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Reviews 1 bis 25 (von 60 insgesamt):
11.01.2022 | 08:16 Uhr
Salve, DaughterofAvalon,

Auch dieses Kapitel ist dir sehr gut gelungen. Die Saturnalien sind sehr gut und detailliert umschrieben. Auch der Familienstreit war sehr spannend. Und darüber hinaus endet dieses Kapitel mit einem Paukenschlag. Caecilia erfährt, dass Agrippa ein Kind mit einer Sklavin hat, und dass er sie sogar liebt. Zunächst möchte man ja beinahe Mitleid mit ihr haben, aber dann zeigt sie wieder ihre hasserfüllte, boshafte Seite. Sie hasst, weil sie liebt. Insgesamt betrachtet wäre diese Geschichte einer Serie wie "Domina" würdig. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Vale und liebe Grüße

Der neue Autor
09.01.2022 | 06:19 Uhr
Ein tolles Kapitel.
Wirklich interessant die Rituale der Saturnalien zu lesen.

Ceacilia kann einem schon leid tun. Sie muss sich wohl oder übel damit arrangieren, dass ihre Ehe eine reine Geschäftsbeziehung ist. Und es erhöht den Druck selbst schwanger zu werden ungemein. Vor allem auf einen Erben.
Und Marcus hat ihr deutlich zu verstehen gegeben, dass sie sein Zorn trifft, falls sie Kiana und Sophia schadet. Von daher sollte sie sich an die Situation gewöhnen. Ob sie das tun wird, steht auf einem anderen Blatt.

Der Streit mit seinem Bruder war auch gut beschrieben. Ganz schön frech und anmaßend von Lucius, solche Forderungen zu stellen.

Bin jedenfalls sehr gespannt wie es mit der Enthüllung nun weitergeht.

Lg, Zenobia

Antwort von DaughterofAvalon am 09.01.2022 | 13:09 Uhr
Liebe Zenobi,
danke für dein Feedback.
Ja, du hast es richtig erkannt, Caecilia wird noch sehr unter Druck geraten, einen Erben zu bekommen.
Das ihr Mann sich gerne mit seiner Sklavin vergnügt oder viel weg ist, macht das ganze nämlich nicht besser.
Für Marcus selbst hat diese Ehe ja auch keinen größeren Nutzen, als legitime Erben zu zeugen und die gesellschaftliche Anerkennung.
Doch ja, mal schauen wie lange das jetzt gut geht, nachdem Caecilia weiß, dass sie Konkurrenz hat.

Liebe Grüße
Daughterofavalon
Ale Black (anonymer Benutzer)
08.01.2022 | 19:20 Uhr
Liebe DaughterofAvalon,

Was für ein explosives Kapitel. Erst die Auseinandersetzung mit seinem Bruder und jetzt zum Schluss mit seiner Frau.

Seinen Bruder mag ich echt nicht und ich weiß auch garnicht wie der es überhaupt wagen kann um Hilfe für seine politische Karriere zu bitten.

Seine Frau tut mir jetzt schon etwas leid. Nur bestimmt tut Caecilia wieder irgendwas um Kiana oder Sophia zu verletzen. Und dann mag ich sie wieder nicht.
Habe jetzt nur etwas Angst das sie dieses Wissen um Sophia irgendwie gegen Markus benutzt und in damit erpresst um ihren Willen zu bekommen, ihm zu schaden oder sich zu rächen. Immerhin hat auch Polla Markus gedroht und das nur um die Einladung von Lucius (den sie eigentlich auch nicht so mag) durchzusetzen.

Bin wirklich gespannt wie sich das Verhältnis zwischen den Dreien entwickelt. Du hast ja im bald folgenden zweiten Teil eine paar Änderungen angekündigt.

Aller liebste Grüße Ale

Antwort von DaughterofAvalon am 09.01.2022 | 12:49 Uhr
Vielen Dank für dein Feedback,
ja, jetzt ist es endlich raus, allerdings anders als von Marcus beabsichtigt oder gewünscht.

Seine Familienverhältnisse sind wirklich schwierig und ich hatte vor, Lucius mal mit reinzubringen.
Allerdings wusste ich lange nicht wie. Und beim schreiben dieses Kapitels dachte ich mir plötzlich,
ach hier würde gut passen. Und ja, in dem Kapitel ist es dann wirklich explodiert.

Oh ja, so viel kann ich dir versprechen. Es braucht noch so ein bis zwei Kapitel,
aber dann wird sich alles für Marcus und vor allem für Kiana verändern.

Sei gespannt :)

Liebe Grüße

Daughterofavalon
04.01.2022 | 03:30 Uhr
Liebe DaughterofAvalon,

Das Kapitel startet gleich mit Marcus Agrippas frustrierten Gedanken, was irgendwie auch amüsant ist, aber auf jeden Fall gleich zu Anfang für die richtige historische Atmosphäre sorgt und den Leser direkt ins antike Rom entführt.

Weder beruflich noch privat läuft es gerade so, wie Marcus möchte: Der Senat boykottiert seine Entscheidungen, sein Rudertraining mit den ehemaligen Sklaven gestaltet sich schwierig und zwischen ihm und Kiana herrscht eisige Kälte. Ich finde es wunderbar, dass Du hier viele historische Details einfließen lässt, das wirkt sehr authentisch und dadurch wird auch klar, dass Marcus noch jede Menge andere Sorgen hat, als seinen Streit mit Kiana. Das Pikante an Marcus‘ Gedanken ist, dass er dabei gerade mit Caecilia schläft und sich an seiner Frau sozusagen abreagiert, was Caeclia aber nicht zu stören scheint (bzw. sie bekommt das gar nicht mit und empfindet es einfach als leidenschaftlich, was auch wieder einen interessanten Einblick in ihren Charakter erlaubt: bekommt sie es nicht mit, weil sie ohnehin oberflächlich ist, oder weil sie es mit Marcus einfach nicht anders kennt?).

Während Marcus Caecilia als Ventil benutzt, ist Kiana völlig in ihrer Angst und Depression gefangen. Sie zweifelt ihre Entscheidung für Marcus an und fragt sich gleichzeitig, wieviel Mitspracherecht als Sklavin sie denn wirklich bei dieser Beziehung hatte, wodurch sie sich noch ohnmächtiger fühlt. Außerdem hat sie Angst um ihre Tochter und vor der Zukunft, falls Marcus beschließen sollte, sie zu verkaufen. Rebekah erweist sich in dieser Situation wirklich als Freundin und gibt Kiana wieder etwas Halt.

„Kiana, der Herr liebt dich“, erwiderte Rebekah ruhig. „Ich kenne ihn schon lange und er hat nie jemanden so angeschaut, wie er dich anschaut.“

Dass gerade Rebekah mit ihrer Vorgeschichte sich traut, ihren Dominus auf Kiana anzusprechen ist eine tolle Charakterentwicklung. Und auch bei Marcus löst dieses Treffen etwas aus. Auch bei ihm merkt man deutlich Reue, zumindest innerlich hat er sich sehr damit auseinandergesetzt.

„Doch auch ihn verfolgte dieser Teil seiner Vergangenheit. Mehr als er zugeben wollte. Er war nicht stolz darauf und spätestens, seit er Andromeda kennen gelernt hatte, wusste er, dass es der falsche Weg war. Wie so viele Dinge im Leben, hatte er erst lernen müssen, was richtig war und was nicht.“

Nach diesem Gespräch merkt Marcus, dass er handeln muss, wenn er nicht will, dass Kiana völlig das Vertrauen zu ihm verliert. Also zeigt er ihr sein Testament, in dem er Kiana und Sophia bedacht hat.
„Für den Fall, dass mir etwas passieren sollte, bist du frei“, bestätigte er ihr. „Caecilia wird nie die Macht über dich oder Sophia haben, um euch zu verkaufen (…) Du musst dir keine Sorgen um deine oder Sophias Zukunft machen, Kiana. Ich werde euch beide nicht mittellos zurücklassen.“

Hier zeigt sich Marcus endlich wieder verantwortungsvoll, was die beiden nach dieser Krise wieder zusammenbringt. Trotzdem dürfte es in dieser Dreieckskonstellation mit Caecilia auch in Zukunft nicht einfach werden. Ich denke mal, dass zukünftige Dramen vorprogrammiert sind, aber für den Moment kann man erstmal mit den Protagonisten aufatmen. Vielen Dank für das schöne Kapitel und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

Alles Liebe,
Deine
Merit-ites
29.12.2021 | 17:15 Uhr
Liebe DaughterofAvalon,

In diesem Kapitel entsteht in der Tat ein tiefer Graben zwischen Marcus und Kiana und die arme Rebekah wird mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen und unfreiwillige Zeugin des Streites zwischen Kiana und ihrem Dominus. ;-)

Caecilia hat Kiana auspeitschen (!) lassen und Sophias Leben bedroht! Da reicht Marcus‘ guter Wille, mit Caecilia zu reden absolut nicht aus! Und dass er dann auch noch fragt: „Was hast du denn getan, dass sie dich so bestrafen musste?“, bringt das Fass zum überlaufen. Ich kann Kianas Wut und Enttäuschung absolut nachvollziehen. Er war nicht da, als sie ihn brauchte und er hat sie nicht beschützt, als sie den Launen seiner Frau hilflos ausgeliefert war.

„Du warst nicht da!“, schrie Kiana ihn wütend an. „Du warst nicht da, um uns vor ihr zu beschützen! Sie hätte alles Mögliche mit meinem Kind anstellen können und ich konnte nichts dagegen unternehmen! Absolut nichts!“

Darüber hätte Marcus vorher nachdenken müssen, was er aber offensichtlich nicht getan hat. Dass er auf Kianas Anschuldigungen und ihre Forderung zornig reagiert und mal wieder auf sein Recht pocht, ist in dieser Situation ebenfalls nicht gerade hilfreich.

„Das kommt nicht in Frage, Kiana! Du und Sophia seid mein Eigentum und daran wird sich nichts ändern!“

Ich fand es toll, dass Kiana ihm hier endlich mal so richtig Kontra gibt:

„So sind die Regeln“, erwiderte er kühl, woraufhin Kiana sarkastisch auflachte.
„Die Regeln. Ja, wir beide wissen, wie wichtig dir diese beschissenen, rückständigen, römischen Regeln sind!“, zischte sie“

Kiana hat einfach Recht, da ihr Leben und das ihres Kindes in Gefahr ist und bevor Marcus das nicht einsieht, wird es auch keine Lösung geben.

Marcus Gespräch mit Caecilia läuft dagegen erstaunlich zivilisiert an. Er weist sie zwar in ihre Schranken und macht auch klar, dass in seinem Haus seine Regeln gelten. Aber darüber hinaus rügt er sie nicht und erlaubt ihr sogar weiteren Unterricht bei ihrem Lehrer Quintus Caecilius Epirota. Ihrem Ehemann gegenüber gibt Caecilia auch sofort nach. Im Grunde ist es ihr egal, dass sich Kiana dann eben in erster Linie um das Kind kümmert, schließlich weiß sie ja noch immer nicht, dass Sophia Agrippas Tochter ist.

viele liebe Grüße,
Deine
Merit

Antwort von DaughterofAvalon am 31.12.2021 | 11:50 Uhr
Liebe Merit,
vielen Dank für dein Feedback.
Ja, das stimmt. Kiana ist einfach tief traumatisiert, da sie im letzten Kapitel wieder deutlich zu spüren bekommen hat,
dass sie nur eine einfache Sklavin ist. Marcus hat sie nicht mehr wirklich wie eine Sklavin behandelt (mal davon abgesehen, dass er jedes Mal zornig reagiert, wenn sie ihn bittet, sie und Sophia freizulassen). Doch in dem vergangenen Jahr konnten beide die wahren Umstände ihrer Beziehung gut ausblenden.
Doch nun wurde Kiana wieder in die Zeit zurückversetzt, als sie von ihrer Familie weggerissen und schließlich auch als Sklavin verschleppt wurde. Auch damals war sie der Situation hilflos ausgesetzt.
Doch nun, da sie auch noch ein Kind hat, war es für sie noch schlimmer, da sie wirklich um das Leben ihrer Tochter bangen musste.
Marcus hätte tatsächlich Vorkehrungen treffen müssen, aber er hat diese Option gar nicht bedacht bzw. es wohl auch einfach nicht für Notwendig gehalten.
Im Grunde ist er selbst ja auch geschockt, als er mit der Möglichkeit konfrontiert wird, dass Sophia nicht mehr am Leben gewesen wäre.
Aber ja, Marcus reagiert sehr heftig auf Kianas Forderung sie endlich freizulassen, weil er auch einfach extreme Angst hat sie zu verlieren.
Zudem ist es für Kiana einfach die bessere Option, seine Sklavin zu sein, da er so besser für sie und Sophia sorgen kann.
Auch als Freigelassene wäre sie ja immer noch extrem Abhängig von seiner Gunst.
Die beiden befinden sich also wohl oder übel in einer Sackgasse, aus der sie nicht mehr so leicht herauskommen.
Vor allem Kiana kommt mit dieser Abhängigkeit nicht wirklich klar.

Liebe Grüße
Daughterofavalon
Ale Black (anonymer Benutzer)
29.12.2021 | 09:49 Uhr
Liebe DaughterofAvalon,

Yes. Sie haben sich versöhnt und Markus hat endlich seinen Trumpf mit dem Testament genutzt.
Jetzt kann alles nur wieder besser werden☺️. Leider ist angesichts seiner Karriere wirklich von keiner Rente auf einem abgeschiedenen Landgut mit Kiana auszugehen .

Um nochmal auf das letzte Kapitel und deine Antwort auf mein Review zurückzukommen. Ich finde es sehr gut das Markus Gewalt erst als letztes Mittel benutzt. Auch seiner Frau gegenüber. Auch wenn ich sie nicht so gerne mag.

Das einzige was mir gerade noch Sorgen bereitet ist die Frage was wohl Caecilia macht wenn sie herausfindet, dass Sophia Markus Tochter ist. Aber das wird Markus dann hoffentlich vollumfänglich klären wenn es soweit ist.

Bis zum nächsten Kapitel Ale

Antwort von DaughterofAvalon am 31.12.2021 | 11:41 Uhr
Liebe Ale,
vielen Dank für dein Feedback.
Ja, ich musste so lachen, als du das vorgeschlagen hast, weil ich mir dachte, Marcus kommt zum selben Schluss.
Kiana braucht einfach Sicherheit. Sie ist sich einmal mehr ihrer verletzlichen Stellung bewusst geworden und da helfen Marcus gute Worte einfach nicht mehr.
Gerade jetzt hat sie auch wieder gesehen, wie sehr sie von seiner Gunst abhängig ist, was ihr ebenfalls gar nicht gefällt.
Das letzte Jahr über konnten beide es so gut es ging ausblenden. In Gallien hat sich keiner darum gekümmert, was der Statthalter mit seiner Sklavin anstellt.
In Rom ist das anders. Hier muss er den Schein bewahren, insbesondere jetzt wo er verheiratet ist. Dadurch ist Kianas Stellung als Geliebte natürlich ebenfalls gefährdet.
Zudem hat sie ja jetzt ein Kind, um dass sie sich kümmern muss und das - so böse es klingt, seinem Vater ebenfalls hilflos ausgeliefert ist.
Marcus könnte wenn er wollte, seine Tochter ja als einfache Sklavin erziehen und müsste keine väterliche Zuneigung zu dem Kind empfinden.
In einem Buch, das ebenfalls im antiken Rom spielt, gab es zb einen Sklaven, der genau so ein Schicksal erleidet hat. Sein Herr war vermutlich auch sein Vater, aber er hatte ihn immer nur wie einen Sklaven behandelt und schließlich verkauft.
Auch Kiana kennt die Geschichten, deswegen hat sie ja alles versucht, damit Marcus sie freilässt und ihm Vorwürfe gemacht, dass er seiner eigenen Tochter ein solches Schicksal nicht ersparen will.
Marcus wird bei sowas leider immer nur schnell wütend und hört nicht mehr richtig zu, weil er Kiana Ja nie schlecht behandelt hat und sie in seinen Augen einfach froh sein soll, dass sie kein schlimmeres Schicksal als seine Sklavin zu werden ereilt hat.

An der Szene wie Caecilia herausfindet, wer Sophia ist, arbeite ich gerade, denn das wird im nächsten Kapitel enthüllt werden :)

Liebe Grüße
Daughterofavalon
27.12.2021 | 03:30 Uhr
Salve, DaughterofAvalon,

Diese Funkstille zwischen Agrippa und Kiana war ja wirklich nicht mehr auszuhalten. Zunächst hatte ich gedacht, er würde sich jetzt deshalb vermehrt Caecilia widmen, um Kiana eifersüchtig zu machen, damit sie sich bei ihm entschuldigt. Aber das wäre wohl gründlich nach hinten losgegangen. Jetzt hat er mit dem Testament einen vernünftigen Kompromiss gefunden, wie er sie freilassen und mit reichlichem Vermögen bedenken und sie dennoch dauerhaft an sich binden kann. Und Kiana scheint damit auch glücklich zu sein. Bleibt abzuwarten, was die Zukunft bringt.

Vale und liebe Grüße

Der neue Autor

Antwort von DaughterofAvalon am 31.12.2021 | 11:43 Uhr
Ja, das stimmt. Kiana stürzt in ein tiefes schwarzes Loch und ihr wird bewusst, wie verletzlich doch alles ist.
Das ganze letzte Jahr über konnte sie es gut ausblenden, doch jetzt wurde ihr deutlich bewusst, wie Abhängig sie von Marcus seiner Gunst ist.

Marcus hat ihr zwar ihre größte Angst genommen, aber Kiana wird es immer hassen eine Sklavin zu sein. Auch wenn sie es vielleicht nicht mehr anspricht,
da Marcus jedes Mal zornig reagiert, wenn sie ihn bittet, sie endlich freizulassen.
Ale Black (anonymer Benutzer)
26.12.2021 | 15:59 Uhr
Liebe DaughterofAvalon,

was für ein schönes Weihnachtsgeschenk. Das Kapitel hat mich zum Glück hinsichtlich des Verbleibs von Sophia beruhigt. Ich bin froh das ihr und auch Kiana nichts passiert ist. Und zum Schliss bin ich auch froh, dass Markus seiner Frau hoffentlich unmissverständlich klar gemacht hat das Kiana sich um das Kind kümmern darf. Obwohl ich mir irgendwie eine härtere Bestrafung gewünscht hätte. War es eigentlich üblich oder gab es Fälle wo auch die Ehefrau ausgepeitschte wurde?? Oder wurden solche Bestrafungen nicht angewandt??

Der Streit zwischen Kiana und Markus war natürlich vorprogrammiert, weil sich beide einfach im Recht sehen. Und ich kann auch die Argumentation von beiden verstehen, auch wenn ich finde das Kiana die stärkeren hat. Denn ihre Befürchtungen und Ängste sind einfach direkt eingetreten und seine Versprechungen waren in diesem Moment einfach nicht einhaltbar. Warum hat er ihr eigentlich nicht von seinem Testament erzählt? Dort hat er Kiana und Sophia doch die Freiheit geschenkt?! Vielleicht hätte sie das beruhigt .
Jedenfalls denke ich nicht das Kiana sich so schnell entschuldigen kommt, wenn sie es überhaupt tun will. Ich hoffe die raufen sich mit der Zeit wieder zusammen. Vielleicht hilft Sophia ja dabei ☺️.

Ich bin jetzt jedenfalls erstmal gespannt wie es weitergeht.

Bis zum nächsten Kapitel wünsche ich dir erstmal ein schönes Rest Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr und weiterhin viel Spaß beim Schreiben.

Liebe Grüße Ale

Antwort von DaughterofAvalon am 26.12.2021 | 22:47 Uhr
Liebe Ale,
vielen Dank für dein schönes Feedback und dir natürlich auch noch frohe (rest)Weihnachten
Soweit ich weiß, hat der Pater Familias durchaus absolute Gewalt über seine Familie, er könnte Caecilia sicher auch auspeitschen lassen.
Nach allem was ich gelesen habe, wurde diese absolute Gewalt nur durch gesellschaftliche Kontrolle beschränkt.
Aber für Caecilia wäre es ja eine unglaubliche Demütigung vor den Sklaven ausgepeitscht für werden, für dass das sie nach gesellschaftlichen Maßstäben nichts falsch gemacht hat.
Kiana ist nunmal ihre Sklavin.
Auch passt es nicht zu Marcus Charakter, da er Gewalt solange es geht, ablehnt. Für ihn war es schon ausreichend, Caecilia klar zu machen, dass er sowas nicht duldet und er es absolut nicht gutheißen wird, wenn sie das nächste Mal gegen seine ausdrücklichen Anweisungen handelt. Caecilia wusste ja zu dem Zeitpunkt auch nicht, dass Kiana für sie Tabu ist.
Was ich mir auch vorstellen könnte, da es in Rom ein beliebtes Mittel war, wäre der Spott. Dass er sich über Caecilia lustig macht - so nach dem Motto, deine Frisur ist dir wichtiger als ein Kind.

Ja, das mit dem Testament hätte er ihr mal sagen sollen. Kiana braucht einfach Sicherheit - aber wer weiß, vielleicht kommt er ja ganz von alleine drauf ;-)

Viele Grüße
DaughterofAvalon
25.12.2021 | 03:16 Uhr
Salve, DaughterofAvalon,

"Tiefe Gräben" ist wirklich ein passender Titel. Ein tiefer Graben ist zwischen Agrippa und Kiana entstanden. Zwischen Agrippa und Caecilia war von Anfang an ein Graben, der sich nun noch mehr vertieft hat. Und natürlich der Graben zwischen Caecilia und Kiana, der schon eher als Schlucht bezeichnet werden kann. Ich war von Anfang an gespannt, wie er Caecilia dafür bestraft, was sie Kiana und Sophia angetan hat. Dass er sie nicht schlagen würde, hatte ich erwartet, es hätte Caecilia auch nur noch wütender auf Kiana gemacht, wenn sie wegen einer Sklavin von ihrem Ehemann geschlagen worden wäre. Dennoch frage ich mich, ob er deutlich genug war und Caecilia ihm gehorcht und Kiana und Sophia wirklich in Ruhe lässt. Die Aussage, dass sie sein Eigentum sind und es immer sein werden, war natürlich etwas ungeschickt. Wenn er die beiden freilassen würde, bliebe Sophia ohnehin bei ihm, da Kinder immer dem Vater zugesprochen wurden, erst recht wenn der Vater römischer Konsul und die Mutter nur eine Freigelassene ist. Sophia wäre also ohnehin bei ihm geblieben, und Kiana würde ihre Tochter sicher nicht zurücklassen. Eher würde sie bei ihr und Agrippa bleiben. Aber er ist eben verliebt und kann wohl darüber nicht rational denken. Ich bin jedenfalls gespannt auf die Fortsetzung und frage mich, wann er einsichtig sein wird und die beiden freilässt.

Vale und frohe Weihnachten

Der neue Autor

Antwort von DaughterofAvalon am 25.12.2021 | 14:25 Uhr
Vielen Dank für den Feedback,
ja ich habe echt lange überlegt wie ich das Kapitel nenne und irgendwie hat mir kein Titel richtig gefallen.
Aber Tiefe Gräben dachte ich mir passt am besten. Gerade zwischen Marcus und Kiana bricht jetzt einfach viel auf,
was sie in der Vergangenheit immer versucht haben zu ignorieren. Gerade an der Stelle sieht man auch wieder,
dass Kiana einfach auch große Probleme mit dem Machtgefälle hat. Im nächsten Kapitel wird es nochmal deutlicher -
sie hasst es regelrecht abhängig von ihm zu sein.
Marcus hingegen zeigt sich hier von seiner egoistischen Seite. Er hat einfach eine zu große Angst davor, Kiana zu verlieren,
wenn er sie freilässt.

Ich weiß gar nicht, ob Marcus offiziell als Vater von Sophia zählt...? Er ist ja in erster Linie ihr Herr und sie hat ja nur Glück,
Dass Marcus sie als Tochter akzeptiert.
18.12.2021 | 01:24 Uhr
Liebe DaughterofAvalon,

Der Morgen beginnt mit einer sehr schönen und innigen Liebesszene. Man spürt richtig die Liebe und Vertrautheit zwischen Marcus und Kiana. Gleichzeitig ist es ein Abschied, da Marcus noch an diesem Tag nach Ostia aufbrechen muss.

Danach wechselt der Blickwinkel zu Caecilia, die mit dem Beginn ihres Ehelebens und der damit verbundenen gesellschaftlichen Stellung sehr zufrieden ist und dann zu ihrer Enttäuschung von der geplanten Abreise ihres Mannes erfährt. Genauso sanft, wie sie sich in Gegenwart ihres Mannes zu benehmen weiß, genauso garstig geht sie allerdings mit den Sklaven um.

Allerdings ist es ein Schock, wie bösartig sich Caecilia gegenüber Kiana benimmt. Aus nichtigen Gründen befiehlt sie die Auspeitschung Kianas und bedroht auch noch das Leben ihres Babys. An dieser Stelle dachte ich, dass Marcus hier wirklich versagt hat. Denn wenn er Kiana schon nicht freilassen will, dann muss er wenigstens für ihren Schutz sorgen. Aber genau das hat er hier versäumt, auch wenn er nicht vorhersehen konnte, als was für ein Biest seine Frau sich entpuppt. Das Kapitel endet mit einem richtigen Cliffhanger, so dass man eigentlich sofort weiterlesen will, um zu erfahren, wie es weitergeht. (Ok ich weiß es schon, aber ich verrate es nicht ;-)

Alles Liebe,
Deine
Merit
09.12.2021 | 02:33 Uhr
Salve, DaughterofAvalon,

Sorry, dass ich jetzt erst reviewe. Das Kapitel war sehr kurzweilig und sehr schön geschrieben. Die sehr schön beschriebene Liebesszene zwischen Agrippa und Kiana vermittelt noch die heile Welt, die Ruhe vor dem Sturm. Caecilia, die auf Wolke sieben schwebt, entpuppt sich als richtiges Biest. Ich hatte sie zunächst gedacht, sie wäre ein bisschen wie meine Aurelia aus "Ultimus Romanorum". Aëtius gibt sich mehr Mühe als Agrippa und versucht wirklich, sie lieben zu lernen. Allerdings hat er im Gegensatz zu Agrippa die Frau die er liebt
nicht in seiner Nähe. Placidia ist bei den Goten, während Agrippa Kiana ständig in seiner Nähe hat (außer wenn er auf Feldzügen ist). Caecilias Boshaftigkeit lässt sich auch in gewisser Weise auf ihre Enttäuschung zurückführen. Sie wollte möglichst viel Zeit mit ihrem neuen Ehemann, den sie ja geradezu abgöttisch zu lieben scheint, verbringen, aber stattdessen muss er sie verlassen, um den Krieg gegen Sextus Pompeius vorzubereiten. Zuerst gibt sie Aria die Schuld dafür, dass sie die Gelegenheit verpasst hat, gemeinsam mit ihrem geliebten Ehemann die Gäste zu begrüßen. Vielleicht denkt sie auch, dass er deshalb wütend auf sie ist. Da sind die Sklavinnen die geeignete Möglichkeit, sich abzureagieren.

Ich wäre ja dafür gewesen, dass Agrippa Sophia als Bastardtochter aus einer kurzen Liaison in Gallien ausgibt, deren Mutter bei der Geburt gestorben sei. Kiana könnte er die Freiheit schenken und sie offiziell als Amme seiner Tochter beschäftigen. Wenn Kiana dann allerdings wieder schwanger werden sollte, wäre das nicht so leicht zu erklären. Aber dann wäre es besser, auf weitere Kinder zu verzichten und Kiana als freigelassene "Amme seiner Tochter" bei sich zu haben, statt sie als Sklavin weiterhin Caecilias Launen auszusetzen.
Ich bin jedenfalls schon gespannt auf die Fortsetzung, vor allem wie Agrippa nach seiner Rückkehr auf das in seiner Abwesenheit Geschehene reagieren wird.

Vale und liebe Grüße

Der neue Autor

Antwort von DaughterofAvalon am 11.12.2021 | 14:52 Uhr
Danke :)

Ja, zwischen Marcus und Kiana wird es im nächsten Kapitel genau deswegen nochmal richtig krachen.
Kiana ist ja nicht umsonst der Meinung, dass der Status als Sklavin sie eben in genau eine solche missliche Lage bringt
und jetzt ist sie zu allem Überfluss auch noch Cäcilias Launen ausgesetzt.
Aber Marcus ist da leider zu stur und sieht es nicht ein, sie Freizulassen oder als Amme seiner Tochter auszugeben.
Ale Black (anonymer Benutzer)
07.12.2021 | 19:39 Uhr
Hey DaughterofAvalon,

deine Geschichte ist super und ich bin immer wieder beeindruckt wie genau und detailliert du die damalige Zeit beschreibst. Das muss viel Arbeit in Anspruch nehmen um sich über die Gepflogenheit usw. zu informieren.

Die Figuren sind auch super interessant. Ich liebe das Paar aus Markus und Kiana.
Natürlich ist es echt beschissen das er jetzt heiraten musste. Erst mochte ich Caecilia garnicht, dann tat sie mir irgendwie leid, weil sie einen Mann heiratet der sie nie lieben wird und jetzt zum Schluss nach diesem Kapitel hasse ich sie regelrecht.
Markus hätte schon draufkommen können, dass seine neue Frau diese spezielle Sklavin erkennt und das sie ihr das Kind wegnimmt ist absolut entsetzlich. Ich frage mich was Markus sagt wenn er nach Hause kommt. Irgendwie hoffe ich das er sie auch dafür bestraft, aber dann wird ihr Unmut gegenüber Kiana wohl noch größer.
Zusätzlich wird Kiana auch noch vor Augen geführt wie wenig sie jetzt noch wert ist. Die Arme.
Ich hoffe für Kiana mal das Markus schnell zurückgekommen und das Sophia (das Name ist überings auch sehr schön) dann auch noch da ist, sonst ist Markus geliebte Tochter gleich weg.

Aller beste Grüße Ale

Antwort von DaughterofAvalon am 09.12.2021 | 11:18 Uhr
Vielen Dank für dein schönes Feedback!
Ja, ich gebe mir wirklich größte Mühe mich so weit es geht, an die historischen Fakten zu halten.
Also gerade bei Marcus Agrippa habe ich auch immer die Biografie neben mir liegen.

Ich bin auch richtig in Marcus und Kiana verliebt. Ich finde, sie sind wirklich ein schönes Paar. Auch wenn der Machtunterschied natürlich die Beziehung belastet.
Das wird man jetzt wieder deutlicher in den nächsten Kapiteln merken.

Ja, Caecilia ist wirklich ein Biest und sie ist schon gemein zu Kiana ohne zu wissen, dass sie die Geliebte ihres Mannes ist. Nicht auszudenken, wie das wird, wenn sie erfährt,
dass diese Sklavin mit ihrem Mann schläft und Sophia seine Tochter ist.

Ich bin gerade schon am nächsten Kapitel planen :)
03.12.2021 | 14:40 Uhr
Liebe DaughterofAvalon,

Ich will schon seit Tagen endlich eine Rezension schreiben – endlich komme ich dazu.
Das neue Kapitel hat mir wieder gut gefallen und ist ganz der Hochzeit von Marcus Agrippa mit Caecilia Attica gewidmet, einer Frau , die er allein aus gesellschaftlichem Prestige heiratet. Noch am Hochzeitsmorgen verbringt er Zeit mit Kiana im Garten und verspricht ihr, dass sie und ihre Tochter immer den ersten Platz in seinem Herzen haben werden. Ich denke, das entspricht durchaus seinem Wunsch, was ja auch nochmal durch seinen Traum am Morgen verdeutlicht wird. Dieses Versprechen einzuhalten dürfte indes ziemlich schwierig für Agrippa werden.

Mit seinem Schwiegervater Atticus versteht Marcus sich von Anfang an gut. Sehr schön hast Du hier noch einmal die Hintergründe seiner Laufbahn und auch seiner Freundschaft mit Cicero einfließen lassen. Auch die Schilderungen der römischen Hochzeit sind stimmungsvoll und entführen den Leser richtig in die antike Welt.

Die Hochzeitsnacht hast Du ebenfalls sehr detailliert und anschaulich beschrieben. Ok, es war schon eine heiße und ziemlich erotische Szene – ich geb‘s ja zu. :-D
Angesichts der Umstände (Die Sitte mit Vorzeigen der blutigen Laken ist natürlich aus emanzipatorischer Sicht eine Katastrophe, aber in patriarchalischen Gesellschaften bis heute üblich.) ist Marcus wirklich rücksichtsvoll zu seiner Braut und macht das Beste aus der Situation. Er sorgt dafür, dass Caecilia ebenfalls Freude im Bett empfindet. Gleichzeitig zeigst du aber auch, dass er den Sex zwar genießt, emotional aber auf Distanz bleibt, was für seine Braut natürlich nicht zutrifft, denn sie dürfte sich nach der auch für sie befriedigenden ersten Nacht durchaus zu ihm hingezogen fühlen. ;-)

Nachdem Agrippa und Caecilia die Gäste verabschiedet haben, ist die junge Frau jedenfalls ganz offensichtlich nicht abgeneigt, auch den Rest der Nacht mit ihrem neuen Ehemann zu verbringen, was Agrippa aber entschieden ablehnt, denn ihn zieht es zu seiner Geliebten. Und so verbringt er seine Hochzeitsnacht mit Kiana. Für Marcus beginnt dieses Arrangement mit Ehefrau und Geliebter in einem Haus durchaus vielversprechend, doch ob das Ganze so harmonisch weitergeht, wie er sich das vorstellt, bleibt abzuwarten. Ich sehe schon die Eifersuchtsfunken fliegen. ;-)
Vielen Dank für dieses tolle neue Kapitel,

Liebe Grüße,
Deine
Merit
08.11.2021 | 22:03 Uhr
Liebe DaughterofAvalon,

Wieder ist es natürlich sehr subjektiv, ein Kapitel zu rezensieren, an dem ich selbst mitgewirkt habe. Aber ich bin einfach sehr begeistert von unserer gemeinsamen Arbeit. Ich finde es toll, dass hier Antonius‘ andere Kinder mit eingebunden und vorgestellt werden. Antonia, Clodia und Antyllus erhalten hier wirklich eine Stimme – genau wie Helios und Selene. Und ich finde ihre Charaktere berührend und sehr gelungen.

Das leidige Thema, römische Heiratspolitik und römische Gesetze wird nicht nur in den Anspielungen auf Oktavia deutlich, sondern auch in Antonias geplanter Heirat mit dem Sohn des Lepidus. Und Fulvias Beispiel zeigt, dass auch römische Frauen durchaus selbstbestimmt agieren konnten. Nicht nur die Königin, sondern auch seine Töchter setzen Antonius bei diesem Essen ganz schön zu. Ich fand die Stelle herrlich, wo Antonius seinen Trinkpokal so heftig auf dem Tisch abstellt, dass die Speisen aus den Schälchen nach oben springen.

Wenn sie nicht gerade flirten, oder sich gegenseitig provozieren, sind die Gespräche zwischen Antonius und Kleopatra eher vorsichtig und taktierend, aber es gibt auch viele lustige Momente. (wie die Gespräche über Bacchus oder Crassus).
Einerseits gibt sich Kleopatra versöhnlich, andererseits ist sie noch immer wütend und verletzt. Ihre Gedanken dazu hast du sehr schön erweitert. Deine Gedanken zur Ermordung von Caesar fand ich hier sehr interessant:

„Außerdem hatte er ganz sicher nicht vor, so früh zu sterben und uns schutzlos in einer Stadt zurück zulassen, die uns hasst, weil wir sind, wer wir sind. Caesar wollte Parthien erobern und Alexanders Traum vollenden. Das war immer unser Traum.“

Die auf ihr Geständnis folgende Stille breitete sich aus und drohte ihr die Luft zum Atmen zu nehmen. In ihren Augen brannten wieder all die ungeweinten Tränen, die ihr Caesar nicht wieder zurückgeben konnten. Mit einem Mal war der Schmerz seines Verlustes so groß, dass sie den Blick von Antonius abwenden musste. Denn für einen Wimpernschlag war sie bereit, sich einzugestehen, dass sie ihn jederzeit gegen Caesar eintauschen würde. Caesar war der Mann, der ihr in jeder Hinsicht ebenbürtig war. Caesar und Kleopatra - gemeinsam waren sie für die Ewigkeit bestimmt gewesen und ohne ihn weiterzumachen, fühlte sich oft falsch an.“

Kleopatra macht Antonius innerlich Vorwürfe, „dass er sich an diesem schicksalhaften Tag aus Eitelkeit am Eingang des Senats“ hat ablenken und abfangen lassen: „Antonius hätte bei ihm sein müssen. Nur er wäre stark genug gewesen, die Katastrophe zu verhindern. Aber er war nicht da, als Caesar ihn am meisten brauchte. Wieso hatte es sie dann so überrascht, dass Antonius auch sie im Stich gelassen hatte, als sie ihn am meisten brauchte?“

Diesen Einblick in die Gedanken der Königin finde ich – wie gesagt – sehr faszinierend. Wahrscheinlich hätte auch Antonius nichts ändern können, aber vielleicht eben doch. Obwohl Kleopatra objektiv weiß, wie ungerecht solche Schuldzuweisungen sind, kommt sie nicht ganz dagegen an. Sie fühlt sich von Antonius im Stich gelassen und ist immer noch sehr verletzt. Das wird gerade gegen Ende der Szene sehr deutlich.

„Mit eurer Mama bin ich ja auch irgendwie verheiratet”, erklärte Antonius belustigt. Natürlich war das alles Mal wieder nur ein Spiel für ihn“

„Caesar hätte sie nicht so behandelt.“

Wie immer hat es riesigen Spaß gemacht, das Kapitel mit Dir zusammen zu plotten und zu schreiben. Wir inspirieren uns wirklich gegenseitig und was dabei dann letztendlich rauskommt, finde ich einfach großartig.

Ganz liebe Grüße,
Deine
Merit
07.11.2021 | 13:48 Uhr
Salve, DaughterofAvalon,

Dieses Kapitel ist dir wieder einmal sehr gelungen. Da ich in meiner Geschichte auch schon zwei römische Hochzeiten eingebracht habe, kenne ich die römische Hochzeitszeremonie sehr gut. Die Umstände dieser Hochzeit erinnern mich auch an die Hochzeit von Aëtius. Eine arrangierte Ehe, obwohl er eine andere liebt. Zuerst freundet er sich mit seinem Schwiegervater an, dann folgt die Hochzeitszeremonie und schließlich der Sex mit der Ehefrau, um ihre Pflicht zu tun. Nur bei mir verbringt Aëtius die Nacht bei seiner Frau, während Agrippa es kaum abwarten kann und so schnell wie möglich zu Kiana eilt :D
Ich bin schon gespannt, ob, wie und wann Caecilia davon erfahren wird und wie sie darauf reagiert.

Vale und liebe Grüße

Der neue Autor
13.10.2021 | 22:16 Uhr
Liebe DaughterofAvalon,

es ist ein bisschen komisch eine Rezi zu einem Kapitel zu schreiben, an dem ich selbst mitgewirkt habe, aber da sich noch niemand sonst dazu geäußert hat, mache ich mal den Anfang. ;-)

Es ist das erste Kapitel, in dem wirklich aus der Perspektive von Marcus Antonius berichtet wird und ich finde ihn gut getroffen. In seinem Rückblick am Anfang wird deutlich, welche Gefühle und politischen Entscheidungen seinem Handeln zugrunde liegen. Man sieht, dass er sich nach außen oft unbeschwert gibt, aber im Grunde ein verantwortungsvoller Mensch ist, der sich sehr wohl Gedanken macht. Er bereut die Trennung von Kleopatra und den gemeinsamen Kindern, hat diesen Schritt aber aus politischer Notwendigkeit getan. Antonius ist die Ehe mit Octavia eingegangen, um das Triumvirat zu stabilisieren und einen Bürgerkrieg zu vermeiden. Er hat aber inzwischen durchaus Gefühle für Octavia entwickelt, genau wie für Kleopatra, deren Ankunft er jetzt nervös entgegenfiebert.

Das Treffen zwischen Antonius und Kleopatra in Antiochia nach mehreren Jahren Trennung, kann ich mir sehr gut so vorstellen. Es ist eine Mischung zwischen Vertrautheit und Distanz. Und natürlich werden erst einmal die politischen Rahmenbedingungen ausgehandelt. Denn dieses Treffen ist natürlich in erster Linie politisch motiviert, da der Triumvir die Unterstützung der ägyptischen Königin für seinen Partherfeldzug braucht. Dass dabei alte Gefühle wiederaufflackern, ist natürlich auch klar, auch wenn Kleopatra versucht, einen kühlen Kopf zu behalten und Antonius die Beziehung wieder aufnehmen möchte.

Politisch gesehen benötigt Antonius Kleopatras Hilfe und dafür stellt sie Forderungen, auf die Antonius teilweise eingeht und teilweise auch nicht. Es handelt es sich dabei um Regionen, die (nach neuerer Forschung) zu dieser Zeit an das Ptolemäerreich übertragen wurden, als Antonius die Zuständigkeiten im Osten neu ordnete und die ihm ergebenen Könige mit zusätzlichen Gebieten ausstattete. Deshalb finde ich es auch spannend, dass hier die anderen Herrscher und ihre Beziehungen zueinander und zu Antonius zur Sprache kommen und quasi im Plauderton über die Ein- und Absetzung von Königen gesprochen wird.

Antonius ist Kleopatras Patron und genau wie einst Caesar mit einer immensen Machtfülle ausgestattet. Kleopatra ist ihm als Klientelkönigin zur Gefolgschaft verpflichtet, doch im Gespräch begegnen die beiden sich auf Augenhöhe. Natürlich setzen beide ihren Charme und alle zur Verfügung stehenden Mittel ein. Hier wird klar, welche starke Dynamik zwischen den beiden herrscht. Gleichzeitig wird aber deutlich, dass Antonius in keiner Weise ein Hampelmann ist, wie ihn die augustäische Propaganda versucht hat, darzustellen.
Am Besten gefallen mir die Wortwechsel, in denen der Humor der beiden durchblitzt. Das hier ist eine meiner Lieblingsstellen:

„Du sprichst doch parthisch, oder? Was machen denn unsere lieben Nachbarn?”
Kleopatra zuckte die Achseln. „Ach nur das Übliche. Rom möchte parthische Gebiete erobern und Parthien römische. Nach dem Tod des parthischen Kronprinzen Pakoros letztes Jahr hat sein Bruder, der neue König Phraates erstmal seinen Vater und seine dreißig verbliebenen Brüder ermorden lassen.” Kleopatra schauderte kurz. „Dreißig! So viel Morde an Familienangehörigen haben nicht mal alle meine ptolemäischen Vorfahren zusammen geschafft und die sind wahrlich nicht zimperlich gewesen!”
Antonius lachte laut auf.
„Ich liebe deinen schwarzen Humor”, sagte er, ohne nachzudenken, und wollte sie schon küssen, doch dann besann er sich eines Besseren. Für einen Moment hatte es sich wie vor vier Jahren in Alexandria angefühlt.

Erst ganz am Ende kommen die beiden auf das persönlichste Thema zu sprechen: die beiden gemeinsamen Kinder, das Zwillingspaar Alexander (Helios) und Kleopatra (Selene), die Antonius bisher noch nicht gesehen hat. An diesem Familien-Treffen sind wir ja gerade dran und es macht mir sehr viel Spaß, diese Szenen mit Dir zu schreiben,

Ganz liebe Grüße,
Deine
Merit-ites
22.09.2021 | 00:46 Uhr
Salve, DaughterofAvalon,

Ich habe Kapitel 27 gelesen und da du es ja bald wieder löschen wirst, kommentiere ich es hier. Ich finde es interessant, dass du nun mal eine Hetäre einführst und auch erklärst, dass sie quasi Huren waren, aber einen höheren sozialen Status hatten. In der Spätantike hat es eine Hetäre sogar geschafft, Kaiserin zu werden. Theodora, die Ehefrau Justinians. Dieser stammte allerdings auch aus einfachsten Verhältnissen. Seine Eltern waren Bauern und sein Onkel und Vorgänger Justin I. war ebenfalls bäuerlicher Herkunft und wurde nur Kaiser, weil er es im Militär weit gebracht hat und der vorherige Kaiser Anastasius hochbetagt starb und seine Kinder vor ihm gestorben waren.
Dass Andromeda Agrippa im Bett Ratschläge gibt, wie er Kiana erobern kann, finde ich sehr nett von ihr. Nicht jede Frau würde das tun. Kann es sein, dass sie insgeheim doch in Agrippa verliebt ist? Jedenfalls hatte ich eine ähnliche Frau auch für Titus vorgesehen. Seine einstige Favoritin, mit der er gelegentlich noch coitus hat, aber auch offen mit ihr über seine Gefühle für Dilara reden kann. Ich werde natürlich versuchen, es so anders wie möglich zu gestalten, um nicht einfach deine Ideen zu kopieren.

Vale und liebe Grüße

Der neue Autor

Antwort von DaughterofAvalon am 22.09.2021 | 12:16 Uhr
Lieber Neuer Autor,

Ja, so jemand wie Andromeda hat mir zu Beginn tatsächlich noch gefehlt,
weil ich nicht so recht wusste, wo ich ihn hinschicke. Für gewöhnliche Huren dachte ich mir, ist er nicht der Typ
und andere Sklavinnen sollte er jetzt nicht unbedingt in sein Bett ziehen.
Die Idee zu Andromeda (also zu einer Hetäre) hatte dann aber tatsächlich merit-ites.
Andromeda wird auch noch für Kiana eine wichtige ... sagen wir mal Lehrerin.

Bis jetzt habe ich es nicht geplant. Also für Marcus ist Andromeda eher eine Freundin -
ob sie auch Gefühle für ihn hat, ich glaube, eher nicht. Also beide verbindet eine lange Freundschaft (ca. 10 Jahre)
Allerdings wirst du in einem späteren neuen Kapitel sehen, das Marcus gegenüber ihr durchaus besitzergreifend ist und
Schwierigkeiten damit hat, zu akzeptieren, dass Andromeda eine Frau ist, die selbst für sich sorgen kann.
Doch was die Beziehung eben ausmacht, ist das beide offen miteinander reden können und Andromeda bei ihm auch kein Blatt vor dem Mund nimmt
und ihm sagt, wenn er sich daneben benimmt.

In einem späteren Kapitel spricht Andromeda tatsächlich ähnliches Kiana gegenüber an:
"Außer man hat das Glück, einen Fürsten oder König zu finden, der einen heiratet. Einigen Hetären ist das gelungen: Glaphyra von Kappadokien zum Beispiel. Sie hat den Priesterfürsten Archelaos von Komana geheiratet und ist jetzt die Mutter des Thronfolgers. Aber das sind Ausnahmen. Zudem sind die römischen Gesetze in dieser Hinsicht strenger als die anderer Völker. Wenn er dich heiraten würde, würde er alles verlieren. Seine Karriere wäre zu Ende. Agrippa muss eine Frau aus der römischen Oberschicht heiraten. Das wird man früher oder später von ihm verlangen.“

(FunFact am Rande, Glaphyra war auch eine Geliebte von Marcus Antonius, bevor er Kleopatra traf, wir sprechen das sogar nochmal kurz an:
„Du darfst.” Antonius machte eine Pause, sah sie nun wieder vielsagend an und grinste, bis Kleopatra die Augen verdrehte. „Ich werde Archelaos Sisines als neuen König über Kappadokien einsetzen.”
„Den Sohn deiner Geliebten Glaphyra?”, fragte Kleopatra überrascht.
„Eifersüchtig?”
„Träum weiter!”)

Glaphyra war eine im 1. Jahrhundert v. Chr. lebende Hetäre. Sie wurde durch Priesterfürst Archelaos von Komana die Mutter des Archelaos Sisines, des späteren Herrschers von Kappadokien. 41 v. Chr. unterhielt sie ein Liebesverhältnis mit dem römischen Triumvirn Marcus Antonius während dessen Kleinasien-Aufenthalt, bevor er sich mit Kleopatra traf. Vielleicht ging Glaphyra diese Affäre ein, um Antonius zur Unterstützung ihres Sohnes Archelaos in dessen Kampf gegen Ariarathes X. um den Besitz Kappadokiens zu bewegen. Es scheint jedoch, dass Antonius ihrem Sohn erst fünf Jahre später half, so dass Archelaos erst 36 v. Chr. unumstrittener Herrscher Kappadokiens wurde.

Im Zusammenhang mit dem Perusinischen Krieg griff Octavian in einem derb-obszönen Epigramm Antonius’ Verhältnis mit Glaphyra an. Angeblich war Antonius’ Gattin Fulvia sehr eifersüchtig auf Glaphyra. In seinem Schmähgedicht behauptet Octavian, dass er daher von Fulvia zum Beischlaf mit ihr aufgefordert worden sei, ansonsten gebe es Krieg.
15.09.2021 | 07:08 Uhr
Liebe DaughterofAvalon,

Das neue Kapitel hat mir wieder sehr gut gefallen. Kiana scheint sich wieder etwas erholt zu haben. Ich finde es schön, dass sie versucht ihrer Tochter auch etwas von ihrem keltischen Erbe zu vermitteln, und sei es erstmal nur in Form des alten Wiegenliedes.
Sie sieht ihre Situation inzwischen realistisch und weiß, dass sie im Grunde Glück gehabt hat. Sie ist zwar als Sklavin komplett von Agrippa abhängig, aber er gibt sich Mühe, sie das nicht spüren zu lassen und steht zu ihr und Kassandra. In den Dialogen kommt auch sehr gut rüber, dass die private Beziehung der beiden eben keine zwischen Dominus und Sklavin ist, sondern tatsächlich so weit gleichberechtigt, dass Marcus sich sogar zu (in der römischen Gesellschaft eher unüblichen) Aufgaben, wie Kinder ins Bett bringen, breitschlagen läßt.

„Du gibst mir Anweisungen?“, fragte Marcus und versuchte seine Stimme dabei so entrüstet wie möglich klingen zu lassen. Es gelang ihm nicht, da er nur schwer ein Lachen unterdrücken konnte (…)
„Du hast sie geweckt“, erwiderte Kiana schulterzuckend. „Da ist es nur gerecht, wenn du sie in den Schlaf wiegst.“
„Du weißt schon, dass das nicht Aufgabe des Herrn ist?“, neckte er sie und sah sie mit einem spitzbübischen Grinsen an.
„Aber es ist die des Vaters. (…)

An solchen Dialogen merkt man, wie nahe die beiden sich stehen. Agrippa ist sogar ganz vernarrt in seine kleine Tochter und als Kiana ihm zu verstehen gibt, dass sie wieder bereit ist, das Bett mit ihm zu teilen, ist er mehr als nur erleichtert. Einmal, weil er endlich wieder mit ihr schlafen kann, aber andererseits auch, weil es ihr offensichtlich wieder besser geht.
Leider muss er ihr dann von der geplanten Hochzeit erzählen, was für Kiana natürlich ein Schock ist. Nachdem Agrippa ihr jedoch versichert hat, dass sich dadurch an ihrer Beziehung im Grunde nichts ändern wird, trägt sie es mit Fassung. Aber was soll sie auch dagegen tun?
Marcus Agrippa redet sich die ganze Situation natürlich schön, dass das Zusammenleben von seiner zukünftigen Ehefrau und Geliebten im selben Haus ohne Spannungen ablaufen könnte, ist natürlich utopisch. Aber hier sieht man, dass er durchaus ehrgeizig ist und die Vorteile, einer solchen politischen Heirat im Blick hat.

„Diese Verbindung würde ihm helfen, sein Ansehen im Senat und in der Bevölkerung zu steigern. Als Tochter von Titus Pomponius Atticus wusste Caecilia, was von ihr erwartet werden würde. Machte sie sich also ernsthaft Illusionen, dass er sie eines Tages lieben könnte? Sicherlich nicht.“

Na ob Agrippa sich in seinem Pragmatismus da nicht mal irrt? Ich bin gespannt. :-)

Auch im zweiten Teil des Kapitels begibt sich eine Frau auf eine Reise ins Ungewisse. Seit dem Fest mit Julius Caesar sind inzwischen 8 Jahre vergangen und Kleopatra ist auf dem Weg nach Antiochia, um Marcus Antonius wiederzutreffen. Während dieser Reise steht sie an Deck und blickt auf die vergangenen Jahre zurück. Ich finde es toll, die Kapitel um Kleopatra und Antonius mit Dir zusammen zu schreiben, und dass Du in Deiner Geschichte auch ihre Perspektive miteinbeziehst.

Ganz liebe Grüße,
Deine
Merit-ites

Antwort von DaughterofAvalon am 22.09.2021 | 12:32 Uhr
Liebe Merit-Ites,
Vielen Dank für dein ausführliches Feedback,
ich habe es damals noch am Morgen vor der Prüfung gelesen und es hat mir wirklich den Tag versüßt.
Leider hatte ich dann zwischenzeitlich vergessen zu antworten.

Ja, Kiana hat sich etwas erholt und ich glaube, der Abstand zu Agrippa hat ihr gut getan.
Sie war ja u.a. auch von Schuldgefühlen geprägt, weil sie nicht mehr mit ihm schlafen wollte und hatte sicher auch Angst, um ihren Status als Geliebte,
wenn sie nicht mehr mit ihm schläft. Ich glaube, sie ist sich immer noch unsicher über den Kern ihrer Beziehung zu Agrippa und traut ihm noch nicht 100% zu,
das er sie auch lieben würde, wenn sie nicht mehr mit ihm schläft. Irgendwo reduziert sie ihre Beziehung gerne noch darauf.

Doch auch ich muss gestehen, das ein Beweggrund für mich war, Kiana wieder zugänglicher zu machen, weil ich sonst die Befürchtung habe,
dass ihre Beziehung die Ehe mit Caecilia sonst nicht überstehen würde. Du weißt natürlich schon mehr und hast recht, wenn Agrippa etwas sehr optimistisch ist.

Marcus hingegen ist wie du sagst, froh, wieder Zugang zu ihr zu finden, da es ihn wirklich an den Rand der Verzweiflung getrieben hat. Insbesondere, weil er nicht weiß was er falsch macht
und mal davon abgesehen, dass er sie nicht freilässt, macht er ja auch absolut nichts falsch. Er versucht Kiana zu verstehen, doch schafft es nicht, sicher auch, weil so Dinge wie Depressionen in der Antike nicht so bekannt waren. Zudem sieht er kein Problem damit, seine Tochter als Sklavin aufwachsen zu lassen, weil er der Meinung ist, es kommt vielmehr darauf an, wie er sein Kind behandelt.
Und er lässt keinen Zweifel daran, dass er Kassandra liebt und als seine Tochter legitimieren würde, wenn er könnte. Du hast recht, wenn du sagst, er ist regelrecht vernarrt in sein Kind und für ihn reicht das aus.

Marcus ist sich natürlich bewusst, dass es auch andere Beispiele gibt, vielleicht mehr noch als Kiana, und dadurch, dass Kiana nicht mit ihm redet hat er das Gefühl,
Kiana erwartet von ihm, dass er sein Kind entsprechend schlecht behandeln wird. Er ist ja nicht der erste Herr, der ein Kind mit einer Sklavin gezeugt hat und auch, wenn ich dazu nichts gefunden habe, wurde in der Buchreihe von Robert Fabbri letztens das Schicksal von Vespasian Leibsklave Homos geschildert, dessen Vater vermutlich der Herr seiner Mutter war und ihn und seine Schwester aber gerne gequält hat und seine Schwester nach dem Tod der Mutter vermutlich an ein Hurenhaus verkauft hat.
Ich habe dieses Beispiel in der überarbeiteten Version einfließen natürlich angepasst einfließen lassen, um zu zeigen, wie anders es auch sein könnte.
Doch Kiana verletzt Marcus indirekt damit, dass sie von ihm das selbe erwartet.

Kiana hingegen will ihn natürlich nicht verletzten, aber sie ist nicht dumm und weiß, dass sie als Sklavin absolut rechtlos ist und nur von seinem Wohlwollen abhängig.
Sobald er seine Meinung ändert, könnte sie nichts dagegen ausrichten, was natürlich ihren depressiven Zustand verstärkt.
08.09.2021 | 17:46 Uhr
Liebe DaughterofAvalon

Das Kapitel fand ich interessant, es gibt einen Einblick in die angespannte Situation im zweiten Triumvirat und in der Politik Roms allgemein.
Auf Antonius‘ ersten richtigen Auftritt bin ich bereits gespannt gewesen. Seine erste Szene war ja recht kurz, sein selbstbewusstes bis überhebliches Auftreten und sein Hang zur griechischen Kultur kommen aber gut zu Geltung. Da die Geschichte aus Sicht der Seite von Octavian geschrieben ist, werden hier Antonius‘ negative Aspekte hervorgehoben, während sich Gaius als Verfechter von Recht und Tradition sieht.
Als solcher wird er wohl nicht begeistert sein über Marcus‘ Verhältnis zu Kiana. Als wäre Marcus damit nicht schon in einer genug schwierigen Position, soll er jetzt auch noch heiraten. Ein erneuter Schlag für Kiana und eine weitere Zerreissprobe für ihre Beziehung zu Marcus.
Ich bin gespannt, wie sich Marcus Ehe gestaltet und wie er, seine neue Frau und Kiana sich zurechtzufinden werden.

Liebe Grüsse
xene

Antwort von DaughterofAvalon am 09.09.2021 | 19:15 Uhr
Danke für das schöne Feedback.
Ja, in diesem Kapitel wird es zum ersten Mal richtig politisch und es setzt auch die Weichen für alles zukünftige.
Ich habe noch überlegt, ob ich Antonius mehr Raum gebe, aber ich fand die Unterhaltung im Zelt dann doch zu lustig und dachte mir,
dort wird eigentlich alles wichtige erklärt. Wenn ich Antonius mehr hätte zu Wort kommen lassen, hätte ich gefühlt alles nochmal wiederholt.
Aber dafür schreiben merit-ites und ich an ein paar Kleopatra/Antonius Kapitel, wie man Antonius Sicht auf das alles deutlicher kennenlernt.

Ich habe schon eine grobe Vorstellung, wie diese Dreiecksbeziehung mit Kiana - Marcus und Cäcilia aussehen soll,
aber das genaue Konzept erarbeite ich gerade noch, damit es die nötige Spannung bekommt.
Und dann mal sehen, wie sich alles beim schreiben entwickelt.
08.09.2021 | 16:03 Uhr
Liebe DaughterofAvalon

Das Kapitel hat mir gut gefallen.

Kiana kann einem wirklich leid tun. Sie ist so ziemlich isoliert, kann sich in ihrem Kummer niemandem anvertrauen und ihr wird klar vor Augen geführt, dass ihre Tochter ihr Schicksal als rechtlose Sklavin teilen wird. Dass sie nicht einmal beim Namen ihrer Tochter mitreden kann, ist traurig. Persönlich finde ich Kassandra ja schön, es ist aber klar, dass Kiana ausgerechnet mit einem griechischen Namen wenig anfangen kann.
Dass bei den Kelten die Frauen mehr Freiheiten hatten, war mir bekannt, dass aber die Vermögensverhältnisse über die Rechte in der Ehe bestimmt haben, wusste ich gar nicht. Für die Römer unvorstellbar und für Kiana ist ihre Herabsetzung so erst recht hart.
Die Szene mit dem Feigenbaum fand ich rührend, Marcus gibt sich wirklich Mühe, auch wenn er Kianas Standpunkt nicht immer versteht.
In dem Kapitel waren wieder viel Informationen zu der Kultur der Kelten, das finde ich sehr interessant. Du scheinst Dich gut auszukennen. Hast Du Dich vorher schon damit beschäftigt oder recherchierst Du das extra für die Geschichte?

Liebe Grüsse
xene

Antwort von DaughterofAvalon am 09.09.2021 | 19:12 Uhr
Vielen Lieben Dank für dein schönes Feedback.
Ja, für Kiana ist gerade einfach alles zu viel. Die Geburt war schwierig und sie wollte nie ein solches Schicksal für ihr Kind.
Das meiste über die Kelten habe ich tatsächlich für die Geschichte recherchiert.
Nur das mit dem Baumhoroskop wusste ich schon vorher. Ich wollte unbedingt einen Ersatz für die römische Namensgebung und da dachte ich mir,
wäre das eine schöne Alternative. Ja, Marcus versucht alles um Kiana glücklich zu machen und sie aus ihrem tiefen Loch herauszuholen, obwohl er nicht versteht, was er falsch macht.
Beide verstehen nicht, dass Kiana an einer Wochenbettdepression leidet.
06.09.2021 | 17:41 Uhr
Liebe DaughterofAvalon

Es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, neben den Abschlussprüfungen lag die letzten Wochen für mich nicht mehr viel anderes drin.

Das Kapitel fand ich sehr gut gelungen. Hier prallen gleich mehrere Welten aufeinander. Marcus stösst im Senat auf Ablehnung wegen seiner Herkunft und bei Polla auf Unverständnis wegen seiner Liebe zu Kiana und dafür, wie er sie behandelt. Er hingegen kann Kianas Entsetzen nicht nachvollziehen, da für ihn dieser Umgang mit Sklavinnen selbstverständlich ist. Und Kiana kann und will ihre Rolle als Sklavin selbstverständlich nicht akzeptieren, v. a. da ihr diese in Rom erst recht vor Augen geführt wird.

Unter diesen Umständen ist Marcus‘ und Kianas Beziehung wirklich schwierig, ich bin gespannt, wie sie sich entwickelt.

Liebe Grüsse
xene

Antwort von DaughterofAvalon am 07.09.2021 | 15:30 Uhr
Hallo Xene,
es freut mich das du wieder zeit gefunden hast, weiterzulesen. Bei mir ist es gerade genau andersherum, ich bin gerade fertig geworden und hatte eher zu viel Zeit als zu wenig :) Daher bin ich gerade auch noch fleißig am Überarbeiten.

Ja, ich wollte das die beiden sehr schnell in den harten Alltag der römischen Realität geschmissen werden. In Gallien konnten sie ja mehr oder weniger ungestört tun, was sie wollen. In Rom müssen sie sich dagegen erst an das enge Korsett gewöhnen.
28.08.2021 | 15:08 Uhr
Salve, DaughterofAvalon,

Nach einem geschichtsträchtigen Kapitel kommt nun also wieder eines, in dem Agrippa und Kiana im Mittelpunkt stehen. Ausgerechnet jetzt, wo sie sich ihm endlich wieder geöffnet hat, muss er ihr mitteilen, dass er heiraten wird bzw. muss, was für Kiana eine schreckliche Nachricht ist, obwohl sie wusste, dass es eines Tages dazu kommen würde. Ich bin schon gespannt, wie Caecilia auf Kiana reagieren wird und wie Agrippa den Balanceakt meistern wird.
Die Szene mit Kleopatra kam dann ziemlich überraschend. Obwohl du es ja bereits erwähnt hattest, kam dieser Perspektivwechsel ziemlich plötzlich. Aber trotzdem hat mir dieses Kapitel sehr gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzung.

PS: Falls du die Serie "Domina" noch nicht gesehen hast, kann ich sie dir nur empfehlen. Der Agrippa aus "Domina" unterscheidet sich charakterlich zwar sehr von dem etwas schüchternen Agrippa aus der Serie "Rom", aber sehenswert sind beide Serien.

Vale und liebe Grüße

Der neue Autor
21.08.2021 | 17:54 Uhr
Liebe DaughterofAvalon,

Das neue Kapitel hat mir wieder sehr gefallen, besonders gespannt war ich natürlich auf den ersten Auftritt von Marcus Antonius. Und das Treffen mit ihm in Tarent hat richtig Spaß gemacht. :-)

Okatavian, Agrippa und Maecenas, die da im Zelt auf Antonius warten haben durchaus etwas Unterhaltsames. Bei den bildlichen Beschreibungen von Octavian, der wie ein Löwe im Circus hin-und herläuft und Maecenas und Agrippa, die versuchen, ihm gute Ratschläge zu geben, musste ich schmunzeln. Die Gespräche der drei zeugen nicht nur von umfangreichen Recherchen, sondern sind zudem höchst unterhaltsam. Zunächst dreht sich alles um die Frage, wie man Antonius davon überzeugen kann, gegen Sextus Pompeius vorzugehen, der mit seiner Schiffsblockade noch immer die Seewege nach Italien kontrolliert. Außerdem spekulieren die drei über Antonius‘ geplanten Parthien-Feldzug und dessen Ambitionen. Und es wird auch deutlich, wie sehr Octavian zu diesem Zeitpunkt auf Antonius‘ Hilfe angewiesen ist:

„Sie alle wussten, um was es für ihn bei diesem Treffen ging. Würde er Antonius nicht dazu bewegen können, ihm in diesem Konflikt zur Seite zu stehen, wäre er politisch tot. Sein Name wäre verbrannt.“

Das lateinische Zitat, das Octavians Unfähigkeit als Feldherr ausdrückt, fand ich auch sehr amüsant. Dass die drei dann über Antonius‘ Weinkonsum und Geschmack, sowie die Wahl seines Schutzgottes herziehen war einerseits amüsant, nimmt aber auch schon den despektierlichen Ton der augustäischen Propaganda vorweg. Außerdem stellst du Octavians Fokussiertung auf Rom sehr schön heraus. (schlechter und billiger griechischer Wein), alles war nicht römisch ist, hält er für minderwertig.

Das Eintreffen und Wiedersehen mit Antonius und Octavia hast Du ebenfalls sehr schön beschrieben, ebenso wie das für Antonius so typische Selbstbewusstsein, mit dem er Octavian entgentritt. „Du benötigst also meine Hilfe“, begann Antonius und grinste Gaius überlegen an.“

Sehr interessant und informativ fand ich hier auch die Erwähnung der tironischen Noten.
In der zweiten Hälfte des Kapitels bekommt man wieder einen sehr schönen Einblick in Agrippas Gedanken, der sich Sorgen um Kiana macht. Er weiß nicht genau, wie er auf ihre Ängste und ihr abweisendes Verhalten nach der Geburt von Kassandra reagieren soll und man merkt seine Unsicherheit in dieser Situation. Als ob das noch nicht reichen würde, kommt dann auch noch die Eröffnung von Octavian, dass Antonius eine Frau für Agrippa gefunden hat.
Auch Octavian und Maecenas halten Pomponia Caecilia Attica für eine gute Partie und Agrippa, der weiß, dass er aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung eine vornehme Römerin heiraten muss, fügt sich in sein Schicksal. Sehr schön fand ich auch noch den Einblick in Octavians konservative Ansichten.

„Wenn ich der erste Mann im Staat wäre, hätte ich schon längst etwas gegen diese lasterhaften Gewohnheiten unternommen. Weshalb vögelt ein einflussreicher und angesehener Mann seine Sklavinnen, wenn er eine Ehefrau in seinem Bett hat, die ihm richtige Erben und nicht bloß illegitime Welpen schenken kann? Diesem Übermaß an unsittlichem Benehmen muss endlich Einhalt geboten werden. Aber solange ich mir die Macht mit Antonius teile, wird das nicht möglich sein. Er selbst genießt doch diese verdorbene, abstoßende und unrömische Lebensweise!“

Angesichts seiner Situation und Liebe zu Kiana wäre es für Agrippa tatsächlich besser, wenn das Triumvirat noch möglichst lange besteht. ;-)

Ich bin schon sehr gespannt im Gegenzug einen Einblick in Antonius‘ Gedankenwelt zu erhalten – Ok ich kenne sie schon und freu mich drauf.

Alles Liebe,
Deine
Merit-ites
21.08.2021 | 15:18 Uhr
Salve, DaughterofAvalon,

Wieder einmal ist dir ein Kapitel sehr gut gelungen. Soweit ich mich erinnere ist es das erste Kapitel, in dem Kiana nicht auftaucht, wenngleich Agrippa oft an sie denkt. Dafür steht nun die Politik im Vordergrund. Den Vertrag von Tarent, die Beratung über die Beseitigung des Sextus Pompeius und die anschließenden Festlichkeiten, bei denen Agrippa erfährt, dass für ihn eine Ehefrau und für seine Schwester ein Ehemann ausgewählt wurde, hast du sehr detailliert dargestellt. Insgesamt wirkt dieses Kapitel sehr gut recherchiert und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

PS: Hatte Octavian wirklich einen Sklaven namens Zenon? Der Name fiel mir so ins Auge, weil es einen oströmischen Kaiser namens Zenon gab. Dieser war der oströmische Kaiser, der die Absetzung des letzten weströmischen Kaisers erlebte und somit zum alleinigen römischen Kaiser wurde, da es im Westen ja keinen Kaiser mehr gab.

Vale und liebe Grüße

Der neue Autor
11.08.2021 | 00:12 Uhr
Liebe DaughterofAvalon,

ich finde den Prolog sehr gelungen. Mit starken und eindringlichen Worten schaffst Du eine beklemmend dramatische Atmosphäre, die den Hintergrund für die späteren Handlungen bildet. Durch diese Vorgeschichte des Angriffs auf Kianas Dorf wird ihr Schock und das Trauma sehr viel deutlicher. Vor allem, weil sie den Tod ihrer Eltern so unmittelbar miterlebt. Gleichzeitig zeigst du aber auch Kianas Stärke, die vor allem in den letzten Sätzen deutlich wird:

"Das Mädchen spürte, wie ihre Knie aufschlugen, doch es war ihr egal. Alles war ihr egal. Das Leben, das sie kannte, war vorbei. Trotzig erwiderte sie den Blick der kalten Augen ihres Entführers. Niemals würde sie sich von ihm brechen lassen. Das war sie ihrem Stamm schuldig."

Liebe Grüße,
Deine
Merit-ites
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