Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 
Autor: NiallMtG
Reviews 1 bis 15 (von 15 insgesamt):
24.01.2021 | 14:17 Uhr
Hi!

Ich kann mich dem Vorreviewer nur anschließen. Es ist sehr schwer, über den ersten Absatz hinaus weiter zu lesen. (Google mal nach "Info-dump" und "Show-don't tell".)

Es heißt, der erste Satz in einem Buch entscheidet, ob ein Leser, der durch die Regale geht und hier und da ein Buch aufschlägt, weiterliest oder das Buch gar mitnimmt. Dein erster Satz wäre da eher ein Paradebeispiel dafür wie man es nicht macht. ;-)

Man kann den Leser ja mit zweierlei Sachen "fangen": Es verspricht eine spannende Geschichte zu werden, oder ihm werden außergewöhnliche Protagonisten in Aussicht gestellt. (Beim Genre Horror, würde ich sagen ist das noch wichtiger als bei anderen Genre.)

Du beschreibst in deinen ersten Absätzen sehr ausführlich ganz normale Leute mit ganz banalem Leben. Das verheißt keinerlei Spannung.
Statt dessen könntest du z.B. die Geschichte erst ab da anfangen:


„Und was sagst du?“ meinte Mark aufgeregt und holte zwei Koffer aus dem Kofferraum.
„Ja es sieht ganz nett aus...“ meinte Vanessa und wusste dass sie sich nicht sehr überzeugend anhörte.


Da denkt der Leser: Oh oh... Die Ptotagonistin hat gleich eine Intuition und rationale Gründe, sich da nicht ganz wohl zu fühlen, ignoriert die aber. Der Leser, der weiß, das wird eine Horrorgeschichte stöhnt gleich innerlich: "Neiiin, vertraue auf deine Intuition, Vanessa! Lauf weg, so lange du noch kannst!" Das verspricht spannend zu werden, und sei es, weil der Anfang auch einen möglichen Konflikt zwischen dem Paar beinhalten könnte.

Für dich als Autor ist das ganze Hintergrundwissen wichtig, damit du die Geschichte stimmungsvoll schreiben kannst, aber überleg mal, was davon der Leser alles wissen muss. Oder ob es so früh in der Geschichte schon alles auf einmal erklärt werden muss. Kann man es nicht später hier und da einstreuen?
(So etwas wie die Erklärung, dass der Hit von den Chrash Test Dummies nur ein One-hit-wonder war, ist eigentlich völlig irrelevant und zeigt dem Leser nur, dass hier ein auktorialer Erzähler mit viel Abstand zu den Figuren schreibt, der sich auf auf den Leser auswirkt. Man hat emotional den selben Abstand wie der Erzähler. Das, finde ich merkt man auch, als du dann zu der ersten spannenden Szene kommst. Du SAGST: "Panisch machte sie das Licht an." Du ZEIGST es aber nicht, so dass der Leser das miterleben kann. (Hier wäre die richtige Stelle für ausführlichere Beschreibungen. ;-))

Guck, das ist gemeint mit „Show don’t tell“:

Dein Absatz:
>>>>Mitten in der Nacht wachte Vanessa auf, irgendwas hatte sie geweckt, war jemand im Zimmer? Panisch machte sie das Licht an was neben ihrem Bett stand. Sie fand die kleine Leselampe erst nicht, doch schließlich erleuchtete das Zimmer, sie war alleine. Aber es stand furchtbar, eine Mischung aus alten Eiern, Kot und Aas, sie hielt sich die Hand vor die Nase und würgte zweimal, sie war sich nicht sicher ob sie sich übergeben müsste. Sie stand auf und machte im Flur Licht, irgendwas stimmte nicht, nur wusste sie nicht was sie ging auf die Toilette und setzte sich vor das Klo, sie war sich nicht sicher ob sie noch kotzen müsste und wartete bis ihr Magen sich beruhigt hatte. Es war 3 Uhr zwanzig und ein beklemmendes Gefühl machte sich breit, alles war komplett still, warum war sie wach geworden? Durch den Gestank?<<<

