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Autor: Ann Morgan
Reviews 1 bis 25 (von 56 insgesamt):
24.04.2021 | 20:41 Uhr
Liebe Ann,

ich kombiniere in diesem Review mal ein Review auf diese spezielle Fanfiktion und meine Antwort auf deine Antwort auf mein Review der 1. Waffenbrüder-Geschichte.

Ja, die vier Musketiere als zwei Pärchen ist für mich einfach zu stark abweichend vom Orginal. Hineingeklickt in deine Geschichte habe ich trotzdem, weil es hier auf fanfiktion.de einfach nur eine sehr überschaubare Anzahl an Musketeer-Fanfiktions generell gibt, und ihr eine größere Chance gegeben und richtig reingelesen habe ich tatsächlich, weil mir deine "Einführung in die Storysammlung" gut gefallen hat. Sie machte deutlich, dass du das Slash-Problem siehst, zeigst direkt, dass du dich generell um Orginaltreue und Historizität bemühst, und gibst ein gutes Beispiel von deinem angenehmen Schreibstil.
Tatsächlich gefallen mir bei dir Athos und D'Artagnan in Staffel 1 auch viel besser als Porthos und Aramis in Staffel 2. (Was wirklich erstaunlich ist, weil ich Aramis am liebsten mag und ich deswegen trotz der Abweichung vom Original dieses Pärchen viel spannender finde als dein Hauptpärchen.) Ich glaube, es liegt wirklich daran, dass du ihnen eben viel weniger Zeit gibst, zusammen zu finden, und dass du tatsächlich auch ihren Hintergrund veränderst und ihnen dort schon sexuelle Erfahrungen mit Männern hineinschreibst. Bei Athos und D'Artagnan konnte ich leichter anknüpfen : Sie waren am Anfang bezüglich ihrer sexuellen Vorlieben ungefähr so, wie ich sie kenne, und ich habe dann ihre langsame Entwicklung mit erlebt. Bei Porthos und Aramis hast du uns zwar die Beziehung miterleben lassen, aber eben nicht den Wandel bezüglich ihrer Sexualität. Darüber hinaus hast du, wenn ich mich recht erinnere (diese Fanfiktion habe ich auch noch vor einigen Tagen gelesen - im Übrigen aber außer diesen Waffenbrüdern-Geschichten noch keine Fanfiktions von dir, wie du richtig vermutet hast), bei Porthos und Aramis etwas weniger "verzehrende und sich noch nicht erfüllende Leidenschaft und Liebeskummer" drin als bei Athos und D'Artagnan, so dass ich etwas weniger mitgefühlt habe bezüglich ihrer romantischen Zuneigung.
Ich fürchte, dass deswegen vielleicht generell die Teile der Waffenbrüder-Reihe, die du schon geschrieben hast, die sind, die mir mehr liegen. Aber wer weiß... Es ist auf jeden Fall schön zu hören, dass du Ausdauer hast und weiter machst!

Nichtsdestotrotz hast du jedenfalls die Beziehung von Porthos und Aramis grundsätzlich plausibel und gefühlvoll beschrieben und es gab viele Szenen, die ich wirklich sehr gerne gelesen habe!
Die oben genannten schon in deiner Einführung deutlich gewordenen Stärken (sehr angenehmer Schreibstil, Interessen an Serientreue und historischer Korrektheit) ziehen sich ganz klar auch durch diese Waffenbrüder-Fanfiktion, so dass mir auch diese viel Freude gemacht hat. Und auch zukünftig werde ich deine Szenen mit Porthos und Aramis sicher mit besonderem Interesse lesen.
Ich mag auch deine Vorgeschichte, in der sich die drei kennen lernen, sehr gerne. Ich glaube, meine Lieblingszene der frühen Vorgeschichte ist die Szene in der Bar (um Porthos Satz "„Nun – weil es der Wahrheit entspricht!“" herum).

LG, Ilcuvi
18.04.2021 | 19:14 Uhr
Nun ist schon wieder eine Geschichte zu Ende. Aber da wir ja erst am Anfang der zweiten Staffel sind, wird es hoffentlich noch einige weitere Waffenbrüdergeschichten geben.
Jetzt weiß also auch d'Artagnan, wie sich die drei, dank ihm nun vier, unzertrennlichen kennengelernt haben. Und so macht er es durch seine Bekundung gegenüber Aramis nur umso deutlicher.
Das Wetter in deiner Geschichte dagegen hätte ich die letzten zwei Woche echt gebrauchen können. Es ist echt kein Spaß bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt über mehrere Stunden draußen zu arbeiten. Erst Recht, wenn dazu noch beißender Wind und immer wie Schnee-/ Regen- und Hagelschauer kommen.
Und damit sind wir auch schon am Anfang der zweiten Staffel. Gott selten habe ich einen fiktiven Charakter von der ersten Minute so verabscheut wie diesen Mann. Unseren vier Freunden geht es da ja wie man sieht ähnlich.
Schmunzeln musste ich, als ich gelesen habe, dass Rochefort Minou am Zügel führt. Sie hat ihn doch nicht etwa abgeschmissen? Offensichtlich hat auch sie ein Gespür dafür, wer ein guter Mensch ist und wer nicht. Kluges Pferd.
Jedoch war auch ich dann beim Schauen der Serie etwas von seinem weiteren Handeln irritiert, wie es unseren Musketieren ja auch geht. Aber manchmal ist der erste Eindruck doch der richtige wie sich ja dann auch bei dir hoffentlich noch zeigen wird.
Daher mache ich es jetzt den vier Unzertrennlichen gleich, auch wenn ich keinen Alkohol trinke sondern gemütlich zu Abend essen werde um dann gestärkt die letzten beiden Geschichten auch noch zu reviewen.
Und auch Athos und d'Artagnan lasse ich mal in ruhe ihre seltene Zweisamkeit genießen. Nach dem Abenteuer und dem Undank des Königs haben die beiden es schließlich mehr als verdient.
Da denkt man, dass Kapitel ist zu Ende und dann war das doch nur mal wieder die erste Hälfte.
Denn da war ja noch was. d'Artagnans Frage, für welche nach der Nacht im Heuschober auf Grund der sich überstürzenden Ereignisse keine Zeit gewesen war. Aus seiner Sicht erscheint die Frage nur berechtigt und Athos versteht ihn auch nur zu gut, er kann ihn mittlerweile lesen wie ein offenes Buch.
Und ja den Auftritt in der Garnison wird d'Artagnan definitiv nicht mehr los. *Lach*
Athos Antwort auf die Frage hat mich wiedermal sehr bewegt, denn hier zeigt sich erneut die tiefe Freundschaft und das Vertrauen, welches unter den vier Unzertrennlichen herrscht.
Zuletzt also noch die beiden Namensgeber dieser Geschichte. Manchmal kann man den Menschen, welchen man gerade am dringendsten braucht herbeireden.
Und mit diesen Worten lasse ich unsere vier Unzertrennlichen jetzt endgültig ihre wohlverdiente Zweisamkeit genießen.

LG
Auma
18.04.2021 | 18:43 Uhr
Jap das ist definitiv ein echtes Benefitkapitel anders lässt es sich nicht beschreiben und die zwei tun gut daran Athos Rat zu beherzigen und die Tür zu verriegeln. Es gibt halt Sachen, da will man keine ungebetenen Gäste haben. Daher will ich auch nicht viele Worte verlieren, sondern nur sagen, dass mich dieses Kapitel sehr berührt hat. Vor allem aber die Zärtlichkeit mit welcher Porthos am Anfang Aramis gegenüber ist. Denn er hat Recht, Aramis ist immer noch ein wenig verletzt.
Und dann Porthos Geständnis und natürlich Aramis Reaktion darauf. Da war es dann wirklich um mich geschehen.

LG
Auma

Antwort von Ann Morgan am 10.05.2021 | 19:22 Uhr
Und das schiebe ich noch hinterher :-)!!!

Hallo, liebe Auma!

Hach ja – genau das sollte es sein – ein „Benefit“-Kapitel in mehrfacher Hinsicht :-))!!!

Beim Tür verriegeln sind wir uns mehr als einig!! Natürlich habe sie nicht daran gedacht, als sie aus der Situation heraus (erstmal) in aller Unschuld brüderlich das Bett teilten... Aber trotzdem *zwinker*...

Nein – das ist ein Kapitel, bei dem man gar nicht viele Worte verlieren muss. Eine solche Szene sollte man bestenfalls genießen, nicht analytisch zerpflücken :-))
Und mit der Bemerkung, dass es Dich sehr berührt hat, vor allem Porthos‘ Zärtlichkeit, lässt Du mir das Herz weit werden und zauberst auch heute wieder ein breites, glückliches Lächeln auf mein Gesicht!!!
Und dann Porthos‘ Unsicherheit, seine Furcht, morgen könnte doch wieder alles falsch sein – und Aramis‘ Reaktion, wie er endlich voll Sicherheit sich auf den Freund einlassen kann – dass Dich das dann nochmal ganz besonders berührt – ohhhh, Du *superbreit glücklich lächele*!

Ganz, ganz lieben Dank auch für dieses emotionale Review!!!

Bis ganz bald und GLG
Ann
18.04.2021 | 18:34 Uhr
Ein sanfter Einstieg in das Kapitel, welches das lang erwartete und dringend notwendige klärende Gespräch zwischen den beiden beinhaltet. Bei Aramis Antwort auf die Aussage, dass es ja irgendwann für ihn kommen musste mit den Frauen musste ich jedenfalls sehr lachen. Wobei man Belmars Satz "Das kann uns nicht passieren" durchaus auch doppeldeutig aufgreifen kann.

Und ich kann Porthos nur rechtgeben: Dieses Gespräch muss unbedingt unter vier Augen stattfinden und man muss auf beiden Seiten Ruhe und Muße dafür haben. Auch schön wie du an dieser Stelle wieder Details wie die Blutergüsse von Aramis erwähnst. Das kann in der Tat je nach Größe und Stelle mehrere Wochen und zum Teil sogar Monate dauern, bis die vollständig verschwunden sind.
Tja Wein um die Hemmungen zu lockern und ein bisschen alltäglich? ins Gespräch einsteigen ist vielleicht in Anbetracht des Themas keine schlechte Idee. Und manchmal muss man Mann einfach bei der Ehre packen, da ist das Wort Feigling die einfachste Variante, zumal gegenüber einem Soldaten.
Aramis Gedanken konnte ich wunderbar nachvollziehen. Er ist eben ein Kind seiner Zeit und damals spielte Kirche und ihre strenge Lehre ja noch eine viel größere Rolle als heute, zumal im katholisch geprägtem Frankreich. Insofern ist die starke Selbstanklage, welche Aramis hier vollzieht keinesfalls zu Überdramatisiert. Aber auch Porthos Reaktion darauf ist wieder nur ein Spiegel dessen was sie erlebt haben und wie sie aufgewachsen sind.
Des Weiteren Aramis ich sag jetzt mal Geständnis, dass er nicht nur einer einzigen Person gehören könne finde ich sehr gut, da es wie ich finde seine Charakter in dieser Hinsicht sehr gut beschreibt. Doch hat er offensichtlich nicht damit gerechnet, dass Porthos in mittlerweile so gut kennt, dass er es schon längst selbst erkannt hat. Die drei Unzertrennlichen eben. Besonders schön finde ich Porthos Beschreibung von Aramis großer Herzensgüte. Das trifft es ziemlich auf den Punkt finde ich.
Und dann versucht Porthos ihm klar zumachen, warum es für ihn kein Problem ist so eine Beziehung zu führen und warum er Aramis Freundschaft so sehr schätzt. Ich glaube so offen hat Porthos noch nie über seine Vergangenheit geredet. Aber das er es jetzt Aramis gegenüber tut, zeigt nur wie tief das Vertrauen zu ihm ist und auch wie wichtig Porthos es ist, das Aramis versteht, was es ihm bedeutet eine solche tiefe Freundschaft und ja auch Liebe wieder zu haben.
Um ihn zu zitieren: Ja manchmal ist es so einfach.
Und wie die Zwei dann das Bett miteinander teilen ist einfach nur süß, auch wenn die beiden bei dem Wort sicher heftig protestieren würden.
Aber es musste ja noch was kommen, denn da fehlt ja noch einer. Ich würde sagen perfektes Timing. Ich musste jedenfalls herzhaft lachen wie ich mir die Szene bildlich vorgestellt habe.
Manchmal kommt eben auch Athos seine stoische Ruhe abhanden.
Diese Ansprache von Aramis gegenüber den beiden ist der perfekte Abschluss kann ich nur sagen.

LG
Auma

Antwort von Ann Morgan am 10.05.2021 | 19:16 Uhr
Hallo, liebe Auma!

Endlich habe ich mal wieder ein wenig Zeit, Deine wunderschönen Reviews zu beantworten :-)!
Also gehen wir gedanklich zurück an den Beginn der drei Unzertrennlichen, eine Zeit, die ich durch diese Geschichte einfach total liebgewonnen habe!

Jepp – endlich kommt es in Ruhe zum klärenden Gespräch zwischen Porthos und Aramis. Letzterer hätte vielleicht gerne darauf verzichtet – herrje, was dachte er, würde Porthos ihm sagen??? Aber unser guter Porthos lässt das nicht durchgehen.
Vorher noch etwas Geplänkel mit Belmar und Montpellier – ganz unrecht hatten die beiden sicher nicht, dass Aramis sich bei seinen amourösen Abenteuern einfach irgendwann ein blaues Auge holen musste... sei es wörtlich oder im übertragenen Sinn, und wir wissen ja, dass es im Laufe der Jahre nicht besser wird *aufstöhn*!
„Das kann uns nicht passieren“ – damit wollte Belmar sicher klarstellen, dass sie zu clever für sowas sind – für Aramis war es natürlich eine Steilvorlage *schmunzel* Wunderbar, dass ich Dich damit ein wenig zum Lachen bringen konnte!

Ja, das Gespräch benötigt Ruhe und ungestörte Zweisamkeit, definitiv. Freudig überrascht hast Du mich mit dem Hinweis, dass Dir gerade so Kleinigkeiten wie Aramis‘ Blutergüsse gefallen. Ich habe in meinem Leben schon selbst genug Prellungen jeglicher Größe und Couleur gehabt, so dass ich da aus eigener Erfahrung berichte. Ich danke Dir!

Porthos ist nicht ungeschickt – Wein, Small Talk, um die Situation zu lockern. Und das mit dem „Du bist doch kein Feigling“ hat er ja in der Serie in Folge 2x05 „Adel verpflichtet“ tatsächlich Athos gegenüber benutzt (weniger erfolgreich allerdings ;-). Ich vermute, das hat mich hier unbewusst beeinflusst ;-)

Oh – dass Du Aramis Gedanken so wundervoll nachvollziehen kannst, dass Du darin erkennst, wie sehr er Kind seiner Zeit ist, dass es für Dich nicht überdramatisiert ist, freut mich ungemein!!!! Wir im heutigen freien säkularen Deutschland können das kaum noch nachvollziehen, welch starken Einfluss die Kirche damals auf alle Lebensbereiche hatte – rechtlich genauso wie in den Köpfen der Menschen!
Und genau – Porthos‘ andere Sicht spiegelt, wie unterschiedlich sie aufgewachsen sind!!! Das ist der Dreh- und Angelpunkt ihrer Charaktere und des gesamten Konfliktes zwischen ihnen in dieser Geschichte!
Und dann freue ich mich weiter wie blöd, dass Du den Aramis aus der Serie so siehst wie ich: Dass er tatsächlich nicht allein einem Menschen an-gehören kann. Doch seine Erziehung sagt, das ist falsch – deshalb seine riesigen Gewissensbisse Porthos gegenüber (vielleicht sogar noch mehr als gegenüber verheirateten Frauen oder Mätressen fremder Männer, die sicher aufgrund ihrer Lage niemals erwarten würden, Aramis für sich allein zu haben). Er kann sich – noch – nicht gut genug in Porthos hineindenken, um zu erkennen, dass dieser damit kein Problem hat; dass er Aramis längst versteht.
Und Aramis‘ Herzensgüte – für mich eins der ganz wesentlichen Charaktermerkmale des Aramis aus der Serie. Ich bin wirklich felsenfest überzeugt, dass er JEDE seiner Liebschaften auf seine Weise liebt und in dem Moment alles von sich gibt (oookay, außer vielleicht Marguerite, das Kindermädchen des Dauphins; aber auch ihr gibt er lange das Gefühl, exklusiv geliebt zu werden).

Ich habe Porthos in der Serie als jemand empfunden, der sich nicht unbedingt seiner Herkunft schämt, sondern stolz auf sich ist, wie weit er es gebracht hat. Er wird sie aber sicher niemandem auf die Nase binden, und zum Anfang der Musketier-Karriere hatte er sicher auch noch weniger Selbstvertrauen als 5 Jahre später in der Serie. Von daher finde ich Deine Einschätzung sehr passend, er habe sicher noch nie so offen über seine Vergangenheit geredet wie hier – und ganz eindeutig ist es ein Zeichen, wie sehr er Aramis vertraut und dessen besondere Freundschaft schätzt!
Ja – manchmal ist es so einfach *lächel*...

Okay, süß würden die zwei nicht wählen – aber ich bin trotzdem voll und ganz bei Dir (müssen die zwei ja nicht hören, sie liegen eh im Bett und schlafen *zwinker*)!

Jepp – da fehlt noch einer. Denn auch wenn es um „Friends with Benefits“ geht – also Aramis und Porthos – ist es doch zugleich der Beginn der DREI Unzertrennlichen! Und mir war unsagbar wichtig, klarzustellen, wie die Beziehungen der drei zueinander ist!
Naja, und natürlich macht es diiiiebischen Spaß, Athos mal aus seiner stoischen Komfort-Zone zu holen und ihn tatsächlich verlegen herumstehen zu lassen!! *lach*!
Aramis ist das bindende Glied zwischen Porthos und Athos, das war für mich irgendwie schon immer klar, und so ist er es, der die Ansprache hier am Ende hält. Und schon wieder freue ich mich irre, dass das für Dich der perfekte Kapitelabschluss ist!!
Auch wenn das Posting dieses Kapitels und das Erstlesen Deines Reviews schon ein paar Wochen zurückliegen, macht es unheimlichen Spaß, erneut hier einzutauchen und zu schwelgen – im Kapitel und im Review!!! Ganz innigen Dank also dafür!

GLG
Ann
14.04.2021 | 00:35 Uhr
Gedankenspiele Waffenbrüder 2 „Friends with Benefits“ Kapi 12 / …und manchmal eben mehr

Hallo Meisterin der spitzen Feder,

dieses Mal etwas kürzer, aber hoffentlich nicht weniger aufschlussreich….
Ja, das Band zwischen den dreien hat auch diese Klippe erfolgreich umschifft und ist fester den je. Athos weiß nun, was er wissen wollte, nämlich das der den Kleinen beruhigt in den besten Händen zurück lassen kann, zwischen ihnen drei ist alles restlos geklärt und was auch immer zwischen seinen beiden Brüdern stand, scheint nun restlos beseitigt zu sein, so innig vertraut, wie er die beiden miteinander erwischt hat. Für ihn ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, sich leise zurück zu ziehen und die beiden wieder alleine zulassen. Doch Porthos will diesen für ihn so magischen Moment nicht einfach so vorüberziehen lassen, aber Aramis hat in Athos Zügen richtig gelesen und bremst Porthos, wie schon einmal nur mit der sanften Berührung von zwei Fingern ein, bevor er Athos vielleicht noch einmal in Verlegenheit bringen kann ;-) Doch bevor Athos die beiden endgültig verlässt, kann er nicht umhin, die beiden mit einem wohlwollenden Funkeln in den Augen mit der Nase darauf zu stoßen, dass sie vielleicht doch besser man die Tür verriegeln sollten, hab ich den beiden auch schon gesagt, aber die wollten einfach mal wieder nicht hören. Damit wünscht er den beiden auf seine ganz eigene Art noch viel Spaß, der Abend ist ja noch jung ;-)……..

Hui, nu ist der Große aber doch leicht pikiert, als ob er ….in Aramis’ Zustand…..nein also wirklich….. da hat Athos aber jetzt doch was missverstanden…. Aber Aramis versteht und entlässt Athos mit einem Zwinkern und schickt Porthos gleich hinterher um die Tür auch ja zu verriegeln. Porthos mault immer noch verlegen vor sich hin, da schenkt ihm Aramis eines seiner umwerfenden Lächeln und klärt ihn mal kurz auf, alles gut Athos will nur, dass wir sicher sind…..und überhaupt er fühlt sich so gut, wie schon lange nicht mehr.

Porthos ist noch nicht überzeugt, forscht in seinem Blick, und dann sieht er in diesen seelenvollen Augen etwas, das ihm den Atem verschlägt, was er nicht zu hoffen wagte…… da ist Verlangen…..und dieses Verlangen findet Aramis in seinen Augen widergespiegelt, als er ihn mit einem wissenden Lächeln und einem leise geraunten „komm her“ zu sich bittet, dem alten Verführer entgeht nicht die leiseste Regung seines Gegenübers *grins*….. Porthos beginnt zu schmelzen, langsam kommt er auf ihn zu, aber noch zaudert er…..du bist verletzt…. vorhin noch warst du so unsicher……nun wird aber jemand leicht ungeduldig und erklärt energisch, das er nicht aus Zucker ist und verdammt noch mal er will ihn!….. jetzt spricht er es zum ersten Mal wirklich aus! ….. und für Porthos gibt zunächst kein Halten mehr, auch wenn er doch vorsichtig zu Werke geht, er schmilzt weiter…… nein ein Zuckerpüppchen ist der Kleine wahrhaftig nicht, er zeigt es ihm, lässt es ihn in aller Deutlichkeit spüren und der Verführer übernimmt das Regiment…. Porthos lässt sich fallen, gibt sich hin….. bis er ihn einfängt, ihn Stirn an Stirn fixiert…. sie lassen sich nicht aus den Augen. Oookay, kannst du haben, aaaaber dieses Mal spielen wir nach meinen Regeln…..nun ist da doch eine Spur Unsicherheit in seinen Augen, der Verführer ist es nicht gewohnt, die Zügel aus der Hand zu geben……doch, er vertraut ihm, immer und in allen Belangen….sehr gut, auch wenn du nicht aus Zucker bist, heute langsam und piano, austoben können wir uns das nächste Mal….

Nun ist Aramis etwas verwundert…. Und Porthos doch etwas verlegen, aber er zögert nicht einen Augenblick ihm unmissverständlich klar zu machen, dass er zwar weiß, das er nicht ihm gehört, aber nicht desto trotz hofft, dass es nicht das letzte Mal war, dass sie sich so nahe sind und er lässt ihn auch gleich spüren, was er meint. Es sei denn….dir gefällt nicht, was ich hier mit dir anstelle, ouuuh auch Porthos ist in Sachen Verführungskünsten kein unbeschriebenes Blatt, was das Funkeln in Aramis Augen nur all zu deutlich bestätigt……ja es gefällt ihm, was der Große da mit ihm anstellt, er genießt es, lässt sich fallen….gibt sich ihm hin……

Doch die Erinnerung an ihre erste Nacht, bei der die Rollen vertauscht waren, aber Aramis nicht weniger hingebungsvoll und vor allen Dingen, was danach folgte lauert wie ein Schatten in einer dunklen Ecke von Porthos’ Seele…..dann schlägt er zu.

Plötzlich werden die Bewegungen langsamer, die Intensität nimmt ab. Aramis brummt etwas unwillig, will ihn zum weitermachen anstacheln, doch als er sein Minenspiel bemerkt, jagt es ihm einen kalten Schauer über den Rücken, versetzt ihm einen Stich…..da ist Verletzlichkeit und Unsicherheit in Porthos’ Blick, die er so wohl nur ein Mal im Schlosspark zu sehen bekam….und dieses Mal ist es Aramis, der Porthos einfängt, ihn Stirn an Stirn fixiert. Sanft fragt er nach, was er hat. Scheint es zunächst so, als würde er keine Antwort bekommen, so kommt dann doch ein einziger Satz, der mehr sagt als tausend Worte “ Ich will nicht, dass es endet!“…..und Aramis versteht, was Porthos ihm sagen will, er hat Angst einzuschlafen um am nächsten Morgen wieder alleine aufzuwachen, wieder von ihm weggestoßen zu werden. Und Porthos ist Manns genug es, bis auf letzteres, auch auszusprechen was ihn umtreibt, aber das muß er auch gar nicht, den Aramis versteht auch so….er weiß genau, was Porthos durch den Kopf geht….die Verletzlichkeit, die diesem starken Hünen inne wohnt, trifft ihn tief……und abermals verstrickt er sich einen Moment in seinen Schuldgefühlen…..doch dieses Mal lässt er sie nicht die Oberhand gewinnen, denn er erkennt mit einem Mal, dass Porthos ihn und seine Freundschaft genauso braucht, wie die Luft zum Atmen, wie er die seine!

Daß MUSS ein Ende haben, jetzt, hier und ein für alle Mal, und er handelt! Er steht zu ihm, sagt ihm mit aller Deutlichkeit, dass das nicht ihr letztes Stelldichein war…..und in Porthos zweifelndem Blick leuchtet ein Hoffnungsschimmer auf, der ihn mit aller Eindringlichkeit fortfahren lässt…..ja er hat Fehler gemacht und ihn verletzt, hat sein Vertrauen verspielt und alles was er tun kann, ist ihn um Zeit zu bitten, Zeit ihm zu beweisen, dass er unverbrüchlich immer an seiner Seite sein wird, er fleht, „Kannst du das?“ Diese ehrliche Offenheit ist es, die Porthos entwaffnet…..ja er vertraut ihm!.....und jetzt gibt es für sie beide kein Halten mehr….endlich haben sie ihren Gleichklang wieder gefunden, sind wieder eine Einheit…..

