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Autor: Flowerpowder
Reviews 1 bis 8 (von 8 insgesamt):
26.11.2020 | 21:34 Uhr
Guten Abend Flowerpowder!!

Nicht nur Flora und Fauna finden in deinen Gedichten ihren Platz, nach Philosophie, Technik und Physik haben uns deine Gedichte schon näher gebracht oder von einer anderen Seite betrachten lassen.

Hier beweist Du einmal mehr, dass auch politische Gedanken sich „verdichten“ lassen. Wobei natürlich nicht der Inhalt selbst politisch ist, sehr wohl aber der Zusammenhang und das Thema.

Ich finde, man hat mit dem Wahlsieg von Biden, doch ein Aufatmen an vielen Stellen in der Welt gespürt. Aber auch vorangegangenen Präsidenten haben schlechte Entscheidungen getroffen und sich unbeliebt gemacht. Am Ende ist es ein Amt, das doch so einiges wiegt…

Hoffen wir das Beste für die nächste Amtszeit und den nächsten Präsidenten!

Viele Grüße
Ramona

Antwort von Flowerpowder am 27.11.2020 | 14:04 Uhr
Hallo liebe Ramona!

Vielen, lieben Dank für Dein interessantes Feedback hierzu!

Ja - ich wollte da einfach einmal ein aktuelles Ereignis in einem Gedicht aufgreifen - und da kam mir die US-Wahl eben gerade recht (dass dies hier ein politisches Thema ist, ist eher zufällig).

Aber klar - das Aufatmen über den Wahlsieg Bidens war in der ganzen Welt spürbar (außer vielleicht in China, wo man jetzt ein Wiedererstarken des transatlantischen Bündnisses befürchtet).
Natürlich war Trump nicht der einzige schlechte und unbeliebte, bestimmt auch nicht der einzige skrupellose Präsident - aber wohl doch zusätzlich der von sich selbst am stärksten eingenommene.
Als ich das Gedicht begann zu schreiben stand übrigens schon das "Du tust mir leid" am Ende fest - denn ich halte ihn für einen kranken, extrem narzisstisch veranlagten Menschen, den Niederlagen zur Verzweiflung bringen und der Vergötterung braucht wie andere Menschen ihr tägliches Brot.

Und so glaube ich schon, dass sich jetzt alles wieder etwas mehr entspannen wird - zumal die Vizepräsidentin Harris (nach dem Wenigen, was ich von ihr weiß) auch schon einen sehr guten und gemäßigten Eindruck macht.
Aber ich finde es auch gut, dass Du Dich hier mit Vorschusslorbeeren zurückhältst, denn letztlich muss die neue Regierung dann an ihren Taten und Ergebnissen gemessen werden - und auch sie ist ja kein neutraler Beobachter, sondern muss sich irgendwo positionieren, und sie muss auch wie ja alle Politiker um die Wähler- und Lobby-Gunst buhlen.

Ganz, ganz liebe Grüße
Norbert
09.11.2020 | 11:17 Uhr
Lieber Norbert,

das Gedicht ist super. Ich habe es mit Bewunderung und mit einem Schmunzeln gelesen.

Ich denke, du hast das in Reime gefasst, was die Mehrheit der Deutschen über Donald Trump denken. Allerdings kann ich deinen Worten in der letzten Strophe nicht zustimmen. Er tut mir nicht leid und es wird auch keine Einsamkeit auf ihn warten. Er wird seine Niederlage weiterhin nicht anerkennen, die Ergebnisse anfechten und bis zum Obersten Gerichtshof ziehen. Aber auch wenn er hier keinen Erfolg hat wird er weiterhin versuchen Einfluss zu nehmen. Er hat seine Fans, der Trumpismus ist nicht vorbei, die Sache ist noch nicht ausgestanden. Es wird schwierig werden für Biden und auch für uns wird nicht alles gut bzw. leichter. Aber zumindest der Ton in der Politik zwischen den USA und Europa wird sich ändern und ich hoffe und wünsche mir, dass der neue Präsident es schafft die US-Amerikaner tatsächlich wieder etwas mehr zu vereinen.

