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Autor: Flowerpowder
Reviews 1 bis 8 (von 8 insgesamt):
14.04.2021 | 20:48 Uhr
Liebe Norbert,

wie ich sehe, handelt es sich hier abermals um ein Experiment in Sachen Wortrhythmus und Aufbau. Wobei ich mich nicht scheue, zuzugeben, dass auch die Benennung in der Kurzbeschreibung mich nicht erleuchtet hat.

Ist aber auch nicht weiter tragisch, so habe ich mich mehr auf den Inhalt konzentriert. Und dass Du ein „Erquicker vergessener Versmaße“ bist, hat wohl inzwischen die Runde gemacht... ;-)

Zum Inhalt kann ich sagen, dass jede Strophe hier ein eigenes Thema hatte. „Winter“, „Frühling“, „Zeit“ und „Hoffnung“, so würde ich das betitelt. Und in jeder Strophe habe ich etwas gelesen, in dem ich mich wiederfinden konnte.

Wobei am schönsten hat mir der Übergang zwischen Winter und Frühling gefallen. Denn hier oben im Norden wächst und blüht noch überhaupt nix! Dafür ist Scheiben kratzen am Auto angesagt!! :-(

Froh-forstigte Frühlingsgrüße
Ramona

Antwort von Flowerpowder am 15.04.2021 | 20:43 Uhr
Liebe Ramona,

Vielen, lieben Dank für Dein schönes und für mich auch wirklich interessantes Feedback!

Ich habe gerade das Gedicht selbst noch einmal gelesen: Du hast schon Recht - der Rhythmus der sapphischen Strophen ist sehr unauffällig. Das muss nicht schlecht und nicht gut sein.

Du beschreibst den Inhalt zeitnah. Etwas abstrahierter könnte man statt "Winter" auch "Vergangenheit", statt "Frühling" "Zukunft" und statt "Zeit" "Wimpernschlag der Gegenwart" sagen. Aber- wie Du sagst - ging es mir um die Hoffnung, die entweder Antrieb Richtung Zukunft sein kann - oder aber zum Nichtstun, zum Abwarten verführt (Letzteres ist das Gefährliche an der Hoffnung).

Ach, bei uns sind auch noch jeden Morgen die Scheiben vereist - da heißt es noch eine weitere Woche durchhalten, bevor der Frühling Einzug hält. Ich finde es immer sehr schade, wenn dies so lange dauert, weil wir dann im Mai oft ganz plötzlich sehr warme Tage haben - obwohl doch eigentlich die von der Temperatur her angenehmsten Tage unter 25 Grad liegen.

Ganz liebe Vorfrühlingsgrüße
Dein Norbert
03.03.2021 | 10:47 Uhr
Lieber Norbert,

lesen, ein paar Tage warten, nochmal lesen, darüber nachdenken und nochmal lesen - jetzt ist es Zeit für ein Review :)

Dein Gedicht war diesmal ganz anders als sonst aber dennoch leicht und flüssig zu lesen. Das hat mir sehr gut gefallen und mich an Thomas Heinrich erinnert, der diese Gedichtsform auch mag und praktiziert.
Die Hoffnung ist wirklich etwas Wundervolles. Nicht umsonst sagt man, sie stürbe zuletzt. Hoffnung kann uns aufrichten und nicht aufgeben lassen, egal womit man sich gerade abmüht oder quält.
Doch du hast auch davon gesprochen, dass die Hoffnung uns verführen kann. So habe ich das noch nie gesehen aber du hast recht. Soll ich darauf hoffen, dass alles wieder so wird wie voreher, vor dieser unseeligen Zeit, in der wir uns gerade befinden und zurecht zu kommen versuchen? Diese Hoffnung wäre sinnlos, denn das vergangene Jahr kann niemand vergessen und nichts wird mehr so sein, wie vorher. Hoffen können wir nur darauf, einen neuen Weg zu finden miteinander umzugehen und uns wieder frei zu fühlen. Lass uns also weiterhin hoffen aber nicht ganz so blauäugig sondern bewusst.
Tolle Zeilen zu diesem Thema, die mich sehr zum Nachdenken gebracht haben. Herzlichen Dank dafür. Sterchen.

Maggie

Antwort von Flowerpowder am 03.03.2021 | 17:23 Uhr
Liebe Maggie,

vielen, lieben Dank für Dein schönes, nachdenkliches Feedback über das ich mich sehr gefreut habe - über Dein Sternchen natürlich auch!

Ja: Ich habe die sapphischen Strophen das erste mal bei Thomas gesehen und wollte das Metrum auch ausprobieren. Zudem las ich etwas über den Wander-Daktylus vom großen Dichter Klopstock, der empfahl, den Daktylus zum Zweck der Auflockerung jeweils von Vers zu Vers von der ersten an die dritte Stelle wandern zu lassen. Auch das wollte ich einmal ausprobieren - und es fiel mir leichter als ursprünglich angenommen.

Die Hoffnung ist ein zwiespältiges Biest: Sie gibt uns Mut in den ängstlichen, leidensvollen Phasen (das ist die hervorragende Seite), aber sie kann uns auch zur Untätigkeit führen: "Ich tue nichts, ich hoffe stattdessen." (Das nennst Du "Blauäugigkeit".)
Das war so der Grundgedanke des Gedichts.

Ich weiß es noch nicht genau, aber mein nächster Band könnte die Hoffnung als Motto haben, denn ich finde dieses "zwiespältige Biest" sehr interessant (wenn ich darüber nachdenke kommen mir sofort Begriffe wie "Vertrauen", "Glauben", "Trost", "Liebe" in den Sinn).

Herzliche Grüße
Norbert
Insofern ist die Hoffnung ein sehr zukunftsgerichtetes Phänomen - Gegenwart und Vergangenheit interessieren die Hoffnung kaum.
21.02.2021 | 10:05 Uhr
Hallo Norbert,

die drei Hauptzeiten. Und diesmal meine ich nicht Frühstück, Mittag und Abendessen. :)
Zukunft! Schön, wenn sie hoffnungsvoll ist und es etwas gibt, worauf wir uns freuen können, doch manchmal verbaut man sich eben diese, weil man im Jetzt nicht das tut, was nötig ist, damit die Hoffnungen sich erfüllen.

Aber es gibt ja auch die Freuden, die wir nicht erarbeiten müssen. Diese gnadenvolle Aussicht, weil unverdient und unerarbeitet (das Wort gibt es bestimmt nicht, sagt aber das was ich meine). Wenn der erste Krokus blüht, wenn man die Jacke vergißt und man nicht mit einer Schupfnase belohnt wird, wenn die Menschen, die einen begegnen (natürlich mit Abstand) ein Lächeln im Gesicht haben.

Hoffnung, das kann der Motor sein, genauso wie der Sand im Getriebe. Denn das Geheimnis ist wohl, die Hoffnung in uns zu tragen, das Heute zu bewältigen und das Gestern im Auge zu behalten.

Wahrscheinlich wolltest du was ganz anderes sagen, aber manchmal sind dann die eigenen Gedanken so laut, dass man das Gesagte kaum noch versteht.

Ich wünsche dir viel Hoffnung auf das Morgen und viel Kraft, das Heute zu bestehen.

Liebste Grüße

Martin

Antwort von Flowerpowder am 23.02.2021 | 09:49 Uhr
Lieber Martin,

vielen, lieben Dank für Deine schönen Zeilen und Dein Feedback zum Thema Hoffnung! Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Da hast Du sehr schöne Gedanken zu diesem zwiespältigen Biest Hoffnung eingebracht. Am besten gefiel mir Dein
"Hoffnung, das kann der Motor sein, genauso wie der Sand im Getriebe. Denn das Geheimnis ist wohl, die Hoffnung in uns zu tragen, das Heute zu bewältigen und das Gestern im Auge zu behalten."

Ja, die Hoffnung kann in verzweifelten Phasen so wichtig für uns sein, um uns Mut zu geben. Auf der anderen Seite kann sie uns auch hemmen - nach dem Motto "wird schon werden!". Da könnte man dann eigentlich die Hände in den Schoß legen und eben darauf warten, dass es schon werden wird ...

Ich mache gerade meinen dritten Lyrikband fertig mit dem Titel "Wo springt die Zeit wohl hin?" (ist schon im Druck). Ich finde, auch diese Frage hängt sehr stark mit der Hoffnung zusammen. Und mein vierter Lyrikband (hat noch ganz viel Zeit - sofern es ihn denn überhaupt geben darf), der wird sich fast ausschließlich mit dem Thema Hoffnung beschäftigen.
Ich finde, dass all die Begriffe, all die Werte "Vertrauen", "Glauben", ja sogar "Liebe" in einem sehr engen Bezug zur Hoffnung stehen (auf diese Beziehungen stieß ich immer wieder beim Schreiben des Gedichts).

Herzliche Grüße
Norbert
17.02.2021 | 16:32 Uhr
Hallo Norbert,

ja das mit der Hoffnung ist so ne Sache ...
Man sollte im Hier und Jetzt leben, aber man will gerne was anderes, das was man grade nicht hat.
Manchmal ist das gut, manchmal schlecht.
Ein Stern für dein Gedicht.
Du hast in den 1. beiden Zeilen die Worte am Beginn groß geschrieben. Hat das eine Bedeutung oder ist das ein Versehen?
Ansonsten ein gutes Gedicht mit Raum zum Nachdenken.

LG
Deine Juli

Antwort von Flowerpowder am 17.02.2021 | 19:32 Uhr
Hallo, liebe Juli,

Vielen, lieben Dank für Dein schönes Feedback, über das ich mich sehr gefreut habe und auch für den Stern!

Dein Review hat mich auch nachdenklich gemacht: Das Sehnen nach dem, was man gerade nicht hat, ist das Hoffnung oder ein uns permanent innewohnender Drang nach Änderung, der uns einfach immer weiter zum Tun antreibt - egal wie gut wir uns momentan fühlen (der Esel, der auf's Eis geht)? Ist dieses Sehnen nach Veränderung und die Hoffnung dasselbe?

So - die Frage hätte ich schon mal - jetzt fehlt nur noch die Antwort ... *grins* ...
Nein: Ich denke mit Hoffnung bezeichnen wir doch eher das Vertrauen auf eine bessere Zukunft vor allem in unguten Situationen. *fragend guck*

Ich hatte kürzlich noch ein schönes Bild gelesen: Die Hoffnung aus Sicht des Pessimisten ist das schöne zarte Rosa am Horizont von dem er weiß, dass er es niemals erreichen wird.

Die beiden Worte schrieb ich in Großschreibung, weil sie betont gelesen werden sollen. Das ist nicht schön - ich weiß; ich hätte die Worte viel lieber kursiv geschrieben (die hieroglyphischen HTML-Tags waren mir aber dann doch zu umständlich).

Herzliche Grüße
Norbert
15.02.2021 | 17:17 Uhr
Lieber Norbert,

ansich sind es die Reimgedichte die ich am liebsten mag. Ich empfinde sie meistens harmonischer und flüssiger. Hier auf FF habe ich jedoch auch die ungereimten Gedichte sehr schätzen gelernt. Dieses Gedicht lässt sich, obwohl nicht gereimt ganz fließend lesen und es ist inhalts-und gedankenreich. Was mir sehr gut gefällt.
Es ist gut, hoffnungsvoll zu sein. Andererseits haftet an der Hoffnung der Beigeschmack einer Vertröstung. Unter den Instrumentarien der Macht nimmt die Hoffnung einen großen Platz ein. Jede Ideologie bedient sich ihrer. Deshalb wird sie häufig zu einer trügerischen Erwartung.