Absatz, in dem gezeigt wird:
>>>Vanessa erwachte im Dunkeln. Ein bestialischer Gestank ließ sie würgen. Wieder hatte sie unleugbare das Gefühl beobachtet zu werden. Sie tastete panisch mit der Rechten neben sich mit so fahrigen Bewegungen, dass sie sich den Handrücken am Nachttisch stieß. Etwas viel mit einem dumpfen Laut zu Boden. Endlich fühlte sie den Fuß der Nachttischlampe unter den Fingern, presste heftig den Schalter. Licht! Ihr Blick flog durch den Raum. Nichts, niemand, nur das halbleere fremde Zimmer des neuen Hauses. Ihr Herz schlug so heftig, dass sie glaube, ihr Mageninhalt würde mit jedem Pulsschlag in die Kehle steigen. Sie kam taumelnd auf die Füße, fand Gott sei Dank gleich die Lichtschalter im Flur und auf der Toilette. Sie klammerte sich an die Kloschüssel, würgte trocken, aber es kam nichts. Sie versuchte so zu kauern, dass sie die offene Tür hinter sich im Auge behalten konnte. Ihr Herzschlag und ihr Atem beruhigten sich langsam wieder und mit ihnen auch ihr Magen.
Ihr Nachthemd hing klamm an ihr. Sie strich sich die feuchten Haare aus der Stirn und sah auf die Uhr. Zwanzig nach drei. Es war absolut nichts zu hören. Was zum Teufel war das gewesen? Sie hatte sich den Gestank doch nicht eingebildet! Er war …. wie eine Mischung aus alten Eiern, Kot und Aas gewesen. Roch so Verwesung? Vanessa stand auf und zwang sich, zurück ins Schlafzimmer zu gehen. Da war nichts! Vielleicht war ein Tier auf dem Dachboden verendet.<<<

Nicht e r k l ä r e n, dass das Licht neben dem Bett steht, nicht e r k l ä r e n, dass sie sich nicht sicher ist, ob sie sich übergeben muss – z e i g e n! :-)

Wichtig ist auch die Reihenfolge einzuhalten: Emotionale Reaktion, später erst setzt der Verstand ein und die logische Überlegung. So ist jeder Mensch in einer Gefahrensituation gestrickt. (Zumindest der Durchschnittsmensch und nicht der Soldat oder andere, die trainiert sind, auch in Gefahrensituationen einen kühlen Kopf zu bewahren.) Nicht gleich rationalisieren, wenn man noch in Panikmode ist und überlegen, ob da jemand sein könnte, wonach es genau riecht und so weiter. Das kommt erst im zweiten Schritt.


Viele Grüße,
Rune

Antwort von NiallMtG am 26.01.2021 | 10:35 Uhr
Vielen Dank für deine Review, es war mein erster Ausflug in dieses Genre , da habe ich mit Sicherheit noch viel zu lernen. Allerdings denke ich dass es verschiedene Ansätze gibt, bewusst habe ich sehr gewöhnliche Menschen genommen. Keine Elitesoldaten, Königskinder, Geisterjäger oder ähnliches. Der Schrecken sollte auf normale Menschen treffen, Menschen mit denen sich der Leser leicht identifizieren kann. Ob mir das gelungen ist steht auf einem anderen Blatt.
Auch finde ich gerade beim Horrorgenre dass nicht alles gezeigt werden sollte, Sachen die man nicht sieht sind meist unheimlicher als wenn man halt sieht woher die Gefahr kommt. Das habe ich versucht im Text umzusetzen. Ich finde Paranormal Activity, der Exorzist oder ähnliche Filme sehr viel gruseliger als Saw, Hostle oder jeden beliebigen Slasherfilm der 80er Jahre. Die sind vielleicht ekelig (z.b. Saw 2-1000) mehr aber eben auch nicht. Ein großen Fehler beim Horror ist halt oft dass Show. Man muss den Leuten die Möglichkeit geben sich selbst Dinge vorzustellen, das ist je nach Kreativität des Lesers wirkungsvoller als jedes geschriebene Wort.
Auf jeden Fall vielen Dank für die Rückmeldung, ich werde sicher weiter drüber nachdenken und sollte ich mich nochmal an Horror versuchen es mit Sicherheit besser umsetzen.
22.12.2020 | 13:37 Uhr
... na, das ist ja gründlich in die Hose gegangen. Und wir wissen, anders als Vanessa, auch, warum.
Ziemlich frustierend wird das für sie sein, wenn sie im nächsten Kapitel erwacht und feststellen muss, dass sie mit dem Schürhaken in der Hand eingeschlafen ist. Oder wirst du uns überraschen? Kommt da doch noch etwas.

