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Autor: la enfermera
Reviews 1 bis 20 (von 20 insgesamt):
28.01.2021 | 23:04 Uhr
Das Ergebnis "positiv" beim HIV- Test war wohl für den Verlauf der Geschichte absehbar, aber trotzdem zerreisst es einen als Leser, es wirklich zu erfahren.

Ich hab übrigens interessehalber mal nach dem Spiegel-Artikel gegoogelt, den Timo im Wartezimmer liest, und war ehrlich gesagt geschockt von Tonfall und Wortwahl des Artikels. Sorry, aber herablassender gegenüber Schwulen und sogenannten "Randgruppen" (allein schon dieses Wort trieft vor Verachtung, finde ich) geht es wohl echt nicht!
Dass der Artikel nicht gerade zu Timos Ablenkung nützt, ist daher verständlich.

Positiv überrascht war ich allerdings von Dr. Behring, der trotz Timos Offenbarung, dass Jakob sein Lebenspartner ist, noch so normal und freundlich mit Timo umgeht und anscheinend auch Jakobs Fragen geduldig beantwortet! Es ist schön, dass es doch auch noch Menschen gibt, die Homosexuellen gegenüber neutral eingestellt sind und eben nicht mit Verachtung reagieren.

Timos Flucht ist verständlich und es ist gut, dass er sich jedes Mal von Jakob verabschiedet mit den Worten, er brauche nen Moment für sich! Jakob hätte sein Weglaufen sonst wohl nur schlecht verkraftet.

Hm, Jakobs mutmachende Worte deute ich so, dass er sich wohl echt bemüht hat, aus den Worten des Arztes positive Aspekte zu ziehen, auch wenn die Diagnose mehr als scheiße ist. Aber immerhin ist Timo momentan noch weit weg von unschönen Symptomen und durch die anscheinend noch niedrige Viruslast muss Jakob sich nicht zwangsläufig angesteckt haben.
Ich denke, dass Jakob sich auf diese Art versucht, die Situation nicht komplett schwarz zu sehen.

Dass Timo trotz seiner Verzweiflung noch immer nicht "bereut", zu seiner Homosexualität zu stehen und sie ausgelebt zu haben, zeugt ebenfalls davon, dass er eine sehr starke Persönlichkeit hat. Und dass er sich zwingt, den Tatsachen ins Auge zu sehen (aber halt ohne Jakobs Optimismus), ist auch sehr gut.

Hm, das Ende von Timos Gedanken, als er meint, sich getäuscht zu gaben, dass der Tag nicht noch schlimmer werden könnte, deute ich gerade so, dass der Gedanke nicht nur von den Regentropfen ausgelöst wird....
Ich hoffe mal, dass er nicht etwa seinem Bruder oder seinem Erzeuger begegnen muss (was ja bei seinem Sitzplatz in der Nähe des Rudervereins nicht unwahrscheinlich wäre).

Ich bin schon sehr auf Jakobs Sicht zu den Ereignissen gespannt! ;)
21.01.2021 | 17:11 Uhr
In diesem Kapitel leidet man richtig mit sowohl Timo als auch Jakob mit. Jakobs Verzweiflung und Verbitterung, weil Timo ihn abweist und sich von ihm distanziert, ist wirklich greifbar. Und auch Timos Angst kommt durch seinen unruhigen Schlaf etc. sehr gut rüber. Ja, ich glaube, es tut ihm wirklich am meisten weh, dass er Jakob verletzt durch sein Benehmen und er ihn womöglich ebenfalls mit HIV angesteckt hat - mit sämtlichen schrecklichen Folgen!

Übrigens fand ich gut, dass du den Inhalt des Briefes bzw. wie das DRK übrrhaupt dazu kommt, Timo zu einem Test aufzufordern, erklärt hast. Das kam im vorherigen Kapitel nicht so ganz rüber.

