Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 
Autor: ToniLilo
Reviews 1 bis 25 (von 58 insgesamt):
18.04.2021 | 12:03 Uhr
Liebe Toni!
Danke für deine besonders ausführliche Antwort.

Ach herrje, in 1 Jahr weiß ich ja gar nicht mehr, was der Cliffhanger war. Ich glaube, den musst du mir dann gleich mit dazu schreiben :)
Da wir Tatort und ähnliche Serien generell nicht schauen, weiß ich nicht, ob mir das dann auffällt – und ob es noch relevant ist, ob du noch in 1 Jahr Tatort schreibst. Aber für eine Verständigung wäre ich dir dankbar, wenn du dann noch dran denkst.

Klar muss die Mutter in diesem Fall des Vaters Erziehungsstil mitgekriegt haben.
Wir schauen gerade auf Netflix eine ausgezeichnete Polit-Serie ("Borgen"), da wurde eine der Nebenfiguren 4 Jahre lang als Kind missbraucht vom pädophilen Vater, der immer, wenn die Mutter weg war, pädophile Freunde eingeladen hat. Das war sehr krass auch in den Rückblenden, wobei mehr Kopfkino, denn es war natürlich nicht explizit. Trotzdem konnte er der Mutter nicht verzeihen, weil sie den Vater dann nicht verlassen hat. Die Auswirkungen auf sein Erwachsenenleben sind ziemlich dramatisch nach so einer Kindheit, von der auch dort niemand was weiß.
Ich komme vom Thema ab.

Ich freu mich, dass du meine Gedanken bereichernd fandest.
So, nun zum neuen Kapitel:

Es ist nicht leicht, Adam als Freund oder Partner (beruflich, privat) zu haben. Gilt für Leo, aber noch mehr für Pia.
Und wieder eine enorme Grenzüberschreitung, dass Leo Pia das mit dem Suizidversuch sagt – der so lange schon zurück liegt.

Weißt du, ich sag das auch auf FF.de, wo sich natürlich auch Grüppchen bilden. Ich hab da leider mal eine ganz schlimme Erfahrung gemacht. Man kann mich alles fragen, aber ich will es mit meinen eignen Worten erzählen und nicht übers Stille-Post-Prinzip.

Und jetzt hat Leo Pia noch so viel Angst gemacht.
Und dann noch das mit der Hellmill-Kellnerin. Was gibt Leo das Recht, sich so in ihre Beziehung ainzumischen?
Klar ist Pia froh, das jetzt zu wissen. Aber aus Adams Sicht seh ich das anders. Sie haben noch keine so eine intime Beziehung.

Auch Pia hat ihr Trauma, und genau das bringt sie Adam dann näher, als er das erkennt.
Kindheitstraumata über Jahre sind aber viel hartnäckiger als ein einzelner Übergriff als Erwachsener, das ist leichter einordnerbar, darum konnte Pia das auch gleich auflösen.

Wer sich nicht erholen kann vom Trauma, denn wir alle haben natürlich auch Selbstheilungskräfte nach dem ersten Schock, der entwickelt PTBS. Im weitesten Sinne dient PTBS dem Überleben. Wichtig ist tatsächlich ein tragfähiges soziales Netz.
Trauma ist eigentlich nur das Fremdwort für Wunde. Siehe körperlich bei einem Unfall: Schädel-Hirn-Trauma.
Hier ist die Seele verletzt worden, bei Adam und auch Leo.

Adams eigene Bedürfnisse und Gefühle vernachlässigt er völlig. Leo und Pia sehen mehr als es Adam wahrnimmt, dass ihm etwas fehlt.
Er hat ein hohes Erregungsniveau im System, was er eben oft dadurch kaschiert, dass er einfach weiter arbeitet oder weiter macht. Es gibt auch noch andere typische Symptome wie Schlaflosigkeit, depressive Episoden, Konzentrationsschwierigkeiten und Wutanfälle.

Mir gefällt ja gerade die Psychologie dahinter in dieser Fanfic. Da kenn ich mich allgemein ein bisschen aus.
Wer ein Trauma hat, kommt aus einer Situation, die er nicht kontrollieren konnte, und wo Wahlmöglichkeit entzogen war. Adam. Das hat Leo eben nicht so erlebt!
Deswegen reagiert Adam so heftig auf Einmischung und „gut gemeinte“ Ratschläge.
Er braucht Verständnis, dass alles Zeit braucht. Das hat Pia am Schluss gut gemacht.

Natürlich wollte er sie nicht würgen.
Aber diesen Blick, den sollte sie ernst nehmen.
Dass Adam Beziehung „nicht kann“, ist realistische Selbsteinschätzung, aber auch tiefe Verzweiflung, wie er das so sagt.

Ein beeindruckendes Kapitel wieder.
Liebe Grüße.
R ◆
11.04.2021 | 11:17 Uhr
Liebe Toni!
Ich hab mir den 2. Saarbrücken-Tatort natürlich wieder angeschaut – nur für dich, denn Tatortfan werde ich damit sicher nicht.
Im Film war der wiedererwachte Vater nach 15 Jahren Koma sowas von unrealistisch, da braucht man ewig zuerst an Therapie.
Und ich bleib dabei, dass die beiden Jungs genau entgegengesetzt besetzt wurden optisch, das verwirrt und eine minimale Ähnlichkeit sollte sein (Jugendliche verändern sich nicht mehr so krass im Aussehen zu jungen Erwachsenen, das merken wir alle an unseren eigenen Fotos).
Der Cliffhanger war doof dafür, dass die Tatorte ja abwechseln und wieder ewig keine Fortsetzung kommt, bis dahin hat man so viel schon wieder vergessen. Das geht nur bei wöchentlichen Fortsetzungen... oder Fanfics.
Du bist ziemlich nahe dem Canon dran, aber du schreibst es krasser.
Aber es ist das Schöne, dass es in der Fanfiction ein Gerüst gibt, um das man viel herumschreiben kann und soll.
Und es auch besser machen kann.
Bei dir merke ich mir viel mehr und bin tiefer drin als beim Tatort im TV.
In dieser Geschichte (drum auch im Bücherregal) bin ich mittlerweile noch tiefer drin
als im "Gleichstand" und hab natürlich mehr Zugang als zu Sailor Moon, die ich allerdings sehr geliebt habe, weil du die "besonders" geschrieben hast.

Caro ist immer so ein bisschen übergriffig. Vielleicht kann sie die Psychologin nicht leugnen.
Psychologen haben Supervision, wo sie sich reflektieren können, und das braucht sie wohl gerade, weil es hier für sie auch persönlich ist.
Würden Adam und Leo das gut finden, wenn sie da weitertratscht, ohne überhaupt wirklich zu wissen, wovon sie redet?

Ich weiß nicht, hör ich dich da gerade kuppeln (Leo & Birgit)?
Wobei sich Adam & Leo wirklich sehr gut slashen lassen würden. Das fiel mir nicht erst nach Birgits Bemerkung auf sondern schon im Tatort selbst.

Es ist einfach nur erschütternd, wie Adams Kindheit war. Eben auch bei dir noch viel krasser.
Unbegreiflich, wie eine Mutter das tolerieren kann.

Immerhin hat Caro einiges losgetreten, worüber Leo nun konstruktiv nachdenkt.
Das Gespräch im Wald hat ihnen beiden gut getan.
Vielleicht auch, weil Adam mal nicht voll auf Rohypnol war?
Übrigens kann auch Rohypnol schuld sein, dass ihm schwindlig ist. und er keinen Appetit hat, nicht alles ist die überstandene Verletzung und Trauma.

Immerhin hat auch Adam einmal Leos Standpunkt verstanden.
Sie sind einen großen Schritt aufeinander zugekommen.
Tief getaucht... Schöner Titel.

Manchmal klappt die beste Freundschaft nicht, weil beide sich nicht auf den anderen einlassen können, zu sehr für sich selbst traumatisiert sind. Das war so nach dem Scheunenbrand. Darum gibt es 2. Chancen.
Wenn beide um das gleiche Ereignis trauern - und jeder trauert auf seine eigene Art und Weise und Tempo - dann braucht es viel Toleranz, es dem anderen zuzugestehen, aber ganz selten kann man sich noch ggenseitig stützen. 2 Ertrinkende können einander nie retten.

Adam hat Leo vor Quälerei in der Klasse dauerhaft bewahrt. Es ging damals vermutlich nicht um Leo, sondern Adam hat einfach gewusst, wie sich das anfühlt, verprügelt zu werden.
Er konnte sich gegen den Vater nicht retten, aber er konnte jemand anderen davor bewahren. Das hätte jeder sein können und im Grunde ging es vor allem um Adam selbst. Es war eine Stellvertreter-Tat.
Seither hatte Leo aber das Gefühl, er muss sich revanchieren.
Und konnte das genausowenig als Kind. Ich denke, Leo ist deswegen Polizist geworden.
Und Adam auch, um andere zu bewahren (im Bus in der 1. Episode, wie er den Vater von dem Kind angeranzt hat).

Leo hatte eine Schwester, ein Elternhaus, er hatte Freiräume. Adam war der Quälerei rundum ausgesetzt.
Leo war sein einziger Freund und Halt.

1 Aspekt in der Traumabewältigung fände ich ganz wichtig:
Leo weiß nicht, wie er mit dem versuchten Totschlag aka Notwehr umgehen soll.
Aber Adam weiß vielleicht auch nicht, wie er damit umgehen soll, dass sein bester Freund das (für ihn) getan hat.
Und die Gefühle sind sicher auch sehr vermixt – und das ist immer schlecht:
Denn 1) ist es sein Vater und 2) war das sicher große Erleichterung, dass er „weg“ war.

Es hat in beiden jeweils (und ganz verschiedenartig) eine Seite hervorgebracht, die sie sich nie zugetraut hätten, die sie erschreckt haben.
Ich denke, sie müssen einander beide vergeben, gegenseitig aber auch sich selbst.
Auch dass sie nicht ständig den anderen beschützen können jetzt als Erwachsener, als Kind schon gar nicht.
Und Leo Adam auch vergeben, dass er damals nicht anders handeln konnte als wegzulaufen.

Das war wieder ein erstklassiges und sehr psychologisches Kapitel.
Schönen Sonntag.
R ♪ ♫ ♪♪

Antwort von ToniLilo am 18.04.2021 | 00:20 Uhr
Liebe Net Sparrow,

ganz lieben Dank Dir für Dein so ungemein ausführliches Review zu diesem Kapitel meiner Geschichte! Ich danke Dir sehr für die viele Zeit und Mühe, die Du darein investiert hast, ich weiß das wirklich zu schätzen.
Und ich bin sehr gerührt, dass Du Dir den Tatort angesehen hast und das nur meinetwegen. Danke Dir von Herzen dafür!!
Ich war tatsächlich (wofür mich der ein oder andere bestimmt zerfleischen möchte) auch enttäuscht von diesem Tatort, besonders nach der Steilvorlage des Ersten, bei dem sicherlich auch einiges nicht ganz perfekt war, wie Du damals ja richtig festgehalten hast, aber diesmal fand ich ihn in großen Teilen unglaubwürdig und überzogen.
Das mit der unrealistischen Darstellung des aus dem Koma erwachten Vaters wurde schon recht häufig diskutiert, was ich gesehen habe, und ich kann Dir nur zustimmen, denselben Gedanken hatte ich auch. Gestehen wir, wie Vladimir Burlakov schon gemeint hat, der Tatort-Produktion zu, dass es eben ein Film ist und sie den Vater für die Dramaturgie brauchten :-). Bei mir erscheint er in der Geschichte allerdings ja auch deutlich zu fit, wenn auch beinahe weniger fit als im Film, scheint mir, obwohl bei mir mehr Zeit seit dem Erwachen vergangen ist. Das macht meinen mangelnden Realismus aber auch kaum besser.
Auch bei der fehlenden Ähnlichkeit der Darstellung von Leos und Adams Jugendform bin ich ganz bei Dir. Nicht einmal Adams Augenfarbe stimmt, das hätte man besser machen können.
Außerdem hat mich der Kleidungsstil der beiden Herren in diesem Tatort wirklich enttäuscht, gerade das „Geschniegelte“ im ersten Teil fand ich so schön :-).
Deine Meinung zum Cliffhanger verstehe ich auch absolut, das ist bei einer Pause von einem Jahr nicht gut gewählt und abgesehen davon ohnehin zu übertrieben genutzt, da darauf ja schon am Ende des ersten Teils zurückgegriffen wurde.

Es freut mich aber sehr, dass ich Deiner Meinung nahe an der Geschichte dran bin. Meine Geschichte ist allerdings definitiv überzogener und reizt alles aus, was nur geht, da gebe ich Dir recht. Leider scheint meine Fantasie darauf abzufahren.
Dass Du in diese Geschichte besser eintauchst als in meine erste zu diesem Ermittlerteam freut mich. Ich musste mich leider erst einmal ein wenig weiterentwickeln und die erste Geschichte war mehr eine kurze Episode, während ich hier eine Figurenentwicklung aufzeigen wollte, für die ich aber mehr Zeit brauchte.
Danke Dir in jedem Fall für Deine lieben Worte :-). Ja, meine Sailor-Moon-Geschichte hatte einen ganz besonderen Stil, das stimmt. Leider musste ich mich davon jedoch distanzieren, ich musste irgendwie einen neuen Weg finden. Wohin dieser mich stilistisch führen wird, weiß ich leider noch nicht. Irgendwie brauchte ich jedenfalls eine Art „Befreiungsschlag“.

Nun zu Deinem Review zu meinem Kapitel:
Ja, Du hast vollkommen recht, Caro ist definitiv übergriffig, so sehr, dass es eigentlich schon manchmal unangenehm wird. In diesem Fall kann man es durch ihre psychologische Involviertheit allerdings ein Stück weit nachvollziehen.
Adam fände es vermutlich nicht gut, dass sie das alles weitererzählt, Leo wahrscheinlich zwangsläufig, da sie so Birgit für ihn heranzieht :-). Ja, Du hörst mich kuppeln, ganz recht ;-).
Mit Deiner Einschätzung zu einer anderen Art der Verbindung zwischen Leo und Adam, die weit über das hinausgeht, was sich in meiner Geschichte zwischen den beiden abspielt, bist Du keineswegs allein: Wenn ich das richtig gesehen habe, haben die Autoren aller Geschichten zu den beiden auf dieser Plattform aus ihnen ein Paar gemacht. Da stehe ich also allein auf der Gegenseite.

Ja, Adams Kindheit überziehe ich auch maßlos, das gebe ich zu. Seine Mutter ist aber offenbar deutlich herzloser, als ich anfangs angenommen hätte, das haben die Tatort-Produzenten zu meiner Überraschung deutlich dargestellt.

Das Gespräch im Wald zwischen Leo und Adam war definitiv einmal überfällig. Vielen Dank für Dein Lob zum Titel des Kapitels an dieser Stelle!
Ja, dass Adam in einer besseren Verfassung ist, hängt sicherlich zu einem Teil auch damit zusammen, dass er einmal nicht auf Rohypnol war, da hast Du vollkommen recht.
Du hast es schön in Worte gegossen, wie das Verhältnis zwischen den beiden Freunden sich allerdings trotz ihrer Aussprache weiterhin gestaltet: „Zwei Ertrinkende können einander nie retten.“ Genau darin scheint für mich die Tragik zwischen den beiden zu bestehen.

Ui, das Eingreifen Adams bei der Quälerei Leos in der Schule hast Du aber ja mal so was von treffend analysiert, Respekt! So habe ich das noch gar nicht betrachtet, aber Du hast vollkommen recht. Es ging Adam nicht um Leo und trotzdem hatte dieser das Gefühl, Adams Hilfe irgendwie zurückgeben zu müssen. Abhängig sind die beiden jedenfalls weiterhin voneinander und das nicht unbedingt in der besten Weise.
Bestimmt hängt auch ihre Berufswahl mit ihrer Vergangenheit zusammen.

Vielen Dank Dir für Deine Gedanken zur Traumabewältigung der Freunde! Das werde ich mir noch einmal für den weiteren Verlauf der Geschichte vornehmen.
Vergebung spielt in jedem Fall für beide eine ganz große Rolle, in ihrem Verhältnis zueinander und auch sich selbst gegenüber; ich glaube, das hast Du wunderbar auf den Punkt gebracht. Das müssen sie erkennen, so wie sie eben auch einsehen müssen, dass sie sich nicht immer beschützen können, da hast Du vollkommen recht.

Nochmals ganz lieben Dank für Deine so vielen so bereichernden Gedanken, die ganze Mühe und Zeit und die lobenden Worte. Das ist für mich ein ganz großer Lohn für meine Arbeit!!

Dir einen entspannenden Sonntag und schon einmal eine gute Woche!

Ganz liebe Grüße von

Deiner Toni
11.04.2021 | 08:54 Uhr
Guten Morgen liebe Toni,

Ich LIEBE dieses Kapitel! Es ist so toll geschrieben und der Inhalt... ich weiß gar nicht, wie ich das bezeichnen soll, aber es ist irgendwie schön und traurig zugleich und es tut nach all dem zuvor Geschehenen auch richtig gut, das zu lesen.

Ach, Caro macht sich immer noch Sorgen, aber wenigstens hat sie eine beste Freundin, bei der sie ihr Herz ausschütten kann. Allerdings hoffe ich, dass sie nicht zu grob zu Adam ist, nicht zu sehr von dem Bild, das sie bereits von ihm hat, eingenommen ist, wo alles gerade eine Wendung zu nehmen scheint — jedenfalls kam mir das jetzt so vor und ich will wirklich nicht, dass Caro das zerstört. Weil ich finde, dass diese Geschichte so toll Adams Entwicklung zeigt, wie er sich zunächst nicht wirklich ändert und sich seine Eigenarten sogar immer mehr verschlimmern; aber es gerade auch ein bisschen bergauf zu gehen scheint, alles ehrlicher und offener wird, statt sehr, sehr verschlossen und eigentlich die Entwicklung hin zu immer verschlossener.

Aha, dann war das mit Leo und Birgit also gegenseitig — der Teil hat mich tatsächlich ein wenig zum Schmunzeln gebracht. Vor allem natürlich, dass Caro sich so ungeschickt ausgedrückt hat und Birgit erst gedacht hat, mit Adam würde Caro Leos „festen“ Freund meinen. XD Außerdem kann sie sich ja vielleicht doch noch Hoffnungen machen, genauso Leo andersherum, da sie ihn ja offenbar noch immer bezaubernd findet, beziehungsweise noch bezaubernder ;).

Ach Leo, er macht sich tatsächlich sehr viele Gedanken um Adam, ein Stück weit ist das natürlich gut, weil er sich so besser um ihn kümmern kann. Allerdings bringen die ganzen Vorwürfe nicht wirklich etwas, weil er zwar in Zukunft etwas besser machen kann und eine neue Perspektive hat, was oft hilft, um mit manchen Ereignissen und Personen umzugehen; allerdings kann er sein Verhalten auch nicht ungeschehen machen, da es nun mal in der Vergangenheit liegt. Wichtiger als Vorwürfe, ist der Entschluss etwas besser zu machen und diese Motivation hat Leo auf jeden Fall.
Vorwürfe bringen nun mal auf Dauer auch nichts, weil im schlimmsten Fall die andere betroffene Person, in dem Fall Adam, deshalb immer an bestimmte Ereignisse erinnert wird, was wiederum auch negativ wäre. Einsicht allerdings ist ziemlich gut. Die Frage, wie Leo Adam jetzt gegenübertreten soll, die ist eigentlich ganz einfach zu lösen: So wie sonst auch, nur ohne die Vorwürfe, weshalb er abgehauen ist und dass er, also Leo, sich die ganze Zeit Sorgen gemacht hat und mit seiner Schuld alleine klarkommen musste. Denn Leos Verhalten ist eigentlich sehr liebevoll und signalisiert ein „Ich bin da“, was Adam definitiv hilft und braucht.

