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Autor: TheFast
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
16.04.2021 | 01:35 Uhr
Hallöchen~

liest sich doch sehr wie eine FF aus der Kategorie "meine ersten Schreibversuche" und ich weiß nicht, ob du eine Rückmeldung wie die meine haben möchtest, in der verpacke ich nämlich ein wenig Kritik in Form von Verbesserungsvorschlägen und Tipps für dich, die du für dich umzusetzen versuchen kannst, falls du dich weiter am Schreiben ausprobieren und dadruch besser werden möchtest.

Du orientierst dich im ersten Kapitel ja direkt am Anfang des ersten Films, in dem Hicks dem Zuschauer Berk vorstellt. Das ist keine schlechte Idee und auch von vielen Autoren ein gern genutzter Einstieg, um gleich in eine schon vertraute Atmosphäre zu locken.

Nur hier hätte ich schon den ersten Kritikpunkt: Diese Worte und "Erzählweise" funktionieren im Film gut, weil uns gleichzeitig mittels Bilder und Musik und Hicks' Stimme eine dazu passende Stimmung mitgegeben wird. Von dieser bekannten Atmosphäre und Stimmung kommt in deinen Zeilen jetzt aber nicht viel rüber, denn du nutzt nicht die Möglichkeit, die Bilder, die du unter Umständen vielleicht lebhaft in deinem Kopf hast, zu beschreiben: Wie sieht Arlos denn aus? Ist es während uns Hicks seine Gedanken mitteilt Tag oder Nacht, wie steht es um die Wetterbedingungen? Oder wo befinden wir uns (als Zuschauer, der Hicks sozusagen über die Schulter sieht und der nur sehen kann, was Hicks uns von seiner Welt noch weitererzählt) während alledem, mitten im Lager oder an einem Strandufer oder oberhalb der Klippen?

Was passiert gerade um Hicks? Was genauso wichtig ist wie das, was Hicks in einem Moment sieht, ist was er fühlt... Weil verspürt Hicks denn etwa keine Trauer oder Wut, als er die toten Drachen und zerstörten Eier in Kapitel 2 entdeckt?

Das sind so Kleinigkeiten, auf die du beim Schreiben versuchen kannst zu achten. Und keine Sorge, um darin gut zu werden, zu wissen, was man jetzt genau schreiben soll, heißt es für jeden erst mal: Üben! Üben! Üben! Vor allem in Geduld. Schreiben ist ein schönes Hobby und aber auch Arbeit, die Zeit kostet.

Auch Ideen brauchen Zeit und ebenso Überlegungen, wie du etwas beschreiben und erklären möchtest brauchen Zeit...

Du wirst unter Zeitdruck kein dich selbst zufriedenstellendes Kapitel fertig schreiben, das dann auch noch von einem Leser begeistert und gerne gelesen wird.

Also nimm dir daher vielleicht mindestens einen ganzen Abend als Minimum, mehrere Tage als Maximum, um etwas tiefer in deinen Vorstellungen und Phantasien für diese Geschichte zu schwelgen und versuche diese dabei so unterhaltsam und bildreich wie dir möglich mit Worten zu gestalten...

Und als sehr gut gemeinter Tipp: Entscheide dich für eine Erzählweise! Wähle zwischen der Erzählperspektive oder Ich-Perspektive und versuche dazu Sicht- und Ortwechsel innerhalb eines Kapitel so gut es geht zu vermeiden.


So... Ich bin zwar nicht sonderlich gut darin, konstruktive Kritik allzu schonungsvoll herüberzubringen, aber ich hoffe, du verstehst, dass keins meiner Worte böse gemeint ist und ich dir mit meinem Review nur helfen möchte, deine Geschichte für deine Leser eventuell ein wenig interessanter zu gestalten.

Meine Worte sollen dich weder verschrecken noch dir den Spaß am Schreiben nehmen.


Ankh
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