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Autor: Velaris Wolf
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
11.02.2021 | 16:00 Uhr
Hi Velaris,

na das ist ja mal eine extreme Variante von: Das Seelenband ablehnen.

Dass Rhys hier unberechenbar wird und niemanden sehen will, ist verständlich. Allerdings hätte ich eher mit vernebelten Bergen gerechnet, als mit nur einem Zimmer. Das verbinde ich eher mit Tamlin.

Feyres Reaktion fand ich ehrlich gesagt schon in den Büchern extrem, als sie Rhys verletzt im Matsch zurückgelassen hat und ihn zuvor noch gezwungen hat in seinem Zustand den Wind zu teilen. Aber nach ein paar Tagen des Nachdenkens, ist ihr selbst klar geworden, dass sie überreagiert hat und sie brauchte diese Auszeit.
In dem Szenario, das du hier beschreibst, reagiert sie nur noch verletzend und (selbst)zerstörerisch. Sie handelt auch ohne Sinn und Verstand. Das Seelenband abzulehnen ist eine Sache, aber den Nachthof zu verlassen eine ganz andere. Schließlich steht der Krieg bevor, ihre Schwestern sind auf sie angewiesen und das Bündnis mit den Königinnen hängt von ihrer Mitarbeit ab. Zudem wird sie gejagt, von Tamlin, von Hybern, von Tarqin und vom Herbsthof, um nur einige zu nennen. Sie mag mächtig sein, hat aber keine volle Kontrolle über ihre Kräfte und keinen Platz, der für sie sicher wäre. Unterm Strich verhält sie sich wie ein trotziges Kind. Kein Wunder, dass Mor das nicht ernst nimmt. Diese trotzige Tendenz hat Feyres Charakter auch in den Büchern und sie ist ja auch noch blutjung, gerade am Anfang. Aber dort übernimmt sie auch immer die Verantwortung, gewinnt nach und nach an Reife und wächst am Ende über sich hinaus.

Läßt Du die Geschichte so enden, oder schreibst du an einer Fortsetzung? Auf das Wiedersehen von Rhys und Feyre nach dieser Aktion wäre ich gespannt.

Wenn ich so darüber nachdenke: im Real Life entspräche Feyres Situation einem Don´t fuck in your own factory -worst case-Szenario. Das macht es wirklich schwierig, denn auch wenn sie die persönliche Beziehung zu ihrem Chef / Kollegen beendet, müssen sie ja trotzdem weiter zusammenarbeiten. Zumindest, wenn sich alle professionell und erwachsen benehmen. Ob Rhys und Feyre das wohl könnten?

Liebe Grüße,
Merit-ites

Antwort von Velaris Wolf am 11.02.2021 | 19:06 Uhr
Hey

Dass er sich auf das Zimmer beschränkt, soll seine extreme Selbstkontrolle zeigen, die zwar am wanken ist, aber trotzdem weiter besteht. Er ist niemand, der wie Tamlin, einfach jemanden verletzen würde. Aber da eine Selbstkontrolle auch eingeschränkt sein kann, müssen die anderen auf Abstand gehalten werden. Zudem würde ein Ausbruch über das Zimmer hinaus im Camp ziemlich viel für...naja wie soll ich es nennen...im Camp herrscht sowieso schon Widerstand und das würde das noch bestärken wenn sie erkennen, dass ihr High Lord "schwach" ist.

Feyres Reaktion kam mir spontan, aber ich finde sie auch nicht so extrem überraschend. Ich fand es in den Büchern überraschender. Egal was auf sie zukam, sie hat alles gleich gemeistert und war nie überfordert. Hier wurde ihr glaube ich einfach alles zu viel, zu viel Druck von allen Seiten. Sei es das Band, das die Zielscheibe eines jeden Feindes auf sie nagelt, oder der Krieg, in dem sie die rettende Rolle spielen soll. Dabei hatte sie vor Monaten doch noch nichts mit dieser Welt zu tun, bisher hat sie sich doch "nur" um ihre Familie kümmern müssen. Und jetzt lastet die ganze Welt auf ihren Schultern. Da sind glaube ich alle Sicherungen durchgebrannt als ihr vieles klar wurde und naja...sie hat leider alles an der Person ausgelassen, die sie am meisten unterstützt.
Auch in den Büchern fand ich ihre Reaktion grausam. Den Retter, der alles für sie, alles für jeden außer sich selbst, geben würde, einfach liegen lassen wie...ich weis nicht wie man das beschreiben kann.

Ich denke es wird noch eine Fortsetzung geben. Wann mir wieder so eine spontane Eingebung kommt und ich so ein Kapitel in nur wenigen Minuten getippt habe, weis ich nicht. Ich hätte Ideen in verschiedene Richtungen...Happy End (ihr wird ihre Überreaktion klar und sie kommt zurück) oder auch Katastrophe schlechthin (Rhys fängt an sich komplett aufzugeben, weil sein Anker in der Welt weg ist)...sooo viele Möglichkeiten.

Danke auf jeden Fall für das Teilen deiner Gedanken. Du siehst vieles so wie ich es sehe.

Lg Velaris
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