Auch toll von Jakob, dass er nicht vorwurfsvoll auf Timos Offenbarung reagiert, sondern ihn sogar in den Arm nimmt. Ich denke, das ist auch genau das, was Timo nach seinen Selbstvorwürfen gebraucht hat!
08.01.2021 | 22:34 Uhr
Hm, es ist wirklich scheiße, dass Timo nun so unverblümt vom Blutspendedienst mit einem HIV-Verdacht konfrontiert wird. Und die wochenlange Wartezeit auf ein Testergebnis ist natürlich auch grausam!

Allerdings frage ich mich, warum das DRK ihre Spender extra anschreibt und zu einem Test auffordert, wenn sie doch eh schon das Blut da haben? Hätte man das nicht so lösen können, dass man direkt bei der Spende was unterschreibt, mit dem man einem Test zustimmt?
So wird das heutzutage ja gehandhabt, in Verbindung mit diversen anderen Untersuchungen.

Immerhin war es gut, dass Annabelle vom Brief weiß und ihn zu dem Test gedrängt hat. Timo hatte ja wirklich ein risikoreiches Sexleben und das ist ihm auch bewusst. Allerdings hat er das und sein individuelles HIV-Risiko bislang weit von sich geschoben und dass er jetzt auch daran denkt, evtl. Jakob ebenfalls angesteckt zu haben, ist verständlich - wenn auch ein echt übler Gedanke.

Ich kann verstehen, dass er es an dem Abend Jakob nicht mehr erzählen wollte - auch wegen seiner Oma - aber in den nächsten Tagen wird er es bestimmt nachholen. Zumindest finde ich, dass Timo es Jakob nicht verschweigen sollte, auch wenn ihm der Schritt schwer fällt, und es ihm am besten sagt, bevor das Ergebnis kommt. So fällt Timo die Wartezeit vielleicht auch leichter, immerhin sind geteilte Sorgen halbe Sorgen!
Gut finde ich aber, dass Timo möchte, dass sich auch Jakob testen lässt.

Antwort von la enfermera am 18.01.2021 | 19:03 Uhr
Hey, vielen Dank für deine Rückmeldung.
Vielleicht kann ich dir meine Gedankengänge bezüglich des Briefes erklären. Zu diesem Zeitraum waren HIV Tests noch nicht gang und gäbe. Es wird nicht genau erläutert wann die Spende stattfand, wann das letzte Mal gespendet wurde und zum Betroffenen wissen wir auch nichts. Es ist nicht ungewöhnlich dass manche Patienten mehr als eine Blutkonserve erhalten, also kann man auch nicht sagen, von wem er sich ansteckte.
Natürlich hätte sich Timo auch von selbst testen lassen können, doch ich denke dass er diese Möglichkeit nicht in Betracht ziehen wollte. Er verschloss die Augen vor der Realität.
Mal sehen wann er es Jakob erzählt und wie sie diese Zeit durchstehen.
LG Vivien
05.01.2021 | 22:52 Uhr
Hmpf, diese blöden homophoben Arschlöcher! Timo und Jakob hatten wirklich Glück, so gut aus der Schlägerei mit den Typen rausgekommen zu sein.
Es ist echt daneben, sich von einem harmlosen Kuss so "gestört" zu fühlen und dann auch gleich rumpöbeln zu müssen statt einfach wegzugucken oder woanders hin zu gehen.
Dabei fand ich die Szene, als sie zu dem Lied getanzt haben, total schön!

Die Einfachheit, mit der Jakob Simon und seinen anderen Kommilitonen gesagt hat, er sei mit Timo zusammen, fand ich toll. Und auch die Unaufgeregtheit, mit der die Info aufgenommen wurde, war toll. Es gibt also doch auch noch Leute, die sich an anderer Leute Privat- und Liebesleben nicht stören!

Übrigens fiel mir schon im letzten Kapitel auf, dass Timo und Jakob alterstechnisch nur knapp ein halbes Jahr auseinander liegen. Hm, irgendwie hätte ich gedacht, dass Timo so ca. ein oder zwei Jahre älter ist als Jakob, da er von Anfang an nen reiferen Eindruck gemacht hat, und irgendwie dachte ich auch, dass er in seinem Studium zeitlich schon weiter ist als Jakob (ist aber vermutlich wirklich so).
Wobei das aber sicherlich an Jakobs Vorpraktikum liegt, das er vor dem Studium machen musste.