Ich für meinen Teil bleibe dabei - ich wäre an Vanessas Stelle nicht im Haus allein geblieben. Aber jeder Mensch tickt da eben anders. Meine Verwandten sind ja auch in ihrem "Spukhaus" wohnen geblieben und bis heute sind da Energien, die sogar ich, als Blindgänger erspüren kann. Das Haus, aus dem 16. Jhd. stammend hat eben viel mitgemacht. Einst wars ein Lazarett und man fand auch Skelette im Keller. Eigentlich genau das, woraus sich eine wunderbare Horrorgeschichte entspinnen ließe, wenn es nicht zu klischeebehaftet wäre ... Tja, unser "Spukhaus" ist ein wandelndes Klischee - das nimmt ihm aber nichts von seiner Gruseligkeit. ;-)

Zurück zu Vanessa: ich drücke ihr die Daumen, dass sie den richtigen Weg gehen wird. Und irgendwie habe ich den Eindruck, als habe das Dinge, was sich ihr durch seinen allzu penetranten Gulli-Geruch offenbarte, Respekt vor der Polizei hätte ... Warum eigentlich? Was unterscheidet denn eine einfache Holteangestellte von einem Polizisten? Oder liege ich mit meiner Vermutung falsch und das Ding kam nicht rum, weil es etwas anderes zu erledigen hatte? Oder nahm es sich ausgerechnet in dieser Nacht frei?

Schreib schnell weiter!

KT

Ps.: Achte auf deine Interpunktion. Manches Mal schreibst du ohne Punkt und Komma. Das ist dann nicht immer leicht zu lesen.

Antwort von NiallMtG am 22.12.2020 | 19:48 Uhr
Danke für deine vielen Reviews, ich hatte die kurze Auszeit genommen um etwas anders zu schreiben, einfach um hier alles etwas zu überdenken. Inzwischen weiß ich genau wie die nächsten Kapitel aussehen werden, ich muss sie nur noch zu Papier bringen und da arbeite ich tatsächlich dran. Leider hat sich kein Betaleser gefunden, ich werde daher erstmal so weitermachen und zwischen den Tagen vielleicht noch einmal drüber schauen zum Korrekturlesen.
Vielen Dank für deine Meinung es freut mich wirklich ein Feedback zu bekommen.
20.12.2020 | 18:45 Uhr
... zu Ersterem: Ich habe schon alles nachvollziehen können, nur habe ich mich an Vanessas Stelle gesehen und weiss, dass ich Angst hätte. Ich könnte mich dem nicht ausliefern, ich würde machen, dass ich weggkomme. Aber das ist meine Sicht - ich finde es ja spannend, dass sie es tut. Ich will wissen, was sich da ergibt. Also lass deine Fans nicht sooooo lange warten.

Was das Zweite anbelangt: Nun, diese Frage stellte ich aus meinem Glauben heraus. Ich brauche keinen Gottesbeweis, weil ich glaube. Glaube obsiegt hier. Und ich brauche scon gar keinen Beweis, der über Dämonen zu Gott führt. Aber alles sind menschliche Konstrukte, wer will schon wissen, wie es "wirklich" ist. Ach, Gott ist zwar "übernatürlich/transzendental", aber doch auch greifbar, erfahr- und erlebbar. Klar könnte da einer sagen, ich sähe in Dingen Gott, die im Grunde nicht anderes als eben normale Dinge sind, nur, dass ich ihnen den Wert "Gott" beigebe, alles ziemlich willkürlich ... Ich denke, dass uns Gott den Verstand gegeben hat und auch die Neugier, nach ihm zu fragen UND unsere Welt zu analysieren, um zu verstehen, worin wir da leben - und selbst, wenn wir zu der Erkenntnis gelangen sollten, dass Gott in dieser Welt eigentlich gar keinen Platz hat (weil wir fast alles erklären können). Na, umso besser, dann sind wir der Wahrheit vielleicht wirklich einen Schritt näher. Das tut aber Gott keinen Abbruch. ;-) Neugier, wir sind neugierig und legen uns deshalb auch vieles zusammen, vielleicht eben auch die Dämonen. Aber wer weiss das schon? Wir können wir wissen? Ich kann nur sagen: ich staune immer und freue mich daran, dass ich mich begeistern kann. Und dafür danke ich Gott.