Beim nächsten Teil musste ich wieder ein bisschen lächeln, weil Leo einfach so lieb war, indem er hat Adam schlafen lassen und sich so gut um ihn kümmert, er dafür sorgt, dass er Frühstück hat beziehungsweise auch wirklich frühstückt, da das bestimmt, zumindest zu seiner physischen Besserung beiträgt, was wiederum bestimmt auch wieder Auswirkungen auf seine Psyche hat. Vor allem hat mich aber gefreut, dass Adam überhaupt mal so wirklich tief und fest durchschlafen konnte, weil das braucht er. Wenn sich natürlich zeigt, dass die Misshandlung durch seinen Vater sowie sein Selbstmordversuch, tiefe Spuren hinterlassen haben, die auch immer da bleiben werden, weil er ja richtig erschrickt, als Leo ihn weckt.

Ja, die Frage, ob Adam von seinem Vater geträumt habe, die war definitiv unangebracht, das hat Leo für sich auch richtig erkannt, egal ob die Antwort darauf jetzt ja, nein oder keine Ahnung lautet; wenn ich aber auch bei nein bin, weil Adam sonst vermutlich nicht so tief und fest und vor allem nicht so lange geschlafen hätte, er ergo nicht hätte das tun können, was er dringend mal gebraucht hat.

Aber Adam scheint ja auch zunehmend offener, zwar nicht viel, aber ein wenig und es ist nich ein langer Weg vor ihm, was das angeht, aber er lässt mittlerweile ja teilweise auch Emotionen zu und zwar andere Emotionen als Wut und Kälte und Härte und Gleichgültigkeit, was auch ein gutes Signal für Leo ist, da er so besser mit ihm umgehen kann und so auch eher das Richtige machen kann, weil er eher weiß, woran er ist.
Wenn es natürlich auch traurig ist, dass sein Vater ihn verwehrt hat zu essen und ihm im Gartenhaus eingesperrt hat. Es zeigt aber eine gewisse Offenheit gegenüber Leo und es kann gut tun jemand anderem etwas zu erzählen, was einen belastet, weil man sich anschließend besser fühlt.

Deshalb denke ich auch, dass es wichtig war, dass Leo im Wald gesagt hat, dass es ihm leid tut. Ihn belastet das alles, wie man auch an seinen Gedanken sieht, offenbar alles sehr und er sieht auch ein, dass er teilweise echt unfair zu Adam war und überhaupt nicht nett und rücksichtsvoll. Auch dass er Adam „nicht schützen“ kann, belastete Leo offenbar sehr und ich denke auch, das wird es noch weiterhin.
Ein Denken von dem beide aber wegkommen müssen ist, dass Adam Leos Leben zerstört hat, indem er ihn in alles „mit reingezogen“ hat, denn das hat er nicht. Leo hätte Adam nicht helfen müssen, er hat es aber trotzdem getan, was meiner Meinung nach sehr für ihn spricht, dass er in solch einer schwierigen Situation zu Adam gehalten hat und für ihn da war und immer noch ist, dass er eben trotzdem sein Freund ist und ihm all das immer noch wichtig ist.
Was aber wichtig ist ist, dass Adam erkannt hat, dass Leo sich wirklich ernsthaft Sorgen um ihn macht und es nicht um damals geht. Das ist insofern von großer Bedeutung, dass es Adam zeigt, dass er Leo etwas bedeutet, dass er nicht für alle nur belastend ist, dass er von jemandem gemocht wird, der für ihn da ist. Vielleicht hilft ihm das ja auch, das zu wissen, weil ich denke, dass Adam so ein Stück weit weniger Sorgen hat, in Folge dessen also auch weniger Belastung, was sich natürlich wieder auf physische und psychische Gesundheit auswirkt.
Ich denke auch, dass es ein großes Zeichen ist, dass Adam Leo von sich aus umarmt hat und nicht andersherum, das zeigt nämlich auch eine Änderung, vielleicht sogar eine Besserung. Außerdem zeigt es, dass Adam Leo auch als Freund wertschätzt.

Und auch das Ende mit dem Versprechen, dass Adam nie wieder versucht Suizid zu begehen lässt auf Besserung hoffen, außerdem zeigt es auch ein wenig, dass Adam schon wieder etwas fitter ist, weil ihm gerade nicht ständig schwindelig ist oder so und Leo ihn deshalb auch halbwegs guten Gewissens zu Fuß gehen lassen kann.

Ich bin richtig gespannt, was du im nächsten Kapitel so auf Lager hast!
Ganz liebe Grüße,
NotMyName

Antwort von ToniLilo am 17.04.2021 | 23:40 Uhr
Hallo NotMyName,

ganz lieben Dank für Dein auch zu diesem Kapitel wieder so ausführlich verfasstes Review!
Dein Enthusiasmus rührt mich – vielen Dank Dir für das so große Lob, über das ich mich ungemein freue.
Ja, in gewisser Hinsicht ist in diesem Kapitel so mancher Knoten geplatzt, da sich so viel aufgestaut hat wegen der Sprachlosigkeit und des Schweigens der vielen beteiligten Parteien.

Tja, bei der Empathie und der Grübelei zeigt sich Leos und Caros Verwandtschaft. Ich denke, dass Du mit Deiner Einschätzung recht haben könntest, dass sie Adam gegenüber weiterhin ungerechtfertigterweise (gut, nicht vollkommen, denkt man an Adams wenig einfühlsamen Auftritt im Hellmill) Vorbehalte hat, obwohl er sich gerade ein Stück weit ändert. Das bekommt sie allerdings natürlich nicht mit und Leo ist auch nicht der Allergesprächigste, sodass ihr vieles leider verborgen bleibt.

Hihi, ja, gegen eine Vorliebe Leos Männern gegenüber hätte Birgit wohl kaum eine Chance. Aber vielleicht besteht so bei den beiden ja ein wenig Hoffnung. Gönnen würde ich es ihnen ja.

Hach ja, Du hast so ein wunderbares psychologisches Talent, das ist wahrlich traumhaft zu lesen! Ich zitierte einfach einmal Deine Feststellung als neue Weisheit für mich: „Wichtiger als Vorwürfe, ist der Entschluss etwas besser zu machen.“ Wie Du richtig schreibst, hat Leo ja glücklicherweise nicht nur zu Ersterem, sondern auch zu Letzterem die Anlage, dadurch gleicht sich seine ständige Im-Kreis-Grübelei ein wenig aus.
Ich finde, Du hast es ganz hervorragend auf den Punkt gebracht, dass Adam jetzt einfach nur das Signal „Ich bin da“ braucht und keine weiteren Analysen der Vergangenheit, Vorwürfe oder Ähnliches. Glücklicherweise ist Leo offenbar auch ganz intuitiv zu dieser Einschätzung gekommen. Ihr beide tickt ziemlich ähnlich, scheint mir :-).

Leo ist in diesem Kapitel wirklich sehr lieb; das veranschaulicht ein bisschen, was Birgit meinte, als sie so von seinem Charakter geschwärmt hat. Adam braucht eine solche Zuneigung definitiv, auch wenn er es sich selbst vermutlich nicht eingestehen kann oder will. Wenigstens hat Leo ihn durch seine Fürsorge einmal wieder auf ein besseres Niveau in seiner physischen Verfassung gehoben, das war ja längst überfällig, dass jemand das in die Hand nimmt, weil Adam in dieser Hinsicht wirklich zu nachlässig ist.
Natürlich macht all dies Adams Vergangenheit nicht ungeschehen, da hast Du recht. Tja, Leos unangebrachte Nachfrage – vielleicht ist sie der beruflichen Gewohnheit geschuldet, reflexhaft alles ergründen zu wollen.
In jedem Fall gehen die beiden Freunde in diesem Kapitel ein gutes Stück aufeinander zu und legen dem anderen gegenüber genau das an den Tag, was sie schon längst hätten tun sollen, doch muss man sich zu einem solchen Schritt eben auch erst einmal überwinden.

Das Gespräch im Wald war in dieser Hinsicht ebenfalls wirklich aufschlussreich, da gebe ich Dir vollkommen recht, ebenso wie bei der Tatsache, dass Leo sich Adam gegenüber anfangs wenig einfühlsam verhalten hat, wobei man natürlich auch verstehen muss, dass er wütend war, da er ja die ganzen Hintergründe nicht kannte. Wenigstens verfügt zumindest er über die Gabe, sich für Fehler zu entschuldigen, was alles auch wieder ein bisschen einfacher macht.
Tja, Leos und Adams Haltung zu Leos Eingreifen bei der Misshandlung seines Freundes durch dessen Vater ist einfach der ganz große Knackpunkt zwischen den beiden. Zumindest scheint Leo Adam keine Schuld daran zu geben.
Der nächste Absatz Deines Reviews ist wieder so unfassbar psychologisch treffend geschrieben, da lässt sich nichts ergänzen. Mit Sicherheit ist es für Adam eine enorme Erleichterung, zu wissen, dass er nicht nur eine Belastung für alle ist. Vielleicht war er auch vor diesem Hintergrund bereit dazu, Leo von sich aus zu umarmen. Das wiederum tut Leo einmal gut, der ja eine ganze Weile über ihrer beider Verhältnis gegrübelt hat.

Alles in allem also, wie Du so schön geschrieben hast, schön und traurig zugleich, manches scheint sich aber jedenfalls ein wenig einzurenken.
Ich hoffe, dass Dir nach Deiner Begeisterung für dieses Kapitel das nächste auch zusagen wird.

Einen entspannenden Sonntag Dir und schon einmal eine gute Woche!

Ganz liebe Grüße zurück von

Deiner Toni

PS: Ach, und übrigens natürlich ganz, ganz lieben Dank für die Aufnahme meiner Geschichte in Dein Bücherregal!! Das ehrt mich aber sehr :-)!
08.04.2021 | 12:18 Uhr
Hallo Toni,

Der Titel passt hervorragend zum wundervollen Inhalt des Kapitels, da es tatsächlich einige Enthüllungen gibt — auch aufgrund Adams ungewohnt ehrlichem Verhalten!

Ganz zu Anfang gefällt es mir unglaublich gut wie du die vorbeigehenden beziehungsweise die vorbeifahrenden Leute sowie die Tiere beschreibst, da das der herbstlichen Atmosphäre nochmals einen besonderen Touch verleiht.
Auch Leos Unruhe stellst du so sehr gut dar.

Noch immer ist Adams leerer Kühlschrank, der sich ja nur dann ein wenig zu füllen scheint, wenn Leo oder Frau Svobodová das tun, ein wenig besorgniserregend, aber wie gesagt: wenigstens kümmert Leo sich gerade darum, dass Adam was zu Essen bekommt, was glaube ich auch ganz gut ist, damit es wenigstens ein bisschen bergauf gehen kann, mit seiner Gesundheit. Jedenfalls gefällt mir richtig gut wie Leo sich kümmert.
Dass Adam abends nichts gegessen hat, das war ja klar... und ich wiederhole mich schon wieder: zum Glück ist Leo für ihn da.
Ich finde auch sehr gut, dass er bei manchen Sachen, wenn nötig nachhakt, aber keinesfalls richtig vorwurfsvoll wird.

Dass Adam den Dealer vom Hellmill erkannt hat, ergibt natürlich Sinn, auch wenn ich nie darauf gekommen wär. Ich fürchte, die Möglichkeit habe ich einfach übersehen.

Verstehe ich das jetzt richtig und Adam gibt Leo Geld dafür, dass er Frau Svobodová deren Geld ausgelegt hat oder gibt er ihm Geld, um wieder Geld für Alina Svobodová auszulegen? Irgendwie glaube ich ja Ersteres, was zwar super großzügig ist, also wirklich wie man Adam in der Geschichte wenn es um sowas geht kennt, allerdings weiß ich nicht so recht, was ich von dem Verhalten, das auch gegenüber Leo so zu machen, halten soll.

Adam sollte sich definitiv bei Alina Svobodová entschuldigen!

Ach, den Zettel mit der Nummer der Kellnerin gab es ja auch noch! Allerdings scheint Adam daran nicht so wirklich interessiert zu sein, was ich ehelich gesagt auch nicht so wirklich schade finde.

Während er noch ein bisschen mit Humor reagiert als Leo ihn auf das „nicht mehr ganz bei sich Sein“ anspricht, was allerdings wahr ist und auch zeigt wie sehr Adam psychisch am Ende ist, ist Adam dann verletzt und durchaus getroffen als Leo Angela erwähnt. Das kann ich auch total nachvollziehen, wenn die wie ein Esther-Verschnitt (also zumindest so wie deine Esther) ist.
Allerdings finde ich es jetzt schon fast ein bisschen lustig, dass Leo denkt, Adam hätte ne Freundin, beziehungsweise, dass sie Adams Freundin wär.
Trotzdem kann ich auch Adams Wut darüber verstehen, vor allem weil sie ja auch nicht besonders nett war.

Aber Leo weiß ja, wann es angebracht ist, sich zu entschuldigen und auch er scheint Adams Gefühle verstehen und respektieren zu können.
Toll finde ich auch, dass Adam nach Caro fragt. Irgendwie lese ich richtig gerne darüber, wenn sich wenigstens in die Richtung eine Verbesserung zeigt. :)
Ich glaube Adam verrennt sich da in irgendwas in der Sache mit der Thun, ganz klar, weil ihn der Fall aus irgendeinem Grund sehr mitnimmt, wahrscheinlich, weil sie aus seiner Sicht ihre Familie auch vernachlässigt hat und das zum Suizid der Tochter und zum Tod des Ex-Mannes geführt hat, und ihn das auch aggressiv macht, weil er ja noch immer ein Stück weit die Existenz seiner Gefühle leugnet und keine Schwäche zeigen will.
Also Leo braucht sich doch keine Gedanken darüber zu machen, dass Adam sich über die „wilde Mischung“ des Essens beschwert, da erstens der Begriff „wilde Mischung“ gar nicht stimmt und sowas richtig lecker ist und es zweitens wichtig ist, dass Adam sowohl frühstückt als auch zu Mittag isst.
Ich finde es wirklich toll von Leo wie er sich um Adam kümmert und obwohl Adam es nicht für nötig hält (ich schon!), er trotzdem abends nochmals vorbeikommt.

Und dann kommen wohl die Enthüllungen, begonnen damit, dass Heide Schürk beschlossen hat ihren Sohn auch mal zu besuchen.
Ich kann verstehen, dass Adam sich bei ihrem Besuch überhaupt nicht wohlfühlt, schließlich kam sie für ihn tatsächlich immer kraftlos rüber, weil sie nicht in der Lage war, sich gegen seinen Vater zu Wehr zu setzen und einfach alles mit angesehen hat, somit auf jeden Fall eine Mitschuld trägt. Egal wie sehr sie selber unter Adams Vater leiden musste.
Wenn man auch deutlich spürt, dass ihr was an Adam liegt, dann ist es dennoch so, dass auch sie schon eine gewisse Abneigung gegenüber verspürt, die du super daran ausdrückst, dass sie Adams Wohnung mit Missfallen betrachtet. Ich denke, dass die Meinung Adams Vaters über Adam auch ihr Denken bereits beeinflusst und sie „klein“ und schwach gemacht hat.
Man kann Adams Unwohlsein deutlich spüren und auch nachvollziehen, auch die Kälte mit der er Menschen oft entgegentritt.
Es ist zwar schön, dass Adams Mutter sich ihre Fehler eingestehen kann, zur Besserung ist allerdings noch ein langer Weg, den sie sich auch noch ganz gut ziemlich holprig machen kann. Wie sie mit Adam umgeht ist meiner Meinung nach noch immer nicht richtig, weil ihr Verhalten sehr empathielos und auch egoistisch ist.
Super gefällt mir, wie du einige schöne Momente in Adams Kindheit mit ihr beschrieben hast. So gab es zwar einige Lichtblicke, die schlechten Momente haben aber dennoch überwogen.
Heide Schürk erwartet Veränderung von jetzt auf gleich, aber so einfach ist das nicht — erst recht nicht, wenn Adam noch so traumatisiert ist und er seiner Mutter noch nicht verzeihen kann, weil sie eben auch eine Menge Fehler gemacht hat, indem sie viel zu viel zugelassen hat.
Zwar finde ich es gut, dass Adams Mutter seinen Vater rausgeworfen hat, allerdings ist das nicht der Schritt, der alles wieder gut macht und ich denke mit der Hoffnung ist sie in dieses Gespräch gegangen.
Klar, ihre Motive dafür sind deutlich: Sie will wieder ein besseres Verhältnis zu Adam aufbauen und das Leben mit ihrem Mann war auch nicht schön für sie. Dennoch macht sie das eindeutig zu spät. Wenn sie sich auch vielleicht nicht alles eingestehen wollte, Angst hatte; für Adam bedeutet das erstmal, dass sie weggesehen hat und ihr ihr eigener Sohn nicht wichtig genug war, dass sie den Mut zusammenbekommen hätte, etwas gegen Roland Schürk zu unternehmen. Sie war sich nicht einmal selber wichtig genug.
Wenigstens sieht sie das ein. Toll ist das aber trotzdem noch nicht.

Leo ist zu Frau Schürk natürlich so höflich wie immer, umgedreht genauso, allerdings bin ich mir sicher, und das finde ich auch gut, dass die Loyalität zu Adam überwiegt und zwar deutlich.
Ich denke es ist gut für Adam, dass er mal weinen kann, alles (oder Vieles) rauslassen und das Leo in dem Moment für ihn da ist. Das zeigt, dass Adam an einem ziemlichen Tief- (oder Wende-?)Punkt angekommen ist, aber auch dass Leo unglaublich loyal und empathsich ist.

Die Geschichte mit dem Kaninchen ist unglaublich traurig. Das was sein Vater damit gemacht hat ist absolut passend und ich denke, dass das auch ein Stück weit zeigt, dass Adam wegen seinem Vater keine richtige, erst recht keine behütete, Kindheit hatte. Er hat quasi in ständiger Angst gelebt, vor der Gewalt seines Vaters, die an ihn gerichtet war, aber auch an sein Umfeld, sodass alles, das schön war für ihn auch zerstört wurde, womit die Gewalt wieder indirekt gegen Adam gerichtet ist. Adam tut mir wirklich leid!

Ich verstehe auch Leos Vorwürfe an Adam wegen des Abhauens, genauso wie ich verstehe, weshalb Adam es wütend macht, wenn Leo es anspricht.
Dass Leo und Heide Schürk sich Sorgen um Adam gemacht haben, das stimmt zwar und da kann man auch einen gewissen Vorwurf an Adam machen, dass er sich zumindest telefonisch hätte melden können oder mit einem Brief. Schließlich muss es schrecklich für Leo gewesen sein, irgendwann resigniert zu haben und schlussendlich auch zu glauben, Adam habe Selbstmord begangen.
An Adams Mutter kann ich nur einen weiteren Vorwurf machen, da ich wegen ihrer Handlung auch Adams Wut nachvollziehen kann, wegen der Vertuschung seines Selbstmordversuches. Ein sensibler Umgang damit sieht jedenfalls anders aus und ich finde es gut, dass Adam so offen ist und Leo davon erzählt — auch davon erzählt, welche Rolle seine Mutter dabei gespielt hat. Es ist echt super von Leo, dass er Adam um Entschuldigung bittet und ihm keine Vorwürfe mehr macht.
Adam hat übrigens recht: ein Teil des Grundes, weshalb Leo seinen Vater tagein tagaus im Krankenhaus besucht hat, was tatsächlich um seine Schuld runterzuhalten. Allerdings kann ich auch nachvollziehen, dass das für Leo nicht anders ging.

