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Autor: hanna leary
Reviews 1 bis 6 (von 6 insgesamt):
06.10.2021 | 12:49 Uhr
huhuuu,

jetzt wo Yael den Weg zu dir gefunden hat und du in der heißen Entscheidungsphase steckst, gibts ja eigl nichts besseres, um die Nervosität zu überbrücken, als nochmal das letzte Kapitel zu lesen und vor allem dir meine ausstehende Rückmeldung dazu zu liefern :)) Habe das bisher etwas vor mir hergeschoben, weil ich im Unistress gesteckt hab, aber das ist jetzt endlich geschafft, also wieder voller Fokus auf diese tolle (und absolut nervenaufreibende) Story <3

Also kurzes Abstract zu diesem Review: Das Kapitel war toll, I loved it, mehr davon bitte! – Ich muss sagen, gerade Antheas erster Teil hat echt Eindruck hinterlassen. Ich finde man lernt so viel über sie in dieser Szene, ihr damaliges Selbst, aber ich denke auch über ihr Jetziges. Außerdem bist du deinem Teaser, dass sich im Kapitel eine weitere Referenz auf das erste Der Goldene Kompass Kapitel wiederfindet, ja sowas von gerecht geworden! *o* Das mysteriöse, “men only” Zimmer weckt also auch Antheas Neugierde, wer hätte es gedacht! Generell hat das Kapitel sehr zu der Anthea gepasst, die du uns bisher so präsentiert hast. Absolutely unimpressed von den Jordan Jungs, der eigentlichen Absicht des Dinners und generell allem was sie nicht auf ihrem akademischen Weg weiterbringt … und dann stolpert sie über dieses Gespräch :o
Ich bin außerdem absolut shook wie du Antheas Gefühlslage während der ganzen Szene im Jordan College greifbar gemacht hast. Wie sie sich so sehr über sich selbst ärgert, weil sie zu viel getrunken hat und nicht at her best ist. Diese Dringlichkeit ununterbrochen auf der Hut zu sein, um sich ja keine Schwachstelle zu erlauben, die ohne Frage auf die eigene Weiblichkeit bezogen werden wird und natürlich die Wut, die man trotzdem nicht zeigen kann, weil man sich damit nur weiter ins Aus schießt… it’s rough, we all know it und du hast das Gefühl so wunderbar auf den Punkt gebracht *applause* (omg wie sie staub nochmal konkretisiert wegen “hausstaub” und “staubwedel”, das ist so gut! also dass du diesen gedankengang beschrieben hast, nicht dass sie ihn haben muss lol)
Auch sehr spannend, dass du uns hier den Moment präsentierst, in dem sie das erste Mal von Staub hört, was ja ein krasser Schritt für ihren Lebenslauf wird. Irgendwie sagt es auch sehr viel über sie aus, dass sie gar nicht wirklich weiß, was Staub eigl ist, und sie trotzdem direkt Feuer und Flamme ist, einfach weil es um verbotenes und verborgenes Wissen geht, das sie sich natürlich sofort aneignen muss !!! :D
Ohh ich frage mich, was die heutige Anthea der damaligen Anthea sagen würde, als sie so beschämt aus der Dining Hall eilt. Zumindest wird sie ihr Hoffnung machen können, dass diese ekelhaften Dudes sich das Grinsen direkt vom Gesicht wischen können, da bald eine Forschungstruppe unter der Leitung von “Miss Sophia” höchstpersönlich bahnbrechende Entdeckungen zum Thema Staub machen wird und das ist doch ein ziemlich guter Trost :))

Soo, jetzt aber zu Henk, dessen Szene du echt echt schön eingeleitet hast. Ich hatte es wirklich bildlich vor mir, wie er an seiner Kreidekreation herumwerkelt und generell kann ich ihn mir so richtig gut als diesen Professor vorstellen, der in der Diskussion abschweift, oder sich irgendwo in Gedanken und Diskurs verliert, bis er seine Studierenden fragen muss, wo er eigentlich stehen geblieben war. Aber kein Wunder auch, wenn Anthea ihn mit einer derart großen Sache überrumpelt, die sich dann auch noch ständig in Form eines Zettels in seinen Fingern und seinem Hinterkopf manifestiert. Für einen Overthinker wie Henk ist es aber auf jeden Fall gut, dass er mit Neesha jemanden zur Seite hat, die ihn beruhigen und wieder aus den Gedanken holen kann :) Obwohl sie bei den schlaflosen Nächten wohl auch nicht wirklich helfen kann und ughhh ich bin so neugierig was denn jetzt vor all den Jahren passiert ist und welche Fragen ihn plagen … was ich mich aber genauso frage ist, wie viel Anthea eigentlich weiß und ob Henk sich ihr bereits vollkommen anvertraut hat, oder ob sie nur mit Andeutungen auf das Gelingen ihrer Manipulation spekuliert hat. *think*
Du hattest ja schon angedeutet, dass Henk sehr eng und bescheiden wohnt, aber nachdem grausigen Unwetter und mit einem lodernden Kamin im Wohnzimmer, wirkt es doch direkt heimelig und gemütlich. Und wahrscheinlich ist das dann auch der Ort, an dem Henk seine social battery aufladen kann? oder doch eher beim Spazieren im Wald? Und naww Henks Missmut bezüglich “abenteuerlich” … wie viel die positive oder negative Konnotation dieses Wortes doch über jemanden aussagen kann, und hier ist es ja viel mehr mit Sorge statt Vorfreude verbunden. Und trotzdem überwiegt das Unwissen über seinen Vater, das getilgt werden kann und Neesha kennt ihn natürlich viel zu gut, als dass sie ihn diese Gelegenheit verpassen lassen würde!