Und die Schlußszene einfach süß……Porthos, den immer noch so ein fieses kleines Teufelchen zwickt und ihn davon abhält, sich endlich lang zu legen und den wohl verdienten Schönheitsschlaf wieder aufzunehmen, und Aramis, der in trockenster Athos-Manier daran erinnert, dass er am nächsten Morgen mit Sicherheit noch da sei, schließlich ist es ja sein Zimmer und sein Bett, in dem er sich jetzt doch aber endlich mal breit machen soll, nöh, der hat bestimmt nicht vor auf dem kalten Flur zu pennen ;-)…..ja richtig da war doch noch was…..okay, dann muß er ihn dann wohl doch raus schmeißen wenn er ihn loshaben will…..nöh, heute nacht nicht mehr, hat er ihm in der „Schneenacht“ ja schon versprochen ;-) und die nächsten ungezählten Male auch nicht. Diese Versicherung ist das beste Schlafmittel für Porthos…jetzt kann er sich entspannen und ist hastdunichtgesehen im Reich der Träume….und tatsächlich dieses Mal wacht er nicht alleine auf ;-)))))))))))))))

Jep Aramis hält Wort, er weicht den beiden fortan genauso wenig von der Seite, wie die beiden ihm……bis er ins Kloster geht, aber das ist eine andere Geschichte, zu derwir hoffentlich auch was zu lesen kriegen, Ann mal ganz lieb Sternchenaugen mache und die Poltbunnys vor mir herscheuche!

JA! Ohne dieses Kapi hätte mir persönlich, wie ich dir ja anderweitig gleich nach dem ernsten Lesen schon mitgeteilt habe, an der ganzen Geschichte etwas grundlegendes gefehlt. Da wäre es mir genauso gegangen, wie damals, als ich „Die Gefährten“ das erste Mal im Kino gesehen habe: Häh? Wie jetzt, schon fertig??? Aber, aber…und was ist jetzt mit den beiden, hat Aramis nu kapiert, das er Porthos genauso viel bedeutet, wie der ihm oder wa???? Da hättest du mich aber mit einigen ??? zurück gelassen. Aber so isses gut, so wie es ist. Das war ein guter und runder, für mich absolut in sich stimmiger Abschluß. Auf Dart’s Reaktion auf das Ganze war ich dann natürlich gespannt, wie mein Bogen, aber dazu mehr im nächsten Review.

Unsere Wetterkapriolen haben sich wieder beruhigt, dafür ist es jetzt a…kalt.
Dir noch eine schöne Woche und viel Spaß beim Renovieren, ich bin jetzt fast durch.
Sonnige Grüße aus dem Neckartal

Tina
08.04.2021 | 21:03 Uhr
Hallo liebe Ann,

Awww, die Geschichte aus dem harmlosen Ideenschnipsel ist sehr, sehr schön geworden.

Der Epilog macht die Sache rund. D'Art, der jetzt ja auch weiß, was es mit dem Schnee auf sich hat, muss nicht einmal darüber nachdenken, bevor ist er Aramis Trost und Halt verspricht. Und ebenso selbstverständlich rücken sie zum Schlafen zusammen und nehmen 'Mis in die Mitte. Nur eine Frage lässt D'Art keine Ruhe. Wie intim wurde die Beziehung zwischen Athos und seinen Kameraden? Er ist nicht eifersüchtig, es ist ja auch Vergangenheit, aber wissen möchte er es trotzdem. Und natürlich gefällt ihm der Gedanke, dass sein Geliebter nicht mit den beiden Freunden intim geworden ist, zumindest nicht bis zum letzten Schritt. Für den ganzen Rest: Trost, Hilfe, Treue, Wärme, Unterstützung gegen alle Widrigkeiten, die das Leben ihnen vor die Füße schmeißt, kann er sich auf seine (Waffen-)Brüdern ebenso verlassen, wie sie sich auf ihn.

Und nein, lieber Charles d'Artagnan aus Lupiac in der Gascogne, deinen dramatischen Auftritt bei eurer ersten Begegnung wirst du noch auf's Brot geschmiert bekommen, wenn du alt und grau bist und deine Suppe aus der Schnabeltasse trinkst. Dafür hat man schließlich große Brüder, ne?

Sorry, dass mein Review so lange auf sich warten ließ. Wir haben letzten Freitag unser Wohnzimmer auseinander genommen und ich stecke mitten in der Renovierung. Du weißt schon: Spinnweben in den Haaren, Farbe unter den Fingernägeln und Kleister überall, nur nicht an der Tapete... Meistens bin ich abends so platt, dass ich schlafe, bevor ich richtig auf dem Sofa gestrandet bin. In diesem Sinne und bevor mir die Augen zufallen:

Liebe Grüße und lass dich nicht stressen

Brigitte

Antwort von Ann Morgan am 08.04.2021 | 23:54 Uhr
Guten Abend, meine liebe Brigitte!

Du weißt doch – Deine Reviews liebe ich, völlig egal, wann sie kommen! Und dann musste ich mal wieder superbreit grinsen... Rate mal, was ich ab morgen mache: Renovieren! Zwar nicht das Wohnzimmer, sondern ein Teenie-Zimmer, aber ich beneide Dich ein wenig, weil Du es bereits (zumindest zum Großteil) hinter dir, ich aber noch alles vor mir habe ;-))!! Naja, wenigstens wollen wir „nur“ streichen, nicht tapezieren...

Zum Review:
Jepp – echt, Mensch, wenn man bedenkt, wie das hier angefangen hat und was daraus geworden ist, dann bin ich selbst geplättet!! Und dass gerade Dir das Ganze so wunderbar gefällt - das ist echt die Sahne auf meinem Erdbeerboden :-)))!!!
Und schön, dass Dir auch der Epilog gefällt, er das Ganze rund macht für Dich!!!
Jaaa – so musste d’Artagnan einfach reagieren, und so mussten die vier die Nacht verbringen, mit `Mis in der Mitte *superbreit glücklich lächele*.
Nö – eifersüchtig ist d’Artagnan nicht, aber neugierig. Und mit Sicherheit ist es trotzdem ein schönes Gefühl zu sein, der eine ganz besondere Mensch für Athos zu sein!! Und alles andere – ja, da sind alle vier füreinander da. Im Nachhinein ging mir auf, dass das immer wieder auch in künftigen Waffenbrüder-Geschichten angerissen ist. Und auch in denen davor. Das sind in meinen Augen einfach nicht zwei Pärchen, die nebeneinanderher leben, sondern ein Viererbund, bei dem jeweils zwei eben ein bisschen „mehr“ (oder bisschen mehr „mehr“ ;-) füreinander sind. Hä?? Naja, ich denke, Du verstehst, was ich sagen will :-))!!

Und dann, der nächste Absatz – hach, da könnte ich quietschen wie ein Teenie... Ich liiiebe einfach die Sequenz, wenn d’Artagnan, der junge Heißsporn, das erste Mal die Garnison betritt und sich und sein Anliegen vorstellt – samt Aramis‘ launig-bewunderndem Kommentar „das nenne ich einen gelungenen Auftritt“!!! Und na freilich kriegt er das bis zum bitteren Schnabeltassen-Ende aufs Brot geschmiert – weil es doch einfach zuuuu schön ist *selig grinse*!!

Hach, meine liebe Musketierin: Ich danke wieder einmal und gerade für diese Geschichte ganz besonders von Herzen für das wundervolle Review!!
Ich lass mich nicht stressen – wenn Du dasselbe versprichst!
Ansonsten wünsche ich eine gute Nacht, genieße die Zeit auf der Couch im hoffentlich bald fertigen Wohnzimmer, und bis morgen, wenn Du magst!

GLG
Ann
07.04.2021 | 01:57 Uhr
Gedankenspiele Waffenbrüder 2 „Friends with Benefits“ Kapi 11 / Einer für alle und alle für einen

Hallo Meisterin der spitzen Feder,

an wen mich Porthos schmeißt sich vor Aramis erinnert, tu doch nich so, du weißt genau, wen ich meine!
Der Vergleich mit der hochherrschaftlichen Jagd trifft den Nagel auf den Kopf.
Du erklärst nicht zuviel, selbst, wenn man die Serie gut kennt, das ist genau richtig.
Oookay, dann hab ich das jetzt ja schriftlich, dass der Schmierenkomödiant den Kleenen in Ruhe lässt, wehe wenn nicht, dann fahr ich hier augenblicklich in die Leitung und zerpflück ihn eigenhändig in seine Einzelteile!
Picard – hab mir die 1. Staffel bestellt. Bin zwar ein Jedi und nicht unbedingt ein Trekkie, aber da mein Lieblingsmausketier da mitspielt, muß ich sehen! Hab mir auch noch einen anderen Film mitbestellt „Love and other disasters“, den haben wir gestern geschaut, Santi von seiner knuffigen Seite, war echt gut, auch von der Story her ;-)
Nöh, Frühstück gab’s erst um acht, nach der Visite, aber das Mittagessen saß ihm dann um 11:30h gandenlos im Genick. So gar nicht meine Zeiten….

Jetzt aber zum Kapi…..

Na wenn man so liebevoll betütelt wird, wie von den beiden, kann es einem ja nur besser gehen, vor allen Dingen, wenn man so offen und ehrlich den Rücken gestärkt bekommt und das auch endlich begriffen und akzeptiert hat, dass es so ist und zwar ohne wenn und aber.

Dann kommt der erste Freigang an Porthos’ Seite…..und da liegt immer noch dieser verlamadeite Schnee, Porthos hat Angst vor Aramis’ Reaktion darauf, doch seine Sorge ist unbegründet, der Kleene nimmt ihn gar nicht war. Statt dessen stürzt er sich genüsslich in das kameradschaftliche Geplänkel mit Montpellier und Belmar, das Porthos zunächst doch die Unmutsfalten auf die Stirn treibt. Doch Aramis legt hier eine neue Gelassenheit und Selbstsicherheit an den Tag, als er die Sticheleien der beiden auf seine ihm ganz eigene, so unnachahmliche, charmante und nonchalante Art lässig kontert, dass es Porthos statt dessen ein erleichtertes Lächeln ins Gesicht treibt. Hach, endlich erkenn ich meinen Aramis wieder! Ja Porthos hat allen Grund zufrieden zu sein, wenn er Aramis so sieht und das verdankt der nur der Gewissheit ihrer unerschütterlichen Freundschaft. Aber das noch ausstehende Gespräch liegt im doch schwer wie ein Wackerstein auf der Seele. Er weiß, dass es unumgänglich ist um die letzten dunklen Wolken über ihrer Freundschaft zu vertreiben und das Band zwischen ihnen wieder in seiner ursprünglichen Kraft erstrahlen zu lassen, aber er wartet den richtigen Zeitpunkt ab, fern aller ungebetenen Zuhörer und Ablenkungen, denn das was es zu klären gilt, geht nur sie beide etwas an auch wenn Porthos nicht der Mann ist, der so etwas auf die lange Bank zu schieben pflegt.

Einfach süß, dass er Aramis’ Klopfzeichen aufgreift, doch der scheint im ersten Moment gar etwas überrumpelt zu sein. Auf das zurückhaltende „Herein?“ steckt er doch erst mal den Kopf durch die Tür und fragt sicherheitshalber erst mal nach ob er stört, lässt seine Blicke aber ungeniert über Aramis wandern. Erst als dieser mit einem Mal schutzsuchend die Arme vor der Brust verschränkt, wird ihm bewusst, dass er ihn angestarrt hat. Oh ja mein Lieber, du hättest Beauvais doch den Hals umdrehen sollen, da helf ich dir sofort, dieser……das bringt Aramis, dann doch zum Grinsen…..nu komm schon rein und bring gleich den Wein mit, kennst dich inzwischen ja hier aus. Letzteres kommt in trockener Athos-Manier rüber, das er zunächst mal nicht so recht weiß, was er davon halten soll. Anyway, er tut, wie ihm geheißen, während Aramis sich wieder entspannt und es sich auf seinem Bett bequem macht.
Doch dann rückt er mit seinem Anliegen heraus und sofort ist Aramis bis zum zerreisen angespannt, die Furcht vor diesem Gespräch, die Ablehnung, obwohl er sicher weiß, dass es sein muß, steht ihm ins Gesicht geschrieben und er versucht sich in Ausflüchte zu retten und schaut weg. Jetzt folgt ein, wie ich meine taktisch geschickter Schachzug von Porthos, der ihm unter die Nase reibt, dass er ihn bis jetzt ja eigentlich nicht für einen Feigling gehalten hat. Augenblicklich fährt sein Kopf wieder herum und für einen kurzen Moment lodert ihm ein wütender Blick entgegen, jetzt hat er ihn da, wo er ihn haben wollte, er bringt ihn endlich zum Reden…..

Auch hier handelt er instinktiv richtig, er bleibt ruhig, fragt behutsam nach, wie Aramis auf den Gedanken kommt, das er etwas zwischen ihnen zerstören würde…..und dann endlich erklärt Aramis sich. Porthos reagiert leicht spöttisch, doch der Spott bleibt ihm im Halse stecken, als ihn erneut ein flammender Blick trifft, als er erkennt, wie ernst es Aramis damit ist. Er entschuldigt sich sofort, sagt Aramis, das er weiß wie wichtig Gott und die Kirche für ihn sind und widerlegt doch im selben Atemzug, in einem einzigen Satz auf seine im eigene, einfache und ehrliche Art, warum er das nicht glauben kann…..und er scheint Aramis mit seinen einfachen Worten zum Nachdenken gebracht zu haben, bis er ihm schließlich erklärt, dass er von klein auf damit aufgewachsen ist, dass das was sie geteilt haben Sünde ist, das er nicht einfach aus seiner Haut schlüpfen kann, wie eine Schlange, die sich häutet.

Es ist echt interessant wie hier zwei Welten aufeinander prallen, diese ganze Szenerie hat mich nicht so schnell los gelassen, zumal ich hier definitiv Porthos’s Sichtweise teile, okay jetzt nicht unbedingt alles, aber zumindest was die Kirchenlehre beider Konfessionen angeht, ich andererseits Aramis, in anbetracht der damaligen Zeit aber genauso gut verstehen kann. Ja Porthos kann es akzeptieren, aber nicht, das er ihn deswegen von sich stößt, dass er ihm die Entscheidung, was gut für ihn ist einfach abnimmt. Er kommt auf die Nacht im Schlossgarten zu sprechen und ich finde meine Empfindungen wieder einmal bestätigt. Er hat nicht wirklich verstanden, was Aramis ihm sagen wollte.

Diese Frau, das war dann wohl Schwester Hélène. Dann dieser eine Satz „Ich kann nicht nur dir gehören“ Traurigkeit, weil er es wohl gerne würde, weil er bei Porthos all das findet, das ihm jemand anders nicht zu geben vermag und gleichzeitig wieder die Selbstanklage, weil er es nicht kann. Sie reden sich endlich beide von der Seele, was ihnen wichtig ist, also geht doch!.... aber Porthos scheint mir so langsam am verzweifeln zu sein…. Also zäumt er den Gaul von der anderen Seite auf und erzählt ihm, das er im Hof der Wunder auch mehr als einen Menschen geliebt hat. Aramis ist verblüfft, ob dieser unverblümten Offenheit aber jetzt hat er seine ungeteilte Aufmerksamkeit….und so beginnt er zu erzählen, von seiner Kindheit, seinen ersten Erfahrungen mit den vornehmen Männern und plötzlich ist alle Anspannung von Aramis abgefallen, da ist tiefes Mitgefühl….und dann das Geständnis von Aramis, das ihn das gleiche Schicksal ereilt hätte, hätte sein Vater ihn nicht zu sich geholt…..also lag ich mit meiner Vermutung wegen der Avancen wohl doch nicht so verkehrt….und da ist es wieder dieses Gefühl des verstanden werden, der bedingungslosen Annahme, das er wiederum so intensiv nur bei Aramis findet.

„Bei Gott – und da fragte sich dieser Idiot wirklich, warum Porthos seine Freundschaft suchte?“ Tja mein lieber Aramis, kann ich nur unbesehen unterschreiben! Und er erzählt weiter von Flea und Charon und dem Band, dass sie hatten, wie es zerbrach und was das Band zwischen ihnen beiden, was er ihm bedeutet.

Aramis hüllt sich in Schweigen, denkt lange darüber nach, um dann einfach zu fragen „so einfach ist das für dich?“ Porthos schenkt ihm sein typisches Lächeln, mit dem man die Sonne anknipsen könnte,,,,jep so einfach und nu rutsch man rüber, der alte Mann braucht seinen Schönheitsschlaf und hat sich heute eine weiche Matraze verdient, spach’s und zog die Stiefel von den Füßen…..*mega breit grinsen muß* nu is unser guter Aramis aber doch leicht von den Socken ;-))))))))))) ganz ruhig Brauner, der Große fällt erst wieder über dich her, wenn er keinen blauen Fleck erwischt, wenn er dich anfasst, er ist ja schließlich ein Ehren- kein Edelmann ;-) Da wird doch tatsächlich jemand ganz artig rot, wie echt jetzt? Das hätt ich nun doch nicht gedacht, das es jemand hinkriegt, Aramis erröten zu lassen….und dann kommt doch tatsächlich so etwas, wie ein leises Protestknurren? Oookay, dann muß Onkel Porthos dem Kleinen wohl erst mal erklären, dass es „verschiedene Arten, körperlich Zuneigung und Freundschaft auszudrücken“ gibt und Klein-Aramis hängt gebannt an seinen Lippen, ein sanftes Leuchten in diesen Augen, wegschmelze, okay, ein gelüpfter Deckenzipfel, dann heute die Kuscheldecke bitte! Das gegenseitige Geständnis, dass man froh ist, die anderen in seinem Leben zu haben und weg waren sie im Reich der Träume, hach seufz……

…..und dann ein Klopfen an der Tür, ohh holly Sh… muß das jetzt sein? Ähhhm Jungs, ihr hättet wohl besser man abgeschlossen, n’est pas? Man kann ja schließlich nie wissen, wer da Einlaß begehrt. Er liegt in einem Bett…sicht seins, nicht sein Zimmer, neben sich eine verpennte Stimme „Herein“ und plötzlich durchzuckt es ihn wie siedendes Öl, neben wem er liegt, als sich auch schon die Tür öffnet….und Porthos steht senkrecht im Bett! Oh!....Athos, verlegener Rückzugsversuch, aber da funkt auch schon Aramis dazwischen, nein, nein er will nicht stören…..tust du nicht und ein ungeduldiges rein mit dem Kerl und Tür zu! Nun ist es an Porthos leicht geplättet zu sein, wo nimmt Aramis nur diese plötzliche Gelassenheit her? Vor ein paar Tagen noch, da wäre er…..aber es ist Athos, der da unschlüssig in der immer noch offenen Tür rum steht und nicht weiß, ob rein oder raus, da macht es klick bei Porthos und er und Aramis verstehen sich mal wieder ohne Worte, er gehört dazu, ist unwiderruflich der Dritte im Bunde, also steht er auf, sieht ihn eindringlich an, zieht ihn ins Zimmer und schließt die Tür hinter ihm. Der Ältere wirkt etwas steif, als er Porthos endlich in die Augen sieht und meint, er wollte nur mal sehen, wie’s dem Kleinen geht und direkt danach wieder ein trockener Athos-Kommentar, der aber stande pede von Aramis aus dem Bett gekontert wird, wobei einem der Schalk förmlich anspringt. Öhm, nöh, er denkt gar nix, leichte verlegene Röte, wie der kann das auch, Athos?!? Jetzt ist es Porthos, der unsicher zu Aramis blickt…..zu mir, alle beide!...ein kurzes Zögern, dann setzten sie sich doch in Bewegung, als würde Aramis sie magisch anziehen……und plötzlich liegt da eine knisternde Spannung in der Luft…..zerbricht jetzt ihre Freundschaft…..Porthos überlegt fieberhaft, was tun um zu retten, was zu retten ist…..doch es ist Aramis, der mühsam aus dem Bett klettert, dem sie beide, ohne zu zögern unter die Arme greifen, der sich helfen lässt…..und ihre Unterarme umklammert, als fürchte er sie könnten ihm durch die Finger gleiten, wie kalter Rauch…..und der sie mit seinem leisen eindringlichen Geständnis fester zusammen schweißt, als jemals zuvor…..Porthos weiß nicht, was er sagen soll…..da greift plötzlich eine zweite Hand nach seinem anderen Arm….es ist Athos, er mit einem sanften Lächeln und einer nie zuvor gespürten inneren Ruhe erklärt, das er weiß, was sie teilen und das es in Ordnung ist……und jetzt ist es zu seiner eigenen Überraschung Porthos selbst, der klar stellt, dass Athos untrennbar zu ihnen gehört…..nun ist es Athos, der bis tief ins Innerste berührt ist…..er tritt einen Schritt zurück, doch bevor die beiden anderen protestieren können, folgt die berühmte Geste, die von diesem Tage an zu ihrem Markenzeichen werden sollte…..aaawh Gänsehautalarm!!!!!

Das Kopfkino lässt mich heute nacht ja wieder nicht schlafen, wenn ich dran denke, was im nächsten Kapi kommt erst recht nicht! Ich hatte es nach dem letzten Kapi doch schon geahnt, das dieses von der emotionalen Seite noch mal ein echter Aufwühler wird, bei mir war es auf jeden Fall so! Gedankensalat, hoffentlich verständlich entwirrt ( 3 ½ h), wenn nicht, gib laut, Schreibtisch ätzend fast zusammen gebrochen (wann geht die endlich in die Koje?) und Streichhölzer zwischen die Augen geklemmt, aber das musste jetzt einfach sein ;-)

Sonnige Grüße zwischen Hagel und Schnee aus dem arschkalten Neckartal

Tina
06.04.2021 | 12:17 Uhr
HUHU Ann,

das war jetzt echt der letzte Teil?
Oh man da bin platt. Das ist immer so wenn dann ENDE drunter steht und da ist plötzlich due Geschichte zu Ende.
Ein komisches Gefühl.

Ich hoffe du hattest schöne Ostern und konntest auch mal ein paar ruhige Tage genießen.
Jetzt hat uns der Alltag schon wieder.

Ich wollte dir gerne 2 Kommentare schreibend da eben auch die Story das verdient hat. Ich liebe die Jungs einfach. Deswegen war es hier auch schön, das alle 4 mit dabei waren.
Das war ein gelungener Abschluss.
Wobei ich ein wenig über d’Artagnan Frage an Athos schmunzeln musste.
Ob er mit Aramis und Porthos intim war. Irgendwie kann man es ja verstehen, dass er sich da Gedanken macht.
Da konnte Athos ihn aber beruhigen. Sie sind eben Brüder.

Schön fand ich auch das Porthos hier wieder zu Aramis kam und ihn Trost und Nähe gespendet hat. Ich liebe sie einfach auch wenn ich mich wiederhole.

Ja dieser kleine Erotikteil fehlte einfach noch. Denn er hat das ja erst richtig perfekt zwischen den beiden gemacht. Dieser eine letzte Schritt.
Eine wunderschöne Story. Ich bin so froh das wir dich dazu animiert haben:) Ich freue mich auch schon auf mehr von den Jungs.

Hab noch eine tolle Woche.

LG die Laila

Antwort von Ann Morgan am 08.04.2021 | 23:39 Uhr
Hallo, meine liebe Laila!

Jaa – ich fasse es ja selbst kaum – doch da steht wirklich Ende!! Man weiß es, sieht es kommen – und dann ist es doch irgendwie komisch... Irgendwie ein Abschied, obwohl die Geschichte ja nicht „weg“ ist. Für mich ein bisschen, als ließe man ein Kind endgültig in die Welt hinausziehen. Naja, ein bisschen... *lach* Aber bei Euch weiß ich es ja in besten Händen :-)!!
Ja, Ostern und mein Urlaub waren schön, ich danke Dir! Und ebenso für die zwei Kommentare! Ich freue mich so sehr, dass Du findest, die Story habe das verdient!! Und als Trost bleibt ja, dass das beileibe nicht die letzte Story mit den vieren – und auch nicht mit den beiden im Zentrum war :-)!!

Hach, wie freut es mich, dass Dir auch der Schluss gefällt! ich finde, dass ein schlechter Schluss einem die Freude an allem davor vergällen kann – bei Serien genau wie bei Büchern oder Geschichten!
Jaa – d’Arts Frage an Athos, ob er denn nun Intimität mit den anderen beiden geteilt habe, die ist schon zum Schmunzeln. Selbst wenn, es war ja vor seiner Zeit. Aber in meinen Augen ist Athos nicht der Typ dafür. Er dürfte sich schon schwer getan haben, überhaupt ein gewisses Maß an Trost und Nähe von den beiden zuzulassen. Um ihn von der Vergangenheit zu heilen, da musste erst ein gewisser Gascogner durch das Tor in die Garnison spazieren... oder besser: Hereinplatzen!

Du darfst Dich absolut gerne wiederholen mit der Aussage, dass es Dir gefällt, wenn Porthos zu Aramis kommt und seine Nähe sucht – oder auch umgekehrt ;-))) Ich liebe es ja selbst, wenn die harten, kampferprobten Jungs weich werden, wenn es umeinander geht :-))!!

Stimmt – der erotische Part im letzten Kapitel hat einfach noch gefehlt, um alles rund zu machen, der letzte Schritt eben :-)))
Und ich bin ebenfalls absolut froh und echt mega dankbar, dass Brigitte und Du mich dazu inspiriert und animiert habt :-))) Und mehr von den beiden kommt nächste Woche Freitag; morgen geht es vor allem um d’Artagnan und etwas, das ihn nach der Folge 2x02 umtreibt (also, eigentlich mich, und er musste es ausbaden ;-)). Ich hoffe, es gefällt Dir auch!!
Hierfür genau für all die anderen so lieben Reviews nochmal von Herzen meinen Dank!
Dir nun eine gute Nacht – und wenn Du magst, bis morgen :-)!!

GLG
Ann
02.04.2021 | 20:22 Uhr
Mal wieder nur kurz weil müde und etwas platt von der Impfung gestern (HURRA!!) Mir gefällt das Ende. Und ich warte sehnsüchtig auf Neues Toffifee *lach*
Liebe Grüße, schöne Ostern und bleib gesund!!
Caro

Antwort von Ann Morgan am 02.04.2021 | 21:02 Uhr
Hallo, meine liebe Caro!

Du hast das erste Review zum letzten Kapitel - Glückwunsch! :-))
Genau wie zur Impfung!! Hurra!! Aber das ist bei Dir mehr als überfällig!!Und wenn Du platt bist, heißt das ja, dass Dein Imunsystem gut arbeitet!!

