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Autor: Flowerpowder
Reviews 1 bis 7 (von 7 insgesamt):
23.03.2021 | 21:25 Uhr
Guten Abend Norbert!

Ist schon einige Zeit her, dass dieser Alert aufgeploppt ist, aber da es gerade der unterste Eintrag in meiner Liste ist, dachte ich mir >gehe ich da mal bei, bevor er weg ist<! ;-)

So sehr ich deine Gedichte auch mag, bei diesen alten Vermaßen fehlt mir der Zugang zum Genießen! Ich kann sie lesen und den Inhalt verstehen und über die Reime staunen – aber der tiefe Zauber des Ganzen bleibt mir verborgen...

Dennoch möchte ich sagen, dass auch dieses Gedicht für mich zauberhafte Momente gehabt hat. Besonders angetan hat es mir >>gefangen umrunden die Zeiger<<, was für eine himmlische Beschreibung einer Uhr!! Und dann auch noch am Ende die Verbindung von „Wandel-Trauben“ in „Zeit-Wein“ *tiefe verneig* Das war auch ein ganz wunderschöner, zeitloser Augenblick!

Herzliche Grüße
Ramona

Antwort von Flowerpowder am 24.03.2021 | 17:59 Uhr
Guten Abend, liebe Ramona!

Vielen, lieben Dank für Dein schönes Feedback, über das ich mich natürlich - wie immer - wieder sehr gefreut habe!

Ja, das ist genau das Problem an den Gedichten in altgriechischen Metren:
Sie sind aufwändig zu schreiben, reimen sich normalerweise nicht (die Reime hier sind fast schon "Mißbrauch" *grins*) und begeistern Leser, die sich mit diesen Metren nicht auskennen nicht. Und so gut wie niemand kennt die alten Metren, ich habe sie ja auch eher zufällig ausgegraben, um mit ihnen zu "spielen" .. *grins*
... aber auf der anderen Seite fühle ich mich ein bisschen als ihr ... hmmm ... Restaurator? "Museumswächter"? Retter? Leichenplünderer? *lach*

Halte Dich fest: Ich hatte kurz die Idee, den Verlauf der Corona-Pandemie in diesem Versmaß in einem Tagebuch-ähnlichen langen Werk zu verdichten ... wahrscheinlich wäre ich dabei "verendet" (an Weltschmerz). *grins*

Ach ja - vielen, lieben Dank auch für die lobenden Worte ...
... ich selbst halte das Gedicht übrigens für extrem gut gelungen.

Du siehst: Heute habe ich einen sehr selbst-ironischen Tag, meist ein sehr gutes Zeichen für meine Laune. Kein Wunder bei ein paar Tagen Urlaub und solch herrlichem Frühlingswetter wie heute!

Ganz, ganz liebe, sonnige Grüße und bleib schön gesund
Norbert
03.03.2021 | 14:14 Uhr
Lieber Norbert,

mit diesem Gedicht ist dir wieder ein Werk gelungen, vor dem ich ehrfurchtsvoll den Hut ziehe. Es wäre falsch, würde ich dir sagen, ich hätte alles verstanden. Um es verstehen zu wollen, muss man sich wohl Zeile für Zeile, Vers für Vers usw. vornehmen. Auch gäbe es zu jedem von ihnen etwas zu sagen.
Doch auch meine Zeit springt gerade dahin, wo ich nicht will und schert sich kein bisschen darum, ob ich es schaffe, ihr zu folgen bzw. sie auszufüllen.
Wir wissen nicht, wohin die Reise gehen wird, die vor uns liegt. Wir meinen, wir hätten den Weg nicht verlassen und dennoch finden wir uns gerade an einem Ort wieder, den wir nie angestrebt haben. Doch Stillstand gibt es nicht, schon gar nicht bei der Zeit. Ich sehe es an meinen Enkeln, wie sie wachsen, sich entwickeln und sich auf ihr Leben freuen, ein Leben, von dem sie noch nichts wissen - oh glückliche Kindheit!!!
Wird es je den Wandel zu einem besseren Sein geben? Streben das die Menschen nicht seit jeher an?
Wir leben in unserer Zeit, lass es für uns eine wertvolle und erfüllte Zeit sein, denn wir haben keine andere.

liebe Grüße
Maggie

Antwort von Flowerpowder am 03.03.2021 | 17:42 Uhr
Liebe Maggie,

vielen, lieben Dank für dieses sehr schöne Feedback, über das ich mich sehr gefreut habe!