Ahhh und nach den ganzen Fragen bei Henk dann zumindest ein paar Einblicke bei Anthea: Ihr Großvater als treibende Kraft ihrer akademischen Laufbahn und dessen neulicher Tod als Umbruch in ihrem Leben. Dass sie glücklich auf die Erziehung ihres Opas zurückblickt, in der Mittelmaß als inakzeptabel galt, ist natürlich auch wieder mehr als vielsagend (: … Ob Miss Bordonaro wohl wirklich zerbrechlicher wirkt als zuvor, oder hat Anthea seit dem Tod ihres Großvaters nur noch ein größeres Bewusstsein für die Sterblich- und Vergänglichkeit der Menschen entwickelt? So oder so ist mir Erminia so sympathisch, dass ich ihr auf jeden Fall die beste Gesundheit wünsche haha.
Ich kann mir so gut vorstellen, wie Miss Bordonaro über die Jahre immer wieder versucht hat, Anthea socializing näher zu bringen und mit Henk ist ja zumindest mal jemand hängen geblieben. Ich finde es btw auch eine schöne Charakterisierung von Erminia, dass sie als erfolgreiche Wissenschaftlerin, die Frauen in der Forschung unterstützt, trotzdem noch zu einem konservativen Habitus à la “du musst doch mal einen netten jungen Mann kennenlernen” lebt. Finde ich sehr realistisch und schön beschrieben :) (Aber generell fühlen sich deine Charaktere eben auch sehr rund an) Außerdem passt es auch in das mütterliche Mentoren Bild, das Anthea ja scheinbar von ihr hat – unterstützend, aber auch streng – und umso schwerer muss es ihr fallen Bordonaro zu belügen.
Dass Anthea dann eine Zusage von Henk bekommt ist natürlich keine große Überraschung mehr hehe, aber ich mag es, dass Henk nich groß einen auf “okay ich bin dabei!” macht, sondern direkt Ergebnisse liefert. Vielleicht schafft er es damit sogar noch Edgar auf seine Seite zu ziehen. Es sorgt auf jeden Fall für einen runden Abschluss, vor allem wenn man Prolog und Kapitel 1 zusammen betrachtet, wodurch das Ende dann ein richtig schöner Startschuss ist :) Im nächsten dürfen wir dann ja auch Letty näher kennenlernen und die Vorbereitungen werden wohl richtig ins Rollen kommen. Und “Lanternslides”, ein Hinweis auf die Anmerkungen von Pullmann? Ach ich bin gespannt!

Wie gesagt, das Kapitel hat mit super gefallen! Ich finde du hast ein echtes Händchen dafür die richtigen Szenen zu wählen, um character building und plot gleichermaßen voranzubringen und trotz der Länge hat das Kapitel keine Längen, sondern geht runter wie Butter. Ist definitiv auch deinem Schreibstil zu verdanken, der schön umschreibt, an vielen Stellen aber auch irgendwie clever in den Formulierungen und Verweisen ist …? it’s neat. Und ich liebe es, dass du Orte und Menschen so greifbar machst, die Szenerien hatte ich immer direkt bildlich vor mir, das gedimmte Ruhezimmer, die überfluteten Oxforder Straßen .. und man verliert die Charaktere zu keinem Zeitpunkt, weiß immer wo sie sich gerade befinden, wie sie sich bewegen, sie haben so eine klare Körperlichkeit … macht das Sinn? Jaa, finds einfach toll und will mehr *o* – irgendwie hatte ich vor ein konstruktieveres Review zu schreiben, aber jetzt hab ich gefühlt nur gelabert, oh well :D

Für uns ist jetzt natürlich erstmal Geduld angesagt und ich hoffe du kommst trotz des noch zusätzlichen Stresses gut durch die Entscheidungsphase. Ich drücke euch beiden auf jeden Fall die Daumen, dass es nicht zu allzu viel Verzweiflung kommt ^^

xx
29.08.2021 | 14:28 Uhr
p r o l o g u s.

Wie genau bin ich eigentlich auf diese zauberhafte Geschichte gestoßen? Es muss ein Teaser auf ask gewesen sein oder ich bin beim Profil-Stalken über die Ankündigung auf deinem gestolpert. Auf jeden Fall muss ich neugierig gewesen sein. Dann der Favo um ja nichts zu verpassen und dann die Warterei, ja und dann der Moment des Alerts, der selbst kühne Träume in den Schatten gestellt hat. Davor war ich so „ach ja, schade, es klingt ganz nett und das Pinterest-Board ist wirklich hübsch aber ich kenn mich halt null aus mit HDM“. Danach war es dann „scheiß drauf, sie muss eine Anmeldung von mir bekommen ich liebe alles!!!1!!!1“. Und ganz offensichtlich war ich damit nicht alleine bei der Menge an HP-MMFFlern, die du im Alleingang zu einem neuen Fandom bekehrt hast :D
Ich liebe die Webseite, die neben aller Information auch so unglaublich hübsch gelungen ist mit Liebe zum Detail aber dennoch nicht überladen. Und dann die Kapitel, mit deren Hilfe man so angenehm in eine fremde Welt eintauchen kann und danach den Eindruck hat sie doch ein wenig zu kennen. Bei all der Länge, von der man zunächst fürchtet erschlagen zu werden, war es doch das reinste Vergnügen den Prolog zu lesen. Und jetzt lese ich ihn nochmal und spame dich dabei. :D

Los gehts wieder mit Design-Fangirling. Symbole und Ähnliches können bisweilen ja in haltloses Kuddelmuddel abrutschen, ich mag aber wie du hier in Überschriften mit Abständen und einzelnen Symbolen spielst. Schlicht und elegant. Außerdem bin ich immer großer Fan von Zeit- und Ortangaben, die geben einen gewissen korrekt-verstaubten _vibe_, der bei einer Gelehrten-Geschichte sehr richtig am Platz ist.

Beginnen wir also mit Baby-Henk. (Sehr passend, denn Henk ist noch immer Bebi. :D Man will auf ihn aufpassen.)
„[...] von der Kellertreppe bis hin zum Zimmer seines Vaters.“ Erste Frage des Tages: Ist das ein hübsches Mittel, um zu zeigen, dass er sich im ganzen heimatlichen Haus auch blind zurecht finden würde, von unten bis oben quasi, wenn Vaters Arbeitszimmer im Dachgeschoss läge. Ooooder ist sein Kinderzimmer etwa im Keller untergebracht? Eine Mutter, die nicht aus ihrem Zimmer kommt und ein Vater, der seine Zeit bloß im Arbeitszimmer verbringt klingen nicht nach der liebevollsten Mischung, da traue ich ihnen misstrauisch direkt alles zu.
Verständlich aber, dass die ewig verschlossene Tür jetzt, wo sie endlich einen Spalt breit geöffnet ist, solche Faszination ausübt.
Gerade in diesem Teil fand ich hat man einen tollen Einblick erhalten was Dæmonen so sind und wie sie ticken. Wie sie mit ihren Menschen zusammenarbeiten. Und Neesha, die sich von einer süßen Gestalt in eine andere verwandelt, die besser hören kann, ist großartig. :D Mir hat es auch sehr geholfen zu sehen, wie sehr sie doch... eine Persönlichkeit ist und eben kein bloßes Haustier - auch wenn ich es zugegebenermaßen im Steckbrief schwierig fand mich daran zu erinnern, dass man quasi immer eine zweite Person dabei hat, die mitdenken und agieren kann. Ungewohnt.
Wie mysteriös dieses Gespräch doch ist, was Planen sie bloß. Eine riskante Route, die man einer besser beobachteten vorzieht, Gefährliche Pläne, über die im Geheimen beratschlagt wird. Ich bin gespannt mehr darüber zu erfahren was Papa Henk denn bloß vorhatte - und wie er währenddessen verloren ging.
Geschäfte mit den Cathanen. Wer sind die Cathanen und ihre unregistrierte Ware? Hat es etwas mit Karthago zu tun und ist einer dieser alternativen Namen? Andererseits passt die nordamerikanische Küste nicht wirklich zu der Theorie.
Oh, ob sein Vater sich Fahrt um Fahrt auch charakterlich verändert? Auf jeden Fall liebe ich es sehr, wie du beschreibst, dass er bei jeder Rückkehr ein wenig anders aussieht. Wettergegerbter, älter, mehr Tätowierungen.
Und schon morgen nacht wollen sie wieder davon segeln? Dabei sind sie doch gerade erst zurück. Das macht ihr Handeln nicht weniger verdächtig.
Ach, es ist so... kindlich, dass er sich am Ende durch seine Neugier selbst verrät. Aber man, wie schnell es von ebenso kindlichem Abenteuer sehr unschön wird. Lorcan geht so unnötig grob vor. Und sein Dæmon erst! Vor allem Gänse ey, die sind schon ganz schön angsteinflößend, wenn sie so aggressiv auf dich zulaufen. Im Sturzflug will ich sie nicht erleben. Und auch nicht wenn sie meinen Dæmon so sehr quälen, dass es mich auch schmerzt.
So, was ist das überhaupt für ein Vater. War die Schule so weit weg auch nur eine Methode das Kind abzuschieben? Naja, und wenn ich ihm auch sonst nichts abgewinnen kann, ich mag den Spruch „Jetzt sieh zu, dass du Land gewinnst“ sehr. Schon immer. Und zu nem Seebären passt es irgendwie auch.
Oh man und jetzt bibbern die zwei gemeinsam und sind sich die größte Stütze. Traurig.

◈ ◈ ◈

Aber! Dafür geht es jetzt mit großartigem stilistischem Mittel weiter: Eben noch eingeschlafen wacht er jetzt auf. Und „Henk erwachte in nicht chronologischer Reihenfolge“ ist mein Lieblingssatz im ganzen Kapitel.
Hach, ich mag deine Art zu schreiben wirklich, wirklich gern. Alles ist so bildlich, aber auch... emotional bildlich? Zudem ist der Text gespickt von Worten, die man im Alltag gar nicht mehr so häufig hört und so kann ich gerade über „perfide“ fangirlen.
Und Neesha, die gute Seele. Ein Glück, dass sie da ist. Wie fürchterlich ihn dieser Albtraum, der ja scheinbar auf einer realen Gegebenheit beruht, mitnehmen muss bei all der Fürsorge, die jetzt von Nöten ist. Bei all der Panik, die dennoch vorherrscht.
Hmm, wenn ihn dieser Albtraum schon seit seiner Jugend begleitet, aus welchem Grund plagt er ihn dann in letzter Zeit immer häufiger? Ich bin gespannt und spekuliere, dass noch mehr dahinter steckt als „die Story fängt halt an“. (Wobei das an sich auch nicht tragisch wäre :D Wir lieben plot-device Träume :D)
Es fühlt sich sehr treffend für diesen Charakter an, dass Henk scheinbar Dinge nicht verarbeiten kann, solange er ihnen keinen angemessenen Namen geben kann. Und wenn das bei dieser sorgsamen Art mit Worten umzugehen eben dauert... dann dauert es.
Außerdem Pluspunkte, weil er Brillenträger ist! :D Dazu neigen wir MMFFlinge viel zu selten. Ist er Weit- oder Kurzsichtig?