Antwort von la enfermera am 06.01.2021 | 08:48 Uhr
Hey, danke für die schnelle Rückmeldung.
Homophobie ist wirklich ein Problem und solche Idioten suchen auch immer Streit, das ist wirklich nicht zum Lachen.
Was das Alter betrifft, ich denke ein halbes Jahr macht schon was aus. Je nachdem wann man eingeschult wurde,
hat man auch eher die Schulzeit hinter sich. Ich glaube mit 19 das Abitur zu absolvieren war zu dieser Zeit gängig, da gab
es noch kein G8. Und das Timo teilweise ein wenig reifer wirkt liegt vermutlich am Elternhaus, in welchen man nicht
unbedingt aufwachsen möchte. Ich hoffe der weitere Verlauf der Geschichte gefällt dir auch. Das nächste Kapitel beinhaltet einen
größeren Zeitsprung.
LG Vivien
01.01.2021 | 09:31 Uhr
Ich glaube, dass gerade die Aussage der Mutter, dass sie Jakob als Timos Freund reizend findet, der ausschlaggebende Punkt war! So hat sie Timo gezeigt, dass sie Jakob als den Mann an seiner Seite anerkennt. Und ich fand Timos Erklärung, dass er immer nur wollte, dass sie ihn so akzeptiert wie er ist - chaotisch, kreativ, musikalisch, intelligent, liebenswert - und eben homosexuell - nochmal ganz wichtig der Mutter gegenüber. Denn so hat er ihr gezeigt, dass er generell nichts gegen sie persönlich hat, sondern dass nur dieser eine Punkt zwischen ihnen steht.
Ich denke, sie hat nun begriffen, dass Timo trotz seiner Homosexualität noch immer der Junge ist, den sie immer geliebt hat und das Thema, ob er mit Männern oder mit Frauen schläft, nichts an seiner Persönlichkeit verändert.
Dass weder Timo noch sie selbst überschwänglich auf die Versöhnung reagieren, ist verständlich - immerhin müssen sich beide erstmal in ihrem neuen Verhältnis zueinander einrichten - aber der Grundstein für eine normalere und herzlichere Mutter-Sohn-Beziehung ist gelegt.
Und das freut mich riesig für die beiden!

Im Nachhinein betrachtet, war Annabelles Entscheidung, die Mutter einzuladen, richtig gewesen, obwohl es zuerst so gewirkt hat, als hätte es schief gehen können, weil Timo keine Lust hatte, sich wieder auf sie einzulassen.
Dass er es doch getan hat, ist wohl auch ein wenig Jakobs ruhiger Art zu verdanken - und natürlich ganz viel Timos gutem Willen.

Übrigens finde ich es nett von Timo, dass er seiner Schwester helfen will, mal ein wenig bei Alex vorzufühlen. Ich drücke ihr die Daumen, dass auch sie glücklich wird!
30.12.2020 | 11:05 Uhr
Was für eine schöne Geburtstagsüberraschung! Da hat sich Timo wirklich total gefreut - erst das Nachhausekommen, das Wiedersehen mit seiner Schwester, seinem besten Freund und schließlich noch mit dem Mann, in den er so wahnsinnig verliebt ist! Und obendrauf noch tollen Kuchen und liebevoll ausgesuchte Geschenke! Jakob hat sich wirklich viele Gedanken gemacht.

Es wundert mich übrigens überhaupt nicht, dass Anton sein Studium geschmissen hat - so unzufrieden, wie er immer war. Naja, immerhin hat er jetzt seinen Platz für jemanden geräumt, der wirklich für ein Medizinstudium brennt. Und vielleicht findet Anton ja etwas, das ihm mehr Freude bereitet. Wobei jemand, der so viel Unzufriedenheit mitbringt, wohl eh an nichts wirklich Spaß hat.