Ja, die Zeit scheint für uns richtungslos und in verschiedener Geschwindigkeit zu springen. Aber vielleicht sind das eher wir selbst und unsere Gedanken? *grins*
Zumal uns nun einmal mit zunehmendem Alter weniger Zeit zum Leben bleibt ... :-(

Stillstand kann es nie geben: Du sprichst das Wachstum an. Aber auch die Evolution wird sich neue Wege suchen. Dummerweise läuft diese nicht zielgerichtet ab, sondern springt einfach in verschiedene Richtungen, bis sie wieder so ein kleines Optimum gefunden hat.
Insofern wird sich das bessere Sein bestenfalls über viele, viele Generationen hinweg entwickeln. Ob die nächsten Veränderungen für uns eine bessere Welt bedeuten werden? Ich glaube, dass wir jetzt bereits wieder zurück beim Thema Hoffnung sind ... *grins* ... aber eine Änderung (wohin auch immer) wünschen wir uns in der derzeitigen Situation ja ohnehin alle!

Ja - die wertvolle, erfüllte Zeit ist ein guter, hoffnungsvoller Wunsch!

Ganz, ganz liebe Grüße
Norbert
31.01.2021 | 09:55 Uhr
Lieber Norbert,

es freut mich sehr, dass du hier wieder etwas veröffentlicht hast.

Ich finde das Gedicht hat eine außergewöhnliche Form. Ohne dies jedoch genauer erklären zu können, da ich ja wenig über Gedichtarten, Versmass usw. weiß.

Besonders gut gefällt mir „Wandel und Zeit sind ein Paar“. Zeit kann z.B. auch Trauer in Erinnerung wandeln.

Eigentlich ist ja „Zeit“ eines der meist gebrauchten Hauptwörter der deutschen Sprache. Man sollte also denken dass wir genau wissen was dieser Begriff bedeutet. Viele stellen sich die Zeit wie ein Raster zwischen Vergangenheit und Zukunft vor. Ich habe mal gelesen „Dreifach ist der Schritt der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft hergezogen, Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen, Ewig still steht die Vergangenheit“ .

Einen schönen Sonntag wünscht dir
herbstlady

Antwort von Flowerpowder am 31.01.2021 | 18:26 Uhr
Hallo liebe Herbstlady,

Vielen, lieben Dank für Dein sehr schönes Feedback, worüber ich mich sehr gefreut habe!

Ja: Wandel und Zeit sind ein Paar. In diesem Zusammenhang wollte ich zuerst schreiben "Wandel ist Werkzeug der Zeit", bevorzugte dann aber doch das "Wein-Bild".
Dein Paar Trauer/Erinnerung ist natürlich auch ein sehr schönes, treffendes Beispiel.

Ja - man sollte annehmen, dass die Zeit (die wohl zum Teil auch von uns selbst gemacht ist) bekannt und trivial ist. Und dennoch verführt uns das Thema Zeit immer wieder auf's Neue zum Nachdenken, Grübeln und Philosophieren. Erstaunlich, nicht?
Das von Dir erwähnte Zitat ist natürlich auch interessant - ich kannte es nicht.

Dir noch einen schönen Sonntagabend und auch schon einmal eine gute Woche
Norbert
31.01.2021 | 09:36 Uhr
Lieber Norbert,

was für ein schönes, philosophisches Gedicht.
Danke, dass du es mit uns geteilt hast.