Herzliche Grüße
herbstlady

Antwort von Flowerpowder am 15.02.2021 | 17:46 Uhr
Liebe Herbstlady,

vielen, lieben Dank für Dein schönes Review, über das ich mich sehr gefreut habe.

Auch ich mag die Reime sehr, probiere aber auch gerne die altgriechischen Metriken aus - und finde sie auch sehr ästhetisch.

Ich freue mich, dass Du hier den Lesefluss lobst! Da dies mein erstes Gedicht in dieser Metrik ist, freue ich mich besonders über dieses Lob.

Ja: "Vertrauen in die Zukunft" versus "Verharren und auf bessere Zeiten warten" sind Auswirkungen der Hoffnung. Bringt man sie mit Ideologien zusammen, wird er zweite Aspekt wohl betont.
Als ich das Gedicht schrieb, kannte ich folgendes Sprichwort noch nicht: "Hoffen und Harren macht manchen zum Narren." Ich finde, es passt recht gut zum Gedicht.

Herzliche Grüße und bleib schön gesund!
Norbert
15.02.2021 | 08:11 Uhr
Lieber Norbert,

ein schönes Gedicht von dir.

Die Hoffnung ist wichtig, sie lässt uns glücklich und vertrauensvoll sein. Aber man darf den Bezug zur Realität nicht vergessen.

Liebe Grüße
Elayne, mit der Hoffnung auf Frühling und frühere deutsche Freiheit.

Antwort von Flowerpowder am 15.02.2021 | 17:37 Uhr
Liebe Elayne,

vielen, lieben Dank für Dein Feedback!

Ja - Hoffnung und Vertrauen sind ein paar. Vielleicht bilden sie zusammen mit dem Glauben ein magisches Dreieck und mit der Liebe an der Spitze eine magische Pyramide (das fiel mir gestern Abend nach dem Schreiben so ein).
Ja - die Realität ist das Leben.

Ganz, ganz liebe Grüße
Norbert
(der sich auch hoffend nach einem Stück (neuer?) Normalität sehnt)
14.02.2021 | 21:17 Uhr
Lieber Norbert!
Was für ein stilistisch schwieriges Gedicht.
Aber auch inhaltlich hat es mir sehr gut gefallen.
Stern ist angeheftet.

Ohne Hoffnung könnten wir nicht leben.
Aber – du kennst ja meine kontroversen Reviews manchmal – weil es so schön passt,
denn auch du hast die Hoffnung sehr differenziert reflektiert.
Du kennst ja die Büchse der Pandora aus der griech. Mythologie?
Pandora hätte sie nie öffnen dürfen, aber sie, ganz neugieriges Weib, entließ damit alle der Menschheit bis dahin unbekannten Übel wie Arbeit, Krankheit und Tod. Als letztes entströmte die Hoffnung.
Und nun gibt es eine Interpretation von Nietzsche:
Zeus wollte nämlich, dass der Mensch, auch noch so sehr durch die anderen Übel gequält, doch das Leben nicht wegwerfe, sondern fortfahre, sich immer von Neuem quälen zu lassen. Dazu gibt er dem Menschen die Hoffnung: sie ist in Wahrheit das übelste der Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert :)

"Und ich habe mich so gefreut!" sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde.
Du hast dich gefreut - ist das nichts?

Liebe Valentinstagsgrüße.
Valentinstag... nicht nur ein Tag für Liebende, sondern auch, um lieben Freunden Danke zu sagen.
Ganz egal, wie kalt der Winter ist, mögest du niemals frieren und immer Menschen um dich haben, die dich wärmen.
R ◆

Antwort von Flowerpowder am 15.02.2021 | 17:31 Uhr
Lieber Spatz,

vielen, lieben Dank für Dein schönes Feedback, über das ich mich wirklich sehr gefreut habe (über den Stern auch)!

Ja - der Stil oder das Metrum sehen schwierig aus, obwohl es mir eher leicht viel - es scheint mir also zu liegen.