Der Wunsch von Timo, ein langes glückliches Leben mit Jakob zu haben, wird wohl leider nicht in Erfüllung gehen, oder? Aber man sagt ja, dass es bei einem erfüllten Leben nicht auf die Dauer ankommt, sondern darauf wie man es verbringt und wie intensiv man es lebt.
28.12.2020 | 09:58 Uhr
Na, da hat das neue Jahr für Timo und Jakob wirklich wunderschön und sehr romantisch begonnen! Und das obwohl der Silvestertag für Jakob so enttäuschend und mit so vielen Vorurteilen seitens seiner Familie angefangen hat. Ich kann gut verstehen, dass er von seinem Outing doch nochmal nen Rückzieher gemacht hat, weil er sich davor fürchtet, von seiner Familie wegen der Homosexualität anders betrachtet zu werden.

Es ist aber auch wirklich schwer, da einen guten Einstieg in das Gespräch zu finden. Vielleicht ist die Formulierung "ich bin schwul" auch einfach ungeeignet, weil es irgendwie... die Situation falsch beschreibt? Warum nicht sowas sagen wie "ich hab mich in meinen Mitbewohner verliebt und bin mit ihm seit Ende September zusammen"? Immerhin wäre das eine weitaus positivere Formulierung, aus der man auch unmissverständlich das Glücklichsein herauslesen und hören kann. Ein Geständnis a la "ich bin schwul" drückt hingegen erstmal sowas wie ein Schuldeingeständnis aus, finde ich, aber nix positives, eher einen Aspekt von "falsch" oder "komisch" sein.
Und letztendlich bewertet Jakob seine Homosexualität und seine Liebe zu Timo ja als etwas Wundervolles und keinesfalls als Fehler!

Allerdings habe ich das Gefühl, dass Timo hinsichtlich der Reaktion von Jakobs Familie recht hat. Das mit den Vorurteilen wissen sie halt echt nicht besser und sie lieben Jakob viel zu sehr als dass es zu wirklich dramatischen Szenen kommt bzw. Jakob verstoßen wird.

Aber bevor es zu einem nächsten Familientreffen kommt, sollen Jakob und Timo ihre gemeinsame Zeit genießen, bevor Timo wieder zurückfliegen muss. Und letztendlich gehen die übrigen drei Monate bis April auch schnell vorbei, besonders, weil die beiden ja den Kontakt halten können.
24.12.2020 | 14:43 Uhr
Was Timo von seinem Erzeuger erzählt, klingt für mich so, als ob es früher oder später unweigerlich zu einem Bruch zwischen den beiden gekommen wäre - auch ohne Timos Homosexualität. Irgendwann hätte er wohl die Schnauze so voll von der Ignoranz seines Vaters gehabt, dass er von sich aus den Kontakt zu ihm abgebrochen hätte.

Dass der Vater Annabelle verbiten hat, zu reden, wenn er zu Hause war, ist wirklich sehr daneben. Und dass auch die Mutter die Kleine nicht verteidigt hat, ist auch nicht okay.

Somit ist es wohl gut, dass sowohl Timo als auch Annabelle so gut wie keinen Kontakt mehr zu ihrem Elternhaus haben, auch wenn es echt traurig ist. Aber beide haben mit sich selbst und der WG eine tolle Ersatzfamilie gefunden, die sie so wie sie nun mal sind, zu schätzen weiß.

Der Abschied zwischen Timo und Jakob rückt immer näher. Das ist sooo schade, weil die beiden nur wenig Zeit hatten, ihr Liebesglück zu genießen. Aber vielleicht gibt's ja für Timo die Möglichkeit, Weihnachten und den Jahreswechsel mit Jakob zu verbringen, egal ob in Hamburg oder in Rotenkirchen.

Ich bin übrigens immer wieder davon begeistert, wie liebevoll die Beziehung der beiden ist. Und wie schön du die intimen Szenen zwischen Timo und Jakob beschreibst - sowohl Küsse als auch das Kuscheln oder den Sex.
Das ist echt was besonderes!
19.12.2020 | 15:38 Uhr
Was für ein wundervolles Kapitel und was für ein tolles Date! Ja, die beiden haben nun so lange aufeinander gewartet, dass dieses eine halbe Jahr auch vollends egal ist. Und dass sie jetzt, nachdem sie einander endlich haben, die verbleibenden Tage bis zur Abreise bestmöglich miteinander genießen, gönne ich den beiden absolut.
Ich finde es nett von Timo, dass er Jakob das Tempo für ihr erstes Mal bestimmen lässt. Und es ist doppelt schön, dass er nun auch tatsächlich mit Timo schlafen will.