Haaach - ich freue mich total, dass Dir das Ende gefällt - und ich danke Dir herzlich für die Rückmeldung, meine Liebe!!

Hihihi - auf Toffifee wartest Du? *zu meinem Ostervorrat rüberschiele*heimlich was abzweige und rüberschiebe*
Oder wartest Du auf Toffifee-Kapitel? *lach* Die kommen auch wieder, versprochen!

Nun auch Dir und Deinen Lieben schöne Ostern und bleibt auch gesund!!

GLG
Ann
30.03.2021 | 09:32 Uhr
Hallo Ann,

na das war ein heißer Teil.
Die zwei sind sich nun endlich noch näher gekommen. Das war so zusagen der letzte Schritt,
Darauf habe ich aber auch schon etwas gewartete muss ich gestehen. Die zwei sind ja auch echt süß zusammen. Das kann man nicht anders sagen. Sie sind mein Lieblingspaar.
Für mich gehören sie einfach zusammen.
Auch wenn Aramis ja einen etwas anderen Lebenswandel hat.

Aber es war schön wie vorsichtig und sanft Porthos war. Er macht sich eben Sorgen um den Freund.
Ich fand es aber auch gut das Porthos seine Angst und Gedanken ausgesprochen hat. Das muss ja auch sein. Das gehört ja auch zu einer guten Freundschaft dazu.

Da ist Porthos nicht alleine aufgewacht. Eine schöne Sache. Wer möchte denn auch immer alleine aufwachen?
Vor allem wenn man sich so gut geht kennt wie die Jungs.

Ach ja, ein schöner Teil. Ich werde ihn sicher noch mal lesen wenn ich Zeit haben.

Ich wünsche dir schon mal schöne Ostern.
Bis zum letzten Teil.
Ich hoffe sehr das es mit den beiden weitergeht.

LG die Laila

Antwort von Ann Morgan am 01.04.2021 | 17:59 Uhr
Und nochmal hallo!

Ich will doch vor dem letzten Kapitel gerne alle Reviews beantworten – also auf hierzu:

Ein heißer Teil!?! *mit hochroten Ohren superbreit hochzufrieden grinse* Okay – dann habe ich es richtig gemacht!!!

Wir wissen ja, dass die zwei immer mal wieder ein erotisches Stelldichein haben. Und da diese Geschichte ja genau davon handelt, wie das begann, musste dieses Kapitel unbedingt sein. Denn so schön Aramis‘ Liebesdienst für Porthos in Kapitel 7 „Annäherung“ auch war – zum einen war das recht einseitig, aber vor allem war Aramis an dem Tag noch nicht er selbst. Er brauchte viel Wein, um den Mut zu haben und bildete sich dann auch noch ein, Porthos benutzt zu haben.
Hier dagegen – da dürfen beide aus vollem Herzen und mit leichter Seele genießen! Das war wirklich der letzte echte Schritt!
Und wenn Du sogar darauf gewartet hast, bin ich heilfroh, dass ich rechtzeitig kapiert habe: Hier fehlt doch was, um die Geschichte rund zu machen *zwinker*!! Wegen Aramis‘ Verletzungen konnten sie leider nicht in die Vollen gehen, aber wir wissen ja, dass das später noch kommt (sonst hätten sie nicht beide Öl parat, dass sie d’Artagnan und Athos geliehen hatten *zwinker*)!
Sie gehören zusammen- egal, was Aramis für einen Lebenswandel hat! In „Klopfen an der Tür“ sagt er ja, dass er immer wieder zu Porthos zurückkehren wird :-) Also, deshalb ja: Auch für mich gehören die zwei zusammen!!

Ja... wenn ein so großer, starker Kerl wie Porthos so sanft ist, da kriege ich ganz weiche Knie *seufz*schmunzel*! Und deshalb behandelt er Aramis zwar nicht wie eine zerbrechliche Mademoiselle, aber eben doch vorsichtig und sanft.
Die Befürchtung, dass Aramis wieder so handeln könnte wie beim letzten Mal, die treibt ihn aber verständlicher Weise um. Aber er kann darüber sprechen, und Aramis kann ihm die Furcht nehmen, im Laufe der Zeit immer mehr, und nach dieser Nacht, indem er morgens da ist :-))!!
Wer möchte schon immer alleine aufwachen? Richtig!! Ich stelle mir sowieso vor, dass Porthos vor seiner Zeit als Musketier niemals alleine geschlafen hat. Früher nahe bei Charon und Flea, um sich gegenseitig zu wärmen und gegen Übergriffe zu schützen, später in Schlafsälen oder großen Zelten bei den Gardes Françaises mit anderen Soldaten – und jetzt auf einmal immer allein, das muss ungewohnt für ihn sein... Das fiel mir gerade so auf, als ich das hier bei Dir las :-))!!

Oh Du – ich freue mich total dolle, dass Dir dieser Teil so gut gefällt, dass Du ihn nochmal lesen willst, wenn die Zeit es zulässt! Ich meine – es ist ja Dein und Brigittes Teil der Waffenbrüder :-)))!!! Da ist mir Deine Meinung eben ganz besonders wichtig - obwohl... ist sie ja immer! Na, ich denke, Du evrstehst, was ich meine *Dich lieb anlächele*!!

Ich wünsche noch keine schöne Ostern – das kommt morgen mit dem letzten Kapitel *bisschen traurig schniefe, obwohl es ja weitergeht*schief lächele*!

Für diesen Kommentar aber schon mal wieder ganz lieben, innig-heißen Dank, Du!

Schlaf gut, und bis morgen dann!!

GLG
Ann
29.03.2021 | 22:53 Uhr
Hallo meine liebe Ann,

Bevor die Woche so spannend weitergeht, wie sie angefangen hat, will ich mal wieder versuchen, das Chaos in meinem Kopf zu sortieren, damit am Ende ein lesbarer Text heraus kommt.

Athos ist süß, irgendwie im "Großer-Bruder-Modus". Das Funkeln in den Augen, der dezente Hinweis, ( diees Mal) die Tür zu verriegeln - heutzutage hätte er vermutlich ein paar Kondome aus der Tasche gezogen und ihnen viel Spaß gewünscht. Das machte man damals aber nicht, also belässt er es bei einem "taktischen Rückzug". "Dinge erledigen" nannte ein Kollege das früher..

Aramis ist sofort Feuer und Flamme, Porthos muss erst aus dem Krankenpfleger-Modus herausfinden. Und dann... dann mischt sich ungefragt der Kopf ein und erinnert Porthos daran, was beim letzten Mal passiert ist. Erst war es richtig gut und dann - naja, dann war er plötzlich alleine und sein Freund nicht nur gefühlt auf der Flucht vor ihm. Das haut den stärksten Musketier aus der Bahn. In einer Sache hat Aramis Recht: Ausreißen kann er nicht, schließlich ist Porthos in seinem Zmmer und nicht umgekehrt. Und mit dieser Gewissheit kann Porthos sich (auch) fallen lassen und ihre Nähe genießen. Am nächsten Morgen hat Aramis Wort gehalten. Er Ist noch da und wird auch immer wieder zu seinem Freund, Bruder und manchmal auch Geliebten zurückkehren. Was will man(n) mehr?

Dieses Kapitel greift die letzten losen Enden auf und rundet die Geschichte ab. Danke dafür. Damit ist sie fast am Ende, bleibt nur noch abzuwarten, was D'Art dazu sagt. Eine Ahnung habe ich ja, mal schauen, ob es passt. (Vielleicht sagt er auch gar nichts, wer weiß. Männer haben es ja nicht immer so mit vielen Worten.) Auf jeden Fall hat er nun den Ritterschlag, den ultimativen Vertrauensbeweis erhalten, denn leicht gefallen ist den Kameraden diese "Beichte" bestimmt nicht.

Ich wünsche dir noch eine schöne Restwoche. Lass dich nicht anstecken.

Liebe Grüße
Brigitte

Antwort von Ann Morgan am 01.04.2021 | 20:25 Uhr
Hallo, meine liebe Brigitte!

Bevor morgen nun das letzte Kapitel dieser Geschichte kommt, sollst Du endlich die Antwort hier kriegen *breit lächele*
Und ich hoffe mal, mit „die Woche spannend weitergeht, wie sie angefangen hat“ ist kein Euphemismus für „Sch...idd-Woche“!! Und keine Sorge: Bei Dir kommt immer ein mehr als nur lesbarer Text heraus *Dich ganz lieb anlächele*!!!

Oh, Du... Dein Kommentar zu Athos im Big-bro-Modus hat mich regelrecht zum Quietschen gebracht, so mir Herzchen in den Augen!! Und die Analogie zur heutigen Zeit mit Kondomen aus der Tasche zaubern ist einfach herrlich!! Jepp, stattdessen taktischer Rückzug mit Funkeln in den Augen ;-))

Aramis weiß endlich wieder, was er will. Und so kann er Porthos dann doch schnell aus dem Krankenpfleger-Modus herausholen. Aber man kann sicher auch verstehen, dass Porthos das dann doch zu schnell passiert, dass sein Kopf nicht ganz abschalten kann, so schön das alles auch ist und Spaß macht – aber schließlich hatten wir das schon mal, und am Ende d3es Tages (oder besser, am Anfang des nächsten) war Porthos allein. Das Vertrauen kann Aramis nur mit der Zeit wieder zurückgewinnen, wobei Porthos ihm einen Vertrauensvorschuss gewährt, weil er die Wandlung in Aramis spürt. Und dass er kaum aus dem eigenen Zimmer abhaut, ist sicher schon mal ein Vorteil *schmunzel*!
Wir wissen ja bereits, dass Aramis sein Versprechen einlöst und immer wieder zu Porthos zurückkehrt. Wobei den beiden/vieren noch die Trennung bevorsteht (Kloster)... Aber das wissen sie und wir zu dem Zeitpunkt dieser Story noch nicht.

Oh Mensch, mit dem letzten Absatz machst Du mich oberglücklich!!
Wie erwähnt ist das Kapitel im Vergleich zum Rest der Story ziemlich neu (wenige Wochen), weil mir erst sehr spät aufging, dass die Friends with Benefits noch nicht wirklich etabliert wurden! Und das war ja das eigentliche Ziel der Story! Dass es für Dich die Geschichte rund macht und lose Enden aufgreift, nehme ich also als riesiges Lob, das mich mächtig freut!!

Naja, d’Arts Reaktion dürfte nicht allzu sehr erstaunen. Dass die zwei Friends with Benefits sind, weiß er ja (sonst hätte er sich nicht in eigener Sache Rat bei Aramis geholt ;-), und das andere... lesen wir morgen *lach* Wobei – eine Frage hat der Gascogner tatsächlich noch, aber auch das klärt sich morgen.
Ritterschlag und ultimativer Vertrauensbeweis – absolut! Das alles ist nichts, was man jedem erzählt! Doch er gehört zu den anderen drei, ist der jüngste der Brüder sozusagen, und nun weiß er eben auch um die Anfänge! :-))

Meine Liebe – ganz herzlichen Dank auch wieder für dieses wunderschöne Review!! Und ich gebe gerne zurück: Bleib gesund und genieße morgen den freien Tag!

GLG
Ann
29.03.2021 | 15:07 Uhr
Hallo Ann,

leider habe ich es nicht eher geschafft aber dafür durfte ich nun 2 Kapitel lesen.
Aber erstmal zu dem einen.

Das klärende Gespräch ist da und es war so wichtig.
Das tat mir am Anfang doch etwas Leid für Porthos aber es entwickelt sich ja alles zum Guten. Ich bin so froh das Aramis nun auch mit der Wahrheit heraus rückt. Er kann sich Porthos ganz anvertrauen.
Warum er das alles gut.
Dazu dann noch Porthos Geständnis auf dem Hof der Wunder. Das war schon heftig. Das war sehr bewegend beim Lesen.
Ich weiß ja, dass es sowas immer noch ging. Kinder die anschaffen gehen müssen. Da schüttelt es mich immer wieder. Aber leider ist das normal. Heutzutage wird es einfach unter den Tisch gekehrt.

Auf jeden Fall war das Gespräch gut und ja sowas hatte ich mir schon gedacht. Einfach das beide in Ruhe reden können. Auch ohne das Aramis dem ganzen entwischen kann. Ein bisschen Sorge hatte ich schon das er blockt. Für ihn das nicht einfach.
Aber Porthos geht so sensibel an das Thema heran.
Er sagt was er denkt. Spricht hier nicht von Liebe in dem eigentlichen Sinne sondern einfach von der Liebe.
Den Unterschied zu erklären ist schwer. Aber eben nicht die unsterbliche Liebe wie in Schnulzen Romanen sondern eine innige Freundschaft.

Dann darf auch Athos nicht fehlen.
Das war in der Tat ein schönes Ende für das Kapitel.
Ich fand es sehr schön dass er mit dabei sein durfte.

LG die Laila

Antwort von Ann Morgan am 01.04.2021 | 17:41 Uhr
Hallo, liebe Laila!

Nur kein Stress – das hier ist Hobby und soll Spaß machen! :-)!!
Und mir machen Deine Reviews immer große Freude, egal, wann sie kommen! Wichtig ist mir nur immer, dass die „Verzögerung“ einen harmlosen Grund hat.

Ja – zwei Kapitel in einem Rutsch zu lesen hat ja auch Vorteile :-)!! Und trotzdem hinterlässt Du mir zwei Reviews – das finde ich echt superlieb!!

Oooh ja, Herr im Hemd, und ob das klärende Gespräch nötig war! Der arme Aramis ist so verunsichert, zum einen die doofen Konventionen, in denen er so verhaftet ist, aber dann auch die Erfahrung, dass ein langjähriger Freund ihn eiskalt sitzen lässt (Marsac). Aber ja, natürlich entwickelt sich alles zum Guten *lach*, anders kann ich bei den beiden Schnuffels gar nicht :-)))!!
Beide sind ehrlich zueinander, und Porthos‘ Vergangenheit ist etwas, das mich auch schon lange umtreibt. Im Laufe der Serie erfahren wir, dass er mit seiner Mutter von seinem Vater verstoßen wurde und sie im Hof der Wunder gelandet sind. Und als er 5 Jahre alt war, starb seine Mutter... Nun stell Dir ein Armenviertel vor, in dem jeder um die eigene Existenz kämpft. Da nimmt sicher niemand liebevoll ein Waisenkind auf. Er muss also wohl von da an allein auf sich gestellt gewesen sein. Vielleicht haben sich die Kinder ein wenig zusammengerottet, und so hat er Flea und Charon kennen gelernt (sie stammen auch aus der Serie). So oder so ähnlich stelle ich es mir vor. Und die drei taten eben, was zum Überleben notwendig war. Gerade vor diesem Hintergrund, den die Serie ihm gibt, bewundere ich den heutigen Porthos grenzenlos! Sich so hochzuarbeiten, aber vor allem dabei ein so feines Gemüt zu bewahren, so viel Freundlichkeit und Lebenslust... Hammer!
Du merkst, dass ich auch von seiner Lebensgeschichte echt berührt bin.
Übrigens ist Porthos „verharmlosende“ Einstellung natürlich nicht meine!! Ich glaube nur, dass er tatsächlich so darüber denken würde, einfach, weil es andere Zeiten waren als heute und sich niemand darum scherte, was mit so einem Bastardkind im Hof der Wunder geschah... Unfassbar furchtbar!!
Ja – auch heute noch gibt es viel zu viel Missbrauch an Kindern... und das selbst hier mitten zwischen uns, und das ist... Ich finde dafür keine Worte. Du weißt ja, ich bin Mama, und ich kann Dir gar nicht beschreiben, wie ich mich bei dem Gedanken fühle, wenn jemand Kindern etwas antut.
Puh, hartes Thema, sorry. Aber jetzt zurück zum Review und der Geschichte :-))

Oh ja – Porthos musste Aramis im richtigen Moment erwischen, und dann noch so, dass dieser nicht wieder abhauen kann :-)) Klasse, dass ich hier Deine Erwartungen getroffen habe :-))) Und Deine Sorge, Aramis könne abblocken, war ja mehr als berechtigt. Aber Porthos gibt nicht auf, dafür ist Aramis ihm viel zu wichtig *lächel*! Und schon wieder ja – das liebe ich ja auch so an Porthos, dass er so sensibel und mitfühlend sein kann!
Liebe hat ja viele Gesichter. Und Porthos steckt das nicht in Schubladen: Mit dem verbindet mich geschwisterliche Liebe, das war Mutterliebe, das ist freundschaftliche Liebe zu meinen Waffenbrüdern und hier habe ich noch erotisch-romantische Liebe. Für ihn steht das gleichwertig nebeneinander und schließt sich nicht aus.
Die unsterbliche Liebe wie in Schnulzen-Romanen *lach* oder wie im Märchen, die existiert in den ersten Wochen oder Monaten einer Verliebtheit. Danach verpufft sie entweder – oder wird zu etwas Größerem, Tiefergehendem. Zu einer richtig guten Partnerschaft gehört ein großes Maß an Freundschaft und Vertrauen. Und das existiert zwischen Porthos und Aramis, so dass das Erotische zwischen ihnen darauf basiert, und nicht umgekehrt: Die Freundschaft/Beziehung auf der Erotik; das kann nämlich gehörig daneben gehen.

Oooh, Dein letzter Absatz freut mich ungemein! Gerade Du, die Du Portamis so liebst sagst: Da darf Athos nicht fehlen! Ja, haargenau so sehe ich das auch!!! Oh Mensch, Du – danke für das Kompliment!!!
Und tiefempfundenen Dank für das Review natürlich!!!

Morgen kommt das letzte Kapitel hierzu – aber schon die übernächste Geschichte ist wieder sehr Aramis-Porthos-zentriert :-)) Zu den beiden gibt es noch ein paar Geschichten mehr, sie haben es mir einfach auch angetan :-))!

GLG
Ann
21.03.2021 | 20:34 Uhr
Ich würde sagen, da sind die beiden gerade noch rechtzeitig gekommen um Schlimmeres zu verhindern, denn auch heute ist mit einer Gehirnerschütterung/Schädelprellung nicht zu Spaßen, wie du ja vollkommen richtig schreibst.
Ein Glück sind die beiden als Musketiere so gute Fechter und Athos weiß auf Grund seiner Herkunft den Baron zu nehmen und ihm unmissverständlich zu drohen, dass, sollte er die Sache nicht auf sich beruhen lassen, er ernsthafte Konsequenzen zu befürchten hat. Und so bleibt es auf Seiten des Barons nur bei einer leeren Drohung.
Schön auch wieder Aramis Reaktion, er hat offensichtlich nicht damit gerechnet, dass die anderen beiden ihn retten kommen, da er ja, wie er selbst sagt, es durchaus verdient hat. Wobei man sich darüber streiten könnte, ob Mord nur wegen einer Mätresse, so hart es auch klingt, wirklich sinnvoll gewesen wäre, zumal an einem königlichen Musketier.
Auch habe ich das Gefühl, dass Aramis jetzt erst so langsam begreift, dass er nicht mehr alleine ist, dass er Savoyen und den Verlust seiner Kameraden endlich hinter sich lassen kann, weil da jetzt wieder zwei Menschen in seinem Leben sind, welche sich -fast- ohne wenn und aber für ihn einsetzten und ihm helfen, egal wie verletzend er sich vorher ihnen gegenüber verhalten hat.
Denn das ist Freundschaft für mich und so kommen die drei auch am Anfang der Serie rüber. Sie heißen ja nicht ohne Grund "Die drein Unzertrennlichen".
Da sie aber sind, wer sie sind ist klar, dass der Weg dahin nicht immer einfach und oft auch steinig gewesen sein muss.
Und das beschreibst du wie ich finde sehr anschaulich und einfühlsam in deiner Geschichte .
Zuletzt bekommen wir in diesem Kapitels auch noch Aramis Zimmer in der Garnison zu sehen. Die Zimmer der anderen drei sind ja bereits bekannt. Auch macht sich Aramis Kopfverletzung nun endgültig bemerkbar, wo sein Körper kein Adrenalin mehr ausschüttet. Sehr authentisch hast du da die Auswirkungen derselben beschrieben. Nicht zuletzt auch die Überwachung solcher Personen, da sich ein eventuelles Blutgerinnsel nicht sofort bemerkbar macht, sondern mit unter erst Stunden später zu Problemen führt. Insofern machen Athos und Porthos alles richtig, auch wenn Aramis das natürlich etwas anders sieht, obwohl er es doch eigentlich besser wissen müsste.
Es sollte auch niemanden wundern, dass die anderen Musketiere schon Bescheid wissen. Manchmal habe ich das Gefühl sind Männer, egal in welcher Zeit, die schlimmeren Klatschmäuler wie wir Frauen.
Was mir weiter gut gefallen hat, ist Athos Umschreibung von Aramis Zustand und wie es dazu kommen konnte gegenüber Trevillé und Porthos Reaktion darauf. Das lockert die ganze Situation doch ein bisschen auf, wie ich finde.

Und nun fast am Schluss dieses doch ein wenig nervenaufreibenden Kapitels liegt wieder eine lange Nacht vor Porthos, aber was tut man nicht alles für seine Freunde? Und natürlich zieht er in den ruhigen Stunden des Wachens ein Resümee aus der Geschichte und kommt zu dem Schluss, dass er definitiv nochmal mit Aramis reden muss, wenn dieser etwas aufnahmefähiger ist.
Bei der Frage nach Aramis Namen und seiner Antwort musste ich mal wieder schmunzeln, Aramis passt eindeutig besser als René. Bei letzterem muss ich immer an den alten Fürsten von Monaco denken. Das passt also so was von gar nicht zu Aramis.
Und nun sind wir endgültig am Ende dieses Kapitels angelangt und du haust nochmal eben so ein Brett raus. Aber was will man von Aramis auch erwarten? Da kamen so einige Trigger an dem Tag zusammen, daher wundert es definitiv nicht.
Aber seine Freunde sind für ihn da und endlich redet er etwas mehr über das erlittene Trauma, was immer ein guter Anfang ist um etwas abschließend verarbeitet zu bekommen.
Ich würde an dieser Stelle also sagen Ende gut Alles gut, aber es fehlt ja immer noch das klärende Gespräch zwischen Aramis und Porthos.
Das kommt dann hoffentlich im nächsten Kapitel, denn viel länger halten meine Nerven wohl nicht durch, wenn die zwei weiter wie auf rohen Eiern umeinander rumtänzeln.

Lg
Auma

PS. Das nenn ich mal ausführliche Hintergrundrecherche. Wie auch im letzten Kapitel wieder ein riesen Dankeschön dafür. Das ist nicht immer selbstverständlich. Umso mehr bewundere ich dich für deine Bemühungen deine Geschichte auch in der Wortwahl an der Zeit in welcher sie spielt zu orientieren.

Antwort von Ann Morgan am 01.04.2021 | 12:28 Uhr
Und ein drittes Mal ein fröhliches Hallo!!

Und ich würde sagen, da hast Du recht, das war im letzten Moment! Ich meine, der Baron hat ja einen gewissen Ruf, wie er mit unliebsamen Nebenbuhlern umgeht... *schluck*

Gehirnerschütterungen sollte man ernst nehmen – sie können böse Folgen haben und langfristige Probleme verursachen. Meiner Recherche nach ist diese Gefahr tatsächlich auch schon sehr lange bekannt.

Irgendwelche Lakaien, die der Baron sich zu seinem Schutz und für die Drecksarbeit angeheuert hat, können es natürlich nicht mit zwei wütenden Musketieren aufnehmen *lach* Und der Dialog zwischen dem arroganten Baron und Athos hat mir diebischen Spaß bereitet! Ich denke: Einmal Comte, immer Comte, und auch wenn er seine Herkunft vergessen will, kann er sie ja nutzen, wenn es ihm und seinen Freunden hilft. In einem Interview habe ich mal gehört, dass Tom Burke (Athos) versucht hat, wie ein Adeliger zu sprechen (wie auch immer man sich das vorzustellen hat ;-), weil das einfach in Athos drin ist.

Mhm... leere Drohung seitens des Barons... *lach*

Ach ja, Aramis‘ Reaktion... da sind wir bei dem Punkt, den ich vor 2 Antworten schon mal schrieb: Er ist überzeugt, dass er diese Freundschaft nicht verdient. Und wir erinnern uns, dass er ja schon mal in höchster Not von einem Freund bitter im Stich gelassen wurde. Das bleibt nicht in den Kleidern hängen... *seufz* Aber Athos und Porthos sind nicht Marsac.

Ganz bei Dir bin ich, dass Mord an einem Nebenbuhler nun doch ein klein wenig überzogen wäre... Ich denke aber, Aramis‘ „das habe ich verdient“ galt eher der Misshandlung, und dass er nicht gleich bis zum Äußersten gedacht hat... ;-))

Jaaaa!! Haargenau, liebe Auma! Er lernt jetzt erst wirklich, dass er eben nicht mehr allein ist, dass Savoyen und der Verlust und Marsacs Verrat hinter ihm liegen, weil es da jetzt die anderen beiden gibt, die nicht nur Schön-Wetter-Freunde sind und sich nicht mal von seiner verletzenden Art abhalten lassen. Und ich tanze vor Freude, weil Du es genau wie ich empfindest: Die Serie gibt genau diese Sicht auf die drei her, und der Name „die Unzertrennlichen“ (der glaube ich, in der Serie nicht mal fällt, aber eben original von Dumas ist) kommt nicht von ungefähr.
Und wieder ein total glückliches „Genau!“ von mir: Dieses Band mussten sie sich erarbeiten, gerade bei ihrer Vergangenheit!! Daaaanke, dass Du genau das in der Story findest, sogar einfühlsam :-)!!!

Aramis Zimmer in der Garnison; nix besonderes, aber eben seins :-)
Ich selbst hatte – gottlob – noch keine Gehirnerschütterung, aber ich kenne rasende Kopfschmerzen mit fieser Übelkeit und konnte mich deshalb leider verdammt gut in Aramis hinein versetzen. Warum sie ihn überwachen, wusste man damals sicher nicht (Blutgerinnsel), aber dass eine Gehirnerschütterung auch erst Stunden später gefährlich werden kann, wusste man sicher schon :-)) Auch hier danke, dass Du mir Authentizität bescheinigst :-)))!!
Und ist das nicht typisch Arzt? Um alle anderen kümmert man sich – bei einem selbst ist es dann aber doch nur halb so schlimm ;-))

Und wieder laut gelacht habe ich bei Deiner Feststellung, dass Männer oft die schlimmeren Tratschweiber sind als die Weiber :-)))!!! Und so ein Haufen Männer aufeinander wie in der Garnison – da schweigt sich sowas wie ein gefundenes Fressen herum, das ist nicht zu verheimlichen!
Auch Porthos und Athos kommen nach all der Anspannung beim Essen ein wenig zur Ruhe, während Aramis schläft. Und da passte ein wenig Humor hinein. Schön, dass Dir das gefällt :-))!!

Armer Porthos – nach der letzten, schlecht geschlafenen Nacht nun eine weitere ;-)) Aber ich denke, Soldaten sind das ein Stück weit gewohnt, ähnlich wie Ärzte oder medizinisches Fachpersonal in Krankenhäusern. Es ist schwierig, aber es geht. Man hat Tricks, wie man sowas durchsteht – und wie Du sagst: Was tut Porthos nicht alles, wenn es um seine Freunde geht *zwinker*!!
In langen stillen Nächten kommt das Nachdenken.
Ich selbst bin ja ein kommunikativer Mensch und habe gelernt, wie man Probleme anspricht und verbalisiert. Porthos nicht, und so gab ich ihm hier die Gelegenheit, zu der Erkenntnis zu kommen, dass er mit Aramis nochmal reden muss.

Und wieder lache ich laut! Nee, also Fürst von Monaco ist Aramis eindeutig nicht!! *lol* Und ich finde Aramis auch passender für ihn *zwinker*.

Oha – ich haue nochmal so ein Brett raus?? *breit schmunzeln muss*
Aber Du verstehst mal wieder absolut meine Intention und meine Motivation: Mehrere Trigger an einem Tag – da kann die Nacht nicht friedlich bleiben!! Aber er ist diesmal nicht allein... Beide Freunde sind da und geben ihm die Möglichkeit, endlich mal zu reden. Ich sehe diesen Moment als absoluten Tiefpunkt für Aramis, an dem er nicht mehr anders kann – und dann merkt, dass er eben nicht allein ist.
Naja – noch nicht Ende gut – aber ein guter Anfang für ein gutes Ende, oder??*lach*

Nein, nein – Deine armen Nerven müssen nicht länger leiden (wie Du sicher schon weißt ;-). Porthos ist ein Mensch, der handelt, wenn er die Notwendigkeit dazu sieht, und er hat sich entschieden, mit Aramis zu sprechen, also tut er das auch :-)))

Und einmal mehr zum PS hinsichtlich der Recherche: Erneut meinen heißen Dank, dass Du das so wertschätzt! Ich versuche Inkongruenzen innerhalb meiner Geschichte, aber auch zur Serie zu vermeiden. Und so kommt es dann zu der Recherche. Auch Begriffe oder Redewendungen sollten für mich zur Zeit der Geschichte passen, und da ist es manchmal schwierig, die Herkunft zu ermitteln. Für eine spätere Waffenbrüder-Geschichte habe ich gerade kürzlich recherchiert nach „das Handtuch werfen“. Ich konnte es nicht verwenden, weil es erst im 19. Jh. im Boxsport entstand. Ich nutzte dann „die Flinte ins Korn werfen“, was tatsächlich aus dem 17. Jh. stammt :-).
Naja, und wenn diese Fuddelarbeit, die oft bewusst gar nicht auffällt, dann so gewürdigt wird wie hier von Dir, dann freue ich mich ungemein!!

Nun bleibt mir nu, Dir ein drittes Mal und erneut aus vollem Herzen zu danken für den wundervollen Gedankenaustausch mit Dir!

Bleib gesund und hab ein paar schöne, Oster-freie Tage!

GLG
Ann
21.03.2021 | 19:38 Uhr
Ich kann Porthos hier am Anfang sehr gut verstehen, wer soll auch gut schlafen können, wenn einem die ganze Zeit das merkwürdige Verhalten des Freundes durch den Kopf geht? Und dann hat man schon eine recht entspannende und vor allem warme Wachschicht und dann ist so eine gedrückte Stimmung unter den dreien. Und Athos muss Vermittler spielen. Irgendwie hat man da den Bock zu Gärtner gemacht, mit dem Ergebnis, dass es natürlich nicht funktioniert. Wen wundert es?
Aber dass das Gespräch so ausartet habe ich nicht kommen sehen. Da haben die beiden aber gnadenlos aneinander vorbei geredet. Sie sind halt Kinder ihrer Zeit und der jeweiligen Lebensumstände in welchen sie aufgewachsen sind.
Und zu allen Überfluss ist Aramis danach nicht auffindbar und die Einzige, welche es wissen könnte ist für die beiden anderen des Trios erstmal nicht zu sprechen. Da hatten die beiden anscheinend nicht nur kein Glück, sondern obendrein auch noch Pech. *Hände über dem Kopf zusammenschlagen*
Doch wer kann schon einen Musketier des Königs auf einer Mission aufhalten ? Ein einfacher Lakai zum Glück für unsere Freunde nicht. Ich hätte an dessen Stelle auch Angst vor Porthos gehabt. Ist einfach gesünder.
Und so bekommen sie doch noch die Information um den Aufenthaltsort , welche sie so dringend brauchen um Aramis zu helfen, denn diesmal ist sein kleines Techtelmechtel offensichtlich nicht so gut ausgegangen.
Hoffen wir also, dass sie nicht zu spät sind. Wobei, dann wäre erstens hier die Geschichte zu Ende und zweitens ist es ja eigentlich nur eine Erzählung über das Zusammenraufen der drei Unzertrennlichen für d'Artagnan. Also sind sie schon mal nicht zu spät, die Frage ist nur, in welchem Zustand sie Aramis finden werden.
LG
Auma

PS. Danke auch wieder für die Hintergrundinfos, welche du deinen Lesern immer wieder zukommen lässt. Ich stelle es mir jedenfalls sehr schwierig vor einen entsprechenden Stadtplan für Paris zu finden, wenn man sehr wahrscheinlich nur das Internet nutzen kann. Denn ich bin mir sicher, dass es sowas durchaus gibt, nur sehr wahrscheinlich analog hinter dicken Türen verschlossen.

Antwort von Ann Morgan am 01.04.2021 | 11:39 Uhr
Zum zweiten Mal für heute Hallo!

Und diesmal kann ich sagen: So, da bin ich wieder ;-))

Oh ja, ich kann Porthos auch verstehen! Er ist ein freundlicher, toller Kerl, absolut nicht nachtragend und mit verdammt viel Verständnis für seine Freunde – aber auch für ihn gibt es Grenzen, und die hat Aramis mit seinem Verhalten am nächsten Morgen gesprengt.

Ich musste so lachen über Deinen Hinweis, dass mit Athos als Vermittler der Bock zum Gärtner gemacht wurde :-)))) Der Arme tut mir fast ein wenig leid! Er will ja helfen, aber er ist eben kein Typ für eisbrechenden Small Talk! Also bleibt die eigentlich angenehme Wache im warmen Palast unangenehm, weil menschlich Kälte herrscht...

Oooh, Du müsstest jetzt mein megabreites Grinsen sehen – ich konnte Auma doch noch überraschen! Denn jetzt knallt es. Ich gestehe, ich selbst bin ein harmoniebedürftiges Kind meiner Zeit, und solche Eskalationen zu schreiben fällt mir zunächst nicht leicht; doch einmal angefangen, läuft so etwas fast automatisch. Und hier hat sich über Monate so viel angestaut, das Hin und Her, Nähe-Distanz-Nähe, und unser geradliniger Porthos ist am Ende seiner Weisheit und seiner Geduld, wohingegen Aramis in einer Art Alarmzustand ist, sich instinktiv schütze und der Situation entfliehen will. Da muss es einfach knallen.
Ich finde obergenial, wie Du erkennst, dass die zwei aneinander vorbei reden – und dass sie schlicht von ihrer Zeit und ihren Lebensumständen geprägt sind.
Und dann ist er weg...
Als er das letzte Mal für Stunden verschwand, ging es nicht so gut für ihn aus., von daher ist Alarmzustand bei den bei dem restlichen 2/3 des Trios sicher gerechtfertigt.
Dass man Mme. Garzon erstmal nicht sprechen darf, ist kein echtes Hindernis ;-)
Und richtig – einen königlichen Musketier in Mission aufzuhalten ist kaum machbar – Porthos und Athos, die sich um ihren Freund sorgen, dagegen schlichtweg unmöglich.
Ich mochte es, hier auch mal Porthos‘ gefährliche Seite zu zeigen, da kam mir der Lakai gerade recht, und zum Glück war er clever genug, zu erkennen, dass Kooperation für seine Gesundheit am besten wäre ;-)!

Du sprichst Dir genau mit den richtigen Erkenntnissen Mut zu: ES gibt ja noch einen Berg weiterer Waffenbrüder-Geschichten, die mehr oder minder der Serie folgen – und da spielt Aramis ja auch eine Rolle; aber vor allem sitzt er ja fünf Jahre später gemütlich mit den anderen dreien im Heuschober und hört sich lediglich Porthos‘ Geschichte an *zwinkernd lache*!! Trotzdem mag man nicht, dass es ihm schlecht ergeht hier; deshalb ist die Frage legitim: In welchen Zustand finden ihn die beiden anderen??
Naja, Du weißt es ja schon :-))!!!

Zum PS: Mensch, Du machst mich immer ganz besonders glücklich, wenn Du zu meinen Hintergrundinfos positiv Stellung beziehst!! Es macht mir echt Spaß, das mit Euch zu teilen.
Klar – selbstverständlich würde man Stadtpläne von Paris aus der Zeit finden. In Archiven selbstredend, vielleicht aber sogar auch im Internet. Ich habe sogar ältere Pläne gefunden (18.Jh, glaube ich) – aber die waren schlichtweg nicht lesbar – zu klein und alte Schrift. Und da das hier zum einen kein historischer Roman ist, zum anderen Hobby, dachte ich, es ist legitim, dann auf Google Maps zurückzugreifen *lach*! Hier herzlichen Dank für Dein Verständnis :-)))!!

Und zum zweiten Mal heute darf ich Dir aus ganzem Herzen danken für das wundervolle Review! Ich freue mich immer wieder wie Plätzchen, wenn ich Deine Gedanken zu meinen Geschichten lesen darf!!

Und – meine Familie rührt sich nicht, also gehe ich an die dritte Antwort :-)))

Bis gleich und
GLG
Ann
21.03.2021 | 18:49 Uhr
So da bin ich schon wieder. Nach der wunderschönen Nacht kommt jetzt also das harte Erwachen für Porthos, als wenn ich es geahnt hätte. Und nicht nur, dass Aramis nicht mehr bei ihm im Bett gewesen ist, sondern dass er auch noch die Garnison verlassen hat, sollte einem doch zu denken geben. Und natürlich hat Athos, wie schon beim letzten Mal was bemerkt, er ist halt ein guter Beobachter und kennt seine beiden Freunde ganz genau, was dazu führt, dass Porthos nochmal über den Abend nachdenkt und doch zu keinem Ergebnis kommt. Wobei er in Aramis Fall eine Ausnahme machen sollte, was die Nase in Fremde Angelegenheiten angeht, denn Aramis hat irgendwie ein Händchen dafür in Schwierigkeiten zu geraten. Zumal seine Abwesenheit ja auch den anderen auffällt und auch, dass die anderen beiden keine Erklärung dafür haben.
Und habe ich es nicht gerade gesagt Aramis war in Schwierigkeiten. Hat er einen Magneten eingebaut dafür? Aber ein Glück hat er ja Freunde, auch wenn er das im Moment anscheinend vergessen hat so abweisend wie er reagiert. Doch die drei Unzertrennlichen wären nicht sie selbst, wenn sie sich davon beeindrucken lassen würden. Und doch muss Athos Porthos erstmal runterbringen was das Gemüt angeht, zumal er auch noch einiges an Infos brauch um mit Porthos zusammen Aramis helfen zu können. Insofern ergänzen die drei sich perfekt.
Und dann haust du wieder so einen kleinen Satz raus, der mein Herz höher schlagen lässt: "Du bist unser Bruder"
Bei dem Gespräch der beiden, wie Aramis am besten zu helfen ist, hast du auch wieder die einzelnen Charakterzüge der beiden gut getroffen. Schön fand ich an dieser Stelle auch Athos Eingeständnis, dass er in Gefühlsdingen nicht besonders gut ist, aber das kennen wir ja schon von seinem Verhalten d'Artagnan gegenüber.
Und dann scheint das ganze doch überflüssig gewesen zu sein? Ich glaube so einfach machst du es unseren drei Freunden nicht, dafür kenne ich dich glaube ich mittlerweile zu gut. Und wenn man das Ende dieses Kapitels betrachtet scheine ich Recht zu behalten, denn mir geht es wie Porthos. Ich bin über diese nennen wir es Stippvisite von Aramis bei ihm auch ein kleines bisschen verwirrt. Mal sehen, ob und wie das nächste Kapitel zur Auflösung des ganzen beitragen kann.
LG
Auma

Antwort von Ann Morgan am 01.04.2021 | 11:18 Uhr
Hallo, liebe Auma!

Ich kann leider nicht sagen „So, da bin ich schon wieder“... Jetzt hat es doch länger gedauert, aber heut Morgen, Urlaub, mit einer schönen Tasse Kaffee, geht’s dann auch hier weiter! Und jetzt muss ich mich erst mal aus der Geschichte, die ich gerade schreibe, raus- und in dieses Kapitel reindenken... Aah ja, alles klar ;-)

Ja, Du ahntest es. Wäre das mit Porthos und Aramis nach dieser Nacht schon alles wunderbar, hätte kein Grund bestanden, weitere Kapitel zu schreiben ;-) Und Du kennst mich inzwischen gut genug, dass Du weißt, ich nehme solch ein Trauma, wie Aramis es erlebt hat nicht leicht. Da reicht nicht eine nette Nacht, und alles ist in Butter.
Richtig – dass Aramis morgens nicht mehr in Porthos‘ Bett war, ist für sich allein noch kein Grund zur Sorge oder Verwunderung. Dass er aber, ohne ein Wort an ihn, die Garnison verlassen hat, schon.
Und wieder richtig: Ich sehe Athos als einen eher zurückhaltenden Menschen (zumindest zum Zeitpunkt der Serie bzw. nach allem mit Milady), aber ein kluger Kopf und scharfer Beobachter und bringt Porthos zum Nachdenken über den Abend... Den Alkohol, der ihm gar nicht weiter auffiel.

Tja – die Nase in „fremde“ Angelegenheiten stecken. Sollte man, oder doch nicht? Ich finde das tatsächlich auch im echten Leben einen schwierigen Balance-Akt, und auch gerade bei Freunden! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich, wenn ich Probleme spüre oder auch sehe, letztlich nur anbieten kann – der Wille, Hilfe anzunehmen und vor allem die vorausgehende Erkenntnis muss von dem anderen selbst entwickelt werden. Und manchmal tut es echt weh, danebenzustehen und zuzusehen... Aber Druck, so gut gemeint er ist, bewirkt teilweise genau das Gegenteil. Also, wie sollten sich Athos und Porthos hier verhalten?
Ganz und gar bei Dir bin ich, wenn Du sagst: Aramis hat ein Händchen dafür, in Schwierigkeiten zu geraten – gerade wenn es um Damen geht. Das wird in der Serie mehrfach gezeigt, so dass man schon ein Muster vermuten dürfte. Und er liebt die Gefahr, auch das sagt er ziemlich deutlich in 2x05 „Adel verpflichtet“.
Und diese Einstellung wirkt fast logischer Weise wie ein Magnet auf Ärger...

Ja, Du hattest es gerade erst gesagt, und da taucht er auch schon mit einem Veilchen auf. Er scheint vergessen zu haben, dass er Freunde hat – ich habe das Gefühl, er ist überzeugt, ihrer nicht wert zu sein – aber die zwei haben es nicht vergessen. Und hier sind wir wieder beim eben besprochenen Balance-Akt. Nun ist höfliche Zurückhaltung nicht mehr zielführend, und Porthos und Athos müssen Tacheles sprechen, um Aramis helfen zu können.
Ja, ich empfinde es auch immer wieder so, dass die drei sich in ihren Eigenschaften wunderbar ergänzen :-))



Oh – und ein Satz, der Dein Herz höher schlagen lässt?? *superbreit glücklich lächele*
Ich habe diese Geschichte ja ursprünglich als Beginn der „Friends with Benefits“ zwischen Aramis und Porthos geplant. Aber sehr schnell ging mir auf, dass es eben DREI Unzertrennliche sind; ich kann das nicht von ihrer Beziehung zu Athos abkoppeln, und deshalb darf Porthos hier die Erkenntnis haben, dass Athos ihr Bruder ist. Dass sie ihm vertrauen und dass er auch in seiner Sorge um Aramis eben nicht allein da steht.

Hach, danke für das Lob, dass ich bei dem Dialog die Charaktere der zwei für Dich gut getroffen habe! Ich finde, beide sind in der Serie sehr gut herausgearbeitet (eigentlich alle vier, wobei d’Artagnan der am wenigsten komplizierte Chara ist: Jung, hitzköpfig und geradlinig, vor allem ohne schwierige Vergangenheit), und so fällt es mir leicht, ein klares Bild von ihnen zu haben. Klasse, dass das so gut bei Dir ankommt :-)!

Jepp – dass Athos in „Gefühlsdingen“ nicht gut ist, das ist nun wirklich kein Geheimnis ;-)) Ich stelle mir vor, dass er nicht immer so war; dass die unglückliche Geschichte mit Thomas und Milady einen deutlichen Bruch in seinem Charakter verursacht hat. Er hat offen und vertrauensvoll geliebt und wurde brutal verraten. Wie kann er da seinen Gefühlen noch trauen?

Hupps – da machen die beiden so tolle Pläne – und dann benimmt Aramis sich mit einem Schlag wieder ganz normal? Ist offenbar wieder zu Verstand gekommen. In Deinem Satz: „...Ich glaube so einfach machst du es unseren drei Freunden nicht, dafür kenne ich dich glaube ich mittlerweile zu gut. ...“ kannst Du gerne das „Ich glaube“ durch „ich bin mir sicher“ ersetzen, und das „glaube ich“ völlig streichen *Dich lieb anlache*. Aus den Reviews lese ich es ja immer wieder heraus ;-))

Und natürlich gebe ich Porthos und Dir recht: Aramis‘ „Stippvisite“ bei Porthos ist gelinde gesagt seltsam... Da ringen ganz offenbar zwei Seelen in seiner Brust: Bleib weg, aber lass mich nicht allein...

Meine Liebe – innigen Dank hierfür! Und ich husche schnell zur nächsten Review-Antwort, bevor meine Familie mich wieder mit Beschlag belegen will ;-))

GLG
Ann
21.03.2021 | 18:23 Uhr
So ich versuch jetzt mal meine ausstehenden Reviews aufzuholen, nachdem ich jetzt endlich wieder ein Laptop und funktionierendes Internet habe. Am Handy lesen geht zwar, aber schreiben, gerade eine ausführliche Review wie sie deine Geschichte verdient, ist dann doch etwas anderes.
Nun aber zum eigentlichen Kapitel: Tja ja eine Nacht in unbequemer Haltung rächt sich eben sofort, wobei Porthos als Soldat was das angeht einiges gewöhnt sein dürfte, auch was die Dauer der erholsamen Nacht angeht. Wobei ob Aramis Frühaufsteher ist wage ich zu bezweifeln, eher wird er Porthos wohl aus dem Weg gehen nachdem was passiert ist und wenn man bedenkt, in welcher Zeit wir uns bewegen, ist das auch nichts, was man beim Frühstück umgeben von den anderen Musketieren besprechen kann.
Das ihn Aramis Vergangenheit nicht kalt lässt ist auch nur zu verständlich. Ich meine das geht mir als Leser ja schon so, wie sehr muss es dann erst Porthos mitnehmen?
Und dann der Kuss, logisch, dass er verwirrt ist, kennt er Aramis ja nur als notorischen Schürzenjäger und Feingeist. Klar er macht sich so seine Gedanken, aber dass er die Freundschaft nicht aufs Spiel setzten will ist mit seiner Vorgeschichte ebenso verständlich.
Ja trainieren im Schneematsch wer liebt es nicht? Da wird das Training zu einer wortwörtlichen Schlammschlacht. Ich sehe es so richtig vor mir, wie die drei im Schlamm umher rutschen um einen sicheren Stand beim Fechten zu finden.
Und Porthos reagiert genau richtig, zumindest für den Moment ist es einfacher so zu tun als sei alles normal, auch wenn Athos natürlich Lunte gerochen hat. Er kennt die beiden mittlerweile ja auch gut genug.

Da das Leben aber kein Wunschkonzert ist, müssen Porthos und Athos doch noch in die Kälte raus, aber immerhin hoch zu Ross und keine Schlammschlacht. Doch wozu hat man ja Freunde? Etwas heißes ist nach so einem Ritt genau das richtige und anschließend ein warmes Bett. Aber er hat die Rechnung ohne Aramis gemacht, allein trinkt es sich schlecht. Schön übrigens auch die Anspielung auf Athos Alkoholkonsum an dieser Stelle, sowie das Badehaus. Interessant ist an dieser Stelle anzumerken, dass die beiden darüber über Athos Liebesleben zu sprechen kommen. Wenn man bedenkt, was ein Badehaus außer sich waschen zu können zu dieser Zeit noch impliziert ist das aber auch kein Wunder.
Und da ist ist auch schon wieder Porthos schnelles Mundwerk, aber ein Glück geht Aramis über die Bemerkung einfach hinweg.
Drei Sätze weiter, war ich dann aber total überrascht, mit wie wenig Worten du die Stimmung der Szene von harmlos unter Freunden zu sich anbahnende Leidenschaft gewechselt hast. Aber ok wir reden hier von Aramis, der hat das Flirten ja fast schon erfunden, wenn auch bisher anscheinend nur mit Frauen. Und doch blitzt da immer wieder auch die Sorge um die Gesundheit seines Freundes mit durch, was ebenfalls typisch ist für ihn.
Und Porthos wirft alle Bedenken über Bord, ob das so gut ist wird sich wohl erst später zeigen, wie ich dich kenne, aber für den Moment sind die beiden in ihrer Leidenschaft gefangen und da möchte ich sie jetzt auch nicht weiter Stören, sondern nur noch sagen, dass du es wahnsinnig schön geschrieben hast und es eine Freude war zu lesen.
Bis gleich beim nächsten Kapitel
LG
Auma

Antwort von Ann Morgan am 26.03.2021 | 00:17 Uhr
Hallo, meine liebe Auma!

Herrje, jetzt ist es schon wieder so spät – aber ich möchte unbedingt wenigstens noch eins Deiner wundervollen Reviews beantworten!!

Oh Mist – kein Laptop und kein Internet! Und was Handy angeht, bin ich ganz bei Dir: Geschichten lesen, das geht – aber Reviews verfassen: Horror!! Und Du weißt ja, ich freue mich immer wie Keks, egal, wann ein Review kommt :-)))!!!

Oh ja, ich habe mir tatsächlich Gedanken gemacht, ob Porthos nach einer Nacht auf dem Fußboden einen steifen Nacken hat. Zum einen – wie Du ja auch sagts – hat er als Soldat sicher regelmäßig unbequemer geschlafen, aber vor allem während seiner Kindheit und Jugend im Hof der Wunder! Ich habe aber für mich entschieden, dass die Zeit in der Kaserne bei den Gardes Françaises und noch mehr die ganzen Monate, die er nun schon ein eigenes Zimmer samt Bett in der Garnison hat, ihn ein bisschen verweichlicht haben *zwinkernd lache*.

Aha – Du bezweifelst, dass Aramis ein Frühaufsteher ist?? Ich habe noch nie bewusst darüber nachgedacht, aber wenn ich ihn zwischen Lerche und Nachtigall einstufen müsste, würde ich für ihn eindeutig die Nachtigall wählen :-)) Aber Du ahnst ja schon den wahren Grund seines Verschwindens – Porthos erst mal aus dem Weg gehen. Und näher besprechen kann man die Ereignisse der Nacht auch nicht nebenbei beim Frühstück, umringt von lärmenden Kameraden...
Oooh – Dein nächster Satz hat mich echt berührt: Dass Du voll verstehen kannst, wie Aramis‘ Vergangenheit Porthos mitnimmt, wenn es Dir als Leser schon so geht!!! Und Dein Verständnis über die Verwirrung, die der doch sehr spontane Kuss auslöst. Aber die Freundschaft geht vor.

Genau: Wir alle wälzen uns doch zu gerne im Schneematsch, nicht?? *lach* Und jetzt hast Du mir so herrliches Kopfkino beschert, wie die drei im Schlamm herumschliddern, die Degen in der Hand... Nee, noch habe ich keine Idee, wo ich das passend einbauen könnte... ‚gedankenverloren davonschlendere und mir Notizen mache*hastig zurückeile und die Antwort beende* :-)))

Porthos händelt die Situation richtig, finde ich auch.

Bei Kälte und Nieselregen ohne Gore-Tex-Jacken herumreiten ist wirklich nicht das, was ich unter Spaß verstehe – aber Aramis kümmert sich wie ein echter, guter Freund um ihr Wohl. Heißer Eintopf, warmes Bett, das macht vieles wieder wett :-))
Ja, Athos‘ Alkoholkonsum. Er ist ja darin begründet, dass er seine Frau, deren „Tod“ und den Mord an Thomas vergessen will. Alles Dinge, die zum Zeitpunkt dieser Geschichte noch sehr frisch sind. Und somit eben auch Athos‘ Exzesse. Wieder kann ich nur sagen: Ich liebe es, wie Du auch und gerade solche Kleinigkeiten bemerkst und aufgreifst. Dinge, die für mich zur Vertiefung der Charakterisierung dazu gehören!!!
Und ganz besonders hat mich hier Deine Erwähnung des Badehauses gefreut!!! Allerdings kann ich Dir erst in etlichen Wochen erklären, warum!!! Ich kann nur sagen, dass d’Artagnan Deine Einschätzung teilt, wofür „Badehaus“ damals eben (oftmals) auch stand *superbreit grinse*!!!

Und – oh, wow – ich konnte Dich echt überraschen damit, wie schnell die Stimmung kippte? *hocherfreut die Hände reibe*
Oh ja, Flirten ist sicher Aramis zweite Natur, ein Stück weit – wenn auch nicht gerade mit einem Mann... Und er hat Wein mitgebracht. Vielleicht erinnerst Du Dich, was Porthos in „Klopfen an der Tür“ zum Thema „Wein“ an „diesen Abenden“ dachte? :-)) Für Porthos war es allerdingst ebenfalls überraschend – aber nicht unerfreulich!
Denn Aramis ist gewillt, dafür zu sogen, dass es ihm gut geht. Nicht nur, was das Abwenden einer Erkältung angeht, sondern in jeder Hinsicht :-))) In einem späteren Kapitel lasse ich Porthos mit anderen Worten letztlich genau das sagen, was Du hier ausdrückst: Dass genau das nämlich Aramis‘ Art ist. Sich um das Wohlergehen andere Gedanken zu machen und zu kümmern.

Hihi, soso... Du kennst mich. Lassen wir die zwei ihre Leidenschaft genießen, bevor die böse Ann wieder dazwischen funkt *zwinker* Das Statement, dass ich den leidenschaftlichen Teil wahnsinnig schön geschrieben habe und es Dir eine Freude war, ihn zu lesen – Mensch, Du, das haut mich wieder aus den Socken und lässt mich glücklich lächelnd zurück!!! Gerade solche Szenen sind heikel, und als Schreiberling mache ich mich auch ein Stück weit verletzlich mit der Intimität, die ich da beschreibe. Deshalb tut es unsagbar gut, ein solches Feedback gerade hierzu zu bekommen!!!

Ich sage aus ganzem Herzen: Innigen Dank für das gesamte tolle Review – und wir lesen uns!
Für heute aber nun erstmal: Gute Nacht :-))!!

GGLG
Ann
21.03.2021 | 14:00 Uhr
Hallo liebe Ann,

da ist sie also, die fällige Aussprache zwischen Aramis und Porthos. Schon traurig, wie schwer es Aramis anfangs fällt, Porthos nicht als sein Opfer zu sehen. Erst als der sich überwindet und etwas mehr von sich und seiner Vergangenheit erzählt, kann er zu Aramis durchdringen. Bis hin zu Aramis' Erkenntnis, dass er einem ähnlichen Schicksal nur entgangen ist, weil sein Vater ihn zu sich geholt hat.
Beide machen sich Sorgen, dass sie ihre Freundschaft gefährden, wenn sie zuviel von sich preisgeben und beide werden positiv überrascht. Und leichtsinnig... Wenn morgens nicht Athos vor der Tür gestanden hätte, dann hätte es sich mit den 3 Unzertrennlichen sehr schnell erledigt gehabt.

Armer Athos, so ein "Schock" am frühen Morgen. Aber damit hat sich auch jede Überlegung erledigt, ob und ab wann er Bescheid wusste. Er war von Anfang an mittendrin.
Die Vorstellung, dass Porthos sowohl Aramis als auch Athos vor Verlegenheit zum Erröten bringt, finde ich absolut niedlich. Aramis könnte schon so abgebrüht sein, dass ihm nichts mehr peinlich ist und Athos wirkt eigentlich auch immer ziemlich abgeklärt, aber Porthos schafft sie beide.

Für einen Moment steht ihre Freundschaft auf der Kippe. Und wäre da nicht die Sorge um Aramis gewesen, hätte Athos vielleicht sofort die Flucht ergriffen und sich wieder in sein Schneckenhaus zurückgezogen. Aber nachdem die beiden jüngeren Männer, die er in den letzten Monaten ja wirklich lieb gewonnen hat, ihn so ausdrücklich in ihre Beziehung einladen, ist das zum Glück kein Thema mehr. Porthos bringt es auf den Punkt: Sie wollen ihn, seine Freundschaft, sehen sich immer noch als die drei Unzertrennlichen. Athos muss nicht in seiner selbst gewählten Isolation bleiben, es gibt (wieder) Menschen, denen er ebenso wichtig ist, wie sie ihm. Und aus diesem Gefühl, dieser Gewissheit, entsteht der Schwur, der sie für immer prägen wird: "Einer für alle und alle für einen."

Wie du sicher bemerkt hast, weht auch dieses Kapitel wieder voll auf mein Dach. Die Einblicke in Porthos' Vergangenheit und Aramis' Gedanken runden mein Bild der Beiden ab, geben ihnen Substanz und Tiefe. Du weißt ja, ich mag das genauso gerne wie Kapitel voller Action. ;-)

Ich wünsche dir eine angenehme Woche und freue mich schon wieder auf den nächsten Teil.

Schönen Restsonntag und liebe Grüße
Brigitte

Antwort von Ann Morgan am 25.03.2021 | 23:44 Uhr
Hallo, meine liebe Brigitte!

Und wieder finde ich erst so spät die Zeit, auf Dein wunderschönes Review zu antworten... Eigentlich möchte ich immer sofort losschreiben, sobald ich es lese, aber naja, Du kennst das mit dem RL...
Dann wenigstens heute Abend!

Jepp, da ist sie. Die wirklich fällige Aussprache. Ich habe mich etwas schwer getan... Denn ja, ich bin ein Mensch, der gerne spricht. Die Aussprache sucht. Aber Männer – zu der zeit auch noch? Naja, wir hatten das Thema ja schon häufiger ;-)
Jedenfalls ging es mir durch den Kopf: Ginge es um Athos und diesen Aramis (zu der Zeit, nicht den später aus der Serie), wäre das Geschehen wohl totgeschwiegen worden und sie hätten sich zusammengerauft und gehofft, diese Wunde in ihrer Freundschaft würde heilen (und wäre sie wahrscheinlich auch). Aber Porthos sehe ich anders. Er ist sehr direkt, er spricht aus, was er denkt. Und für ihn muss dieses Gefühl, Aramis schätze ihre Beziehung so völlig falsch ein, unerträglich sein. Also sucht er die Konfrontation im Gespräch.

Ja, es ist schon traurig, wie Aramis zu Beginn nur seine vermeintliche Schuld und somit Porthos als sein Opfer sehen kann. Ich gebe da tatsächlich den kirchlichen Dogmen die Schuld, die ihn (und unzählige Millionen von Menschen, bis heute!) verheerend geprägt haben. Sex ist falsch, Sünde. Und Sex unter Männern... herrje, das geht ja nun überhaupt gar nicht. Was für ein wirklich schlimmes, falsches und widernatürliches Bild! Aber wenn es dir von klein auf eingetrichtert wird...

Nun – Porthos kann das nicht wirklich nachvollziehen, er akzeptiert nur, dass es Aramis wichtig ist. Und er versucht, anhand seines eigenen Beispiels Aramis zu erklären, wie er die Sache sieht.
Hah – ich hab mich mal wieder so gefreut, dass Du den kleinen Nebensatz aufgegriffen hats, mit dem Aramis bekennt: „Hätte mein Vater mich nicht zu sich geholt, wäre mein Schicksal vielleicht ähnlich gewesen.“ Klar spiele ich damit auf Staffel 3 an, wo wir erfahren, dass Aramis seine ersten Lebensjahre mit seiner Mutter in einem Freudenhaus lebte. Und ich bin sicher, dass er, hätte er ein bestimmtes Alter überschritten, dort hätte „mitarbeiten“ müssen.

Total schön finde ich Deine Aussage, dass beide entgegen ihrer Furcht, ihre Freundschaft zu gefährden, mehr von sich preis geben – und beide positiv überrascht werden!
Ja, und unvorsichtig werden die zwei Dussel!! Sie wären zwar nicht direkt beim Unzucht treiben erwischt worden – aber mindestens mal in arge Erklärungsnöte gekommen, hätte ein anderer als Athos vor der Tür gestanden!!

Och Du – Athos verkraftet den Schock tief in der Nacht schon *lachend zwinkere* Er ahnte ja schon, was Sache ist. Andererseits: Ahnen und sehen sind zwei Paar Schuhe :-))! Und ja – nun müsst Ihr nicht mehr grübeln, ob Athos Bescheid weiß. Ich war beim Erstlesen dieses Satzes von Dir echt verblüfft – denn für mich stand das ja von Anfang an fest (also seit ich „Klopfen an der Tür“ geschrieben habe), aber für Euch ist es erst jetzt rechtskräftig *lach*!! Genau solche Sachen sind der Grund, weshalb ich es einfach nur liebe, meine Geschichten auch durch Eure Augen, aus Eurem Blickwinkel neu zu betrachten!!

Und schon wieder lache ich breit: Porthos bringt zwei gestandene Männer zum sacht erröten – erst Aramis, dann noch Athos :-))) Und gänzlich ohne dass er es darauf angelegt hätte ;-)) Bei Aramis kann man leicht denken, er wäre in Liebesangelegenheiten abgebrüht, und gerade deshalb war es mir wichtig – und eine Freude – zu zeigen, dass es mit Porthos für ihn eben doch noch etwas anderes ist. Und Athos – ja, der tut immer so abgeklärt und stoisch... Aber stille Weher sind tief – und wie Du so schön schreibst: Porthos schafft sie beide :-)))!!! *Highfive zwischen Brigitte und Porthos*.

Ja – und hier hätte das Ganze wirklich kippen können. Ursprünglich, nach Deinem Anstoß damals im Review zu „Klopfen an der Tür“, war mein Plan eine Zweiergeschichte über die Anfänge zwischen Porthos und Aramis. Aber sehr schnell war mir klar: Da sind nun mal drei... die DREI Unzertrennlichen. Und wie passt Athos da ins Bild? Du hast das hier wieder so wunderschön ausgedrückt: Er liebt die beiden Jüngeren längst, so wie sie auch ihn, und so laden sie ihn in ihre Beziehung ein. Sie wollen ihn und seine Freundschaft. Es gibt wieder Menschen, denen er wichtig ist. Und ja, genau, daraus resultiert, dass das Motto der Musketiere ihr ganz privater Schwur wird. Und dass sie eben die drei Unzertrennlichen sind, die wir zu Beginn der Serie als Einheit kennenlernen.

Vor Dir kannte ich den Spruch „voll auf meinem Dach“ nicht, und ich finde ihn herrlich. Erst recht selbstverständlich, wenn Du damit ausdrückst, dass ich mit dem Inhalt eines Kapitels bei Dir voll ins Schwarze getroffen habe! Und ja, ich weiß, dass Du auch Kapitel wie dieses, die ruhigeren mit Gedanken und Hintergrund genauso magst wie Action! Oh Mensch – „Tiefe und Substanz“ – das macht mich absolut happy!
Gerade Porthos‘ Kindheit und Jugend hat mich schon seit langem immer wieder umgetrieben. Ein fünfjähriges Kleinkind, in dieser Hölle allein... Da zieht sich mir alles zusammen. Ich kann mir gar nicht ausmalen, wie einsam und hilflos er anfangs gewesen sein muss. Und Charon und Flea waren ja selbst auch nur Kinder. Wie schon so oft gesagt und gerne wiederholt: Gerade vor diesem Hintergrund ist es der Hammer, was aus Porthos geworden ist – einerseits natürlich seine Karriere bis hin zum königlichen Musketier (und später gar General), aber noch viel mehr, dass er sich seine Menschlichkeit, seine optimistische, hoffnungsvolle Grundhaltung und seine positive Freundlichkeit und Lebensfreude bewahrt hat! Es war schön, hier die Möglichkeit gehabt zu haben, wenigstens einen kleinen Teil meiner Gedanken zu seiner Hintergrundgeschichte mit Euch teilen zu können!

Ganz, ganz lieben Dank, Du!!
Dir nun eine gute Nacht – und dann kann das morgige Kapitel kommen :-)! Das „Benefit-Kapitel sozusagen (erkläre ich morgen *lach*)

GGLG
Ann
19.03.2021 | 17:00 Uhr
Gedankenspiele Waffenbrüder 2 „Friends with Benefits“ Kapi 10 / Brüder

Hallo Meisterin der spitzen Feder,

schaff ich es doch noch, bevor das nächste Kapi heute online geht, hechel!!!!
Ganz kurz noch zu den beiden letzten Reviewantworten:

- Mix mit VampireMadHatter, whouh ich fühle mich geehrt ;-)
- Ich könnte mir nur einen einzigen Moment vorstellen, bei dem es bei Aramis vielleicht zur Eskalation hätte kommen können, die Geschichte mit Bonnaire und dem verwundeten Porthos, wenn Athos nicht eingelenkt hätte, da hatte ich beim Schauen das Gefühl, jetzt packt er ihn gleich
- Jaja Aramis und seine verlamadeite Crux mit den Regeln….
- Cookies und Toffifee? Immer her damit, mein Vorrat geht zur Neige!
- Porthos ist nicht eifersüchtig auf Aramis’ Weibergeschichten, er hat ja selbst seine Liebeleien, aber, beim ersten lesen hatte ich eben ganz kurz das Gefühl, dass ihm das doch irgendwie einen Stich versetzt hat, dass er nach DER Nacht wohl unmittelbar ins Bett seiner Geliebten gefallen ist
- Der Brennholz-Gedanke schoß mir auch sofort durch den Kopf.
- Schleudertrauma = spitzen Vergleich
- Athos Porthos gekniffen war ein bisschen doof ausgedrückt, war schon spät ;-) war gemeint im Sinne von Porthos, nun nicht gerade das Lockenköpfchen gewaschen, sondern er hat ihm „in den Allerwertesten gezwickt“, mit der Nase draufgestoßen, seine Gedanken vielleicht in eine andere Richtung geschubst, da andere Sichtweise.
- Leidensdruck, ohja kenn ich *lol*
- Gereizter Stier, jep genau dieses Bild hatte ich auch vor Augen
- Mit Aramis Angst vor Abweisung bin ich ganz bei dir, aber er sollte Porthos inzwischen trotzdem besser kennen, gerade nach der Schneenacht, da hat er ihn auch nicht fallen gelassen, aber du hast Recht, wenn sich die Angst erstmal durch die Hirnwindungen frisst, dagegen ist kein Kraut gewachsen.
- Jep, vor der Tür reicht nicht, wobei ich nicht glaube, das Porthos sich von einer simplen Tür aufhalten lässt, um das gerade zu rücken und Aramis vor Dummheiten zu bewahren, allenfalls, wenn der ihn rausschmeist. Ich hoffe doch sehr, das er im nächsten Kapi (# 11) die Gelegenheit bekommt, Aramis nen Scheitel zu ziehen, Vorlage + Merkzettel hat er ja jetzt ;-)))) wobei ich mir vorstellen könnte, dass das von der emotionalen Seite noch mal ziemlich heftig werden könnte, bleibt nur zu hoffen, das der Kleene im dann genau erklärt, wie er auf diesen ausgequirlten Blödsinn kommt, damit er das auch versteht und entsprechend handeln kann……
- Mann, da bist du mit dem Antworten schreiben aber echt schneller als ich mit dem Reviewschreiben, du kennst ja auch die Story und weißt, wie sie weiter geht, ich nicht, ich kann da nur ins Blaue spekulieren und dass dauert, bis man den Gedankensalat entwirrt hat…….


Jetzt aber endlich zum noch aktuellen Kapi…..

Mann bin ganz außer Atem vom hinterher Rennen, zum Glück ist der Park nicht allzu groß. Dann hören sie es….Stimmen…..Aramis! und er steckt verdammt in der Klemme, vier gegen einen und er kann sich kaum noch auf den Beinen halten, man schon wieder so ein feiges Kojotenrudel, ist da irgendwo ein Nest in Paris? Jawohl, jetzt aber auf sie mit Gebrüll….. und Porthos stellt sich sofort vor Aramis, als er sieht, dass er in die Knie geht, an wen erinnert mich das bloß wieder ;-)….sie gewinnen rasch die Oberhand, wer, wenn nicht die Unzertrennlichen? Dann tritt der Baron auf den Plan, sag mal, hat der sie noch alle, dieser Schmierenkomödiant???? Das ist ja wohl ein schlechter Scherz. Erst ist er zu feige Aramis alleine mit dem Degen in der Hand gegenüber zu treten, ein ehrliches Duell mit ihm auszufechten, sondern lässt ihn erst mal von seinen Handlangern aufmischen, bis er kaum noch gerade stehen kann und jetzt führt er sich auf wie Graf Rotz???? Na wenn er alle Liebhaber seines Gspusies auf diese Art im Duell besiegt hat, haben wir es hier wohl mit einem ausgemachten Maulaffen zu tun und der gerät bei Athos genau an den richtigen, wie Porthos erstaunt abermals an diesem unglücksseligen Abend feststellen darf ;-) Der kauft diesem Möchtegern- Edelmann den Schneid ab, es dauert zwar ein bisschen, aber unser Athos ist ja ein geduldiger Mann, das kann Porthos getrost seinem Bruder überlassen, der sichert lieber erst mal den Kleinen gegen den Rest der Kojoten ab. Ja um seine Brüder zu retten, gräbt er eben den Comte noch mal aus der Mottenkiste aus.

Was den Comte angeht, da bin ich ganz bei dir, Porthos kann mit dem Namen de la Fère absolut nix anfangen, da der Sitz dieser Adelsfamilie weder in Paris liegt, noch die Familie bei Hofe verkehrt, woher sollte er ihn also kennen. Im Hof der Wunder war er damit beschäftigt, Tag für Tag sein Überleben zu sichern, da hatte er für solche Spielereien keine Zeit. Aramis hätte mit dem Namen vielleicht etwas anfangen können, aber der war so damit beschäftigt möglichst nicht aus den Latschen zu kippen und sich vor seinen Freunden nicht noch eine Blöße zu geben, dass er das, was um ihn herum gerade von statten ging wohl kaum mitbekommen hat. Der Baron, ja dem war der Name sicherlich geläufig. Dieser Kerl, der seine Rachegelüste da so jäh vereitelt hat, steht im Rang höher als er und er droht ihm mit dem König, also fiept er noch ein bisschen, gibt aber letzten Endes doch klein bei, seine Stellung bei Hofe will die Hofschranze schließlich nicht gefährden. Athos letzter trockener Kommentar, erleichtert schmunzeln muß, nee der hält jetzt bestimmt die Füße still, hoffen wir mal, das er Aramis nicht noch mal alleine und ohne Zeugen erwischt……

Aramis meidet den Blickkontakt, reagiert nicht auf Porthos’ Frage, erst als der ihn besorgt an der Schulter berührt, folgt ein schmerzerfülltes Zischen und die Starre löst sich etwas….. er kann es nicht fassen, das sie gekommen sind, das sie ihm geholfen haben, er hat es doch verdient…..aber den Zahn ziehen sie ihm auf der Stelle auf’s energischste und zwar beide! Porthos will ihm aufhelfen, aber Athos unterbindet das mit einem kurzen Kopfschütteln und das ist gut so, Aramis muß alleine wieder auf die Füße kommen, das ist in diesem Moment wichtig für ihn, sonst zieht er sich gleich wieder in sein Schneckenhaus zurück. Athos reicht ihm ein Taschentuch, um sich das Blut vom Gesicht zu wischen, doch er reagiert nicht, aber von Athos lässt er sich das Blut abwischen. Als Porthos ihm Schnee auf die Platzwunde drücken will, um die Blutung zu stoppen, erwacht er plötzlich aus seinem tranceähnlichen Zustand, schlägt seine Hand beiseite…… er glaubt also immer noch, Porthos’ Freundschaft nicht zu verdienen. Er faucht sie an, wie eine in die Ecke getriebene Wildkatze. Warum lässt er sich aber dann von Athos helfen und von Porthos nicht? Vielleicht, weil in seinen Augen immer noch das „Benutzen“ ihrer gemeinsamen Nacht zwischen ihnen steht und die Angst, dass Porthos ihn immer noch fallen lassen könnte. Oh man der Schlag auf den Kopf hat bei ihm das Denkvermögen wohl nicht gefördert! Glaubst du wenn dem so wäre hätte er sein Leben riskiert um dich hier wieder raus zuhauen? Nun hätte er vielleicht, Porthos ist ein Musketier, er würde dich wohl auch in die Garnison schaffen, aber damit hätte er seine Schuldigkeit getan gehabt und hätte sich wohl getrollt, aber die Sorge um dein Wohlergehen steht im immer noch überdeutlich ins Gesicht geschrieben, DIE beiden weichen dir nicht von der Seite! Und wieder ist es Athos’ ruhige Art, die ihn ein Stückchen auf den Boden der Tatsachen zurück holt. Aber Aramis kann es immer noch nicht glauben und dieses Mal fährt ihm Porthos sanft aber bestimmt in die Parade. Jetzt kann er ihn endlich wieder ansehen, sucht in seinen Augen die Lüge….doch er findet sie nicht. Auf dem Rückweg sucht Aramis immer mehr seine Nähe und als er wieder schwankt, wagt Porthos es dann doch seinen Arm um seine Schultern zu legen, um den Freund zu stabilisieren, diesmal lässt er es geschehen.

In der Garnison angekommen entscheidet Arthos, dass sie ihn in seine Stube bringen, nein einen Widerspruch nimmt er ganz sicher nicht hin und Aramis hat auch gar keine Kraft mehr, um dagegen auf zu mukken. An seiner Zimmertür zögert er noch einmal, keiner der beiden war je in seinem Zimmer und auch hier ändert sich wieder etwas für ihn, als er diesen Wendepunkt überschreitet und die beiden einlässt, obwohl er ihre Freundschaft doch eigentlich gar nicht verdient hat…..find dich damit ab, die wirst du nicht wieder los, eher friert die Hölle zu…… by the way, wäre gar nicht so unpraktisch, damit wäre dann zumindest mal ein Problem gelöst;-))))))))))))) Sie sind an seiner Seite, als der Schwindel erneut nach ihm greift, selbst als er würgen muß….und als er sich endlich ausgekotzt hat, sind sie immer noch da! Porthos geht dann mal eben den Eimer entsorgen und Athos schält ihn aus seinen Klamotten, was er willenlos über sich ergehen lässt und das was er sieht, geht Athos an die Nieren. Den Kleinen haben sie wirklich übelst aufgemischt. Als Porthos zurück kehrt ist die Sorge in seinen Augen immer noch da, auch wenn er ihn angrinst. Nee den Doc lassen sie erst mal außen vor, aber Wache schieben ist angesagt, jetzt kommt aber doch ein zaghafter Protest, vergiß es, keine Chance, aber so was von!

Nun geht Athos erst mal Futter besorgen, wird schließlich ne lange Nacht da kommt schon wieder ein kleiner Scherz über Aramis’ Lippen, oookay, dann müssen sie ihn wohl also nur anbinden, dass er die nächsten Tage auch im Bett bleibt und sich wirklich ausruht. Porthos macht sich daran, die Wunden zu versorgen. Aramis lässt es zu, dass er auf der Bettkante Platz nimmt, hält ganz still, als er seine Wunden auswäscht und dabei greift ein bewährtes Mittel aus der Schneenacht wieder auf, er plaudert über belanglose Dinge um sie beide abzulenken. Ich denke es ist nicht nur der Klang seiner Stimme, sondern auch die sanften und vorsichtigen Berührungen von Porthos, die Aramis ein Stück weit entspannen, ist es im Grunde genommen doch nur seine Nähe, nach der er sich sehnt, die ihm Halt gibt.

Athos kehrt mit dem Essen zurück, aber der Kleine will nur schlafen. Als sie sicher sind das er eingeschlafen ist, berichtet Athos, das Tréville bereits weiß, dass Aramis verletzt ist. Wie Athos schwindelt um den Kleinen zu schützen? Porthos kann es nicht fassen…..ein unnachahmlich strafender Athosblick…..Ähm, nööööh…. Hab nur nicht alles im vollen Umfang aufgewärmt und außerdem habe ich euch beiden ein Versprechen gegeben……dafür bekommt er von Porthos ein warmes Lächeln, der Kleine ist erst mal aus der Schusslinie.

Porthos übernimmt die erste Wache. Als Porthos Atrhos sagt, dass er nicht der Erste ist, an dessen Krankenlager er wacht, schoß mir sofort seine Mutter durch den Kopf, das muß schlimm gewesen sein für den Knirps…..die Stunden tröpfeln langsam vor sich hin und Porthos lässt seine Gedanken kreisen, über sein Leben bei den Musketieren, den Hof der Wunder, Aramis, die Geschehnisse der vergangen Stunden. Es ist wie ich es mir dachte, er hat nicht wirklich verstanden, was Aramis im ihm Schlossgarten sagen wollte, wie auch, aber er spürt seine Zerrissenheit, seine Schuldgefühle, seinen Selbsthass als er den Streit Revue passieren lässt, ebenso das da ein Zusammenhang besteht zu seinem Verhalten ihm gegenüber und er nimmt es ernst, sehr ernst sogar…..er wird mit ihm reden, wenn es ihm wieder besser geht und dieses Mal wird er ihn mit Sicherheit nicht davonlaufen lassen, bevor das alles geklärt ist. Jetzt wo er schläft, sieht er so ruhig, friedlich und entspannt aus….. er berührt sacht seine Stirn und seine Wangen um zu überprüfen, ob er Fieber hat….. da ist plötzlich ein sanftes Lächeln in seinem Gesicht….er hat es gespürt.

Als es an der Zeit ist, versucht er ihn zu wecken, doch sein Schlaf ist tief und fest, als er ihn endlich halbwegs wach bekommt, wird er erst mal unwisch angebrummt, öhm ich kann Aramis verstehen, ich reagiere genauso, wenn ich geweckt werde *grins* Er soll ihm nur seinen Namen sagen, dann darf er weiter pennen….René….häh??? Süß, da purzelt ihm im Halbschlaf doch glatt sein wahrer Name raus und Porthos ist erst mal für einen Augenblick zurecht verwirrt. Aber das zeigt mir, dass er Porthos immer noch vertraut, sich trotz allem was passiert ist, seine Nähe und seine Freundschaft wünscht, auch wenn er Angst hat, beides verloren zu haben und schon ist er wieder eingeschlafen…..ich denke Porthos wird das auch erkennen, wenn er Zeit und Ruhe hat darüber nachzudenken….

Die Nacht verläuft weiterhin ereignislos…..doch dann ändert sich etwas, Aramis ist in einem Alptraum gefangen und wie auf’s Stichwort erscheint Athos zur Wachablösung. Porthos schüttelt ihn und Aramis fährt mit einem Aufschrei hoch, Entsetzen in den weit aufgerissenen Augen…..das schlagartig verschwindet, als er sein Gegenüber erkennt…..nein Porthos liegt nicht unter dem Schnee…..Athos? ist auch hier…..Erleichterung und Verlegenheit fluten Aramis, als er sich wieder in die Kissen fallen lässt….sie sind hier! Wohlauf und unversehrt! Und Porthos dämmert es, Savoyen, der Schnee, dass war der Auslöser immer und immer wieder! Aramis wirkt wie versteinert …..und endlich bricht er sein Schweigen, erzählt ihnen von zweien seiner Damönen…..sie sind beide erschüttert, ein Blick zu Athos genügt für Pothos um in dessen Augen seine eigenen Empfindungen in diesem Moment widergespiegelt zu sehen und lässt ihn aus der Gewissheit heraus, dass er nicht alleine damit ist, Aramis gegen seine Dämonen beizustehen, ihr Versprechen erneut bekräftigen und auch Athos steht dem in nichts nach. Hier finde ich es sehr gut und immens wichtig für Aramis, dass du auch Athos mir ins Boot holst. Porthos schnürt es die Kehle zu als er diesen „ungläubigen Schimmer der Hoffnung“ in Aramis Augen sieht, aber das was er sieht lässt ihn letztendlich das einzig richtige tun und die richtigen Worte finden. Er legt dem einen die Hand auf die Schulter, dem anderen auf den Unterarm und besiegelt damit ihren Pakt einander gegen ihre Dämonen beizustehen sich nie im Stich zulassen…..und damit zaubert er endlich das erste Mal seit langem wieder ein warmes Leuchten in diese seelenvollen Augen. Ob er es glaubt oder nicht, Porthos ist eben doch die beste Medizin für Aramis!

Wie ?!? gerade noch hat er Aramis geschworen, daß er ihn nicht alleine lassen wird und jetzt will ihn Athos ins Bett schicken?!? Das stürzt Porthos nun doch in einen Gewissenskonflikt und er will aufamseln, aber Aramis beruhigt ihn, du hast über mich gewacht, die ganze Zeit schon, trotz allem, aber jetzt geh und sieh zu, dass du auch endlich zur Ruhe kommst, es ist okay, Athos ist hier und passt auf mich auf…..er forscht in seinen Augen und erkennt, dass er es ernst meint…..also geht er, aber nicht ohne den Hinweis, dass er gleich neben an ist, wenn sie ihn brauchen. Athos furztrockener Kommentar „Wissen wir doch“ und nu schleich dich endlich….. wie soll man da noch Widerstand leisten……auch ein Porthos du Vallon muß irgendwann mal pennen, wenn sich das Adrenalin verflüchtigt hat……und so tief und fest hat er mit Sicherheit schon lange nicht mehr geschlafen, mit Ausnahme einer gewissen Nacht vielleicht ;-))))))

Ja bei diesem Kapi merkt man wieder so richtig den Recherchefreak, was der Story, wie immer nur zu gute kommt, sie glaubwürdig macht. Ich weiß nicht, ob ich da die Geduld dazu hätte, es sei denn, es wäre etwas, was mich wirklich umtreibt und an dem ich mich so richtig fest gebissen habe, so viel zum Thema selbst mal versuchen was zu schreiben, das hatten wir ja schon mal, gelle? ;-) Nöh…. So weit bin ich noch lange nicht, da bring ich doch lieber meinen Wohnzimmertisch in Sicherheit und „zerpflücke“ genüsslich deine Geschichten Absatz für Absatz, um rauszukriegen, was der hochgeschätzte Lieblingsschreiberling uns damit sagen will ;-)))))) also Chapeau meine Liebe!

In diesem Sinne bis die Tage aus dem kalten, heute mit einzelnen Flöckchen gesegneten Neckartal ( hoffentlich sind meine frisch lackierten Fußleisten bis morgen trocken, dass ich die morgen auch wie geplant wirklich hinschrauben kann)
GVVLG Tina

Antwort von Ann Morgan am 30.03.2021 | 19:42 Uhr
Hallo, meine Liebe, :-)!!

So – nun gehe ich endlich mal die Antwort hierauf an – Du weißt, ich brauche wortwörtlich immer Stunden dafür und dazu noch Ruhe. Beides habe ich im Moment und nutze es, so lange wie möglich – und dann kriegst Du die Antwort vielleicht sogar noch vor dem Zuhause-sein ;-)

Noch kurz zu den Antwort-Antworten:
-Okay, stimmt: Da IST Aramis kurz ausgeflippt; als Athos gnadenlos den schwer verwundeten Porthos nach Paris schleppen wollte. Aber ehrlich – selbst beim Erstsehen, als ich Athos nur 2 Folgen lang kannte, dacht sogar ich WTH!?! Da war Aramis‘ Wut absolut berechtigt!!! Porthos‘ Held *breit lächele*
-Okay, hier noch eine Portion Cookies und Toffifee – die brauchen wir erst in ein paar Wochen wieder (dann aber karrenweise, befürchte ich...). Bis dahin habe ich Nachschub besorgt *zwinker*
-dass Aramis schnurstracks nach ihrer ersten Nacht zu Mme Garzon aufgebrochen ist – okay, das muss einfach verletzend sein! Aber Porthos hat es auch verwirrt, weil Aramis so nicht ist... So oberflächlich und verletzend. So hatte er ihn zumindest nicht kennengelernt bisher.
-gereizter Stier und Porthos... das passt total! ich habe da auch noch das Bild parat, direkt nachdem Aramis aus dem Fenster geschmissen wurde, wie er kaum zu bändigen war vor Entsetzen und Wut

Jetzt aber auch von mir zum Kapitel :-)!
Der Park ist nicht so groß, ließ Google Maps zumindest vermuten ;-)) Falls es den damals überhaupt schon gab *lach*!
Jaja, die feigen Kojoten rotten sich in Paris offenbar gerne zusammen, und was nicht in der roten Garde unterkommt, begibt sich dann in den Dienst eines gut zahlenden „Edel“mannes, für den man dann die Drecksarbeit übernimmt...

Hach, ja, natürlich muss Porthos sich vor Aramis stellen, als er sieht, dass der nicht mehr kann *schmacht*zwinker* Und – an was erinnert Dich das? Habe etwa ICH etwa schon mal sowas geschrieben??*unschuldig dreinschaue*lach*

Ich glaube, der gute Baron Beauvais wäre pikiert, wüsste er um Deine Gedanken mit ihm als Schmierenkomödiant im Zentrum... Und das ist Tina natürlich herzlichst egal *lol*!! Graf Rotz ist auch gut!!! *Tina-weiter-so-Fähnchen schwenke* Nein der Gute ist nicht zu feige, er lässt seine Raufbolde die Vorarbeit leisten und schließt dann selbst ab. Ich hatte tatsächlich eine adelige Jagd im Hinterkopf – das Fußvolk macht die Drecksarbeit, hetzt das Wild halb zu Tode bis vor die Flinte der Herrschaften, die sich dann ihrer großartigen Fähigkeiten als Jäger rühmen *würg*.
Aber wir kennen einen Adeligen, der höchstselbst für das kämpft, was ihm wichtig ist – mit Degen und mit Worten. Und kauft damit dem rotzigen Baron sehr schnell den Schneid ab... (und schon wieder: ich wähle meine Worte, schaue ins Review – und lese bei Dir: „...kauft diesem Möchtegern- Edelmann den Schneid ab, ...“ *mich gepflegt wegschmeiße* Herrlich :-)))!!!

Hach, klasse, dass Du verstehst, warum ich mich entschieden habe, Athos seinen Namen nennen zu lassen. Vielleicht denke ich manchmal auch einfach zu viel, erkläre zu viel – andererseits macht es mir echt Freude, Euch an meinen Gedanken teilhaben zu lassen und zu zeigen, warum ich einzelne Dinge wie schreibe :-)!
Haach – und welch herrliches Kopfkino: Der winselnde Baron, der dann doch mit eingekniffenem Schwanz das Weite sucht. Und Athos letzter trockener Kommentar auf das „Das werdet ihr noch bereuen!“ ist wirklich typisch er. Obwohl... so beleidigtes adeliges Kroppzeugs... *unschuldig pfeifend in der Gegend herumschaue* Ach was, vergiss es einfach! Ich verspreche nur eins: Beauvais wird Aramis nicht treffen, weder allein noch in Begleitung. Also, zumindest nicht in den Waffenbrüder-Geschichten. Darüber hinaus trage ich ja keine Verantwortung! *noch unschuldiger dreinschaue*grinsen muss*

Aramis hat nicht damit gerechnet, dass die zwei kommen... Ist das nicht bitter? Und Athos erkennt, dass Aramis selbst auf die Beine kommen muss. Athos‘ Taschentuch nimmt er noch hin – aber als Porthos mit Schnee anrückt (zum Kühlen einer Beule eigentlich doch gar nicht schlecht ;-), schlägt er dessen Hand beiseite... Warum lässt er sich von Athos helfen, von Porthos nicht? Ich sag nur: Schnee... *zwinker* Wobei ich Dir nicht widersprechen kann, dass der Schlag gegen den Kopf nicht eben Aramis‘ Denkvermögen verbessert hat...*seufz*!
Hach Du, hier schmelze ich mal wieder bei Deinem Vergleich von der in die Enge getriebenen Wildkatze. Und eine verängstigte Wildkatze kann nicht logisch denken. Er versteht wirklich nicht, wieso die beiden ihr Leben riskieren, um ihn da rauszuhauen! Und ja, Tina: Die beiden weichen ihm nicht von der Seite, wenn es brenzlig wird! Das wissen wir, weil wir ja schon etwa 6 Jahre weiter in der Geschichte sind *mega seufz*
Na, und auf dem Rückweg siegt Herz über Verstand, oder Schwäche über unsinnige Gedanken, und er sucht mal wieder Porthos‘ Nähe!

Ein weiterer Schritt: Die anderen beiden in sein Zimmer lassen – und damit endgültig in sein Leben, nun mit allen Konsequenzen. Und die zwei gehen nicht mal, wenn die Hölle zufriert, stehen ihm natürlich bei, selbst als er sich übergeben muss. Und natürlich geht Athos an die Nieren, was er da auf Aramis‘ Körper sieht... Wir werden in etlichen Wochen nochmal was über ihn lernen, das zeigt, warum ihn der Anblick solcher Verletzungen besonders zusetzt. Eine Geschichte, die ich seit Monaten schreibe, schwierig, komplex, die ich aber auch total mag (allerdings Athos-d’Art-zentriert) und die inzwischen schon bei 35.000 Worten steht, obwohl zwischendrin und am Ende noch einiges fehlt *schnauf*... Sorry, ich schweife ab, weil ich die letzten tage gerade wieder sehr intensiv damit beschäftigt war ;-))

Aramis ist nicht d’Artagnan, nachdem er kapiert hat, dass die Freunde sich gerne um ihn kümmern, muss man zumindest ihn nicht ans Bett fesseln.... Also, zumindest nicht, damit er ausruht...*rot werde*lach*.
Aber ja: Neben Porthos‘ Stimme sind auch seine behutsamen Berührungen der Grund, warum Aramis entspannt. Der Große zeigt ihm das, was Aramis allein in Worte gefasst nicht glauben kann: Dass er ihm viel bedeutet. Und Dass Aramis in seinem derzeitigen seelischen Zustand Porthos‘ Nähe braucht, den Halt, den Porthos ihm gibt, ich glaube, das ist unbezweifelt *lächele*!

Athos kann durchaus auch was für sich behalten *lach*! Und Porthos freut sich, dass er nicht nur den Kleinen (1,83m groß *schmunzel* - Oh, ich hab das gerade auf imdb.com nachgeschlagen und gesehen, dass Santiago auch in der Serie „Picard“ mitspielt – als alter Trekkie schon lange auf meiner must-see-Liste, und jetzt erst recht!!!!*hechel*lach* Ähem... sorry, zurück zum Review ;-)... Aalso: dass er nicht nur den Kleinen aus der Schusslinie genommen hat, sondern das der Schwur von Athos ihm und Aramis gilt – etwas sehr Besonderes also ist! :-)))

Und oooh, Tina! Da hast Du mich gleich schon wieder weichgeklopft! Tatsächlich dachte ich bei Krankenlager, an dem Porthos schon gewacht hatte, an Flea und Charon – nicht an seine Mutter, aber: JAAA!!!!!!!!!!! Fünf Jahre, völlig allein mit der Verantwortung um die totkranke Mutter... das ist unvorstellbar!!! *Porthos in’n Arm nehmen will!*

Jepp, Du kannst Dich super in Porthos hineinversetzen. Nein, er hat nicht verstanden, was Aramis sagen wollte. Er kommt aus einer völlig anderen Welt als Aramis, ohne diese strengen Kirchenregeln... Er kann die (selbst für uns) verworrenen Gedankengänge, die daraus resultierende Schuld, die Aramis verspürt, nicht nachvollziehen. Aber er tut etwas, was ich großartig finde: Er nimmt Aramis und dessen Gefühle ernst!
Das Gespräch wird kommen, und ich weiß ja, dass Du es schon gelesen hast :-))!

Mitten in der Nacht aus dem Tiefschlaf wecken? Mach das bei mir – und Du kannst eine friedliebende Seele zur Furie mutieren sehen *lach* Von daher reagiert Aramis ja noch gnädig, aber es muss halt sein, von wegen Gehirnerschütterung ;-))
Renè, jepp, Aramis‘ Taufname :-)) Und wieder finde ich wunderschön, wie Du aus der Handlung, aus den Reaktionen das tiefe Vertrauen herausliest, das Aramis trotz allem instinktiv in Porthos setzt!

Okay, Albtraum musste kommen... Ich stelle mir vor, dass Aramis in den letzten Wochen häufiger Albträume hatte, und nach den gerade geschehenen Erlebnissen sicher kein Wunder, nach all dem Schnee, dass es wieder so weit ist. Aber diesmal ist er nicht allein, diesmal kann und muss und wird er reden...
Beide sind erschüttert, richtig. Sie haben ja vieles geahnt, aber nun aus Aramis‘ Mund zu hören, wie es ihm geht, welche Dämonen ihn umtreiben... Da ist es beiden wichtig, ihren Schwur zu bekräftigen!
Und dann bin ich wieder einmal ober-happy, nämlich über Deine Bemerkung, dass Du es gut und immens wichtig gerade für Aramis findest, dass ich hier Athos mit ins Boot hole!! Es war mir nämlich selbst ein absolutes Bedürfnis!! Es gibt zwar das besondere Band zwischen Porthos und Aramis, die Tatsache, dass ihre Freundschaft eben körperlich auch noch auf einer anderen Ebene stattfindet – aber es waren, sind und bleiben die DREI Unzertrennlichen (okay, bis d’Art auftaucht natürlich *lach*)! Ich wollte und musste hier einfach in der Geschichte nicht nur die Basis schaffen für die „Friends with Benefits“, sondern auch die Wurzeln des tiefen, brüderlichen Bundes der drei. Und das zaubert hier Aramis endlich wieder ein Lächeln ins Gesicht *selbst glücklich lächele*. Und oh, Du, da schreibst Du wahre Worte: Porthos ist doch die beste Medizin für Aramis!

Und wo es gerade so brüderlich zugeht, soll Porthos ins Bett??*lol*
Aber nun sehen wir, dass Aramis das Geschehen nun endlich wirklich glaubt und akzeptiert, dass er seine Sicherheit dank seinen Brüdern wiedergefunden hat – er schickt Porthos ins Bett.
Athos kann auch in der Serie so furztrockene Kommis loslassen, und ich liebe es, das immer wieder einzubauen, weil es so sehr ER ist :-)) Natürlich weiß er nach all den Monaten, wo Porthos‘ Schlafkammer ist *lach*!
Und Porthos kann tatsächlich so tief und zufrieden schlafen wie nach einer gewissen anderen Nacht *zwinker*!

Hach Du – danke für das riesige Lob zur Recherche! Und natürlich ist es bei mir auch so: Ich bringe die Geduld dafür nur auf, weil es mich interessiert. Weil es für mich selbst die Welt der Musketiere lebendiger und greifbarer macht und meine Phantasie anregt!
Und... okay, ich gebe es zu, es würde mich schon stören, wenn ein Leser mit schreiben müsste: Man bezahlte damals mit Sou, nicht Euro (mal als übertriebenes Beispiel *lach*)!
Wenn ich mir Deine wundervollen, akribisch erarbeiteten, wohl formulierten und detailreichen Reviews anschaue, denke ich nach wie vor, Du könntest auch Geschichten schreiben. Aber für mich ist es natürlich obergenial, dass Du Deine Energie aufs „Kapitel-zerpflücken“ konzentrierst! *lach*

Ich danke, danke, daanke Dir! Fühl Dich superfest gedrückt!!
Euch nun noch eine gute, letzte Nacht (und sicher kurze, da gibt es meiner Erinnerung nach immer genauso erbarmungslos früh Frühstück wie Mittagessen ;-)! Kommt gut nach Hause!

GGLG (auch an den großen Kleinen :-)
Ann
PS: 1 3/4h ;-))
16.03.2021 | 09:37 Uhr
Hallo Ann,

ach es ging weiter und sie haben Aramis gerettet.
Daran habe ich aber auch nicht gezweifelt. Solche Freunde zu haben ist was feines. Sie stehen ihm bei uns kümmern sich um ihn. Gerade jetzt in dem Moment ist das wichtig. Er darf nicht alleine sein.

Deine Erklärungen fand ich nicht zu lang sondern eher richtig gut und passend. Manchmal braucht man das auch. Ich lese auch gerne das Glossar im Buch, wenn es so Erklärungen gibt.

Nut gut, dass sich Athos so wehren kann. Er ist eben ein Comte und weiß daher wie man mit Adligen umgeht. Für uns normale ist das nicht so einfach. Er kann sich da anders durchsetzen hat eine ganz andere Sicht dazu.
Stimmt Mätressen gab es schon immer. Wenn man da an Heinrich dem 8 denkt. Der hatte ja viele Geliebte.
Aber das war ein Skandal wenn es raus kam, vor allem wenn die Dame verheiratet war.

Was ich andere gedacht habe?
Nun ich hatte nicht gedacht, dass die beiden also Porthos und Aramis doch miteinander reden. Und auch das Aramis zu seiner Geliebten geht.
Wohl eher das er eine waghalsige Situation sucht.
Ich dachte, er sucht Zuflucht im Alkohol. Aber auch das er ein Risiko eingeht.

Auf jedes Fall ein sehr aufwühlendes Kapitel und sehr bewegend.
Von der Schädelbohrung habe ich auch schon gehört. Das kenne ich aus meinen historischen Romanen.

Da musste sich Aramis ja nun doch helfen lassen auch wenn er das zu Beginn nicht wollte. Ich fand es niedlich als er den anderen seinen Namen genannt hat und wie erstaunt Porthos war.

Dann warte ich mal gespannt auf den nächsten Teil.

Hab noch eine schöne Woche.
Bye die Laila

Antwort von Ann Morgan am 17.03.2021 | 18:09 Uhr
Hallo, liebe Laila!

So – da schaffe ich es diese Woche doch glatt mal einen Tag früher, zu antworten ;-)!

Jepp – sie haben Aramis gerettet. Wir hatten sicher beide keinen Zweifel daran, aber es hätte sich ja auch noch länger hinziehen können. Das wollte ich aber nicht - Aramis hat auch so schon genug gelitten!

Oh, Mensch, da gebe ich Dir absolut recht: Solche Freude wünscht sich jeder! Sie stehen ihm bei, ohne Zögern, ohne Wenn und Aber, und kümmern sichwirklich rührend! Denn natürlich hast Du schon wieder total recht: Aramis darf jetzt nicht alleine sein. Zum einen wegen der möglichen Gehirnerschütterung, aber auch wegen seines seelischen Zustands.

Es hat total Spaß gemacht, zu schreiben, wie Athos hier den – eigentlich verhassten – Comte in sich nutzt, um diesen arroganten Diener in seine Schranken zu weisen und später auch dem Baron Paroli zu bieten! Ja, ich weiß, was Du meinst – auch wenn es bescheuert ist, weil sie ja auch nur Menschen sind: Wenn ich jemanden aus einem Königshaus treffen würde – keine Ahnung, Prinz Harry aus Großbritannien oder Kronprinzessin Victoria von Schweden meinetwegen – wäre ich doch ein wenig eingeschüchtert... Und damals waren die Standesunterschiede doch gewaltig! Da ist es gut, dass Athos dank seines Lebens als Adeliger hier sich wehren kann und Respekt verschafft - gut für Aramis!! :-))

Und ja – Heinrich VIII. und seine Mätressen, die dann auch seine Frauen wurden, die er dann töten ließ, um dann die nächste... *hust* Da ist dieser Baron hier ja fast noch gnädig – der killt „nur“ die Nebenbuhler ;-) Bei einem König ist das dann doch noch etwas anderes als bei einem Adeligen (in Sachen Mätresse)– der "einfache Adelige" wird evtl. dafür abgestraft, wenn es herauskommt.

Danke für Deine Antwort auf meine neugierige Frage! Du dachtest also, dass das Unheil da schon richtig losgeht – dass Porthos und Aramis nicht mehr miteinander reden würden... Stattdessen flüchtet Aramis zu seiner Geliebten. Das war ja eine waghalsige Situation, aber ganz bestimmt hat Aramis den ersten Zusammenstoß mit dem Baron nicht geplant ;-)) Und er ist am nächsten Tag fast wieder normal... scheinbar.
Ja – Deine Variante wäre auch absolut denkbar gewesen – vor allem das sich-in-Gefahr-stürzen. Aramis zieht das ja regelrecht an... Alkohol dagegen ist eher Athos‘ Ding, Aramis nutzt den nur in Maßen, um sich Mut für etwas anzutrinken.

Hach – ich freue mich, dass das Kapitel für Dich zwar aufwühlend, aber auch bewegend war! Denn genau das war auch mein Ziel. Und – auch wenn es doof klingt, weil ich es ja selbst geschrieben habe: Aber es wühlt mich selbst auch immer wieder auf, Aramis so zu sehen!
Er muss sich jetzt helfen lassen, und endlich lässt er Hilfe auch zu; musste ja viel passieren, damit er das annimmt von seinen Freunden *seufz*!

Und wenigstens eine Szene zum Schmunzeln gab es ja: Als er Porthos seinen echten Namen nennt – Réne ;-)) Schön, dass Dir das gefallen hat!!

Danke auch für die Rückmeldung, dass die Erklärungen am Ende für Dich die richtige Länge hatten – das kann ich selbst immer schwer einschätzen. Und dann musste ich lachen, weil ich auch der Typ bin, der bei Büchern Anhänge und Glossar liest. Bestes Beispiel sind die Anhänge bei Herr der Ringe – die sind total lang und teilweise trockene Geschichtszahlen, wann in Mittelerde was passiert ist oder zwergische Ahnentafeln... Die Konsequenz war, dass ich dann eine kleine historische Geschichte zu den Zwergen geschrieben habe, basierend auf den Fakten und Daten aus den Anhängen... *hust*lach*
Langer Rede kurzer Sinn: Ich verstehe Dich gut :-)))!!
Und die Schädelbohrung im historischen Kontext habe ich zum ersten Mal im Buch „Sinuhe, der Ägypter“ gelesen. Das Buch ist zwar etwas langatmig – aber das ist mir in Erinnerung geblieben *schaudernd lache*. Es gab tatsächlich schon im alten Ägypten Schädelbohrungen, um den Hirndruck bei Schädelprellungen zu lindern! Aber auch das blieb Aramis erspart ;-)

Ich freue mich auch darauf, am Freitag den nächsten Teil zu posten! Ich hoffe, er gefällt Dir auch wieder – weil Porthos und Aramis doch Deine Lieblinge sind!

Dir danke ich an dieser Stelle wieder einmal von Herzen für Deine immer treuen, so lieben Kommentare! Dazu wünsche ich nun noch eine schöne Restwoche und sage: Bis bald!

GLG
Ann
12.03.2021 | 22:26 Uhr
keine Schädelbohrung? Dabei wäre das doch mal ein feines Toffifee Festmahl gewesen *lach*
Nee, im Ernst, ich mag dieses Kapitel sehr. Eine gelungene Mischung aus Spannung und Emotionen!
liebe Grüße
caro

Antwort von Ann Morgan am 13.03.2021 | 17:54 Uhr
Hallo, meine liebe Caro!

Hohihi - nein, keine Schädelbohrung, denn hier spielt Hannibal Lecter ja nicht mit *grins*. An dem musste ich nämlich denken, als Du auch noch das Wörtchen "Festmahl" hier reinwirfst *mich schüttelnd lache*!!

Hach - und ich freue mich wie Plätzchen, dass Du dieses Kapitel magst! Ohhh - gelungene Mischung aus Spannung und Emotionen - genau, wie es sein sollte!!
Vielen lieben Dank, Süße!!

Wenig Sturmschäden und ein schönes Wochenende,
GLG
Ann
12.03.2021 | 22:24 Uhr
Hallo liebe Ann,

Jetzt muss ich erstmal tief durchatmen und dann versuchen, in Worte zu fassen, was mir beim Lesen durch den Kopf geschwirrt ist.

Also erstmal: Wow! Ich war wieder "mittendrin und nicht nur dabei", wenn du verstehst, was ich meine. Gefühlt musste ich beim Lesen nur die Hand ausstrecken und hätte die Jungs anfassen können.

Aramis hätte ich zwischendurch gerne in den Arm genommen. Der Ärmste war ja völlig fertig, körperlich und seelisch. Aber er hat endlich darüber geredet, was ihn so bedrückt und hat seine Freude wieder an sich heran gelassen. Nicht, das er noch eine echte Wahl gehabt hätte, aber nach dem letzten Albtraum und der Erkenntnis, dass Athos und Porthos wohl schon etwas über Savoyen wissen, hat Aramis wohl nicht mehr die Kraft, sich wieder zurückzuziehen.
So peinlich es ihm anfangs auch gewesen sein mag, er hat die beiden Männer mit seinem "unmännlichen" Verhalten nicht abgeschreckt. Ganz im Gegenteil, sie versprechen, sie schwören ihm etwas, das er bestimmt nicht erwartet oder sich auch nur erhofft hat.
Zuerst Athos: "Ihr seid meine Brüder. Und wir lassen einander nicht im Stich. Niemals." und dann setzt Porthos noch einen obendrauf: "Wir werden da sein, wenn es schneit, Aramis, genauso, wie du für uns da bist, wenn uns unsere Dämonen quälen." (Diese Szene wird für mich wohl eine der Kernszenen dieser Geschichte bleiben.)
Aramis muss nicht mehr um jeden Preis stark sein und alles mit sich selbst ausmachen. Das muss zwar erst einmal richtig ankommen und von ihm verarbeitet werden, aber dann kann er zu dem starken und furchtlosen Musketier werden, den wir kennengelernt haben.

Was Athos und seinen vollständigen Namen angeht: Porthos war ja schon ganz am Anfang aufgefallen, dass Athos adelig sein müsste. Deshalb wundert er sich auch nicht, als sein Kamerad dem Baron so gut den Wind aus den Segeln nehmen kann. Der Name muss ihm nichts sagen, Adelskunde gehörte bestimmt nicht zu den grundlegenden Themen seiner Kindheit. Und wenn Athos ihn nicht verwendet, ist er auch nicht wichtig. Aramis ist anfangs in seiner eigenen Welt. Er bekommt ohnehin nur einen Bruchteil des Geschehens mit. Es wäre für mich seltsamer, wenn er sich ausgerechnet den Namen gemerkt hätte.

Niedlich finde ich, wie Aramis im Halbschlaf mit seinem echten Namen herausrückt und ihm erst bei der Nachfrage klar wird, dass er seinen Freund damit total verwirrt.

So meine liebe Nachteule, ich danke dir für diese fantastischen Start ins Wochenende. Wie immer wünsche ich dir ein erholsames Wochenende und eine angenehme Woche. Lass dich nicht wegwehen. ;-)
Muss ich noch schreiben, dass ich mich schon wieder auf den nächsten Teil freue? Bestimmt kannst du es dir schon denken, aber ich mache es trotzdem: Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil und bin gespannt, wie es weitergeht. :-)

Liebe Grüße
Brigitte

Antwort von Ann Morgan am 14.03.2021 | 15:23 Uhr
Hallo, meine liebe, liebe Brigitte!

Und schon wieder ein Review, mit dem Du mich sprachlos und mit einem dicken Kloß im Hals hier zurücklässt... Und das auch noch beim wiederholten Mal lesen!!
Wenn ich Dich zum tief Durchatmen bringe, oh, Mensch!!! :-)))

Mittendrin und mit dabei – ja, ich verstehe total, was Du meinst, denn genau so schreibe ich ja! Ich sehe, höre die Charaktere, die Szenen, versuche, das in die richtigen Worte zu fassen... Aber das heißt ja nicht automatisch, dass es mir gelingt, das auch zu transportieren! Hier bei Dir ist es aber gelungen, und gerade bei diesen sehr sensiblen, emotionalen Kapiteln, die mich selbst gepackt haben – da jubele ich mit Kloß im Hals (ja, ich weiß ich wiederhole mich, aber so ist es :-), weil ich die richtigen Worte gefunden habe!!!

Und auch hier bin ich wieder echt glücklich, dass Du so genau erkennst, wie es Aramis geht: Fertig – körperlich und seelisch. Der absolute Tiefpunkt. Er wehrt sich noch gegen seine Peiniger, aber kraftlos. Er kann nicht mehr. Auf allen Ebenen.

Aber er hat zwei Freunde, die ihn nicht im Stich lassen, ihn nicht nur raushauen aus der akuten Gefahr, sondern die auch nicht locker lassen und denen er sich anvertrauen kann, als es eben überhaupt keinen anderen Ausweg mehr gibt. Richtig – er hatte eigentlich nach dem Albtraum keine Wahl mehr – und keine Kraft. Das Weglaufen ist vorbei.
Und seine schlimmste Befürchtung bewahrheitet sich eben nicht, sondern genau das Gegenteil geschieht: Porthos und Athos stoßen ihn nicht angewidert von sich, sondern fangen ihn auf, stehen zu ihm und ihm bei.

Die beiden einem Schwur gleichkommenden Versprechen, die sie ihm geben – herrje, Brigitte – für Dich eine der Kernszenen der Geschichte??? Und wieder bin ich – glücklich trifft es nicht mal ansatzweise!!!
Und auch Deine nächste Erkenntnis lässt mich jubeln: Denn ja klar ist der Aramis hier ein anderer Mensch als der, den wir 5 Jahre später in der Serie kennen lernen. Gerade im ersten Kapitel gab es sicher für einige Leser den WTH-Moment, als ich ihn als düster und abweisend beschreibe – das absolute Gegenteil zu dem Aramis, den wir kennen. Meine Intention, dass er diese Stärke wiederfinden kann aufgrund der Freundschaft, die er von den anderen beiden bedingungslos erfährt – das hast Du hier herausgelesen und erkannt!! *glücklich lächele*!!

Hach, danke, dass Du auf meine Erläuterung am Ende noch eingehst!! Für Dich ist es ganz offensichtlich regelrecht logisch, warum Athos Beauvais gegenüber seinen vollen Namen nennt und warum das trotzdem keine Auswirkungen auf die Konsistenz zur Serie hat!!

Ich war mir gar nicht bewusst, dass Aramis sich tatsächlich einen echten Alias-Namen zugelegt hatte. Nach längerem Nachforschen fand ich heraus, dass „Aramis“ kein Teil seines eigentlichen Namens ist (anders als bei Athos). Und so hat es Spaß gemacht, Porthos hier nachts ein wenig zu verwirren ;-)) Wie schön, dass dieser kleine Einwurf Dir gefällt!! :-)))

Nachteule – Du kennst mich verflixt gut *lach* Gelesen habe ich das Review um ca. 1:15 Uhr am Samstag“morgen“ ;-)) Zum Antworten war ich dann aber doch zu müde, bin allerdings mit einem wirklich seligen Lächeln ins Bett gegangen!! Du hast also auch mir einen phantastischen Start ins Wochenende verschafft!!
Nein – Du „musst“ mal gar nix schreiben – aber ich freue mich trotzdem unsagbar, wie sehr Dich diese Geschichte gepackt hat, was aus Deinen Worten klar und deutlich spricht!!!
Wie es weitergeht? Nun, Du kennst mich inzwischen. Es gibt noch zwei Punkte, die ich aufarbeiten muss, und jedem ist noch ein Kapitel gewidmet. Naja, und mit dem Epilog springen wir wieder in die „Gegenwart“ (also die mit d’Artagnan *lach*)!

Ich kann das nur zurückgeben – ich freue mich jetzt schon wie verrückt auf Deine Meinung zum Rest!!
Gestern konnte ich den ärgsten Sturmböen entgehen, Schaden haben wir gottlob keinen genommen, und heute ist es recht ruhig! Ich hoffe, auch bei Euch ist alles gut! Nun hab noch einen schönen Sonntag, und wir lesen uns, meine liebe Musketierin!!

GGLG
Ann
11.03.2021 | 00:09 Uhr
Gedankenspiele Waffenbrüder 2 „Friends with Benefits“ Kapi 9 / Kälte

Hallo Meisterin der spitzen Feder,

Kälte…..hat mich sofort beschlichen, als ich am Freitag zum allerersten Mal nur den Titel las und hat mich bis jetzt nicht mehr losgelassen…… dieses Kapi musste ich erst mal sacken lassen, mehr noch als Serges Erzählung und Schnee zusammen. Das war echt staker Tobak, obwohl ich in Sachen heftiger emotionaler Kapis von dir ja jetzt schon einiges gewöhnt bin…..

Es hatte in der Nacht also wieder geschneit…. und mir schwant nix, aber absolut gar nix gutes….
Das Porthos nach DER Nacht und der Grübelei, was er denn nu bitte schön falsch gemacht hat nicht gerade mit einem sonnigen Lächeln im Gesicht in die Kantine geweht kommt kann ich verstehen und dann behandelt der Kerl ihn wieder wie Luft, kaum dass er die Zähne zu einem guten Morgen auseinander kriegt?!? So ein Verhalten muß ja dem stärksten Sonnenschein auf die Dauer aufs Gemüt hauen. Okay er hat’s ja geschnallt, dass das ne einmalige Sache war, er hat’s akzeptiert, dass du auf Distanz gehst, aber musst du ihn dann auch noch so behandeln? Er hat dir in der vergangenen Nacht wahrhaftig keinen Anlaß dazu gegeben, sondern sich verhalten wie ein Gentleman! Dreht der Kerl jetzt völlig am Rad nur weil ihn wieder sein schlechtes Gewissen zwickt? Aaaargh ich möchte Aramis am liebsten packen, kräftig durchschütteln und mal ordentlich in den Pferdetrog tunken! obwohl ich den wohl erst aufhacken muß. Tim soll mir mal die Axt rüber schieben, so was fehlt mir in meiner Waffensammlung noch, ne handliche Zwergenaxt, obwohl, irgendwo muß noch so ein sauschwerer Streitkolben rumliegen, muß mal suchen gehen, wo bin ich da letzt grade drübergestolpert *heftig grübele*? So kann der doch mit Porthos nicht umspringen, dass ist ja noch schlimmer als ganz am Anfang!

Wenigstens hat Papa Bär heute ein Einsehen mit seinem Kleeblatt und schiebt sie in den Palast ab. Dort ist es warm und trocken, der Kleine sieht den Schnee nicht, Gefahr minimiert, das er wieder Dummheiten macht, naja und sind wir doch mal ehrlich, besser die Beine in den Bauch stehen, als bei Eis und Schnee durch den Dreck robben.

Doch heute ist es anders, keine leise Unterhaltungen, kein Scherzen, nicht einmal das bei Porthos so beliebte rezitieren aus Athos’s Büchern, das er so bewundert, nur düsteres, beklemmendes Schweigen, nur unterbrochen vom Geschnatter der Hofschranzen, die vorüberziehen und sie keines Blickes würdigen. Kein lockerer Spruch von Aramis, der sonst düstere Stimmung im Keim erstickt, der hüllt sich in kryptisches Schweigen und scheint weit weg zu sein, Athos beobachtet nur stumm und mit wachsender Besorgnis, da türmen sich Gewitterwolken am Horizont und die Luft zwischen ihnen ist zum Schneiden dick. Porthos Stimmung ist nicht auf dem Null- sie nähert sich dem Siedepunkt, je näher die Wachablösung rückt, wenn wundert es da, das er ohne ein Wort wie ein geölter Blitz davon stürmt, als die Wache endlich übergeben ist sonst wäre ihm vielleicht an Ort und Stelle noch die Galle übergekocht. Als die Staubwolken sich legen, folgt von Athos so typisch nur ein fragender strenger Blick. Aramis zuckt nur mit den Schultern, aber seine Betroffenheit und sein Schuldbewusstsein kann er nicht mehr verbergen, es ist ganz offensichtlich, dass Porthos’ Verhalten auf seine Kappe geht, SO kennen sie ihn beide nicht! Jetzt rückt ihm Athos auf die Pelle, „Klärt das! Was auch immer... das ist!“ Es ist nur eine Bitte, die da ruhig ausgesprochen wird, aber sie kommt von Athos….und das hat mehr Gewicht, als eine Salve Musketenkugeln, die ihm um die Ohren fliegen.

Als sie den Palast verlassen, hat erneuter Schneefall die Spuren des Tages verwischt, nur eine einzige einsame Fußspur ist zu sehen, die regelrecht aus dem Palast geflohen zu sein scheint. Diese Fußspur zieht Aramis völlig in Ihren Bann…… er weiß zu wem sie
gehört……Porthos……jetzt zwicken die Schuldgefühle nicht mehr, sie beißen und er tritt den taktischen Rückzug an.

Vielleicht ahnt er ja, das ein Gespräch folgen könnte, das ihm um die Ohren fliegt, wenn er ihm jetzt über den Weg läuft und das will er nicht, er will es im Moment lieber aussitzen. Aber Athos ist hier und er ahnt wohl, das der ihn nicht so schnell aus den Fängen lassen wird, sollte er versuchen sich mal wieder elegant aus der Affäre zu ziehen. Ich denke er weiß, das er Porthos eine Erklärung für sein Verhalten schuldig ist, aber so wütend, wie der abgerauscht ist, heute nicht mehr, wenn es sich umgehen lässt, und morgen? Mal sehen….aber er weiß auch, dass im Athos jetzt im Genick sitzt, bis sie das geklärt haben, der wird so schnell nicht locker lassen und wenn der sich erst mal festbeißt….also Rückzug, abwarten und dann versuchen sich ungesehen in seine Kammer zu schleichen, sich erst mal wappnen, für das was da kommen mag. Er ist wahrhaftig kein Feigling, aber reden kann schwerer sein, als einer feindlichen Übermacht mit dem Degen in der Hand gegenüber zu treten……zurück lässt er einen zunehmend besorgten Athos.

Am Waldrand wartet Porthos. Er ist ungehalten und besorgt, als Athos alleine aufkreuzt und vermutlich immer noch sauer, wie ein gereizter Stier, doch plötzlich bricht es aus ihm heraus, als er Athos sagt, das Aramis ihm aus dem Weg geht und er nicht mal weiß warum. Athos tut es weh, den Großen, sonst so starken, frohgemuten Kerl so fertig zu sehen, die heimliche Qual in seiner Stimme zu hören, denn er schätzt ihn sehr. Verdammt, was hat der Kleine mit dem Hünen angestellt? Irgendwie fühlt er sich damit jetzt doch überfordert. Die emotionale Schiene und die Probleme zwischen den beiden, das ist ein Feind, den er nicht bekämpfen kann, die beiden mit dem Degen in der Hand irgendwo raushauen, ja da ist er sofort zur Stelle, aber diesen Feind kann er nicht sehen, er kann ihn nicht packen, konnte er in der Vergangenheit schon nicht. Er möchte ihnen ja helfen, aber wie? Also redet er auch Porthos gut zu, dass er das klären, mit ihm reden soll. Und anders als bei Aramis, fällt sein Rat hier auf fruchtbaren Boden, doch er zögert soll er wirklich gehen? Oh ja, er hört den Grimm in Porthos’ Stimme, der kneift bestimmt nicht und zudem könnten da Dinge zur Sprache kommen, die nun sicher nicht für seine Ohren bestimmt sind und nur die beiden was angehen. Er ahnt es, doch so genau will er das gar nicht wissen, aber klären sollen sie es verdammt noch mal endlich. Er geht also und überlässt die beiden sich selbst, nicht ohne den Hinweis, wo Porthos ihn mit einem Seelentröster finden kann, wenn es schief geht, schon irgendwie rührend von dem alten Brumbär ;-)

Und dann kommt Aramis…..aaargh Vorsicht Großer, an den solltest du dich nicht so einfach ranschleichen, Savoyen hin oder her, der Kleine ist immer noch brandgefährlich. Aber da hat er schon recht, anders kriegt er dieser Tage wohl weder sein Gehör, geschweige den seine Aufmerksamkeit, außer wenn die Einsamkeit an ihm nagt und er sich genug Mut angesoffen hat. Natürlich sucht er deine Aufmerksamkeit, du blindes Huhn, aber nicht so, wie du denkst. Täte er es nicht, würde er es einfach so hinnehmen, das er nach allem was war nur noch Luft für dich zu sein scheint, wäre das ein Zeichen der Gleichgültigkeit, aber du bist ihm alles andere als egal, er will wissen, was dich umtreibt, woran er mit dir ist und das wäre nicht Porthos, wenn es nicht so wäre. Alles ok? Das glaubst du doch wohl selber nicht! Na immerhin kann er ihm diesmal in die Augen sehen……und da ist …..Furcht? Wovor zur Hölle? Der Große wird dich schon nicht gleich mit Stumpf und Stiel verschlingen, wenn du endlich ehrlich Tacheles redest, statt diesem ständigen Heiß-Kalt-Spiel, der hat kapiert und akzeptiert, was du nicht willst. Doch schon senkt er wieder den Blick und will an ihn vorbeihuschen, aber nicht mit Porthos! Diesmal nicht, es reicht! Er hält ihn fest, spürt, dass er bis zum Bersten angespannt ist und dennoch machen sich Wut und Verzweiflung Luft, brechen sich Bahn an die Oberfläche……..was zur Hölle hat er falsch gemacht, was hat er ihm getan? Und was Aramis ihm dann in seinem Selbsthass entgegen spuckt, erschüttert ihn, trifft ihn bis ins tiefste Mark, macht ihn sprachlos und lässt jetzt ihn regelrecht erstarren…..ich bitte dich, WANN haben wir je einen erstarrten, sprachlosen Porthos erlebt??? Allenfalls in dem Bruchteil einer Sekunde, als Aramis aus dem Fenster geworfen wurde und selbst da hat er in der nächsten Sekunde getobt! Ganz ehrlich? Mir ging es, als ich das das erste Mal gelesen habe, nicht anders als Porthos, HÄÄÄÄÄÄ????? Da war nur noch Ungläubigkeit, der läuft doch nicht mehr rund, der Kerl!!! Arrrrgh ich könnt ihn schon wieder schütteln!!!!!

Liebling ihn oder her, aber DAS geht gar nicht! Ja Porthos hat jemanden verdient, der nur ihn liebt, okay, da stimm ich ihm zu, das hat Aramis aber auch, genauso wie Athos. ABER vielleicht braucht er das ja gar nicht, weil er verstanden hat, das du ihm das nicht geben kannst, aber deine Freundschaft, die braucht er, wie die Luft zum Atmen, sonst würde ihn das nicht so fertig machen, das du ihn behandelst, als wäre er unsichtbar. DAS! hat Porthos nicht verdient. Er war für dich da, hat dich aufgefangen, als du ihn gebraucht hast, das ist nicht ausgenutzt, das machen echte Freunde so und du hättest das gleiche auch für ihn getan. Nein, er hat sich nicht beschwert, als du „deine Lust an ihm abreagiert“ hast, weil er es genauso wollte und genossen hat wie du, aber jetzt lässt du ihn einfach im Regen stehen und haust ab und lässt ihn allein damit, statt das hier und jetzt ein für alle mal zu klären? Und davon mal ganz abgesehen, Porthos ist kein Frischling mehr, sondern ein mit allen Wassern gewaschenes, gestandenes Mannsbild, das weiß was es will und das durchaus fähig und im Stande ist, für sich selbst zu entscheiden, was gut für ihn ist und was nicht.

Gut ich kenn ja sein Problem, aber Porthos nicht! Wie soll der arme Kerl denn blicken, was da in dir vorgeht, wenn du nicht ehrlich sagst, was Sache ist?!? Porthos war für mein Gefühl immer derjenige der drei, der am ausgeglichensten war, der immer irgendwo in sich selbst geruht hat, außer jemand bedroht die Menschen, die ihm etwas bedeuten, dann wird er zum rasenden Poltergeist, aber jetzt ist er einfach nur so fertig, wie man nur sein kann, das ist etwas, das er nicht packen und schütteln kann, das ihm durch die Finger gleitet wie Rauch, das er nicht richtig versteht. Er will das richtig stellen, doch als er sich wieder gefangen hat, ist es zu spät, Aramis ist auf und davon……

Er eilt ihm nach, doch er kann ihn auf dem Weg und in der Garnison nirgends finden. Die Sorge um Aramis wächst, denn der Kleine war bei diesem verbalen Schlagabtausch mindestens genauso aufgewühlt wie er selbst, hoffentlich stellt er jetzt nicht wieder irgendwas dummes an! Da kann nur noch einer helfen, Athos! Nun gesellt sich Unruhe hinzu, er hastet zu seinem Quartier, in der Hoffnung ihn dort zu finden, Fehlanzeige, die Verzweiflung gesellt sich dazu. Aber Athos ist sofort an seiner Seite, ohne zu zögern, ohne Vorhaltungen, ohne abfällige Bemerkungen ergreift er sofort die Initiative, ein Mann der Tat eben, so wie Porthos auch. Da Aramis in letzter Zeit kaum noch etwas erzählt hat, fällt ihnen nur eine ein, bei der sie anfangen können zu suchen, Mme. Garzon….. Wieder übernimmt Athos und dieser livrierte, arrogante Lackaffe, der ihnen öffnet, kommt bei ihm direkt an den Falschen, tja auch ein Comte de Fèrre kann den Adeligen aus der Mottenkiste holen, wenn es unumgänglich ist.

Aramis war hier….. jetzt übernimmt die Angst um den Freund bei Porthos das Regiment. Doch bevor Porthos alle Register ziehen kann um den Kerl zum Reden zu bringen, greift die Dame des Hauses ein und was sie zu sagen hat, ist nicht gut, ganz und gar nicht gut! Athos höfliche Art lockert ihre Zunge und Porthos versetzt, das was er hört abermals einen tiefen Stich, Aramis hat nach ihrem Streit eine Zuflucht gesucht, ausgerechnet hier!.... und er gibt sich die Schuld daran. Aramis wurde übel verprügelt und wenn ihm noch schlimmeres widerfährt, das wird er sich nie verzeihen können! Diesmal reicht ein grimmiger Blick von Porthos um den Diener zum Reden zu bringen…. Niemand wird Aramis etwas tun, nicht solange er noch atmet! Jetzt ist es kalte Angst, die ihn durch die Gassen jagt…..

Ohhhh man Anke, was treibst du nur mit mir, ich hab immer noch Gänsehaut beim Schreiben und das KK brauch ich gar nicht mehr erwähnen, das macht sich bei deinen Geschichten eh immer vom allerersten Buchstaben bis zu den letzten vieren, die ich so hasse, selbstständig, nöh…. Kino vermiss ich im Moment eigentlich gar nicht ;-) OMG, irgendwie hab ich’s bei dem Titel ja schon geahnt, dass es zwischen den beiden kleppert, als dann noch die Schüssel mit Toffife und Schokocookies für Emotionen und Gefahr ins Spiel kam hab ich ja schon mit so einigem gerechnet, schließlich les ich ja nu schon lang genug Ann Morgan, aber dass es zwischen den beiden so heftig knallt, schluck! Naja, wir wissen ja, dass sie sich letztendlich ja doch zusammenraufen, aber wie ich dich kenne wird das noch ein langer und steiniger Weg, mal zu Richdean, Nagron und D’Arthos rüber schiele……hmmmmm sie nicken! Ich glaube es ist allerhöchste Eisenbahn, das Porthos demnächst bei Aramis vor der Tür steht und ihm mal gehörig das hübsche Köpfchen zurecht rückt! Jetzt bibber ich natürlich wieder bis Freitag, das sie den Kleinen rechtzeitig finden, obwohl ich ja WEISS, das es so ist, grrrrrrrrrr! Und natürlich mal ich mir das wieder in den schillernsten Farben aus, DU vorwurfsvoll zu dir rüberzwinkere, und jetzt komm mir bloß nicht, von wegen ist ja nur noch zweimal schlafen!

So genug sinniert, sonst wird das hier noch ein Roman und sprengt jeden Rahmen, einmal tauschen bitte ;-)

Bis Freitag Sonnige Grüße aus dem sonnig-kalten Neckartal

Deine Tina

Antwort von Ann Morgan am 13.03.2021 | 19:35 Uhr
Hallo, meine süße, liebe Musketierin!!

Ich fange mal wieder vor dem Kochen an, schaue, wie weit ich komme und beende die Antwort dann später. Ist halt nichts, was mal in fünf Minuten hingeschrieben ist – eben genauso wenig, wie Deine unglaublichen Reviews!! :-))

Ooooh – die Kälte hat Dich nicht losgelassen?? *Tina eine dicke Wolldecke rüberreiche*
Oh ja, das mit dem sacken lassen kann ich echt verstehen, Du! Serges Erzählung war eigentlich nur der Auftakt zu allem, wie Du jetzt sicher erkennst... Aber einfach auch die wichtige Grundlage, um zu verstehen, was hier abgeht in Aramis‘ Seele!
Tatsächlich gehört diese Geschichte mit einigen der letzten Kapiteln emotional auch zu den stärksten Sachen, die ich geschrieben habe. Es gibt noch ein paar andere (auch und gerade in meinem Lieblings-Fandom „Supernatural“, aber da geht es um besingungslose Bruderliebe und um – wer hätte es gedacht – Übernatürliches; da sterben Leute halt auch mal...), aber Aramis hat echt meine Seele berührt.

Nee, wenn es schneit, dann klingeln bei Tina nun Aalrmglöckchen. Bei Porthos noch nicht – 6 Jahre später allerdings schon *zum Prolog schiele*.

Ich finde es ungemein beruhigend und tröstlich, dass Du Porthos so gut verstehst. Er hat ein wirklich, wirklich sonniges Gemüt, einen unverwüstlichen Optimismus – aber was Aramis ihm hier antut, das zerstört den positivsten Menschen!
Das Schlimmste für mich ist echt, dass er noch darüber nachdenkt, was er falsch gemacht hat! Denn wie Du sagst: Er hat sich verhalten wie ein Gentleman, wie ein Ehrenmann!!!
Oh weh, Aramis hat gerade Glück, dass Tina ein paar Hundert Kilometer (und fast 400 Jahre) von Paris entfernt ist! Sie schleppt sogar ohne Anns Hilfe den Pferdetrog vor Aramis‘ Zimmertür und braucht Tims Axt zum Eisdecke-aufhacken ;-))
Ich weiß, dass er Dir auch leid tut, dass Du weißt, er ist mich sich und seiner Schuld so stark beschäftigt, so tief in seinem Sumpf eingesunken, dass er nicht sieht, was er den Freunden antut – aber ditschen möchte man ihn trotzdem, gelle? *Tina Trost- und Beruhigungs-Toffifee rüberschiebe* Ja – für Porthos ist das allemal viel, viel schlimmer als Aramis‘ Verhalten am Anfang! Da war es ja einfach Desinteresse – aber nach allem, was sie inzwischen geteilt haben, dann jetzt diese distanzierte Ablehnung, ohne erkennbaren Grund... Armer Porthos, echt!

Armer Tréville: Wie man es macht, ist es falsch: Dienst im Palast? Langweilig. Dienst draußen? Kalt und matschig! Aber ich bin ganz bei Dir – lieber die Beine in den Bauch stehen als Ar..h abfrieren ;-)))

Ich habe überlegt, wie dieses Wache schieben so sein könnte... Lange nur rumstehen ist echt auch mega anstrengend! Ich singe ja im Chor, und früher mussten wir ein Bach-Oratorium als Chor komplett durch stehen; auf der Stelle, möglichst regungslos, um dem Publikum ein nettes Bild abzuliefern. Und das dauert 2-3 Stunden! Danach bricht Dir der Rücken ab! So konnte ich mich ganz gut in die Jungs hineinversetzen. Dazu die Langeweile (ich durfte dann ja wenigstens hin und wieder zwischen den Arien noch selbst singen ;-)), und man wird behandelt wie ein Möbelstück – also mit Nichtachtung.
Und in all diesen Stunden gärt es in Porthos, er hat keine Chance, ein klärendes Gespräch herbeizuführen (obwohl das für die Hofpomeranzen sicher mal eine vergnüglich-skandalöse Abwechslung gewesen wäre: Zwei Musketiere, die sich fetzen ;-). Wie Du sagst: Seine Laune, seine Flucht aus dem Palast, aus dem eisigen Schweigen – kein Wunder!
Aramis ist aber weder blind noch gefühllos; Porthos Unmut ist nur noch Wasser auf seine Schuld-Mühle. Aber sosehr ihm das weh tut – er kann nicht anders, er ist völlig gefangen in seiner Welt und versucht deshalb, trotz Athos‘ mahnendem Blick und den Worten, der Aussprache aus dem Weg zu gehen – seine Dämonen allesamt zu meiden.
Hach – klasse, wie Du das Gewicht von Athos‘ Worten hier umschreibst! Das habe ich genau so in der Serie immer wieder empfunden (z.B. in 1x08 seine ruhigen Ermahnungen während des Trainings an d’Artagnan, die ihm mehr unter die Haut gehen, als wenn ein anderer ihn angeraunzt hätte!) und greife es auch zu gerne in den Waffenbrüdern immer wieder auf, so auch hier!!

Porthos‘ Riesenschritte im Schnee – doppelter Rückzugsgrund für Aramis. Er ahnt ja nicht, dass Porthos ihm „auflauern“ wird, sonst hätte er vielleicht einen anderen Weg zurück in die Garnison gewählt...
Trotzdem gerät er immer mehr unter Druck, das erkennst Du hier sehr gut; Porthos geht die Situation nun doch langsam an die Nieren, und er ist kein Mann, der sowas schweigend aussitzt. Und dann ist nun auch noch Athos hellhörig geworden. Aramis kann einem Leid tun, echt – aber er braucht Druck, um sein Leiden anzugehen. Das ist ja oft so, und ich denke, Du weißt haargenau, wovon ich spreche... *seufz*
Und ich gebe Dir 100%ig recht: Aramis stünde lieber einer Übermacht mit dem Degen gegenüber, als jetzt mit Porthos zu reden. Verdammt... sein Wunsch geht schneller in Erfüllung, als geahnt...*schnauf*!

Gereizter Stier inm Zusammenhang mit Porthos – oooh, das passt wie die Faust aufs Auge (nur nicht Beauvais‘ auf Aramis‘ Auge, bitteschön!)! Ich denke an die Folge mit dem Fenstersturz aus Staffel 2. Als Rochefort Porthos die Schulter einrenkt und Athos gerade mit Tréville und Milady in dem Chateau ankommen und er das hört, kommentiert er: Das war entweder ein verwundeter Bulle – oder Porthos *schmunzel*!!! Aber das vergeht mir (und sicher auch Athos), als sein Schmerz herausbricht: Warum meidet Aramis ihn?
Athos leidet mit ihm – und ist doch überzeugt, nicht helfen zu können. Emotionen sind nicht sein Metier - nicht mehr. Kann man es ihm verdenken, dass er da jegliche Selbstsicherheit eingebüßt hat, dank dem, was er mit seiner geliebten Gattin erleben musste? Jaa, Tina – auch er würde am liebsten mit Degen und Pistole seine Freunde aus der Bredouille holen, als sich dem gegenüberzusehen. Herrje, ticken die drei gleich!!*selbst erstaunt dreinschaue*

Und er will nicht im Detail hören, um was es zwischen den beiden geht, also entfernt er sich. Er vertraut Porthos, dass er Aramis keinen Schaden zufügt.

Haach, ich liebe solche Blicke auf unsere Helden: Egal, in welcher emotionalen Verfassung Aramis auch ist - er ist ein Kämpfer, brandgefährlich (ich hab das Wort geschrieben, ohne in Deinen Text zu schauen – und was finde ich da? „brandgefährlich“ *mich wegschmeiß* Mein Gott – wiiieee ähnlich ticken wir denn inzwischen?? :-))))))))))))

Klar – objektiv betrachtet ist Porthos‘ Aufmerksamkeit doch ein klares Zeichen, wie wichtig Aramis ihm ist – aber das kann er derzeit nicht sehen *jammer*!!!
Wovor Aramis sich fürchtet? Wenn zur Sprache kommt, was zwischen ihnen ist, wenn er seine Schuld eingestehen muss – dass Porthos ihn dann fallen lässt. Ihm die Freundschaft aufkündigt. Denn etwas anderes kann Aramis sich angesichts seiner „Verfehlungen“ nicht vorstellen. Und Porthos zu verlieren – das wäre Hölle für ihn, gerade jetzt, wo ihn die grausamen Erinnerungen wieder so heftig im Griff haben und er die Hilfe, die Freundschaft braucht – und doch eigentlich gar nicht verdient hat! Also schweige ich lieber, stecke den Kopf in den Sand bzw. Schnee und hoffe, dass – wie schon einmal – Porthos es auf sich beruhen lassen wird und oberflächlich Friede einkehrt. Ich sage nicht, das wäre irgendwie logisch – aber Angst ist der Feind der Logik....

Aber diesmal kann Porthos das nicht länger auf sich beruhen lassen, dafür ist er nicht der Typ, und so muss Aramis, endgültig in die Ecke gedrängt, doch Farbe bekennen.
Porthos ist bis ins Mark erschüttert – jaaa, Tina! – aber das erkennt Aramis nicht! Er interpretiert die wortlose Schockiertheit als genau das, was er am meisten fürchtete – als die endgültige Ablehnung!!!
Uns und Porthos erscheint das, was Aramis sich da zusammengesponnen hat, als völlig irrwitzig, aber in seiner Wahrnehmung ist das real, und so schwer das ist, das muss man akzeptieren und letztlich damit arbeiten. Aber das kann Porthos hier natürlich nicht, wie denn auch bitte?
Richtig: Alle drei haben verdient, dass jemand nur sie liebt. Aber Porthos braucht das nicht von Aramis – die Freundschaft dagegen sehr wohl. Da zeigt sich wieder die unterschiedliche Herkunft: Die Konventionen in Aramis‘ Welt (Mann heiratet Frau, Monogamie, und dagegen verstößt er ja schon ständig) gegen die unkonventionelle Lebensart im Hof der Wunder, wo man mit dem Thema sicher wesentlich lockerer umging.

Wie Du Aramis hier den Kopf wäschst, wie Du ihm erklärst, dass Porthos sich nicht nur nie beschwert, sondern die Zuwendung sogar genossen hat, dass er gestanden genug ist, um selbst zu entscheiden, was er will – Mensch, ich glaube, das hätte Porthos ihm auch gerne gesagt, und bekam keine Gelegenheit dazu, weil er zu baff war, um zu reagieren – und dann war Aramis weg. Armer, armer Porthos, echt!!!!!!!!

Und wieder: Jaaa!!!!!!!!!!!! Auch für mich ist Porthos von den drei Älteren derjenige, der in sich ruht, mit sich im Einklang ist, zwar eine üble Vergangenheit hat, davon aber nicht heimgesucht wird. Nicht mal in der Folge mit Charon und Flea! Er bedauert vielleicht, dass sie zurückblieb – aber er bereut nichts, was er getan hat. Und nun hat Aramis dieses ganze Selbstvertrauen zerstört.

Und als er Aramis nicht findet, steigt die Sorge, denn natürlich erkennt er, wie aufgewühlt Aramis war, und auch, dass dieser sein Schweigen missverstanden hat, nämlich als Ablehnung: „Wenn du nicht allein für mich da bist, dann will ich dich nicht! Hättest du mir früher sagen müssen, dann hätte ich mich nie mir dir eingelassen! Hast mir falsche Tatsachen vorgespiegelt!“ Und das muss Porthos unbedingt gerade rücken, bevor Aramis in seinem aufgewühlten Zustand eine Dummheit begeht...

Athos ist an seiner Seite – natürlich! :-))) Und packt den Comte aus, um den Livrierten in die Schranken zu weisen. Für seine Freunde tut er alles.
Was sie hören, ist nicht gut, und nun kommen kurz bei Porthos Schuldgefühle, weil Aramis ausgerechnet hier Zuflucht suchte und seinen Feinden in die Hände fiel... Aber anders als Aramis ertrinkt Porthos nicht in dieser Schuld, sondern handelt. Und einem zu allem entschlossenen Porthos, wenn es um dessen Brüder geht – dem steht man nicht im Weg...

Oooh, Tina – was treibst DU mit mir??? Du artikuliert haargenau die Emotionen und Gefühle, die ich selbst beim Schreiben und Lesen dieses Kapitel hatte/habe, die ich vermitteln wollte, und so unmittelbar mitzukriegen, wie das alles bei Dir ankommt, bis in die Details – das ist unbezahlbar, unglaublich für mich!!!!!!!!!!!
Richtig – wir wissen, wie es fünf/sechs Jahre später zwischen Aramis und Porthos steht... Ich hatte das Ganze auch nicht annähernd so heftig geplant – die Geschichte ist ein totaler Selbstläufer geworden. Und Savoyen ist ein so schlimmes Trauma, das ließ sich nicht kürzer „abhandeln“ – das wäre Aramis und seinem Leid nicht gerecht geworden; dazu noch sein ambivalentes Verhältnis zur katholischen Lehre... das war ein riesiges Pulverfass, das ich anfangs selbst nicht ahnte. Es ergab sich beim Schreiben – und es konnte nicht anders sein, nachdem ich mal in der Materie drin steckte.
Okay, langer und steiniger Weg... Steiniger als das hier?? *schief grinse* Wir haben nach diesem noch 3 Kapitel (wovon 1 schon gepostet und garantiert gestern nach Let’s Dance gelesen wurde *zwinker*), um uns aus dem bitteren Tal hinauszukämpfen, und den Epilog (der wieder zum Beginn Staffel 2 spielt).
Porthos VOR Aramis‘ Zimmertür?? „Davor“ reicht nicht *schmunzelnd zwinkere* Aber er ist ja auch schon im gestrigen Kapitel... Nee, bin mal still, weil Du ja vielleicht doch noch nicht gelesen hast *lach*!

Du – ich lese diese Review-Romane höllisch gerne *lach*! Dauert halt leider nur immer etwas mit der Antwort – die hier hat jetzt 1h 40 min. gebraucht... ;-))

Hach, Du.... *selig vor mich hin lächele*!
Wie dankbar ich bin – ich hoffe, das weißt Du!
Nun wünsche ich Euch ein tolles, wenig stürmisches Wochenende (und wenn, soll es den Ex-Plunder wegwehen *lachend zwinkere*)! Wir lesen uns!!

GGLG (auch an den großen Lütten ;-)
Ann
08.03.2021 | 12:40 Uhr
Hallo Ann,

ach da ging es dann also schon weiter.
Das war nun anders als erwartet aber super interessant und spannend.
Jetzt mache ich mir echt Sorgen um Aramis.

Das Gespräch zwischen Porthos und Aramis lief ja leider wirklich in die falsche Richtung. Ich finde es gut das Porthos ihn überhaupt drauf angesprochen hat. Man muss eben auch mit einander reden.
Ein paar Worte hat Aramis ja schon gesagt.
Ich denke auch das Porthos das nicht als ausnutzen sieht. Auch wenn das vielleicht etwas schwer ist.
Das ist ein zweischneidiges Schwert. Gerade auch in der Zeit.
Aber Armis brauchte Hilfe und eben Nähe.

Wenn er sie dann bei einer Frau sucht, sieht man das es schief geht.
Da hat man ihn nun weg geschleppt. Ich hoffe, es passiert ihm nicht.
Seine Freunde werden ihn schon retten. Porthos lässt nicht zu, dass ihm etwas passiert.
Ach Athos Auftritt fand ich auch echt gut. Er hat es dem Diener gezeigt

Leider kenne ich die Straßen auch nicht, aber das stört beim Lesen nicht.
Die Taverne klingt echt gut. Ein hübscher Name.

Na dann bleiben wir alle mal gespannt.

Bis zum nächsten Teil.
LG die Laila

Antwort von Ann Morgan am 12.03.2021 | 11:29 Uhr
Hallo, liebe Laila!

Und wieder kurz vor dem nächsten Posting erst die Antwort auf Dein liebes Review - irgendwie gallopiert mir im Moment die Zeit davon... Aber auf eine gute Art, nichts Schlimmes *zwinker*...

Ooooh - das ist einer der Sätze, den man als Autor mit am allerliebsten mag, Du: "... anders als erwartet, aber super interessant und spannend" :-)))))))) Natürlich bin ich jetzt mega neugierig, was Deine Variante nach der Nacht gewesen wäre, als Porthos Aramis so halb auf, halb neben seinem Bett vorgefunden hatte?? *Dich neugierig anstarre*lach* Nur, wenn Du magst, natürlich :-))))!!

Oh ja, nach dem Kapitel sind Sorgen um Aramis mehr als berechtigt! Das einzig Gute an diesem Cliffhanger ist ja: Wir wissen, dass er sechs Jahre später ganz gemütlich mit drei wundervollen Freunden (und einer davon manchmal auch mehr ;-) in einem Heuschober sitzt... Er überlebt also den jähzornigen Baron, der die Liebhaber seiner Geliebten umzubringen pflegt... Aber in welchem Zustand er sein wird... *hust*...

Oh weh, ja, das Gespräch zwischen Aramis und Porthos lief völlig falsch! Ehrlich - das tat mir selbst beim Schreiben weh!!
Ich finde auch super, dass Porthos das, was zwischen ihnen steht, überhaupt angesprochen hat. Reden über Emotionales ist unter Männern eh schwierig (bis heute), damals sicher noch viel mehr! Verletzlichkeit zugeben (und das hat Porthos ja hier) - das war sicher verpönt. Athos z.B. ist jemand, der das ebenfalls eher totgeschwiegen hätte (ähnlich, wie Aramis das ja auch versucht hat) - aber Porthos hat halt einen ganz anderen Hintergrund. Er ist nicht nach Konventionen groß geworden, er sagt, was er denkt und fühlt, und aus diesem Grund hielt ich es für realistisch, dass er Aramis zur Rede stellt.

Und Du hast vollkommen recht: Natürlich fühlt Porthos sich nicht ausgenutzt von Aramis! Er ist verwöhnt worden, wie es sogar noch nie jemand für ihn getan hat; ihn in den Mittelpunkt seiner Zuwendung gestellt hat wohl vorher noch nie jemand. Aramis aber sieht das völlig anders. Er war heimgesucht von üblen Erinnerungen und suchte mit aller Macht Ablenkung. Und zwar bei etwas, was ja als üble Sünde galt... Und da zieht er auch noch seinen Freund mit rein - da blüht das schlechte Gewissen bei ihm auf... Genau wie Du sagst: Gerade in dieser Zeit ein zweischneidiges Schwert - Vergnügen, Zuneigung auf die mehr als übliche Art einerseits - Rausschmiss, Demütigung oder gar der Tod andererseits...
Und dann kann ich einfach nur wieder heftig nicken, weil Du es genau triffst: Aramis braucht Hilfe und Nähe!
Und damals gab es eben keine Psychologen, die ihm hätten helfen können, das Trauma zu verarbeiten... Davon gibt es ja sogar heute noch zu wenige!!

Tja, dass er bei Frauen immer wieder ein unglückliches Händchen hat, ist ja ein roter Faden, der sich durch die Serie zieht *seufz*. Und auch hier geht es schief... Aramis ist jemand, der ein Stück weit auch Gefahr und Nervenkitzel sucht. In der 2. Staffel gibt es eine Folge, wo sie für Athos' Dorf (das er als Comte besitzt und sträflichst vernachlässigt hat) einen Kampf gegen eine Übermacht bestreiten, echt gefährlich! Und in einer Kampfespause sagt Aramis total aufgeputscht und euphorisch zu d'Artagnan: Das ist es, wofür ich geboren wurde...
Also ist sein Pech bei den Damen, dass er sich immer wieder so gefärhliche Liebschaften aussucht, vielleicht auch ein unbewusstes Muster. Jedenfalls passt Mme. Garzon absolut da rein, mit einem so gefährlichen Liebhaber...
Oh, das war jetzt ein langer Ausflug in meine Gedanken zu Aramis' Psyche *lächel* Das ist die Grundlage, auf der ich diesen manchmal sehr widersprüchlichen Charakter schreibe :-))

Und nun haben Baron Beauvais und seine Männer ihn verschleppt - nachdem sie ihn schon vor Mme. Garzons Augen übel verprügelt haben... Es sieht tatsächlich nicht gut aus - aber Porthos ist unerbittlich, wenn jemand seinen Freunden etwas antun will, und Athos auch! Also von daher setzt Du Dein Vertrauen in die richtigen Männer *Dich breit ermutigend anlächele*!
Ha - jaa! *breit grinse* Die Szene mit Athos und dem Diener zu schreiben hat diebischen Spaß gemacht!!! :-))))))

Das ist nicht schlimm, wenn Du diese Pariser Straßen nicht kennst, im Gegenteil: Dann ist es für Dich auch egal, sollte ich da einen historischen Fehler gemacht haben *zwinker*! In Google Maps findest Du das alles - aber das ist ja fast 400 Jahre später als diese Story, dann kann sich viel verändert haben :-))) Ist aber für die Geschichte auch eigentlich nicht wichtig; ich liebe halt nur Recherche und historische Korrektheit ;-)
Und ja - im Französischen klingen die einfachsten Sachen irgendwie immer poetischer als im trocken-sachlichen Deutschen, so auch die Taverne *zwinker* Nach Tavernen-Namen hatte ich übrigens auch gegoogelt und festgestellt, dass die damals oft Tiernamen hatten.

Okay, noch ein bisschen musst Du Dich gedulden - aber wenn Du erst später am Tag zum Lesen kommst, ist neben dieser Antwort ja auch schon das neue Kapitel online!
Ich bin auch da wieder gespannt, wie es Diur gefällt - und danke Dir zugleich herzlichst für dieses Review!! Es ist toll, wie Du damit immer wieder den Anstoß gibst, dass ich meine Charaktere und Handlungen nochmal überdenke und die Beweggründe, die ich lose im Kopf habe, sortiert in Worte fasse. Das hilft mir bei der Geschichte sehr!

Dann bis bald und
GLG
Ann
07.03.2021 | 18:21 Uhr
Ja doch, man kann zum Ende mal ein Toffifeechen knabbern um die Wartezeit bis zum nächsten Kapitel zu überbrücken ;)
Allerdings solltest du zumindest deine Mondphasen überprüfen *lach*
Liebe Grüße
Caro

Antwort von Ann Morgan am 07.03.2021 | 18:32 Uhr
Hah! Ich konnte Caro doch zu einem Toffifee verleiten!?! *begeistert die Hand in die Luft recke*

Hallo, meine Liebe!!

Mensch, wie schön, doch trotz allem wieder hier von Dir zu lesen!!
Kamst Du denn mit, auch ohne die vorherigen Kapitel? Denn erst dann kann man die ganze emotionale Achterbahnfahrt so richtig genießen *hüstel*lach*

Aber - hä?? Mondphasen???*Kopf kratze*
Wegen Vollmond?
Hilf mir auf die Sprünge *Dich groß anstarre*lach*

Vielen lieben Dank, Du!! Und bis bald - wo auch immer :-))))))))

GLG
Ann
07.03.2021 | 14:03 Uhr
Hallo liebe Ann,

Da hast du uns ja ein Kapitel an den Kopf geworfen...

Armer Aramis, er kriegt es knüppeldick. Porthos ist mittlerweile stinksauer, Athos verlangt, dass er in Ordnung bringt, was er lieber verdrängen möchte und dann fängt Porthos ihn trotz seiner Verzögerungstaktik ab und will eine Antwort. Und was kommt dabei heraus? Aramis packt aus, schmeißt Porthos seine "Verfehlungen" an den Kopf und dann reagiert der auch noch so geschockt, wie er es soll - aber das ist auch wieder falsch. Also flieht Aramis, vermutlich in der Überzeugung, dass er mit seinem Geständnis ihre wunderbare Freundschaft zerstört hat. Er sucht Trost bei seiner letzten Geliebten. Weil sie sich eigentlich schon getrennt haben, ist er vielleicht nicht ganz so vorsichtig wie sonst und wird prompt überrascht und überwältigt. Da man ihm vermutlich genau erzählt hat, was ihm blüht, darf er sich überlegen, wie seine beiden besten Freunde ihn in Erinnerung behalten werden. Zumindest von Porthos wird er offene Ablehnung erwarten...

Zum Glück lassen ihn seine (Waffen-)Brüder aber nicht im Stich und starten eine Suchaktion. Und ich kann es dem Diener nicht übel nehmen, dass er mit der Sprache heraus gerückt ist. Athos und Porthos sind ein Duo, dem ich mich auch nicht in den Weg gestellt hätte. Hier ist Athos auch eher in seinem Element. Emotionen sind nicht mehr sein Metier, noch weniger als leichte Konversation.

Hoffentlich reicht diese Eskapade aus, um Aramis wieder "einzufangen". Zumindest Porthos wird ihm ein paar Takte zu sagen haben, die Entscheidung, ob etwas oder Jemand "gut (genug) für ihn" ist, kann er nämlich sehr wohl für sich selbst treffen. Athos wird Aramis vielleicht nur zur Vorsicht mahnen, Porthos traue ich eine "etwas" emotionalere Reaktion zu.

Ich durchsuche jetzt mal meine Schränke nach Nervennahrung, damit ich bis Freitag durchhalte. ;-) Dir wünsche ich trotz des Cliffs natürlich eine angenehme Woche und einen schönen Restsonntag.

Liebe Grüße
Brigitte

Antwort von Ann Morgan am 12.03.2021 | 00:33 Uhr
Hallo, meine liebe Brigitte!

Bevor es später an dem noch ganz jungen heutigen Tag weitergeht, hier noch die Antwort auf Dein erneut geniales Review!

Oh ja – ich kann Deiner Einschätzung nur zustimmen – ein nicht leicht verdauliches Kapitel... Und ich bin sowas von glücklich, dass Du Aramis bedauerst – denn ja: Er baut gerade gewaltigen Bockmist, und Porthos ist absolut nicht grundlos stinksauer... Aber der Grund für Aramis‘ inkonsequentes Verhalten, das ist echt herzzerreißend. Und dann kommt auch noch Druck von Athos... Aramis hat alles versucht, seinen Gefühlen aus dem Weg zu gehen, es zu verdrängen, wie Du es sagst – und nun geht das nicht mehr.
Richtig: Porthos fängt ihn ab, und so in die Ecke gedrängt rutscht ihm heraus, was er über sich und sein Handeln denkt – das Allerschlimmste.
Ich denke, auch Du verstehst voll, dass Porthos daraufhin erstarrt, geschockt ist – aber eben aus einem anderem Grund, als Aramis denkt. Und wieder verstehst Du ihn absolut gut: Er ist sich sicher, nun endgültig diese ihm kostbare Freundschaft zerstört zu haben. Also nimmt er den letzten Ausweg: Flucht aus der Situation, und wie er es schon einmal in einem ähnlichen moralischen Dilemma wenige Wochenzuvor getan hat, sucht er Mme. Garzon auf. Wie Du auch schreibst – er stand neben sich, da denkt man nicht an die Gefahr eines eifersüchtigen Liebhabers... Und oooh – es klingt so hart, wie Du das schreibst: Zumindest von Porthos wird er offene Ablehnung erwarten... Doch Du hast recht, denn so hat er Porthos‘ erstarrtes Schweigen interpretiert!

Uns ist klar, dass seine Waffenbrüder ihn nicht im Stich lassen – er weiß es in diesem Moment nicht (mehr).
Hah – ein winziger Moment zum grimmig Schmunzeln, als Athos und Porthos dem gelackten Lakaien einheizen. Und wieder absolut ja: Damit kann Athos umgehen – den Grafen rauskehren und Informationen besorgen. Gefühle... Ich denke, denen traut er nach Milady einfach nicht mehr – oder vielmehr sich selbst und seiner Fähigkeit, mit Emotionen/emotionalen Situationen umzugehen.

Die Geschichte hat noch 3 Kapitel und den Epilog. Aramis einzufangen, wie Du es nennst, bedarf einiger Aufarbeitung; Du weißt, dass ich nicht für die schnelle Friede-Freude-Eierkuchen-Schiene bin. Eine kurze Ansprache, und Aramis tickt wieder richtig – das wäre bei allem, was er mit sich herumschleppt, unrealistisch. Aber klasse, dass Du Porthos als den Schlüssel zum Erfolg siehst :-)). Ich spoilere ja nicht wenn ich sage: Es wird alles gut – ich meine, ihr wisst ja, wie es 6 Jahre später mit den beiden und Athos aussieht :-)
Und ich finde natürlich wieder hochinteressant, wie Du die Reaktionen von Porthos und Athos doch so unterschiedlich einschätzt :-)))

Ich würde Dir ja gerne noch etwas Nervenfutter rüberschieben, aber ein paar Toffifee brauche ich noch für später... Egal, sei’s drum: Bedien‘ Dich :-))

Noch einmal schlafen... *schmunzel*
Dir jedenfalls hierfür meinen ganz, ganz innigen Dank auch heute wieder!!

Nun gute Nacht (falls Du nicht schon lange schläfst – ich sollte das auch tun ;-))

Bis später und
GLG
Ann
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