Sonnige Grüße
herbstlady

Antwort von Flowerpowder am 09.11.2020 | 12:28 Uhr
Liebe Herbstlady,

vielen, lieben Dank für Dein schönes Feedback, über das ich mich wieder sehr gefreut habe!

Ja, mag sein, dass Du Recht hast und dass Trump die Ergebnisse bis zur letzten Sekunde anfechten wird (hierfür läuft eine Frist Mitte Dezember ab, soweit ich weiß). Ja, ein paar vereinzelte "Trumpisten" wird es noch geben, aber das sind nicht die Republikaner, von denen ja ein Teil bereits Biden gratuliert hat. Auch sein Hotel-Imperium wird zusammenbrechen.

Oh, nein, Du hast Recht: Biden wird eine ganz schwere Bürde tragen müssen (wenn er das aufgrund seines Alters denn noch kann). Aber da gibt es genügend intelligente Demokraten, wie Harris, Obama, usw., die das können. Auch ein Teil des Protektionismus gegenüber Europa wird mit großer Wahrscheinlichkeit bleiben - wenn auch (wie Du ja sagtest) in einem weniger polternden Ton. Die Einung der Amerikaner ist auch meine Hoffnung.

Zum "Du tust mir leid." und zur Vereinsamung: Das war der Kernpunkt des Gedichts (alles andere sind nur pure Fakten) und die einzige Inspiration zu meinem Gedicht (ich hätte es sonst nicht geschrieben):

Ich glaube, dass er schon jetzt in seinem tiefsten Inneren ein einsamer Mensch ist, der nur nach außen (krankhaft!) den starken Mann spielte und sich immer weiter in diese virtuelle Rolle hineinsteigerte. Ab einem gewissen Zeitpunkt musste der das tun - ähnlich wie ein Clown, der mit seiner roten Pappnase immer fröhlich sein muss und am Ende des Tages tieftraurig zu Bett geht.
Nach seinem Amt werden ihn 30 Kladen/Prozesse erwarten. Er wird keine Sonderrechte oder Immunität mehr genießen. Er wird immer einsamer werden ...

Ja: "Du tust mir leid" - diese Worte hat mir die menschliche Ethik diktiert ... ;-) ... (was man aber natürlich auch mit reinem Gewissen anders sehen kann - das gebe ich gerne zu)

Ganz, ganz liebe, sonnige Grüße - und bleib schön gesund!

Norbert
08.11.2020 | 21:16 Uhr
Lieber Norbert,

schmunzel - danke für dieses Gedicht.

Das ist alles passend beschrieben und natürlich stilistisch perfekt.

Ich habe aber kein Mitleid mit ihm. Dazu habe ich mich viel zu oft über diesen Irren aufgeregt.
Ich bete, dass der alte Mr. Biden noch vier Jahre durchhält und es nicht zwischendrin zu einem Amtswechsel kommt.

Schlaf gut!
Bye
Elayne Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Antwort von Flowerpowder am 09.11.2020 | 10:55 Uhr
Liebe Elayne,

vielen, lieben Dank für Deine lobende Worte, über die ich mich natürlich wieder sehr gefreut habe!

Sollte Mr. Biden nicht durchhalten, haben die Demokraten sicher auch kompetente Nachfolger in ihren Reihen: Da wäre neben seiner Vizepräsidentin Harris sogar auch Obama denkbar (ja, der dürfte nach seiner Pause wieder!).

