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Autor: Dina Falke
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt):
28.01.2021 | 09:57 Uhr
Hallo! ^^

Ich bin es wieder. Hoffentlich bist du nicht enttäuscht, dass es nur „wieder ich“ bin. Aber in den letzten Tagen habe ich scheinbar etwas mehr Zeit – oder müsste eigentlich lernen, aber verkrieche mich zur Ablenkung mal wieder irgendwo anders und komme dann nicht zu Potte, wir kennen es sicher alle. Was es auch ist: Ich habe dein viertes Kapitel gelesen und schwupp, hier mein Review; kürzer, logischerweise. Hoffentlich.

Nochmal kurz zum letzten Review: Ich hoffe und schätze mal, dass Ehrlichkeit und Ausführlichkeit nichts Schlechtes ist. Und warum sollte ich einen Kommentar schreiben, wenn ich sowieso nur für einen Satz Zeit habe? Gut, ich verurteile niemanden, der das macht, denn jeder darf das schreiben, was er will. Aber ich möchte gerne helfen, wenn ich kann, und da fasse ich mich ungern kurz und übersehe alles, was man vielleicht übersehen könnte. Dauert zwar länger, lohnt sich jedoch hoffentlich auch. :)

Hier waren vermehrt Rechtschreibfehler, fehlende Worte, fehlerhafte Großschreibung und so weiter. Vielleicht solltest du dir den Text vor dem Hochladen noch einige Male (laut) durchlesen oder, da man Flüchtigkeitsfehler dann trotzdem gerne überliest, noch jemanden drüberlesen lassen. Oder aber du lässt deinen Text ein oder zwei Tage ruhen, bevor du ihn hochlädst. Das hilft auch dabei, beim Drüberlesen alle Fehler zu finden, weil du dadurch Abstand gewinnst und Betriebsblindheit vermeidest.

Und dies hat sogar noch einen guten Nebeneffekt: Du kannst durch ein lautes Lesen besser herausfinden, auf welchen Satzabschnitt du Wert legst. Beispiel (abgetippt und hoffentlich fehlerlos, deine Geschichte kann man schließlich nicht kopieren): „Die Augen blutunterlaufen und ihr Gesicht war verzerrt zu einer wilden Maske, wie die eines Tieres, während sie versuchte, den Pfleger zu beißen.“
Hier hast du drei interessante, atmosphärisch wichtige Aspekte drin: Ihr Aussehen, ihr Verhalten und der Vergleich mit einem Tier. Drei in einem Satz. Natürlich sollte man nun nicht drei Sätze daraus machen, wir wollen schließlich kein Hauptsatz-Geflecht. Doch am besten suchst du dir das unter den Aspekten raus, das am schwersten wiegt.
Ist es ihr Beißen? Geplatzte Äderchen in den Augen? Oder der Vergleich mit einem wilden, gar tollwütigen Tier? Ich tippe stark auf Letzteres. Doch damit endet dein Satz nicht und somit bleibt dem Leser eher im Gedächtnis, dass das Mädchen biss (und beißen ist, zumindest in meinen Augen, gewöhnlicher als wie ein Tier auszusehen). Dein Satz steigert die Spannung also, indem das Aussehen immer verruchter und gefährlicher wirkt, erhält seinen Höhepunkt beim Tiervergleich – „während sie ihren Pfleger biss“ – und fällt steil. Die Atmosphäre wird nicht mehr ganz so gut aufgebaut.
„Das Mädchen schrie und tobte, biss ihre Pfleger und mit ihren blutunterlaufenden Augen und verzerrtem Gesicht wirkte sie wie ein wildes Tier.“ Hier hallt das ‚wilde Tier‘ nach wie ein Echo und bleibt hängen. Das ist zwar nur eine Idee von mir, aber vielleicht siehst du es genauso und magst irgendwann deine bereits geschriebenen und zukünftigen Kapitel nochmal überlesen und schauen, ob du deinen Sätzen auch anderswo verschenktes Potenzial gegeben hast. Es ist zwar nur ein Satz, den ich jetzt auseinandergenommen habe, aber an diesem kann man hoffentlich recht gut nachvollziehen, was ich meine. Und das ist bloß eine Kleinigkeit. Bei den meisten Geschichten lohnt es sich nicht einmal, sowas zu bemängeln.

Weiter im Text.

Mir sind es ein paar zu viele Wiederholungen. Kleines Mädchen, kleines Mädchen, junge Frau, junge Frau, junge Frau. Aber deutlich besser als ein Ansturm aus Haar- und Augenfarben, also okay. Vielleicht ab und an mal ein ‚ihre Augen‘ statt ‚Augen der jungen Frau‘. Klar, zwei weibliche Personen sind in dieser Szene. Entweder du schaffst es also, dass aus dem Kontext klar wird, wer von den beiden weint oder aber es wird ein kleiner Junge.

Folgt der wörtlichen Rede ein Begleitsatz, kommt kein Punkt hin. „Blablabla“, sagte sie. Ohne Punkt. Ausrufezeichen und Fragezeichen dürfen noch verwendet werden, aber kein Punkt. Das ist wichtig. Einigen Lesern dreht sich der Magen um, wenn sie sowas sehen und sind schleunigst über alle Berge und werden deine Geschichte wegen so einer Kleinigkeit nicht lesen. Und das wäre schade, oder?

Endlich mal ein Alby, der nicht durch und durch freundlich ist. Mensch, hat es mich in den vielen Romance-Geschichten hier immer aufregt, dass er nur aufopferungsbereit, höflich, erfahren und wunderbar verständnisvoll war und man einfach alle seine negativen Eigenschaften weggelassen hat (und trotzdem hat sich noch nie jemand in ihn verliebt, es ist unglaublich). Hier ist er wenigstens misstrauisch und direkt. Grob, gelegentlich knapp, unfreundlich und praktisch veranlagt war er zwar noch nicht, aber ich freue mich trotzdem über ihn.

Wobei ich mich frage, warum sie ‚nur‘ in den Bau kommt. Ich meine, dass Erinnerungen zurückkehren ist schließlich nicht unmöglich – aber eben immer mit einem Griewerstich und verabreichten Serum verbunden. Wieso vermuten sie nicht, dass auch sie gestochen wurde, das Serum jedoch schon vor der Box (oder heimlich von einem anderen der Lichter) verabreicht wurde? Etwas mehr Misstrauen würde verständlich sein, aber der Bau ist auch in Ordnung.

Nicht nur Alby, auch Newt ist besser! Er ist nicht nur freundlich, nein. Jetzt sind seine Lichter in Gefahr und er kann genauso knapp und rau sein, wie er charakterisiert wurde. Deine Charaktere haben Schwächen und ‚schlechte‘ Charaktereigenschaften, das mag ich. Es verleiht allem hier so viel mehr Tiefe. Ich glaube, ich werde fast Fan deiner Geschichte.

„Newt setzte sich nicht. Er würde nicht bleiben.“ Ich mag diese Sätze, diese Szene. Es ist originell und das ist schon ein großes Lob, vor allem bei einer Geschichte vom ersten Mädchen auf der Lichtung. Mittlerweile glaube ich, dass deine Fanfiction anders verlaufen wird als die der anderen. Vielleicht nicht komplett, aber die Kleinigkeiten sind neu. Ich bleibe wohl auf jeden Fall am Ball.

Fertig. Und schon wieder bei tausend Wörtern, mensch. Ich muss mich übrigens etwas zurückziehen, denn gerade habe ich gelesen, dass du die Bücher gar nicht alle gelesen hast. Ich glaube, Alby und Newt wurden im Film gänzlich anders charakterisiert und auch das Griewerserum-Erinnerungs-Dilemma (mit Gally, der sie ja auch nicht leiden kann, wie es ganz am Anfang erwähnt wurde) ist nicht vorhanden. Falls ich deswegen hier etwas falsch deute: Sorry. ^^“

Dann sind wir wieder mal beim Ende angelangt und es war in Ordnung. Ich habe es gerne gelesen und werde gerne weiterlesen. Ich bin schon gespannt, was du und deine Geschichte noch alles für Ideen präsentieren und wie es sich weiterentwickeln wird. Bis sicherlich irgendwann!

Liebe Grüße
Kritzelmotte

Antwort von Dina Falke am 28.01.2021 | 16:19 Uhr
Vielen lieben Dank für deinen Review.
Und wieso sollte es mich stören dass es "nur wieder du" bist? Ich mag es, dass du meinen Text auseinander nimmst, denn nur so kann ich mich verbessern.
Da ich nicht allzu gut darin bin und nicht ausreichend Know-how besitze (Wie man im letzten Kapitel sehen kann ^^), was Rechtschreibung und Grammatik, Kommasetzung etc. (Wegen Schule und so ^^") angeht, bin ich wirklich froh über deine Hilfestellung.
Ein/e Betaleser/in habe ich nicht, da ich nicht viele Kontakte auf FF.de habe. (Eigentlich hab ich gar keine Kontakte, wenn ich genau überlege) Bin auch noch nicht allzu lang dabei. Aber egal, ich schweife ab. :D

Nun ich habe versucht in diesem Kapitel umzusetzen, was es zuvor zu "bemängeln" gab. Und ich lese noch die Bücher, was du ja weißt. Habe heute erst das mit Gally und dem Stich gelesen, also weißt ich jetzt zumindest darüber bescheid.

Es ist auf jeden Fall sehr hilfreich, dass du mir sagst was ich verbessern könnte und sollte. Vielleicht hilft es mir ein paar Leser mehr anzulocken. Und selbst wenn nicht, dann ist es halt so und ich kann es in Zukunft besser machen.

Liebe Grüße
Dina
23.01.2021 | 19:30 Uhr
Hello! :)

Ich weiß tatsächlich gar nicht so recht, wie ich dieses Review beginnen soll.

Tatsächlich bin ich schon vor einiger Zeit auf deine Geschichte aufmerksam geworden, allerdings hatte mich damals weder der Titel noch die Kurzbeschreibung dazu gebracht, wirklich aufmerksam einmal hineinzuschnuppern. Vielleicht habe ich mir irgendwann doch einmal das Vorwort durchgelesen, ich weiß es nicht, allerdings nie weiter.

Heute habe ich deine Geschichte mal angeklickt, was jedoch eher der Tatsache zu verschulden war, dass sie mir ganz oben angezeigt wurde. Ich habe im dritten Kapitel also daraufhin ein bisschen hin und her gescrollt (wie es die Langeweile nunmal erzwingt) und dachte mir: Es ist schön formatiert. Es gibt Absätze, die hübschen Guillemets, die Namen der originalen Charaktere wurde richtig geschrieben und man wird nicht gezwungen, die Worte irgendwie entziffern zu müssen.

Was jetzt recht seltsam und logisch klingt, ist hier gerne mal schon eine Seltenheit. Und obwohl mich die Idee noch nicht eingenommen hat, habe ich einfach mal reingelesen. Und das Resultat zweier Kapitel plus Prolog sieht folgendermaßen aus:

Personaler Erzähler! Für mich persönlich ein Augenschmaus, normalerweise sucht man den hier zu Tode. Trotz des Rufes, so die Gefühle und Bindung zum Protagonisten nicht aufbauen zu können, hast du das recht gut hinbekommen. Es sind sehr viele Gedanken; für mich ist das ungewohnt, geht aber.

Ich mag Mia – aber ich weiß nicht, warum. Also: Es ist nicht so, dass ich sie übermäßig sympathisch finde oder mir keinen besseren Protagonisten vorstellen könnte, nein, dafür kenne ich sie noch nicht lange genug. Auch ihre Charakterisierung im Prolog unterscheidet sich nicht wirklich von der vieler anderer weiblicher Protagonisten: ängstlich, irritiert und hilflos irgendwie. (Zusatz: Warum ist der Prolog nicht das erste Kapitel? Er schließt direkt an das Zweite Kapitel an und ist auch in allen anderen Aspekten genauso aufgebaut, wie alle anderen auch.)

Auch ihr Vertrauen zu Newt kommt schnell. Das, zusätzlich zu deinem ersten Vorwort und dem ‚Romance‘ als Kategorie kann ich mir schon irgendwie denken, worauf diese Geschichte hinausläuft. Wenn Newt und sie sich wirklich verlieben, dann nimmt sowas natürlich die Spannung. Und zwar sehr. Aber vielleicht überraschst du uns auch alle und kommst dann urplötzlich mit Zart um die Ecke. Oder Jeff. Ich mag die beiden zusammen, irgendwie.

Ansonsten sind es wenige Fehler, was ich schonmal loben muss. Die Dialoge mag ich auch. Sehr interessant und originell und sie gehen runter wie flüssiger Honig. Allgemein lässt sich deine Geschichte sehr schnell, einfach und leicht lesen. Und es werden Gefühle beschrieben statt nur genannt – halleluja, es muss mein Glückstag sein. Richtig toll.

Was ist also meine Zusammenfassung? Ich weiß nicht, ob ich deine Geschichte jemals gelesen hätte, wenn mir nicht langweilig gewesen wäre. Die Kurzbeschreibung ähnelt mir inhaltlich zu sehr allen anderen Geschichten, in denen ein Mädchen auf die Lichtung kommt. Wenn nichts anderes passiert als in all den anderen Fanfictions, gut, dann ist das eben so. Ansonsten würde ich mich hierbei eher auf das konzentrieren, was deine Geschichte von allen anderen unterscheidet.

Allerdings hat es sich gelohnt. Nun, allzu viel ‚Neues‘ ist noch nicht passiert, allerdings sind es eben auch nur zwei Kapitel bisher. Auch die Blume und die Ohnmacht (?) könnte noch spannend werden. Bei letzterem gehe ich davon aus, dass jetzt alle Erinnerungen zurückkehren. Mal schauen, wie es sich entwickeln wird.

Ich merke mir deine Geschichte also einfach mal und schaue sicherlich nochmal vorbei. Bei deinen schnellen Kapiteln werde ich zwar sicherlich nicht hinterherkommen – bin nämlich nicht nur lahm im Schreiben von Reviews, sondern auch im Lesen – aber vielleicht schreibt man sich nochmal? Das Lesen war auf jeden Fall sehr angenehm und, wer weiß, vielleicht entwickelt sich deine Geschichte irgendwann noch in eine ganz andere Richtung und du reißt uns alle aus den Socken?

Wie dem auch sei. Jetzt kann ich dir nur noch ein schönes Restwochenende wünschen. Bis irgendwann.

Liebe Grüße
Kritzelmotte

Antwort von Dina Falke am 23.01.2021 | 20:49 Uhr
Wow...
Vielen lieben Dank für deinen Review.
Sowas haut mich gerade etwas aus den Socken, da die meisten Reviews aus einem einzigen Satz bestehen. Und das du so ausführlich (und ehrlich) schreibst, überrascht mich. Es macht mir auch überhaupt nichts aus, dass du nur aus Langeweile reingelesen hast. Bei den ganze Fanfictions ist es sowieso ein Wunder wenn die eigene überhaupt einer liest.

Um zurück zum Review zu kommen:
Ich bin mir noch nicht sicher in welche Richtung die Handlung geht. Aber dein Verdacht des Pairs kann ich leider nicht aus der Welt schaffen. Es ist offensichtlich, was eigentlich nicht mal beabsichtigt war. Aber Shit Happens.

Nun ich würde mich freuen wieder von dir zu lesen und wünsche dir ebenso ein schönes restliches Wochenende.

Dina
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