Das Ende des Kapitels gefällt mir jedenfalls sehr gut, da es das Füreinanderdasein und die Sorge zeigt, zum Beispiel mit dem Tee.

Alles in allem ein super Kapitel, weshalb ich auch so lange gebraucht habe, um zu reviewen, da ich das anständig und ausführlich machen wollte.

Herzliche Grüße,
NotMyName

Antwort von ToniLilo am 17.04.2021 | 23:11 Uhr
Hallo NotMyName,

ganz, ganz, ganz lieben Dank für Dein so detailliertes Review, zu dem ich eigentlich keine Antwort im klassischen Sinne, sondern ein Review schreiben sollte ;-). Da ich jedenfalls auch gebührend darauf reagieren wollte, hat sich die Antwort ein wenig gezogen; dies bitte ich Dich zu entschuldigen.

Vielen Dank Dir für Dein großes Lob gleich zu Beginn, darüber freue ich mich sehr!
Ja, Adam ist tatsächlich ungewohnt ehrlich; es wäre vermutlich vieles einfacher, wäre er das öfter.

Auch dass Dir die Beschreibungen der Umgebung von Adams Wohnung gefallen haben, freut mich. Ich wollte ein wenig Atmosphäre schaffen, wodurch sich natürlich alles ein wenig in die Länge zieht, aber es freut mich, wenn es den beabsichtigten Effekt einer szenischen Unterfütterung hat.

Ja, Leo ist einfach ein Schatz :-). Im Original des Saarbrücker Tatorts scheint er ja doch ein wenig härter zu sein, als ich ihn wahrgenommen habe, aber meine Version von ihm orientiert sich eben mehr am ersten Teil, in dem er auf mich einen sehr weichen, umsichtigen und mitfühlenden Eindruck machte.
Dein psychologisches Gespür war jedenfalls wieder einmal voll zutreffend, als Du im vorherigen Kapitel schon vermutet hast, dass Adam nichts essen würde. Das hast Du schön zusammengefasst: „Zum Glück ist Leo für ihn da.“ Und Du hast vollkommen recht, dass er eine angenehme Art hat, bei Adam hartnäckig zu bleiben, ohne bevormundend oder vorwurfsvoll zu werden.

Dass Adam den Dealer vom Hellmill kennen könnte, habe ich ja auch keineswegs angedeutet, da konntest Du gar nicht mitspekulieren, wenn ich keine Hinweise gebe. Bei der Menge von auf ihn einprügelnden Gestalten hätte es auch ohnehin gut sein können, dass er schon damals keine Möglichkeit hatte, den Dealer zu erkennen.

Ja, das verstehst Du vollkommen richtig, dass Adam Leo das Geld zurückgibt, das er für ihn bei Alina Svobodová ausgelegt hat, weil es Adam so schlecht ging, dass er das in diesem Moment nicht selbst heraussuchen konnte. Und auch wenn es ihm schlecht ging, sollte er sich definitiv bei ihr für sein harsches Verhalten entschuldigen, da bin ich ganz bei Dir.

Ich bin auch nicht unglücklich, dass Adam für die etwas fragwürdige Bedienung des Hellmills nichts übrighat. Während er in diesem Punkt recht abgebrüht ist, ist Angela dagegen für ihn ein sensibles Thema, das hast Du wieder sehr genau beobachtet. Tja, meine Version von Esther – offenbar sehen aber die Tatort-Produzenten im Verhältnis zwischen ihr und Adam auch gewisse Spannungen, das fand ich doch sehr interessant.
Leo will, glaube ich, wie Pia einfach sichergehen, dass sie Adam und sein Liebesleben richtig einschätzen. Aber ja, Leos Gedanke, er könne etwas mit Angela gehabt haben, ist doch irgendwie interessant.

Tja, im Gegensatz zu Adam ist Leo eben empathisch und kann sich auch entschuldigen. Ob Adam das irgendwann noch lernt? Wenigstens verbessert sich aber sein Verhältnis zu Caro, wenn auch nur indirekt über Leo. Es freut mich, dass Dir das so gefällt, aber ich kann es gut nachvollziehen, denn das ist ein sehr unschönes Spannungsfeld.

Du hast vollkommen recht, dass Adam der Vorfall um Säumer und seine Tochter über Gebühr mitnimmt, weil er sich da zu sehr persönlich engagiert und vermutlich auch nicht mit seinen Gefühlen in dieser Richtung umgehen kann.

Auch dass Leo sich so um Adam kümmert, empfinde ich wie Du, als ungemein wichtig, da er sich selbst ja viel zu sehr vernachlässigt. Dass Leo sich Sorgen macht, Adam könne das von ihm gekochte Essen ablehnen, ist natürlich völliger Unsinn, da hast Du recht, aber Leo macht sich eben über alles Gedanken :-).

Dramaturgisch hast Du das wunderbar aufgeschlüsselt, dass ab dem Besuch von Adams Mutter die Enthüllungen wirklich beginnen, wobei die größte natürlich die Adams Leo gegenüber zum Ende des Kapitels ist.
Warum Adam ihre Kraftlosigkeit als so verletzend empfindet, hast Du wunderbar auf den Punkt gebracht, ebenso wie die Tatsache, dass ihre Wahrnehmung von Adam sehr zwiegespalten ist, weil sie so stark dem Einfluss seines Vaters ausgesetzt war. Vielleicht ist sie auch deshalb immer wieder empathielos und egoistisch, wie Du sie so treffend charakterisierst. Der Vorsatz zur Besserung ist per se schön, aber, wie Du richtig schreibst, ist natürlich ungewiss, ob sie ihn umsetzen wird und davon abgesehen kommt er natürlich viel zu spät.
Danke Dir für das Lob zu den Szenen aus Adams Kindheit! Auch hier habe ich ein wenig zu unterfüttern versucht. Wie schön, wenn so etwas beim Leser ankommt :-).
Deine Vermutung, dass Adams Mutter sich durch das Gespräch mit ihm eine Art „heile Welt“ bezüglich ihres Verhältnisses erwartet hat, trifft ihren Charakter meines Erachtens ziemlich gut. Ob das überhaupt jemals möglich ist, sei dahingestellt, in jedem Fall ist es ein langer Weg dahin, was sie so offenbar nicht wahrhaben möchte.

Du hast vollkommen recht, dass Leo zwar höflich zu Adams Mutter ist, er aber sehr gut zu unterscheiden weiß, wo sie im Vergleich zu Adam auf der Wertigkeitsskala steht. Zum Glück ist er in Adams schwachem Moment für ihn da. Deine Gedanken zu diesem Augenblick sind so treffend, dass ich nichts hinzuzufügen weiß, ebenso wenig zu dem Absatz über Adams Kindheit und die Gewalt, die er durch seinen Vater erfahren hat. Das kam ja im zweiten Saarbrücker Tatort auch deutlich heftiger zur Sprache, als ich gedacht hätte.

Ja, man steht bei der Frage von Leos und Adams Emotionen bezüglich Adams Verschwinden ein wenig zwischen ihnen. Beide Positionen kann man nachvollziehen, wodurch man die Spannungen zwischen den beiden Freunden verstehen kann.
Es stimmt, dass Adam sich wenigstens einmal kurz hätte melden können, doch offenbar war er dazu nicht in der Lage. Wirkliche Vorwürfe kann man rund um diesen ganzen Themenkomplex tatsächlich nur seiner Mutter machen, weil sie Leo gegenüber die Wahrheit verschwiegen hat. Allerdings muss man ihr auch zugestehen, dass sie vermutlich wirklich nicht wusste, was mit Adam weiter geschehen ist, und, nachdem sie keine Nachricht von ihm erhalten hat, eigentlich davon ausgehen musste, dass er es noch einmal versucht hat, sich umzubringen, und beim zweiten Mal vielleicht Erfolg hatte.
Ja, Leo reagiert wunderbar empathisch, als Adam sich ihm öffnet – so ist er eben, der Gute :-). Gerade deshalb trägt er eben auch immer noch das schlechte Gewissen wegen des Vorfalls um Adams Vater mit sich herum.

Danke Dir nochmals ganz, ganz herzlich für die viele Zeit und Mühe, die Du in dieses wunderbare Review investiert hast. Das ist so viel Lohn für das Schreiben, wie es kein Autor jemals erwarten kann.

Hab noch ein schönes Wochenende!

Ganz liebe Grüße

Deine Toni
04.04.2021 | 21:25 Uhr
Liebe Toni!
Tatort ist einprogrammiert und wird aufgenommen.

Adam hat ein Talent, dass Kolleginnen mit ihm nicht gut auskommen.
Da es ein Muster ist, ist Adam eben nichtunschuldig dran – na wir kennen ihn ja in deiner Geschichte.

Die Szene mit der Mutter war hart.
Es war auch nicht klar, wieso sie den Vater jetzt rauswirft. Für Adam? Glaub ich irgendwie nicht.
Ist ihr der Vater jetzt zu viel Pflege?
Dass die Mutter allerdings alle glauben ließ, auch Leo, dass Adam tot sein könnte, und genau gewusst hat, dass er den Suizidversuch überlebt hat, das ist eine neue Art der Grausamkeit, besonders Leo gegenüber, der sich so gekümmert hat.

Für Adam war das ein überraschend ehrliches und offenes Gespräch.
Es hat ihm auch gut getan von daheim rauszukommen.

Verbring die restlichen Ostern noch so gut wie möglich.
R ♡

Antwort von ToniLilo am 17.04.2021 | 22:31 Uhr
Liebe Net Sparrow,

auweia, diesmal hat sich meine Antwort auf Deine Reviews aber wieder sehr gezogen – bitte entschuldige!

Zuerst einmal vielen Dank für Dein Review zum vorletzten Kapitel, in dem Du mir wie immer gute Denkanstöße lieferst.
Ja, Du hast vollkommen recht, dass es ein typisches Muster ist, dass Kolleginnen mit Adam nicht gut auskommen. So habe ich ihn gestaltet, doch im neuen Saarbrücker Tatort zeigte sich das mit Esther ja tatsächlich auch recht eindeutig. Offenbar hat der Drehbuchautor für diese Kommissarin auch nicht so viel übrig ;-).

Das Verhältnis zwischen Adam und seiner Mutter finde ich insgesamt ziemlich katastrophal; ich hätte, ehrlich gesagt, nicht gedacht, dass das auch im Original so deutlich dargestellt wird. Gut, dort ist es vielleicht noch besser als bei mir, allerdings auch nicht so viel mehr.
Warum sie in meiner Geschichte den Vater rauswirft, weiß sie, glaube ich, selbst nicht so genau. Vielleicht wegen einer Mischung aus ihrem schlechten Gewissen Adam gegenüber und ihrer Ablehnung ihrem Mann gegenüber, weil er sich kein bisschen geändert hat und immer noch den Tyrannen raushängen lassen muss.
Adams Suizidversuch zu verheimlichen kann man definitiv als Grausamkeit Leo gegenüber bezeichnen, wobei sie vermutlich tatsächlich nicht wusste, was mit Adam geschehen und vom Naheliegendsten ausgegangen ist, dass er es eben noch einmal versucht hat und sich deshalb nie wieder gemeldet hat.

Da hast Du vollkommen recht, so offen zu sprechen ist vollkommen untypisch für Adam. Wie gut, dass Leo sich so um ihn kümmert und mit zu sich genommen hat.

Ich danke Dir nochmals sehr für Dein Review und Deine Geduld und wünsche Dir noch ein schönes Wochenende!

Viele liebe Grüße

Deine Toni
02.04.2021 | 22:06 Uhr
Liebe Toni!
Diese Geschichte steht nun in meinem FF-Bücherregal :)
Danke für deine lieben Antworten immer, es stört mich nicht, wenn du dir Zeit lässt.
Im Tatort hatte er aber kein Suchtproblem?

Empathen und Narzissten oder Soziopathen oder ähnliches finden oft zusammen:
Die Narzissten nähren sich von den Empathen, und die Empathen glauben immer, sie verstehen alles und können alles gut machen.

Ich bin nicht sicher, ob Therapeuten immer Empathen sind, denn die lernen Psychologie ja in der Theorie.
Und wie alles medizinische Personal müssen sie trennen zwischen persönlicher Betroffenheit und Professionalität.
Ich bin nicht mal sicher, ob ein Empath ein guter Therapeut wäre… oder diesen Beruf wählen würde.
Beim Pflegepersonal findet man oft Empathen, aber die brennen aus.

Es ist in Ö nicht nur die 24/7-Ausgangssperre, auch nur 1 Person (kein Ehepaar) darf man treffen, egal ob im Freien oder daheim. Betrifft die erwachsenen Kinder und Enkel, genauso wie engste Freunde, und es sind ja alles Paare.
Nein, ich nehme es leider nicht mehr mit Humor, wir hatten in den letzten 14 Monaten weit mehr als 200 Tage Ausgangssperre, die meisten Tage 24/7, also ganztags, dazwischen immer wieder mal kürzer ab 20h. Und kaum Präsenzschultage.
Meine Schreibmuse liegt im Corona-Koma, und es geht mir weder gesundheitlich noch psychisch gut mit dieser Art von Leben seit 14 Monaten.
Denn um wieder zur Empathie zurückzukommen: Ich spüre, wie alle unter der sozialen Isolation leiden, egal ob die Alten in den Heimen, die (Nicht-Corona-)Kranken ohne Besuchsmöglichkeit im Spital und die Kinder und Jugendlichen usw. Über ganz Wien scheint eine Dunstglocke von negativen Emotionen zu schweben.
Nun aber genug zu deiner Rev-Antwort und ich komme besser zum neuen Kapitel:

Ob das wirklich Gehirnerschütterung ist oder schon Entzug bei Adam?
Nicht schön, wie Adam zu dieser Seele von Frau (Fr. Svovodova) ist.
Auch wenn der Gag mit der Mordkommission gut war.
Ich denke, er blockt ab, weil er nicht weiß, wie man mit Menschen umgeht, die gut zu ihm sind. Mit Ablehnung oder Hass kann er umgehen.

Gegenüber Leo wirkt er wirklich dankbar und auch bezüglich Caro bemüht er sich.
Wenn sie das nur sehen könnte.

Du hast das alles so atmosphärisch dicht geschrieben,
dass ich mir echt Sorgen um Adam machen muss – so wie Leo es ja auch tut.
Aber du lässt ihn nicht sterben bitte!

Schöne Osterfeiertage wünsch ich dir am Karfreitag-Abend!
R ⋈

Antwort von ToniLilo am 04.04.2021 | 01:17 Uhr
Liebe Net Sparrow,

das ehrt mich aber sehr, dafür danke ich Dir von Herzen, Du Liebe!!
Und hab natürlich auch vielen Dank für Deine Geduld, das macht es mir noch einfacher, mich auf meine Geschichte zu konzentrieren.

Ja, das ist ein böses Wechselspiel, das genau genommen beiden Seiten nicht guttut, denn selbst wenn die Narzissten oder Soziopathen davon profitieren, eine Weiterentwicklung ist für sie ausgeschlossen, während die Empathen daran zerbrechen können, dass sie so ausgenutzt werden, was natürlich viel schlimmer ist.

Dass Therapeuten immer Empathen sind, glaube ich auch nicht, das wollte ich auch so nicht ausdrücken, entschuldige bitte, wenn das so ankam. Als ich schrieb, dass Caro weniger Empathie zeigt, als man vermuten könnte, meinte ich, dass es eigentlich so sein sollte, dass Therapeuten Empathie zeigen können, dass es aber definitiv nicht immer so einfach ist und Du vollkommen recht hast, dass Leo deutlich mehr davon zeigt als sie.
Empathen ist ein Hilfs- oder Heilberuf wahrscheinlich nicht zu empfehlen, das stimmt, denn sie laufen immer Gefahr, sich über Gebühr zu engagieren und sich selbst dabei zu vergessen. Die Distanz wahren zu können gehört vermutlich zur Ausübung solcher Berufe dazu.

Das ist wirklich hart, was in Österreich angeordnet wurde. Seit heute Nacht gilt diese Regel in München auch wieder, damit hatten wir wenigstens noch ein paar Tage mehr Galgenfrist als Ihr, und die Ausgangssperre betrifft bei uns nur die Nachtstunden.
Auch das hatte ich falsch ausgedrückt, liebe Net Sparrow, das tut mir leid. Ich wollte nicht sagen, dass die ganze Corona-Situation mit Humor zu nehmen ist, denn das ist, glaube ich, nicht möglich. Ich wollte nur sagen, dass ich es schön finde, dass Du trotz der ganzen Umstände Deinen Humor insgesamt noch nicht verloren hast und immer wieder Möglichkeiten findest, ihn anzubringen, wie es Dein Profilbild und verschiedenste Augenzwinkerer in Deinen Reviews immer wieder zeigen. Dafür danke ich Dir.
Es tut mir aber unendlich leid zu erfahren, wie sehr Du unter der ganzen Situation leidest, auch deshalb, weil Du so intensiv mitfühlst. Ich wünsche Dir sehr viel Kraft und dass Du in der ganzen Düsternis Dinge findest, die Dir Lebensmut und Energie zum weiteren Durchhalten geben. Wir werden wieder lachen, leben, lieben, uns umarmen, tanzen, singen und feiern, da bin ich mir sicher, doch wann es wieder so weit sein wird, weiß keiner.
Bis dahin wünsche ich Dir einfach alles, alles Gute und wenn es irgendetwas gibt, das ich für Dich tun kann, lass es mich wissen!

Vielen Dank Dir noch für Deine Gedanken zum Kapitel. Nein, im Tatort hatte Adam kein Suchtproblem, das habe ich ihm angedichtet.
Zu seiner Putzfrau verhält er sich wahrlich vollkommen unmöglich und Du hast perfekt analysiert, was die Gründe dafür sind. In diesem engen Zusammenhang hatte ich das noch nicht vor Augen, nur als vages Gefühl. Danke Dir für die verschaffte Klarheit in diesem Aspekt.

Ich finde es wunderschön, wie sehr Du emotional mitfieberst, und es tut mir leid, dass die Geschichte gerade so eine belastende Note hat. Danke Dir vielmals für Dein Engagement auch hier im fantastischen Bereich.

Ich wünsche Dir und Deinen Lieben ein trotz der aufreibenden Umstände frohes Osterfest mit leuchtenden Augenblicken und geruhsame Feiertage!

Viele liebe Grüße

Deine Toni
02.04.2021 | 19:27 Uhr
Liebe Toni,

Du hast wieder einmal ein richtig tolles, langes Kapitel gezaubert!