Zum letzten Vers - ich verstehe und akzeptiere Deine Meinung hier natürlich völlig - kopiere und ändere ich jetzt einmal aus einer eigenen vorherigen Review-Antwort (was ich normalerweise nicht mache), aber ich kann es hier einfach nicht besser ausdrücken:

Das "Du tust mir leid" hatte ich schon vor Beginn des Schreibens fest im Kopf - er war sogar die Motivation, das Gedicht überhaupt zu schreiben.
Ich sah in Trump immer einen Polit-Clown, der (bewusst oder unbewusst) sein politisches Spaß-Programm in seiner Glitzerwelt durchzog. Vielleicht zog er abends seine Krawatte, sein Jackett, sein weißes Hemd aus, wusch sich die Schminke ab, nahm sich sein Toupet (schreibt man das so? *grins*) ab, besah sich im Spiegel und weinte bitterlich bevor er zu Bett gign? Am nächsten Morgen zog er sein Clown-Kostüm wieder an und spielte den harten Wirtschafts-Boss, der es gut mit dem eigenen Land meint? Wir wissen es nicht.
Wie auch immer - dieser Mann war krank. Kranke brauchen Hilfe, professionelle Hilfe, mitunter auch recht schmerzhafte Hilfe. Und in so einem Moment überfällt mich die Ethik und sagt mir: "Der Mann tut mir leid." - und für seine Fehler einstehen, büßen wird er ja ohnehin müssen. Das kann ihm niemand abnehmen - die berechtigten Beschimpfungen in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft auch nicht.

Ganz, ganz liebe Grüße
Norbert
08.11.2020 | 17:33 Uhr
Lieber Norbert,

das Gedicht ist super. Du hast genau das geschrieben, was die meisten von uns über den Ausnahmepräsidenten ins schlechtesten Sinne halten. Allein schon jeden Tag in den Nachrichten sein Gesicht zu sehen, war mir zuwider. So ein aufgeblasener, ignoranter und überheblicher W....
na, ich schreibe das lieber nicht, vielleicht lesen hier auch Kinder.

Ich glaube, bei dieser Wahl hat wohl jeder gedacht: hoffentlich bekommt der keine neue Amtszeit.
Mein Glaube an den amerikanischen Präsidenten war ohnehin zerstört, als er damals die Wahl gewann. Wie kann es sein, dass nach Obama, den ich durchaus schätzte, so ein - verzeih mir - blöder blonder Milliardär gewählt wird? Wieso tun die Amerikaner das? Ist das alles nur wieder die Macht des Geldes? Das kann doch nicht sein. Hat denn keiner aus der Geschichte gelernt?

Was der neue Präsident bewirken wird, wissen wir nicht, aber hoffen darf man doch, dass er zumindest nicht auf die gleiche tyrannische Art wie T. regieren wird. Ich möchte diesen Namen möglichst schnell vergessen, doch das wird wohl nichts, dafür gibt es zu viel Karikaturen und Witze über ihn - schade eigentlich.

PS: erstes, zufällig gelesenes Gedicht aus deinem zartbitteren Buch: brillant! "der kranke Computer" passt super zur Corona-Zeit, von der du damals noch gar nichts wissen konntest.
Das 2. habe ich sogar meinem Mann vorgelesen. Es hieß: Na, wie geht's? - echt Klasse :)

liebste Grüße
deine Maggie

Antwort von Flowerpowder am 09.11.2020 | 10:42 Uhr
Liebe Maggie,

vielen, lieben Dank für Dein sehr schönes Feedback, über das ich mich natürlich wieder sehr gefreut habe.

Ja - auch mir ist es ein Rätsel, warum immerhin fast die Hälfte der Amerikaner nun zum zweiten Mal so einem kranken Menschen ihre Stimmen geben konnten. Ich kann es mir nur mit dem Glauben an die Wirtschaft, den Protektionismus, sowie an Wachstum und Wohlstand - also an den puren Kapitalismus mit all seinen Schattenseiten - erklären.

Ja - der neue Präsident ist ja schon sehr alt und hat dennoch eine Mammutaufgabe zu lösen. Da müssen wir auch schon einen großen Vertrauensvorschuss an seine Vizepräsidentin Harris geben. Hoffentlich rechtfertigt das Duo diesen Vertrauensvorschuss - leicht wird das nicht ...