Wie die beiden zusammen gegen Timos Erzeuger vorgegangen sind, war schön zu lesen. Keineswegs respektlos oder aggressiv, sondern absolut passend. Ich fand es rücksichtsvoll von Timo, als er sich später draußen bei Jakob entschuldigt hat und ich gebe Jakob recht, dass der einzige, der sich hätte entschuldigen müssen, Joseph war.

Ich finde es ebenfalls schade, dass deine Geschichte kaum Reviews bekommt und freue mich total, wenn ich dir mit meinen Gedanken eine Freude machen kann!
Timo und Jakob sind wirklich ein wunderbares Paar, das trotz der kurzen Zeit, die sie sich erst kennen, sehr gut harmonieren - ein supergutes Team eben!

Hihi, Annabelle wird sich bestimmt total für ihren Bruder und Jakob freuen, wenn sie den neuen Beziehungsstatus der beiden herausfindet!
Und ich denke, dass auch Markus sich für die beiden freuen wird.
Bei Jakobs Familie habe ich eigentlich auch kaum Bedenken, was das Akzeptieren von Jakobs Schwulsein betrifft. Wie Timo schon beobachtet hat, hat die Familie ein herzliches Verhältnis zueinander und scheint darüber hinaus auch sehr aufgeschlossen zu sein. Und außerdem wünscht sich Jakobs Mutter vor allem, dass ihr Sohn glücklich ist.
18.12.2020 | 14:00 Uhr
Ich freue mich total für Timo und Jakob, dass sie nun endlich den Mut hatten, miteinander über ihre Gefühle zu sprechen. Eigentlich hatte ich nicht geglaubt, dass die beiden das noch vor Timos Abflug nach London schaffen...

Und jetzt ein Date! Ich denke, es ist gut, dass die beiden sich bei der Gelegenheit in Ruhe unterhalten können, gerade auch wegen ihrer Vorstellungen für die Zukunft.
Übrigens gefiel mir Timos Vorschlag, Jakob an seiner Zimmertür abzuholen, total gut - irgendwie romantisch <3

Antwort von la enfermera am 18.12.2020 | 15:42 Uhr
Hey,
danke für deine Rückmeldung. Ja, zuerst überlegte ich auch die zwei erst nach diesem Semester zusammenfinden zu lassen. Doch die zwei haben jeden gemeinsamen Moment verdient und haben noch so einige Hürden zu überstehen, allen voran natürlich die HIV Infektion, die sie einige Nerven kosten wird. Da kommt man ihnen ein wenig entgegen und lässt sie ihr gemeinsames Glück genießen.
Es ist schön die Reviews von dir zu bekommen und ich freue mich jedes Mal. Leider bist du die einzige, aber ich lasse mich nicht demotivieren.
Ich hoffe die nächsten Kapitel gefallen dir auch. Traurig wird's noch früh genug.
Schöne Feiertage wünsche ich dir
LG Vivien
11.12.2020 | 15:20 Uhr
Die letzte Verbindung zu seinem Hetero-Dasein gekappt.... ja, ich finde diese Beschreibung für sein Beziehungsende mit Julia sehr passend.

Auch wenn es schmerzhaft ist für Julia, ist es in jedem Fall der beste Weg für sie, dass sie sich mit Jakob nie in ein Lügenkonstrukt verstricken wird.
Und es ist gut, dass sie ihre Konkurrenz in Annabelle sieht anstatt in Timo! So frisch nach der Trennung würde es ihr wohl nur noch mehr wehtun zu wissen, dass sie Jakob an einen Mann verloren hat.

