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Autor: greymonster
Reviews 51 bis 71 (von 71 insgesamt):
24.02.2021 | 15:26 Uhr
heyho!

können wir kurz darüber reden, wie wunderschön die sammelbezeichnung der libellenfamilie ist? odonata? ich weiß auch nicht, bei diesen melodischen namen komme ich ins schwärmen.

auch hier verstehst du dich einfach darauf, all die charaktere in diesen kurzgeschichten wie lebensechte personen darzustellen. deine detailliebe verblüfft mich wirklich jedes mal aufs neue, auch wenn ich mich doch eigentlich mittlerweile daran gewöhnt haben sollte, wie malerisch und zuneigunsvoll du schreibst.
wo holst du diese personenbeschreibungen nur immer her? ich kann so viele menschen aus meinem umfeld (zumindest in den grundzügen) in den charakteren widererkennen, von denen du uns hier erzählst, und es sind nicht mal universell geltende charaktereigenschaften, sondern immer diese unglaublich spezifischen züge, die mich innehalten lassen!
wirklich mo, wie immer respekt für diese absolut gelungene charakterisierung <3

wir lesen uns!
mfg memo

Antwort von greymonster am 27.02.2021 | 20:21 Uhr
memo :D <3

es ist immer wieder so eine Freude, dich hier lesen zu dürfen - danke, dass du dir die Zeit nimmst, immer so unfassbare Reviews zu schreiben : o <3

Und YES, ich hab das nicht gewusst und wollte ein paar Begrifflichkeiten zur Libelle recherchieren, als ich über Odonata gestoßen bin und mir dachte: oh what? Wie schön *o* Ja, memo, da empfinde ich wie du, ich finde diesen Namen unfassbar :D

Haha, ich glaube, das liegt in dem Fall tatsächlich daran, dass Lerian einer realen Person entspringt bzw. von ihr inspiriert worden ist :) wenn ich etwas darüber nachdenke, tue ich das bei meinen Charakterisierungen sogar meistens - ich vergleiche sie oftmals mit echten Personen, suche Unterschiede und Gemeinsamkeiten und dann brauchen sie alle einen Tick :D Ich werde auf alle Fälle immer noch sehr rot, wenn ich deine Worte dazu lese, ich fühl mich zutiefst geehrt, Memo, allein bei dem Wort "zuneigungsvoll" bleibt mein Herz einfach stehen c:
es freut mich einfach total, dass dich das innehalten lässt - es gibt auch, glaube ich, nichts, was mir beim Schreiben so wichtig ist wie die Figuren <3 Da lässt mich dein Lob gleich drei Meter wachsen :D
Ooooh, danke Memo, vielen, vielen lieben Dank <3
Ich hoffe, ich komme jetzt dann mal dazu, deine Beiträge aufzuholen <3

Ganz liebe Grüße,
Mo
23.02.2021 | 18:59 Uhr
Heyho, Mo!

Wow, dieser Text so spannend! Er liest sich ein bisschen so wie die Autobiografie aus dem letzten Kapitel und ich frage mich, ob hier auch vielleicht ein wahrer Kern drinsteckt?
Lerian ist ein ziemlich cooler Name, hat irgendwie so etwas Mystisches, Geheimnisvolles.

Mir gefällt, dass es hier um einen Künstler geht, dem sich das Ich nicht so wirklich zugehörig fühlt - und doch sind die Beschreibungen selbst so künstlerisch und bildreich. Die Libellenflügel passen und irgendwie auch Lerians Wesen zu dem einer Libelle. Libellen leben ja räuberisch und irgendwie ist das so mit dem Zynismus, dem Abweisenden im Einklang. Gleichzeitig sind sie aber auch anmutig und zerbrechlich und das finde ich hier ebenso wieder.

Ein wirklich toller Text, ich habe mit beiden Figuren irgendwie total mitgefühlt und hätte sie beide gerne in den Arm genommen. Danke für's Hochladen! :)

Liebe Grüße,
LeberUndGallenTee

Antwort von greymonster am 27.02.2021 | 20:15 Uhr
Leber UndGallenTee :D

endlich komme ich dazu, deinen Review zu beantworten :D
Es freut mich total, dass der Text spannend zu lesen war, mir kam er am Ende doch etwas lange vor :'D Und ja, tatsächlich steckt ein autobiographischer Kern im Text (oder besser gesagt echt erlebte Person), auch wenn ich einige Aspekte/Zusammenhänge etwas verfremdet habe, die Idee ist quasi aus dem Leben gegriffen :D Freut mich grad irgendwie total, dass du das erkannt hast!

Oh wow, das ist echt eine spannende Beobachtung, die mir selbst gar nicht so aufgefallen ist, wo ich aber nur zustimmen kann, wenn ich darüber nachdenke :D Und ja, das mit der Libelle - da kommt auch der Kern ins Spiel, weil ich bei diesem Menschen wohl niemals vergessen werde, wieviel er über Insekten bzw. ausgerechnet über die Libelle wusste und als der Prompt veröffentlicht wurde, war mir irgendwie sofort klar, dass ich das aufgreifen möchte :) Er hatte wirklich etwas sehr Libellenhaftes an sich. Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr mich das freut, dass das Libellenbild auch bei dir so stimmig ankommt <3

Oh, vielen, vielen lieben Dank für deinen Review - es ist echt immer so spannend zu lesen, was die anderen bzw. du dazu denkst :D Riesendank! :D

Ganz liebe Grüße,
Mo
21.02.2021 | 16:02 Uhr
Und da bin ich auch hier endlich angekommen!

Ich frage mich bei einigen Nicks ja ab und zu, wie man darauf kommt und 'greymonster' fand (und finde) ich so cool! Genauso wie 'Mo' hat es für mich übrigens nicht wirklich etwas Bedrohliches. ^^

Generell: was für eine bewegende autobiografische Skizze! Ich finde, dazu muss man gar nicht viel sagen und kann sie einfach so stehenlassen, wie sie ist. Es ist wie eine kleine Reise und ich war irgendwie so drin und wollte noch mehr erfahren und noch mehr eintauchen. Das Ende war auch so wohltuend und ganz und hach, ich weiß auch nicht genau. Hat mir jedenfalls richtig gut gefallen.
Ich kann nur sagen, ich bin sehr froh, dass du schreibst und so bist, wie du bist. Es macht mir immer ganz viel Freude, mich mit dir auszutauschen. :)
Danke! <3

LeberUndGallenTee

Antwort von greymonster am 21.02.2021 | 17:46 Uhr
oh, LeberUndGallenTee, es freut mich total, dass du hier angekommen bist :D <3

hahaha ja, apropos, wie kams denn eigentlich zu deinem? :D Oh, das freut mich :D Ich habe auch das Gefühl, auf ff.de die niedlichsten Abweichungen von meinen Namen bekommen zu haben und hatte bis jetzt auch nie das Gefühl, dass es jemand als bedrohlich wahrgenommen hätte :D

Oh dankeschön, mich freut das unheimlich, dass die Geschichte bis jetzt so gut angekommen ist - hab doch sehr viel geschliffen und probiert und war natürlich nicht so zufrieden, was aber sicher auch daran liegt, dass der Text so persönlich ist :'D Umso mehr freut es mich jetzt natürlich, dass er dir auch gefallen hat <3 Oh, ich weiß gar nicht mehr, was ich an der Stelle noch sagen soll, LeberUndGallenTee, dein Feedback bringt mich echt arg krass zum Grinsen und schenkt so viel Wärme, hab vielen, vielen lieben Dank dafür <3 Ich tausche mich übrigens auch wahnsinnig gerne mit dir aus! :D

Ganz liebe Grüße,
Mo
T A (anonymer Benutzer)
19.02.2021 | 22:37 Uhr
Liebe Mo,
Bei dem Text geht mir richtig das Herz auf. Ich bin froh, dass du deine Monster jetzt an der Hand nehmen kannst und gerne verrückt bist ;) vielen dank für diesen ehrlichen und hoffnungvollen Text! <3

Antwort von greymonster am 21.02.2021 | 08:56 Uhr
Oh hey <3

ich kann nicht glauben, dass du mir nach dieser wundervollen Nachricht auch noch einen Review schreibst - das freut mich so unheimlich ;_; Danke für all deine so berührenden Worte, T. <3
ich sag danke für deinen Review und dass du dir die Zeit nimmst - das motiviert mich einfach so sehr <3

Ganz liebe Grüße,
mo
15.02.2021 | 22:53 Uhr
Oh, Mo-chen :) Ich habe beim "monster"-Prompt auch an dich gedacht, haha.

Und boah, ich weiß mal wieder gar nicht, was ich sagen soll. Dieser Text hat mich gleich am Anfang an die Hand genommen und mich nach und nach durch diese autobiographische Skizze geführt, mir die Schlucht gezeigt und die nicht-ganz-Tränen, den Zebrastreifen und den Chemieraum. Es fühlt sich ein bisschen an wie ein zartes, zerbrechliches Geschenk und ich habe fast Angst, es kaputt zu machen, indem ich zu viel dazu sage oder was Falsches dazu sage. Aber er bleibt mir in Erinnerung als sehr besonderer Text, der Tonfall war so unglaublich verständnisvoll und liebevoll, als hättest du dir eine Umarmung für dein jüngeres Ich geschrieben. Und gleichzeitig vor nichts die Augen verschlossen, alles unbeschönigt betrachtet.

Magst du erklären, was es mit dem immer wiederkehrenden Schrank auf sich hat? Nur, wenn du möchtest. (Ich hoffe, ich habe das nicht schon mal gefragt und nur wieder vergessen, haha.)

Die letzten beiden Absätze waren so, so wundervoll <3 Ein richtig schönes Ende für diesen Text, das mich trotz der vielen Traurigkeit mit einem Lächeln zurücklässt.
Danke fürs Schreiben, danke fürs Teilen, danke fürs Dich-zeigen <3 Dieser Text fühlt sich so unfassbar persönlich an, dass ich mir fast wie ein Eindringling dabei vorkomme, ihn zu lesen. Gerade deshalb ist es so ein Geschenk, dass du ihn trotzdem mit uns teilst :)

Alles Liebe
Viperzahn

(P.S.: In "Schulstufe" hat sich ein zweites T eingeschlichen.)

