlich genannt; Gudrún habe ich mir selbst ausgedacht, weil ich Balin so unheimlich gernhabe und ihm gern einen persönlichen Hintergrund schreiben wollte. Er ist so freundlich, warmherzig, hilfsbereit und klug – bestimmt hatte so ein toller Zwerg doch eine Frau im Erebor, auch wenn es sehr wenige davon gab/gibt. Noch dazu hat er adelige Wurzeln und war der königliche Berater; ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass er niemanden hatte. Für den Namen Gudrún habe ich mich dann letztlich wegen Tolkiens „Die Legende von Sigurd und Gudrún“ entschieden, in der es unter anderem heißt:

„So vergeht Gold,
und Glanz schwindet hin,
auf Lärmen und Streiten
legt sich die Nacht.“

Da fand ich den Namen irgendwie ganz passend.
Und jetzt das! :( XD

Naww, und schon bin ich wieder dabei, (diesmal „meinen“) Bilbo auf den Schoß nehmen zu wollen; ich habe das beim Schreiben ganz ähnlich empfunden wie du beim Lesen. Wie er sich getraut hat, seinen Vorschlag zu machen, obwohl er sich denken konnte, dass keiner begeistert davon sein würde. :3 Ich freue mich schrecklich darauf, den kleinen Friseur zu schreiben – obwohl es ein insgesamt ziemlich bedrückendes Kapitel wird; noch ist ja keine Hilfe in Sicht.

Ich glaube, die Zwerge machen sich schon auch einige Gedanken darum, was Thorin wollen würde – sie rollen es nur von der anderen Seite auf und haben Angst, mit diesem Grenzübertritt ihr Verhältnis zu Thorin zu beschädigen. Um die südlicheren Bereiche kümmern sie sich halt, weil sie sonst bald ein gewaltiges hygienisches Problem hätten. XD Aber Bilbo hat trotzdem recht, das finde ich auch, und er weiß etwas von/über Thorin, das sonst in dieser Form niemand weiß – was und warum, kommt dann im nächsten Kapitel. Das erklärt dann auch, was genau Thorin im ersten Kapitel mit „Nichts als die Hirngespinste eines Königs, der sich in der Zuneigung und Loyalität eines Wesens verloren hatte, das ihm offiziell weder Wertschätzung noch Gehorsam schuldete“ meinte. Und dein „Ich würde sagen, ja, er verspürt eine unmissverständliche Zuwendung. Aber ob diese Gefühle klar als etwas Konkretes zu entziffern sind, das ist glaube ich noch einmal eine ganz andere Frage.“ geht seeehr in die richtige Richtung! :)

Aaah, und weil wir es ja auch hier gerade von Haaren und Bärten haben, kann ich noch auf unser Gespräch bei „Cursed By Mercy“ eingehen: Bei Tolkien wird, soweit ich weiß, nur einmal erwähnt, dass es Zwerge demütigt, wenn ihnen die Bärte abgeschnitten werden. Im Hobbit geschieht aber auch das einmal, nämlich bei Fíli, und es scheint kein allzu gravierendes Problem zu sein; das kommt vielleicht auch darauf an, wer das macht und warum. Die ganzen Gedanken rund um das Flechten von Haaren und Bärten kamen dann erst mit den Jackson-Filmen auf, wobei die Filme ja nicht viel erklären, sodass man da völlig freie Hand hat, was es natürlich umso spannender macht. :D

Okay. Diese Antwort ist jetzt fast so lang wie das erste Kapitel. XD

Liebe Grüße und bis bald/gleich. :D
Jaskolkin
21.04.2021 | 19:06 Uhr
Liebe Jaskolkin,

au ja, Bilbo soll mal machen und Bart und Haare herrichten, das ist doch allemal besser als ihn so verlottert aussehen zu lassen (und unter uns Frauen: Wenn die irgendwann richtig verfilzen, kriegt er die gar nicht mehr vernünftig hin!!). Also sehr gut, Daumen hoch für Bilbo!