PS: Oh ja, genial: "Der kranke Computer" passt natürlich gut und humorvoll zu Corona - da hatte ich gar nicht daran gedacht! Das "Na wie geht's" ist halt eher so eine kleine Wortspielerei. Aber ich freue mich total, dass das Buch (oder zumindest das Gedicht) auch bei Deinem Mann gut ankommen zu scheint.

Ganz, ganz liebe Grüße (unbekannterweise auch an Deinen Mann)
Dein Norbert
Net Sparrow (anonymer Benutzer)
08.11.2020 | 17:17 Uhr
Lieber Flowerpowder!
Während auf der ganzen Welt die Nachrichten über die US-Wahl dominierten, die dich zum Schreiben inspirierte,
war bei uns die Berichterstattung über den großen Terroranschlag in Wien, die wiederum mich zum Schreiben inspirierte.

Dein Gedicht war stilistisch sehr gut.
Trump war ein schlechter Präsident, aber er hat zumindest keinen Krieg angefangen,
und er ist nun ein noch schlechterer Verlierer.
Biden und Kamala kann ich zu wenig einschätzen.

Die Gräben sind tief in der Gesellschaft, da ist viel Aufbauarbeit gefordert. Trump hat es nicht versucht, ich hoffe, Biden schafft es zumindest im Ansatz.
Biden wird sich beweisen müssen, auch wenn ich glaube, dass Kamala diejenige sein wird, die den Ton angibt, zumindest noch während seiner Amtszeit, da er ja gesundheitlich sehr angeschlagen ist.
Ich würde mir etwas jüngere Präsidenten wünschen, die noch ein Interesse an einer Zukunft haben, deren Gestaltung sie noch miterleben.
Ein Obama ist auch Biden nicht für mich.

Grundsätzlich bin ich sehr pessimistisch, was die Zukunft unserer Welt betrifft und den Charakter der Politiker allgemein.
Letztlich kommt niemand so hoch hinauf, der seine Macht nicht durchzusetzen weiß. Sensible Charaktere schaffen es nicht, an die Spitze eines Staates zu kommen, die erreichen vielleicht als Lokalpolitiker was für ihre Wähler, und sie sind sowieso im kleineren Kreis die besseren Gestalter und Charaktere.

In den vielen Tagen der Auszählung gab es ein Internet-Meme, das den Sockel der Freiheitsstatue zeigt und die Statue selbst guckt dahinter versteckt vorsichtig hervor mit dem Text: Isser weg?
Und heute gab es ein Statement: Der trotzige Donald möge aus dem Weißen Haus abgeholt werden (analog zum Ikea-Bällebad).
Lieben Gruß.
R ㋡

Antwort von Flowerpowder am 09.11.2020 | 10:30 Uhr
Lieber Spatz,

vielen, lieben Dank für Dein schönes Feedback! Ich habe mich wieder sehr darüber gefreut.

Ja, ich verstehe gut, dass Dich der brutale, verabscheuungswürdige Anschlag in Wien (vor der eigenen Haustüre sozusagen) mehr berührte, als andere Ereignisse (die aber immerhin die ganze Welt betreffen - inklusive hunderttausende verstorbener Bürger in den USA).

Die fehlende Einschätzung von Biden und Harris ist etwas, was ich auch sehe - hier müssen wir abwarten. Aber klar ist: Trump musste schleunigst abgewählt werden, bevor er noch mehr Unheil stiften kann. Und Biden kann ja nur mit kleinen Schritten behutsam Änderungen durchführen. Sein Alter ist natürlich besorgniserregend, aber dafür hat er ja eine deutlich jüngere Vizepräsidentin.