Tut mir leid: das sollte keine Predigt werden. Aber für mich braucht es keinen Gottesbeweis - oder anders, indem wir Gott aus unserem Weltbild heraus"rechnen" könnten, hätten wir den besten Gottesbeweis, denn wir würden ihn verstehen lernen. Solange, wie wir ihn noch brauchen, um Lücken zu füllen ... na ja ... Aber ich schätze, wir sind vom echten Gottesbeweis so weit entfernt, wie die 2 von der 3 ... hüstel ;-)

Gut, schreib weiter. Ich bin weiterhin dran und gespannt!
Dir einen schönen vierten Advent!

LG
KT
20.12.2020 | 15:11 Uhr
Warte mal, Vanessa will wirklich allein in diesem Haus bleiben, um den Geist/Dämon aufzunehmen?

Und braucht es wirklich des Nachweises von Dämonen, um Gott beweisen zu können? Ich lache mich gerade ziemlich schlapp.

Antwort von NiallMtG am 20.12.2020 | 17:09 Uhr
Warum nicht? Ich finde es wird einigermaßen plausibel erklärt. Zum einen scheint das Wesen ihr zu folgen, wenn sie also bei anderen ist sind andere in Gefahr. Eine logische Schlussfolgerung wäre dann doch alleine zu bleiben, geht man davon aus dass der Vorbesitzer des Hauses dies auch so sah scheint das ja vielleicht zu klappen. Ich werde dies noch ausführlicher erklären.
Der zweite Punkt, ich denke dass wenn jemand so etwas wirklich nachweisen könnte, dann würden religiöse Gruppen tatsächlich versuchen daraus Nutzen zu ziehen, letztlich glauben religiöse Menschen an Übermenschliche Dinge. Ich hab schon von Leuten gehört die die Evolution bestreiten und sagen: Die Dinoknochen hat Gott in der Erde verteilt um unseren Glauben zu prüfen. Ich glaube wenn nun jemand kommt und irgendwie Besessen ist oder Geister nachweisen könnte, dann würden das solche Leute ausnutzen und sagen: Wenn es das eine gibt kann uns nur das andere schützen. Und wenn es die eine Seite der Münze gibt, gibt es auch die andere Seite. Menschen sind leider nicht immer logisch, Corona macht dies ja leider auch aktuell all zu deutlich.
16.12.2020 | 23:10 Uhr
Hi Niall,

ich muss gestehen, ich bin bei deinem Kapitel nicht über die ersten paar Absätze hinausgekommen. Überhaupt nicht, weil dein Schreibstil schlecht ist, ganz im Gegenteil. Zum Beispiel liebe ich den Satz "Der Osten hatte Potential, auch wenn es [...] wie im wilden Westen zuging". Ich glaube, deine Geschichte könnte echt Potential haben und an Ideen scheint es dir ja auch nicht zu mangeln (bin weiter unten noch einmal eingestiegen)- also eigentlich ein Lob bis dahin!

Was mich aber davon abgehalten hat, das Kapitel in einem Rutsch durchzulesen, war die schiere Informationsflut, mit der du deine Leser am Anfang überschüttest. Das dann zusammen mit einigen sehr langen und sehr komma- und adjektivlastigen Sätzen fand ich nicht sehr angenehm zu lesen. Zum Beispiel gerade die ersten paar Sätze (ich habe mir mal erlaubt, sie gerade mal hier rein zu kopieren):

"„Da wären wir!“ sagte Mark, er war Mitte 30 und das Haar begann langsam lichter zu werden, er half seiner Freundin aus dem Wagen in dem er ihr die Tür des alten Mazda 323 öffnete. Es war Vanessas Wagen, Mark hatte ganz bewusst ihren Wagen gewählt um Vanessa vom Bahnhof in Stendal abzuholen. Sie liebte ihre alte Rostlaube, wie er den alten, blauen Wagen immer nannte, was ihr gar nicht passte."

Beispielsweise die Information, dass er Mitte 30 ist, könnte man meiner Meinung nach streichen. Irgendetwas in dem Alter stellt man sich schon vor, wenn du schreibst, dass seine Haare lichter werden, er aber noch kurz vor seiner Hochzeit steht. Das ist jetzt wirklich sehr persönlich, aber mir wäre jetzt auch die Automarke und das Modell nicht so wichtig, kann aber gut verstehen, wenn du das anders siehst. Dann kann, finde ich, die Information raus, dass er sie am Bahnhof in Stendal abgeholt hat. Die Information kannst du ohne Probleme später noch einbinden und das kürzt den Satz ein wenig. Dann sagst du dreimal, dass der Wagen alt ist. Einmal hätte für mich gereicht. Oder spezifiziere es: Woran sieht man, dass er alt ist? Quietscht vielleicht die Tür, wenn Mark sie für seine Freundin aufmacht? Blättert der Lack ab? Eine Idee (da will ich überhaupt keine Perfektion unterstellen, wirklich nur eine grobe Vorstellung), wie ich es angenehmer zu lesen finden würde, könnte vielleicht so aussehen:

""Da wären wir!", sagte Mark. Ein kühler Wind fuhr ihm durch die lichter werdenden Haare, als er den klapprigen Mazda umrundete und seiner Freundin auf der anderen Seite die Tür öffnete. Der Wagen gehörte Vanessa und Mark hatte gewusst, dass er ihr eine Freude bereiten würde, als er sie damit abgeholt hatte. Sie liebte ihre alte Rostlaube. Nicht, dass Mark das blaue Auto in Vanessas Gegenwart so nennen durfte."


Natürlich ist diese Wahrnehmung sehr subjektiv und ich will nicht behaupten, bei allen Punkten rechtzuhaben, ganz bestimmt nicht. Aber ich würde mich freuen, wenn ich vielleicht die eine oder andere Anregung geben konnte :)

Liebe Grüße
Schwarzstaub

Antwort von NiallMtG am 17.12.2020 | 09:47 Uhr
Erstmal danke für deine Kritik, ich freue mich immer über Meinungen und Anmerkungen, nur so kann man besser werden. Ich schreibe noch nicht lange und dies ist die erste Geschichte wo ich mal wirklich inhaltlich wie stilistische Kritik bekomme. Das freut mich, ich schreibe immer und denke: machst du eh für dich, das wird keiner lesen und das ist okay, weil ich Spaß daran habe. Mit Anmerkungen kann man aber eben besser werden, also noch einmal: vielen Dank!
Problem, gerade am Anfang ist wie viel beschreibt man und wie viel überlässt man dem Leser? Da teste ich ein wenig aus, deine Lösungsvorschläge wirken aber elegant, die Geschichte spielt Mitte der 90er, sie mag hin geklatscht wirken, ich habe tatsächlich öfter Google bemüht, etwa um zu sehen welche Automarke im Westen zu der Zeit schon alt gewesen sein könnte. Ich finde so kleine Informationen eigentlich immer ganz nett, was lief da zu der Zeit im Fernsehen, was lief im Radio, welches Auto stand vor der Tür. Ich habe es versucht als stilistisches Mittel zu nutzen um aufzuzeigen dass man in den 90ern ist. Das ist noch nicht so lange her und doch hat man damals komplett anders gelebt und Kontakt aufgenommen als heute, was ich interessant finde. Da ich mich auch durch Genres teste, was mir liegt und Spaß macht, werde ich wohl nochmal in den 90ern schreiben, nur vielleicht mal was komplett anderes, mal sehen.
Also: Kritik angekommen, ich gelobe Besserung und dir eine schöne, restliche Weihnachtszeit. Bleib gesund.
09.12.2020 | 19:23 Uhr
... tja, das ist die Frage. Man könnte meinen, dass sich das Wesen ab mehrere Leute klammern kann, an Naumann und auch an Vanessa. Naumann ist verrückt, steht aber noch immer unter dem Einfluss des Wesens und Vanessa läuft Gefahr, ihm zu verfallen, wenn sie ins Haus zurückkehrt.