Bei Daíns Spruch mit dem Aas war ich ja sprachlos, aber danach hat er mir besser gefallen. :-)
Ich bedauere einmal mehr, dass ich vor x Jahren den Hobbit mal verliehen habe, also das Buch, und leider nie zurückbekam. Insbesondere die Erwähnung von Balins Frau fand ich interessant, all die Hintergründe haben sich bei mir im Hirn leider nicht gehalten; wäre jetzt mit neuem Interesse schon spannend, das noch mal zu lesen. Da muss ich mir das Buch noch mal besorgen.
Also sehr, sehr interessant, deine Geschichte - und toll geschrieben!! -, darum habe ich mir die aus meinem Alert-Dschungel (ich komme gerade leider nicht hinterher mit Lesen) gleich rausgepuzzelt. :-)

Liebe Grüße, ich bin jetzt schon gespannt aufs nächste Kapitel!
Monama

Antwort von Jaskolkin am 24.04.2021 | 16:44 Uhr
Liebe Monama,

OMG, ich danke dir! <3

Ich kann dir gar nicht sagen, wie geehrt ich mich fühle, weil du dir ausgerechnet meine Geschichte aus dem Alert-Dschungel herausgesucht hast! :3

Ja, nicht wahr? Verlottert und verfilzt, das ist doch auch nichts; Bilbo war hier mein Held. Andererseits muss ich die Zwerge aber auch in Schutz nehmen; bei dem kulturellen Hintergrund, der später natürlich noch näher ausgeführt wird, wäre das für sie nicht „einfach bloß Haare waschen“, sondern ein Eindringen in die Intimsphäre ihres Königs. Doch Bilbo geht da mit einer völlig anderen Prägung ran und ist zu dem Zeitpunkt schon beinahe froh, dass er nichts Genaueres weiß, sodass er dieser Aufgabe gefasst nachgehen kann.

Bezüglich Dáins Umsetzung war ich meeega nervös zu Anfang, muss ich zugeben. Zwischen seiner Darstellung im Film-Universum und der in den Büchern liegen Welten, bzw. habe ich mich unweigerlich gefragt, wie das zwar herzliche, aber provokative und ungehobelte Raubein aus dem Film sich bloß in den weisen, besonnenen Herrscher verwandeln soll, der später die Nazgûl trotz aller verlockenden Versprechungen abblitzen lässt und Glóin und Gimli zu Elronds Rat nach Bruchtal schickt, weil ihm klar ist, dass die Nazgûl Bilbo suchen. Mein Gedanke, wie dieser Spagat gelingen könnte, ging dann in Richtung Verbundenheit und Demut – Dáin mag hitzköpfig erscheinen, aber wenn es um Familienbande und die Verantwortung für (s)ein Volk geht, kann er sein Ego auch ganz klein machen um des Wohlergehens seiner Leute willen.

Das ist ja ärgerlich mit dem Buch! :(
Balins Frau Gudrún ist allerdings, wie ich gestehen muss, meine eigene Erfindung. Ich wollte Balin, den ich unheimlich gernhabe, einfach einen kleinen persönlichen Hintergrund geben, und so ein liebenswerter, herzenswarmer Zwerg wie er, noch dazu mit adeligen Wurzeln und Beraterposten, hatte doch bestimmt keine schlechten Chancen bei den wenigen Frauen des Zwergenvolks. :3

Die inzwischen geposteten drei Kapitel waren alle schon fertig, bevor ich überhaupt mit dem Posten angefangen habe, das erste vollständig, die anderen beiden in Rohfassung – aber weil ich ziemlich unsicher war am Anfang, wollte ich gern erst einmal etwaige Kritik abwarten, bevor ich weitermache. Dank deiner und Aeranell-chans Reviews fühle ich mich nun schon trittsicherer und denke, dass alles so bleiben kann; weitere Kapitel müssen jetzt aber erst mal geschrieben werden. Weil ich total motiviert bin und wirklich Spaß mit den Charakteren (und mit euch!) habe, denke/hoffe ich allerdings, dass es nicht allzu lange dauern wird, bis es hier weitergeht. :)