Oh, oh, Adam scheint es aber überhaupt noch nicht wieder gut zugehen.
Sein Zustand ist jedenfalls meiner Meinung nach noch nicht so, dass er entlassen werden sollen. Aber die Ärzte vermuten ja schließlich nur eine Gehirnerschütterung und können das Bett, in dem Adam war, wegen so etwas nicht ewig belegen. Hätte Adam sich wirklich helfen lassen, sich also auch richtig durchchecken lassen, sähe die Lage wohl ziemlich anders aus.
Ein bisschen Ruhe, die täte ihm jedenfalls jetzt gut, und dass er die bekommt, wird er, wenn er wieder zu Hause ist, sich selbst nicht erlauben.
Er gibt den Ernst der Lage aber vor sich selber nicht zu und tut ihn vor anderen ab.

Adam will aber auch ganz klar raus aus dem Krankenhaus, was ich nachvollziehen kann, denn Krankenhäuser sind nicht unbedingt der tollste Aufenthaltsort. Für ihn wäre es aber, um wirklich zu genesen, momentan der beste Ort, da er überall anders viel zu hohe Erwartungen an sich hat und unbedingt Stärke zeigen will. Deshalb macht er sich aber schwach, weil er sich auslaugt und sein Zustand kann sich nicht besser. Es wäre gut, wenn er begreifen kann, dass die Stärke nicht daran liegt, niemals Schwäche zu zeigen; sondern eben Schwäche zeigen von großer Stärke zeugt.

Ich denke Adams Verzweiflung, die Leo manchmal in seinem Blick erkennen kann, liegt daran, dass ein hoher Druck auf ihm lastet, weil er allen, aber vor allem sich selbst gerecht werden will.
Aber wahrscheinlich liegt das mitunter auch daran, dass er manche Sachen — zum Beispiel die Dinge über seinen „Auftrag“ von Frau Svobodová oder das Leo und Caro in einer Wohnung zusammen leben — noch immer nicht auf Anhieb weiß.

Yay, Leo lernt endlich Frau Svobodová kennen, oder eher umgedreht, da Frau Svobodová deutlich mehr über Leos weiß als Leo über Alina Svobodová.

Adams Verhalten gegenüber Frau Svobodová finde ich aber keinesfalls in Ordnung. Es war ziemlich vorhersehbar, dass sie sich Sorgen macht und dass sie so warmherzig wie immer ist; Adam weist ihre Hilfe aber einfach so ab und vergreift sich eindeutig im Ton.
Auch wenn sie sich verhält als sei sie Adams Mutter, jedenfalls ist das Adams Eindruck, meiner allerdings weniger; mütterlich ja, das ist ihre Art, aber nicht als wäre sie seine Mutter.
Ich kann dann auch zum Teil nachvollziehen, dass ihm dieses Verhalten vor den Kopf stößt, weil seine eigene Mutter in dem Fall wirklich komplett versagt hat.
Das heißt jedoch keinesfalls, dass sich jemand anderes mütterlich verhalten darf, dass jemand anderes sich Sorgen um ihn machen darf, dass jemand anderes ihm mit Herzlichkeit entgegentreten darf. Denn genau das braucht Adam. Und Frau Svobodová ist eindeutig die richtige Person für sowas. Adam ist schon eigentlich, zumindest was die Entlohnung angeht, sehr gut zu ihr; ich denke da darf sie zuzüglich des Putzens, was sonst natürlich im Welten zu schlecht bezahlt ist, ihm auch Wärme entgegenbringen.

Dass Adams Gesundheit schlechter ist als Leo und auch die Ärzte bisher vermutet haben, ist natürlich schrecklich. Aber Adam tut das einfach ab — und das ist gar nicht gut. Sollten die Rippen jedenfalls gebrochen sein, kann das auch durchaus gefährlich werden.
Leo ist leider ein bisschen zu loyal und zu empathisch, um Hilfe in Form eines Arztes zu holen, was er eigentlich hätte tun müssen, wenn man sich Adams Lage anschaut. Er tut gleichzeitig also das Richtige und das Falsche, befindet sich mehr oder weniger in einer Zwickmühle.
Was Leo aber wirklich gut macht ist, dass er sich so gut um Adam kümmert, sodass er wenigstens was zu Essen hat (sofern er das denn isst) und so gut es geht für Adam da ist, sonst wäre es wohl arg kritisch mit Adam.

Das Ende mit Leo und Caro, die dann wohl ja Geburtstag hat, das ist wieder etwas aufgelockerter und lustiger!
Die Fragen kann Adam zumindest beantworten, was mir aber Sorgen bereitet ist, dass er im Tiefschlaf war, was an für sich ja gut wäre, mich aber befürchten lässt, dass er wieder Rohypnol genommen hat.

Ich bin gespannt, was du im nächsten Kapitel für uns auf Lager hast!

Ganz liebe Grüße, dir ein schönes Wochenende und schon einmal frohe Ostern!
NotMyName

Antwort von ToniLilo am 04.04.2021 | 00:57 Uhr
Hallo NotMyName,

vielen Dank für Dein abermals so langes Review und natürlich auch für das große Lob gleich zum Eingang :-). Es freut mich, wenn Dir das Kapitel zugesagt hat.

Was Adams Zustand anbelangt, so kann ich nur in allem dem zustimmen, was Du hier so schön auf den Punkt gebracht hast. Das Hauptproblem an der Geschichte ist tatsächlich, dass Adam sich selbst nicht eingestehen will, wie es um ihn steht, und das dementsprechend auch den Ärzten nicht kundtut, weshalb sie ihn entlassen, anstatt ihn durchzuuntersuchen.

Ruhe bräuchte Adam unbedingt und diese findet er leider weder im Krankenhaus noch zu Hause. Trotzdem wäre für ihn aus den von Dir so wunderbar treffend angeführten Gründen das Krankenhaus vorerst wenigstens die bessere Wahl. Seine Haltung, niemals Schwäche zeigen zu wollen, wird er nämlich so schnell nicht ablegen können, doch hat er im Krankenhaus deutlich weniger Spielraum, diese auszuleben. Durch seine Einstellung setzt er sich selbst jedenfalls enorm unter Druck, was dann, wie Du so richtig zusammenfasst, auch eine gewisse Verzweiflung nach sich zieht.

Das dachte ich mir schon, dass Dir das gefallen könnte, dass Leo und Frau Svobodová aufeinandertreffen :-), aber die beiden harmonieren ja auch, was ihre Grundzüge anbelangt, recht gut. Adam weiß sich ihr gegenüber jedenfalls wirklich nicht zu benehmen, da stimme ich Dir vollkommen zu, wenn sein Verhalten natürlich auch, wie Du so treffend aufgeschlüsselt hast, ein Stück weit nachvollziehbar ist. Trotzdem entschuldigt das seinen Ausrutscher keineswegs.
Ich finde auch nicht, dass Frau Svobodová ihn bemuttert, sie möchte sich einfach um ihn kümmern, aber Adams Toleranzgrenze ist hier, wie in so vielen Punkten, nur ganz kurz über null angesetzt.

Da hast Du vollkommen recht, dass sowohl Adam als auch Leo ein wenig zu großzügig mit Adams Gesundheitszustand umgehen. Aber, wie Du so richtig schreibst: Wenigstens kümmert sich Leo, so gut er nur kann, um seinen Freund, was diesem bestimmt guttut.

Das Ende war ein wenig zwiespältig, da hast Du recht. Leo hat es im Augenblick gar nicht einfach, weil er sich tagtäglich in genau diesem Spannungsfeld zwischen Adam und Caro befindet, aber wenigstens hat Caro sich ein wenig beruhigt.

Hab nochmals ganz lieben Dank für Dein wunderbares Review! Dir auch frohe Ostern und geruhsame Feiertage!

Ganz liebe Grüße von

Deiner Toni
31.03.2021 | 17:22 Uhr
Liebe Toni!
Empathie ist das Wort des Kapitels!
Empathie haben sie alle keine, am ehesten bemühen sich Pia und Leo.
Aber mit der Empathie ist das so eine Sache. Manchmal will man sie abstellen, weil man nicht mehr kann,
oder weil es auch zu sehr weh tut, zu fühlen, was andere fühlen. Weil man zu erschöpft ist.

Immerhin das mit den Drogen stimmt.
Und auch, dass Adam eine tickende Zeitbombe ist und vermutlich den Point of no return schon überschritten hat, wo er selbst einen Zusammenbruch noch verhindern kann.
Caro hat schon den professionellen Blick,
aber Familie sollte man nicht therapieren, da fehlt die professionelle Distanz.
Und wie sollte sich auch wissen, wenn weder Leo noch Adam sich ihr gegenüber öffnen.

Natürlich trägt Caro Adam die HellMill mit Patrick nach. Und doch war langfristig gesehen Adams Eingreifen die Rettung.
Auch sie braucht Leo gerade sehr.
Alle brauchen Leo. Und dann verurteilt ausgerechnet Caro ihn, dass er sich für alle anderen aufopfert und nicht auf sich achtet.
Wobei wir wieder bei der Empathie vom Anfang wären.

In meinem Profil sitzt Osterhasi schon im HomeOffice leider.
Ab heute 20 h wird Wien mit Ganztagsausgangssperre abgeriegelt von den benachbarten Bundesländern.
Trotzdem schöne restliche Karwoche dir.
Und nimm dir jede Zeit, die du brauchst.
R ღ

Antwort von ToniLilo am 02.04.2021 | 16:17 Uhr
Liebe Net Sparrow,

vielen lieben Dank Dir für Dein so einfühlsames und langes Review und natürlich auch für Deine Geduld beim Warten auf meine Antwort darauf. Das hat es mir ermöglicht, entspannt an meiner Geschichte weiterarbeiten zu können.

Du hast vollkommen recht: Empathie ist das Wort des Kapitels und eigentlich auch das Wort, das die ganze Geschichte überschreibt, da sie allen in mehr oder weniger ausgeprägtem Maß abgeht. So etwas kann nur jemand so treffend auf den Punkt bringen, der über so viel Empathie verfügt wie Du. Empathen müssen auf sich aufpassen, da hast Du vollkommen recht; tu das bitte auch selbst.

Das stimmt, Caro hat den professionellen Blick im Psychologischen, aber es hat seinen Sinn, dass man Familie und Freunde nicht therapieren sollte, das hat mir auch eine Freundin erzählt, die in diesem Bereich unterwegs ist. Bestimmt ist das eine Zwickmühle, denn man würde gern helfen, sollte es aber eben wegen der fehlenden Distanz gerade nicht tun.

Ja, Adams Auftritt im Hellmill war langfristig gesehen richtig, belastet Caro aber natürlich, weil sie einen weichen Charakter hat.

Das stimmt, alle brauchen Leo, alle reißen deshalb auch ein Stück weit an ihm. Wie hast Du das einmal so schön geschrieben? „Leo stemmt da ganz schön was“ und muss vermutlich auch aufpassen, dass es nicht zu viel wird. Dass Caro ihm sein Engagement vorwirft, zeigt tatsächlich, dass sie über weniger Empathie verfügt, als man vermuten könnte.

Ach Du jemine – das ist aber ein Zustand bei Euch im Nachbarland, der zu denken gibt. Da tut ihr mir sehr, sehr leid. Gerade zu Ostern ist das sehr hart. Tatsächlich gilt bei uns in München ab morgen, spätestens ab übermorgen auch wieder eine Ausgangssperre, allerdings nur nachts.
Es freut mich aber zu sehen, dass Du Deinen Humor in diesem ganzen Wahnsinn noch nicht verloren hast – Dein Profilbild zeigt das.
Ich wünsche Dir nun viel Kraft, Durchhaltevermögen, Zuversicht und trotz allem Lebensfreude und strahlende Momente an Ostern, die ein Stück weit das derzeitige düstere Geschehen überdecken mögen!

Ganz liebe Grüße nach Wien und eine virtuelle Umarmung von

Deiner Toni
31.03.2021 | 08:25 Uhr
Liebe Toni,

Erst einmal: Das ist gar nicht schlimm mit den nicht beantworteten Reviews, ich kann warten :).

Zweitens: Das Kapitel hat mir richtig gut gefallen!

Drittens: Ich weiß gar nicht was ich hierzu schreiben soll, aber irgendwie hat das Kapitel bei mir ein Gefühl der Erleichterung ausgelöst. Wäre das möglich, würde ich Caro drücken wollen und ihr „danke!“ dafür sagen, dass sie endlich mal Klartext geredet hat! Sonst reden ja alle nur immer um das Problem herum, kommunizieren nie das, was sie eigentlich meinen; da hat es unglaublich gut getan zu lesen, dass das eine Person endlich einmal macht.
Denn Caro hat definitiv recht mit dem was sie sagt (mir ist aufgefallen, dass ich davon auch schon Einiges vermutet habe):

- Adam definiert Leos Leben, ob der sich das jetzt eingestehen will oder nicht.
- ergo führt das dazu, dass Leo sein ganzes Leben nach ihm ausrichtet
- Leo macht sich immer unglaubliche Sorgen um Adam und...
- ...währenddessen versucht er, mit seiner eigenen Schuld klarzukommen, was er aber so nicht wirklich schafft, da...
- ...Adam auch irgendwie mit dem Geschehenen, mit dem was sein Vater ihm angetan hat, fertigzuwerden versucht
- Dabei unterdrückt er jegliche Emotionen, er lässt sie nicht zu (vielleicht, wie ich schon vermutet habe, weil sein Vater Emotionen als „schwach“ bezeichnen würde und Adam immer noch sehr unter dessen Einfluss steht, was er wiederum auch nicht wahrhaben will)
- Dieses ganze Leugnen führt wiederum zu Wutausbrüchen, wenn das „Fass mal wieder überläuft“, da Adam zu lange zu viele Emotionen unterdrückt hat
- Das bekommt auch Leo mit, der sich noch mehr Sorgen um Adam macht, da der...
- ...auch seine Gesundheit vernachlässigt und wie Caro sagt, jeden Tag am Rand des Zusammenbruchs schwebt
- Das frisst Leo aber quasi auf und macht ihm zusätzlich zu schaffen
- Adam ist also wirklich eine tickende Zeitbombe, die jeden Moment hochgehen könnte
- Weil er sich seinem Trauma aber nie gestellt hat, noch es vor sich selber zugibt, kann er auch nicht in Behandlung; auch Andere haben es schwer seine Lage richtig einzuschätzen, weil er deshalb ja niemals drüber reden würde
- Das führt wiederum dazu, dass er andere gefährdet
- Caro hat recht, Adam nimmt mit Rohypnol Drogen, was seine Situation nochmals verschlimmert und gefährlicher macht; das auch, weil er es mit dem Alkohol auch immer ganz gut zu meinen scheint und die Kombination macht‘s auch

Also diese Eindrücke von Adam, die ja alle stimmen, zusätzlich, dass sie sieht, wie sehr Leo das alles auffrisst, wie sehr ihm das definiert, weil es tatsächlich oft „Adam hier, Adam da“ ist, kombiniert mit dem Erlebnis im Hellmill, wo sie sich eigentlich etwas anderes erhofft hat und obwohl Adam es gut meinte und sie „gerettet“ hat, hatte ske Angst vor ihm; wird ihre Lage, ihr Standpunkt und ihr Unmut durchaus nachvollziehbar, weil sie das ja auch selber fertig macht; sie war schließlich so gut wie die ganze Zeit über traurig und hat zuvor wenig mit Leo geredet.

Leos Reaktion ist nachvollziehbar, zeigt aber auch, dass er das, was Caro sagt, nicht wirklich wahrhaben will. Er will den Ernst der Lage nicht ansehen, weil er in seiner „Alles ist so wie immer“-Blase lebt.

Das Ende des Gesprächs war dann, trotz des ernsten Anfangs, der bei dem Thema auch nötig war, dann zum Glück wieder lockerer.

Mir hat die Einladung in das Restaurant super gefallen, genauso die Frage nach Birgit. Weshalb Leo DAS wohl wissen will... ;) XD? Ausgerechnet Birgit.

Ich freue mich schon richtig darauf zu lesen, wie es weitergeht!
Herzliche Grüße,
NotMyName

Antwort von ToniLilo am 02.04.2021 | 16:01 Uhr
Hallo NotMyName,

vielen Dank für Dein so liebevoll detailliert geschriebenes Review auch zu diesem Kapitel und natürlich für Deine Geduld beim Warten auf meine Antwort darauf, das hat mich beruhigt an der Geschichte weiterarbeiten lassen :-).

Es freut mich, dass Dir das Kapitel gefallen und Dir eine solche Erleichterung verschafft hat. Du bist eben ein sehr tieffühlender Mensch. Ich finde es faszinierend, wie man emotional bei einer Geschichte so mitgehen kann.
Aber ja, Du hast vollkommen recht, wenigstens sagt Caro einmal, was Sache ist, während die anderen dazu nicht fähig sind. Vielleicht ist das eben doch Caros ausgeprägter zwischenmenschlicher Kompetenz geschuldet.

Es wundert mich gar nicht, dass Du zwischen dem, was Caro sagt, und dem, was Du bisher analysiert und bemerkt hast, Parallelen entdeckt hast, so psychologisch begabt, wie Du bist :-).
Du hast wunderbar aufgeschlüsselt, wie das ganze Beziehungsgefüge zwischen Adam, seinem Vater und Leo ein verzwickter Teufelskreis aus Schuld, verdrängten Traumata und uneingestandener Schwäche ist, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint, was unsere beiden Kommissare und dadurch indirekt auch Caro belastet. Durch die Ausdehnung des Ganzen über 15 Jahre hat das Ganze eine definitiv schädigende Dynamik angenommen und mit Adams Rohypnolkonsum schon längst eine Grenze überschritten, ab der es gefährlich ist und für alle weiter werden kann.
Vielen Dank Dir für die Beleuchtung all dieser Zusammenhänge!

Ich denke auch, dass vollkommen verständlich ist, dass die ganze Konstellation Caro schwer zu schaffen macht, da es sie eben beeinträchtigt, zu sehen, wie sehr Leo unter der Situation leidet, sie aber auch am eigenen Leib erleben musste, wie es ist, wenn Adam vollkommen impulsiv und unberechenbar vorgeht.

Sehr treffend hast Du Leos Haltung beschrieben: Er lebt in einer „Alles ist so wie immer“-Blase. Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
Aber glücklicherweise hat er durch die Einladung ins Restaurant wenigstens die Kurve gekriegt, was sein Verhältnis zu Caro anbelangt.
Und Birgit, tja – warum er wohl gerade auf sie zu sprechen kommt ;-)?

Ich danke Dir nochmals sehr herzlich für Dein wunderbares Review und wünsche Dir ganz frohe Ostern sowie ruhige und erholsame Feiertage!

Ganz liebe Grüße

Deine Toni
30.03.2021 | 19:07 Uhr
Liebe Toni!
Na die Ärztin weiß ja noch nicht, was sich Adam so einwirft.
Hoffentlich bleibt er lange genug im Spital, damit sie das merken.
Aber er kriegt im Spital ja auch „Drogen“, die verschleiern das vermutlich.
Ansonsten sind das alles ganz „normale“ Adam-Symptome :)
Die Krankenschwester ist so lieb, aber das darf ja in Corona-Zeiten alles nicht mehr sein.

Die Gehirnerschütterung scheint trotzdem heftig zu sein.
Aber dass er so Aussetzer hat, macht mir große Sorgen.
Hoffentlich wird ihm bewusst, was für gute Kollegen er letztlich doch hat.

Und nun ist sein Vater und Mutter auch in der Nähe.
Hoffentlich schließt keiner der Spitalsangestellten auf die Namen Schürk.
Leo besuchte Adams Vater aus Schuldgefühl.
Leo hat ihn ein 15jähriges Koma geschlagen um Adam zu retten?
Eine erträgliche Karwoche wünscht dir
R இ

Antwort von ToniLilo am 02.04.2021 | 15:37 Uhr
Liebe Net Sparrow,

vielen Dank für Dein so ausführliches Review! Da ich es gebührend beantworten wollte, komme ich leider erst jetzt dazu.

Da hegst Du die gleiche Hoffnung und den gleichen Gedanken wie NotMyName und hast vollkommen recht: Es täte Adam definitiv gut, würde er länger im Krankenhaus bleiben, wenn dort auch, wie Du so richtig schreibst, die verabreichten Medikamente seine Abhängigkeit wahrscheinlich nicht zutage treten lassen.
Hihi, ja, das sind „Adam-Symptome“, was die Ärztin aufgezählt hat, daher auch Leos Bedenken, dass er ihr Auftreten überhaupt überprüfen kann.
Tatsächlich habe ich schon einige so herzliche Krankenschwestern erlebt, aber, wie Du richtig schreibst, Corona schränkt uns da stark ein und kostet uns leider viel Zwischenmenschliches, aber es wird ganz bestimmt auch einmal wieder besser werden.

Ja, auch wenn es sich „nur“ um eine Gehirnerschütterung handelt, Adams Zustand ist trotzdem besorgniserregend. Aber vielleicht rückt die ganze Situation wenigstens in Adams Perspektive auf seine Kollegen einiges gerade.

Vollkommen richtig, ja, das glaube ich auch, dass Leo Adams Vater vor allem seines Schuldgefühls wegen besucht hat, denn – ja, genau so ist es – sein Schlag, um Adam zu retten, war eben der Grund für ein 15-jähriges Koma bei Adams Vater, wenn er das natürlich auch nicht beabsichtigt hatte.

Nochmals vielen lieben Dank Dir für Dein Review und viel Kraft und Zuversicht für diese wieder außergewöhnlichen Ostern, doch trotzdem auch Lebensfreude und lichte Momente!

Ganz liebe Grüße von

Deiner Toni
30.03.2021 | 18:03 Uhr
Liebe Toni,

Wow! Da hast du tatsächlich wieder einmal ein richtig langes und auch sehr aufschlussreiches Kapitel geliefert und das nur einen Tag nach dem Hochladens des letzten Kapitels. Ganz schön ehrgeizig, wie ich finde.

Zunächst freut es mich natürlich sehr, dass Adam noch mit einer Gehirnerschütterung weggekommen bist und ich finde es sehr gelungen, wie du darstellst, dass Leo sich Sorgen macht und wartet, weil ich denke, dass die Atmosphäre des Bienenstocks, wie Leo es bezeichnet und verspürt, sehr passend ist.
Dass Adam jetzt jemanden braucht, der ihm zur Hand geht, tut ihm sicher gut, auch wenn er eigentlich keine Hilfe mag, was vermutlich auch an der Be- oder eher gesagt Misshandlung durch seinen Vater liegt, auf was ich aber später nochmal zu sprechen kommen werde (weil, yay, neue Dinge, die ich analysieren kann!). Aber so ist wenigstens jemand für ihn da und ein „Für-ihn-da-sein“-Gefühl, das braucht Adam jetzt, damit er merkt, dass er anderen Leuten nicht egal ist.
So ganz sicher bin ich mir allerdings nicht, dass es für Adams Wille zur Änderung gut ist, dass er es nicht so schlimm erwischt hat. Natürlich will ich ihm nichts Schlimmeres an den Hals wünschen, aber ich denke schon, dass es für ihn besser gewesen wäre, würde sein Krankenhausaufenthalt ein bisschen länger verweilen, weil so auch die Ärzte kaum eine Chance hatten zu bemerken, wie schlecht es um Adam steht.
Auch dass Leo das Bild des „Bodybuilders“ vor Augen hat, der Adam immer und immer wieder auf den Boden wirft, das ist vollkommen verständlich. Leos ständige angst um Adam ist schließlich nicht unbegründet, weil Adam sich oft unüberlegt in Gefahren begibt.

Bei Leos Anruf an Esther habe ich ja erst gedacht: „Huch, wieso ist die plötzlich so nett?“; konnte den Ausdruck dann aber nach dem gehässigen Lachen und insbesondere nach dem Gespräch mit Pia revidieren. Man sollte doch wenigsten ein kleines bisschen Mitgefühl haben, aber irgendwie ist Esther noch immer eiskalt und boshaft, ohne dass es sie dabei interessiert, welchen Effekt ihre Worte und Handlungen auf andere Leute haben. Vielleicht ist sie aber auch ein bisschen sadistisch, denn sie freut sich ja schon fast daran, wenn es anderen schlecht geht. Jedenfalls denke ich, dass nicht nur adam mal einen Denkzettel verpasst bekommen sollte, sondern auch Esther, zumal die für ihr Verhalten nicht die besten Gründe hat, es sei denn, sie will damit alle Kollegen und Kolleginnen auf Abstand halten, damit es sie nicht so sehr trifft, würde denen etwas passieren, weil sie ja mal einen Partner im Dienst verloren hat.

Ich mag die Krankenschwester(?) ja. Die ist nett, fürsorglich und erkennt, wenn Personen von ihrem Verhalten her nicht in Ordnung sind.
Gut gefällt mir übrigens auch, dass Adam beruhigt ist, als er sich daran erinnern kann, dass es Leo gut geht, wenn er auch sonst noch eine Erinnerungslücke zu haben scheint, wie man später an seinem Gespräch mit Leo merkt.
Ja, und dann kam ja Adams Vater. Also ich muss schon sagen, während seine Mutter Mitleid mit Adam hat, aber von ihrem Mann total eingeschüchtert scheint, ist der ein wahres Ekel. Wie der mit Adam umgeht! Adam ist nicht schwach. Man kann von einer Gehirnerschütterung komplett ausgeknockt sein. Und nein, Adam braucht keine Hilfe. Also doch schon, wegen seinem Vater und dem Verhalten, dass durch die Misshandlung entstanden ist. Aber nicht wegen der Gehirnerschütterung. Zumal das auch gerade der Richtige sagt, der ohne seine Frau auch nicht mehr weit kommen würde und deshalb selber noch viel mehr auf Hilfe angewiesen ist als Adam. Ach, und außerdem: Aus Adam ist sehr wohl etwas geworden! Also die Karriere hätte sein Vater bestimmt niemals hingelegt. Außerdem zeigt das Misshandeln Anderer auch eine gewisse Schwäche und dass man mit sich selbst nicht klar kommt (vielleicht ist das ja auch bei Esther so?, bei Adam merkt man jedenfalls, dass seine Verschlossenheit und seine Art immer auf Konfrontationskurs zu sein, daher zeugen, dass er manche Sachen vor sich selbst leugnet, zum Beispiel, dass es ihm garantiert nicht gut geht). Und dass das so ist, da wird hier auch ganz gut der Grund deutlich... Also wenn man oft genug gesagt bekommt, man sei schwach, sieht man bestimmte Dinge, die gar nicht schwach sind irgendwann auch als schwach an und verbietet sich selber „schwach“ zu sein.

Adams Vater ist Leo verständlicherweise auch nicht in guter Erinnerung geblieben. Überraschend ist es aber, dass Adams Vater Leo mag und ihn als das komplette Gegenteil von Adam, als gut sogar, ansieht. Durchaus ist es so, dass Leo und Adam sehr verschieden sind, allerdings ist die Beurteilung durch ihr Umfeld genau das Gegenteil, vielleicht nicht ganz so extrem, der von Adams Vater.

Gut finde ich auch, dass Adam Leo versichern kann, dass sein Vater sich an nichts erinnern kann. Ich denke, dass ist gut für sie beide und für Leo auch, weil er so ein bisschen von seiner Schuld entlastet wird.
Auf das Gespräch zwischen Leo und Adam werde ich jetzt nicht näher eingehen, aus dem Grund, dass ich es prima finde, genauso, wie du es geschrieben hast. :)
Obwohl, das „‚Zum Glück bist du da‘“ hat mir besonders gefallen. Ich denke, dass es an der Zeit ist, dass Adam sowas sagt und es auch so empfindet, dass Leo da ist. Auch hier: Ich denke, das gibt beiden eine gewisse Sicherheit.

Nun zu Pias Besuch bei Adam. Ich finde echt super, wie du ihre Gefühle mit all ihren Zweifeln und Sorgen darstellst. Obwohl der Besuch zwar sehr kurz ist und Adam schläft, ist er trotzdem sehr, sehr schön.
Außerdem mag ich die Krankenschwester immer noch, wie sie plötzlich so fröhlich gestimmt ist, als Pia ihr sagt, dass sie „nur eine Kollegin“ ist, weil sie eben weiß, dass Kollegen in Adams Fall meistens nett sind und Angehörige meistens genau das Gegenteil davon.

Ich bin sehr gespannt, was das nächste Kapitel bietet! :)
Ganz liebe Grüße,
NotMyName

PS: Ich freue mich schon riesig auf „Der Herr des Waldes“, vor allem, weil von den Kritikern, von denen man so liest, bisher nur Begeisterung zu vernehmen ist und sich das und auch sonst alles, was man hört und liest, sehr vielversprechend anhört! ;)

Antwort von ToniLilo am 02.04.2021 | 15:27 Uhr
Hallo NotMyName,

endlich komme ich dazu, Dein unglaubliches Review zu beantworten, denn das wollte ich mit der gebührenden Ausführlichkeit machen können, wofür ich leider erst jetzt die Zeit gefunden habe.
Vielen, vielen Dank für Dein großartiges Wortgeschenk! Da war nicht nur mein Kapitel lang; Dein Review macht dem alle Ehre. Ganz lieben Dank Dir für all die Zeit und Mühe, die Du darein investiert hast!!

Es freut mich, dass Du das Kapitel aufschlussreich fandest. Es ist rechtes Stückwerk, erlaubt dadurch aber die Beleuchtung der Geschehnisse aus ziemlich vielen Perspektiven, was Dir wiederum viele Analysemöglichkeiten bietet :-D.

Danke Dir für Dein Lob zur Darstellung von Leos Warten. Wahrscheinlich war das unterbewusst meine eigene Erfahrung in Krankenhäusern, die glücklicherweise nicht sehr umfassend ist, aber immer gezeigt hat, dass ein Krankenhaus, so paradox es klingt, eigentlich kein Ort ist, um wieder gesund zu werden, weil es eben wirklich ein ständiges Kommen und Gehen ist.
Ja, da hast Du vollkommen recht: Adam braucht definitiv die Bestätigung, dass er anderen nicht egal ist. Dementsprechend wäre es wahrscheinlich wirklich besser, er würde noch länger im Krankenhaus bleiben, denn freiwillig kümmert er sich um sich ja nicht, erzählt niemandem davon, wie es wirklich um ihn steht, und stürzt sich am Ende, wie Du schreibst, unüberlegt in die nächste Gefahr.

Hihi, da ging es Dir ja bei Esthers Anruf wie Leo, aber, wie Net Sparrow es einmal so schön geschrieben hat: Im „Polizeikommissariat mit dem schlechten Betriebsklima“ ist so schnell von einer Besserung der Verhätlnisse leider nicht auszugehen. Du hast recht, ja, Esther hat definitiv sadistische Züge, aber noch interessanter finde ich Deine Interpretation, dass sie sich vermutlich deshalb so boshaft verhält, weil sie nicht noch einmal erleben möchte, wie sehr es sie mitnimmt, wenn einem ihrer Teamkollegen etwas passiert. Dadurch hätte sie dann doch eine menschliche Seite.

Ich finde es so schön, dass Du immer ein Herz für die freundlichen Nebenfiguren hast. Da macht es gleich viel mehr Spaß, solche zu erfinden und damit zu arbeiten.
Gut, dass wenigstens die Krankenschwester Adam ein Stück weit vor seinem Vater schützt, denn dieser ist schon wirklich ein Teufel. Ich stimme Dir in allen Punkten zu. Es ist vollkommen normal, dass Adam von seiner Gehirnerschütterung vorerst vollkommen beeinträchtigt ist, doch nimmt sein Vater das sofort zum Anlass, um Adam in jeder Form herunterzumachen, dabei hat Adam wirklich viel erreicht, das sehe ich genauso wie Du. Sehr interessant ist an dieser Stelle wieder einmal Deine Interpretation: Es ist definitiv so, scheint mir zumindest auch, dass Adams Vater selbst schwach ist, nicht nur körperlich gerade, sondern eben auch charakterlich, was er nicht akzeptieren kann, sodass er versuchen muss, das zu verbergen. Genau diesen Komplex hat er an Adam ausgelebt und ein Stück weit auch auf ihn übertragen, weswegen er, der eigentlich stärker als sein Vater ist, sich jede Schwäche verbietet. Danke Dir für die Betrachtung dieses Zusammenhangs, das macht einiges klarer.

Adams Vater projiziert meiner Meinung nach einfach einige Dinge auf Leo, was dieser aber verständlicherweise nicht schätzt. Wenigstens erfährt er durch Adam, dass dessen Vater sich nicht an den Vorfall vor 15 Jahren erinnern kann.

Danke Dir für Dein Lob zum Gespräch zwischen Adam und Leo, das freut mich sehr :-).
Bestimmt haben sie sich ein bisschen angenähert, genauso wie Pia und Adam, ohne dass Adam etwas davon weiß.

Nochmals ganz, ganz lieben Dank Dir für Dein so ausführliches Review mit den verschiedenen Interpretationsansätzen! Es freut mich jedes Mal wieder, zu sehen, wie Du auch die kleinsten Details aufgreifst, um sie zu analysieren. Ich glaube, wir hätten die Geschichte zusammen schreiben sollen; bei Deinem Blick hätten wir das Ganze deutlich vielschichtiger gestalten können mit interessanten Handlungswendungen und intensivierten psychologischen Hintergründen. Aber so kann ich wenigstens Deine Gedanken zu meiner Geschichte genießen, das ist für mich äußerst wertvoll.

Ganz liebe Grüße und eine virtuelle Umarmung von

Deiner Toni

PS: Ich freue mich auch schon mächtig auf Montagabend und bin ganz hibbelig, was sie sich für den zweiten Teil des schnuckeligen Teams haben einfallen lassen. Danke Dir für den Hinweis auf die positiven Kritiken – das gibt doch Hoffnung und erhöht die Vorfreude noch einmal ungemein :-).
28.03.2021 | 19:36 Uhr
Liebe Toni!
Adam wird bald zusammenbrechen.
Ich wäre es schon, einfach nur, wenn ich in so einer vergifteten Atmosphäre bloß arbeiten müsste selbst als gänzlich als Unbeteiligte.

OMG, was hast du mir jetzt für eine Angst um Adam gemacht.
Den Drogendeal haben sie vereitelt. Um welchen Preis für Adam. Oder ist er jetzt tief genug unten, damit es aufwärts gehen kann?
Ich denke, Adam gehört ins Spital und dort nach einer Durchuntersuchung auf Entzug.
Schönen Palmsonntag-Abend!
R ஜ

Antwort von ToniLilo am 29.03.2021 | 00:40 Uhr
Liebe NetSparrow,

vielen Dank Dir für Dein emotionales Review!

Ich würde die Arbeitsatmosphäre und die Belastungen, denen Adam ausgesetzt ist, auch nicht aushalten.

Wie schön, dass Du so mitfieberst und Dir solche Sorgen um Adam machst.
Ja, der Erfolg von Leos und Adams Einsatz war zweifelhaft, das stimmt. Und ich denke, Du hast recht, wenn Du schreibst, dass Adam ins Krankenhaus und danach in eine Entzugsklinik gehört. Alles nicht so einfach …

Danke Dir, meine Liebe, Dir einen guten Wochenbeginn!

Ganz liebe Grüße

Deine Toni
28.03.2021 | 09:09 Uhr
Liebe Toni,

Vielen Dank für das wunderbare Kapitel!

Oh, oh, Adams momentaner Gesundheitszustand ist wohl gerade an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Wie immer ist er blass und so etwas, aber nicht mal seine üblichen verschlossenen, kühlen, abschätzigen Reaktionen sind noch da. Er reagiert einfach überhaupt nicht mehr wirklich und das ist natürlich mehr als besorgniserregend.
Findet wohl auch Pia, denn ich finde, man konnte richtig gut nachvollziehen, weshalb sie sich so große Sorgen gemacht hat, sie aufgrund Adams Ignoranz aber auch ein wenig wütend ist, schließlich geht er ja nicht unbedingt herzlich mit ihr um, zumal sie auch als Einzige weiß, dass er Rohypnol nimmt und das Teil seines „Drogencocktails“ war. Das Einzige was von außen kam, das waren quasi die K.o.-Tropfen. Ich denke sie hat vor einem Interessenkonflikt gestanden: Zum einen hat sie Adam versprochen nichts zu sagen und möchte loyal bleiben und zum anderen ist sein Verhalten ihr gegenüber im Moment auch nicht gerade toll, weshalb sie überlegt das Versprechen zu brechen und ihn aufgrund seines teilnahmslosen Verhalten anschwärzen will, jedenfalls denke ich das, da sie sich ja schließlich auch große Sorgen macht.

Auch Leos finstere Stimmung kann ich git verstehen, auch er sorgt sich sehr um Adam, bemüht sich, freundlich und für ihn da zu sein, bekommt aber nichts als Ignoranz entgegengesetzt, die Ablehnung gleicht. Außerdem hat Leo mit Caro auch noch andere Sorgen, über die er sich den Kopf zerbricht, während er gleichzeitig auch merkt, wie schlecht es Adam geht, an seiner Freundschaft aber teilweise Zweifel hegt, da Adam ihm eben nichts entgegenbringt.

Vielleicht ist es ja gut, wenn Adam jetzt ins Krankenhaus kommt. Zweimal mit dem Kopf (und dem Rücken) gegen den Boden aufgeschlagen, das ist schon heftig. Wenigstens haben Leo und Adam aber einen Täter, der mit dem Hellmill zusammenhängt. Hoffentlich zumindest. Irgendwie habe ich nämlich das Gefühl, dass Adam irgendwen in ihm wiedererkannt hat, seinen Vater vielleicht, weshalb er ihn gleich las Täter erkannt hat. Zwei Dinge sind aber sicher: Der Mann scheint ziemlich brutal zu sein und das Messer, das er dabei hatte, lässt ihn auch nicht gerade unschuldig erscheinen. Vielleicht hat Adam den Täter aber eben auch nur deshalb so komisch beäugt, weil er nicht mehr wusste, was passiert war. Wenn ich mich recht erinnere, ist das nach sowas gar nicht mal so unüblich, dass man die Erinnerung verliert, weil das irgendein Schutzmechanismus des Körpers ist.
Allerdings konnte Adam ja kaum noch die Augen offen halten, was zumindest dafür spricht, dass er auch vorher schon ziemlich am Ende war. Zwar ist da jetzt kein Blut, w vielleicht gibt es ja innere Verletzungen, mindestens aber mal eine Gehirnerschütterung. Was Adam aber braucht ist psychologische Behandlung — und eine Entzugsklinik. Ich bin schon recht froh, dass wenigstens die Rettungssanitäterin ihre Arbeit sehr gut und gewissenhaft erledigt hat.

Ich freue mich bereits auf das nächste Kapitel!
Viele liebe Grüße,
NotMyName

Antwort von ToniLilo am 29.03.2021 | 00:29 Uhr
Hallo NotMyName,

ich habe zu danken für dieses wieder einmal so liebevoll detailliert verfasste Review und das große Lob gleich zu Beginn :-)!

Ja, um Adam kann man sich, denke ich, definitiv Sorgen machen, insbesondere auch deshalb, weil er das selbst einfach überhaupt nicht tut.
Adam und herzlich? Das ist eine unvereinbare Kombination ;-). Aber Spaß beiseite, Du hast vollkommen recht, dass Pia richtig in der Zwickmühle ist, für die es auch eigentlich keine Lösung gibt, da beide Alternativen, die sie wählen könnte, keine Option sind.

Genau so ist Leo, wie ich ihn mir denke, das hast Du schön zusammengefasst. Schade, dass Adam auf seine Freundlichkeit und Herzlichkeit, selbst wenn diese im Augenblick der äußeren Umstände wegen ein wenig gedämpft sind, nicht eingehen kann.
MIt Leo möchte man meines Erachtens nicht tauschen, da bei ihm gerade privat alles zusammenbricht, da Caro und Adam sich beide undurchsichtig und verletzend, weil ablehnend verhalten.

Bei der Vorgeschichte fand ich es auch passend, wenn Adam ins Krankenhaus kommt. Den Täter gefasst zu haben, ist sicherlich ein Erfolg, aber bei einem Netzwerk bleibt das Ganze schwierig.
Vielen Dank für Deine so analytischen Vermutungen zum Verhältnis Adams zum Täter! Genau das wollte ich zeigen, dass ihm nicht mehr klar ist, wie er in diese Situation gekommen ist, weil das offenbar nach solchen Schädel-Hirn-Traumen durchaus vorzukommen scheint. Dass das ein Schutzmechanismus des Körpers ist, klingt für mich logisch.
Aber Du hast vollkommen recht, das Ganze geht eigentlich viel weiter. Adam bräuchte auf jeden Fall einen Entzug und eine Psychotherapie.

Danke Dir nochmals für Dein wieder so unterstützendes Review und einen guten Wochenbeginn!

Ganz liebe Grüße von

Deiner Toni
27.03.2021 | 22:40 Uhr
Liebe Toni!
Das hat Leo richtig erkannt. Was er und Adam in der Zwischenzeit erlebt haben, das prägt sie – und hat es wohl unterschiedlich getan. Und sie haben schon lange den echten Kontakt zueinander verloren. Statt dass sie neu angefangen haben, einander kennenzulernen, haben sie einfach wieder an ihrer Kindheit anknüpfen wollen, oder Leo wollte das, und das geht nicht. Was beiden sehr weh tut.

Echt ko-Tropfen oder doch das eigene Rohypnol mit dem Alk? Weil er „im Training“ war. *lol*
Die Kellnerin ist schon eine Type!
Frau Wenzel hat das toll gemacht, Adam zu rehabilitieren.

Es offenbaren sich immer neue Seiten an Adam.
Obwohl Adam hier gar nicht viel vorkam, war er sehr präsent, und es war ein Adam-Kapitel.
Sehr schön!
Lieben Gruß.
R ⌘

Antwort von ToniLilo am 29.03.2021 | 00:17 Uhr
Liebe Net Sparrow,

vielen Dank Dir noch für Dein so nettes und treffendes Review auch zu diesem Kapitel wieder!

Deinem ersten Absatz habe ich gar nichts hinzuzufügen. Bestimmt liegt Leos und Adams eigentliches Problem darin, dass sie beide nicht erkennen wollen, dass sie sich eigentlich gar nicht wirklich kennen, weil sie durch die Zeit, in der sie keinen Kontakt zueinander hatten, stark, vielleicht sogar noch mehr geprägt wurden als durch die Zeit davor.

Tjaja, wieder eine richtige Mutmaßung, was Frau Wenzels Analyse anbelangt :-). Joa, im Training ist Adam schon wirklich, oder?
Da hast Du vollkommen recht, damit hat Frau Wenzel Adam einen großen Dienst erwiesen. Sonst hätte ihm vermutlich keiner wirklich geglaubt, was man aber auch niemandem übel nehmen könnte, so, wie Adam sich aufführt.

Das stimmt, ja, es war ein Adam-Kapitel, und vermutlich wird es auch in den kommenden Kapiteln deutlich Adam-lastig …

Danke Dir nochmals und viele liebe Grüße

Deine Toni
27.03.2021 | 08:24 Uhr
Liebe Toni,

Abermals ein super Kapitel!

Vielleicht übersieht Leo ja nix, was die Brandmarke angeht und er hat einfach noch nicht genug Informationen. Oder aber er übersieht, dass eben die Gleichheit das Wichtige ist.

Oh-oh, Adam ist nicht nur reichlich zu spät, nein, er ist auch noch ziemlich arg zugerichtet, was bei der Schlägerei eigentlich kein Wunder ist. Allerdings überschätzt er sich definitiv.
Und Leo unterschätzt er ganz klar, auch wenn es wirklich auffällig gewesen wäre, wären die beiden zusammen ins Hellmill reingegangen. Aber der Start im Büro war, sagen wir, nicht ganz so herzlich. Was man aber gut merkt ist, dass beide Zweifel and der Freundschaft des jeweils anderen haben — Leo natürlich, weil Adam einfach unnahbar, barsch und emotionslos scheint und Adam, weil er sich in Leo nicht hineinversetzen kann, der sich äußerst vernachlässigt und vor den Kopf gestoßen fühlt, wegen Adams Auftreten. Leo hat sich aber immerhin entschuldigt, etwas, was Adam nicht zu können scheint und auch nicht wirklich aufnehmen zu können scheint.

Aber nun gut, wenigstens die Konferenz war kein einfaches Streitgespräch Esther versus Adam, auch wenn die etwas zu meckern hatte, war das nicht wirklich boshaft.

Aha, Sorins Schwester ist also die mysteriöse Unbekannte vom Ende letzten Kapitels. Das erklärt Einiges, auch weshalb sie so dankbar ist. Ob sie auch zu denen gehört, die zwangsprostituiert werden? Es könnte sein, wegen des Kindes und ihrer Verschlossenheit, aus ebendiesen Gründen könnte es aber auch nicht sein.
Hoffentlich hat sie Pia und Esther noch ein bisschen was erzählt, jedenfalls hoffe ich das für ihr Wohl, da sie so besser zu schützen und der Fall schneller aufzuklären wäre.
Was du aber sehr gut zeigst ist, dass sie sehr mitgenommen und gleichzeitig sehr dankbar, aber auch überaus intelligent scheint.

Huch, wo ist Adam denn jetzt schon wieder hin? Das beste für ihn wäre wohl wirklich in Krankenhaus zu gehen — oder gleich in die Entzugsklinik. Naja, hoffentlich geht es ihn gut. Bei dem was Frau Wenzel da erzählt hat... Irgendwie denke ich ja, das Schlafmittel hat er sich selber eingeworfen, wegen des Rohypnols und so. Aber trotzdem ist es besorgniserregend, dass die Dosis, insbesondere kombiniert mit der der K.o - Tropfen und des Alkohols, tödlich ist. Außerdem ist es auch erschreckend, dass Adam morgens noch über ein Promille Restalkohol im Blut hatte. Da müsste er vorher knapp drei Promille gehabt haben, vielleicht sogar mehr. Jedenfalls scheint Adam ganz entgegen seiner eigenen Aussage absolut nicht kontrollieren zu können, wie viel er trinken kann.
Leo macht sich jedenfalls ganz schön Sorgen, was du, wie ich finde sehr gut darstellst. Aber jetzt hätte ich fast die Kellnerin vergessen.

Die ist also tatsächlich jemand, die versucht hat Adam zu schützen, beziehungsweise von seiner eigentlichen Tätigkeit abzulenken, damit er eben unbemerkt bleibt. Hat ja nur so halb geholfen...
Besonders sympathisch finde ich die trotzdem nicht, zumal sie bestimmt auch mehr weiß und mit den Infos herausrücken könnte.

Ich bin gespannt wie es weitergeht!
Herzliche Grüße,
NotMyName

Antwort von ToniLilo am 29.03.2021 | 00:12 Uhr
Hallo NotMyName,

abermals ein super Review :-) – ich danke Dir ganz herzlich dafür, ebenso wie für die lobenden Worte!

Gut zusammengefasst, ich denke, genau so ist es mit den Brandzeichen, nur ist Leo gerade in einer Stimmungslage, in der er das nicht zu akzeptieren bereit ist, und irgendwie ist er wahrscheinlich auch nur halb bei der Sache, weil ihm die ganzen privaten Geschichten zu sehr im Kopf herumgehen.

Vielen Dank auch für Deine Gedanken zu Adams Haltung zu Leo und zu sich selbst! Adam überschätzt sich in gewisser Hinsicht ganz eindeutig.
Ja, Leo und Adam machen es sich gerade wirklich nicht leicht, was ihre Freundschaft anbelangt, wobei Leo, wie Du schreibst, wenigstens auf Adam zuzugehen versucht, was Adam einfach nicht kann und, ganz richtig, noch nicht einmal annehmen kann.
Wenigstens hält sich Esther diesmal ein bisschen zurück.

Schön sind auch Deine Mutmaßungen zu Sorins Schwester. Du hast definitiv recht: Vertraut sie sich der Polizei an, macht das einiges einfacher.
Das stimmt, intelligent ist sie, denke ich, auf jeden Fall, denn sie weiß nach jedem Strohhalm zu greifen.

Und wieder ein Volltreffer, wie ja das nächste Kapitel zeigt: An vielen Aspekten seines Zustands ist Adam selbst „schuld“ und ein Besuch der Entzugsklinik wäre bei ihm sicherlich angebracht bei seinem Rohypnolkonsum und so, wie er bechert …

Der Wille war bei der Kellnerin definitiv in jeder Hinsicht da ;-), sympathisch macht sie das jedoch noch lange nicht, da stimme ich Dir voll zu.

Nochmals vielen Dank Dir für Deine so treffende Analyse und ganz liebe Grüße

Deine Toni
24.03.2021 | 06:37 Uhr
Liebe Toni,

Erst einmal vielen Dank für die Erwähnung zu Beginn. :)
Außerdem auch danke für dieses tolle Kapitel, zu dem mein Review leider wieder nicht so lang ausfallen wird wie sonst!

Adam hatte dann ja doch noch mehr Erfolg als ich dachte! Zumindest hat er was rausgefunden, wenn das Rausgefundene auch eher „unverständlich“ war, da nicht wirklich etwas rauszulesen war, als dass und was, aber nicht wie und wann. Nicht besonders informativ also.

Zunächst hat mich Adams enormer Alkoholkonsum aber wieder schockiert. Der hat doch vorher schon eine ganze Menge getrunken! Aber weshalb wundert mich das noch? Jedenfalls überschätzt er sich immens. Allerdings scheinen dadurch, dass er so fertig ist, auch Erinnerungen an früher, also an die Qualen, die er durch seinen Vater erlitten hat, durchzudringen, was ich in meinem Review zu letztem Kapitel ganz vergessen hatte zu erwähnen, aber da das hoer nochmal war, kann ich das ja jetzt tun. :)
Auf jeden Fall denke ich, dass sich Adams Gesundheit keineswegs bessert, eher verschlimmert. Es sieht tatsächlich alles noch ziemlich mach Burnout aus — das Betäuben seiner selbst durch trinken, sogar die Knutscherei mit der Kellnerin... Wenn Letzteres in dem Fall auch manchmal seine Vorteile hatte. Dennoch hintergeht er Pia damit in gewisser Weise, an die er sogar noch denkt und das auch wenn da nicht wirklich was zwischen dem beiden ist...

Also das läuft da also ab. Die holen Mädchen aus dem osteuropäischen Ausland um die dann als Drogenhändlerinnen (oder/und Prostituierte?) einzusetzen, wenn ich das richtig verstanden habe. Dass Adam darüber weiß ist zum einen natürlich von Vorteil und auch, dass der eine Mann, mit den Tattoos jetzt „seine Nummer“ (im Kopf) „hat“; zum anderen macht es aber, wie wir ja gelesen haben, auch angreifbar. Ich sag es mal so: Adam scheint in dieser Schlägerei schon ein wenig überlegen, jedenfalls wäre er das, wäre das nir eine Person gegen ihn, oder vielleicht sogar zwei, es scheint allerdings ein ganze Gruppe zu sein. Und natürlich frage ich mich schon ein bisschen, auf wen die vorher eingetreten haben. Vielleicht ja auf den Informanten, Sorin (?), oder auf die Person, die am Ende erzählt. Das Kennzeichen , das sie am Ende erkennt, ich würde ja mal behaupten, dass das zu Adams Auto gehört. So ganz sicher bin ich mir da aber nicht. Wegen des Bs darin. Außerdem auch nicht, weshalb sie sich das überhaupt merken will. Aber es könnte ja durchaus auch sein, dass da noch mehr Leute von der Saarbrücker Polizei drin hängen, aber das hätte Adam doch bemerkt...

Ich bin gespannt, was nächstes Kapitel passiert!
Ganz liebe Grüße,
NotMyName

Antwort von ToniLilo am 26.03.2021 | 23:36 Uhr
Hallo NotMyName,

aber gar nichts zu danken, ich danke DIR für den Hinweis auf die Wiederholung des Tatorts – da werden Dir sicherlich diejenigen dankbar sein, die dadurch erst auf dieses tolle Team gestoßen sind oder nach einer Wiederholung gelechzt haben.
Und natürlich danke ich Dir für Dein wieder einmal so grandioses Review, das doch auch wieder sehr lang geworden ist. Ich weiß es ungemein zu schätzen, dass Du trotz Zeitdruck und Stress so viel Zeit in das Lesen und Reviewen meiner Geschichte investierst. Vielen lieben Dank Dir dafür :-).

Es freut mich, dass Dir das Kapitel gefallen hat!
Ja, ein Erfolg Adams war unter den Grundvoraussetzungen eigentlich kaum anzunehmen, wobei der Erfolg, wie Du so schön schreibst, eigentlich nur relativ ist. Seinen Einsatz wiegen die Informationen, die er erhalten hat, jedenfalls nicht wirklich auf.

Gut gesprochen: Ich denke, bei Adam darf einen gar nichts mehr wundern, trotzdem überrascht er einen immer wieder aufs Neue. Ich bin ja einmal sehr gespannt, was sich der Autor des Tatort-Drehbuchs für den zweiten Teil für seine Figur ausgedacht hat XD.
Du hast vollkommen recht, dass er sich mit seinem exzessiven Alkoholkonsum selbst definitiv nichts Gutes tut, da das seine Erinnerungen zurückbringt, aber ohne Alkohol geht's bei ihm auch nicht – es ist damit wie mit seiner Person für sein Team: Ohne Adam geht's nicht, mit ihm aber auch nicht.
In einer guten Verfassung ist er jedenfalls nicht.

Was er mit der Kellnerin treibt, bringt ihm sicherlich Vorteile ein, da hast Du recht. Pia gegenüber ist es aber natürlich alles andere als schön.

Ja, das hast Du richtig verstanden, das wollte ich zeigen, dass im Umfeld dieses Nachtclubs osteuropäische Mädchen in die Prostitution gezwungen und mit Drogen gefügig gemacht werden.
Adam bringen diese Informationen allerdings zunächst nichts als Nachteile, das hast Du sehr gut auf den Punkt gebracht.
Tja, in der Schlägerei zahlt sich die Schinderei durch seinen Vater ein Stück weit aus, allerdings ist er einer Gruppe gegenüber natürlich trotzdem unterlegen.
Das hast Du vollkommen richtig verstanden, sie treten und schlagen auf Sorin ein. Das habe ich in der Tat ein bisschen kryptisch geschrieben, das wollte ich so gar nicht, allerdings passt es insofern zusammen, als Adam da selbst auch keinen Überblick hat, sondern einfach hineinrutscht und erst durch das Tattoo erkennt, dass es Sorin ist, der neben ihm zu Boden gebracht wurde.

Perfekte Interpretation – mehr wollte ich mit dem Kennzeichen gar nicht ausdrücken, da habe ich es ein wenig übertrieben :-P.

Ich hoffe sehr, dass die Spannung für Dich weiterhin erhalten bleibt.

Nochmals vielen Dank Dir für Dein Review und ganz liebe Grüße zurück von

Deiner Toni
23.03.2021 | 10:00 Uhr
Liebe Toni!
Also mal vorgemerkt zum Aufnehmen, obwohl mich die div. Tatorte grundsätzlich als Serie nicht interessieren. Denn am Freitag werde ich live Let’s Dance schauen, denn wir vermissen unser Tanztraining genauso wie Gymnastik und Sohn das Fitnesscenter nun schon seit mehr als 1 Jahr. Ich gebe dir dann Feedback.

Zurück zu Adam:
Was denkt der sich eigentlich, sich bei einem Undercoverjob so zuzuschütten? Seelische Löcher hin oder her.
Gefallen hat mir, wie er sich in einer Sekunde überlegt, was er zuletzt zu Leo gesagt hat und an Pia denkt.

Zuerst dachte ich ja, die Kellnerin wäre die Kontaktperson.
Aber nun denke ich, sie weiß davon und wollte Adam oder die Kontaktperson irgendwie schützen, auch durch den vom Gast beobachteten Knutscher dort, wo Adam eigentlich nichts verloren hatte.

Er lässt sich aber flott auf eine Schlägerei ein in seinem halbbewusstlosen, angesoffenen Zustand.
Das ist das erste, was man lernt: Man muss sich nicht in eine gefährliche Situation mit einer Übermacht begeben, auch als Zeuge ist man wichtig, und vor allem: den Notruf wählen! Denn selbst verletzt kann man das nicht mehr.

Als Österreicherin sagt mir das Autokennzeichen nix, also Saarbrücken ist logisch, aber ich denke, es ist ein Polizeikennzeichen?
Liebste Grüße.
R ◍

Antwort von ToniLilo am 26.03.2021 | 23:24 Uhr
Liebe Net Sparrow,

ach wie schön, dass Du so tanzbegeistert bist! Ich hoffe sehr, dass Du gerade noch die letzten Züge von Let's Dance genießt, denn mit Corona ist es für so aktive Menschen wie Dich und Deine Familie natürlich wirklich bitter. Ich hoffe, Ihr findet so einen kleinen Ersatz, und ich wünsche Euch weiterhin viel Kraft beim Durchhalten, bis wieder Normalität Einzug halten wird!
Eine Wiederholung des Tatorts brauchst Du ja ohnehin nicht, Du hattest ihn Dir ja schon einmal angesehen, da war Let's Dance sicherlich die bessere Wahl :-).

Vielen lieben Dank Dir für Dein wieder einmal so treffendes Review!
Tja, gut formuliert – ich glaube, Adam denkt sich gerade nicht allzu viel, beziehungsweise er versucht, möglichst wenig zu denken. Aber Du hast natürlich vollkommen recht, das ist alles andere als förderlich und professionell, was er abzieht.

Wie schön, dass Dir kleine Details wie Adams Gedanken an Leo und Pia so auffallen, das begeistert mich.

Genau das wollte ich mit der Kellnerin veranschaulichen, was Du hier geschrieben hast. Wunderbar, wenn einem die Leser einer Geschichte so minutiös folgen :-).

Adam und lernen? Ich glaube, das passt nicht recht zusammen ;-), genauso hast Du es ja auch wunderbar auf den Punkt gebracht. Also wirft er sich lieber mitten in eine Schlägerei, ungeachtet der Folgen.
Mit dem Kennzeichen habe ich es ein bisschen übertrieben; es bedeutet nichts Besonderes, aber ja, es ist dadurch ein Polizeikennzeichen, dass es dasjenige von Adams Auto ist, und da es im Tatort eingeblendet wurde, wollte ich es hier eben hereinbringen.
Wie schön, dass Dir einfach nichts entgeht!

Nochmals ganz lieben Dank für Dein Review und hab einen wunderbaren Start ins Wochenende!

Ganz liebe Grüße

Deine Toni
23.03.2021 | 06:38 Uhr
Liebe Toni,

Ich finde, das Kapitel war durchaus passend was Situation und sich in ihr befindenden Charaktere betrifft!

Ich entschuldige mich schon mal im Voraus, dass dieses Review aus Zeitgründen (und ich hänge ja schon hinterher) wahrscheinlich nicht so lang wird, wie die anderen.

Das hat es also mit der Kellnerin auf sich! So ganz sicher bin ich mir nicht mehr, ob das Mädchen das Hellmill vorletztes Kapitel erwähnt hat, aber Sinn ergeben würde es das. Jedenfalls kam ja auch vorher bereits raus, dass vor allem spät sich da nicht unbedingt die vertrauenswürdigsten Gestalten aufhalten, wieso also kein illegaler Drogenhandel dort?, passt zumindest. Allerdings finde ich Adams Verhalten wieder unmöglich. Erstens hat er natürlich echt eine Menge getrunken, was er ja zum einen ganz gerne mal zu machen scheint, was wiederum verwerflich ist, aber auch überschätzt er sich auch vollkommen. So ist das auch ne gute Gelegenheit für die Kellnerin mit ihm rumzumachen. Auf jeden Fall können andere solche Momente super gut ausnutzen, was Adam aber gar nicht so zu merken scheint, da er doch denkt, er habe alles im Griff. Hat er aber nicht. Zweitens lässt er such viel zu sehr ablenken, denn sein eigentliches Vorhaben hat er ja dadurch, dass er Caro gesehen hat, viel zu sehr vernachlässigt. Aber mal schauen, was daraus noch wird. Bei dem hohen Alkoholkonsum und der fehlenden Aufmerksamkeit sowie der Überschätzung seiner selbst bin ich da eher weniger zuversichtlich gestimmt.

Dass Adam Caro getroffen hat, das war natürlich erstmal ein wenig schockierend, auch wenn wahrscheinlich der Mann, mit dem sie da war, den Ort vorgeschlagen hat. Und hier hat Adam tatsächlich recht damit, dass wenn der Caro in den Laden bringt, er eigentlich schon nicht sonderlich vertrauenswürdig ist. Allerdings scheint mir der Typ auch mehr so, als hätte er eine große Klappe aber nichts dahinter. Insofern also nicht unbedingt schlecht, dass er wollte, dass Caro geht und zwar ohne diesen Mann da. Wie er das ganze angegangen hat, das war allerdings vollkommen unsensibel, zumal Caro Adam ja ohnehin schon nicht mag. Auf jeden Fall hat er zu viel um den heißen Brei herum geredet und Caro unnötig „verletzt“. Sonst wäre er vermutlich schneller erfolgreich gewesen, sie zum nach Hause fahren zu bewegen, aber es scheint generell ein Problem von Adam zu sein, dass er oftmals sehr verletzend ist, was Worte angeht, jedoch nicht wirklich direkt und Dinge nicht auf den Punkt bringt.

Dass Caro verletzt ist, das merkt man ja auch prima, als sie heimkommt. „Die Wahrheit“ kennt sie immer noch nicht wirklich und im Moment kann ich sehr gut nachvollziehen, weshalb sie sich irgendwie hintergangen und in ihrer vorherigen Meinung bestätigt fühlt, weshalb sie all das so getroffen hat.

Ich freu mich darauf schon bald weiterlesen zu können!
Ganz liebe Grüße,
NotMyName

Antwort von ToniLilo am 26.03.2021 | 23:15 Uhr
Hallo NotMyName,

zuerst einmal ganz, ganz lieben Dank Dir für Dein Review und Du brauchst Dich doch um Gottes Willen keineswegs wegen irgendetwas zu entschuldigen!! Jedes Review ist ein Geschenk, das ich sehr zu schätzen weiß, ganz egal, von welcher Länge, und sowohl dieses als auch das zum nächsten Kapitel stehen doch hinter der üblichen Länge kaum zurück, die ich ohnehin als ganz großen Luxus betrachte. Also: einfach nur lieben Dank Dir!!

Es freut mich, wenn Du das Kapitel, obwohl es ein wenig krass ist, trotzdem als passend empfunden hast.

Hui, sogar bei so einem Detail wie dem Namen des Nachtclubs melden sich gleich wieder Dein analytischer Verstand und Dein gutes Gedächtnis, Kompliment! Tatsächlich hat das Mädchen, das Frau Svobodová zu Adam gebracht hat, das Hellmill dem Namen nach nicht erwähnt, aber es hat den Ort anhand des Neonschildes beschrieben. Das habe ich leider etwas unklar geschrieben.

Ja, Adam wieder einmal – Du hast vollkommen recht, dass er es sowohl mit der Trinkerei als auch mit dem, was er sich selbst zutraut, vollkommen übertreibt. Aber so ist er eben. Dass die Kellnerin nicht nur seine Lage, sondern auch seine Haltung ausnutzt, hatte ich noch gar nicht betrachtet, aber da hast Du natürlich vollkommen recht.
Auch durch Caro reagiert er unprofessionell, das hast Du gut beobachtet, denn seine eigentliche Mission verliert er dadurch ziemlich aus den Augen.

Natürlich verhält er sich auch Caro gegenüber in dem Sinne „unprofessionell“, dass er – ich zitiere Deine treffende Formulierung – „vollkommen unsensibel“ an alles herangeht. Vielleicht hat Caro mit ihrer Einschätzung in diesem Fall einfach recht, was die Gegenüberstellung Polizist – Psychologin in zwischenmenschlichen Belangen betrifft, weil sie beide das ziemlich klischeehaft zu erfüllen scheinen, während Leo eher irgendwo dazwischen steht.

Wie schön, dass Du Dich auch in Caro so einfühlst, als sie wieder zu Hause ist. Ich denke, die ganze Situation war für sie auch einfach ein Schock, da Adam ja definitiv vollkommen unberechenbar ist, aber schwerer wiegt natürlich das Gefühl, hintergangen worden zu sein und sich in der Meinung über Adam bestätigt zu fühlen, was es ihr nicht einfach macht, da sie ja zwischen Leo und Adam steht.

Ich danke Dir nochmals sehr für Deine treffende und keineswegs weniger tiefgründig ausgefallene Analyse meines Kapitels!

Einen wunderbaren Start ins Wochenende wünsche ich Dir!

Ganz liebe Grüße

Deine Toni
21.03.2021 | 20:56 Uhr
Liebe Toni!
Nun ist Adam ja Leos Schwester Caro in die Undercover-Ermittlung dazwischen gegrätscht,
Adam kann also noch nicht nach Hause gehen.
Fit ist er aber nicht. Rohypnol, Alk, seine schlechte Verfassung,
wie soll er da seine lebensgefährliche und nicht von der Polizei gedeckte Aktion durchführen?

Ich bin froh, dass Adam darauf bestanden hat, Caro sicher heim zu kriegen.
Ich glaube, am Ende hat Caro schon verstanden.
Und was Caro Adam gesagt hat, musste der wohl auch mal hören.
Leo ist jedenfalls nicht als Rückendeckung vor Ort.

Es ist schon okay so, wie du es geschrieben hast.
Finsteres Kneipenmilieu in der schlimmsten Gegend
und Adam zwischen Beschützerinstinkt und Höhlenmensch :)

Einen ganz lieben Sonntags-Frühlingsbeginn-Gruß
bei Minusgraden, leichtem Schneefall und eisigem Wind.
R ❁

Antwort von ToniLilo am 22.03.2021 | 23:50 Uhr
Liebe Net Sparrow,

danke Dir für Dein nettes Review auch zu diesem etwas spezielleren Kapitel!

Ja, Caros Auftritt bringt Adams Pläne ein wenig durcheinander, wobei er sich, wie Du so richtig schreibst, ohnehin ein wenig zu übernehmen scheint, weil seine Verfassung eigentlich nicht zulässt, das durchzuziehen, was er sich aufgehalst hat.

Dass er Caro nach Hause geschickt hat, war sicherlich keine falsche Entscheidung, wenn man das vermutlich aber auch besser hätte lösen können. Caros Reaktion war also zu einem gewissen Teil sicherlich verständlich.
Leo als Rückendeckung hätte bestimmt geholfen, da hattest Du schon beim letzten Review einen guten Gedanken, andererseits: Was hätte er wohl gemacht, wenn er Caro begegnet wäre? Vielleicht ist es besser, das bleibt eine Sache zwischen Caro und Adam.

Danke Dir für Deine Einschätzung, das freut mich, wenn es Dir nicht zu krass war.
Haha, „Adam zwischen Beschützerinstinkt und Höhlenmensch“ – liebe Net Sparrow, Du hast immer die treffendsten Charakterisierungen XD, danke Dir allein schon dafür!

Ja, ein seltsamer Frühlingsbeginn war das einmal wieder, nicht? Ich wünsche Dir eine angenehmere Woche und Genussmomente bei den wirklich frühlingshaften Temperaturen, die aufkommen sollen.

Ganz liebe Grüße von

Deiner Toni
21.03.2021 | 08:11 Uhr
Liebe Toni,

Langweilig ist auch dieses Kapitel nicht, selbst wenn es sich hier „nur“ um Vorbereitungen handelt!

Oh-oh, Adams Gesundheitszustand ist immer noch richtig besorgniserregend. Wenigstens erkennt er das aber selbst so langsam. Ich denke, er tut das, weil einfach zu viel Zeit zwischen seiner Verletzung und dem jetzigen Zeitpunkt vergangen ist, er aber eigentlich jemand ist, der stets den Drang hat sich zu verbessern. Dass er nur fünf oder sechs Kilometer schafft, beim Laufen, obwohl er sehr regelmäßig Ausdauer- und Krafttraining macht, das ist nämlich in der Tat sehr wenig. Ich kenne genug Leute die regelmäßig laufen gehen, weshalb ich das ganz gut einschätzen kann.
Bemerkenswert ist allerdings, wie sehr er die Qualen des Mädchens nachempfinden kann, aber nichtsdestotrotz das nicht mit seiner eigenen Misshandlung durch seinen Vater in Verbindung bringt. Zum einen zeigt das, dass er Ungerechtigkeiten durchaus sieht und Menschen auch helfen will, zum anderen aber auch, dass er sich selber nicht wirklich eingesteht, dass es ihm psychisch auch schlecht geht, dass er auch schrecklich behandelt wurde; wohingegen er ja so langsam erkennt, dass es ihm körperlich gar nicht gut geht. Seine Psyche stellt er hinten an, klar, seine körperliche Gesundheit auch, aber nicht ganz so weit hinten in der Reihe.

Dass Leo sich Sorgen um ihn macht, das erkennt ja mittlerweile sogar die betroffene Person, sprich Adam selbst. Er macht sich ja selber ein ganz klein bisschen Sorgen um Leo, weil der dadurch so fertig ist, was ich allerdings keineswegs in Ordnung finde, ist dass Adam so wütend darüber ist, dass er für jemanden wichtig ist. Leo macht sich in keinem Fall zu wenige Sorgen um Adam, wenn man seinen Gesundheitszustand anschaut, die Kreislaufprobleme und sowas, allerdings macht Adam sich ein paar Sorgen zu wenig um sich selbst. Vielleicht merkt er das und braust deshalb so auf. Wut kann ja auch immer etwas mit Leugnen zu tun haben, zumindest wenn man etwas über sich selbst vor einem selbst leugnet. Adam geht es eben schlechter als er sich selbst eingestehen will.
Dass Leo sich vollkommen überarbeitet, das denkt der Richtige, schließlich tut Adam das ja selber auch, selbst wenn er sich gerade einen halben Tag frei nimmt.
Dennoch scheint er so langsam etwas einsichtig zu werden.
Wenn Adam einen halben Tag Urlaub genommen hat, wäre ich, wenn ich die Hintergründe nicht wüsste, aber auch ähnlich wie Leo misstrauisch. Denn Adam scheint sich ja eigentlich nur dann frei zu nehmen, wenn es wirklich nicht mehr geht, so gesundheitstechnisch.
Jedenfalls kommt Adam mit der Zuneigung anderer nicht wirklich klar, um nicht zu sagen überhaupt nicht.

Adams kurze Unterhaltung mit Berger war tatsächlich nicht so interessant, da es ja eigentlich schon klar war, dass Berger ziemlich überheblich ist und das Verhältnis zwischen Adam und ihm nicht gerade wunderbar ist.

Irgendwie freue ich mich immer wie ein kleines Kind wenn Frau Svobodová vorkommt, weil sie ist wirklich ein Engel. Auch wenn es klar ist, dass sie das Mädchen vermutlich NICHT in der Kirche kennengelernt hat. Also vielleicht schon, aber daher kommt nicht, dass sie sie mitgenommen hat, damit Adam ihr hilft.
Jedenfalls ist Alina Svobodová super herzlich und Adam gegenüber auch ein bisschen mütterlich.
Jedenfalls muss sie entweder bei Adam auch schon einen großen Eindruck hinterlassen haben oder aber er hat sich tatsächlich eingestanden, dass das Rauchen schädlich (für ihn, wenn auch eigentlich generell) ist. Aber ich finde es jedes Mal aufs Neue toll von ihm, wie großzügig er zu ihr ist.

Caro will Leo also verkuppeln, aha! ;) Naja, bei Pia hat er nun wirklich keine Chancen, nicht dass er da gerne welche hätte. Es war aber jedenfalls interessant so ein bisschen aus seiner von dir erdachten Vergangenheit zu erfahren. Leo scheint ja was Beziehungen angeht eher der schüchterne Typ zu sein, aber auch niemand der sonderlich an einer Beziehung interessiert ist oder sich oft verliebt (dafür gibt es auch einen Begriff, ich habe aber keine Lust, den jetzt zu erklären, weil es für so gut wie alles eine Bezeichnung gibt).
Ich glaube (hoffe), das mit der Kellnerin versteht er völlig falsch, da diese ein Teil von Adams Plan zu sein scheint. Allerdings kann ich es Leo nicht verübeln, da er ja schließlich die Hintergründe nicht kennt und es dann durchaus ein bisschen komisch aussieht...

Ich bin gespannt, wie es im nächsten Kapitel weitergeht! ;)
Ganz liebe Grüße,
NotMyName

Antwort von ToniLilo am 22.03.2021 | 23:44 Uhr
Hallo NotMyName,

vielen, vielen Dank Dir für Dein wieder einmal so liebevoll detailliert verfasstes Review! Es freut mich sehr, wenn Du das Kapitel nicht als langweilig empfunden hast.

Dass Adam in keiner guten Verfassung ist, empfinde ich genauso wie Du als besorgniserregend. Aber es stimmt, dass er allmählich ein anderes Bewusstsein dafür entwickelt, wenn auch nur vor dem Hintergrund, dass er sich an seiner geminderten Leistungsfähigkeit aufhängt. Danke Dir für Deine Einschätzung an dieser Stelle, dass seine Laufleistung tatsächlich ein wenig dem hinterherhinkt, wo er sich eigentlich befinden sollte.
Auch dass er seine psychischen Beeinträchtigungen so ignoriert, hast Du wunderbar herausgearbeitet. Dafür hat er so gar keinen Blick.

Tja, so ist Adam nun einmal (zumindest in meiner Fantasie) – wenn ihn etwas, warum auch immer, stört, schlägt sofort seine Aggressivität durch. Zu rechtfertigen ist das, insbesondere Leo gegenüber, keineswegs, und vor dem Hintergrund, dass Leo sich um ihn sorgt, gleich zweimal nicht. Aber, wie Du so richtig schreibst: Mit Zuneigung anderer kann Adam eben keineswegs umgehen.
Vielleicht hat sein Aufbrausen aber tatsächlich auch etwas damit zu tun, dass er seine schlechte Verfassung sich gegenüber leugnet, wenn vielleicht auch nur unterbewusst, das hast Du sehr treffend analysiert, auf diesen Gedanken bin ich so noch gar nicht gekommen.

Danke Dir auch für Deine Rückmeldung zum Gespräch mit Berger. Vielleicht nehme ich das, sollte ich irgendwann einmal noch die Zeit finden, die Geschichte zu überarbeiten, einfach heraus. Ich glaube, ich wollte den Kontrast zu Leo hervorheben und auch deutlich machen, dass Leo mit seiner Einschätzung, dass zwischen Adam und Berger alles gar nicht so schlecht läuft, danebenliegt. Danke Dir jedenfalls für Deinen Hinweis.

Dass Du Dich über die Szenen mit Frau Svobodová so freust, freut umgekehrt mich wieder sehr und macht mir das Schreiben dieser Szenen auch wieder leichter, weil ich weiß, dass das nicht einfach nur Geplänkel ist, sondern dass jemand das sehr wertschätzt. Ich mag diese Figur aber auch wirklich sehr und sie hat mittlerweile einen weitaus größeren Stellenwert in meiner Geschichte eingenommen als ursprünglich geplant.
Definitiv, Frau Svobodová ist einfach eine Seele von Mensch, in jeder Hinsicht. Adam bräuchte, wie Net Sparrow einmal so schön formuliert hat, eigentlich eine „Mama“, wie Frau Svobodová es ihm gegenüber ja auch immer wieder ist, was er jedoch leider viel zu wenig zulässt. Es täte ihm sicherlich gut, das einfach einmal anzunehmen, wobei er sich darin ja schon verbessert hat, finde ich, wie Du ja auch schreibst, weil er sich wenigstens einmal eingesteht, dass ihn die Raucherei langfristig herunterbringt.

Was Leos Verhältnis zu Beziehungen anbelangt, hast Du alles wunderbar treffend zusammengefasst. Er ist schüchtern, aber nicht wirklich glücklich damit, scheint mir. An dem Begriff wäre ich, trotz allem, interessiert gewesen, denn ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn kenne, aber behalte ihn nur für Dich, Du hast ja so schon so viel Zeit in das Review investiert, wofür ich Dir nur nochmals danken kann!

Da hast Du vollkommen recht: Was Adam mit der Kellnerin abzieht, sieht definitiv komisch aus. Lass Dich überraschen ;-)!

Nochmals ganz lieben Dank Dir für Dein so ausführliches Review und ganz liebe Grüße von

Deiner Toni
17.03.2021 | 18:47 Uhr
Liebe Toni!
Adam geht es nicht gut.
Leo aber auch nicht, weil er sich Sorgen um Adam macht und „seinen Freund“ vermisst.
Da Adam das sehr wohl spürt, wäre ein Gespräch wirklich angebracht.
An seiner Wortwahl muss Adam definitiv arbeiten :)
Tinnitus kann auch durch Stress entstehen.

Sehr schön hast du die 2 Gesichter von Adam beschrieben bei der Frau Svobodova.
O je, da hat Leo ja was gründlich missverstanden. Auf Undercover ist er nicht gekommen.
Hoffentlich beobachtet er Adam weiter, ein bisschen Rückendeckung für den Fall des Falles wäre nicht schlecht.