Zur Büchse der Pandora schrieb ich vor einiger Zeit ein Gedicht - es ist eine wunderschöne Göttersage!
Die Interpretation Nietzsches dazu kannte ich auch - vielleicht sogar aus einem Deiner Reviews (wahrscheinlich sogar!! *grins*). Aber ich weiß nicht, ob Hoffnung wirklich als Hilfsmittel für zu erleidende Qualen bezeichnet werden darf (?) - ich würde sie nach wie vor für sehr wertvoll, für einen unserer höchsten Werte halten - auch wenn sie sorgsamen Umgang erfordert (vor allem in den guten, kraftvollen Lebenslagen).

Über Deine Idee mit der Freude musste ich schmunzeln: Du hast recht! Alleine das "sich Freuen" ist wertvoll, ebenso dass "Hoffen an sich". Die Zukunft wäre auch ohne die Vorfreude, auch ohne die Hoffnung eingetreten, nicht?

Oh ja - die menschliche Wärme, die wünsche ich Dir auch - selbst an den wärmeren Tagen ...

Ganz, ganz liebe Grüße und bleib schön gesund!
Norbert
14.02.2021 | 21:09 Uhr
Hallo Norbert,

da hast Du also Deine Ankündigung (aus Deinem Review zu meinem letzten Gedicht), Dich an den sapphischen Strophen in ihrer Klopstockschen Variante (mit wanderndem Daktylus) zu versuchen, recht schnell in die Tat unmgesetzt - und genau wie ich es erwartet hatte, ist dabei etwas sehr Schönes entstanden!

Und etwas Geistreiches auch. Ganz typisch für Deine Lyrik ist dabei, daß die erste Strophe noch recht dicht am Alltagsleben ist und wie ein kleines Stilleben erscheint, während der Ton dann von Strophe zu Strophe immer philosophischer wird. Und dies führt dann zu einer Art Resümee in der letzten Strophe, in der Du einerseits den Wert der Hoffnung herausstreichst, aber auch ansprichst, daß sie so etwas wie ein "süßes Gift" sein kann.

Vielen Dank für dieses sehr gelungene Werk!

Liebe Grüße,
Thomas

Antwort von Flowerpowder am 15.02.2021 | 17:17 Uhr
Hallo Thomas,

vielen Dank für Dein sehr schönes Review! Ich habe mich hier besonders über Deine positive Rückmeldung gefreut, da ich noch nie etwas in sapphischen Strophen geschrieben hatte.
Der wandernde Daktylus fiel mir überraschend leicht und das Ergebnis gefiel mir auch selbst gar nicht so schlecht.
Dein Vergleich der Hoffnung mit süßem Gift gefällt mir ausgesprochen gut!

Da ich zum Thema Hoffnung schon seit Langem etwas schreiben wollte, das Gedicht auch nicht allzu lang werden sollte und Reime bei so schwierigen Themen gar nicht so einfach sind bzw. auch gar nicht so gut passen, nahm ich die sapphischen Strophen - wie Du sagst - recht schnell in Angriff. Und der Wander-Daktylus reizte mich ohnehin.

Du hast mit Deinem Review schon Recht: Aus zweierlei Gründen beginne ich meist mit Szenen nahe am Alltagsleben:
Ich selbst hasse Gedichte, bei denen schon der erste Vers schwierig zu verstehen ist. Außerdem finde ich auch beim Schreiben gerne zuerst meine "Wohlfühlzone", in der es sich leichter schreibt - und woraus auch gedankliche Triebe oft nachvollziehbarer sprießen, als aus dem Nichts.
Der zweite Grund ist viel verrückter: Oft kenne ich beim Beginn eines Gedichts nur das Ende. So wähle ich einen beliebigen leichten Start (hierzu bieten sich Alltagsszenen an), um dann behutsam und "logisch" zum Ende hinzuführen.

Dies mag eine strukturierte Vorgehensweise mit rotem Faden, usw. vortäuschen, bleibt aber in Wirklichkeit völlig meiner Fantasie überlassen.

Liebe Grüße und bleibe gesund!
Norbert
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