Liebe Grüße und bis bald
Jaskolkin
16.04.2021 | 00:41 Uhr
HAHAHAHAHA! Ich habe zwar das Gefühl, dass nicht unbedingt die beste Zeit zum Lachen ist, aber herrje, Ich kann nicht mehr! Pfahahaha xD
Das mit den Toilettengängen war einfach zu genial! Allein wie dezent und von hinten herum du das eingearbeitet hast, hat mich schon zum Grinsen gebracht.
Aber es war auf gewisse Weise auch etwas gruselig, denn mir schien es, als könnte eine von uns Gedankenlesen oder so etwas in der Art. Kurz bevor ich dein Kapitel las, ließ ich Bilbo nämlich in Cursed By Mercy noch sagen: "Habt ihr den einsamen Berg jedes mal verlassen müssen, wenn ihr auf Toilette musstet?"
Dieser Zufall war einfach zu komisch. xD

Aber Schluss damit! Ich sollte wirklich nicht so erheitert sein, während Thorin dermaßen leidet! Autsch. Du hattest recht, sein Schicksal ist doch um einiges schwerwiegender und düsterer, als ich erwartet hatte. Es schüttelt mich allein bei der Vorstellung dieser eiternden Wunde und des armen Fußes. Da bin ich wohl doch etwas zart besaitet. Armer Bilbo! Aber er ist ja so tapfer, obwohl er doch selbst schon an seine Grenzen kommt. * cries *
Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob Thorin in seiner geschwächten, ausgemergelten Verfassung wirklich in der Lage wäre aufzustehen und Gegenstände durch den Raum zu befördern? Andererseits kenne ich mich da auch nicht so besonders gut aus. Es könnte schon sein, dass ein ordentlicher Adrenalin-Schub das bewerkstelligen könnte. Vor allem bei diesem Dickkopf.

Oh, und ich bin wirklich gespannt, wen sie alle im Kopf haben, der noch in der Lage wäre Thorin zu helfen! Ich kann nur hoffen, dass sie ihren Stolz und ihre Vorurteile nicht über die vorhandene Not stellen. Auch, wenn ich glaube, dass das wahrscheinlich gar nicht so einfach sein wird. Seufz. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlicherweise zuletzt. Also vielleicht darf ich ja doch meine Haare behalten. xD

So, jetzt mache ich mich aber mal in die Heia - und das hoffentlich nicht mit Thorins eiternder Wunde im Kopf, sondern mit dem knuffigen Bild von Bilbo in Thorins Kinderkleidern. Naww :3

Liebe Grüße,
Aeranell-chan

Antwort von Jaskolkin am 17.04.2021 | 16:37 Uhr
Hallo liebe Aeranell-chan,

nun habe ich es gestern doch nicht mehr geschafft, aber jetzt! :)

Also – OMG! Jetzt bin ich wirklich schrecklich gespannt, was Thorin bei dir dann auf Bilbos Frage antworten wird! :D

Über diesen ganzen Toilettenkram habe ich mir unsäglich viele Gedanken gemacht, besonders nach den Buchszenen rund um den Erebor. Einmal wird dort erwähnt, dass es von einem Außenpunkt zu einem anderen ein Fußmarsch von etwa fünf Stunden ist, und das hat mich letztlich zu dem Schluss gebracht, dass es Innenraumlatrinen geben muss. Die armen Zwerge können doch nicht fünf Stunden oder länger laufen müssen, wenn sie an einer ungünstigen Position im Berg ein dringendes Bedürfnis überkommt; allzu viele Ausgänge gibt es ja auch nicht. Im größten Königreich Mittelerdes aber einfach irgendwo in die Ecke zu machen, ist garantiert auch nicht akzeptiert. Und wenn man schon einen Fluss im Haus hat … :D