Bei der Sache mit Michael habe ich mich getäuscht, okay. Allerdings scheinen auf beiden Seiten nicht viele Gefühle im Spiel zu sein, was ich einerseits schade finde, andererseits aber auch verstehen kann, weil Jakob noch immer in Timo verliebt ist und ihn nicht aus dem Kopf kriegt.

Es ist total schön zu lesen, welche Besonderheiten Jakob in Timo erkennt, die nicht mal dessen eigener Schwester auffallen. Und Timo ist tatsächlich ein wunderbarer Mann, so, wie Jakob ihn sieht!
08.12.2020 | 19:49 Uhr
Och menno! Ich hab mich mit Timo wirklich total gefreut als er mit Jakob über seine Gefühle reden wollte - und dann DAS! Jakob hat Sex mit einem anderen Kerl, der Timo erschreckend ähnlich sieht. Und Timo interpretiert da leider fälschlicherweise rein, dass Jakob überhaupt gar kein Interesse an ihm hat, zumindest nicht als potentiellen Partner, sondern "nur" einen Kumpel in ihm sieht. Das ist so schade, zumal man ein so unsicheres Selbstbild hinter Timos Auftreten kaum vermuten würde... Allerdings ist es auch verständlich, wenn man seine Vorgeschichte kennt in puncto seiner Familie und der Enttäuschung durch seine erste große Liebe.
Und zu allem Übel hat er leider überhaupt keine Antennen für die Gefühle anderer, zumindest nicht für die, die das In-ihn-Verliebtsein betreffen.

Hm, was Jakobs Wahl seines Sexpartners betrifft, glaube ich jetzt einfach mal an Markus' Theorie. Denn die Ähnlichkeit zu Timo ist so auffällig, dass es nahe liegt, dass sich Jakob den Kerl als Trostpflaster gesucht hat, weil er denkt, dass er Timo ohnehin nicht haben kann, weil der seiner Meinung nach kein Interesse an ihm hat.
Welch Fehleinschätzung!

Und nun fährt Timo bald nach London und wird sich Jakob im dortigen Nachtleben aus dem Hirn vögeln lassen... Oder doch nicht? Immerhin sind ja noch einige Tage Zeit bis er wegfährt.
05.12.2020 | 21:29 Uhr
Ich finde die Langsamkeit und Vorsicht, mit der du den Übergang zwischen Freundschaft und "Mehr" zwischen Timo und Jakob entstehen lässt, wirklich gelungen.

Andererseits finde ich Markus' Einwand an Timo, warum er es sich so schwer macht, berechtigt, sieht doch nicht nur Annabelle sondern auch Markus selbst, wie die Verbundenheit zwischen seinen beiden Mitbewohnern immer stärker wird und sich beide eigentlich wünschen, einen Schritt weiter zu gehen.

Antons Kommentare in Sachen Aids als "Schwulenkrebs" fand ich total daneben und ich fand es dementsprechend stark von Jakob, dass er Anton widersprochen hat und sich anschließend nicht nur an Timos Seite gestellt hat sondern noch einen Schritt weiter gegangen ist indem er Anton offenbart hat ebenfalls Männer zu bevorzugen.
Das zeigt sehr schön, dass Jakob wirklich im Reinen mit sich ist und genauso wenig wie Timo auf die Meinung von Menschen wie Anton gibt, auch wenn die Ablehnung von Menschen, die man gern hat und die einem nahe stehen, natürlich trotzdem weh tut.

Übrigens gefiel mir Timos Gedanke, dass er sich für die Zukunft ebenfalls nen festen Partner wünscht, gerne ein Ferienhaus besitzen würde und dass Annabelle ihm sogar ne Art "Trauzeremonie" veranstalten würde. Dass Timo darauf nicht viel Bock zu haben scheint, ist verständlich und recht typisch für ihn. Trotzdem bin ich mir sicher, dass ihn diese Geste seiner Schwester unheimlich freuen würde. Immerhin zeigt es, dass die Gleichwertigkeit von homo- und heterosexuellen Beziehungen für sie kein Thema mehr ist, sondern in ihrem Kopf längst die Realität darstellt.
Und genau so ein Umfeld ist es doch schließlich, indem er leben möchte, nicht wahr?
02.12.2020 | 16:23 Uhr
Ich finde es total nett von Timo, dass er Jakob bei seinen ersten Schritten in der homosexuellen Szene begleitet. Vermutlich hätte er sich damals auch so eine Person gewünscht. Ich finde vor allem toll, dass er Jakob darin bestärkt, sich selbst Zeit zu geben - sei es mit seinem Outing oder auch mit seiner Partnerwahl.

