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Autor: Elenor-Rohir
Reviews 1 bis 25 (von 182 insgesamt):
03.03.2021 | 13:47 Uhr
Es tut mir furchtbar leid, dass ich dich so ewig auf dieses Review habe warten lassen, wo es doch gerade meinen „letzten Wunsch“ erfüllt ;)
Die Perspektive der Drúedain ist wirklich interessant und irgendwie traurig, dass Ghân-buri-Ghân im Prinzip nichts Gutes von den Menschen mehr erwarten kann – wobei, trifft es „die Menschen“? Sind die Drúedain nicht selbst auch irgendwie Menschen? Hm, sie haben sich auf jeden Fall sehr auseinandergelebt ... Ich mag es, wie du sie beschreibst, dass sie zwar mitbekommen, dass „da draußen“ etwas Großes passiert, aber sie sich nicht wirklich einmischen und abwarten, was da auf sie zukommt, und nur mutmaßen können, was die anderen Völker grade so machen. Und die Einfachheit, in der dieses VOlk lebt, ist auch wunderbar, die einzige Belohnung, die sie wollen, ist Frieden. Und dank König Elessar (ehrlich, an der Stelle, als Ghân-buri-Ghân die Stimmen über die Trommeln hört, ist mir ein Schauer über den Rücken gelaufen) haben sie den endlich. Und der gute Ghân kann den Menschen vielleicht wieder vertrauen.

Vielen Dank für dieses wirklich großartige Kapitel, die Reviews zu den verbleibenden Kapiteln kommen auch noch, versprochen.

Liebe Grüße
Annaeru
01.03.2021 | 22:40 Uhr
DAS ist ein würdiger Abschluss. Wie oft habe ich Feanor schon erwähnt? Bestimmt nicht annähernd oft genug, denn er huscht immer wieder mal durch meinen Kopf. Der Name ist Klasse, seine Geschichte ist klasse und was du zu ihm verfasst hast, ist Wahnsinn. Mann hätte so viel über ihn schreiben können. Über die Silmaril, über seine Untaten, über sein herausragendes Können, über sein trauriges Schicksal. Aber nein, wir lesen über den glücklichen Vater. Es ist so schön, dass du ihm diesen kurzen Moment des Glück gönnst. Er hat es nicht einfach gehabt und er gehört sicher auch nicht zu den Guten im Sinne von Fingolfin. Ich mag ihn allen Umständen zum Trotz und deshalb muss ich dieses letzte Kapitel noch einmal ganz, ganz dolle loben!

Es ist übrigens sehr beruhigend, dass du Ecthelions Sieg über Gothmog beschrieben hast, das macht den bitteren Geschmack wett, wenn man an Feanors Ende denkt. Ich glaube Gothmog kommt für mich sehr stark an Sauron und Morgoth zusammen heran. Immerhin hat der Balrog auch noch Fingon getötet. Nein, ich mag ihn ganz und gar nicht.
Ganz nebenbei, gab es auch wieder mal etwas Neues zu lernen. Unter diesem Namen kannte ich Maedros bisher nicht, aber er wirkt irgendwie viel fröhlicher, als der bekannte Name. Auch Feanors Charakter hast du mit dem „aufbrausend“ wunderbar und mal fern von Leid untergebracht.

Feanor ein Genie und eine tragische Figur und er ist es absolut wert, hier ein Extra-Kapitel zu erhalten.

Danke für diese wunderschönen Geschichten und bis ganz bald!
Lerrex

Antwort von Elenor-Rohir am 03.03.2021 | 04:11 Uhr
Liebe Lerrex,

nun, dass dir DAS gefällt, ahnte ich schon. Ich musste daran denken, dass du ja in den Reviews immer mal wieder Feanor erwähnt hast, und das war auch einer der Gründe, der mich bewog, Taudirs Wunsch erfüllen zu wollen. Feanors Leben bot wirklich zahlreiche Möglichkeiten, aber ich wollte gern etwas Schönes, Lebensfrohes, Hoffnungsvolles. Etwas, das so gar nicht zu Feanor zu passen scheint und dennoch zu ihm gehört. Ich wollte ihn mal anders zeigen. Und irgendwie hab ich es mir in diesem Adventskalender auch unbewusst zur Aufgabe gemacht, solchen Charakteren schöne Momente zu schenken, auch wenn die oft etwas bittersüßes an sich hatten.
Danke für dein Lob!

Stimmt, irgendwie schließt sich auch da ein Kreis. So weiß man, dass selbst dieses schlimme Böse später vom Angesicht der Welt verschwand, nachdem es so viele tapfere Krieger mit sich riss. Ich bin da übrigens ganz auf deiner Seite, ich kann Gothmog überhaupt nichts abgewinnen. Bei Orks mag es noch gehen, aber Balrogs ...
Ich hätte den Namen Nelyafinwe auch nicht direkt gewusst, bloß, dass Maed(h)ros eben nicht der Name ist, den ihm sein Vater gab. Aber Nelyafinwe klingt wirklich schön.

Besonders ist Feanor in jedem Fall und verdient damit auf jeden Fall seinen Platz hier. Ein guter Abschluss, finde ich.
Es freut mich, dass ich dir mit den Geschichten immer mal wieder eine Freude machen konnte. Man liest sich!

Liebe Grüße
Elenor
01.03.2021 | 22:17 Uhr
Noch einer dieser tollen Elben aus dem Ersten Zeitalter. Hier gab es auch wieder etwas ganz besonders zu sehen: Die gegenseitige Wertschätzung von Elben und Menschen. Aber darüber ging es weit hinaus. Man spürt richtig wie Finrod und Barahir etwas verbindet, das über eine einfache Hilfeleistung hinausgeht.
Und mal wieder ein bisschen was vom Schlachtfeld, auch die Beschreibung hier hat mir gut gefallen. In all der Ausweglosigkeit gibt es dann doch noch Rettung und dass das Menschen sind und keine Elben, mit besonders feinen Fertigkeiten, ist auch etwas, das bekommen wir nicht alle Tage zu sehen (Auch wenn Menschen schließlich Mittelerde retten mussten. Aber das ist ja alles erst viel später …)
Das Ende war zwar nicht fröhlich, aber dieser kleine Ausblick hatte noch einmal etwas Melancholisches, das wir gut gefallen hat. Aber auch davor war den beiden schon klar, dass etwas Großes in Gange ist, das merkt man gut an ihrem Gespräch. Diese kleinen Szenen sind super!

Antwort von Elenor-Rohir am 03.03.2021 | 04:03 Uhr
Ja, gegen Ende wollten irgendwie alle diese epischen Elben haben :D Wobei Finrod und seine Freundschaft zu den Menschen, speziell zu Barahir, wirklich ein tolles Thema ist. Gerade weil das im Silmarillion zwischen Elben und Menschen auch nicht immer einfach war. Jedenfalls war das zwischen den beiden wirklich eine besondere Freundschaft und Treue, was der Ring als wertvolles Geschenk nur verdeutlicht.
Ich glaube, so langsam hab ich etwas Übung, was das Schreiben von Kampfszenen angeht. Gerade dramatische und (scheinbar) ausweglose Kämpfe. Aber bei Finrod war es ja in diesem Moment zum Glück noch nicht völlig ausweglos. Hier zeigt sich jedenfalls, dass man die Menschen nicht unterschätzen sollte.
Ein fröhliches Ende nach dieser Schlacht hätte wohl einfach nicht gepasst, aber wenn man schon Finrods trauriges Schicksal vor Augen hat, so sollte es doch zumindest nicht hoffnungslos sein.

Liebe Grüße
Elenor
01.03.2021 | 22:02 Uhr
Erestor, ja? Den mag ich und er hat mein vollsten Verständnis. Da stürmen zwei junge Elben in seine ungestörte Ruhe und sprechen ohne Punkt und Komma. Ja, ich bin sicher, da ist es vertretbar, wenn man eine Schwester erfindet.
Du hast das ganze echt schön rüber gebracht und nach dem Gondolin-Kapitel hat man da gleich wieder ein Lächeln im Gesicht. Einfach amüsant. Erestor hat sich seinen Posten als Elronds Berater überaus würdig erwiesen. Ich denke, er wird da schon öfter das ein oder andere Stück Diplomatie gebraucht haben und dass er die beherrscht, zeigt er wunderschön, indem er die Zwillinge rausschmeißt – ähm, Entschuldigung, ich meine natürlich: Er bittet sie höflich hinaus und regt sie zu einer Alternative an, weil er sie bedauerlicher Weise mit einem anderen Lehrer vertrösten muss.
Sorry, aber nach der Nummer kann ich gerade nicht ernst sein. Wunderbar. Ich wusste gar nicht, dass Elrohir und Elladan mal solche übermütigen Abenteurer waren. Natürlich hoffe ich, dass sie trotzdem zu ihrem Unterricht kommen. Stammbäume sind sehr wichtig. Und Daten auch. Und die Schlachten erst.

Antwort von Elenor-Rohir am 03.03.2021 | 03:58 Uhr
Eigentlich sind über Erestor ja gar nicht so viele Fakten bekannt. Aber so als Schreiberling und Berater kann ich mir gut vorstellen, dass er gerne seine Ruhe haben möchte. Und die Elbenzwillinge als Störenfriede boten sich da einfach an. Auch wenn nirgendwo bei Tolkien steht, dass sie gerne Streiche verübt haben und Ähnliches, soweit ich weiß. Allerdings ist es in gefühlt fast jeder Fanfiktion zu den beiden so.
Es war tatsächlich mal wieder eine nette Abwechslung zu den Schlachten und dem Drama.
Hehe, das hast du toll formuliert. Erestor hat die beiden ja wirklich überaus diplomatisch herauskomplimentiert. Will ja sicher keinen Ärger mit ihrem Ada bekommen, der Gute.
Im dritten Kapitel hat Celebrían ja ein bisschen Unterricht gegeben, und die beiden hatten ja auch ein paar hundert Jahre Zeit, also wird das schon irgendwie geklappt haben. Man muss ja nicht immer ernst sein, ein bisschen Humor ist auch wichtig ;D

Liebe Grüße
Elenor
01.03.2021 | 21:50 Uhr
Hey,
ich bin heute Abend mal auf Review-Jagd. Also weiter zum nächsten Kapitel. Was haben wir den hier? Ich probiere nicht, den Namen jetzt ausm Gedächtnis aufzuschreiben. Wie dieses Volk heißt war mir auch nicht mehr so wirklich klar, aber kaum ist man im Thema drinne, kommt die Erinnerung doch noch aus ihrer dunklen Ecke. Und hier ist mal wieder die eine Sache durchgeschienen, die ich an Aragorn so sehr mag: Er hält sein Wort und macht keine falschen Versprechungen. Ich glaube, die Drúedain haben keine Ahnung, wie viel Glück sie haben, diese Zeit zu erleben. Diese eingehaltene Abmachung ist so unendlich befriedigend und vor allem die Erwähnung „König Elessars“ hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ein gerechter König. Es ist immer so dunkel, da vergisst man schnell, dass es auch ein Leben nach dem großen Krieg gibt.

Antwort von Elenor-Rohir am 03.03.2021 | 03:54 Uhr
Hey Lerrex,
wirklich lieb von dir, dass du dich da durch die ganzen Kapitel noch durchgearbeitet und zu jedem ein Review dagelassen hast! Vielen Dank dafür!
Das mit den Namen ist reine Übungssache, glaub mir. Selbst bei Ghân-buri-Ghân. An ihn konnte ich mich zumindest dunkel erinnern, auch wenn der Name seines Volkes mir nicht unbedingt mehr eingefallen wäre. Über die Drúedain weiß man ja auch nur sehr wenig, einige Infos stehen in den Nachrichten aus Mittelerde. Aber die Momente, in denen sie auftauchen, sind eben auch nur sehr kurz. Im Film kommen sie nicht vor, dabei leisten sie im Buch wirklich einen entscheidenden Beitrag dazu, dass die Schlacht auf den Pelennor-Feldern gewonnen werden kann.
Dass König Elessar an die Drúedain denkt und das Versprechen Théodens einlöst, ist ein kurzer, aber dennoch bedeutsamer Moment, der viel über ihn aussagt.
Und es gibt Hoffnung.

Liebe Grüße
Elenor
01.03.2021 | 21:34 Uhr
Guten Abend!
Gondolin? Ecthelion? Hier fühl ich mich doch zu Hause. Und mal davon abgesehen, dass es noch mal einen Ausflug nach Gondolin gab, das Kapitel ist wunderschön geworden … und schön lang. Meine Güte das war auch wieder emotional. Ich bin begeistert, dass du den Fall von Gondolin auch noch thematisiert hast, sozusagen Anfang und Ende. Sobald ich Gondolin auch nur höre spitze ich sofort die Ohren. Aber das Kapitel ist ja nach der Hauptfigur benannt, also ist der auch ein paar Worte wert. Ecthelions Mut ist einfach klasse und seine Beweggründe zum Schluss waren genauso ehrbar. Er könnte ewig leben und trotzdem wählt er anders. Er rettet Tuor in dem Wissen, dass er selbst es nicht schaffen wird. Dabei ist Tuor ein Mensch und wird früher oder später sterben. Das würden nicht alle machen, aber irgendwie erweist er damit auch einen letzten Dienst. Alle haben Tuors Warnung ignoriert, Ecthelions Opfer wirkt dadurch irgendwie, als wolle er es wieder gutmachen wollen. Und dann stürzt er sich auch noch auf einen Balrog – ich meine diese Ungeheuer gehören zum Schlimmsten, was einem so im Leben begegnen kann und er stürzt sich einfach in ihn hinein. Wow. Ecthelion habe ich echt nicht mehr im Kopf gehabt, aber das nächste Mal, wenn ich das Silmarillion aufschlage und seinen Namen sehe, werde ich mich garantiert an ihn erinnern.

Liebe Grüße
Lerrex

Antwort von Elenor-Rohir am 03.03.2021 | 03:50 Uhr
Hey Lerrex,
schön, nicht wahr? Es war nicht dein Wunsch, aber dennoch hast du dich gewiss ganz besonders darüber gefreut. Ich empfand es auch als passend, wie sich da ein Bogen von dem Turgon-Kapitel spannen lässt. Tatsächlich ist das hier sogar das längste Kapitel, glaube ich.
Ich konnte mit Ecthelion vorher auch nicht so viel anfangen, zumindest hätte ich diesen Namen zuerst mit dem Truchsess assoziiert. Das hat sich nun geändert. Er war wirklich bewundernswert, und dass er sich für Tuor opfert und damit gleichzeitig den Anführer der Balrogs besiegt, ist heldenhaft und tragisch schön. Deine Gedanken zur Sterblichkeit sind auch sehr interessant, darüber habe ich in diesem Zusammenhang gar nicht nachgedacht! Jedoch wirkt seine Tat wirklich etwas wie eine Wiedergutmachung.
Wir werden es ihm danken, dass er Tuor gerettet hat.

Liebe Grüße
Elenor
01.03.2021 | 13:01 Uhr
So, liebe Elenor,
da kommt nicht ganz unerwartet eines meiner spärlich verteilten Reviews. Ich könnte jetzt sagen, dass ich meine Reviews nur als höchste Auszeichnung verleihe, und bei diesem Kapitel wäre das sogar gar nicht so abwegig, aber die Wahrheit ist, dass ich einfach ein wenig faul bin. Ich habe viel, viel mehr Kapitel deines wunderschönen Adventskalenders gelesen, als ich Reviews dazu geschrieben habe, aber wenigstens bei diesem Kapitel, das ja mehr oder weniger mein Wunschkapitel ist, fühle ich mich doch verpflichtet, oder sagen wir besser, ist es mir eine Ehre, ein Review zu schreiben.
Beginnen wir mit den unangenehmen Dingen: Fehler! Aber keine Sorge, ich habe trotz mehrmaligem Lesen nur einen einzigen gefunden, und zwar im fünften Absatz etwas nach der wörtlichen Rede steht „Er hatte sie ohne sie aufwachsen müssen“, wobei das erste „sie“ natürlich wegmuss. Sonst aber fehlerfrei und ein Genuss zum Lesen!

Kommen wir zum Inhalt. Ich muss gestehen, dass du dir einen Moment in Feanors Leben ausgesucht hast, mit dem ich nicht gerechnet habe, aber die Ausführung ist dir umso überzeugender gelungen. Schon der Anfang zeigt gut, dass die Geburt eines Kindes auch für Elben nichts ist, was einfach auf die leichte Schulter genommen werden kann, besonders, wenn man bedenkt, was bei Feanor geschehen ist, was du später ja auch noch beschreibst. Er hat wirklich allen Grund, nervös zu sein. Und es zeigt bereits, dass Feanor eben nicht nur der etwas arrogante und unsympathische Elb ist, den man im Silmarillion oft kennenlernt, sondern ebenso ein liebender Ehemann und später Vater. Auch die Einbeziehung von Mahtan ist sehr gelungen, er weiß sicherlich auch um die Umstände und Folgen von Feanors Geburt und macht sich sicher Sorgen um seine Tochter.

Als dann seine Stiefmutter hereinkommt, wird es noch interessanter. Schließlich ist Feanor ihr nicht gerade zugeneigt, und gerade sie ist es, die du die wohl freudigste Nachricht in seinem Leben überbringen lässt. Gute Entscheidung, denn so kann gleich ein weiterer Aspekt in Feanors Leben zur Ausgestaltung kommen, nämlich die Beziehung zur armen Indis. Dass die freudige Nachricht ihn dann kurz dazu bewegt, seine Meinung über sie zu ändern (wenn auch nicht dauerhaft) zeigt einmal mehr, wie aufbrausend und schnell Feanor urteilt und zeichnet vortrefflich seinen Charakter.

Dasselbe tut auch die nächste – und letzte – Szene dieses letzten Kapitels. Auch diese ist wieder hervorragend gelungen. Man freut sich wirklich mit den beiden mit, dass sie wenigstens eine kurze Zeit der Freude vor sich haben, auch wenn man immer im Hintergrund das Schicksal von Feanor sieht, das nicht gerade familienfreundlich ist, wenn man das so sagen darf. Aber diesen Moment trübt das nicht, und die Szene ist wirklich schon, herzerwärmend und sogar lustig. Ich gebe zu, dass ich schmunzeln musste, als Nerdanel gleich noch ein paar Kinder wollte – wir wissen ja alle, was da noch auf sie zukommt, und dass hier das, was zwischen den Zeilen geschrieben ist, nicht ganz hundertprozentig jugendfrei ist, darüber kann leicht hinweggesehen werden. Wieder gut gelungen ist auch hier die Einbeziehung von Feanors eigenem Schicksal mit seiner Mutter, als er sich echte Brüder für seinen Sohn wünscht, und keine Halbbrüder. Mit seinen Halbgeschwistern kommt Feanor ja auch nicht immer so wirklich klar.

Auch ihr kleines Wortgefecht danach, sozusagen eine selbsterfüllende Prophezeiung was Feanors aufbrausenden Charakter angeht, hat noch einmal ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert, die beiden sind wirklich süß zusammen. Schade, dass die ganze Geschichte im Endeffekt kein gutes Ende nimmt, zumindest Nerdanel hätte es sich verdient gehabt.

Leider nimmt etwas anderes hier ebenfalls sein Ende, nämlich dieser wunderbare Adventskalender mit insgesamt vierzig großartigen Kapiteln, der mir wirklich gut gefallen hat. Wer weiß, vielleicht hast du ja im nächsten Advent noch einmal Lust, etwas Ähnliches zu schreiben – ich würde es auf jeden Fall gerne lesen und vielleicht sogar das eine oder andere Review dalassen. Bis dahin lesen und sehen wir einander aber sicherlich noch das eine oder andere Mal!

Bis dann und viele Grüße
Taudir

Antwort von Elenor-Rohir am 03.03.2021 | 03:45 Uhr
Lieber Taudir,
ganz herzlichen Dank für dieses lange und seltene Review von dir! Da hast du dich ja richtig ins Zeug gelegt. Danke für deine Ehrlichkeit bezüglich der Faulheit, das kenne ich leider nur zu gut. Aber irgendwie ist es ja dann doch wieder eine Auszeichnung, immerhin heißt es für den Autor, dass das Kapitel bzw. die Geschichte gut (oder schlecht xD) genug war, um dich deine Faulheit überwinden zu lassen. Und ich freu mich ja auch darüber, dass du die Kapitel wenigstens gelesen hast, wäre ja sonst schade drum :D und man muss sich ja nicht immer rückmelden, es freut mich jedenfalls, zu wissen, dass es dir gefallen hat.
Was für ein genialer Schachzug von mir, nicht wahr? So ist es mir doch tatsächlich gelungen, dich quasi zu einem Review zu zwingen.
Danke für den Fehlerhinweis! Mindestens einer schafft es eben doch immer, sich einzuschleichen :D Aber es war ja auch schon Abend, als ich das Kapitel geschrieben habe, da kann man das entschuldigen, denke ich. Ich habs natürlich gleich ausgebessert.

Ich weiß gar nicht mehr genau, wie ich darauf gekommen bin, über genau diesen Moment etwas schreiben zu wollen. Zu Feanor gab es ja wirklich sehr viele mögliche Szenarien. Aber ich wollte einerseits den Adventskalender mit einer schönen Geschichte enden lassen und mir und euch Lesern andererseits vor Augen stellen, dass Feanor eben auch eine andere Seite hatte, von der man im Silmarillion nicht so viel liest. Man rechnet nicht damit, dass so ein Moment kommt, wenn es um Feanor geht, und ich glaube, das macht es noch bedeutsamer. Wenn man die Umstände von Feanors Geburt bedenkt, war das für Elben wahrscheinlich ebenso anstrengend wie für Menschen. Und ich konnte mir einfach sehr gut vorstellen, dass Feanor da fast verrückt wird vor Sorge um seine Frau, weil er Angst hat, dass etwas Ähnliches passieren könnte wie bei Miriel.

Erst sollte es einfach nur eine namenlose Elbin sein, aber da ja ausdrücklich erwähnt wird, wie gut Indis und Nerdanel sich verstanden haben, erschien es mir als passend, dass sie die Nachricht überbringt, zumal das eben gleich eine weitere Facette von Feanors Charakter zeigt. Tja, oft werden Menschen (oder Elben, in diesem Fall) eben nach der Botschaft beurteilt, die sie überbringen, obwohl sie diese nicht beeinflussen können. Und da hatte Indis einen kurzen Moment lang Glück. (Was wohl geschehen wäre, wenn Melkor diese Nachricht überbracht hätte? xD Aber der war ja zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wieder in Valinor, glaube ich. Oder?)

Feanors Schicksal, seine Taten und die seiner Söhne, kann man wirklich nicht als familienfreundlich bezeichnen. Aber dennoch hatte er gewiss auch diese Seite - die des liebenden Vaters. Und gewiss haben seine Söhne ihn bewundert. Aber soweit sind wir ja hier noch nicht, dennoch konnte ich es mir nicht verkneifen, ein bisschen auf die noch kommenden Kinder hinzudeuten. Immerhin ist diese große Kinderschar ja auch sehr außergewöhnlich für Elben. Es hat einfach so gut gepasst - dass Nerdanel ihren Gatten beruhigt, indem sie ihm sagt, sie könne das noch viele weitere Male durchmachen :D
Der kurze Verweis auf Feanors kompliziertes Verhältnis zu Brüdern bot sich einfach an. Wer weiß, vielleicht hätte er ja gern auch Brüder gehabt, aber eben keine Halbbrüder.

Es hat einfach gut getan, ein paar schöne, friedliche Momente zwischen diesen beiden zu schreiben. Auch wenn natürlich der aufbrausende Charakter gleich an die noch folgenden Ereignisse denken lässt, doch zu diesem Zeitpunkt hat Feanor sich ja auch noch von Nerdanel besänftigen lassen. Eigentlich haben die beiden sich wirklich gut ergänzt, nur war er dann eben etwas ... zu feurig.

Ich werde dich an diese Worte erinnern, wenn es dazu kommt, was nicht unbedingt unwahrscheinlich ist. Ich hab da schon so meine Pläne.
Man liest und sieht sich!

Liebe Grüße und nochmals herzlichen Dank
Elenor
27.02.2021 | 11:39 Uhr
Hi Elenor,

juhu, mein Wunschkapitel! Und es ist echt super geworden :-D Bin ganz begeistert! Finrods Gedanken an seinen Vater, der scheinbar klüger gehandelt hat als er und so weit fort ist, waren sehr berührend. Und natürlich ist die ganze Geschichte um Barahirs Ring (spätestens nach diesem Kapitel weiß jeder, warum er so heißt :D) auch super spannend! Ja, es gab eben schon besondere Ringe vor DEN Ringen...

Dein Schreibstil ist mal wieder allererste Sahne. Besonders sind mir hier manche kurzen, prägnante Sätze ins Auge gesprungen.
"Da war es also. Das Eingeständnis ihrer Niederlage. Morgoth hatte seine Stärke bewiesen."
"Ja, vielleicht würde es bald soweit sein."
Auch der vorletzte Absatz hat es mir ganz besonders angetan. Oh ja, was für Auswirkungen dieses Versprechen noch haben würde... Ich mag gar nicht an Finrods letztes "Abenteuer" mit Beren denken D-.:

Vielen Dank für das schöne Kapitel über einen meiner Lieblingscharaktere <3
Liebe Grüße
Ichtys :-D

Antwort von Elenor-Rohir am 03.03.2021 | 03:12 Uhr
Liebe Ichthys,

freut mich sehr, dass ich deinen Wunsch zu deiner Zufriedenheit erfüllen konnte! Irgendwie musste ich beim Schreiben an Finarfin denken, und dass Finrod sicher seinen Vater vor Augen hat, wenn er glaubt, nicht mehr lange zu leben ... immerhin wartet der ja quasi in Valinor auf ihn. Und was Barahirs Ring angeht, ist bemerkenswert, dass der ja vom ersten bis ins vierte Zeitalter aufgehoben und weitergegeben wurde ... das haben nicht viele Dinge geschafft. Barahirs Erben haben ihn wirklich in Ehren gehalten, und damit auch gleichzeitig das Andenken an Finrod, auch wenn ich mir nicht sicher bin, inwiefern das beispielsweise Aragorn dann noch bewusst war. Aber das hat Elrond ihm bestimmt erzählt. Hoffentlich.

Was mir auch erst durchs Schreiben dieses Kapitels bewusst geworden ist - die Dagor Bragollach war ja sozusagen der Anfang vom Ende der Elbenreiche des Ersten Zeitalters, ab da fing es so richtig an, schiefzugehen für die Elben und von dieser Niederlage haben sie sich nie richtig erholt. Diese Tragik habe ich unter anderem versucht einzufangen.
Das Versprechen hat wirklich so einiges noch bewirkt, denn ohne Finrod wäre Beren mit Sicherheit hoppsgegangen. Und dann ... *hier seeeehr lange Kette von Ereignissen einfügen die dann nicht passiert wäre*

Vielen Dank für dein Review, das Schreiben war mir eine Freude :) *schickt virtuelle Umarmung*
Liebe Grüße
Elenor
26.02.2021 | 11:51 Uhr
Hallo, danke dir wie immer du fleißiges Bienchen und gut das in ca.10 Monaten Weihnachten schon wieder vor der Tür steht......Auf Wiederlesen .....Zwergi

Antwort von Elenor-Rohir am 26.02.2021 | 17:35 Uhr
Hi Zwergi,
mich hat gestern einfach die Motivation gepackt, sodass ich die vier letzten Kapitel gleich hintereinander geschrieben habe. Es freut mich wirklich sehr, dass dir der Adventskalender so gut gefallen hat!

Die Zeit wird sicher schnell vergehen, aber es wird sicher nicht bis Weihnachten dauern, bis ich hier wieder etwas hochlade :D

Liebe Grüße
Elenor
25.02.2021 | 23:55 Uhr
Hallo, Erestor is a little special thing,......it was also a chapter for me, well done,......thanks....Auf Wiederlesen...Zwergi

Antwort von Elenor-Rohir am 26.02.2021 | 17:31 Uhr
Hi Zwergi,
Danke für dein Review.
Erestor hat bestimmt ein tolles Leben in Bruchtal, so als Elronds Berater, wenn er nicht gerade von den Zwillingen geärgert wird.

Liebe Grüße
Elenor
25.02.2021 | 22:57 Uhr
Hallo, du hast es schon erkannt, von mir aus.....aber man soll aufhören wenn es gut ist.....danke etc, etc. ......mach auf alle Fälle weiter......Auf Wiederlesen ...Zwergi

Antwort von Elenor-Rohir am 26.02.2021 | 17:30 Uhr
Hey Zwergi,
Freut mich, dass es dir gefallen hat.
Irgendwann muss eben jede Geschichte aufhören, so schade das manchmal ist.
Aber ganz das letzte Kapitel war das ja noch nicht. Hast du das vorletzte über Finrod auch gelesen?

Liebe Grüße
Elenor
20.02.2021 | 00:00 Uhr
So, versprochen ist versprochen, und hier ist am späten Abend das Review zu diesem – nun, wie soll ich sagen – eindrücklichen Kapitel.
Gerade habe ich von der Schlacht der ungezählten Tränen gelesen, und jetzt geht es hier gleich weiter mit dem Fall Gondolins, wirklich keine sehr schöne Zeit, die der arme Ecthelion da durchleben hat müssen. Trotzdem, das Kapitel gefällt mir richtig gut. Allein am Anfang die Andeutung, dass die Elben von Gondolin nicht darauf „gewartet“ haben, überfallen zu werden, sondern noch beim Musizieren waren, fängt für einen kurzen Augenblick ihre Sorglosigkeit ein, die sie schließlich zum Untergang verdammt hat. Hätte man doch nur auf Tuor gehört, auch wenn er „nur“ ein Mensch ist ...
Die Freundschaft und der Respekt, mit dem Ecthelion und Tuor einander behandeln, hast du wirklich super beschrieben, ich kann mir Tuor als eine ruhige Stimme klarer Berechnung wirklich gut vorstellen, wie er da versucht, alles, was noch möglich ist, zu koordinieren. Und Ecthelion sieht immerhin ein, dass es ein Fehler war, nicht auf ihn zu hören – das bringt da allerdings nicht mehr so viel ...
Umso besser ist es, dass Tuor keinen albernen Groll von wegen „ich hab’s euch doch gesagt“ hegt, sondern alles tut, um seine Stadt und seinen Freund zu retten – diese kurze Szene mag ich besonders gerne, in der Ecthelion versteht, dass er dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen ist. Hier ist mir auch ein kleiner Fehler aufgefallen: Im Satz „[…} schöpfte mit der rechten Hand Wasser - die Linke schmerzte […]“ müsste das „Linke“, so wie ich das verstehe, klein geschrieben sein.
Es muss wirklich schwer gewesen sein für Ecthelion, da an der Quelle zu sitzen, den Schlachtenlärm zu hören und zu wissen, dass er selbst nicht mehr wirklich eingreifen kann. Aber die Erkenntnis, dass seinem Freund der Tod droht, hat offenbar noch einmal letzte Kraftreserven mobilisiert. Die Szene, in der er Gothmog anspringt, ist einfach großartig, ich sehe ihn regelrecht vor mir, wie er mit der Kraft der Verzweiflung gegen ihn springt und schließlich mit in den Tod gerissen wird. Gruselig und großartig in einem.

Ich danke dir ganz herzlich für diesen wunderbaren Einblick in eine weitere große Schlacht des Ersten Zeitalters, auch wenn hier die Hoffnung am Ende doch ziemlich tot ist ...

Liebe Grüße
Annaeru

Antwort von Elenor-Rohir am 20.02.2021 | 03:14 Uhr
Soso, Mitternacht ist also "später Abend" bei dir :D Gefällt mir! (Nachdem ich hier geantwortet hab, geh ich dann auch schlafen, denn irgendwie muss ich morgen früh raus ;D)
Ja, dieses Kapitel kann man auch nicht gerade als nett bezeichnen.
Schlacht der ungezählten Tränen also, ja, dann bist du ja schon voll im Drama drin. Das ist wirklich zum Heulen, wenn man daran denkt, was für eine Tragödie diese Schlacht war, dass sie hätten gewinnen können und dann sind so viele tolle Leute da gestorben. Und bei Gondolin ist es nicht viel anders. Wobei Ecthelion sicherlich auch viele glückliche und sorglose Jahre verlebt hat, im Gegensatz zu vielen Elben außerhalb Gondolins.
Ich hab ja den Fall von Gondolin nicht gelesen, "nur" das Silmarillion, aber in irgendeinem Wiki stand, dass sie wohl schon irgendwie mitgekriegt haben, dass die Orks im Anmarsch sind, aber nur einen kurzen Kriegsrat halten konnten. Und jedenfalls wollten sie an dem Tag eigentlich feiern. Nun, die Party ist dann wohl ins Wasser gefallen ... (Was die Flötenmusik angeht, hast du dich vielleicht verlesen. Es war eigentlich darauf bezogen, dass die Elben damals in der Nirnaeth Arnoediad mit Musik in den Kampf gezogen sind, während sie nun, weil sie überrascht sind, sich bloß noch verteidigen können.)
Stimmt, Ecthelions Erkenntnis kann nicht mehr viel retten. Wobei er auch, wenn er es schon länger wusste, wohl kaum genug Einfluss auf Turgon hatte. Denn dessen Entscheidung war es ja letztendlich, Gondolin nicht zu verlassen, weil er es zu liebgewonnen hatte.
Ecthelion ist dem Tod zwar wirklich nur für einen kurzen Moment von der Schippe gesprungen, aber so haben er und Tuor sich gegenseitig gerettet, und das ist doch etwas Schönes inmitten all der Verzweiflung. Was den Fehler angeht, hast du sicher Recht. Das sind aber auch ein paar Tücken bei dieser Groß - und Kleinschreibung!
Oh ja, es gibt nicht viel Schlimmeres, als ein Unheil mit anzusehen und nichts dagegen tun zu können, glaube ich. Aber auch wenn man nicht mehr daran glaubt, oft kann man eben doch noch etwas tun. Zum Beispiel den vierten Balrog in Folge erledigen ... leider weiß ich nicht, wie viele Tuor erschlagen hat. Ob die beiden das auch gezählt haben? Orks wurden ja von den Elben vom Haus der Quelle so viele erschlagen wie nie zuvor oder danach, also war da mitzählen wohl schwierig.
Ecthelions Tod ist wirklich ein bisschen gruselig - und, wie mir aufgefallen ist, ebenso ironisch wie der von Duilin. Bogenschütze stirbt durch einen Pfeil, Hauptmann vom Haus der Quelle durch ... eine Quelle. Wirklich, Tolkien? Jedenfalls sehe ich es regelrecht vor mir, wie er da langsam im Wasser nach unten sinkt, erkennt, dass sein Leben zu Ende geht, aber dennoch froh ist, es für Tuor gegeben zu haben.

Nein, nein, nein, das siehst du völlig falsch. Denn Ecthelion hat Tuor gerettet, der kann deshalb mit Idril und dem kleinen Earendil fliehen, und Earendil bittet die Valar um Vergebung, woraufhin Morgoth besiegt wird. Hat Maglor in seinem Epos doch alles erwähnt ;D Also, auch wenn es hier nicht mehr nach viel Hoffnung aussieht, ist doch längst nicht alles verloren.

Liebe Grüße
Elenor
16.02.2021 | 08:50 Uhr
Hallo, das tragische Ende ist bei ihm nunmal vorprogrammiert,danke für die gute Ausführung des Kapitels, da war eine Träne im Knopfloch...ich habe mich über das Kapitel gefreut.

Wie will man den letzten Moment im Leben beschreiben, schau einem Sterbenden in die Augen, du siehst Verzweiflung und Panik und ab einem Punkt wenn der Sterbende die Situation akzeptiert findest du im schlechtesten Resignation , Angst und im Guten Frieden, welcher selten ist ,..... ich hab es gesehen......Auf Wiederlesen...Zwergi

Antwort von Elenor-Rohir am 16.02.2021 | 22:33 Uhr
Huhu Zwergi!
Na, das ist ja für deine Verhältnisse ein echt langes Review. Freut mich total, dass es dir so gut gefallen hat - trotz tragischem Ende.
Es ist wirklich nicht einfach, zu beschreiben, was in jemandem vorgeht, kurz bevor er stirbt. Und wie du sagst, die Reaktionen sind da ganz verschieden. Doch so traurig Ecthelions Tod auch ist, er ist gestorben, um andere zu retten, und hat sich selbst dafür entschieden. Dass du das beim Lesen vor deinem inneren Auge sehen konntest, ist ein großes Lob für mich, herzlichen Dank dafür!
Liebe Grüße
Elenor
08.02.2021 | 10:15 Uhr
Hey,
endlich komme ich mal dazu, auch zu diesem Kapitel meinen Senf dazuzugeben. Auch wenn es nicht viel ist.
Ich hatte nicht damit gerechnet, dass du ausgerechnet über diese Stelle schreibst. Aber ich denke, eigentlich hätte ich damit rechnen müssen. Du neigst in diesem Adventskalender ja generell eher zu nicht ganz so heiteren Momenten. Aber das ist ja auch nicht schlecht.
Wenigstens konnte sich Frerin noch von Thorin verabschieden. Den dürfte sein Tod vermutlich hart getroffen haben.

Gruß,
Wolfhild

Antwort von Elenor-Rohir am 16.02.2021 | 22:30 Uhr
Und endlich komme ich mal dazu, zu antworten! Irgendwie hatte ich das dann völlig vergessen.
Es wäre bei beiden Zwergenkapiteln möglich gewesen, über diesen Moment zu schreiben, da ja sowohl Fundin als auch Frerin in der Schlacht von Azanulbizar starben. Ich hätte schon eine andere Szene schreiben können, über Frerin mit seinen Geschwistern, aber so schließt sich auch ein wenig der Kreis zum Kapitel von Dís ganz am Anfang. Dort hatte ich ihn ja erwähnt und dass er gestorben ist, und nun konntet ihr dazu eben noch ein wenig mehr lesen. Aber ich habe auch schon festgestellt, dass dieser Adventskalender ziemlich viele traurige oder zumindest bittersüße Geschichten erzählt.
Den Abschied musste ich unbedingt einbauen, doch das wird es für Thorin kaum leichter gemacht haben.
Die Schlacht von Azanulbizar muss für die Zwerge das gewesen sein, was die Nirnaeth Arnoediad für die Elben war - eine schreckliche Tragödie. Wobei die Zwerge immerhin gewonnen haben.

Liebe Grüße
Elenor
04.02.2021 | 16:59 Uhr
Diese Überraschungen sind die schönsten von allen. Das Kapitel ist ja sogar ein bisschen länger geworden und dann gleich wieder mit fantastischen Figuren besetzt, was will man mehr? Den kleinen Rückblick am Anfang finde ich sehr schön, da kommt man dann gleich in die Thematik hinein, ohne sich groß den Kopf zu zerbrechen. Oh, Mann und die Nachricht von Isildurs Tod zu erhalten, obwohl die Schlacht schon längst geschlagen und gewonnen worden ist, das ist wirklich traurig. Aber Valandil ist ja glücklicherweise nicht irgendwer und wird nach vorne schauen. Klasse ist auch wie er sich um seine Mutter kümmert, das zeigt doch gleich, wie grausam das wirklich ist. Wenn man nur von guten, starken, unbezwingbaren Kriegern spricht, bekommt man schnell den Eindruck, dass alles gut wäre, doch so ist es ja gar nicht und manchmal ist das schwer rüberzubringen, aber bei dir kann man das nicht behaupten. Du hast das sehr einfühlsam herüber gebracht. Valandils Vorwurf, dass sein Vater nicht gekommen ist, passt auch wieder einmal sehr schön und zeigt denke ich nochmal seine Verzweiflung.

Ich freue mich, bis bald!

Antwort von Elenor-Rohir am 05.02.2021 | 01:31 Uhr
Na, das freut mich doch, dass ich dich positiv überraschen konnte! (Wobei mich schon ein wenig interessiert, womit. Sind die schönsten Überraschungen unerwartete Überraschungen oder Überraschungen mitten in der Nacht?)
Irgendwie wurde das Kaitel dann ganz von selbst länger, und dass du dich über Valandil freust, hätte ich mir fast denken können. Der Kontext der vorhergegangenen Schlacht ist schon wichtig, finde ich, und während Isildur ja sehr bekannt ist, sagt der Name Valandil wohl nur wenigen etwas. Deshalb hab ich das mit geschildert. Und irgendwie erschien es mir auch sehr bitter beim drüber Nachdenken, dass Isildur zusammen mit seinen Söhnen die Schlacht überlebt, seinem Neffen beibringt, wie man ein Königreich regiert und er dann auf dem Weg zu seiner Frau und seinem jüngsten Sohn, die er zwei Jahre lang nicht gesehen hat, stirbt ... wahrlich tragisch.
Ich dachte mir, dass für Valandil, der ja eben noch sehr jung ist, diese Nachricht schwer zu verarbeiten ist, und dass er überfordert damit ist, aber Kraft daraus schöpft, dass er für andere da sein kann und muss. Dadurch, dass er seiner Mutter beistehen kann, hilft er sich selbst, seine Trauer zu bewältigen, und ganz real das festzuhalten, was ihm noch geblieben ist. Gewiss war es auch für Isildur alles andere als einfach, in der Schlacht Bruder und Vater zu verlieren und aller Hoffnungslosigkeit zum Trotz weiter zu kämpfen, doch das konnte ich hier nicht auch noch mit thematisieren.
Wie schon erwähnt, Valandils Alter ist schwer zu bestimmen, er ist wohl kein Kind mehr, aber jedenfalls noch jung und das macht es noch schwerer für ihn.

Liebe Grüße
Elenor
02.02.2021 | 20:18 Uhr
Uff, also die Qualität hat mal sowas von gar nicht gelitten! Ich würde so gerne sagen, dass es ein schönes Kapitel war, aber ... es war so wahnsinnig traurig. Am Anfang so schön kindlich-unbedarft, die Vorstellung, wie der junge Valandil da so voller freudiger Erwartung durch die blühenden Gärten von Bruchtal spaziert, aber man hat schon von Anfang an das Wissen, dass der Schein trügt.
Aber von vorne. Ich kann ihn schon verstehen, dass er gerne mit in die Schlacht ziehen will (es ist, nebenbei bemerkt, ziemlich schwer, sein Alter zu bestimmen, fällt mir gerade auf, Ardapedia schweigt sich ja darüber aus, aber es muss einen beachtlichen Altersunterschied zwischen ihm und vor allem Elendur gegeben haben ...), aber Isildurs Gedankengang war ja mehr als berechtigt, und im Endeffekt wird Valandil wahrscheinlich froh gewesen sein, dass er in Bruchtal geblieben ist – oder er wird es noch schlimmer finden, wenn er denkt, er hätte seine Brüder und seinen Vater retten können ... Nun, das werden wir vermutlich nie herausfinden.
Nun, und dann kam der gute Ohtar. Die Szene mit dem Kniefall hat mich irgendwie sehr berührt, weil hier schon klar wurde, das etwas Unvorhergesehenes passiert ist. Dieses ungute Gefühl, das sich Valandils bemächtigt, hast du super rübergebracht, schon beim Lesen fühlt man sich unbehaglich ... Hier hat sich auch ein kleiner Fehler eingeschlichen, bei "Was sagt ihr da?" müsste, denke ich, das „Ihr“ großgeschrieben sein. Die Gedanken von Valandil finde ich super, er versucht mit aller Macht, nicht daran zu denken, dass sein Vater möglicherweise gefallen sein könnte, sondern sucht nach anderen Möglichkeiten, Ohtars Verhalten zu erklären, auch wenn das alles schlussendlich nichts nützt.
Danke an dieser Stelle, dass du erklärst, wie die Bruchstücke von Narsil nach Bruchtal gekommen sind, wieder eine kleine Einheit „Geschichtsunterricht aus Mittelerde mit Elenor-Rohir“ ;)
Auch das Ende ist einfach großartig geworden! Valandils Mutter, die von dem riesigen Verlust einfach zu Boden geworfen wird, und Valandil, der sie auffängt – das ist einfach herzzerreißend, und sein Verhalten, das Festhalten dessen, was ihm noch bleibt, so nachvollziehbar! Der letzte Satz schließt wunderbar den Kreis dieses Kapitels, und ich kann mich einfach nur ganz herzlich bei dir für diese grandiose Umsetzung bedanken!

Ganz liebe Grüße
Annaeru

Antwort von Elenor-Rohir am 03.02.2021 | 03:02 Uhr
Freut mich zu hören :) Schön, dass ich deinen Wunsch zu deiner Zufriedenheit umsetzen konnte.
Stimmt, "schön" ist keine passende Bezeichnung für dieses Kapitel. Als ich es etwa zur Hälfte geschrieben hatte, ist mir aufgefallen, dass es Valandil ja ein bisschen ähnlich gegangen sein muss wie Fingon. Nur, dass der beim Tod seines Vaters schon ein ganzes Stück älter und erfahrener war.
Wo wir grade beim Alter sind - in meiner Vorstellung war Valandil hier so um die dreizehn Jahre alt. Dann wäre er zum Zeitpunkt der Schlacht etwas über zehn gewesen, was für einen Dunadan ja wirklich noch jung ist, zu jung jedenfalls für so einen Krieg. Was Valandil am Ende über die Entscheidung seines Vaters dachte, ist jedenfalls wirklich schwer zu sagen.
An dieser Stelle hätte nur noch ein "Sei gegrüßt, rechtmäßiger König von Arnor" oder so gefehlt (etwas Ähnliches sagt Ohtar ja dann später noch) und es wäre wirklich gewesen wie bei Thorondor und Fingon. Aber vielleicht ist diese Parallele ja nur mir aufgefallen. Jedenfalls weiß Ohtar einfach nicht, wie er seine Nachricht überbringen soll. Ich beneide ihn wirklich nicht um diesen Job. Ah, und da hast du einen meiner häufigsten Fehler erwischt. Inzwischen habe ich mir die Großschreibung zwar ganz gut angewöhnt, aber hin und wieder passiert es mir trotzdem, dass ichs vergess. Wurde natürlich gleich korrigiert ;D
Ich habe ja auch am Anfang bewusst geschrieben, dass Valandil einen Sieg Saurons für unwahrscheinlich hielt. Er ist noch in so einem Alter, in dem sein Vater, sein Großvater, sein Onkel und all die Krieger gefühlt unbesiegbar sind, und da sie für das Gute kämpfen, müssen sie in seinen Augen einfach gewinnen. Aber er muss nun leider erfahren, dass es im Leben eben nicht immer so funktioniert.
Ich muss sagen, Mittelerde-Geschichtsunterricht macht mir total Spaß. Aber ich mag ja auch historische Romane. Es muss eben "lebendiger" Geschichtsunterricht sein, der nicht einfach nur trockene Fakten enthält, sondern eine Person, mit der man sich identifizieren kann, die Freude und Leid durchmacht wie wir auch.
Soweit ich weiß, wird ja sogar nur gesagt, dass Ohtar und sein namenloser Gefährte (oder der-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf?) die Bruchstücke Narsils nach Bruchtal bringen, und dafür sind sie ja aufgebrochen, bevor die Schlacht entschieden war. Wer die Nachricht vom Tod Isildurs und seiner Söhne nach Bruchtal brachte, wird nicht gesagt, aber es war für die Geschichte einfacher und ich konnte es mir noch dazu gut vorstellen, dass die beiden sich selbst davon überzeugen wollten, was passiert ist, bevor sie mit unsicheren Nachrichten zu Valandil kommen.
Irgendwie muss Valandil ja den Mut gefunden haben, sich seinem Schicksal zu stellen, und sei es einfach, indem er gemerkt hat, dass er nun für andere (wie eben seine Mutter) stark sein muss. Für sie muss es ebenso furchtbar sein - den Mann und beinahe alle Söhne an einem Tag verloren!
Ich mag es immer, wenn der letzte Satz noch einmal das Vorherige aufgreift und so die ganze Sache abrundet.

Gern geschehen, es war für mich sehr spannend (ich will bei diesem Kapitel mal nicht "eine große Freude" sagen), dieses Kapitel zu schreiben.
Liebe Grüße
Elenor
02.02.2021 | 09:30 Uhr
Hallo, Mittelerde das Land der zerstörten....Leben, Seelen, Lieben, Wünschen und Hoffnungen....aber es geht immer weiter......war gut danke dir

Antwort von Elenor-Rohir am 03.02.2021 | 02:39 Uhr
Eine ziemlich tragische Feststellung, der ich leider zustimmen muss. Immerhin hat Mittelerde ja aber auch vielen Menschen, Elben, Hobbits, Zwergen usw. Glück beschert.
Und ich werde mich weiterhin mit den Schicksalen der zahlreichen Charaktere aus dieser wunderbaren Welt beschäftigen, keine Sorge.

Liebe Grüße
Elenor
25.01.2021 | 23:17 Uhr
Hallo, irgendwie reizt es mich nach diesen ganzen guten Wünschen, doch ein Name von mir, Ecthelion of the Fountain , wenn du es hier enden läst wäre es auch in Ordnung, .....Auf Wiederlesen ...Zwergi

Antwort von Elenor-Rohir am 30.01.2021 | 18:59 Uhr
Hi Zwergi,
danke für deinen Wunsch. Natürlich werde ich den noch erfüllen :)
Liebe Grüße
Elenor
24.01.2021 | 23:59 Uhr
Da hast du dich an „Produktionsgeschwindigkeit“ ja selbst übertroffen, herzlichen Dank dafür! Zwei Zwergenkapitel an einem Tag sind ja schon ne Hausnummer. Und ich muss sagen, ich liebe das Kapitel! Der kleine Balin ist so anders als der Charakter, den man aus Buch und/oder Film kennt und gewohnt ist, und schon hier zeigt sich, dass er wirklich pfiffig und aufgeweckt ist. Das Ratespielchen, das Fundin veranstaltet, ist wirklich süß, und wie er sich so innig die Bratsche wünscht – hach, mein Musikerherz schlägt höher! Ich finde ja eh, nur so nebenbei bemerkt, dass viel zu wenig Leute wissen, dass die Zwerge so tolle Musiker waren. Das mit der Bratsche wird wohl noch klappen, da muss sich der kleine Balin keine Sorgen machen :D
Zugegeben, am Anfang hatte ich keine Ahnung, wohin uns der Ausflug, den Fundin geplant hat, führen würde. Thal war schon eine naheliegende Vermutung, aber irgendwie dachte ich, das wäre zu einfach für dich. Auf den Rabenberg wäre ich allerdings nicht gekommen. Aber die Idee ist toll, und auch, wie begeistert Balin darauf reagiert. Da hat sich Fundin wirklich was Schönes für ihn ausgedacht, aber die Vorstellung von sprechenden Raben ist auch wirklich faszinierend! Und dass du hier nochmal kurz an den guten Roac erinnerst, macht die ganze Sache in sich schön rund.
Wirklich wieder ein fantastisch gelungenes Kapitel, und weil ich nicht will, dass es damit „schon“ aufhört, werde ich noch von meinen zwei verbliebenen Wünschen Gebrauch machen und dir zeitnah zwei (dann vielleicht wirklich letzte) Namen zukommen lassen. Wir lesen uns also bald!

Bis dahin bleib behütet, liebe Grüße
Annaeru

Antwort von Elenor-Rohir am 31.01.2021 | 02:45 Uhr
Zumindest hab ich die mir zur Verfügung stehende Zeit gut genutzt. Und da ich einmal bei den Zwergen war, lief es dann auch echt gut, obwohl die Szenen so verschieden waren.
Auf Ardapedia stand, dass Balin Roac kannte. Und diese Information habe ich dann genommen und daraus das Kapitel gemacht. Jedenfalls fand ich es auch sehr interessant, mir Balin als kleinen Jungen vorzustellen. Da ich vor Kurzem erst wieder den Anfang von HdR gelesen habe, war mir im Gedächtnis geblieben, dass Bilbo da tolle Spielzeuge aus Thal verschenkt, und dann fielen mir die Instrumente der Zwerge wieder ein und ich dachte mir, das könnte man toll kombinieren. So ein Zwergen-Orchester muss großartig sein!
Nun, dann hat mein Rätselspiel seinen Zweck ja erfüllt. Ich dachte erst an den Rabenberg und dann erst an Thal, und die Vorstellung, wie sich ein kleiner Zwerg und ein kleiner sprechender Rabe kennenlernen, ist ausgesprochen faszinierend, finde ich.
Danke für die weiteren Wünsche! Ich werde mich die Tage an deren Umsetzung machen.
Liebe Grüße
Elenor
24.01.2021 | 23:46 Uhr
Oha. Das war aber ein happiges Kapitel, du schmeißt uns gleich mit dem ersten Satz mitten in eine fürchterlich tobende Schlacht. Von Frerin meine ich schon irgendwann mal was gehört zu haben, aber mehr, als dass er mit Thorin verwandt war, wusste ich auch nicht mehr. Nur gut, dass du meinem Gedächtnis da – mal wieder – auf die Sprünge hilfst.
Die Schlacht ist richtig gut beschrieben, das Chaos, das dort herrschen musste, sehe ich regelrecht vor mir, und die Schreie und das Klirren der Waffen klingen mir in den Ohren. Kein Wunder, dass Frerin seinen Bruder da aus den Augen verloren hat, die Zwerge sind ja auch so klein ... Wobei, die Moria-Orks waren ja jetzt auch nicht die größten, oder? Nun ja, Frerin kämpft also tapfer, und als Náin fällt, hat er sogar doppelte Motivation, dieses Scheusal von einem Ork zur Strecke zu bringen. Nur doof, dass Dáin so unaufmerksam war – ich hätte es Frerin und Thorin sehr gegönnt, wenn er überlebt hätte ... Nur können wir kanonverliebten Menschen da wohl leider nichts machen.
Aus der Sicht eines Charakters zu schreiben, der stirbt, stelle ich mir auch nicht gerade einfach vor. Du hast das aber hier super gelöst, und vielen Dank, dass Frerin Thorin wenigstens noch einmal sehen durfte und immerhin in dem Wissen gestorben ist, dass es seinem Bruder halbwegs gut geht, auch wenn dieser Tod wieder einmal ein sehr dramatischer ist. Wobei, das sind sie eigentlich fast alle im Legendarium ...
Auch hier zwei kleine Fehler: Im Satz „[...] wieder erheben würde um weiter zu kämpfen“ fehlt vor dem „um“ ein Komma, und bei „ nicht zum Gunsten“ müsste es „nicht zu Gunsten“ heißen.
So, dann stürze ich mich gleich ins nächste Zwergenkapitel!

Liebe Grüße
Annaeru

Antwort von Elenor-Rohir am 30.01.2021 | 18:57 Uhr
Sei nur froh, dass ich dich nicht wirklich in diese Schlacht geschmissen habe, sondern du nur Frerin dabei begleitet hast :D Was soll man bei so einer Schlacht auch große Vorreden halten oder so ... es erschien mir am besten, einfach mittendrin zu beginnen. Irgendwie kann ich mir Thorin gut als großen Bruder vorstellen (immerhin hat er noch Dís), schade, dass er Frerin in der Schlacht verloren hat. Aber dieses Schicksal haben wohl viele Zwerge geteilt, wenn man bedenkt, wie groß die Verluste gewesen sein müssen.
Ich helfe ja auch meinem eigenen Gedächtnis auf die Sprünge, indem ich diese Kapitelchen schreibe. Dank des Adventskalenders muss ich bei Stadt-Land-Fluss in der Kategorie "Fiktiver Charakter" jetzt gar nicht mehr lange überlegen :D
Ich bin mit Kampfszenen noch nicht allzu vertraut, deshalb freut es mich sehr, zu hören, dass mir die Schilderung gelungen ist. (Hab ich dich vielleicht doch ausversehen irgendwie nach Mittelerde gebracht, wenn du so mit dem Geschehen fühlst?) Ich hab ja keine persönlichen Erfahrungen in der Hinsicht, aber wenn die Gegner in der Überzahl sind, passiert es sicher schnell, dass man sich da verliert.
Wie genau Frerin gestorben ist, ist nicht bekannt, aber ich wollte wenigstens, dass er noch was Gutes tun und jemanden retten kann. Grundsätzlich finde ich es ja bei Fanfiktion in Ordnung, den Kanon zu verändern, aber das ist halt nicht der Sinn dieses Adventskalenders.
Einfach ist es nicht. Ich weiß ja nicht, wie sich das anfühlt, wenn man tödlich verletzt wird (zum Glück ... ), aber zumindest diesen Abschied wollte ich den Brüdern schenken. Frerins Tod hat Thorins Hass auf die Orks gewiss nicht geschmälert.
Danke fürs Fehlersuchen mal wieder :D

Liebe Grüße
Elenor
24.01.2021 | 22:12 Uhr
Das war's? Ich hab schon angefangen mich zu fragen, was denn los ist, aber das erklärt es jetzt natürlich.

Ein kleiner Balin, das ist mal wieder sehr einfühlsam geworden. Seine Fragerei und das Ratespiel. Ich habe selbst zuerst an die Raben gedacht, dann aber eher Thal favorisiert, das wäre auch schön geworden.
Balin ist kaum vorstellbar in jung Jahren , aber er kann ja nicht schon immer alt gewesen sein. Sein Vater war mal wieder neu für mich, dabei meine ich mich erinnere zu können, mich schon mal mit Zwergen-Stammbäumen beschäftigt zu haben, wie erfolgreich das nachwirkt, sei mal dahingestellt. Die Situation kommt mal wieder einem kleinen Kunststück gleich. Eine absolut belangloser Auschnitt, (Wenn wir uns das interpretieren und vorausschauen einmal sparen) aber wieder fantastisch umgesetzt. Etwas anderes als Begeisterung kann man da nicht empfinden.


Das Ende ... Wenn man eine Geschichte lange begleitet, über 1000 Seiten oder eine reelle Zeit, dann ist der Abschied immer schwer. Habe ich so etwas schon mal angedeutet? Ich weiß es nicht mehr, also muss das, was heißen.
Selten habe ich es so stark gespürt, wie beim Herr der Ringe und dass es sich hier beim Mittelerde-Alphabet ebenso verhält, ist passend und soll mir deshalb auch in guter Erinnerung bleiben.
Aber wie auch in Mittelerde ist der Abschied nicht das Ende oder das Ende nicht der Abschied.

In diesem Sinne
Bis ganz bald.

Antwort von Elenor-Rohir am 30.01.2021 | 15:24 Uhr
Gleich mal vorab: Nein, das war es noch nicht ganz. Es sind noch ein paar Wünsche eingegangen :)
Das Tempo lag eher daran, dass es bei mir privat eine ziemliche Umstellung gab und ich aufgrunddessen nicht wusste, wann ich wieder zum Schreiben komme. Und ich wollte die geplanten Kapitel gerne davor noch fertig bekommen.

Thal wäre sicherlich gut geworden, aber ich wollte eben gerne zu den Raben. Interessant, dass du gleich an die gedacht hattest! Ich denke, kleine Zwerge sind genauso neugierig wie andere Kinder.
Stimmt, es war gar nicht so einfach, mir Balin als Jungen vorzustellen, man denkt da immer gleich an den alten, weisen Zwerg mit langem Bart. Der Name von Fundin steht auf Balins Grabplatte, glaub ich. Balin, Fundins Sohn. Fundin starb wie Frerin in der Schlacht von Azanulbizar, aber dazu gab es ja schon ein Kapitel, also hab ich ein Vater-Sohn-Kapitel geschrieben. Freut mich, dass es dir so gut gefallen hat :)

Ich hab ja schon gesagt, dass es noch nicht ganz das Ende ist. Dennoch wird der Kalender irgendwann aufhören, und es ist wohl das größte Lob für mich, dass ihr Leser so große Freude an diesen - fast - täglichen Kapitelchen gefunden habt. Das hätte ich nicht erwartet, als ich die Idee bekam, und es freut mich sehr. Ich hoffe auch, dass ich dich dazu inspirieren konnte, selber kreativ zu werden, denn ich würde wirklich gerne eines Tages etwas von dir über Ar-Pharazon lesen ;D

Liebe Grüße
Elenor
24.01.2021 | 21:00 Uhr
Hallo, danke, war gut,macht Lust auf mehr, und mehr, und mehr, bitte....Auf Wiederlesen...Zwergi

Antwort von Elenor-Rohir am 30.01.2021 | 15:11 Uhr
Wenn es nach dir ginge, dürfte der Adventskalender nie aufhören, was? :D
Naja, ein paar Kapitel kommen noch. Ganz ist es noch nicht zu Ende.
Und ich hab ja auch noch andere Mittelerdegeschichten.
Liebe Grüße
Elenor
24.01.2021 | 17:41 Uhr
Hey,
Frerin? Thorins Bruder? Ich fühle mich so unwissend, nach dem Klische „kenne nur dir Filme“. Wo kommt der den her? Ich muss das erstmal verkraften. Wenn die Erde ein Dorf ist, dann ist Mittelerde unser ganzes Sonnensystem. Aber du führst die Unwissenden ja zu Wissen … wen ich alles nicht kennen würde und wer ansonsten nie meine Aufmerksamkeit erregt hätte.
Frerin, der Name liegt irgendwie schwer im Mund, aber ansonsten mag ich ihn doch recht gern. Und es ist mal wieder ein Zwerg mit von der Partie, sehr guter Toleranzwert. Na gut, ein paar müssen hinten anstehen, aber alles kann man nicht haben.
Naíns Tod ging mir bisschen schnell. Erst schreibst du, er bricht zusammen und dann tritt bei Frerin sofort die Erkenntnis ein, dass er tot ist. Ich dachte ein Übergangsatz kommt da noch, aber ich kann nicht von mir behaupten mich mit der Denkweise von Zwergen auszukennen. Wenn ich genauer überlege, passt das auch wieder zu ihnen.
Was mich ein bisschen stört ist, dass Frerin gleich gestorben ist, nachdem ich ihn gerade erst kennengelernt habe. So sollte das auch nicht laufen ;-)

„doch in einer Schlacht konnte vieles passieren“
Vieles groß? Da ist schon wieder eine Denkblockade in meinem Kopf. Das mit Vala und Valar ist mir ja auch abhandengekommen.

Viele Grüße

Antwort von Elenor-Rohir am 24.01.2021 | 20:03 Uhr
Hey Lerrex,
du musst dich nicht schlecht fühlen, weil du Frerin nicht kennst ;D Er ist ziemlich unbekannt, weil er halt in der Schlacht von Azanulbizar gestorben ist, bevor all die Ereignisse passiert sind, über die Tolkien hauptsächlich im Dritten Zeitalter geschrieben hat. Ich kannte ihn auch lange nicht, auch wenn ich ihn (glaub ich) im Kapitel zu Dís mal kurz erwähnt hatte.
Viel Erfolg jedenfalls dabei, seine Existenz zu verkraften! :D

Ja, die Zwerge sind hier nicht allzu oft zu Wort gekommen, das muss ich zugeben. Aber es kommt nochmal ein Zwergkapitel, soviel kann ich sagen. Irgendwie mögen wir sie doch alle, oder nicht?

Ich weiß, was du meinst an der Stelle mit Náins Tod, das war vielleicht wirklich etwas überstürzt. Möglicherweise überarbeite ich das nochmal ein wenig.
Tja, die "historischen" Fakten verändere ich aber nun mal nicht. Da müsste man schon etwas über Frerin und Thorin schreiben, als sie noch im Erebor gelebt haben. Was sicherlich auch seinen Reiz hätte.

Du hast Recht, glaube ich, Vieles muss wahrscheinlich an der Stelle groß geschrieben werden.

Liebe Grüße
Elenor
23.01.2021 | 21:54 Uhr
Und weiter geht es mit einem ebenfalls großartigen Sohn von Fingolfin! Ein großartiges Kapitel, und langsam gehen mir einfach die Lobesworte aus ... Dann wiederhole ich mich halt, ich hoffe, das ist nicht so schlimm.

Mei, die Geschichte ist wieder so traurig, aber diese Trauer und Verzweiflung, die Fingon packt, beschreibst du richtig gut, man (oder zumindest ich) habe richtig mit ihm mitgelitten. Es ist wirklich spannend zu lesen, im Silmarillion findet sich ja eher dieser „Vogel-Perspektive-Erzählstil“, mit deinen Kapiteln kann man in die Gedanken und Gefühle der einzelnen Charaktere abtauchen und die Schicksale gehen einem noch viel näher.
Fingon weiß quasi schon, dass etwas Fürchterliches passiert, und trotzdem vermittelt, finde ich, die Ankunft Thorondors wieder Hoffnung, auch wenn er die Nachricht von Fingolfins Tod bringt. Wie du es später beschreibst, so weiß Fingon wenigstens, dass die Valar sie nicht ganz vergessen haben, auch wenn es zugegebenermaßen so scheint – hätten sich im Kampf gegen Morgoth ruhig mal einschalten können und nicht die armen Elben alles alleine machen lassen ...
Die Sache mit dem Mut erinnert mich ein bisschen an diese Hobbit-Szene, in der Bilbo Gandalf sagt, was er in den Höhlen gefunden hat, war das Absicht? :D Es ist total stark, dass Fingon trotz allem, was er eben erfahren hat, und der Last, die nun auf seinen Schultern liegt, die Hoffnung nicht aufgibt und seine ganze Kraft darauf verwenden will, Morgoth die Stirn zu bieten – da ist es auch sehr verständlich, dass er Ereinion zu den wahrscheinlich sichereren Häfen schickt.
Wieder einmal vielen Dank für die tollen Einblicke, die du uns in die Gedanken- und Gefühlswelt dieser heroischen Charaktere gibst, wenn man das Silmarillion so liest, macht man sich fast keine Gedanken darüber, was die jeweiligen Schicksalsschläge bei den Familien so auslösen ... Immerhin haben die Elben die Gewissheit, dass sie einander irgendwann alle wiedersehen.

Diesmal habe ich zwei Fehlerchen gefunden ;) „Mandos Hallen“ vermissen ihren Apostroph und bei „in seiner Macht stehende“ müsste das „Stehende“ noch groß, wenn ich mich nicht irre.

Liebe Grüße
Annaeru

Antwort von Elenor-Rohir am 24.01.2021 | 02:36 Uhr
Wiederhol dich ruhig, Annaeru! :D Freut mich jedenfalls, dass es dir so gut gefällt.

Ich hab mich vor dem Schreiben dieses Kapitels erstmal darüber echauffiert, dass es keine vernünftige Beschreibung von Hithlum gibt, außer dass es eine Ebene war. Aber dann musste das Kapitel eben ohne Umgebungsbeschreibung auskommen, und das scheint ja nicht geschadet zu haben. Es ist wahrlich keine beneidenswerte Situation, in der Fingon da steckt. Aber gerade um noch mehr Verständnis für die Charaktere zu bekommen, schreib ich diese Kapitel.
Wahrscheinlich war diese nagende Unsicherheit sogar schlimmer als die eigentliche Nachricht (besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende), denn so wusste Fingon immerhin, woran er war. Natürlich ist die Nachricht furchtbar, doch vielleicht immerhin weniger schlimm als sie hätte sein können. Auch wenn das in diesem Moment nur ein kleiner Trost ist.
Kann man den Valar die Schuld geben? Klar, sie hätten eher eingreifen können. Aber die Elben sind ja aus freiem Willen gegangen und haben ihre Hilfe damit im Prinzip ja irgendwie abgelehnt. Versucht, alleine Rache zu nehmen und ihren Feind zu besiegen. Sie müssen erst verstehen, dass dies nicht in ihrer Macht liegt, bevor die Valar eingreifen.
Ich hatte beim Schreiben nicht an diese Szene gedacht und hab sie auch jetzt nicht wirklich vor Augen. Aber schön, dass dadurch bei dir eine Vertrautheit aufkam.
Es ist wohl unter anderem auch der Wunsch nach Rache, der Fingon antreibt. Die ist nicht das beste Motiv, verleiht aber auch Kraft. Trotzdem stelle ich ihn mir so bedacht vor, dass er eben auch für die Sicherheit seiner Lieben zu sorgen versucht. Immerhin hat sein Sohn durch diese weise Voraussicht länger gelebt als fast alle anderen seines Geschlechtes!
Vielleicht ist es besser so, dass diese Schicksalsschläge verhältnismäßig nüchtern geschildert werden, sonst wäre das dem Leser vielleicht irgendwann einfach zu viel Drama, um es noch aushalten zu können. Trotzdem lohnt es sich, sich damit auseinanderzusetzten.

Die Fehler werd ich noch ausbessern, danke fürs Aufspüren! Da war es wohl mal wieder zu spät.

Liebe Grüße
Elenor
23.01.2021 | 21:34 Uhr
So, hier, am (späten?) Abend, kommt das versprochene Review.
Das Kapitel ist wieder einfach großartig geworden. Ich bewundere es wirklich, wie du es immer wieder schaffst, in diese eher kürzeren Kapitel so viel Hintergrundwissen einfließen zu lassen! Das erste Zeitalter hat aber auch viel zu bieten, was man aufgreifen und in Erinnerung rufen kann ...
Der arme Turgon. Einerseits hat er eine wirklich tolle Stadt errichtet, andererseits wird ihn diese Stadt vermutlich immer an das erinnern, was er verloren hat. Nur gut, dass er hier nicht in Trauer versinkt, sondern sich ein wenig ermutigen und ermuntern lässt von der Anwesenheit seiner Schwester und seiner Tochter, auch wenn eine ihm noch zum Verhängnis werden wird ... Wirklich zu tragisch, dass Tolkien das Silmarillion erst nachträglich zum Kanon bzw. den Herrn der Ringe erst nachträglich in diese Welt gesetzt hat und deswegen die ganzen tollen Charaktere aus dem Silmarillion killen musste!
Was mir gerade so einfällt: In Gondolin muss die Inzidenz ja ganz schön hoch gewesen sein, wenn niemand, der drin war, wieder raus durfte ...
Hätte sich der gute Turgon mal daran gehalten, dann hätte er wirklich in Frieden und Sicherheit dort leben können, auch wenn ich glaube, dass Morgoth Gondolin auch ohne Maeglins Verrat irgendwann gefunden hätte.

Zum Abschluss einfach nochmal ein ganz großes Lob für deinen tollen Stil, und diesmal konnte ich nicht mal einen Fehler finden ...

Liebe Grüße
Annaeru

Antwort von Elenor-Rohir am 24.01.2021 | 02:25 Uhr
Spät ... nun, das ist wohl eine Frage der Definition. Oder Zeitzone :D
Ich würde sagen, die Zeitalter haben alle viel zu bieten, aber gerade weil man im ersten Zeitalter zu vielen Charakteren, abgesehen von den Hauptakteuren, nicht viel erfährt, kann man sich da umso mehr ausmalen und es gibt so viele spannende, unentdeckte und unausformulierte Geschichten! Danke für dein Lob - ich will meine Leser ja auch ein bisschen weiterbilden ;D
Nun, es wäre ziemlich doof gelaufen, wenn Turgon jahrelang einen so wunderschönen Zufluchtsort erbaut und sich dann am Ende dort nicht wohlfühlt, weil er zu sehr an das erinnert wird, was er verloren hat.
Ja, Aredhel ... warum nur musste sie Gondolin verlassen? Wahrscheinlich wurde ihr die Isolation zu viel. Die Ausgangsbeschränkungen so über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg einzuhalten strengt wohl dann doch irgendwann an :D Dein Kommentar mit der Inzidenz war wirklich genial!

Ich glaube auch, dass Morgoth Gondolin irgendwann entdeckt hatte, immerhin kannte er durch Húrins Rufe schon dessen ungefähre Lage. Aber trotzdem kann ich mich mit Maeglin nicht anfreunden. Vielleicht hatte der ja Vaterkomplexe oder so.

Vielen Dank für deine lobenden Worte. Dass gar kein Fehler drin war, erstaunt mich tatsächlich (witzigerweise hab ich beim erneuten Lesen der vergangenen Kapitel noch so einige gefunden), immerhin hab ich das auch eher spät geschrieben. Vielleicht find ich ja selbst noch einen.

Liebe Grüße
Elenor
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