Bei Tolkien selbst werden niedere Bedürfnisse dieser Art nie erwähnt, aber in dieser Situation, wo Thorin wochenlang im Bett liegt und die ihn Pflegenden kaum seine Gemächer verlassen können, wäre es mir merkwürdig vorgekommen, die Thematik auszuklammern. Zumal sie auch so deutlich den Unterschied zwischen den pathetischen, hierarchisch denkenden Zwergen und dem unkomplizierten, praktisch veranlagten kleinen Hobbit aufzeigt. Für Bilbo ist Thorin kein unantastbarer König, sondern ein enger Freund, der gerade rund um die Uhr Pflege und Zuwendung braucht. Da jedes Mal eine Stunde durch den Berg zu laufen, um pinkeln zu gehen, statt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, will Bilbo nicht in den Kopf. Etwas völlig anderes wäre es natürlich, wenn jemand Thorins persönliche Räume verschmutzen würde; aber vom reinlichen Hobbit und Thorins engsten Gefährten ist so etwas ja wohl kaum zu befürchten, also tut Bilbo die ewig langen Latrinenmärsche der anderen als Unsinn ab. :D

Jaa, mit Thorins Verletzungen ist wirklich nicht zu spaßen. Das ist dabei herausgekommen, dass ich unbedingt die Sterbeszene aus dem Film als Ausgangspunkt haben wollte – der Thorin nach diesem Gespräch ist auf einem ganz anderen Stand, als würde ich ihn auf anderweitige Weise überleben lassen und die Sterbeszene hätte nie stattgefunden. Nun ist Thorin bei mir zwar nicht tot, aber fast tot; alles andere hätte ich bei den heftigen Wunden, die Azog ihm zugefügt hat, nicht glaubwürdig gefunden. Und darum dauert es auch eine Weile, bis (für die Charaktere) klar ist, ob er es wirklich schafft. :(

Darüber, ob Thorin in seinem Zustand so herumtoben kann, habe ich mir auch den Kopf zerbrochen. Solch schweren Verletzungen habe ich noch nie gegenübergestanden, aber ich kenne vergleichbare Ausraster von alten, gebrechlichen Menschen mit Demenz, die ungeachtet ihres Zustands kurzzeitig enorme körperliche Kräfte entwickeln und aggressiv handeln. Und da Zwerge körperlich so robust sind und Thorins Muskelmasse ja nicht binnen weniger Wochen komplett verschwunden sein kann, hoffe ich, dass ich an diesem verhältnismäßig frühen Punkt der Krankengeschichte gerade noch so damit durchkomme. So, wie es ihm jetzt im Moment geht, ginge das natürlich nicht mehr.

Der Stolz und die Vorurteile der Zwerge – hrrrghs, da sagst du was! Und die „Gegenseite“ ist ja vielleicht auch nicht unbedingt angetan von so einem Ersuchen, während die Nachkriegsfronten noch gar nicht richtig geklärt sind, da muss sich Dáin schon was einfallen lassen. *räusper*

Naww, wie es mich freut, dass du die Vorstellung von Bilbo in Thorins alten Kleidern auch so knuffig findest! :3 Ich würde eher auf frühes Teenageralter tippen, Kinderkleider wären vielleicht doch zu kurz, aber auch da haben die königlichen Zwerge Thorin sicher noch hübsch herausgeputzt, ehe ihm das später dann wahrscheinlich nicht mehr so sehr gefiel. :D

Vielen, vielen Dank für dein wunderbares Review! <3

Liebe Grüße
Jaskolkin
15.04.2021 | 18:41 Uhr
Ganz im Gegenteil, liebe Jaskolkin,

das Kapitel hat mir sehr gut gefallen! Du beschreibst das so authentisch (wie ich mir das halt im Erebor vorstelle ;-)) und es ist berührend, bewegend, das Herz blutet, so wie das in dieser Situation sein muss.

Besonders schön drumherum finde ich, dass Bilbo weiterhin dazu gehört, und dass er bei Thorin bleiben darf UND sogar die königliche Toilette benutzen darf!
Aber irgendwie rührt es mich auch, dass Oin es allen anderen verbietet, denn Thorin IST der König und dann gehört sich das nicht. Auch wenn man ja sagen kann, er merkt es eh nicht, und das ist jetzt sowieso seine geringste Sorge, erst mal muss er überleben. Wenn er dann wach wird, hat er genug anderes, womit er sich beschäftigen kann, seine Trauer, den verkrüppelten Fuß (für einen stolzen Krieger wie ihn bestimmt auch kein Pappenstiel...), aber dennoch wird er als König respektiert und behält seine Würde, wenn er trotzdem als König behandelt wird. Das gefällt mir sehr gut!

Ich finde das wirklich super, wie du das alles beschreibst - auch insgesamt, eine rundum tolle bildgewaltige Sprache! - und ich bin auch sehr gespannt darauf, wie es weitergeht, mich hast du am Haken. :-)

Liebe Grüße mit Sternchen
Monama

Antwort von Jaskolkin am 17.04.2021 | 15:38 Uhr
Liebe Monama,

gestern habe ich es leider doch nicht mehr geschafft, aber hier bin ich! :)

Erneut vielen, vielen Dank für dein tolles Review und ganz besonders auch für das Sternchen; ich fühle mich geehrt! :3

Darüber, wie ich die Zwerge und Bilbo nun um den weitgehend bewusstlosen Thorin herum agieren lasse, habe ich mir lange den Kopf zerbrochen. In der Buchversion hat Bilbo unter den Zwergen zum Ende hin eine höhere Stellung als in der Filmversion, in der Filmversion wird dafür viel mehr auf die tiefen Gefühle zwischen Thorin und Bilbo (egal, ob man sie freundschaftlich oder romantisch interpretieren mag) eingegangen. Ich wollte hier gern ein Mittelding haben und herausarbeiten, dass die Zwerge Bilbo nicht nur gernhaben, sondern ihn tatsächlich auch achten für die Dinge, die er gut kann. Er ist nicht „nur“ als Freund dabei, sondern ist in manchen Bereichen auch eine enorme Hilfe. Im Buch sind das bei Hobbits die scharfen Augen und große Fingerfertigkeit, und beides ist unerlässlich bei der Versorgung einer solchen Verletzung. Dazu ist Bilbo eine Person, die es schafft, auch in emotional schlimmen Situationen gefasst zu bleiben; er gerät nicht so leicht in Panik und strahlt einfach eine gewisse Ruhe und Besonnenheit aus, sogar dann, wenn er sie gar nicht wirklich empfindet.

Hihi, die Sache mit den Klos! Darüber habe ich mir auch viele Gedanken gemacht – zuerst einmal, wie ich mir die diesbezügliche Situation im Erebor überhaupt vorstelle. Bei Tolkien werden Ausscheidungen jedweder Art ja generell ausgeklammert, aber wenn da jemand schwer verletzt gepflegt wird, ist es ja doch irgendwie Thema, auch für diejenigen, die kaum aus seinem Zimmer herauskönnen. Und in einem Berg von der Größe Erebors, dachte ich mir, kann es schwerlich sein, dass die Leute immer irgendwo nach draußen gehen, um ihr Geschäft zu verrichten. Und da der Eilend durch den Berg fließt, habe ich letztlich so ein Mittelalterszenario als am glaubwürdigsten empfunden, mit Löchern an geeigneten Stellen über der Strömung. :D