◈ ◈ ◈

„[...] entblößte somit die darin verborgene Zeit.“ Schon wieder so eine wunderhübsche Art alltägliche Dinge zu beschreiben.
Und ich liebe es, wie sehr die Stimmung in Antheas Teil sich zu dem von Henk verändert. Der Fokus verschiebt sich zum Fühlen hin zum Denken. Die Umschreibungen wirken eher analytisch als stimmungsvoll. Da passt es auch wunderbar, dass wir die Bodleian Bibliothek aus ihren Augen kennenlernen, die uns kein Detail verschweigen.
Ebenso gefällt mir die Beschreibung von Henk durch ihre Augen. Wieder einmal ist sie sehr nüchtern in ihren Betrachtungen, hat festgestellt wie er sich so gibt, es schwingt ein leichtes „so könnte ich niemals Leben“ durch, aber abfällig ist es nicht.
Oh, wissen wir eigentlich wo Anthea war vor ihrer Rückkehr nach Oxford? Falls nicht bin ich neugierig.
Man merkt ihr die Ungeduld so sehr an, selbst beim Lesen werde ich ganz hibbelig, großartig!
Und ist es eigentlich eine große Ehre, wenn man von Anthea höchstselbst angeworben wird? :D
„Zimperlich. Zu zartbesaitet. Wie jemand, der schnell zusammenklappt, wenn es hart auf hart kommt.“ Guuut, all das ist Edgar also nicht. :D Eiskalt, der Gute. Ich hab das Gefühl wenn man von ihm kritisiert wird, fangen zart besaitete Gemüter an zu weinen.
Ich hoffe allerdings für Henk - und für alle anderen - dass Anthea irgendwann noch eine gewisse Zuneigung zu ihren Mitverschwörern entwickelt. „Er erfüllt einen Zweck.“ wäre mir auf die Dauer dann doch _zu_ rational. Ich hoffe auf Freundschaften fürs Leben auf dieser Reise! :D
So wie sie sich vorbereitet und strategisch geschickt im Lesesaal positioniert, muss ich an die Post-Credit-Scenes der ersten Marvelfilme denken. Ihr „Guten Morgen, Henk.“ ist in diesem Szenario ihre Variante von Nick Furys „I want to talk to you about the Avengers Initiative.“ :D
„Er erstarrte, wie das Wild vor der Flinte, und brauchte einen Herzschlag lang, um sich selbst und die richtigen Worte zu finden.“ Oh Gott wie alles an dem Satz auch wieder so poetisch-malerisch wunderschön ist! Liebe! Allmählich halte ich es für einen Fehler dieses Kapitel in der Anmeldephase nochmal zu lesen, weil man soooo sehr dabei sein will aber dem Nervenkitzel des Wartens ausgesetzt ist.
Wie unfassbar unterschiedlich die zwei auch in der direkten Interaktion sind. Man merkt sowohl die Entschlossenheit und wie Anthea das Heft in der Hand hält, als auch Henks Unbehaglichkeit in jedem Nebensatz, ohne dass es einem demonstrativ ins Gesicht geklatscht wird.
Ach, diese Vorstellung, dass Henk jetzt gerade einfach mal so fließend Latein ließt. Dieses Kunststück hab ich in sechs Jahren Unterricht noch lange nicht erreicht. Aber gut, ich tröste mich damit, dass er sich weitaus ausführlicher damit beschäftigt. :D
„Ich habe es gefunden“, sagt sie so locker flockig. Wo? Wie? Unter welchen Umständen? Tatsächlich nur „gefunden“ oder steckt auch etwas mehr kriminelle Energie dahinter?
„Das ist Ketzerei. Anthea, dafür wird man an die Wand gestellt.“ So, damit wüsste man auch worum es hier geht. Was auf dem Spiel steht. Goooott, ich hasse dich, wenn diese Geschichte ein böses Ende nehmen wird.
„Er war mit Abstand der netteste Junggeselle in Oxford [...]“ Urks, nachdem wir das nächste Kapitel kennen, ist einem erst so richtig klar was für ein Kompliment das ist.
„Das Latein ist … komplexer als das der Bibel.“ :DDD Dezenter Diss. Bestimmt der wahre Grund aus dem das Magisterium angefressen ist. Die Schriften beleidigen ihr Ego.
Ich finde ihre Überzeugungskünste grenzen etwas an Manipulation. Eine Tatsache widerum, die sich für Anthea sehr passend anfühlt, so gemein das jetzt klingen mag. Man bleibt mit dem Gefühl zurück, dass Henk gar keine andere Wahl hat, als sich für ein Mitmachen zu entscheiden - und das nicht nur, weil wir wissen, dass er einer deiner Protagonisten ist.

◈ ◈ ◈

So, damit ist der Prologtext durch, habe ich noch etwas zu deinen Erklärungen zu sagen? Ich glaube nicht. Sie sind sehr kurzweilig zu lesen, sehr verständlich und helfen einem wieder einmal auch als Fandom-Neuling sich zurecht zu finden. Sie teasern gut und machen Lust auf mehr - so wie der gesamte Prolog natürlich auch schon auf fabelhafte Art und Weise!
Ich liebe die Aesthetic. Ich liebe den Vibe. Ich liebe alles. Und ich bin sehr, sehr gespannt was du weiterhin daraus zaubern wirst!

Bis dahin!
glg Jojo
11.08.2021 | 21:45 Uhr
Alright.

Da ich generell ein ziemlicher sucker für Zitate bin, erfreue ich mich jedes Mal an deiner Wahl an Zitaten, die das Kapitel etwas ausschmücken. Besonders passend scheint mir auch, dass du hier ein Lateinisches gewählt hast. Das klingt zwar ein wenig trivial, aber es eignet sich einfach besonders gut zum ganzen vibe des Kapitels, welches, wie ich finde, nun ganz unverkennbar dem DA Genre zuzuordnen ist. Ganz nebenbei bemerkt mag ich auch, wie du so gut wie jede Möglichkeit genutzt hast, um das alles ansehnlich zu formatieren, was wirklich nicht sehr leicht mit dem standardisierten Text auf FF ist. Aber die ganzen Sonderzeichen und Abstände zwischen den Buchstaben lassen alles schön opulent aussehen. Naja, zurück zum Punkt.

Während man beim ersten Kapitel sofort gemerkt hat, dass es sich um eine Geschichte handelt, die im HDM Franchise angesiedelt ist, fährt sie mit dem zweiten Kapitel schon ihren eigenen Kurs, denke ich. Außerdem hab ich hier das Gefühl, dein Schreibstil „comes more into its own“, weil es sich besonders flüssig liest und langsam auch eben ein gewisser Stil sich andeutet. Der Einstieg ins Kapitel ist atmosphärisch und setzt genau den Ton für das Folgende. Du schaffst einen wunderbaren Blick für das Geschehen und die Welt, in der TEOT spielt, ist sie doch in gewisser Weise etwas losgelöst von der HDM Reihe, welche nicht unwichtigerweise auf Kinder als Protagonisten basiert. Ich denke nicht, dass gesagt werden muss, dass das den Reiz von HDM ausmacht; natürlich ist dem so und natürlich funktioniert die core message („[...] about what it means to be human, to grow up, to suffer and learn“) von HDM nur so. Im Vergleich dazu ist meines Erachtens der Reiz an TEOT die Tatsache, dass die Welt, in der v. a. hier demonstrativ Anthea sich navigiert, fast „bleak“ und kühl rational ist, in der man Jackets trägt und seine „Freunde“ beim Nachnamen nennt, sich sowohl echt als auch inauthentisch mit Würde gebärdet. Dahingehend finde ich die Beschreibungen der gesellschaftlichen Situation (insbesondere auch innerhalb der Universität) sehr gelungen; man fühlt sich vibe-technisch gleich ein wenig an TSH und ästhetische (britische) period dramas erinnert (ugh, _croquet_, von allen public school sports wohl das Lahmste :‘D. Wobei der side note mit dem Jordan Studenten, der sich an Anthea ranmachen wollte, es durchaus wert war).

Ich für meinen Teil war eh auf etwas Anthea action gespannt und wurde alles andere als enttäuscht. Das ist jetzt nicht beabsichtigt gewesen, aber ich nutze mal die Chance, um nochmal auf das Pullman Zitat zurückzugreifen; Anthea (so wie auch Henk) sind beides Charaktere, die merklich irgendeine Last mit sich herumschleppen. Zumindest bei Henk ist klar, dass womöglich dieser Übergang von Kind zu nicht-Kind (?) nicht so optimal verlief und – eventuell interpretier ich zu viel Stuss hinein – das scheint mir irgendwie angesichts der overarching themes von HDM relevant und passend. Doch zurück zu Anthea. Bei ihr entfaltet sich gleich eine sehr einnehmende Spannung. Anfänglich war es für mich persönlich nicht ganz klar, wie das Ganze mit ihr und ihrer durchaus schwierigen Position innerhalb der edwardianischen Gesellschaft aussehen würde. Vielleicht ist das der Zyniker in mir, aber man sieht irgendwie halt auch so oft Stories, bei denen das gefühlt so seltsam dargestellt wird, dass man es fast mit einem quirky character trait ersetzen könnte, weil es trotz der vielen Worte seitens des Autors keine Konsequenz auf das Leben der weiblichen Figur, die das ja beeinträchtigen sollte, hat. Aber die Darstellung hier mit Anthea finde ich sehr realistisch, was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass es sich bei ihr in erster Linie um einen vielschichten Charakter handelt. Erzählerisch stark, finde ich. Sie gibt an sich einen wirklich sehr compelling OC ab; ihre Intelligenz, Verbissenheit und Eigenständigkeit machen sie interessant und sie lässt sich nicht von den Ekel-Kommilitonen (die auch geschickt hier ein wenig exposition-y sind) unterbuttern. Besonders die Szene, in der sie dieses intellektuelle mancave findet, hatte einen schönen secret-y Charme. Und angesichts des Designs der Website hatte ich irgendwie keine Schwierigkeiten, mir die Kulisse vorzustellen. Anyhow. Staub- Bin schon sehr hyped, wie du das Thema so verarbeiten wirst, u. a. in Verbindung mit dem Alethiometer. Staub und diese Konnotation, die die Menschen innerhalb der Welt haben, dass es mit der Ursünde verbunden ist, stell ich mir in Kombination mit eben Erwachsenen auch spannend vor. Es ist vielleicht dann nicht mehr so innocent, aber gerade deshalb halt eine andere Hausnummer und dadurch viel geeigneter für das gewählte DA Genre. Was natürlich dabei nicht fehlen darf, ist eine tiefe mentor-student Beziehung. Ich fand die Interaktion zwischen Anthea und der Professorin auch klasse und zeigt Anthea auch zur Abwechslung ein bisschen weniger repressed. Und auch die vielen Verweise auf ihren Großvater machen einen gespannt auf mehr Informationen. Zu guter Letzt schlägst du sehr satisfyingly die Brücke zurück zum Geschehen und treibst den Plot mit der einfachen Notiz von Henk weiter an. Alles in allem fand ich das Kapitel super, du musst dir glaub ich echt keine Sorgen machen.

Außerdem sind die Kapitel zwar relativ lang, aber man spürt die Länge überhaupt nicht, also von daher... Go ham.

Cheers!
12.06.2021 | 21:00 Uhr
Right! Höchste Zeit, ein Review dazulassen.

Dein Profil schwirrte bei mir bisher immer dank Snykas Projekten in meiner Peripherie herum, aber dann bin ich auf deinen ask Account gestoßen und habe dort vor ein paar Monaten deinen Pitch zu TEOT gelesen. Ich sag das zum bestimmt siebten Mal, aber TEOT kam zufällig genau zum richtigen Zeitpunkt als ich in einem anderen Zusammenhang (Narnia-bashing...) zum ersten Mal vom HDM Franchise gelesen habe.

Zwar ist es nicht das Wichtigste, aber ich möchte erstmal anmerken, dass die vielen Zitate dem Ganzen einen schönen zusätzlichen Touch geben. Scheint mir vor allem, da es sich um eine Dark Academia Story handelt, sehr passend, weil es dem Leser stets die übergeordneten Ideen vor Augen hält. Das ist auch das, was mich von Anfang an an TEOT gehookt hat. Es schwirren sonst ja eigentlich die gleichen 0815 Stories herum, die zwar durchaus ihren Platz haben, aber eben nicht unbedingt mit Originalität glänzen. Das ist natürlich kein Muss, aber umso erfreulicher ist es natürlich, wenn in seltenen Augenblicken etwas wie TEOT auftaucht. Ich hab selten so einen guten Plot gelesen und es ist auch mal eine angenehme Abwechslung, in einem anderen Franchise zu arbeiten. Da bietet HDM aber ungleich anderen Franchises echt viel (v. a. intellektuell spannendes) Potenzial. TEOT hebt sich aber nicht nur dadurch von der Masse ab, der character-driven Anteil ist mindestens genauso klasse. Ich liebe deine beiden OCs (die ästhetische Website im Übrigen ebenso). Man merkt schon jetzt wie facettenreich Anthea und Henk sind und ich finde, dass der lange Prolog dennoch eine gute Wahl war, um sowohl die Charaktere als auch das Setting adäquat rüberzubringen.

Wie meine Vorrednerin schon die Parallele zwischen Henks Flashback-Szene und der bekannten Schrank-Szene von HDM angemerkt hat, ist das ein sehr schöner Einstieg in die Story. Dein Schreibstil ist atmosphärisch und flüssig, womit der Leser gleich in den Sog des Geschehens gezogen wird. Es hilft zweifellos auch, dass Henk (dank der wundervollen Aufbereitung der Website) ein sehr sympathischer Charakter ist. Die ganze Szene fängt außerdem ähnlich wie die Lyras eine gewisse kindhafte Unschuld ein, die was recht Rührendes hat und weshalb man vielleicht umso mehr für den kleinen Henk mitfühlt. By the way, Henk scheint am Stärksten durch den Einfluss seines Vaters geprägt zu sein, während seine Mutter nur beiliäufig Erwähnung findet. Mich macht das jedenfalls neugierig auf mehr zu seiner Vergangenheit.

Außerdem schaffst du es schön prägnant darzustellen, was ein Daemon ist, was er kann, wie sie ihren Menschen komplementieren, etc. Falls jemand nicht mit dem Franchise vertraut sein sollte, kriegt man durch den Prolog alles Nötige mit und dadurch, wie durchdacht es ist, kann man sich schnell in die Welt hineindenken. Neesha ist jedenfalls wir, die den armen Henk emotional beizustehen versucht. Ein paar Passagen und der Protagonist erschleicht sich schon den Platz im Herzen des Lesers.

Anthea ist hingegen noch ein Rätsel, aber eines, welches man mit Freude zu lösen versucht. Sie bringt auf jeden Fall, wie es für den Rekrutierenden solcher Stories schicklichen, Geist mit, der Schwere und ambitioniertes Streben nach einem hohen, edlen Ziel haucht. Anthea gefällt mir in der Hinsicht schon richtig, richtig gut. Diese strikte Pflicht des Wissens gegenüber, unabhängig von den Gefahren, und der unbedingte Wille zum Tun sind beides Dinge, die ich persönlich extrem attraktiv in Geschichten finde, weil sie einfach so viel aus den Charakteren rausholen können.
Ich liebe ja auch dieses „Und dabei hatte es so irrwitzig simpel begonnen“, was mich an beispielsweise Camus erinnert, der ähnlich meinte, dass die größten Ideen total absurde Anfänge haben; zwischen Tür und Angel, im Vorübergehen im Restaurant, usw. Es bleibt abzuwarten, zu was sich das Alethiometer Projekt noch entfalten wird, der hype ist real.

Da ich deine Betonung auf character- _und_ plot-driven sehr schätze, bin ich schon unheimlich gespannt, was denn Henks (und Antheas) Frage ist, die er mit dem Alethiometer zu lüftet versucht und ob es auf die Ereignisse seiner Vergangenheit zurückzuführen sind. Immerhin wäre das ganz nach der Manier des DA Genres – aber das lässt mich zur gleichen Zeit etwas für die Crew fürchten, ob noch eine Katastrophe sie heimsuchen wird.

Ich habe schonmal erwähnt, dass ich deine Liebe zum Detail sehr schätze. Vor allem bei Henk merkt man das; Galway und Seefahrt, viel irischer geht es eigentlich nicht. Was ich damit sagen will, ist eigentlich nur, dass ich es toll finde, wie fleshed-out deine OCs sind. Nicht nur sie, sondern auch der ganze Kontext von dem HDM Oxford um sie herum, natürlich. Nichts, was von Belang ist, bleibt der Spekulation überlassen, dank der Karten, Trivia, etc. und das finde ich super so. Außerdem habe ich immer eine Schwäche für Plots, die sich nahtlos in den Canon einfügen lassen, sodass man beim revisiting des Franchises fantasieren kann, dass TEOT Teil dessen Weltgeschichte ist.

Damit wär’s das für’s Erste von mir. Nochmal ein Lob für die originelle Idee!

Cheers
02.05.2021 | 23:38 Uhr
Okay, tfw du schon ewig diese eine Geschichte verfolgst und absolut darauf hin fieberst und sie beim Upload dann alle deine Erwartungen erfüllt bzw. übertrifft … jup, that’s “the emblem of truth” ^^ Und endlich schaffe ich es jetzt auch mal ein ausführlicheres Feedback zu deiner Geschichte, Website und natürlich dem wunderschönen Prolog zu geben.

Erstmal zur Website: Die ist wirklich, wirklich klasse! Die Dark Academia Ästhetik ist mit dem Schwarz/Gold Farbschema, Schriftarten und generellem Stil total gut getroffen und ich finde es vor allem clever, wie du die Alethiometer-Symbole mit eingebracht hast. (Da bin ich auch schon neugierig was uns im Laufe der Geschichte noch auf der “The Symbols” Seite erwarten wird. Neue Forschungsergebnisse des Teams?) Die Charakterseiten hast du auch super schön gestaltet, mit der kleinen Mensch-Daemon-Collage unten und der quote. Oh und die “The Beyond” Seite finde ich auch toll, mit den Trivias, das ist irgendwie echt charmant.

Okayyy, Prolog!: Ich muss Bonnie Recht geben, dass es doch ein sehr langes Kapitel für einen Prolog ist (vor allem wenn es einem schon so in den Fingern kribbelt für die Anmeldung). Als ich dann letztendlich zum kompletten Lesen gekommen bin, war ich aber natürlich froh doch schon mehr Lesestoff zu haben und Anthea und Henk direkt näher kennenlernen zu dürfen :))

honestly, dieser erste Abschnitt zu Henk hat so viel Nostalgie ausgelöst. Nicht nur weil wir Henk zunächst als Jungen kennenlernen und es sich um eine Erinnerung von ihm handelt, sondern auch weil mich dieser Einstieg so sehr an das erste Kapitel von “Der Goldene Kompass” erinnert hat. Die Neugierde, das heimliche Belauschen von Gesprächen in seit jeher verschlossenen Räumen, die geflüsterten Worte zwischen Daemon und Mensch … Obwohl die Situation natürlich eine ganz Andere ist, finde ich hast du damit so eine schöne Parallele gewählt (egal ob beabsichtig oder zufällig), die direkt das Gefühl dieser Welt einfängt. Was aber natürlich noch viel wichtiger ist, ist der Einblick in Henks Wesen und Vergangenheit. Der letzte Moment in dem er seinen Vater gesehen hat? Spannend! Und sofort kommen natürlich die Fragen auf, ob das etwas mit seinen Gründen für die Erforschung des Alethiometers zu tun haben wird und wenn nicht, wieso gerade dieser Moment der erste der Geschichte ist :o
Außerdem muss ich auch direkt bei dem Abschnitt etwas zum Schreibstil sagen, weil ich hab zwar schon in den Mails erwähnt, dass ich ihn absolut schön finde, aber that’s not enough! Ich finde du schreibst total visuell und atmosphärisch aber auch in den richtigen Momenten direkt und schlicht. Macht das Sinn? Ich finde auch, dass du sehr schön mit Gegenüberstellungen spielst (z.B. bei der einzigen Erwähnung von Henks Mutter – die mich btw auch sehr neugierig gemacht hat – und seinem Vater, die sich beide mit ihren Zimmern verbinden lassen). Außerdem schaffst du es auch sehr gut Sätze und Wörter mit einem gewissen … impact (?) zu belegen. Gerade der Einstieg hat mir sooo gut gefallen, weil durch diesen simplen Satz sofort klar wird, wie besonders der Umstand der geöffneten Tür für Henk sein muss. Dann danach noch untermalt von den Lichtstrahlen, die seine Aufmerksamkeit fordern. Ach ja, i’m in love!
Ich mag das Verhältnis zwischen Henk und Neesha auch sehr gerne, weil es so sanft und unterstützend wirkt. Zeigt sich ja auch direkt, als Neesha sich auf Henks Brust legt, damit er sich beruhigen kann, viel zu precious. Uuund ich finde du hast auch die Verbindung zwischen Mensch und Daemon direkt sehr gut und nachvollziehbar dargestellt. Gerade beim letzten Abschnitt von Henks Traum, in dem du kurz die Reaktionen und die Angst der beiden in einem “ihr” beschreibst. Auch wie im Abschnitt danach die Sicht zwischen den beiden ganz natürlich switched, also da hast du finde ich eine gute Balance gefunden zwischen, “Individuen” aber doch eben “Teil eines Ganzen”.

Ach Anthea, ich liebe sie jetzt schon mit ihrem zielstrebigen Ehrgeiz, der ganz klar sagt: “Ich gehöre hier her und ich weiß was ich tue”. Obwohl sich darunter auch irgendwie so eine gewisse kindliche Neugierde und Begeisterungsfähigkeit zu verbergen scheint? Zumindest ist das meine Interpretation, weil so deutlich wird, dass sie es überhaupt nicht erwarten kann, dass ihr Vorhaben endlich den Startschuss hört. Ich finde es auch gut, dass du so früh klar gemacht hast, wie viel für Anthea auf dem Spiel steht, wie hart sie für ihre Errungenschaften geackert hat und dass das eben alles den Bach runter gehen würde, sollte sie erwischt werden. Und trotzdem entscheidet sie sich für die Forschung, was ja auch zeigt, dass es ihr nicht nur um Anerkennung sondern auch eigene Überzeugungen geht. Oder erhofft sie sich noch mehr Anerkennung wenn sie mit ihren Forschungen Erfolg hat? *smirk* We’ll seeee … Lustig auch, dass sie Verlust der akademischen Laufbahn und Verlust des Lebens in einem Gedankengang aufzählt, spüre ich da leichte Hermine vibes? :D
Ich hab mir natürlich direkt mal Bilder zum Duke Humfrey Lesesaal angesehen und daaamn, Oxford hat wirklich ein paar eindrucksvolle Gebäude! Obwohl ich mir auch mit deiner Beschreibung sehr gut vorstellen konnte, wie Anthea und Henk sich in eine der Nischen ducken, um ihr Vorhaben zu besprechen (und omg man merkt echt, wie sehr man inzwischen auf HP gepolt ist, wenn man sich direkt Sorgen macht, dass die beiden von dem Portrait belauscht werden haha). Oh und ich weiß nicht wieso, aber bei der Szene ist mir besonders aufgefallen, dass du auch echt gut darin bist Körperhaltungen zu beschreiben? Also z.B. wie Henk sich auf die Knie stützt, die Faust an den Lippen, idk, das konnte man sich so gut vorstellen und es hat so gut in die Situation gepasst und alles ein bisschen greifbarer gemacht …
Ich mag auch Skeptiker Edgar sehr btw! Wie er erstmal an Henks Fähigkeiten zweifelt und das alles ein bisschen kritischer sieht. Obwohl wir natürlich mal davon ausgehen, dass Henk anbeißt und dann auch einen guten Job machen wird hehe. Und ob diese Fragen die ihn nicht schlafen lassen wohl etwas mit seinem Vater zu tun haben?

uff, du siehst du hast es geschafft mich absolut für deine Geschichte zu begeistern und mich neugierig auf mehr zu machen! Ich bin so so gespannt auf die Geschichte, was du für die Forschung und deine Charaktere geplant hast und natürlich wie letztendlich die Anmeldung verlaufen wird! :o (Es ist echt ein Fest auf die At Choice Seite (und ask) zu gucken, weil es nach so einer bunten und spannenden Truppe aussieht!)

Naja, du hast mich auf jeden Fall sowas von am Haken und jetzt gilt erstmal selbst in die Tasten zu hauen, damit Yael und Salome rechtzeitig fertig werden! *-*

xx
12.04.2021 | 11:33 Uhr
Hallöchen liebe Hanna ♡

Wie bereits auf angekündigt, kommt hier mein kleines Review zu deinem Baby! Ich schleiche schon seit einiger Zeit um deine Ask-Posts herum und bin mega happy, dass teot endlich angekommen ist. Man sieht richtig, wie viel Liebe, Blut und Tränen in deiner Story steckt und ich finde sie wunderschön. Ich liebe die Dark Academia Ästhetik über alles und auch der Plot klingt sehr interessant und nach etwas, was sämtliche Knöpfe bei mir drückt. Zwar kenne ich die ganze Welt nicht, kann dir also keine Rückmeldung in Punkto Richtigkeit und Originalität geben, aber es wirkt auf mich als Außenstehende unheimlich stimmig und herrlich düster!
Auch dein Schreibstil ist angenehm zu lesen und kriegt keine wirkliche Kritik von mir, erst recht keine , die maßgebend wäre. Hier und da fand ich einige Satzstellungen gestelzt oder manch eine Formulierung ungünstig, doch damit hat es sich dann auch schon. Du hast die Atmosphäre super eingebunden, die Merkmale der verschiedenen Charaktere spielerisch in den Handlungsstrang eingebunden und dennoch stark genug herausgestellt, dass man sich ein gutes Bild machen konnte, wie Anthea und Henk sind, wo ihre Motivationen liegen, wie sie in deine Welt und vor allem deine Geschichte passen. Also wirklich, ein großes Lob hierfür! Einzig die Länge war für mich etwas zu viel Input und ich muss gestehen, dass ich nur den ersten Part(die Kindheitserinnerung von Hank) gelesen habe, bevor ich nach unten gesprungen bin. Ich hasse es nämlich, mich in eine Story einzulesen, nur um nach den ersten 5000 Wörtern festzustellen, dass sie in eine Richtung geht, die mir gar nicht schmeckt. :D Also hab ich mir alle Infos durchgelesen, war kurz auf der Website und hab dann entschieden: 10/10, weiter mit dem Prolog! Für mich hätte die Kindheitserinnerung und auch die Schlafparalyse-Szene als 'zweites Kapitel' bzw erstes Kapitel kommen können. Auch sind mir einige Flüchtigkeitsfehler aufgefallen (Zeitformfehler, Kommata, Erzählperspektivwechsel), aber nichts, was für mich den Lesefluss wirklich behindert hätte. Du schreibst wirklich toll. ♡
Egal, so oder so bin ich jetzt komplett durch und freue mich darauf, die Website ausgiebigst zu erkunden! Denn die ist wirklich wunderschön geworden und ich liebe sie. Sie schreit einfach dark academy und ich könnte mich stundenlang darin verlieren. Einfach alles an teot schreit in meinen Augen Perfektion(insbesondere der Antikirchenshit, auch wenn der von Pullmann kommt xD) und ich bin gespannt, wo du uns mit dieser Story hinführen wirst. Fingers crossed auf jeden Fall, dass du eine Menge Mitmacher bekommst, denn die hast du wirklich verdient! Ich verabschiede mich jetzt zum Brainstormen für meine Anmeldung, hehe.

Alles Liebe
Bonnie ♡
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