Auch bzgl. der Mentalität der Spitzenpolitiker gebe ich Dir Recht: Ohne Ellbogen-Mentalität wären sie alle nicht dort, wo sie jetzt sind. Aber das ist natürlich auch ein ganz generelles Phänomen des Zusammenlebens von Individuen (und ist weder auf die Politik, noch auf die Menschheit beschränkt).

Ganz, ganz liebe Grüße und Dir eine gute Woche - auch in Hinblick auf Deine Gesundheit
Norbert
08.11.2020 | 17:05 Uhr
Lieber Norbert,

fast hätte ich geschrieben: Jedes Wor kann ich dick unterstreichen und dann kommt doch dein weiches Herz zum Vorschein und du musstest ja unbedingt die letzten 4 Worte schreiben.
Ich denke fast, du tatest es des Reimes wegen, doch denke ich auch, du hast einen Wortschatz, der dich auch was anderes hätte finden lassen.

Ist es also dein weiches Herz, oder weil du schon wieder viel weiter schaust? Also wende ich meinen Blick von meinem Bauchnabel weg (dabei ist der so schön zu betrachten) und schaue in die Richtung, in der du blickst.

Ja du hast Recht, er muss einem leid tun. Ein gebrochener Mann, der nun erleben muss, was er für unmöglich hielt. Schimpfen konnte ich gut auf ihn, weil ich angst vor ihm hatte und vor der Macht die er in Händen hielt.

Außerdem muss ich mich beim amerikanischem Volk entschuldigen. Sie haben viel mehr gesehen, als uns die News erzählt haben und sie haben, wenn auch demokratisch knapp, die riichtige Wahl getroffen.

Aber was soll das Ganze, ist doch hier kein politisches Forum, sondern eines von Schreiberlingen. Und deshalb hier meine ehrliche, aufrichtige, sicher keine Fake-news seiende Bewunderung für deine Verse. Ganz unabhängig vom Inhalt, auch wenn ich den nun bis zum letzten Wort unterstreichen kann.

Liebe Grüße

Martin

Antwort von Flowerpowder am 09.11.2020 | 10:17 Uhr
Lieber Martin,

vielen, lieben Dank für Dein sehr schönes Feedback, über das ich mich wirklich wieder sehr gefreut habe.

Ja, genau: Das ganze Gedicht besteht ja fast nur Tatsachenfeststellungen - bis auf den letzten Vers eben. Den schrieb ich natürlich nicht des Reimes wegen: Nein, ich hatte ihn schon vor Beginn des Schreibens fest im Kopf - er war sogar die Motivation, das Gedicht überhaupt zu schreiben.

Ich sah in Trump immer einen Polit-Clown, der (bewusst oder unbewusst) sein politisches Spaß-Programm in seiner Glitzerwelt durchzog. Vielleicht zog er abends seine Krawatte, sein Jackett, sein weißes Hemd aus, wusch sich die Schminke ab, besah sich im Spiegel und weinte bitterlich? Am nächsten Morgen zog er sein Clown-Kostüm wieder an und spielte den harten Wirtschafts-Clown? Wir wissen es nicht.
Wie auch immer - dieser Mann war krank. Kranke brauchen Hilfe, professionelle Hilfe. Und in so einem Moment überfällt mich die Ethik und sagt mir: "Der Mann tut mir leid." - und für seine Fehler einstehen, büßen wird er ja ohnehin müssen. Das kann ihm niemand abnehmen, die berechtigten Beschimpfungen in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft auch nicht.

Ich freue mich wirklich, dass Du Dich letztlich auch auf diese Sichtweise einlassen konntest.

Liebe Grüße
Norbert
08.11.2020 | 17:02 Uhr
Hallo Norbert,

Die Welt lebte im Hoffen oder Bangen,
vor den Wahllokalen lange Schlangen.
Half es, dass wir die Daumen drückten,
um zu entfernen den Verrückten.