So richtig „darf“ Bilbo die Latrine im königlichen Hygienebereich eigentlich nicht benutzen, er macht es einfach und es wird geduldet. (Thorin selbst hätte zwar gewiss nichts dagegen, wenn man sich seine Emotionen im ersten Kapitel ansieht, aber ihn können sie ja gerade nicht fragen, und erzählt hat er niemandem etwas von dem, was sich da an Gefühlen in ihm zusammengebraut hat.) Während die Zwerge im wiedereroberten Erebor direkt in ein strenges Hierarchiedenken rutschen, ist Thorin für Bilbo, genau wie im Film, niemand, den er als über sich stehend wahrnimmt. Bilbo sieht ihn nicht als König, sondern als Freund, noch dazu als einen, der gerade jede Pflege und Zuwendung braucht, die möglich ist. Da jedes Mal eine ganze Stunde (jeweils eine halbe hin und zurück) zu verschwenden, um pinkeln zu gehen, will Bilbo nicht in den Kopf; er ist da sehr unkompliziert und praktisch veranlagt. Die Zwerge (und allen voran Thorin :D) neigen zu großem Pathos, der kleine Hobbit wiederum hält die Dinge gern so praxistauglich wie möglich. Er fände es ganz sicher in höchstem Maße verwerflich und empörend, Thorins persönliche Bereiche zu verschmutzen, doch als „zu gut“ für sich und die anderen empfindet er sie nicht. (Im Buch kommt ja auch noch dazu, dass der Erebor wenig hobbitfreundlich gebaut ist mit seinen vielen großen Stufen aus Stein, aber inwieweit das hier mit reinspielt oder nicht, hat Bilbo mir noch nicht verraten. Vielleicht kommt das ja noch. :D)

Oh je, so viel Text über Toiletten im Einsamen Berg! :D

Jetzt aber genug davon. Es freut mich wirklich unsagbar, dass dich meine Geschichte bislang so anspricht. <3

Liebe Grüße
Jaskolkin
13.04.2021 | 18:05 Uhr
Ich freue mich schon mega drauf hoffentlich bald weiterlesen zu können!
Lg Kati

Antwort von Jaskolkin am 14.04.2021 | 15:45 Uhr
Hallo Kati,

ich danke dir für dein liebes Review! :3

Theoretisch ist das zweite Kapitel schon fertig (sprich, es ist zu Ende geschrieben), ich muss es allerdings noch mal korrigieren und hoffe, dass das noch im Verlauf dieser Woche klappt. :)

Liebe Grüße
Jaskolkin
13.04.2021 | 17:09 Uhr
Liebe Jaskolkin,

ein toller Start, sehr schön geschrieben und ein sehr ansprechendes Plot! Ich bin hier gern dabei und freue mich aufs nächste Kapitel!

Liebe Grüße
Monama

Antwort von Jaskolkin am 14.04.2021 | 15:39 Uhr
Hallo liebe Monama,

vielen, vielen Dank dafür, dass du meiner Geschichte eine Chance gibst und mir ein Review dazu geschrieben hast! :3

Ganz besonders freut mich, dass dich der Plot anspricht, denn der hat mir durch die düstere Färbung (schon allein dadurch hervorgerufen, dass Fíli und Kíli tot sind) schon so einige Sorgen gemacht. Die Geschichte soll sich unter anderem die Frage stellen, was noch von dem stolzen Thorin Eichenschild übrig bleibt, wenn Attribute wie körperliche Überlegenheit, Stärke und Machtdemonstration zwangsläufig wegfallen. Wie geht er damit um, wie kommt er da noch mit sich selbst zurecht? Oder damit, dass die Blicke, die ihn treffen, plötzlich nicht mehr bewundernd oder gar eingeschüchtert sind, sondern Mitleid offenbaren? Das wird manchmal bestimmt hart zu schreiben, und es freut mich total, dass du dabei bist! :)

Liebe Grüße
Jaskolkin
13.04.2021 | 00:52 Uhr
Ohje, ich glaube mir ist gerade das Herz in die Hose gerutscht.
Wie kannst du nur... ach nein, ich habe ja darum gebeten.
Es war so schön und schmerzhaft zugleich. Und dein Schreibstil passt so gut dazu, wie eine Elbenklinge. Geschmeidig, flüssig, detailliert und äußerst scharf an den Kanten. Angst vom Feinsten. Aber mit der Hoffnung darauf, dass es ja jetzt eigentlich nur noch bergauf gehen kann.
Oder doch nicht? Ich bin sehr gespannt, in welche Richtung sich alles entwickeln wird und hoffe, dass du dich dazu entscheiden wirst weiter zu uploaden.^^