Super Kapitel wieder.
Ganz liebe Grüße.
R ❀

Antwort von ToniLilo am 20.03.2021 | 23:07 Uhr
Liebe Net Sparrow,

vielen Dank für Dein Review, das wie immer so vielen Aspekten des Kapitels auf den Grund geht!

Ja, Adam ist definitiv nicht im besten Zustand – genau das wollte ich mit dem Tinnitus andeuten, perfekt interpretiert! –, aber darunter leidet dann eben auch Leo, weil er, wie Du so schön geschrieben hast, den Adam vermisst, mit dem er seit so langer Zeit befreundet ist.
Die beiden müssten sich auf jeden Fall einmal aussprechen, aber wie hast Du einmal so treffend gesagt? „2 Männer halt. Da wird nicht viel geredet.“ Und das macht alles immer noch schwieriger. Wobei es bei Adams Wortwahl vielleicht auch gar nicht so schlecht ist, wenn sie nicht allzu viel miteinander sprechen ;-).

Leo hat in diesem Fall tatsächlich ein wenig zu kurz gedacht. Ein bisschen Rückendeckung würde Adam auf jeden Fall helfen, da hast Du vollkommen recht.

Danke Dir für Dein Lob, das freut mich sehr!! Ich hoffe, die nächsten Kapitel schrecken Dich nicht ab …

Ganz liebe Grüße zurück und ein schönes Wochenende noch

Deine Toni
15.03.2021 | 17:22 Uhr
Liebe Toni!
Gut war das kurze Blick-„Duell“ Adam/Leo.
Frau Svobodova wird glauben, dass Adam sich privat und angesoffen gerauft hat.
Ich bin schon so gespannt, wenn Adam den Kontaktmann trifft.
Ganz sicher geht es um Zwangsprostitution.
Aber musste er schon wieder seine Rohypnol schlucken? Gleich 3?
Ab mit ihm in die Entzugsklinik und Therapie, dann ist er vielleicht auch nicht mehr so latent aggressiv.
Das Kapitel war wirklich spannend,
und ich sah die beiden Frauen gut vor mir.
Ganz besonders liebe Grüße.
R ✿

Antwort von ToniLilo am 17.03.2021 | 00:35 Uhr
Liebe Net Sparrow,

vielen Dank für Dein Review, in dem Du so schön verschiedene Facetten meines Kapitels betrachtest.

Es freut mich, dass Dir das Blickduell zwischen Adam und Leo gefallen hat, wenn es auch nur kurz war. Ich finde es immer wieder interessant, was auf Leser besonders wirkt, obwohl man das gar nicht so beabsichtigt hat. Vielen Dank Dir für Deine Aufmerksamkeit auch für so kleine Dinge! Das schärft meinen Blick darauf, was im Geschriebenen alles ein wenig anschaulicher, plastischer gestaltet, ungemein.

Das glaube ich auch gern, dass Frau Svobodová diesen Gedanken hegen muss, aber das täte bei Adam vermutlich jeder.
Ein Entzug wäre definitiv das Richtige für ihn, vielleicht würde es auch wirklich gegen seine Aggressionen helfen, aber Adam und Einsicht? Das scheint mir leider unvereinbar.

Vielen Dank Dir für Dein Lob zum Kapitel, das freut mich sehr! Ich hoffe, dass die aufgebaute Spannung in Deinen Augen auch entsprechend eingelöst werden wird.

Nochmals lieben Dank Dir, ganz liebe Grüße zurück und eine gute Zeit Dir

Deine Toni
14.03.2021 | 07:29 Uhr
Guten Morgen liebe Toni!

Das Kapitel ist wirklich ausgezeichnet und auch ein wenig mysteriös!

Adam braucht definitiv Halt. Und nicht in dem Sinne, dass er einen Arm um seinen Oberkörper legt, das klappt mal und mal nicht und dann ist gut. Nein, ich denke, er braucht Halt, der von anderen Personen kommt — Leo, Pia, Frau Svobodová, die würden ihm den sicher geben, nur muss er das dann auch zulassen, sie nicht wegstoßen, weil sonst funktioniert es nicht. Allerdings muss Adam sich das dann sich erst mal bewusst werden und aufhören sie so von sich zu stoßen.

Dass Säumers Tochter sich umgebracht hat, das scheint Adam ja ziemlich mitzunehmen, vor allem emotional, wenn er sich noch so gut an ihre Hilflosigkeit erinnern kann. Was er aber auch macht, ist dass er sich teilweise selber die Schuld dafür, also für ihren Tod gibt, was für jemanden wie ihn natürlich fatal ist, wenn er sich emotional so sehr belastet. Vor allem wenn er das alles wirklich in keinster Weise beeinflusst hat, beziehungsweise hätte beeinflussen können.

Auf jemanden wütend zu sein und jemandem den Tod zu wünschen, ist schon ein sehr großer Unterschied. Adam hasst Säumers Ex ja förmlich, genauso wie er Esther hasst. Beim ersten Fall, da weiß er aber viel zu wenig über die Hintergründe, um ihr jetzt den Tod zu wünschen, er weiß nicht was sie fühlt und im Verhör hat er sie offensichtlich gut rangenommen. Nett wird er jedenfalls nicht gewesen sein. Das mit Esther ist ne andere Sache. Natürlich ist es fatal jemanden den Tod zu wünschen, allerdings kennt er Esther auch, die Ebene auf der er hasst, ist eben dadurch viel persönlicher.

Dass Leo für Adam wichtig ist, das merkt man hier auch ganz schön gut! Ich finde allerdings auch, dass Adam mal realisieren muss, dass er sich nicht warmherziger gegenüber Leo verhält, der vielleicht gerade mal ein wenig schlecht drauf ist und ansonsten aber eigentlich immer gut zu Adam. Es würde auch ne Menge helfen, wenn nicht immer um alles drumherum geredet würde, Adam nicht ständig in die Abwehrhaltung ginge, sondern sich alle einfach mal die Wahrheit sagen würden, als das, was sie wirklich belastet. Obwohl, so einfach ist das nicht, weil in deren momentanen Zustand ist wohl keiner von ihnen dazu bereit.

Oh, das Mädchen, das Frau Svobodová mitgebracht hat, sie scheint wohl schwer misshandelt geworden zu sein. Beides — emotional und physisch. Auch, weil ihr diese Droge gegeben wurde. Für mich hört sich das alles sehr nach irgendwelchen Etablissements an — Bordelle, Nachtclubs, Drogenhandel, wobei ich natürlich auch falsch liegen könnte. Jedenfalls muss man dort schlimm mit ihr umgegangen sein, so verschreckt wie sie ist, wenn sie sich nckht mal mehr von ungefähr der gutmütigsten Person in dieser Geschichte, Alina Svobodová beruhigen lässt. Ich hoffe sehr, dass Adam da was (Vernünftiges!) anrichten kann, ohne komplett auszurasten.
Apropos Adam: Wie ich finde merkt man hier sehr, dass ihm gerade, in der Gegenwart ebendieser verschreckten Person, bewusst wird, wie hart er oftmals klingt, wie abstoßend er damit auf Andere wirkt. Sein Tonfall dürfte in der Situation nämlich alles andere als beruhigend gewesen sein.

Ich bin richtig gespannt wie es weitergeht und freue mich schon immens auf das nächste Kapitel!
Ganz liebe Grüße,
NotMyName

Antwort von ToniLilo am 17.03.2021 | 00:27 Uhr
Hallo NotMyName,

ganz, ganz lieben Dank Dir für Dein so grandioses Review mit dem großen Lob! Es freut mich sehr, wenn Dir das Kapitel gefallen hat.

Ich gebe Dir vollkommen recht, dass Adam Halt bräuchte, aber, wie Du richtig schreibst, gesteht er sich das nicht ein und lässt es daher auch nicht zu, dass ihm jemand diesen bietet. Leo hätte ihm bestimmt auch in dieser Situation geholfen, aber dafür, dies anzunehmen, ist Adam nicht der Typ. Die Schuld am Suizid von Säumers Tochter sollte er sich definitiv nicht geben, da stimme ich Dir zu. Dass ihn dieser ganze Zusammenhang so mitnimmt, hängt, denke ich, damit zusammen, dass es für ihn auch eine Extremsituation war und er es nicht gewöhnt ist, dass ihm jemand so nahe kommt und ihm so vertraut, wie Säumers Tochter das getan hat.

Allerdings schießt er dann eben wieder vollkommen übers Ziel hinaus mit seinen Todeswünschen. Bestimmt war er im Verhör alles andere als zuvorkommend, das kann er vermutlich gar nicht. Es ist interessant, wie Du seine beiden Fantasien gegeneinander abwägst; das stimmt, das sind zwei völlig verschiedene Ebenen des Hasses, doch kann er das gerade nicht auseinanderhalten.

Was das Verhältnis zwischen Adam und Leo anbelangt, so hast Du schön formuliert, wie die Zeichen stehen. Leo ist definitiv ein anständiger Kerl, der sich wirklich um Adam bemüht, aber, wie Du richtig schreibst, Adam geht immer in die Abwehr- und Verteidigungshaltung und Reden ist nun mal offenbar ihr aller Ding nicht.

Das stimmt, dass das Mädchen sich nicht einmal von Frau Svobodová beruhigen lässt, spricht für sich.
Adam und vernünftig? Ich glaube, das schließt sich von vornherein aus ;-).
Tja, auch gegenüber diesem armen gequälten Mädchen kann Adam leider nicht aus seiner Haut, aber, wie Du richtig schreibst, er hat wenigstens erkannt, wie er auf andere wirken muss.

Es freut mich, dass Du dem nächsten Kapitel so entgegenfieberst. Ich hoffe, die Spannung wird für Dich aufrechterhalten.

Nochmals ganz lieben Dank für Dein so großartiges Review und eine gute Restwoche Dir noch!

Ganz liebe Grüße zurück von

Deiner Toni
13.03.2021 | 08:54 Uhr
Liebe Toni,

Wow, das war ja richtig... krass, schockierend, ich weiß nicht, welches Wort ich dafür benutzen soll, dass alles wieder so ist wie vorher, vielleicht sogar noch schlimmer. Wie auch Net Sparrow geschrieben hat, der Titel „Dauerschleife“ passt richtig gut, da kaum dass Adam zurück ist, er und Esther sich wieder bekriegen.

Irgendwie tut es ein bisschen weh das zu lesen, aber nicht, weil es schlecht geschrieben ist oder die Charaktere out of character sind. Ganz im Gegenteil, gerade weil du die Situation zu super beschreibst und alles so realistisch wirkt.
Adam und Esther scheinen immer gemeiner zu werden, Mobbing ist hier das richtige Wort. Und das sowohl gegenseitig als auch im Hinblick auf Leo und Pia, da auch sie von den Gemeinheiten getroffen werden. Esther beleidigt immer wieder Leo, indem sie Vergleiche zieht und Adam verletzt Pias Gefühle, indem er sie und Esther über einen Kamm schert. Dabei scheint er vergessen zu haben, wie freundlich sie eigentlich zu ihm war und spielt das Ganze am Ende auch noch runter. Da kann ich super verstehen, dass es Leo nicht ganz Recht ist, dass Adam wieder zurück ist, weil eben auch er darunter leiden muss, unter dem ständigen Streit. Es spielt dann auch keine Rolle mehr, ob sie mit Adam schneller sind oder nicht, zumal die vorübergehende Rückversetzung sicherlich auch nicht gut für Adams Gesundheit ist: Man merkt ja, dass er eigentlich immer noch krank ist.
Das Schlimme dabei ist ja, dass Esther und Adam sich beide immer auf dad brutalste Gemeinheiten an den Kopf schmeißen, jedoch nie ganz die Wahrheit sagen oder dad, was sie wirklich beschäftigt. So schaukelt sich das immer weiter auf und ist letztendlich so wie eine nie endende Spirale, weil niemand auch nur im Entferntesten verstehen kann, weshalb der jeweils andere so handelt, wie er es tut, also auch kein Mitgefühl aufkommen kann. Sofern es sie überhaupt interessieren würde, würde jemand mal Tacheles reden. Sie merken gar nicht mal, dass sie die anderen damit auch verletzen. Weder Esthers, noch Adams Verhalten ist zu entschuldigen, beide haben den Boden auf jeden Fall schon lange überspannt.

Adam hat auf jeden Fall wieder die gleichen Ausraster wie eh und je und selbst wenn Esther ihren Kollegen im Dienst verloren hat, dann entschuldigt das nicht ihr Fehlverhalten gegenüber Adam und Leo. Und auch Pia muss dringend mal realisieren, dass das Alles ernster ist, als sie denkt.

Allerdings fand ich es schon ziemlich erniedrigend und irgendwie hat er sie damit auch wie eine Sache behandelt, als Adam gesagt hat, mit Pia könne man irgendwann was anfangen. Wahrscheinlich hat er nicht einmal gemerkt, wie sehr er sich da im Gon vergriffen hat, was er übrigens auch manchmal gegenüber Leo tut. Der tut mir nämlich wirklich leid, wenn Adam in einem Moment so greifbar scheint, als würde auch Leo ihm was bedeuten und als wäre er sein Freund und im Nächsten wieder so unnahbar.

Woah, also Säumers Tochter (das war doch der, der am Baum hing, oder), hat also (vermutlich) Suizid begangen. Hoffentlich will da jetzt keiner Rache für nehmen. Wobei das natürlich gut sein könnte.

Ich bin überaus gespannt wie es weitergeht!
Ganz liebe Grüße,
NotMyName

Antwort von ToniLilo am 14.03.2021 | 00:15 Uhr
Hallo NotMyName,

als ich das Kapitel schrieb, hätte ich nie gedacht, dass es auf meine treuen Leser dieser Geschichte einen solchen Eindruck machen würde; das tut mir im Nachhinein sehr leid. Ich hätte eher gedacht, dass man die Augen verdreht und sich denkt: „Schon wieder?“ Es freut mich aber, dass wenigstens dieser mein Eindruck zu einem offenbar passenden Titel geführt hat. Vielen Dank für das schöne Lob dazu, ebenso natürlich wie das zum Kapitel insgesamt! Das freut mich ungemein.

Du hast vollkommen recht, Adam und Esther scheinen gar keine Grenzen mehr zu kennen und nehmen bezüglich Leo und Pia auch jeden Kollateralschaden in Kauf. Besonders zwischen Adam und Pia ist das natürlich wirklich krass; glücklicherweise ist sie da deutlich kompromissbereiter und akzeptiert seine Entschuldigung ein Stück weit, wobei diese ja auch tatsächlich ehrlich gemeint war, wenn Adam auch nicht gut darin ist, sich zu entschuldigen.
Das stimmt, Adams Rückumsetzung scheint vor diesem ganzen Hintergrund eher kontraproduktiv und dies sowohl für ihn selbst als auch für das ganze Team. Esthers und Adams Verhalten ist auf jeden Fall nicht mehr entschuldbar, sie müssten ganz dringend ihre Streitereien beilegen, aber diese sind inzwischen schon zu einer Art Selbstläufer mutiert.

Was nun insbesondere Adam anbelangt, hast Du es sehr treffend festgehalten, dass er sich Pia gegenüber absolut respektlos verhält und Leo gegenüber einfach nur rücksichtslos, da dieser wirklich alles versucht, um ihm ein guter Freund zu sein, worauf Adam ihn immer wieder voll abfahren lässt.

Vollkommen richtig, ja, Säumer war der zweite Tote meiner Geschichte, eben der, der am Baum hing, und seine Tochter hat nun Selbstmord begangen; daher rührte auch Adams Wutausbruch.
Das wäre ein interessanter Handlungsumschwung, wenn jetzt jemand Rache nehmen wollen würde. Schade, dass ich diesen Geistesblitz nicht hatte. Bei mir wird das Ganze leider etwas arg unspektakulärer verlaufen – ich hoffe, trotzdem zu Deiner Zufriedenheit und mit genug Spannung!

Ganz lieben Dank Dir für Dein Review auch zu diesem Kapitel und eine wunderbare Zeit Dir, bis wir uns wiederlesen!

Ganz liebe Grüße zurück von

Deiner Toni
10.03.2021 | 22:11 Uhr
Liebe Toni!
Adam kommt wieder und Esther benimmt sich wieder sowas von daneben.
Was sich langsam mit Pia entwickelte, das ist nun wieder zerstört.
Esther ist ein Kollegenschwein. Und Adam ist auch ein mehr als schwieriger Kollege, selbst oder gerade für Leo.

Du beschreibst die Stimmung so echt, dass es grausam zu lesen und mitzufühlen ist, weil es Mobbing-Tendenzen hat. Und weil es mich ruinieren würde, müsste ich dort arbeiten.
Dauerschleife – wie der Kapiteltitel – trifft es total.
Sie sind doch Erwachsene, und ein Mindestmaß an Respekt und Höflichkeit darf man sich da auf einer Dienststelle schon erwarten. Übrigens auch von Adam!

Siehst du, auch Adam nimmt das Mobbing-Wort in den Mund.
Und er ist unfair zu Pia, auch dass er sie und Esther in einen Topf wirft.
Aber selbst wenn er nur den Durchbruch in seinem Fall hat, ist das schon ein Ausraster (Ordner an die Wand, Rollcontainer treten), den andere erst aushalten müssen.

Geht es im TV auch so zu oder ist das deine Interpretation der Kripo Saarbrücken?
Ich ertrage diese Stimmung ganz schlecht, weil du es eben so gut schreibst.
Lieben Gruß.
R ㋡

Antwort von ToniLilo am 13.03.2021 | 23:59 Uhr
Liebe Net Sparrow,

ganz lieben Dank Dir für Dein so ausführliches Review!

Ja, die Streithähne, die sich beide einfach nicht zusammennehmen können, geraten sofort wieder aneinander, und da Adams Laune dann so schlecht und er so aggressiv wird, zerstört das, wie Du so richtig schreibst, auch wieder vieles zwischen ihm und Pia.
Du hast recht, mit der Überbringung von Nachrichten wie dem Suizid des Mädchens, das er und Leo gerettet haben, kann er auch ganz schlecht umgehen und das muss dann am Ende Leo ausbaden.

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie tief Du Dich in das einfühlen kannst, was man so schreibt. Schon bei Adams Burnout-Diagnose hattest Du das richtige Gespür, hier mit dem Mobbing schon wieder. Wie Erwachsene verhalten sich Esther und Adam definitiv nicht, das gilt absolut für beide gleichermaßen. In der ersten Saarbrücker Tatort-Folge war das alles allerdings nur angedeutet, ich habe da extrapolativ sehr stark übertrieben. Das Mobbing Leo gegenüber schien mir jedoch definitiv existent und wenn Adam seiner neuen Kollegin so ziemlich als ersten Satz „Halt einfach mal deine Fresse, ja?“ hinknallt, spricht das für mich schon Bände. Wie schriebst Du im ersten Review zu dieser Geschichte so schön? „Das Polizeikommissariat mit dem schlechten Betriebsklima ist wieder da“ – und daran wird sich auch in absehbarer Zeit vermutlich leider nicht viel ändern, wenigstens in meiner Geschichte nicht. Im Fernsehen werden sie das, denke ich, mit der Zeit ein wenig entschärfen, sonst gehen die Kriminalfälle ja ganz unter.

Es tut mir leid, dass ich Dich mit diesem Kapitel emotional so gequält habe, Du mitfühlende Seele. Danke Dir aber jedenfalls sehr für das große Lob, über das ich mich sehr freue.

Eine wunderbares Wochenende Dir noch, eine ebenso gute Woche und viele liebe Grüße

Deine Toni
 Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast