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Autor: Ann Morgan
Reviews 1 bis 4 (von 4 insgesamt):
18.04.2021 | 19:55 Uhr
So frisch gestärkt, auch dank deiner leckeren einleitenden Worte, nun erneut ans Werk.
Als ich diese Folge zum ersten Mal geschaut habe, konnte ich über soviel Unvernunft nur den Kopf schütteln. Den selbigen gegen die Wand zu schlagen hätte nur zu starken Kopfschmerzen geführt. Es war doch zu erwarten, dass das nicht gut ausgehen würde. Doch ging es mir dann ähnlich wir d'Artagnan. Kurz vor dem Ende der Folge, hatte Louis dann auch meinen tiefsten Respekt wie es die Situation gemeistert hat, bedenk man wo er eigentlich herkommt. Dann aber hat er mit diesem Befehl alles wieder zunichte gemacht. Ich dachte ich hör nicht recht, auch wenn so was bei dem wechselhasten Gemüt des Königs fast schon zu erwarten war, so schockiert es dennoch aufs äußerste. aber ich gehe hier eindeutig mit d'Artagnan: auch ich hätte diesen Befehl nicht ausgeführt und mir wären die richtigen Worte, wie es leider so oft der Fall ist, erst deutlich später eingefallen.
Daher ist d'Artagnans Gemütszustand nur zu verständlich und auch sein Albtraum wundert nicht wirklich, aber er hat ja Glück und Athos an seiner Seite, auch wenn dieser ebenfalls Todesängste hat ausstehen müssen.
Die richtigen Worte, welche ihm hier, leider zu spät einfallen finde ich sehr gut und weise gewählt, denn d'Artagnan hat Recht finde ich! Wenn man sich auf das Wort und die Ehre des Königs nicht verlassen kann, was ist es dann noch wert? Nicht nur im Hinblick auf solche Strauchdiebe, sondern auch im politischen Rahmen?
Aber Athos findet in diesem Augenblick ein Glück die richtigen Worte um seinen Geliebten zu beruhigen und ihm Trost zu spenden und wieder Mut zu machen.
Wie du lesen kannst bin ich bei dieser Folge ganz deiner Meinung. Auch natürlich, was dein Pairing angeht schrei die Folge ja geradezu nach einer Waffenbrüdergeschichte.

LG
Auma
12.04.2021 | 14:52 Uhr
Hallo Ann,

ein sehr bewegender Teil.
An die Folgen kann ich mich auch noch gut erinnern.
Der König und das normale, einfache Leben. Das kann ja nicht gut gehen.
Klar ist es schön dass er so einen Ausflug machen will und auch mal die Leute kennen lernen will. Aber man sieht ja wie es endet.
Statt gegen solche Dinge, den Sklavenhandel vorzugehen oder den armen Menschen zu helfen, zieht er sich ins Schloss zurück.
Da war er für mich auch kein König.

Wie kann er sein Versprechen brechen? Das als Monarch? Als großer, gerechter Herrscher?
Aber für mich war dieser Mann auch kein König. Zumindest was die Serie angeht.

Ein interessanter Gedanke zu der Folge vor allem für d’Artagnan. Nur gut das er Athos hat der sich um ihn kümmert und ihn festhält.
Das kann echt zu einem bösen Traum werden.

Auf Aramis freue ich mich schon.

Hab noch eine schöne Woche.
LG die Laila

Antwort von Ann Morgan am 16.04.2021 | 16:50 Uhr
Hallo, liebe Laila!