Puh, seiner Schwester wird Timo wohl ordentlich die Leviten gelesen haben... Annabelles Vorhaben war aber auch echt taktlos, wenn sie Jakob einfach so ins kalte Wasser schubst! Obwohl sie es ja wirklich nur gut gemeint hat. Aber ich denke, dass Timo nur zu genau weiß, welche unangenehmen Erfahrungen jemanden erwarten, der allzu unbedarft ins Szeneleben reinstolpert...

Den Blick in Timos Vergangenheit und auf seine Freundschaft zu Markus fand ich sehr stimmig. Er zeigt aber auch, dass Timo wirklich sehr schnell hat auf eigenen Füßen stehen müssen - eine schmerzhafte Erfahrung.
28.11.2020 | 18:27 Uhr
Zuerst mal freue ich mich für Jakob, dass er endlich akzeptieren kann, dass er sich zu Timo hingezogen fühlt, sich in ihn verliebt hat und dass ihm in seiner eigentlich glücklichen Beziehung zu Julia etwas fehlt. Und dass er diesen Umstand okay findet und mit sich weiterhin im Reinen ist, ist eine tolle Sache.
Ich finde es schrecklich traurig, wenn Menschen ihr Interesse fürs eigene Geschlecht nicht akzeptieren können, es verleugnen und sich verstecken, vielleicht sogar ne Hetero-Beziehung eingehen, die sie nicht erfüllt, und dann nach vielen Jahren der Lüge eine Menge verbrannte Erde nach der Trennung (oder Scheidung, schlimmstenfalls mit Kindern) zurücklassen.
Gut, dass Jakob das Julia und sich selber ersparen wird!

Hm, es ist verständlich, dass die Ablehnung seines Vaters und das Unverständnis seiner Mutter für Timo ein herber Schlag waren. Gerade auch den Satz der Mutter, dass Timo "sowas nicht mehr macht", fand ich total daneben.
Ob Timo wirklich so cool mit der Situation ist, wie er vorspielt, glaube ich daher ebenfalls so wenig wie Annabelle ihm glaubt. Immerhin hat er jetzt Jakob ja wenigstens ein kleines bisschen was von seinem Innenleben gezeigt und ich glaube, dass Timo erstmal einfach jemanden braucht, der zuhört ohne zu bohren oder "therapieren" zu wollen. Und dass Jakob als relativ unbeteiligter Dritter diese Person für Timo sein kann, freut mich sehr. Annabelle hängt viel zu sehr selbst im Konflikt drin als dass sie ihren Bruder unterstützen könnte und Markus schätze ich eher so ein, dass er Timo wohl ein guter Kumpel und Mitbewohner ist, sich aber lieber aus seinem Seelenkrempel raushält.

Das gemeinsame Filmgucken von Timo und Jakob finde ich schön. Irgendwie unterstreicht das gerade richtig die freundschaftliche Beziehung der beiden.

Da Timo zumindest ahnt, dass er für Jakob nicht völlig "neutral" ist, wird er es sicher auch bald merken, wenn sich Jakobs Verhalten ihm gegenüber mehr entspannt. Und vielleicht findet Jakob ja auch bald schon den Mut, Timo zu zeigen, dass er ihn mag?

Antwort von la enfermera am 28.11.2020 | 20:06 Uhr
Hey,
ich möchte mich jetzt mal für deine ausführlichen Rückmeldungen bedanken. Ich freue mich jedes Mal riesig über dein Feedback und es spornt mich weiter an. Es ist schön zu wissen, dass sich jemand mit meinen Ideen und Ausführungen auseinandersetzt. Danke dafür und ich hoffe der weitere Verlauf der Geschichte gefällt dir auch.
Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende
LG Vivien
20.11.2020 | 23:16 Uhr
Timos Weihnachten tut mir total leid. Zuerst hat es ja wirklich so ausgesehen, als hätte es erträglich für ihn werden können, doch dann wurde er wieder mit der Ablehnung seiner sexuellen Orientierung und seiner kompletten Person konfrontiert. Das finde ich echt schlimm!