Oh, und ein Dankeschön für die Erinnerung das Original weiterzulesen. Ich kann wirklich nur den Kopf über die Tatsache schütteln, dass ich immer noch nicht ganz mit dem Hobbit durch bin.
Aber jetzt scheint es wichtiger denn je, um deine Referenzen erkennen und deine Bemühungen würdigen zu können.^^

Liebe Grüße,
Aeranell-chan

Antwort von Jaskolkin am 14.04.2021 | 15:21 Uhr
Hallo liebe Aeranell-chan,

ooohw, ich danke dir vielmals für dieses tolle Review! :3

„Wie eine Elbenklinge“ flasht mich jetzt schon sehr; jetzt hab ich, ähnlich wie du anfangs, fast Angst, dass dich der weitere Stil enttäuschen könnte. Aber ich lasse es mal auf mich (und dich :D) zukommen; das zweite Kapitel ist schon fertig und muss nur noch mal korrigiert werden. Ich hoffe, dass ich das noch im Verlauf dieser Woche schaffe; wenn ich es mir recht überlege, wäre es doch arg fies gewesen, das erste Kapitel als Oneshot mit offenem Ende einzustellen.

Ob es jetzt eigentlich nur noch bergauf gehen kann … ich würde sagen, das kommt auf die Perspektive an. Dass Thorin überleben wird, verrät ja schon die Kurzbeschreibung, und ansonsten wäre die Geschichte ja auch ziemlich schnell vorbei, aber die Frage ist, in welchem Zustand er dann sein wird und wie viel für andere dann noch von seinen Verletzungen wahrnehmbar ist. Aus der Perspektive unseres kleinen Hobbits ist das sicher gar nicht so wichtig, sondern nur, dass Thorin am Leben ist und bleiben wird – aber die stolzen, sturen, auf Machtdemonstration und Überlegenheit ausgerichteten Zwerge … lass es uns abwarten. *räusper*

Im Hinblick aufs Posten des zweiten Kapitels hab ich ein ganz mulmiges Gefühl, irgendwie ist das sehr heftig und düster geraten. Aber ein bisschen was zum Schmunzeln ist hoffentlich auch dabei. :)

Wie weit bist du denn momentan mit dem Hobbit? Fürs nächste Kapitel wäre ein kleines Detail dran, das im Düsterwald erwähnt wird, aber das ist nichts, was man braucht, um dem Kapitel folgen zu können, und falls du da noch nicht bist, kann ich es dir ja auch so verraten, wenn du magst. :D Ich muss ehrlich gestehen, dass ich persönlich Tolkiens Schreibstil mitunter recht zäh zu lesen finde, sogar im Hobbit schon, der ja ein Kinderbuch ist. Den Herrn der Ringe habe ich bislang gar nicht komplett geschafft. Insofern kann ich es ziemlich gut verstehen, dass du mit dem Hobbit noch nicht durch bist; von den Filmen aufs Buch umzuschwenken, ist trotz ähnlicher Ereignisse schon ein Kulturschock. Aber es lohnt sich! <3

OMG, und ich denke die ganze Zeit über deine Geschichte nach. Dein über einen solch langen Zeitraum komplett isolierter, von allen verstoßener und übel beschimpfter Thorin bietet psychologisch so viele Möglichkeiten! Und in Kombination mit deinem niedlichen, unbedarften Bilbo ist er einfach der Jackpot. Deine Geschichte motiviert mich ungemein, an meiner eigenen dranzubleiben und immer wieder über die Charaktere nachzudenken. :3

Liebe Grüße
Jaskolkin
12.04.2021 | 22:58 Uhr
So traurig und wunderschön,bitte schreib ganz schnell weiter....=^^=

Antwort von Jaskolkin am 14.04.2021 | 14:04 Uhr
Hallo Kleeblatt,

danke sehr für dein liebes Review! :3

Das zweite Kapitel ist schon fertig, ich muss es bloß noch mal korrigieren und hoffe, dass das noch im Verlauf dieser Woche klappt. :)

Liebe Grüße
Jaskolkin
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