Sein Fans sagten er sei ein guter Christ.
Ich denke nur er ist ein Narzisst.
Er hat auf alle Regeln verzichtet,
und dabei nur seine Geldscheine aufgeschichtet.

Wie können Menschen einem solchen Arsch vertrauen,
ihre Hoffnung auf Lügen bauen und einfach wegschauen.
Ich weiß es nicht, aber ich bin darauf auch nicht erpicht.
Ich habe halt eine demokratische Sicht.

Gruß Christian

Antwort von Flowerpowder am 09.11.2020 | 10:00 Uhr
Vielen Dank, Christian für Dein herrlich poetisches Feedback, über das ich mich wieder sehr gefreut habe!

Ja, ich denke, wir haben eine Krise weniger auf dieser Welt - obwohl wir jetzt einem Nachfolger, den wir gar nicht so gut kennen, ungeheuer viel Vertrauen entgegen bringen. Aber sooo viel schlimmer kann es ja wohl auch nicht werden.
Ist es nicht verrückt, das knapp die Hälfte der Amerikaner wieder diesen verrückten, kranken Menschen zum Präsidenten haben wollten?
Narzisst trifft es natürlich perfekt - Christ nicht im Geringsten!

Beste Grüße
Norbert
08.11.2020 | 16:48 Uhr
Hallo Norbert,

ein durchaus angemessenes Gedicht zur Niederlage des schlechtesten Präsidenten der US-Geschichte. Hoffentlich verschwindet er dann auch wirklich bald und wiegelt nicht noch irgendwelche irren Milizen zu Gewalttaten auf (was ich ihm ohne weiteres zutrauen würde); diese sehr lange Übergangszeit zwischen Wahl und Amtsübergabe ist nicht ganz ungefährlich.

Sein designierter Nachfolger Joe Biden ist nicht zu beneiden (zumal Mr. Trump vermutlich noch einiges an verbrannter Erde zurücklassen wird).

Eine Frage muß ich aber loswerden: ist die "Schweinwelt" im ersten Vers der dritten Strophe ein Tippfehler oder ganz bewußt so geschrieben (in diesem Fall erscheint mir beides als denkbar, auch wenn ich eher einen Tippfehler vermute)?

Jedenfalls kann ich mich Deinen (wie gewoht rhythmisch einwandfreien und auch sonst sehr ansprechenden) Versen nur anschließen, mit Ausnahme der Schlußworte. Mit Diktatoren habe ich grundsätzlich kein Mitleid. Mit Leuten, die versuchen, ein Diktator zu werden, auch nicht.

Liebe Grüße,
Thomas

Antwort von Flowerpowder am 09.11.2020 | 09:53 Uhr
Hallo Thomas,

vielen Dank für Dein schönes Review hierzu! Ich habe mich sehr darüber gefreut. Vielen Dank auch für Deinen Hinweis auf die "Schweinwelt" - was für ein schöner Freud'scher Neologismus (nein, so würde ich nicht schreiben - das war ein Typo)!

Ja, ich hoffe auch, dass das Wahlergebnis von allen Seiten akzeptiert wird - um des Friedens Willen und auch als Zeichen für die Demokratie.

Du hast völlig Recht: Biden ist natürlich nicht zu beneiden: Soll er nun als erste Aktion einen landesweiten Lockdown erlassen? Das wäre zwar angemessen, aber ein sehr schlechter Start bzgl. Akzeptanz in der Bevölkerung. Und dort gibt es bekanntlich ganz viele solcher Themen.

Ja, zum Mitleid: Natürlich kann man das haben oder auch nicht. Bei diesem Vers, ja beim Schreiben des ganzen Gedichts, stellte ich mir immer einen Clown vor (ich denke, das passt zu Trump), der abends seine bunte Jacke auszieht, die Pappnase abnimmt und weinend zu Bett geht. Wir wissen nie, wie es im Inneren eines Menschen aussieht. Insofern: Ja, er tut mir leid.

Liebe Grüße
Norbert
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