Du machst es spannend!

Ps.: Leider haben sich wieder viele Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen.
09.12.2020 | 18:53 Uhr
... sorry, wenn ich gerade so Maulfaul bin. Deine Story gehört nachwievor zu meinen Favoriten. Doch hänge ich etwas hinterher.
Nun sind die beiden also in der "Klapse", um Naumann zu besuchen? Auch erfährt der Leser durch die Tagebücher, was sich im Haus bisher abgespielt hat, dass die Frau um ihr Leben fürchtete. Was also ist da? Wer ist da? Ein böser Geist, der den der Menschen vergiftet? Stichworte: eheliche Gewalt. Übrigens: in der DDR gab es juristisch gesehen in der Ehe gar keine Vergewaltigung.

Es bleibt spannend!

LG
05.12.2020 | 19:43 Uhr
Na, hola, die Waldfee - der Klopfgeist entpuppt sich als Mörder? Was treibt den tatsächlich um? Angst und Schrecken zu verbreiten, natürlich, aber was noch? Und steht in den Tagebüchern so gar nichts?
Schön finde ich, wie du immer wieder auf die DDR anspielst - irgendwie habe ich das Gefühl, dass die kleine Gemeinde seit der DDR von diesem Geist besessen ist. Einer, der in den Osten rübermachte, wird es wohl nicht sein?

Mir fällt dabei ein, dass ich vopr Urgrossväterszeiten eine ähnlliche Geschichte las, in der ein Geist eine junge Frau verfolgte: Schwarzer Ziegenbock - in meiner Favo-Liste. Die Autorin schreibst auch sehr gut und spannend.

Ich freue mich aufs neue Kapitel!
Und da es so spannend ist: Bitte lass mich/uns nicht so lange warten. :-D

Antwort von NiallMtG am 06.12.2020 | 19:13 Uhr
Na klar wird noch auf die Tagebücher eingegangen, ich war mir nicht ganz sicher wie ich es präsentiere, habe aber eine Lösung gefunden. Zum Thema DDR, ich mag deutsche Geschichte, wir haben so viel zu bieten, gerade die östlichen Länder die mal DDR waren. Mega interessante Zeit auf beiden Seiten und das ist noch nicht so lange her.
Ich arbeite schon am nächsten Kapitel, aber da es Hobby ist ist halt oft das Reallife im Weg. XD
Aber vielen Dank für die Review
30.11.2020 | 19:35 Uhr
Hola zum Zweiten!

Ich bin noch immer wie geflasht von deiner Geschichte. Sie ist nach wie vor spannend. Und obwohl dieses Kapitel nun wirklich der Länge nach ein Steinbeisser war und ich im Allgemeinen schon von der Länge abgeschreckt bin, bekam ich hier nicht genug. Ich musste einfach weiter und weiter lesen - du wirst sicher bemerkt haben, dass ich auch kurze Pausen einlegte - na ja, der der war alle geworden und Kerzen mussten neu gesteckt werden ... ich bin begeistert und würde nun am Liebsten gleich weiterlesen, so "verliebt" bin ich in deine Story.

Allerdings - und das nimm mir jetzt nicht krumm - hapert es an deinem Stil (das aber ist Nebensache), vielmehr scheinst du mit der Interpunktion auf Kriegsfuss zu stehen. Ist ja nicht schlimm, jedenfalls nicht in diesem Fall, da der Inhalt dein großes Plus ist, aber vielleicht kannst du in der Hinsicht genauso gut arbeiten und schaffen? Und wenn du denkst, du hättest es nicht im Griff, dann such dir nen Beta-Leser.

Diese Geschichte hat es, soweit ich das beruteilen kann, das Zeug für eine richtig gute Story. Und zwischendrin kam mir auch der Gedanke, dass du wirklich gut Krimis schreiben könntest.

So, ich gedulde mich hier dereinst! Oder auch nicht. Jedenfalls hype ich dem nächsten Kapitel entgegen ...