Antwort von greymonster am 27.02.2021 | 20:09 Uhr
Viperzahn :D

hahha, erstmal, das freut mich sehr, wenn du da an mich denkst, zweitens, endlich komme ich dazu deinen wundervollen Review zu beantworten ;_; <3 Ich weiß gar nicht, womit ich gerechnet habe, aber irgendwie habe ich nicht erwartet, generell so viele liebe Rückmeldungen auf diesen Text zu bekommen - der mich ja doch etwas traurig auch gestimmt hat. Ich bin auch mit deiner Rückmeldung nach wie vor sehr überfordert, Viperzahn - ich hab generell das Gefühl, nie wirklich ausdrücken zu können, wie sehr ich mich über deine Gedanken, Anmerkungen und Überlegungen freue ;_____; Aber puff, ich tue es echt mit ganzen Herzen!

"wie ein zartes, zerbrechliches Geschenk" oh, viperzahn - das haut mich immer noch völlig aus der Bahn!

Und auch die Umarmung für mein jüngeres Ich - ja, so hätte ich das vermutlich nie gesehen, aber du hast komplett Recht und ich bin froh, dass du das gesagt hast <3

Ich glaube, das hast du noch nicht gefragt :D (sonst haben wirs wohl beide vergessen xD) Ich habe mal vor gefühlt Urzeiten eine längere Geschichte geschrieben, die "Wir beide außerhalb vom Schrank" heißt, wo ich das Schreiben als Du anspreche und einerseits unsere Geschichte erzähle und andererseits mich mehr oder weniger dafür entschuldige, dass ich das Schreiben nie als Mittelpunkt betrachten wollte. So ist das irgendwie zu meiner gängigen Metapher geworden - weil ich in der Geschichte schreibe, dass ich mich irgendwann in einen Schrank zurückgezogen habe (so wie andere ins stille Kämmerlein), weil ich meine Texte nicht mehr teilen wollte und alles quasi nur mehr für mich selbst erfunden habe. Ich kann dir den Text auch gerne mal zeigen/schicken, wenn du möchtest :D

Hach, das freut mich total, mir war es irgendwie wichtig, am Ende zu betonen, das greymonster/mo für mich ganz, ganz, ganz positive Konnotationen in sich tragen und eben einfach eine Geschichte erzählen, in der ich wachsen durfte und für die ich extremst dankbar bin :D
Oh, Viperzahn, und selbst wenn, ich glaube, wenn du der Eindringling wärst, würde ich mich sehr freuen :D <3 Du hast die absolute Erlaubnis dazu ;D
Hach, an der Stelle noch einmal vielen, vielen lieben Dank für deinen Review, das freut mich einfach enorm und macht mich immer noch sehr, sehr, sehr zufrieden und wohlig und warm :D <3

Ganz liebe Grüße,
Mo
15.02.2021 | 14:43 Uhr
mo <3

ich wusste genau, dass mich dieser beitrag berühren würde, als ich den kapitelnamen gelesen habe. und vorweg muss ich erst mal sagen, wie viel mir in diesem text persönlich bekannt vorkommt und wie sehr ich diesen rückzug in das selbst nachvollziehen kann, mit dem ich ebenfalls zu kämpfen hatte. und dann noch die sache mit dem schreiben als pflaster, das im endeffekt in diesem zustand so viel destruktiver ist, in die tasten hauen wie verrückt und nichts veröffentlichen, weil man einfach nur diese mischung aus einsamkeit und frust und selbstwut im bauch hat, die nicht mehr verschwindet.

dieser satz mit dem zebrastreifen hat mir so sehr ins herz gesprochen und ich hoffe, dass du weißt, dass du damit nicht alleine bist <3

die letzten paragraphen des textes fliegen nur so an mir vorbei und ich kann mir das bildlichen vorstellen, dieses wachsen und diese selbstreflexion und langsam ankommen und nicht mehr vor sich selbst davonlaufen. ach mo, dieser beitrag ist mit so viel liebe und vergebung gestaltet und genau so kommt er auch bei mir an. ich weiß ganz genau, dass das ein text ist, den ich in der mittelstufe gelesen und innegehalten hätte -- und vielleicht wäre mir selber einiges erspart geblieben, wenn ich meine eigene gefühlswelt damals hierdurch in relation hätte setzen können.

vielen lieben dank, dass du das kapitel mit uns teilst <3

aufs heilen, aufs durchatmen und vor allem aufs schreiben!
mfg memo <3

Antwort von greymonster am 25.02.2021 | 22:30 Uhr
oh Memo,

ich weiß immer noch nicht, wie ich deinen Review beantworten soll - der haut mich nach wie vor sehr um, berührt mich und keine Ahnung, es ist schräg, etwas so offensichtlich Persönliches mit so vielen anonymen Menschen zu teilen und dann auch noch ein Feedback zu bekommen, das mich im Schreiben so bestärkt.

"und vorweg muss ich erst mal sagen, wie viel mir in diesem text persönlich bekannt vorkommt und wie sehr ich diesen rückzug in das selbst nachvollziehen kann, mit dem ich ebenfalls zu kämpfen hatte. und dann noch die sache mit dem schreiben als pflaster, das im endeffekt in diesem zustand so viel destruktiver ist, in die tasten hauen wie verrückt und nichts veröffentlichen, weil man einfach nur diese mischung aus einsamkeit und frust und selbstwut im bauch hat, die nicht mehr verschwindet." ach, memo - jedes deiner Worte davon, da möchte ich einfach nur deine Hand drücken. ehrlich, da kann ich einfach nichts dazu zu sagen, weil ich das nur unterzeichnen kann.

oh, memo <3 hab vielen lieben Dank, ich bin froh, sagen zu können, dass ich den Zebrastreifen heute Zebrasteifen sein lassen kann und ihn hinter mir gelassen habe.

"und vielleicht wäre mir selber einiges erspart geblieben, wenn ich meine eigene gefühlswelt damals hierdurch in relation hätte setzen können." hach, hach, hach. Ehrlich, ich schwöre dir, mein fünfzehnjähriges Ich sitzt bei mir und weint und denkt, ja, genau. Und was du sagst, trifft mich einfach so in meinem Kern - ich kann irgendwie nichts dazu erwidern und das tut mir leid, weil dein review so ehrlich ist und ich so umfassend dankbar für deine Worte bin.

Boah, Memo. Ich bin immer noch so sprachlos, einfach weil mein Kopf die Kapazität nicht packen kann, da sind so viele Gefühle, die ich dir gern einfach nur entgegenbringen würde, damit du zumindest einen Hauch meiner riesigen Dankbarkeit spürst.
Vielen, vielen lieben Dank dafür, Memo, ehrlich. <3

"aufs heilen, aufs durchatmen und vor allem aufs schreiben!"
yes, salute!

ganz liebe grüße,
mo
10.02.2021 | 21:30 Uhr
abend!

haha! ich habe tatsächlich in die comment section geschaut, bevor ich das kapitel gelesen habe -- sonst hätte ich ebenfalls lange nach dem monster prompt in diesem drabble suchen müssen lmao
mir gefällt sehr, wie du diese liebe zwischen dem ich und dem du darstellst, wie viel sie sich einander geben könne und wie sehr man merkt, wie viel sie einander bedeuten.

"du hast mich in die liebe reingesungen" ist so ein unglaublich schöner satz - das verb ist genau das richtige und zaubert mir mal wieder bestes kopfkino!
danke fürs teilen <3

wir lesen uns!
mfg memo

Antwort von greymonster am 12.02.2021 | 16:50 Uhr
Memo :D

hahaha, vielleicht sollte ich einfach einmal anfangen, den jeweiligen prompt auch dazu zu schreiben :'D
oh das freut mich sehr, dass du das sagst - diese Beziehung irgendwie in Worte zu fügen ist echt ein großes Anliegen für mich <3 und auch, dass dir das Kopfkino gefällt, da kriege ich dann das Gefühl, dass ich vielleicht doch nicht ganz so kryptisch war wie sonst :'D
Vielen, vielen lieben Dank für deinen Review, memo <3 ich freue mich schon sehr darauf, wenn ich endlich deine Beiträge nachholen kann!

Ganz liebe Grüße,
Mo
08.02.2021 | 11:45 Uhr
Hello, mo! :)

Auch ich habe kurz gestutzt und dachte: Musiklächeln klingt so positiv für 'Monster'... :D Ja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil. xD
Zugegeben, auch zu 'Remote' ist mir der Zusammenhang nicht so richtig klar. Es geht vermutlich eher in Richtung emotionale Abschottung, oder?

Ich finde es toll, wie du die Verbindung zur Musik herstellst. Musik ist für mich so viel Gefühl, so viel Authentizität, so viel, was man nicht verstecken kann. Na ja, meistens jedenfalls. :D
Ein bisschen gerätselt habe ich ab hier: >>Und dann der Tod, als der mich berührte, konntest du es plötzlich auch.<< Ist das wörtlich zu verstehen? Also weil der Erzähler quasi dem Tod von der Schippe gesprungen ist, war das der Anstoß für die andere Person, emotional ein bisschen zugänglicher zu sein? Dann gäbe es dem Ganzen so ein positives Ende. :)

Wieder ein sehr schöner Text, danke dir dafür :)

Liebe Grüße,
LeberUndGallenTee

Antwort von greymonster am 21.02.2021 | 08:45 Uhr
Hey LeberUndGallenTee :D

ich glaube, ich sollte langsam echt den Prompt nochmal dazu schreiben xD (und dann vielleicht auch noch die Übersetzung, an die ich gedacht habe :D)
Mit emotionaler Abschottung bist du genau richtig, ich dachte an "unnahbar" bzw. auch "entfernt", aber im emotionalen/sozialen Sinne.

Ohja, so gehts mir bei Musik auch, ich hab das Gefühl, dass da manche Menschen ihre gesamten Hüllen fallen lassen und dann bin ich einfach hin und weg. Daran dachte ich hier auch, an eine Person, die nur auf der Bühne echt und nahbar ist, während sie abseits alle irgendwie von sich wegschubsen möchte.

Ja genau, das hätte ich vielleicht noch genauer ausdrücken können (danke für den Hinweis!), es geht mehr darum, dass die Person erlebt hat, wie jemand stirbt und daher quasi vom Tod "berührt" wurde. Das war für die betroffene Person so schlimm, dass der liebe Musiker dann endlich zugänglicher wurde ;D
Oh, ich sage danke für deinen wundervollen Review, ich finde es einfach immer so spannend zu sehen, wie andere den Text auffangen und empfinden - hab vielen, vielen lieben Dank für deine Zeit und deine Worte <3

Ganz liebe Grüße,
Mo
07.02.2021 | 23:11 Uhr
Mo-chen :)

ich musste gerade kurz überlegen, was das mit Monster zu tun hat, bevor mir die 5 aufgefallen ist xD Musiklächeln ist schon wieder so ein schöner Neologismus :)
"[...] all deine Geheimnisse in den Lautsprecherboxen eingesperrt und für niemanden mehr zugänglich" - hier mag ich die Zweideutigkeit der Boxen, denn normalerweise verstaut man Sachen, die man wegsperren will, ja auch in Boxen, nur eben welchen aus Karton.
"[...] deinem Blick, der alle, die dich zu lange ansahen, ihre Worte wieder herunterschlucken ließ" - dieser Satz hat so eine Schwere, malt so ein eindrückliches Bild und lässt mich fast selbst schlucken.
"Und dann der Tod, als der mich berührte, konntest du es plötzlich auch" - Hier musste ich irgendwie an Lilli denken, ich weiß selbst nicht so genau, warum :-D Vielleicht das Thema in Kombination mit der Ausdrucksweise?
So, jetzt höre ich auf, Sätze zu zitieren, bevor ich hier den ganzen zweiten Absatz wiedergebe :-D Diese Liebe hast du in diesem Absatz so wahnsinnig gut dargestellt! Ich habe an jedem Wort gehangen und die Sätze haben in meinem Kopf so wunderschön geklungen <3 Achtest du beim Schreiben darauf, welche Vokale und Konsonanten du benutzt oder machst du das ganz automatisch so?
Ich bin auf jeden Fall super gespannt, was die längere Geschichte dazu ist, und freue mich riesig darauf, sie zu lesen, wann auch immer du die Zeit dafür findest :)

Alles Liebe
Viperzahn

Antwort von greymonster am 21.02.2021 | 08:34 Uhr
Viperzahn,

endlich komme ich dazu, deinen Review zu beantworten :D
Hahaha, ja, so ist es dir, glaube ich, nicht allein ergangen xD Es freut mich auf alle Fälle total, dass dir der Neologismus gefällt <3
Oh stimmt! Das wär mir selbst tatsächlich gar nicht aufgefallen, weil ich so in dem Bild gefangen war, wie man was ins Mikro sagt und es die Boxen dann verschlucken und verwahren? Danke für den Hinweis :D Da hatte ich beim Bilderschaffen wohl wieder mal Glück xD
Ja, das stimmt, das hat tatsächlich eine Ähnlichkeit zu Lilli, was sicher auch an dem Todthema liegt. :D
Oh, Viperzahn, das freut mich wahnsinnig, dass du das so empfindest :D Tatsächlich achte ich sehr stark auf den Klang und die Betonung, schaue dabei im ersten Moment aber weniger auf Konsonant und Vokal, sondern mehr so auf die allgemeine Melodie im Kopf? Allerdings zeigt es sich dann, wenn der Satz nicht stimmig ist, dass eben ein Konsonant/ein Vokal nicht ganz stimmig sind - manchmal ist es auch die Anzahl der Silben bzw. deren Betonung, die nicht ganz passt - aber ich mach vor allem die Betonung ganz viel nach Gefühl und nach dem, was ich ausdrücken will (also ich denke nicht an ein bestimmtes Versmaß :'D).
Oh, dankeschön, Viperzahn, das freut mich enorm <3 Auch vielen, vielen lieben Dank für deine Reviews - es ist immer so spannend zu lesen, was du in meinen Texten siehst und was du dabei empfindest, hab vielen, vielen lieben Dank dafür.

Ganz liebe Grüße,
Mo
04.02.2021 | 18:31 Uhr
Hey, mo! :)

Da hast du wieder zwei sehr spannende Texte geschaffen, die bei mir wieder einiges an Interpretation wachrufen. :)

Beim Brunnenprozess musste ich seltsamerweise an die Hexenverfolgung im Mittelalter denken, wo man Frauen mit angebundenen Gewichten ins Wasser geworfen hat - tauchten sie auf, waren sie Hexen, gingen sie unter, waren sie halt keine.
Allerdings schubst sich der/die Protagonist*in ja selbst in den Brunnen, daher geht es hier wohl um eine andere Art von "Prozess". Es scheint ja auch eher ein metaphorischer Brunnen zu sein, in dem Angst steht anstelle von Wasser.
Vielleicht ist der Brunnenprozess dann vergleichbar damit, wie man gedanklich in seinen eigenen Zweifeln und Ängsten versinkt und das langsam schon zur Gewohnheit geworden ist?

Den zweiten Text finde ich fast noch besser. "Kieselmädchen" ist so ein schöner Ausdruck!
Du hast da eine interessante Beobachtung der heutigen Gesellschaft aufgegriffen. Die steigende Verantwortung, der Leistungsdruck, all das, was einem so aufgehalst wird und wie unterschiedlich man damit umgeht. Und nur die wenigsten trauen sich, die Probleme eventuell auch mal anzusprechen und ans Tageslicht zu zerren.

Wieder zwei sehr berührende Texte, sprachlich natürlich auch wieder toll. Macht sehr viel Freude, darüber nachzudenken. :)
Ich bin gespannt auf die nächsten Prompts! *-*

Liebe Grüße,
LeberUndGallenTee

Antwort von greymonster am 12.02.2021 | 16:59 Uhr
LeberUndGallenTee,

es ist einfach so schön, an deinen Gedanken teilhaben zu dürfen - hab vielen Dank für deine Reviews <3

Haha ja, das glaube ich sofort, ich war so unzufrieden mit diesen beiden Texten - und bin auch nach wie vor nicht zufrieden - weil sie mir viel zu kryptisch sind und sehr viel Wissen in etwas verlangen, dass die Lesenden gar nicht wissen können, daher kann ich absolut nachvollziehen, dass man hier ohne Interpretationen vermutlich gar nicht auskommt.
Oh, das mit den Hexenverbrennungen ist ein interessanter Gedanke! Ich dachte tatsächlich an einen Brunnen, weil der Weg so aussichtslos ist? Du kannst jetzt nicht wie bei einem See oder einem Meer noch irgendwie davongeschwemmt werden (was bei einem See natürlich auch nur bedingt möglich ist), beim Brunnen ist man irgendwie so auswegslos.
Und jap, es geht auf alle Fälle darum, in seinen Zweifeln und Ängsten zu versinken - kennst du die Aussage, man soll sich mal mit seinen Ängsten zum Tee setzen? Ich glaube, man wird manchmal sehr viel von seiner Angst getrieben, anstatt auch zu hinterfragen, wo sie eigentlich herkommt und was für einen Ursprung sie hat - da habe ich die Erfahrung gemacht, dass es hilfreich ist, ihr ins Gesicht zu sehen. Dementsprechend gibt es auch nur den einen Weg (wie im Brunnen), um ihr direkt entgegenzufallen :)

Oh das freut mich, dass dir der Ausdruck gefällt! Oh, ich finde es schön, wie du das auf den Punkt bringst :D Daran musste ich irgendwie sehr häufig denken, wenn ich mich an meine eigene Schulzeit erinnere, wie einem plötzlich all diese Verantwortung aufgehalst wird, obwohl man vielleicht nur ein Jahr älter geworden ist :'D
Oh, dankeschön, das freut mich wirklich sehr <3
Vielen, vielen lieben Dank wie immer für deine Zeit und deine Worte, LeberUndGallenTee <3

Ganz liebe Grüße,
Mo
03.02.2021 | 23:54 Uhr
Oh, liebe Mo, was habe ich mich gefreut zu sehen, dass du gleich zwei Texte verfasst hast! :)

Zu Brunnenprozess:
Wow, wow, wow. Wie wundervoll <3 Du schaffst es mal wieder, ein Gefühl, für das ich bisher keine Worte hatte, perfekt einzufangen. Du hast so ein unglaubliches Talent! Ich habe irgendwann mal jemanden darüber reden hören, wie befreiend es ist, unangenehme Gefühle nicht zu versuchen zu verdrängen, sondern sie in ihrem ganzen Ausmaß zuzulassen. Da ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass ich das normalerweise immer automatisch gemacht habe. Und als mir dann zum nächsten Mal etwas sehr, sehr Peinliches passiert ist, habe ich mich daran erinnert und die ganze Scham einfach schonungslos über mich hinwegrollen lassen und das war so ein krasses Erlebnis - im einen Moment kaum auszuhalten, aber dann ist es erstaunlich schnell abgeklungen und übrig geblieben ist nur ein: Ok, ich lebe noch. War doch gar nicht so schlimm. Daran musste ich gerade bei deinem Text denken, vor allem bei den letzten beiden Sätzen. Ich weiß gar nicht, ob du damit überhaupt so etwas meintest, wie ich es aufgefasst habe, aber ich fühle mich gerade sehr verstanden von dir <3 "Ein uralter Prozess" deutet jedenfalls darauf hin, dass dir diese Vorgehensweise nicht so neu ist :-D

Zu wundersam:
Ich sitze jetzt schon ewig vor dem blinkenden Cursor und finde einfach nicht die passenden Worte. Da war so vieles in diesem Text ... Manches, das ich auf so tiefen Ebenen verstehen kann, manches, das auch beim dritten Lesen noch seine Bedeutung vor mir verbirgt. Dieser Zwiespalt zwischen dem Kieselmädchen und den anderen, die so unterschiedlich und doch irgendwie gleich sind ...
"[...] während sich die anderen in hell erleuchteten Straßen und lautem Lachen ertranken"; "[...] während die anderen selbst den letzten Rest Spaß aus jeder noch so giftigen Flasche raussaugten"; "Alle bauten sie sich eine Hülle, taten so, als wären sie unverletzbar, doch im Schatten weinten sie alle dieselben Tränen." Oh Gott, Mo, ich liebe liebe liebe deine Sätze so! <3 Jedes Mal, wenn die Glocke erscheint, freue ich mich schon darauf, wieder in deine Metaphern eintauchen zu dürfen. Und das Ende ist so befreiend und befriedigend! :)

Ich freue mich schon auf "remote" :)
Alles Liebe
Viperzahn

Antwort von greymonster am 12.02.2021 | 18:50 Uhr
Ach, Viperzahn, erstmals: Ich habe mich enorm über deine Nachricht gefreut heute <3
Und auch deine Reviews sind immer so schön zu lesen, hab vielen, vielen Dank dafür, dass du dir da immer die Zeit nimmst :D <3

puh, viperzahn, da werde ich ganz rot, wenn du sowas sagst c: da kommt mir ein Danke auch irgendwie so platt vor - mein herz und ich freuen uns auf alle Fälle enorm <3
ohja, ich glaube, dass das auch ganz, ganz wichtig ist, weil ich auch eher dazu neige, meine Gefühle dann zu verdrängen und dann BAM, kommt alles irgendwie auf einmal hoch - ich habe diesen Mechanismus auch :'D
Oh wow, das hört sich nach einem intensiven Erlebnis an und auch sehr, sehr schön <3 Und ja, ich meine genau das, was du sagst :D <3 (ich freue mich gerade sehr, dass du das da reinlesen konntest :D)

Ach, das kann ich so verstehen, an dem Text habe ich auch ganz schön rumgezupft und gezogen und kam letztlich doch zu keinem klaren Bild - worüber ich mir wohl auch noch Gedanken machen werde, weil ich ihn nach wie vor etwas kryptisch finde.
Aber ich freue mich auf alle Fälle, dass du den Text so angenommen hast :D <3 Und vielen, vielen lieben Dank - das ist immer auch so ein besonderes Highlight für mich, wenn du Sätze raussuchst, die dir besonders gefallen haben, einfach danke Viperzahn, ehrlich :D <3

ganz liebe grüße,
mo
02.02.2021 | 18:13 Uhr
hallöchen moooo!

zu brunnenprozess: "ich zerre mich am eigenen kragen hindurch" ist einfach schon wieder so eine krass anschauliche metapher -- wo nimmst du sowas nur her?
die stimmung in dem drabble ist so schwer und drückend, wie du die angst personifizierst und ihre körperlichen auswirkungen auf den ich-erzähler beschreibst. und dann kommt da plötzlich der letzte satz und dir wird wieder hoffnung gemacht.
respekt, dieses leseerlebnis in hundert wörtern zu konstruieren!

und zu wundersam: allein der erste satz liest sich wie der anfang eines gedichtes. 'kieselmädchen' ist wirklich ein spannender compound.
ich muss gestehen, ich war am anfang dezent verwirrt, was du metaphorisch darstellen willst -- bin mittlerweile bei depression/anxiety gelandet? hoffe, das ist nicht vollkommen am thema vorbei, aber belehre mich gerne eines besseren :D
jedenfalls kann sich glaube ich jeder damit identifizieren, anderen menschen zuzusehen, denen es augenscheinlich so viel besser geht, während man sich da mit seiner eigenen schweren last abmüht.

vielen dank fürs hochladen, wir lesen uns <3
mfg memo!

Antwort von greymonster am 06.02.2021 | 10:49 Uhr
hallo memo :D

erm, puuuh, ganz unterschiedlich :D meistens suche ich Bilder, die Gefühle noch stärker verkörpern :D ich freue mich auf alle Fälle arg, dass du fragst. wo nimmst du denn deine her? :D
aber um ehrlich zu sein, denke ich bei vielen Bildern tatsächlich sehr, sehr lange nach, ob sie auch wirklich das Gefühl ausdrücken, dass ich auch ausdrücken möchte :)
oh, danke, memo, das freut mich wirklich sehr - ich hab mit dem prompt nämlich unwahrscheinlich lang gekämpft :D

hach, danke - da stand sehr, sehr lange Steinmädchen, aber das war mir dann doch irgendwie nicht stimmig genug, weswegen es zu Kieselmädchen wurde :D freut mich wie immer sehr, dass es dir gefällt <3
ja, tatsächlich war dieser Text eigentlich mein "erster" Text und ich habe laaaange überlegt, ob ich ihn hochladen soll, weil ich nicht erwartet habe, dass das irgendjemand außer mir versteht - weil er doch auf einem Grad bildreich geworden ist, der schon wieder sehr verwirren könnte. ich würde sagen, mit depression/anxiety bist du sehr richtig :D ausgangssituation waren für mich schulklassen - wie jeder und jede eigentlich in dem Alter sehr stark mit sich selbst beschäftigt ist (zurecht) und dabei gar nicht mitbekommt, dass quasi alle mit sich selbst auseinandersetzen bzw. kämpfen müssen - weil eben jeder und jede auch andere Bewältigungsstrategien hat oder das Auseinandersetzen erst kommt :)

oh, memo, ich sag danke für deinen Review, vielen lieben Dank dafür <3

ganz liebe grüße,
mo
20.01.2021 | 21:33 Uhr
Oh. Mein. Gott.
Mo!

Wie zur Hölle ... Was ... Womit ... Ich kriege überhaupt keinen Satz mehr zustande. Dein Ernst?!

Also erstmal: Danke für die Triggerwarnung, es war leichter, das zu lesen, nachdem ich wusste, worauf ich mich einlasse.

Dieses Kapitel ist mal wieder so pur, so rein und doch so hart und hinterhältig und bitter. Ich habe diese Kombination noch bei niemandem je so gesehen wie bei dir. Das ist absolut einzigartig und ich bin zutiefst beeindruckt. Dieser Text ist einfach so menschlich und gleichzeitig so unmenschlich. What the hell?

Fange ich jetzt an, hier aufzuzählen, welche Sätze es mir besonders angetan haben? Vielleicht kann ich dann nicht mehr aufhören und gebe den halben Text wieder. Ach, was soll's.
"[...] denn kurz, nur einen Augenblick, würde ich wieder den Preis zahlen, mich mit dir zu Schrott fahren zu lassen." - Ah. Das zu-Schrott-fahren-lassen ist so passend bitter.
"[...] dass die Türen keine Schlösser haben" - Sehr eleganter Übergang von deinem Home-Text!
"Stattdessen habe ich [...] dir meine Traurigkeit geschenkt, die dir nie traurig genug war." - Danke, Mo, danke für diese wundervolle Formulierung, dass die Traurigkeit ein Geschenk sein kann. Und dann direkt im Anschluss dieser harte Relativsatz.
"Dafür hast du gerne meine Wut getrunken, in meiner Ohnmacht gebadet" - Das ... das ist einfach ein viel zu treffendes Bild.

Und dann dieser Dialog. Mir ist fast schlecht geworden beim Lesen.

"Ich habe das gesehen, du hast es erklärt, ich habe es dir geglaubt." - Da, schon wieder. Du nimmst einfach jede unangenehme Wahrheit und klatschst sie mir ins Gesicht. Aber gleichzeitig gibt es da auch diesen Hoffnungsschimmer, dass "ich habe es dir geglaubt" in der Vergangenheit formuliert ist.
"Und du bist dieser Spiegel, der [...]" - Der ganze Absatz. Jedes verdammte Wort davon. Lionel als Wächter der Kreuzung der Zweifel passt einfach perfekt.
"Du hast mich angemalt und dir die Farben ausgesucht, ohne mich zu fragen." - Schon wieder so ein krasses Bild.
"Weil endlich war ich nicht mehr die, die zu viel Liebe will" - Das kommt mir aus einem deiner "Stoff meiner Tinte"-Texte bekannt vor. Da hast du wieder einen Faden zwischen deinen Texten gespannt :)
"[...] denn du liebst mich trotz meiner schlechten Seiten, die du alle aufgedeckt hast." - Am liebsten würde ich Liva wachrütteln und ihr sagen, dass es kein Zeichen von Liebe ist, dass Lionel ihr alle ihre "schlechten Seiten" unter die Nase reibt.
"Ich habe mich zuerst mit Angst angemalt, habe die Angst als Schild benutzt, um zu wissen - zu dir kann ich nicht zurück." - Das ist so unglaublich gut erfasst, wie die Angst das ist, was sie vor ihm rettet. Vielleicht hat er das von Anfang an befürchtet und ihr deswegen eingeredet, ihre Angst vor ihm sei etwas Schlechtes, ein Zeichen von Schwäche.
"Du hast [...] mich wieder auf die Kreuzung geschickt, aber es ist meine Kreuzung und ich kontrolliere, welche Zweifel da fahren." - Dieses Character Development von der Vergangenheit zur Gegenwart ist so stark! Lionel mag der Wächter über die Kreuzung sein, aber Macht hat er nur, wenn sie ihm gegeben wird.

Und dann der letzte Satz. Der tut so gut am Ende dieses Textes, die Reinheit, die Freiheit. Und gleichzeitig spricht dieses sich-jahrelang-baden von so viel internalisierten Zweifeln und vielleicht auch von so viel Scham und Entsetzen über die eigene jahrelange Blindheit. Ich bin sehr froh, dass dieser Text mit dem Wort "unbemalt" endet.

So. Jetzt habe ich gefühlt viel zu viel zitiert und viel zu wenig gesagt. Vielleicht liegt es daran, dass ich immer noch ein bisschen sprachlos bin, wie du es schaffst, so einen Text zu schreiben. Du hast dafür meinen größten Respekt! Du stellst diese toxische Beziehung so bildgewaltig und vielschichtig und mit so vielen Details dar, ohne dich dabei in den Details zu verlieren. Diese Nuancen, diese Kleinigkeiten, die nicht wirklich Kleinigkeiten sind, zeigen so unangenehm gut auf, wie Liva in diese Beziehung gerutscht ist und wieso sie so lange gebraucht hat, um sich zu befreien. Habe ich schon erwähnt, wie beeindruckt ich bin?

Mo-chen, ich glaube, ich liebe dich. Danke, danke, danke für deine Texte! <3
Dein Viperzähnchen

Antwort von greymonster am 31.01.2021 | 19:36 Uhr
Oh mein Gott zurück, Viperzahn : o

Ich bin nach wie vor so überfordert damit, deinen Review rechtmäßig zu beantworten - ich verspüre so unfassbar viel Dank und ich würde dich übrigens und btw gern zurückumarmen, damit du weißt, wie krass arg dankbar ich dir für deine Worte bin <3

Oh total gerne, Viperzahn, ich muss gestehen, dass ich vor allem bei dem Thema "Toxische Beziehung" immer sehr gerne eine Triggerwarnung habe, um mich darauf einzustellen.

"Dieses Kapitel ist mal wieder so pur, so rein und doch so hart und hinterhältig und bitter. Ich habe diese Kombination noch bei niemandem je so gesehen wie bei dir. Das ist absolut einzigartig und ich bin zutiefst beeindruckt." Oh, ich lese das und mein Kopf hört einfach wieder auf, zu arbeiten - was für ein krasses Kompliment, ehrlich, das ist so unfassbar schön, dass ich einfach nicht weiß, was ich da anständig erwidern soll <3

Und Gott ja, ich finde, Traurigkeit ist so etwas unfassbar Intimes? Ich weine zB total gerne, aber ich weine nicht sonderlich gerne vor anderen Menschen, auch wenn es meine Freunde sind. Und ich finde, es ist hald eine ganz besondere Stufe des Vertrauens, wenn Menschen dir Trauer anvertrauen? Oder dir das einfach erzählen - wo traurig sein zudem auch noch gesellschaftlich oft gerne und nach wie vor verdrängt und ignoriert wird. Finde ich schön, dass du das auch so siehst :D
Und ich fühle mich einfach so geehrt (und so krass überfordert mit meiner Freude), dass dir so viele Sätze gefallen haben <3

"Das kommt mir aus einem deiner "Stoff meiner Tinte"-Texte bekannt vor. " - du bist einfach so krass aufmerksam, Viperzahn : o Das kam nämlich genau einmal vor und das definitiv in einem Drabble? : o Ehrlich, das berührt mich enorm.
Und ja, das mit dem Spiegel - das habe ich unten schon mal angesprochen, ich finde hald, dass Menschen uns tatsächlich zu einem gewissen Grad spiegeln? Und alles, was du jemanden gegenüber fühlst, vor allem wenn es negative Eigenschaften sind, es mehr über dich selbst als über die betreffende Person aussagt? Und das wollte ich auch bei Liva klarmachen - dass sie eine unsichere Person ist, die sich phasenweise sicherlich selbst gehasst hat - und Lionel konnte das aufgreifen und hat sie in allem bestätigt, was sie auch von sich selbst geglaubt hat - daher konnte sie ihm auch die Macht geben, weil es für sie "wahr" war und er das "alles" gesehen und sie trotzdem "geliebt" hat, verstehst du, was ich meine? Ich hoffe, ich bin nicht zu abstrakt. Das erinnert mich auch immer an den Ausspruch von "The perks of being a wallflower": We accept the love we think we deserve.

"Vielleicht hat er das von Anfang an befürchtet und ihr deswegen eingeredet, ihre Angst vor ihm sei etwas Schlechtes, ein Zeichen von Schwäche." So habe ich das tatsächlich noch gar nicht gesehen, aber das ergibt so Sinn! Und ja, das stimmt - wenn ich länger darüber nachdenke, ergibt auch das mit der Angst so Sinn, immerhin soll uns die ja eigentlich vor Gefahren schützen :'D

"Lionel mag der Wächter über die Kreuzung sein, aber Macht hat er nur, wenn sie ihm gegeben wird." Ja, absolut. Ich finde, ich hab das bis jetzt auch immer unterschätzt, dass Menschen das auch ausnutzen können, wenn man ihnen Macht gibt?

"Ich bin sehr froh, dass dieser Text mit dem Wort "unbemalt" endet." Oh Viperzahn, deine Worte sind einfach so heilsam und ermutigend und kräftigend <3 Ehrlich, hab vielen, vielen lieben Dank dafür, dass du so ein ausführliches und wundervolles Review geschrieben hast - das bestärkt mich echt heftigst <3

"Du stellst diese toxische Beziehung so bildgewaltig und vielschichtig und mit so vielen Details dar, ohne dich dabei in den Details zu verlieren. Diese Nuancen, diese Kleinigkeiten, die nicht wirklich Kleinigkeiten sind, zeigen so unangenehm gut auf, wie Liva in diese Beziehung gerutscht ist und wieso sie so lange gebraucht hat, um sich zu befreien." ;_____________;
Hach, ich kann dir nicht sagen, wie sehr mich das einfach freut, dass du das sagst <3 Das ehrt und freut mich einfach so sehr.

Ooooh, Viperzahn ;___; ich will dir an der Stelle gaaaaanz viel Liebe zurückgeben, hab vielen, vielen Dank für diese unfassbaren, wundervollen Worte, die einfach mitten ins Herz gegangen sind und mich nach wie vor zum Leuchten bringen, ehrlich. Hab vielen, vielen lieben Dank dafür <3 Umarmungen und ganz viel Liebe gehen an dich raus <3

Ganz liebe Grüße,
dein Mo-chen <3
19.01.2021 | 21:18 Uhr
hallöchen, mo!

ich ... wow, okay. toxische beziehungen, was? ich fühle mich beim lesen ja fast ein bisschen schlecht, dass ich mit großen augen an jedem dialogfetzen gehangen habe.
es ist diese charakterbeschreibung gewesen, die mich sofort an der angel hatte - nicht diese härte, die man normalerweise mit personen von lionels schlag assoziiert, sondern diese ... spitze? spitzigkeit? you know?
denn je mehr ich im kopf durchgegangen bin, was ich bisher für toxische beziehungen/freundschaften entweder selber kennengelernt oder aus dem umfeld erfahren habe - da erkenne ich das komplett wieder. dieses 'ellbogen bereits ausgefahren'. wow. ich bin hin und weg.

was deine bildgewaltigkeit angeht, hast du dich in meinen augen heute selbst übertroffen: von den farben zum wasser über den boxer zur kreuzung. alles dinge, bei denen ich kurz anhalten und luftholen musste, bevor ich weiterlesen konnte. du hast ein solches talent für unkonventionelle metaphern, die mir extrem krasse bilder zaubern und ganz abstrakte konzepte und emotionen anschaulich verdeutlichen!

hut ab, wirklich, ich bin sehr beeindruckt von diesem text. besonders der letzte satz hat mir sehr, sehr gut gefallen. dieses bedürfnis von abwaschen und sich schrubben, bis man roh ist, um ganz von vorne anfangen zu können - yeah, that hits close to home. ich bin sehr stolz auf liva (btw? wunderschöner name), dass sie sich letztenendes doch von einem menschen lossagen konnte, der sie körperlich und seelisch so kaputt gemacht hat.

kann mich l.u.g.t nur anschließen, extrem starker beitrag! den prompt hast du dann im sinne von 'reflexion' übersetzt, oder? boah, das freut mich gerade total, dass man diese prompts so verschieden auslegen kann :D

wir lesen uns!
mfg memo

Antwort von greymonster am 29.01.2021 | 20:38 Uhr
memo <3

keine Ahnung, ob ich mittlerweile das Zeug habe, um deinen unfassbaren Review zu beantworten - der haut mich immer noch um <3

haha ja, toxische Beziehungen sind tatsächlich ein bisschen mein aktuelles Ding beim Schreiben, memo :'D also es kann gut sein, dass da nochmal was kommt.
und oh wow <3 ich muss sagen, dass du das mit Lionel hervorhebst und dass dich seine Charakterbeschreibung gleich so gepackt hat, macht mich hier ziemlich hibbelig und freudig. Und ja, ich denke, ich weiß, was du meinst. Lionel erinnert mich irgendwie an Glas? Schon unfassbar leicht zerbrechlich, aber schneidet auch richtig scharf.
das klingt jetzt vermutlich bescheuert, aber irgendwie erleichtert mich das, dass du das wiedererkennst (auch wenn mir das natürlich leidtut) - weil ich Lionel doch etwas überspitzt gezeichnet habe und ich mir stellenweise nicht sicher war, ob ich nicht zu sehr übertreibe.

"was deine bildgewaltigkeit angeht, hast du dich in meinen augen heute selbst übertroffen:" rip, einfach rip : o sowas kannst du doch nicht zu mir sagen ;_; und ehrlich gesagt bin ich sehr überfordert, da was Anständiges darauf zu erwidern, ich kann dir nur sagen, dass da mein Herz nach wie vor still steht, wenn ich diese Worte von dir lese.

hach, memo, ich krieg mich einfach nicht auf deinen Review, ich weiß nicht, was ich sagen soll, weil mir jedes Danke so viel zu platt vorkommt. ich kann dir auf alle Fälle sagen, dass es mir vor allem zu diesen Text krass viel bedeutet, was du mir hier zu sagen hattest <3

hach gott ja, der letzte Satz. <3 da kann ich irgendwie gar nicht viel dazu sagen, außer, dass ich voll bei dir bin, memo <3
Ach ja, Liva - das heißt übrigens "die Verteidigerin" bzw. "der Schutz" - ich mag den Namen auch sehr gern und yes, ich bin auch sehr stolz darauf, dass sie es geschafft hat.

ja genau, sowohl Reflexion, als auch "Spiegelbild" in dem Sinn, dass ich mal gehört habe, dass alle Menschen dir als Spiegel dienen, um dir zu zeigen, was dir fehlt oder was du auch über dich selbst denkst (dass du deine eigenen Gedanken auch in den Menschen der anderen finden kannst und sich dort widerspiegeln).
ich habe nicht das Gefühl, mich annähernd anständig für deine Worte bedankt zu haben, memo, aber ich will dir nochmal sagen, dass mir das echt viel bedeutet hat und ich froh bin, dass du diesen Beitrag kommentiert und mir deine Gedanken dazu mitgeteilt hast - das ist verdammt kostbar für mich. Hab vielen, vielen lieben Dank <3

Ganz liebe Grüße,
Mo
19.01.2021 | 20:11 Uhr
Heyho! So schnell lesen wir uns wieder! :-)

Danke für deine Antwort zu meinem Review. Damit, dass ich mich gedrückt habe, meine ich auch nur, dass ich es so vor mir hergeschoben habe, weil ich dachte 'Wie schreib ich das am besten und vielleicht denk ich doch nochmal drüber nach'... Klar besteht kein Reviewzwang, ich hinterlasse dir einfach so gerne eins.^^ Musste es nur in die richtige Form bringen.
Im Übrigen hab ich es jetzt verstanden, vielen vielen Dank für die Erklärung! :)

So, nun zu lionel. Puh, das ging unter die Haut.
Bei >>du klebst noch in meinen Lungen, schreist tief in meiner Brust<< überkam mich irgendwie so ein Hustenreiz. Obwohl ja noch gar nicht ganz klar war, wer oder was Lionel ist, hatte ich ein ungutes Gefühl.
Und das wurde im Laufe des Textes auf jeden Fall bestätigt. Ich kenne diese Leute, die immer auf Krawall gebürstet sind auch noch aus meiner Schulzeit. Die, die einfach keine persönlichen Grenzen respektieren. Aber mit so jemandem zusammen zu sein ist bestimmt noch mal eine Ecke krasser.

Ich finde es spannend, wie du diesen Sog beschreibst, wie er immer mehr und mehr nimmt und Liva so manipuliert, dass sie an sich selbst zweifelt. Richtig begeistert bin ich von dieser Stelle: >>aber es ist meine Kreuzung und ich kontrolliere, welche Zweifel da fahren<< Das ist einfach ein so cooles Bild, was ich so auch noch nie gehört habe. Ich finde es aber trotzdem total passend!

Generell diese ganzen Metaphern und Bilder, die Farben, der Spiegel, der einem nur zeigt was man selbst sehen will bzw. zu sehen glaubt, Abwasserworte, die Angst als Schild, die Zweifel an der Kreuzung.
Allein schon wie du Lionel am Anfang beschreibst mit dem Gang und den Ellbogen, damit zauberst du sofort eine ganz konkrete Vorstellung.

Je mehr ich deinen Text nochmal durchgehe, desto mehr fällt mir auf, was ich richtig gut gelungen finde! Super interessant und spannend, trotz des düsteren Themas.
So hätte ich reflection sicher nicht interpretiert, aber das ja gerade das Geniale! Es passt so gut und ist so abstrakt, aber gleichzeitig auch wieder nicht.
Sehr, sehr starker Beitrag!

Liebe Grüße,
LeberUndGallenTee

Antwort von greymonster am 28.01.2021 | 20:37 Uhr
LeberUndGallenTee :D

ich hab deinen Review gleich gelesen und mich seeehr gefreut (tue ich auch nach wie vor), leider komme ich erst jetzt zum Antworten :'D
Und total gerne, mir ist der Austausch über das Schreiben einfach auch enorm wichtig und ich freue mich sehr, wenn das verständlich war :D Oh, das kann ich total verstehen und ich finde das enorm schön von dir, dass du dir über die Formulierung solche Gedanken machst - das ehrt dich sehr <3 Und das freut mich sehr, ich lese deine Reviews nämlich auch seeeehr gern :D

jap, dsa kann ich mir gut vorstellen :/ Lionel zu schreiben war auch für mich mal eine ganz andere Erfahrung, weil ich zwar weiß, was toxische Beziehungen bedeuten können, Lionel in diesem Fall von mir aber in einigen Szenen sehr überspitzt dargestellt wurde und ich aus diesem Jungen, der nicht geliebt wird, und deswegen alles andere zerstören möchte, alles rausgeholt habe.
Oh, das mit dem Sog freut mich zu hören :D und auch, dass du dir diesen Satz rausgesucht hast - der ist für mich auch etwas ganz Besonderes :D

Oh dankeschön, LeberUndGallenTee, ich bin mir manchmal bei meinen Metaphern - eh wie unten schon mal erwähnt - einfach nicht sicher, auch nicht, wie die Vorstellung bei meinem Gegenüber ankommt, dementsprechend erleichtern mich deine Worte enorm - hab vielen, vielen Dank für dieses Lob <3
Ja, ich musste bei reflection sofort an Spiegel denken und hab mal gehört, dass alle Menschen um uns herum uns als Spiegel dienen können und dass das "Nicht-mögen" oder sogar "Hassen" von jemanden oftmals mehr mit uns selbst als mit der betreffenden Person zu tun hat. Ich finde es sehr interessant, das so zu sehen - dass Menschen einem auch die eigenen Zweifel und Ängste, so wie bei Lionel, widerspiegeln und auch ausnutzen können.

Deine Worte erfreuen mich nach wie vor sehr, hab vielen, vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit für die Geschichte und den Review genommen hast <3 <3 <3

ganz liebe Grüße,
Mo
19.01.2021 | 17:56 Uhr
Hallöchen, Mo!

Ich muss zugeben, ich habe mich vor dem Review ein bisschen gedrückt. Ich hatte immer noch die Hoffnung, ich könnte in anderen Reviews einen Hinweis finden, aber scheinbar stehe ich alleine da. Ich hab deinen Text nämlich nicht 100%ig verstanden, tut mir leid. >_<'

Ich versuche mal, deinen Drabble Stück für Stück auseinanderzunehmen:
Okay, der erste Satz ist noch klar. Hand und Käsereibe tut ganz schrecklich weh, nicht dass ich das schon mal versehentlich ausprobiert hätte... :D
Mein Problem liegt beim nächsten Satz. >>Das Zimmer zu klein, obwohl es das größte in der ganzen Wohnung ist<< Okay, auch noch klar. Das Gefühl, dass man trotz des vorhandenen Platzes irgendwie erstickt oder sich beengt fühlt? Das interpretiere ich zumindest daraus.^^
>>die Wände dünn und die Tür - unaufhaltbar, keine Stacheln oder Dornen, man bekommt keinen Schlag, wenn man auf die Klinke greift.<< ...Es tut mir so leid, aber ich verstehe diesen Teil einfach nicht. Die Tür ist nicht aufzuhalten, obwohl man sie ganz normal anfassen kann? Die Tür ist unaufhaltbar, und dazu ist sie normal? Unaufhaltbar, weil sie normal ist? Gott, ich komme mir so unglaublich dumm vor, aber ich kapier's nicht.
Den Anfang des nächsten Satzes verstehe ich dann wieder besser, da gibt es einen Streit in der Wohnung, dem nan aus dem Weg gehen bzw. ausblenden möchte?
Etwas mehr rätsele ich dann wieder ab hier: >>wie es kein Privat gibt und einfach in den Raum eingedrungen wird, um einmal jemand kleineren den gesamten Frust ins Gesicht zu schlagen und ihn mit all seiner Wut zu verbrennen.<< Ist das wörtlich zu verstehen? Wird der Streit in dieses Zimmer verlegt? Überträgt sich die Wut der einen streitenden Person auf denjenigen, der sich im Bett verkriecht?
Mit dem letzten Satz komme ich wieder klar, auch wenn es schmerzaft klingt.

Also ich feiere dich auf jeden Fall für deine Sprache und Ausdrucksstärke, das ist ein toller Text! Ich stehe nur maximal auf dem Schlauch. :D Tut mir echt leid, wahrscheinlich kriegt mein Hirn einfach die letzten Windungen nicht zusammen. Nichtsdestotrotz habe ich deine Umsetzung sehr gerne gelesen! :)

Liebe Grüße,
LeberUndGallenTee

Antwort von greymonster am 19.01.2021 | 19:46 Uhr
LeberUndGallenTee! :D

Oh nooo, ich bin so so so so froh, wenn mir jemand sagt, dass er etwas nicht versteht? Das ist ein super hilfreiches Feedback für mich (vor allem, nachdem du es dann gleich so toll und nachvollziehbar aufgeschlüsselt hast :D), es besteht natürlich kein Reviewzwang, aber wenn du einen schreiben willst und daran "scheitert", dass du etwas nicht verstehst, darfst du mir das gerne sagen! :D Ich bin nämlich eine sehr kryptische Schreiberin, weil ich mit meinen Bildern oftmals über das Ziel hinausschieße - dementsprechend bin ich dir sehr dankbar, dass du das anmerkst :D
Und um ehrlich zu sein - ich war tatsächlich überrascht, dass ihn bisher scheinbar alle verstanden haben, denn genau dieser Teil mit dem "Privaten", wo ich doch in der Formulierung viel gebastelt und überlegt habe und nach wie vor nicht zufrieden bin, finde ich auch nicht zu 100% klar. Das war an der Stelle riskant von mir (probier sowas aber auch immer gerne aus) und, was ich denke, was den Text zudem auch sehr erschwert, ist, dass es keine konkreten Personen gibt, an denen man sich festhalten könnte - wo man dann eine Formulierung vielleicht nochmal eine andere Bedeutung bekommt, weil man sich auf die Personen beziehen kann. Ich bleibe ja sehr ungenau :D

Und an der Stelle tuts mir übrigens leid, dass ich mich im Text nicht verständlicher ausgedrückt habe :'D
Und first things first, du brauchst dir nicht dumm vorzukommen, ich kanns total verstehen und ich finde "unaufhaltbar", wenn ich länger darüber nachdenke, auch etwas unpässlich gewählt bzw. da hätte es vielleicht ein deutlicheres Adjektiv gegeben bzw. ist "die Tür ist unaufhaltbar" ziemlich patzig, weil es ja eigentlich darum geht, dass die geschlossene Tür den Menschen, der hindurch will, nicht aufhält. Ich dachte hier an einen Elternteil und ein Kind - es kommt ja meistens irgendwann der Punkt, wo Kinder nicht mehr wollen, dass Eltern einfach reinplatzen und anklopfen sollen, um ihre Privatsphäre zu respektieren - der Elternteil platzt aber einfach rein, ohne zu klopfen, die Tür ist unaufhaltbar, weil der Elternteil einfach reinkommen wird, nichts schützt die Tür - unaufhaltbar in dem Sinn von: Es ist unvermeidbar, dass der Elternteil hereinkommt, denn die Tür wird ihn nicht aufhalten (weil es keine Dornen gibt, keine Stromstöße), es ist ein unweigerlicher, zwangsläufiger, sicherer Vorgang (somit ist eigentlich der Elternteil oder die Person unaufhaltbar) und die Alternativstrategie des Kindes ist es, sich schlafend zu stellen, um den Konflikt zu vermeiden.
Das "nicht mitbekommen, wie es kein Privat gibt" stimmt in dem Sinn nicht, es ist nur eine Hoffnung - denn schlafend stellen bedeutet ja, dass du wach bist. Das heißt, du bekommst mit, wie die Person die Tür aufreißt und deine Privatsphäre ignoriert, in den "Raum wird einfach eingedrungen". Bei meiner Kind/Elternteil-Vorstellung ergibt es vielleicht auch mehr Sinn, dass ein Elternteil, der Dampf ablassen will (bzw. zur häuslichen Gewalt auch greift), seine Wut an einem kleineren Menschen auszulassen, der sich nicht wehren kann. Daher "Frust ins Gesicht schlagen" (wortwörtlich) und mit Wut zu verbrennen, weil Menschen, die wütend sind, für mich Feuer spucken, was wiederum heißen könnte, dass die andere Person durch diese Wut verbrannt wird :)
Ich hoffe, das hats jetzt irgendwie verständlicher gemacht? Ich möchte nochmal betonen, dass ich mega davon profitiere, wenn man mir sagt, dass man etwas nicht versteht, weil ich dann noch mehr über den Text nachdenken muss (und manchmal ja ein sehr klares Bild habe und nur meine Perspektive sehe, dann hilft es mir sehr, auch andere Perspektiven zu hören :D).
Also hab vielen, vielen lieben Dank für deine ehrlichen Worte und deine Gedanken! Das hat mich echt wahnsinnig gefreut und ich hoffe, ich konnte es verständlicher machen :'D Und es freut mich echt sehr, dass dir der Text trotzdem gefallen hat :D <3

Ganz liebe Grüße,
Mo
15.01.2021 | 23:06 Uhr
Liebe Mo,

dieser Text ist ... woah ... ich habe gar nicht die passenden Worte. Es tut fast schon beim Lesen weh. Du beschreibst diese Szene so intensiv und so heftig und ich rätsele immer noch darüber, wie du das hinbekommst, ohne eine einzige Person auftreten zu lassen. Dieses Bild, das du da zeichnest, ist so grausam, dass es den Titel "Zuhause" einfach absolut nicht verdient hat - aber auch genau dadurch noch besonders intensiv wirkt. Schon allein, dass die nicht vorhandene erzählende Person erst mal an Stacheln, Dornen und Elektroschocks denkt statt an einen Schlüssel ... Alle Mittel recht sind, um dieses Zimmer zu verteidigen, aber keines vorhanden ist ... puh.

Du schaffst es wirklich gut, dieses "Zuhause" abgrundtief zu zerstören.

LG Viperzahn

Antwort von greymonster am 16.01.2021 | 19:10 Uhr
hey viperzahn :D

und puff, dein review haut mich ehrlich gesagt ziemlich um und überfordert an der Stelle mich ein wenig, weil ich nach wie vor nicht ganz sicher bin, was ich von dem Text halten soll - er trägt nämlich für mich nach wie vor nicht richtig die Gefühle, die ich gern vermitteln würde, aber zugleich freut es mich jetzt einfach nur unheimlich, dass der text so heftig bei dir ankommt :')
"Es tut fast schon beim Lesen weh. " - oi, sorry :'D
hm, ich glaube, das kann ich in Zügen sogar beantworten - vor allem bei Drabbles bin ich meistens sehr stark auf das Gefühlsleben einer Person fokussiert, oder eine Szene, die die Gefühle von einer Person darstellen - ich bin sehr auf das Innenleben ausgerichtet (was ich vielleicht mal mit der Außenwelt abwägen sollte, um abwechslungsreicher zu werden :'D), in dem Fall habe ich mich dann (obwohl der Text ziemlich runterging und ich an das nicht während des Schreibens dachte) auf diesen Raum konzentriert, die Umstände? Und ich denke, den meisten ist irgendwie klar, was der Wunsch nach Elektroschocks und Dornen bedeutet, als auch dieses zerschlagen durch Wut. Ich hoffe, das war gerade irgendwie schlüssig :'D
Und ich musste kurz lachen, als ich das mit dem Schlüssel gelesen habe, weil ich mir dachte, stimmt! Daran habe ich noch gar nicht gedacht xD
und ja total, ich glaube, es gibt auch viele Menschen, die "Zuhause" als so etwas empfinden? Und mir ist beim Prompt auch tatsächlich zuerst etwas Negatives in den Kopf gekommen, nachdem ich über Hagenberg zuvor schon geschrieben habe (was meine positive Interpretation von einem Zuhause wäre :D).
Ich habe mich auf alle Fälle wie immer sehr gefreut, deine Gedanken lesen zu dürfen :D Also hab vielen, vielen lieben Dank für den Review <3 <3 <3 MIch erleichtert es ungemein, wenn ich erfahre, wie der Text wo ankommt, vor allem dann, wenn ich es selbst nicht unbedingt einschätzen kann :'D

Ganz liebe Grüße,
Mo
12.01.2021 | 22:21 Uhr
abend!

ich dachte mir, dass es da ein wort gibt und es lag mir fast (fast lmao) auf der zunge, aber ich habe zur sicherheit nochmal nachgeschaut: stilmittel epanadiplose. wenn der erste und letzte satz eines textes (beinahe) deckungsgleich sind.
was ist diese käsereibe für ein unglaubliches kopfkino! die brutalität, dieses schaben, dieses stück-für-stück, bis nichts mehr übrig ist. darauf muss man erst mal kommen!
und dass du den titel dann auch noch 'zuhause' nennst, etwas, das nicht weniger auf den text passen könnte und dadurch eine bittere, sarkastische note bekommt - hach, mo, da komme ich ja ins schwärmen :D

danke fürs hochladen und bis zum nächsten mal!
mfg memo

Antwort von greymonster am 16.01.2021 | 18:59 Uhr
memo :D

oh ich wusste gar nicht, dass das sogar ein Stilmittel ist : o Da habe ich wieder was gelernt, wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich mir auch den Begriff dazu merken kann xD finde es auf alle Fälle cool, dass du nachgeschaut hast *-*
ja, ich frag mich, seit ich diesen Beitrag geschrieben habe, wie ich nur auf diese verdammte Käsereibe gekommen bin, aber wie du sagst, es hat etwas von diesem langsamen Schaben und das ist schon ein Bild, was hier für mich absolut stimmig ist.
hahaha, an der Stelle musste das tatsächlich sein, weil ich denke, dass Zuhause so auch sein kann - ein Ort, wo man sich absolut nicht sicher fühlt. da war es mir tatsächlich wichtig, ihn so zu nennen :D Ich freue mich auf alle Fälle sehr, dass dir der Beitrag so gefallen hat! Vielen, vielen lieben Dank für deine Worte und Gedanken und das neue Wort! :D <3

ganz liebe grüße,
mo
07.01.2021 | 18:53 Uhr
Hey, greymonster! :)

Oh wow, was für ein Einstieg!

Das Bild des Kokons ist dir echt toll gelungen. Dieses "was Neues wagen", ausbrechen, ausprobieren - damit hast du die Essenz des InkTobers total auf den Punkt gebracht! Was mir gerade auffällt, dazu gehört auch verdammt viel Mut und Vertrauen ins Schreiben, in Sprache. Weshalb es mich jetzt noch viel mehr freut, dass du dabei bist! :)
Mich hat dein Text auch nochmal besonders angesprochen, weil ich mit dem InkTober auch mal über den Tellerrand hinausschaue, sowohl im Bereich "Freie Arbeiten", als auch mit kurzen Texten und es für mich auch irgendwie eine Art Ausbruch ist. :)
Das Wort Tintenflügel ist mir dabei besonders positiv aufgefallen, alle Achtung für deine Kreativität!

Den zweiten Text finde ich ähnlich eindrucksvoll, hat mich aber dann manchen Stellen doch etwas verwirrt. Zumindest fühlte ich mich ziemlich hin und her gerissen zwischen Zuhause und Fortgehen und Liebe und Nebel und spätestens hier >>wenn mich der Wald verschluckt, ist es nicht mehr wichtig zu wissen, wer ich bin<< wusste ich auch nicht mehr so genau, wer oder wo ich bin. Sehr sehr stark, was deine Worte in einem auslösen.
Bei dem Ort "Hagenberg" konnte ich meine Neugierde nicht zügeln und musste gleich mal googlen, wo das ist :D Fun fact: Ich bin in einem winzigen Dorf aufgewachsen, was sich im Umkreis der Stadt Hagen befindet - aber nicht googlen, Hagen ist nämlich richtig, richtig hässlich. xD

Insgesamt ein grandioser Auftakt, ich bin sehr gespannt, was du noch alles hervorzaubern wirst.

Liebe Grüße,
LeberUndGallenTee

Antwort von greymonster am 07.01.2021 | 22:14 Uhr
LeberUndGallenTee *o*

Was für eine Freude, dich hier willkommen heißen zu dürfen :D <3

Oh dankeschön, ich muss gestehen, ich hab da auch echt lange herumprobiert und gebastelt (und mir dann auch ein Video darüber angesehen, wie Schmetterlinge eigentlich wirklich aus ihrem Kokon kommen, ob das was Langsames oder Schnelles ist :D). Und ja, das war mir tatsächlich auch total wichtig, etwas Motivierendes und Ausbrechendes zu Beginn stehen zu haben, um mich daran zu erinnern, dass letztlich alles gut und okay ist und dass ich mich nur ausprobiere :D
Oh, das freut mich total, dass das nochmal eine persönliche Note für dich hatte <3 Ich bin auf alle Fälle schon sehr gespannt darauf, was du für Texte zaubern wirst :D Es wird sicher ein großartiger Ausbruch :D
Haha, ich finde das schön, dass vor allem die "Tintenflügel" allen bis jetzt so gut gefallen haben, das freut mich einfach enorm <3

Haha, ups, sorry :'D Ich habe mir während des Bastelns schon gedacht, dass er vermutlich phasenweise doch noch ganz schön kryptisch und zu wenig konkret ist, was Bilder/Emotionen/Schlüssigkeit anbelangt. Mir passiert das manchmal bei Texten, die so stark persönlich sind wie der (und ich habe es bis jetzt immer gemieden, über Hagenberg zu schreiben), also danke an der Stelle für deine ehrlichen Gedanken und deine Rückmeldung, das hilft mir sehr :D
" und Liebe und Nebel und spätestens hier >>wenn mich der Wald verschluckt, ist es nicht mehr wichtig zu wissen, wer ich bin<< wusste ich auch nicht mehr so genau, wer oder wo ich bin." Jap, absolut und ich glaube, das ist für mich auch ein wichtiger Punkt - auch wenn ich ihn vielleicht noch deutlicher hätte vermitteln können - aber für mich ist Hagenberg genau dieser Ort, wo es es auch nicht mehr wichtig ist zu wissen, wo und wer du bist, sondern einfach, DASS du bist :D Ich bin auf alle Fälle ziemlich bewegt, dass das Ganze trotz Verwirrung noch Platz für Gefühle hatte :D <3 Das freut mich wirklich, wirklich sehr.

Hahaha, ja, Hagenberg findet man, glaube ich, recht schnell wegen der FH? Aber sonst gibts in dem Ort eigentlich nicht viel (was ihn auch so schön macht) xD. (und sorry, ich musste es trotzdem googeln, weil ich das Gefühl hatte, dass Hagen mir irgendwas sagt - aber ich bin geographisch mal wieder total dran vorbeigeschlittert xD - dachte nämlich, es wäre in der Nähe von Ulm, warum auch immer ich das dachte, dafür habe ichs mir aber nicht angesehen, sondern nur geguckt, wo sich der Ort befindet xD).
Ah, dankeschön, ehrlich gesagt bin ich selbst auch schon ganz schön gespannt und freue mich darauf :D
An der Stelle nochmal vielen lieben Dank für deine offenen Gedanken, das war echt schön und aufschlussreich für mich <3

Ganz liebe Grüße,
Mo
06.01.2021 | 23:52 Uhr
Mooo-chen!

Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich gefreut habe, als ich gesehen habe, dass du deinen ersten Text hochgeladen hast. Und dann waren es auch noch gleich zwei!

Dein erstes Drabble lässt mich schon innerlich jubeln, es strahlt so unglaublich viel Selbstvertrauen und Freude am Schreiben aus! Ich liebe das Bild des sich Verpuppens und dann aus dem Kokon Ausbrechens, das passt einfach so perfekt und Mensch ... Ich bin einfach so in love mit deiner Art, dich auszudrücken. Die Tintenflügel sind der Hammer! Der Text greift auch wunderbar auf, wie wichtig eine sichere Basis ist, wie wichtig das gewonnene Selbstvertrauen ist, um den Sprung ins Ungewisse zu wagen und sich an den Herausforderungen und Möglichkeiten zu erfreuen. Und diese Freude steckt in jedem einzelnen Satz. Danke, danke, danke für diesen großartigen Text! <3

Der zweite Text hat interessante Stimmungsschwankungen. Er fängt so positiv an und erzählt von bedingungsloser Liebe und dann plötzlich diese Panik und Tränen und Totgedanken (Todgedanken? oder sind damit tote Gedanken gemeint?) und ich frage mich, wo kommt das plötzlich her? Wenn doch davor alles gut war? Und dann kommt wieder so ein krasser Satz wie "wenn mich der Wald dann verschluckt, ist es nicht mehr wichtig zu wissen, wer ich bin". Oh Mo <3 Wie schreibst du sowas nur? (Eine Frage, die ich schon viel zu oft gestellt habe :-D) Hätte ich irgendwann angefangen, alle deine überwältigend schönen Sätze an meine Schranktür zu pinnen, wäre sie vermutlich bald voll xD Dieses Drabble fängt das Gefühl von "Heimat" so wundervoll ein!

Ich freue mich schon, weiter zu lesen, mehr zu lesen, dich zu lesen :)

Alles Liebe
Viperzahn

Antwort von greymonster am 07.01.2021 | 21:59 Uhr
Viperzahn :D

ja, ich kann es auch nicht glauben xD Es war erstaunlich viel Basteln und Nörgeln und Verzweifeln (oh, der inktober hat gut angefangen), sodass ich mir dachte, ich vermiss die Tages-Deadline xD Aber hui, was freue ich mich, dich hier wieder sehen (lesen) zu dürfen :D (und sorry, dass ich deine Nachricht noch nicht beantwortet habe, ich bin gerade äußerst langsam).

Wenn ich deine Worte lese, geht mir einfach das Herz auf - das freut mich so krass, dass es dir gefällt. Und die Tintenflügel waren tatsächlich - im Vergleich zum anderen langwierigen Prozess ._. - ein spontaner Einfall, wo ich dann überlegt habe, ob ich das echt so stehen lassen soll, aber ja - ich bin bei deinem Feedback auf alle Fälle froh, dass ich es getan habe und meine innere Kritikerin darf sich jetzt mal kurz verkriechen :D
Und ja, das mit der Basis stimmt absolut - ich glaube, manchmal brauche ich einfach auch Zeiten, wo ich ausnahmslos nur für mich selbst schreibe und nichts erwarte. Das wäre vielleicht auch so eine Einstellung, die ich gern generell übernehmen würde xD ich sag daaaaaaanke für deine lieben Worte *-*

Hm. Ich finde deine Perspektive total spannend darauf, was mich überlegen lässt, ob ich vielleicht noch einen ersichtlicheren Bogen hätte spannen müssen. Hagenberg ist mehr sowas wie eine Auszeit? Und für mich schwingen im Text auch unterschiedliche Emotionen mit, einerseits weil alle dort irgendwie traurige Kinder sind, andererseits weil wir durch dieses Verständnis auch so zufrieden, verständnisvoll und unabhängig sind - da ist es so einfach, man selbst zu sein, dass es schon wieder egal ist, zu wissen, wer man eigentlich ist. Ergibt das Sinn? :'D Und tatsächlich gehören für mich Liebe und Totgedanken in diesen Ort hinzu, weil dieses Wegschwemmen der Panik alles wieder leichter macht - aber das hätte ich vielleicht besser ausdrücken sollen xD
Und schön, dass du fragst :D Es sind tatsächlich Totgedanken, weil es einerseits tote Gedanken sind, die im Kopf nichts mehr zu suchen haben und daher weg dürfen, und andererseits war mir die Unterscheidung zwischen dem Wunsch nach Tod und tot sein wichtig, der Wunsch nach dem Tod drückt für mich etwas Anderes aus, als das Totsein selbst? Denn tot sein hat so etwas Passives (ein bisschen so wie schlafen) und man flüchtet sich aus dem Alltag und möchte einfach kein Teil sein, weg sein, ausgenommen sein und diese bestimmte Phase/Episode nicht erleben, erst wieder aufwachen, wenn alles vorbei ist, gleichzeitig will man aber gar nicht wirklich sterben, sondern nur, dass die jeweilige Phase vorbeigeht. Ich hoffe, auch dieser Gedanke war jetzt nicht allzu kryptisch xD Sonst können wir da gerne nochmal darüber reden :D

Ooooh, das freut mich, dass wieder Sätze dabei sind, die dir besonders gut gefallen *-* Es freut mich auch enorm, dass das Heimatgefühl rüberkommt - das war einfach ein äußerst wichtiger Aspekt für mich <3 Hab vielen, vielen lieben Dank, Viperzahn, es freut mich einfach jedes Mal so, von dir lesen und deine Gedanken hören zu dürfen - weil es einfach so schön ist, eine andere Perspektive zu hören und mich dann so nochmal mit meinem Text auseinandersetzen zu dürfen :D <3

Ganz liebe Grüße,
Mo
06.01.2021 | 14:18 Uhr
hey du!

ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich der ersten kalenderwoche entgegen gefiebert habe.
die aussicht, so viele neue (unter anderem auch unbekannte) autoren zu lesen, hat mich ganz hibbelig werden lassen. dass du aber jetzt hochgeladen hast, jemand, bei dem ich genau weiß, wie gut ich in ihren zeilen aufgehoben bin - das versüßt mir meinen ganzen mittwoch (‘∀’●)♡

kokonbruch. was für ein wunderschöner titel ist das denn jetzt schon wieder?? du hast ein solches talent für kapiteltitel, für wortneuschöpfungen und fürs bildermalen. ich lese selten titel, die mich so sehr neugierig auf das geschriebene machen wie deine.
tintenflügel?? ich vergesse mich gleich (╯°□°)╯︵ ┻━┻ ein gedanke, den viele schreiberlinge teilen, aber einen, den ich noch nie so auf den punkt gebracht gelesen habe.

'horizontdach' - dieses ganze drabble fühlt sich an wie ein fiebertraum. ('tränen überschwemmen totgedanken' kann ich mir das an die zimmertür hängen??)

du hast so eine art zu schreiben - durch schachtelsätze und malerische sprache und metaphern - dass ich mich in eine traumwelt versetzt fühle. da nimmt mich das erzählerische ich an der hand und führt mich ins dickicht und plötzlich werden die schritte immer schneller und ich habe einfach extrem mühe, mit diesem tempo schritt zu halten. aber ich will ja auch mitrennen und wenn das erzählerische ich dann zu einem halt kommt, fällt mir erst auf, dass man mich nie losgelassen hat.

macht das sinn? lmao.
so fühle ich mich immer, wenn ich deine drabbles lese. atemlos, aber immer behütet. ein wunderschöner text, will ich damit ausdrücken! <3

danke fürs hochladen und auf einen gelungenen inktober52 <3
mfg memo

Antwort von greymonster am 07.01.2021 | 21:46 Uhr
oh memo *o*

gleich zu Beginn - dein Review hat mich echt aus den Socken (aus der Hose, aus allem, aus mir selbst?!) rausgeworfen, sodass ich nicht weiß, ob hier jetzt nicht nur gebrabbel zustande kommen wird, oha, deine worte haben ein langes starren - hat sie das wirklich geschrieben? - und sehr viel schlucken und unglauben in mir ausgelöst xD boah, echt, ich bin nach wie vor dezent überfordert.
oh ich kann total verstehen, was du meinst - als ich im Forum schon gesehen habe, wer alles so mitmacht, war ich bereits ziemlich begeistert :D
Es freut mich auf alle Fälle einfach enorm, dass du dich zwischen meinen Zeilen gut aufgehoben fühlst - das ist echt ein berührendes Kompliment für mich :') <3

aaaaah da weiß ich gleich gar nicht, was ich sagen soll, weil mich das jedes Mal wieder so trifft, dass du meine Titel magst - ich überleg oft auch echt lange, weil es mir trotz allem wichtig ist, dass die Wortneuschöpfung auch irgendwie Sinn macht? Und nicht einfach zwei ineinander geschobene Wörter sind - was ja im Deutschen eigentlich erstaunlich oft und gut funktionieren würde xD ich bin auf alle Fälle froh, dass es Neugierde bei dir weckt - ich hab echt lange überlegt, wie ich die Sammlung dieses Mal nennen soll und bin dann durch mehrere Verzweigungen zum Schmetterling kommen :D
aaaaah (again), du kannst sowas doch nicht sagen, da vergesse ICH mich gleich : o mich freut das so - die tintenflügel waren dann nämlich noch relativ spontan :'D hab nämlich lange an den Texten gebastelt und gekurbelt, für dass, das inktober ja eigentlich skizzenzeichnungen sein sollen :'D

oh, fiebertraum ist irgendwie ein verdammt passende beschreibung, memo - denn so fühlt es sich manchmal auch für mich an. (und omg, ernsthaft? und jaaa total gerne : o) ich mag den satz btw auch richtig gerne, weil er sehr passend das ausdrückt, was ich dabei auch wirklich fühle.

"du hast so eine art zu schreiben - durch schachtelsätze und malerische sprache und metaphern - dass ich mich in eine traumwelt versetzt fühle. da nimmt mich das erzählerische ich an der hand und führt mich ins dickicht und plötzlich werden die schritte immer schneller und ich habe einfach extrem mühe, mit diesem tempo schritt zu halten. aber ich will ja auch mitrennen und wenn das erzählerische ich dann zu einem halt kommt, fällt mir erst auf, dass man mich nie losgelassen hat." okay. da gehe ich immer noch hops. ich denke, ich weiß, was du meinst und gerade das macht es für mich so - fuuuck, krass, echt? weil mich das so unfassbar berührt, wie du das sagst und mir enorm viel gibt (und ja eh, man soll immer auch irgendwie stolz auf sich selbst sein), aber hey, diese Worte sind so mitten ins Herz gegangen, dass ich nach wie vor nicht weiß, was ich dazu sagen soll. ein Danke klingt da so viel zu flach. Deine Worte haben mich auf alle Fälle echt berührt <3

atemlos, aber immer behütet - shit <3 <3 <3
vielen lieben Dank, Memo, ehrlich, auch wenn das gerade gefühlt viel zu flach kommt, deine Gedanken haben mich echt umgehauen <3

wuah, inktober52, es geht los : o ich freue mich, ich freue mich auch so auf deine weiteren beiträge!

ganz liebe grüße!
mo

ps. dnd podcast! :D Finde ich einfach so genial, wenn dich das dazu inspiriert und wer braucht da schon Luzifer? (sagte sie, während sie auf ihre seit Jahren ungelesene Milton-Ausgabe blickt).
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