Ich kann verstehen, dass Timo nie wieder was mit seinem Erzeuger (von Vater kann man bei diesem Arschloch nun wirklich nicht sprechen) zu tun haben will.
Allerdings glaube ich seiner Mutter durchaus, dass sie Timo vermisst hat und sicherlich wieder drn Kontakt zu ihm suchen wird. Und vielleicht hilft ihr ja ihre Zuneigung zu ihm auch, über ihre Abneigung seiner Homosexualität gegenüber hinweg zu kommen?
Ich denke, dass für Timo der Rückhalt seiner Mutter eine tolle Stütze wäre.
15.11.2020 | 19:18 Uhr
Hm, Jakob scheint noch seine Zeit zu brauchen bis er vor sich selbst zugeben kann, sich in Timo (oder allgemein einen Mann) verguckt zu haben. Ob er sich jetzt als "schwul" oder "bi" betiteln muss, ist da meiner Meinung nach eher zweitrangig.

Ob Annabelle ihrem Bruder wohl erzählen wird, was sie bei seinem Mitbewohner beobachtet hat? Immerhin hat Timo ja schon selbst bemerkt, dass Jakob sich ihm gegenüber komisch verhält. Nur deuten konnte er es halt nicht, sondern hat es sogar als Ablehnung seiner Person fehlgedeutet (wohl eine Folge seiner familiären Vorgeschichte, die du immer mal wieder angedeutet hattest?).
Von daher wäre ein Wink mit dem Zaunpfahl durch Annabelle schon hilfreich für Timo. Immerhin wünscht sie sich bestimmt auch, dass ihr Bruder glücklich ist!
09.11.2020 | 19:04 Uhr
Timo scheint seine inneren Abgründe wirklich gut verstecken zu können, da man durch Jakobs Sicht auf ihn niemals glauben könnte, dass sich hinter diesem selbstbewussten jungen Mann ein derart verletztes Kind verbergen könnte. Timo tut mir gerade ganz schön leid. Dass er diesen seelischen Schmerz irgendwie zu unterdrücken versucht, ist verständlich.

Allerdings finde ich, dass Timo Jakob dich etwas falsch beurteilt, so von wegen verklemmt sein. Der Kerl kommt gerade frisch vom Abitur, ist wahrscheinlich auf dem Land und in behüteten Verhältnissen aufgewachsen und darüber hinaus altersbedingt noch etwas schüchtern.

So, da hatTimo also bemerkt, dass Jakob irgendwie auf ihn anspringt. Mal sehen, wie er sich weiter dem "Küken" gegenüber verhält. Wobei es mich auch noch interessieren würde, ob Timo neben Männern auch an Frauen interessiert ist. Zumindest legen Jakobs Schilderungen ja nahe, dass Timo bi ist. Oder hat Jakob nur noch nicht mitgekriegt, mit wem sich Timo da vergnügt? ;)
04.11.2020 | 23:20 Uhr
Mir gefällt die Dynamik innerhalb der WG sehr gut. Es ist super, dass sich Jakob bei Timo und Markus so gut aufgenommen fühlt.
Timos Schwester rundet das ganze nochmal positiv ab, wobei ich sie auch etwas nervig mit ihrem ständigen Gequassel finde.
24.10.2020 | 18:47 Uhr
Ich hatte ja schon die Vorgängerversion deiner Geschichte gelesen und war erst etwas irritiert, dass du sie gelöscht hast, bin aber total froh, dass ich die "neue" Version entdeckt habe!

Ich mochte Jakob ja schon bei der ersten Version sehr gerne und bin jetzt gespannt, wie sich seine Beziehung zu Timo in der WG entwickelt bzw. welche Höhen und Tiefen die beiden durchleben werden.
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