Obwohl es ja eigentlich beängstigen müsste, dass der Wandel der Zeit im Moment nicht gut aussieht, hast du es geschafft das Positive, die Hoffnung durchzubringen und das Ganze nicht bedrückend zu schildern.
Es liest sich lockerleicht, die Sonne verschlingt den Nebel, daran müssen wir uns festhalten.
So ist es und darauf hoffe ich.

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag,
Elayne

Antwort von Flowerpowder am 31.01.2021 | 18:35 Uhr
Liebe Elaynr,

Vielen, lieben Dank für Dein schönes Feedback, über das ich mich wieder sehr gefreut habe!
Ich freue mich natürlich sehr,muss Dir das Gedicht gefällt.

Irgendwie scheinen meine Gedichte (humorvolle ausgenommen) immer schwerer zu werden, was aber auch den momentanen Einschränkungen geschuldet sein kann.
Insofern habe ich mich besonders darüber gefreut, dass Du das Gedicht als "locker" bezeichnest.

Eigentlich sehne ich mich momentan mehr nach einem beschleunigten Wandel, als nach dem Verharren in der derzeitigen Situation - natürlich getragen durch die Hoffnung und eine optimistische, positive Lebenseinstellung.

Auch Dir noch einen schönen Sonntagabend und bleib schön gesund!

Ganz, ganz liebe Grüße
Norbert
30.01.2021 | 21:01 Uhr
Hallo Norbert,

wie schön, daß Du uns mal wieder mit einem neuen Werk verwöhnst. Noch dazu mit einem höchst ungewöhnlichen, denn ein Strophengedicht in Reimen (mit jeweils drei Reimwörtern) in antiken Distichen zu schreiben, dürfte vor Dir wohl keiner versucht haben!

Abgesehen von der formalen Raffinesse ist Dir natürlich auch noch ein sehr kontemplatives Werk über die Zeit, unser subjektives Zeitempfinden und den stetigen Wandel des Seins, der ohne Zeit nicht möglich wäre, gelungen. Am besten gefällt mir eigentlich die drittletzte Zeile:

"Wandel und Zeit sind ein Paar: Zeit wandelt Trauben in Wein."

Das ist sehr bildhaft und zugleich tiefgründig. Alles in allem also mal wieder ein wirklich sehr lesenswertes Gedicht, das Du uns hier freundlicherweise vorgestellt hast!

Liebe Grüße,
Thomas

Antwort von Flowerpowder am 31.01.2021 | 18:16 Uhr
Hallo Thomas,

Vielen Dank für Dein sehr schönes Feedback!

Ja - die gereimten Distichen hatten mich schon immer gereizt, und hier habe ich es zum erstenmal probiert. Es war unverhältnismäßig viel Mühe - und ich würde es kein zweites Mal versuchen - auch wenn ich selbst den Versuch auch für gelungen halte.

Den zweiten Teil des Verses, den Du angesprochen hattest, hatte ich zuerst als "Wandel ist Werkzeug der Zeit" geschrieben - der Wein erschien mir dann noch bildhafte und klarer.

Ja: Das dumme am Wandel (an der Evolution) ist eben, dass er nicht zielgerichtet verläuft, sondern nur auf lokaler Optima (Optimierung der Anpassung einzelner Gattungen) ausgerichtet ist. So ist die Richtung nicht vorbestimmt.
Und diese Unbestimmtheit lässt natürlich auch Spekulationen in alle Richtungen offen.

Auf der anderen Seite: Es gibt so vieles - gerade bzgl. Voraussagen, aber auch bzgl. äußerer und innerer Einflüsse, das wir nicht kennen und nicht begreifen können. Insofern sind auch da den Mutmaßungen keine Grenzen gesetzt.

Insofern finde ich die Frage "Wo springt die Zeit wohl hin?" gerade in der jetzigen Zeit tatsächlich brennend interessant.

Liebe Grüße
Norbert
30.01.2021 | 17:42 Uhr
Lieber Norbert!
Da gratuliere ich dir mit einem Sternchen zu deiner nächsten Veröffentlichung.
Ist ein tolles Gedicht in hochwertigen Versen dazu geworden.
Liebe Grüße.
R ◍

Antwort von Flowerpowder am 31.01.2021 | 18:01 Uhr
Lieben Dank, lieber Spatz!

Erstmal freue ich mich, dass Dir das Gedicht gefällt und bedanke mich ganz herzlich für Dein Feedback!

Mein Buch hat noch Zeit und wird so im März erscheinen. Da muss ich mich dann erstmals mehr mit Online-Lesungen usw. beschäftigen, was mir sicher auch neue Erfahrungen bescheren wird - ich bin gespannt!

Alles Liebe - und bleib schön gesund
Norberz
30.01.2021 | 17:34 Uhr
Mein lieber Norbert,

wie habe ich die Zeilen vermisst. Nein, natürlich nicht die, die sind ja frisch aus dem Kopf entsprungen, aber so ganz allgemein.

Schön, dass du wieder hier etwas veröffentlichst.

Ich maße mir nicht an, dieses Werk schon abschließend zu beurteilen. Ich glaube das würde auch nicht gehen, wenn ich es 10 mal gelesen hätte. So kann ich dir nur meinen ersten Eindruck zurückgeben. WOW. Nun das ist natürlich etwas kurz, entspricht aber meinem Empfinden im Moment recht genau. ^^

Die Zeit. Wäre sie einfach zu verstehen, man bräuchte keine Physiker um sie zu erklären. 4. Dimension, linear, auch was für clevere Ausdrücke hat man ihr schon gegeben. Doch wirklich erfassen, geschweige denn erklären das kann nur ein Dichter.

"Fühlen wir uns auch in dunkleren Zeiten behütet, geborgen?
Warten wir dann auf den Sprung hin zu der helleren Zeit?"

Also aktueller kann man die Zeit gar nicht beschreiben. Die Frage ist also nicht: Was ist die Zeit? Sondern: Was ist sie für uns. Wie nehmen wir sie wahr, wie begreifen wir sie, oder eben auch nicht.

Viel mehr will ich gar nicht sagen. Schließlich war ich ja der Meinung mein WOW sagt schon alles.

Gut, gelungen, empfehlenswert, willst du noch mehr hören? Na dann auch noch ein Sternchen. ^^

Liebste Grüße

Martin

PS.: Es gab Probleme bei FF. Keine Alerts bezüglich neuer Geschichten und jetzt geht es wieder und das Erste war tatsächlich Deines. ^^

Antwort von Flowerpowder am 31.01.2021 | 18:52 Uhr
Lieber Martin,

vielen, lieben Dank für Dein Wow-Feedback mit Deinem Wow-Sternchen, über das ich mich natürlich wieder sehr gefreut habe!

Ja: Die Zeit ist ein so unscheinbares, aber eben auch emotionales und unfassbare Wesen, dass man sie in endlos vielen Facetten beschreiben kann. Bringt man sie dann noch mit dem Wandel (des Klimas, der Menschen, des Menschen, der Gesellschaft oder was auch immer) in Verbindung, wird der Interpretationsspielraum natürlich so unendlich groß, wie die Zeit selbst.
Und genau diese Gedanken ziehen sich eben durch das Gedicht, wie auch die Wahrnehmung der Zeit: Wir scheinen die Zeit ja auch noch subjektiv als unstetig zu empfinden, weil sie in guten Momenten vermeintlich fliegt, in schlechteren schleicht.

Und ja: Auch der Titel "Wo springt die Zeit wohl hin?" ist - zumindest in meinen Gedanken - der aktuellen Situation geschuldet.

Ich wünsche Dir noch einen angenehmen Sonntagabend und schon einmal eine gute neuecWoche.

Herzliche Grüße
Norbert
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