Wie versprochen hier also auch die Antwort zu dieser Kurzgeschichte :-)!
Und gleich hast Du mich wieder, weil Du schreibst, dass dieser Teil Dich sehr bewegt hat!
Jepp - das konnte nicht gut gehen. Und es wäre ja auch nicht so, als habe niemand King Louis gewarnt! Im Gegenteil: Alle versuchen, ihm das auszureden! Die Königin und in so seltener Einigkeit Rochefort UND Tréville. Aber wenn des Menschen Wille sein Himelreich ist, ist des Königs Wille - naja, halt unumgehbar.
Ich stimme Dir total zu: Beim Erstsehen dachte ich auch: Ist doch eigentlich ein netter Gedanke, dass er das einfache Leben seiner Untertanen mal kennenlernen will. Dann wurde aber schnell klar, dass er nur die schönen Seiten, die Freiheiten, die der gemeine Mann hat, erleben wollte - sich das Wams zuknöpfen (wie wir gewöhnlich Sterblichen das durchaus selbst tun) war ja schon zu viel des Guten *mit den Augen rolle*
Und als es ihn knüppeldick trifft, ist er am Ende, als er wieder in Sicherheit ist, wie ein verschrecktes Kind, das sich versteckt und um sich haut.
Ich fand die Szene so bitter, wie die vier und Tréville ihre Sou zusammenlegen, um der Witwe des schwarzen Mitgefangenen wenigstens etwas zukommen zu lassen und wie sie da sogar für den König lügen (von wegen, wenn nicht gerade Taufe wäre, wäre der König ja sogar selbst gekommen... bla, bla...), wohl weil sie sich seiner schämten. Er hat seinen Mitstreiter doch auch schon wieder vergessen, dem er in Gefangenschaft sonstwas geschworen hatte...
Genau Deine Empfindung habe ich in dem Moment geteilt: Da war er kein Herrscher mehr!

Und sein Versprechen Renaud gegenüber zu brechen - das ging so gar nicht! Da war ich total empört und entsetzt, es trieb mich so sehr um, dass diese Geschichte entstand. Ich m uss so einen Frust dann immer schriftlich verarbeiten ;-).

Ja - für d'Artagnan war es ein interessanter Gedanke, was er hätte sagen können. Aber leider kam er zu spät, als schon das Kind in den Brunnen gefallen war.
Und wieder ja - da musste Athos ihn einfach trösten, ihm versichern, was wir ja längst wissen: Was für ein guter, treuer Musketier er für Louis ist - gerade in dieser Folge!!

Hach, Du - ganz lieben Dank wieder für Deine unverbrüchliche Treue, die der von d'Artagnan nicht nachsteht und mir jede Woche so ein zauberhaftes Review beschert.
Das heutige Kapitel ist schon gepostet - ich denke, es könnte Dir gefallen :-)!!

Nun erstmal ein schönes Wochenende, und vielleicht bis die Tage!

GLG
Ann
10.04.2021 | 19:40 Uhr
༄ Hallo,
so sind sie, die Reichen und Schönen,
das hat sich bis heute nicht geändert.
In der Not versprechen sie das Blaue vom
Himmel. Wenn sie wieder die Oberhand haben,
vergessen sie ganz schnell.
Wieder fantastisch und spannend geschrieben.
Die Bilder dazu runden die Sache ab.
๑ ⊱❀ LG Carmen ❀⊰ ๑

Antwort von Ann Morgan am 12.04.2021 | 12:31 Uhr
Hallo, liebe Carmenza!

Mensch, das ist schön, von Dir zu lesen!
Ja, absolut - solange er in Gefahr war, verspricht der König das Blaue vom Himmel, aber kaum zurück in der Sicherheit seines Schlosses vergisst er genauso schnell, nach dem Motto "Was interessiert mich mein Gewäsch von gestern?"
Das ist zum Teil wirklich heute noch so, bei Politikern z.B. Das macht mich wütend, und so war es auch in der Serie; beim Erstschauen der Folge war ich richtig fassungslos, und das musste hier eigfach raus.

Mensch, wie schön, dass dieses kleine Gedankenspiel für Dich fantastisch und spannend geschrieben war - ich verneige mich dankbar tief!
Ich bin ein stark visueller Mensch, und deshalb helfen mir selbst Bilder auch immer sehr. Deshalb wollte ich sie Euch nicht vorenthalten. Schön, dass sie Dir gefallen :-)))
Am Freitag kommt die nächste Kurzgeschichte, stärker auf Aramis bezogen. Ich glaube, das ist nicht ganz so Deins, aber vielleicht lesen wir uns mal wieder, würde mich sehr freuen!

GLG
Ann
09.04.2021 | 23:21 Uhr
Hallo liebe Ann,

Da hat der gute König wohl mal kurz vergessen, dass er Frankreich repräsentiert. Das seine Soldaten die Ehre des Königs mit der Ehre ihres Landes gleichsetzen. Und dass man sein Wort nicht einfach so bricht, schon gar nicht auf diese Weise. Aber faran merkt man auch wieder, wie weltfremd der König ist. Er lebt in seiner eigenen kleinen Blase - man muss ihn nicht verstehen, um ihn nicht zu mögen... ;-)

Schade, dass D'Artagnan erst so viel später die passende Antwort eingefallen ist. Aber so ist das ja oft. Die besten Ideen hat man erst, wenn es schon zu spät ist. Die Frage bleibt offen, ob er seinen König damit hätte erreichen können. Vielleicht im Nachhinein? Egal, immerhin konnte er Athos noch damit beeindrucken.

Das hier ist wieder so ein fehlender Schnipsel, der die Folge "rund" gemacht hätte. In diesem Sinne: Danke dafür.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Renovieren. Ich muss morgen erst einmal meinen Schatz davon überzeugen, dass ich jetzt ohne Hilfe nicht mehr weiterkomme. Drück mir die Daumen.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Brigitte

Antwort von Ann Morgan am 12.04.2021 | 12:23 Uhr
Hallo, liebe Brigitte!

Ja - genau das war mein Gedanke zu der Folge. Ich meine, kein Ehrenmann sollte sein Wort brechen - aber ein König schon mal gar nicht! Weil er eben sein gesamtes Land repräsentiert! Für seien Soldaten, aber auch für ausländische Diplomaten oder bei internationalen Vertragsverhandlungen. Und erst recht für sein Volk! Wie soll es seinem Herrscher vertrauen, wenn dieser willkürlich sein Wort bricht?
Richtig - er lebt in seiner eigenen kleinen Blase. Er wurede für kurze Zeit brutal da herausgerissen und will seine Verletzlichkeit, seine wenig von Gottes Gnaden, sondern von der Gnade der Sklavenhändler abhängige Zeit vergessen, denke ich. Und so macht er wie ein kleines Kind das kaputt, was ihn daran erinnern könnte. Stößt auch d'Artagnan, der Zeuge seiner unköniglichen Ohnmacht wurde, weg, als der ihm widerspricht.
Diesen Satz finde ich klasse: "Man muss ihn nicht verstehen, um ihn zu mögen..." Ich habe grimmig gelacht dabei!

Ja, gell - ist es nicht oft so, dass man erst viel später nach einer heftigen Begebenheit weiß., was man eigentlich hätte sagen sollen?
Ob d'Artagnan Louis damit hätte erreichen können... Ich weiß es ehrlich nicht. Und ich habe mich ja sehr bewusst entschieden, den Seriencanon da nicht zu ändern, es d'Artagnan nicht wirklich sagen lassen, weil ich halt hoffe und mir wünsche, er hätte den Louis damit erreicht, der nach d'Arts Sieg gegen Labarge zu ihm sagte: „Ich bewundere Loyalität mehr als jede andere Tugend." Wenn Louis aber nun erkennen würde, dass d'Artagnan recht hat, könnte die von Rochefort vorangetriebene Entfremdung zwischen den Musketieren und dem König nicht geschehen. Deshalb durfte es nur ein Traum bleiben... *seufz*
Aber ja - Athos hat er beeindruckt. Und das war ja eigentlich schon immer sein Streben, also wenigstens etwas, um seine Seele zu beruhigen :-)! Ich denke übrigens, auch Tréville und die anderen beiden denken, dass d'Artagnan richtig entschieden hat. Nur halt der König nicht...

Hach - ich freue mich gigantisch, dass dieser "fehlende Schnipsel" für Dich die Geschichte rund macht!!!

Ich stecke mitten im Renovieren und gönne mir gerade mal bei einem Kaffee die Zeit, hier zu antworten :-)). Ich hatte gehofft, mit nur Streichen wegzukommen, aber jetzt müssen wir gleich los, Tapete kaufen, für 4 Bahnen à 2,90m *stöhn* Ich hasse Tapezieren!!!
Ich hoffe, Deine Überzeugungskünste waren erfolgreich *zwinker*.

Dir also weiter frohes Renovieren. Hierfür wieder meinen ganz lieben Dank, Du!

GLG
Ann
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