LG
KT

Ps.: Ich kann dir noch keinen Stern geben, da ich mich erst neulich hier anmeldete. Also wird er nachgereicht. ;-)

Antwort von NiallMtG am 01.12.2020 | 10:55 Uhr
Der Plan war eigentlich jeden Tag in ein Kapitel zu bringen, ich finde auch dass Kapitel nicht zu lang werden sollten. Sie wirken sonst abschreckend. In diesem Fall wollte ich zumindest bis zum Tagebuch kommen, da sonst sehr wenig passiert wäre, zumindest dem Gefühl nach.
Kritik ist immer gerne gesehen und ein Betaleser wäre sicherlich gut, ich schreibe meist und sollte es vielleicht noch einmal gegenlesen. Werde ich wohl bei Beendung der Geschichte machen, vielen Dank für deinen Hinweis.
30.11.2020 | 17:36 Uhr
Kurze Rückmeldung: ich habe mich wie ein Schneekönig gefreut, als ich deinen Alert erhielt. Nun in Sachen Geisterei und deren Kulturabhängigkeit fällt mir ein Witz ein:

Fährt ein Mann nach Transsilivanien und da es schon spät ist, kommt er in einem einsamen Haus jot-weh-de unter. Der Wirt warnt ihn, ja nicht das Fenster zu öffnen, auch wenn's klopft. Niemals Fenster öffnen!

Nun denkt sich der Mann nichts dabei, geht ins Zimmer, macht sich zum Schlafen fertig, schläft auch gut ein, bis er plötzlich von einem Kopfen wach wird. Und dieses Klopfen, zunächst versucht er es zu ignorieren, wird immer lauter und lauter - und es kommt eindeutig vom Fenster. Nun erinnert er sich zwar an die Warnung, doch was soll er tun? Schlafen kann er bei diesem Getöse eh nicht, also öffnet er das Fenster und hereinkommt ein schwarzer Schatten, der sich vor ihm als Vampir materialisiert.
Ach so, das, denkt der Mann, damit hatte er ja in dieser Gegend gerechnet. Rasch holt er seinen Knoblauch und das Kreuz aus der Tasche und hält es Mister Vampire entgegen. Doch der Vampir schmunzelt nur und kommt ihm näher. Der Mann, nun doch etwas unruhig, betet Beschwörungen hervor, so, wie er es gelernt hat und hebt Kreuz und Knoblauch noch höher. "Hinfort mit dir!", schreit er, "hinfort!"

Aber der Vampir tut nicht dergleichen, lacht nun auch, kommt dem Mann näher und säuselt ihm, fast schon mitleidig ins Ohr: "Doas nützt dir goar nichts!"

Mit stellt sich nur die Frage, warum der Knoblauch nicht geholfen hat. Ist er nicht universell - also bei allen Vampiren, egal, ob christlich, jiddisch muslimisch ... einsetzbar? Dass das Kreuz nicht immer funktioniert, liegt jedoch in der Natur der Sache. ;-)

Bis später!
27.11.2020 | 23:46 Uhr
Es ist so spannend und gut geschrieben, dass ich an dieser Stelle nur schreiben kann: Sch ..., dass es an dieser Stelle noch nicht weitergeht.
Eines kann ich nur wiederholen: du vermagst zu schreiben!

Grüss Klünther ;-)

Antwort von NiallMtG am 28.11.2020 | 10:10 Uhr
Danke für deine Reviews, ich freue mich immer mal Feedback zu bekommen, das motiviert ja auch beim weiterschreiben. Man weiß sonst nicht ob man überhaupt weiter kommt, ich geh hier auch mal auf die andere Review im anderen Kapitel ein. Ich habe als 'Wessi' mal im Osten gelebt, das ist nun auch schon 10 Jahre her oder so, aber auch da war noch ein Ost/West denken üblich, zumindest hatte ich den Eindruck. Eine der ersten Fragen die man im Arbeitsumfeld bekam war immer ob man aus dem Osten oder aus dem Westen sei. Das mag nicht überall so sein, aber im ländlichen Gebiet war es damals so, ist es vermutlich noch immer so und ich kann es total verstehen. Als die Mauer fiel waren es die rückständigen Ossis, denen man nun das schöne Leben zeigen würde. Alles aus dem Osten war erstmal schlecht, minderwertig (nicht die Leute, sondern Produkte und Co.) Firmen wurden zerschlagen und reiche Westbonzen teilten sich den Osten quasi auf. Erst letztens hatte ich eine Dokumentation gesehen das über 90% der Firmen da entweder an Leute aus dem Westen oder an welche aus dem Ausland gingen. Da kommt man sich verarscht vor, wenn man plötzlich arbeitslos ist, alles schlecht gemacht wird und die Leute, von denen man glaubt dass die auf einen herabsehen, kaufen alles auf um reich zu werden. Das hat eine tiefe Kluft geschaffen, die auch heute noch spürbar ist, die aber mit der Zeit verheilen wird, hoffe ich.
Zur Story selbst, ich habe einen groben Fahrplan in welche Richtung ich will, schauen wir mal ob sich das so umsetzen lässt. :D
27.11.2020 | 23:14 Uhr
Spannend, spannend, spannend. Ich lese deine Geschichte nicht nur gern, sondern auch mit grossem Interesse, weil du diese einzelnen Elemente, die Vanessa aufstossen sogut verpackst. Es könnte so sein, es muss aber auch nicht. Dadurch ziehst du den Leser in deine Geschichte hinein, fesselst ihn. Er will wissen, was da los ist!
27.11.2020 | 21:47 Uhr
Du schreibst wirklich gut und verknüpfst die Handlungselemente sehr elegant, sodass sich der Leser kaum wehren kann: er muss einfach weiterlesen. Ich sitze hier an meinem adventlich geschmückten Schreibtisch, trinke einen Gewürztee und genisse deine Geschichte. Danke, dass du sie mit uns teilst.
Ach, die Vorhänge sind ja scon etwas alt und schäbig - mich beschlich ein leiser Ekel, als ich sie mir vorstellte. Also ich an Vanessas Stelle hätte ja - aber gut, sie will nicht beobachtet werden ...

Und noch was: ich mag, dass du wirklich authentisch schreibst. Dieses Denken "Wir hier im Osten werden vom Westen gefressen", traf man häufig an - auch die daraus sich ergebenden Ressentiments. Und wenn da wirklich jemand ums Haus schleicht, dann wird es einer sein, dem Vanessa schon begegnet ist. Menschen sind grausaum in ihrem Hass.


Ps. und zu Klünther: Der ist einmalig. Ich bin Fan, habe ich vorhin beschlossen. Schick den Burschen meinethalben zu den Quer"denkern" oder (anderen) Verschwörungstheoretikern. Der Satire sind im Gegensatz zu Klünthers kognitiven Fähigkeiten keine Grenzen gesetzt. Und ja, ich kann es mir vorstellen, dass es schwer ist, einen Klünther so richtig klüntherich zu beschreiben. Also lass dir Zeit beim Klünthern. :-)
Pps.: Klünther wäre selbst für die Quer"denker" und Verschwörungstheoretiker zu doof.
27.11.2020 | 13:03 Uhr
Hola!

Bisher sehr interessant. Nur der Gestank und das Beobachtetsein erinnern mich an einen Film, den ich unlängst gesehen habe. Ansonsten mag ich diese Stories um Alte Häuser sehr, auch wenn sie so ausgelutscht erscheinen. Aber es zieht mich immer wieder aufs Neue. Mit Haus-Stories bekommt man mich.

LG TK :-D

Antwort von NiallMtG am 27.11.2020 | 17:01 Uhr
Danke für die Review, ich erfinde das Rad vermutlich nicht neu, ich wollte einfach ausprobieren ob ich in dem Genre schreiben kann und vermutlich lasse ich aus gesehenen Dingen Ideen mit einfließen. Es ist nur ein kurzer Ausflug und ich hoffe die Story bald beenden zu können, damit sie nicht zu lang wird, wie gesagt es ist mehr oder weniger nur ein Test als Kurzgeschichte. :D
20.11.2020 | 10:23 Uhr
halo
so einzuschlafen ist fein
wie es weitergeht
darauf könntest du noch gehen ein
bis dann

Antwort von NiallMtG am 21.11.2020 | 22:47 Uhr
Danke, es ist mein erster Ausflug in das Genre und eher zur Ablenkung ehe ich meine andere Story beende.
 Anzeigeoptionen  Review schreiben Regelverstoß melden Sortieren 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast