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Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
27.03.2022 | 13:50 Uhr
Hallöchen IcarusFellForTheMoon,

so, nachdem ich deine Geschichte nun schon geraume Zeit auf der Liste habe, kommt endlich der verdiente Kommentar! Die verdiente Rückmeldung.

Ich glaube, ich habe deine Kurzgeschichte jetzt tatsächlich schon ziemlich oft gelesen / überflogen und war immer wieder gefangen. Gefangen in der Idee, der Vorstellung. Verliebt in einfach alles. Ah.

Schon dein Beginn ist wunderschön; wie du dir Zeit lässt, um über seine Hände zu sprechen. Diese Hände, die ihn ja auch irgendwie ausmachen, die wichtig für ihn sind. Diese Hände mit den langen, schlanken Fingern, die irgendwie oft so zart und filigran wirken. Ich war sofort verliebt. Hin und weg. So oft verliebt; immer wieder neues Herzklopfen.
Und dass es Sukunas Empfindungen sind, hat es irgendwie noch einmal in ein ganz anderes Licht gerückt? Hat den Zauber dunkler, aber nicht weniger anziehen gemacht?
Und auch später gehst du so wundervoll auf sein Erscheinungsbild ein. Seine Augen, seine Ausstrahlung. Sein ganzes Wesen. Mein Herz hat gekribbelt, ist gehüpft. In meiner Kehle hat sich alles zusammengezogen und ich wollte weinen, wollte das nicht länger ertragen.

Und wie du dann von dieser Sanftheit ... dieser ... fast schon poetischen Stille zu jener erotischen Szene und dem Wort „gefickt“ kommst, hat mich irgendwie abgeholt. Es hat die Stimmung nicht zerstört, es hat sie verändert. Gebrochen und neu zusammengesetzt. Hat irgendwie Ekel erzeugt, Verwirrung. Trauer und Misstrauen. (Ich finde es in Fanfiktions übrigens immer so faszinierend, dass diesem Fluch so eine Libido zugesprochen wird. Ob es daran liegt, dass er einmal menschlich war? Weil er menschlich aussieht? Ich bin fasziniert.)

Morgentau, Minze und Waschmittel sind wundervoll und gewählt; deine ganze Satzstruktur ist einfach nur schön! Auch hier finde ich es wieder so ... harmonisch, wie du von ... der Szene mit jener unbekannten Frau zu ... ihm allein wechselst. Seinen Empfindungen. Fushiguru hatte dort gelegen. Es roch nach ihm. Natürlich, immerhin ist er in dessen Körper. Er ist da und dennoch nicht. Sukuna ist mit ihm und dennoch allein.

„Des toten Schamanen“ – und Herzen brechen, können sie nochmal neu zusammengebaut werden? Irgendwie? Ganz verquer? Fraglich ...

Und dann WIEDER dieser Umschwung ... ich habe das Gefühl, dass ich mich wiederhole, aber ich habe das Gefühl, ich besehe mir hier ein kleines Juwel, ugh. Yuji und Nobara, die Anschuldigungen und dann DAS, was Sukuna nicht ausspricht. Was er erreichen will, was dort in ihm ist. Der letzte Faden, dass Fushiguru noch irgendwo in seinem Körper ist, dass er nicht die Seite gewechselt hat. (Und das auch noch nach drei Jahren ... das ist pure Verzweiflung ... Hoffnung, die vielleicht schon gar keine mehr ist. Ein Klumpen kalt gewordenes Metall) Dass er nur so lang alles zerstören muss, bis er sich regt, es nicht mehr mit sich machen lässt. Wie eindrücklich ist das bitte? (Wie kreativ?!)

„„Ich habe ihn gerettet! Er wäre jetzt tot“, knurrt der Fluch. „Ohne mich würde sein Körper unter der Erde verwesen, wäre jetzt Asche und Staub.“ Er klingt zerknirscht und nicht nur, weil die Augenbinde seine Zuneigung zu Megumi durchblickt hat. Der Gedanke a“ → hier bricht der Satz mittendrin ab, sollte das so sein, oder ist durch die Formatierung vllt was verloren gegangen? <3

Es ist SO gut gewählt, dass du erst am Ende aufklärst, wie es zu dieser Gräueltat gekommen ist. Wie du uns alle im Unwissenden lässt und mit uns spielst, bis wir erfahren dürfen, was dem Jungen mit den Rabenfederhaaren zugestoßen ist. Was Sukuna vorhatte, was er sich wünschte. Ihn für sich allein. Ich muss dabei immer an Chobits denken und die Geschichte innerhalb des Manga „Die Suche nach dem Menschen für mich allein“.

Also ja ... ich bin gnadenlos, restlos begeistert. Bin zerstört, gebrochen und verliebt. Spüre Frühling und Winter zugleich, liebe das irgendwie offene Ende und mein Kopf arbeitet. Kreiert mehr. Malt, blutrot und pastellblau.

Ich danke dir so sehr für diesen wundervollen OS, der mich jedes Mal mitnimmt, wenn ich ihn anklicke!
Danke.

Ganz viel Liebe,
Fuchs

Antwort von IcarusFellForTheMoon am 27.03.2022 | 19:07 Uhr
Hallöchen Zuckerfuchs :D

Erstz mal vielen Dank für deine detailreiche und lange Review. Ich glaub ich hab mich noch nie so sehr über einen Kommentar gefreut. Du wirst mir daher auch sicher glauben, wenn ich beichte, dass ich sie mit einem Strahlen im Gesicht mehrmals gelesen habe. Teils war ich auch schon peinlich berührt vor lauter Lob und Aufregung.

Ich glaube, man merkt direkt, dass ich selbst ganz vernarrt in Megumi bin. Wie du schon sagst, sind seine Hände einfach essentiell für diesen Charakter, aber ich selbst finde Hände einfach so komplex und ästhetisch, dass ich nicht anders konnte, als da ins Detail zu gehen. Im Grunde entspricht da Sukunas Wahrnehmung von Megumi so ziemlich meiner, nur obsessesiver, leidenschaftlicher, anbetender. So schlimm es sich auch anhört, finde ich aus diesen Gründen auch die Dynamik so spannend, obwohl oder gerade weil sie so toxisch ist.

Habe allgemein einen Hang zur Tragik, Romantik und Poesie, was ich in Bezug auf Liebe auch sehr passend finde, aber in Bezug auf Sukuna fehlt da ein Kontrast á la Schauerromantik. Von daher fand ich das Einbauen von Vulgarität, Ekel, Erotik und dem Grotesken passender, auch wenns mich selbst vielleicht Überwindung kostet so zu schreiben.
Glaube dass der Grund, warum das Fandom Sukuna so eine Libido zuspricht ist, dass wie du sagst, dass er zum einen mal ein Mensch war, aber zum anderen "thirstet" das Fandom auch selbst nach ihm. Ist ja mit Eren Jäger im AOT Fandom nicht sonderlich anders. Dazu kommt, dass wir bzw. ich mir Sukuna nicht als sonderlichen Romantiker vorstellen kann (außerdem halte ich ihn auch nicht für den Frauenfreund Nr1) , was für mich bedeutet, dass sein Begehren für jemanden eher körperlicher Natur ist und eher makaber, grotesk, vulgär, gewaltvoll und wie schon oben angemerkt obsessiv und sehr leidenschaftlich und sinnlich. (Irgendwie geht diese hohe Libido für mich auch Hand in Hand mit "Frauenfreund Nr1"-Sein so wie auch bei Naoya Zen´in, denn für einen Sexisten liegt der Wert einer Frau darin wie gut sie ihn bemuttern oder sexuell befriedigen kann. Was natürlich nur meine Interpretation von Sukunas Charakter ist)

Dass der Satz in der Hälfte abbricht tut mir leid, da war ich wohl unkonzentriert oder wurde iwie abgelenkt.

Als ob es an Tragik nicht gereicht hat, wollte ich das ganze noch makaberer und tragischer machen, denn was gibts tragischeres als Mord durch Diejenigen, die einen am meisten liebten, als einen Tod der dadurch herbeigeführt wurde, dass man diese Person eigentlich vor diesem bewahren wollte. Natürlich baut die Platzierung am Ende auch die meiste Spannung auf. Wäre es am Anfang hätte man nicht keine schöne Spannungskurve.

Nochmal vielen lieben Dank für so einen ausführlichen Kommentar.

Liebe Grüße
Icarus
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