Reviews 1 bis 7 (von 7 insgesamt):
28.09.2020 | 20:44 Uhr
Hallo werter Thomas,

Einmal wieder hast du hier einen wunderbaren lyrischen Leckerbissen hineingestellt! Fast schon schäme ich mich hier beim Lesen solch eines Werkes, da ich mich hier als laienhafter Banause durchaus wie eine Sau fühle, welcher schönste Perlen vorgeworfen werden... Aber eben nur FAST! Denn auch wenn ich kein Profi bin, freut es mich natürlich in den Genuss solch professioneller Wortschmiedekunst zu kommen und auch wenn ich mich damit immer wieder widerholen muss, bin ich förmlich gezwungen zu verkünden, dass ich diese Lektüre einmal wieder für großartig halte. :)

Obwohl ich vor dem Lesen deines Gedichts keinen Blick auf die Kurzbeschreibung gelegt habe, hatte ich bereits zu Anfang eine gewisse Vermutung. Eine vage Vermutung, aber doch eine existente - doch leider muss ich hier auch zugeben, fiel bei mir erst beim bekannten wie auch schier untrennbar mit Shakespeare verknüpften "Sein und Nichtsein " der Groschen. Und erst nachdem da die völlige Erkenntnis kam, erkannte ich den Inhalt wie auch diverse Stellen aus "Hamlet" wieder! Es ist eine Ewigkeit her, seit ich als relativ desinteressierter wie auch etwas überforderter Zwölfjähriger einen Blick in dieses Werk warf, welches ich zu dieser Zeit nicht wirklich schätzen konnte... Mir lag da mehr eine gewisse Verfilmung... aber trotzdem erkenne ich den Inhalt wieder. (Und ich muss unbedingt erneut in meine Ausgabe hineinlesen! Habe wegen diesem Gedicht jetzt richtig Lust auf dieses Vorhaben bekommen...)

Auch wenn deine Hommage hier wahrscheinlich nicht so lange wie das Bühnenstück des grossen Meisters Shakespeare überdauern wird und wahrscheinlich nie so oft gelesen oder verehrt wird, ziehe ich meinen unsichtbaren Lufthut vor deiner Leistung. Es ist echt gelungen - und passend auch noch in deiner geliebten Sonettform!

Mit freundlichen Grüssen
Jonathan Ghost

Antwort von Thomas Heinrich am 29.09.2020 | 15:03 Uhr
Hallo lieber Jonathan,

vielen Dank für Dein Review (wie auch für die Reviews zu meinen dramatischen Werken, auf die anschließend antworten werde)!

Im allgemeinen würde ich übrigens immer einen Blick auf die Kurzbeschreibung empfehlen, zumindest bei meinen Texten. Das aber nur so nebenbei. Aber dieses Gedicht läßt sich wohl auch so als Shakespeare- und Hamlet-Hommage erkennen (wie schnell, hängt dann eben auch davon ab, wie vertraut der jeweilige Leser mit dem Werk ist). Eine erneute Lektüre kann ich aber definitiv nur empfehlen!

Und natürlich freut es mich auch, daß Dir mein kleines Gedicht gefällt, auch wenn es definitiv nicht so lange überdauern wird; es wäre aber vermessen gewesen, dies zu erwarten. Die Sonettform wiederum war hier geradezu ein Muß, da Shakespeare als Lyriker hauptsächlich solche Gedichte geschrieben hat.

Liebe Grüße,
Thomas
26.09.2020 | 11:21 Uhr
Hallo Thomas Heinrich!

Eine Hommage an Shakespeare. Mir fällt dazu ein: “Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt“.

Ich bin begeistert und wundere mich (mal wieder) wie du das hinbekommst. Es ist voller Melancholie und liest sich trotzdem so schön flüssig und leicht, dabei ist es doch ein bedeutendes Thema. Schließlich geht es um den Sinn und Wert des menschlichen Lebens.

Liebe Grüße
herbstlady

Antwort von Thomas Heinrich am 27.09.2020 | 00:10 Uhr
Hallo herbstlady,

vielen Dank für Dein Review!

Es ist schon bemerkenswert, irgendwie fällt fast jedem gleich ein geflügeltes Wort von Shakespeare (und speziell aus dem "Hamlet") ein.

Wie ich das hinbekomme? Ich würde mal sagen, jahrzehntelange Übung, schließlich habe ich meine ersten Gedichte schon in meiner Schulzeit geschrieben. Die waren offen gestanden zwar völliger Schrott, aber ich habe aus den Fehlern, die ich damals gemacht habe, dazugelernt...

Liebe Grüße,
Thomas
25.09.2020 | 19:31 Uhr
Hallo

Dem einsamen Prinz wird hier wirklich kein Glück gegönnt. Aber mir gefallen die Zeilen - vor allem die beiden Letzten - weil sie gekonnt eine ganze Geschichte erzählen. Und das auf eine ganz eigene und melancholische Art und Weise.

Schön geschrieben.^^ Auch wenn die Thematik an sich natürlich nicht besonders lustig ist. Aber egal. Mir gefällt das Gedicht gut.

Liebe Grüsse, Esther

Antwort von Thomas Heinrich am 25.09.2020 | 19:51 Uhr
Hallo Esther,

vielen Dank für Dein Review!

Mein kleines Gedicht ist ja eine Hommage auf ein um so größeres Bühnenstück (wie ich ja in der Kurzbeschreibung geschrieben habe), bei dem es sich natürlich um William Shakespeares "Hamlet" handelt. Die Worte "der Rest ist Schweigen", die ich die in die letzten beiden Zeilen eingebunden habe, sind Hamlets letzte Worte in der Tragödie.

Verglichen mit diesem Werk ist mein Gedicht natürlich geradezu winzig; es soll in erster Linie Ausdruck der Bewunderung sein.

Liebe Grüße,
Thomas
23.09.2020 | 19:38 Uhr
Lieber Thomas,

wunderbare Leichtigkeit enthalten diese schwerwiegenden Zeilen. Man liest und ist gleich in die Handlung eingesogen. "Sein oder nicht sein" diese Frage steht im Raum und der Prinz kann sie nicht beantworten. So wie auch wir viele Fragen in und über unser sein und unsere Welt nicht beantworten können.
Und wenn wir uns verneigen, dann vor Ehrfurcht und wie du schreibst - staunend, nicht immer verstehend, aber dennoch begeistert.
Dein Gedicht ist wirklich ein kleines Kunstwerk für sich und ich verneige mich nicht minder ehrfurchtsvoll.

herzliche Grüße
Tindomiel

Antwort von Thomas Heinrich am 23.09.2020 | 20:31 Uhr
Liebe Tindomiel,

vielen Dank für Dein Review!

Mit meinem kleinen Gedicht wollte ich mich natürlich in erster Linie vor Shakespeare und der schier unglaublichen künstlerischen Leistung, die er mit seinem "Hamlet" vollbracht hat, verneigen, denn aus dem gedanklichen Reichtum dieses Werks kann man ein Leben lang immer wieder von neuem schöpfen.
Aber natürlich freue ich mich auch sehr darüber, wenn meine Hommage mit so freundlichen und anerkennenden Worten bedacht wird!

Liebe Grüße,
Thomas
23.09.2020 | 18:43 Uhr
Hallo Thomas,

das ist großartig, wie schön Du da Hamlet lyrisch wiedergibst!

Was mir an dem Englischen Sonett besonders gut gefällt, ist zuallererst natürlich die Form, eben das englische Sonett, das Shakespeare ja selbst liebte.

Dazu kommt die aufdringliche Leichtigkeit Deines Sonetts.
Diese Leichtigkeit kommt vermutlich daher, dass Du mit dem Gedicht (bis auf eine Ausnahme: Zweite Strophe, dritter Vers) ohne grammatikalische Verdrehungen in der natürlichen Sprache bleibst.

Diese Eigenschaft (das Beibehalten der natürlichen Sprache) schätze ich mittlerweile an Gedichten sehr und versuche mich auch selbst so weit wie möglich daran zu halten.

Liebe Grüße mit dem hier geradezu erforderlichen Sternchen
Norbert

Antwort von Thomas Heinrich am 23.09.2020 | 20:24 Uhr
Hallo Norbert,

vielen Dank für Dein Review!

Für die englische Sonettform habe ich ja ohnehin eine große Vorliebe - und bei einer Shakespeare-Hommage drängt sie sich ja regelrecht auf. Die Idee dazu entwickelte sich heute ganz kurzfristig (dabei ist es inzwischen schon zwei Monate her, daß ich den "Hamlet" das letzte Mal gelesen habe; aber er hat mich seither innerlich immer wieder beschäftigt).

Was Deine Ausführungen zur Sprache in Gedichten betrifft, so paßt dazu die Ermahnung der Königin an den geschwätzigen Polonius: "Mehr Inhalt, weniger Kunst!" Man findet eben zu fast allem ein passendes Zitat im "Hamlet".

Liebe Grüße,
Thomas
23.09.2020 | 18:37 Uhr
Lieber Thomas Heinrich!
Gute Theaterstücke sind auch nach weit über 400 Jahren immer noch zeitgemäß und aktuell:
„Die Zeit ist aus den Fugen.“
"Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode."

Natürlich war es sofort erkennbar, ohne dass du es irgendwo erwähnt hast, welches Theaterstück du besingst.
Nur nebenbei möchte ich sagen, dass Ender Wiggin eine geniale Review geschrieben hat! Kompliment!

Du hast kurz und knackig und ganz in Shakespeares Stil (Sonett, gelt?) gereimt.
Vor allem der Zweizeiler am Ende war inhaltlich genial und so passend.

Mir selbst zur persönlichen Mahnung:
"Schreibtafel her, ich muss mir's niederschreiben,
dass einer lächeln kann und immer lächeln
und doch ein Schurke sein."

Diese Lyrik hat mir wirklich ausgezeichnet gefallen.
Auch dir ein großes Kompliment und Stern!
Lieben Gruß.
R ⌘

Antwort von Thomas Heinrich am 23.09.2020 | 20:11 Uhr
Liebe Net Sparrow,

vielen Dank für Dein Review!

Es ist schon bemerkenswert, wie viele Zitate aus dem "Hamlet" einem sogleich einfallen (Du hast ja einige genannt). Und das, obwohl es sich ja "nur" um eine Übersetzung handelt, im englischen Sprachen dürfte das noch viel ausgeprägter der Fall sein.

Und natürlich habe ich mich hier der englischen Sonettform bedient - was wäre passender, um Shakespeare zu rühmen? Die Einbindung von Hamlets letzten Worten in die beiden Schlußzeilen ist auch nach meiner Selbsteinschätzung ganz gut gelungen. Das Stück endet, doch die Zuschauer zollen dem Werk Bewunderung, auch nach 400 Jahren noch.

So lange werden meine Texte mit Sicherheit nicht überleben, aber es ist trotzdem schön, gewogene Leser(innen) zu finden.

Liebe Grüße,
Thomas
23.09.2020 | 18:18 Uhr
Hallo Thomas,

es ist was faul im Staate Dänemark und es bleibt noch eines zu bemerken: Sein, oder nicht sein - sonst noch Fragen? :)

Das Drama geht ja noch ein bisschen länger, aber es in ein paar Verse zu verpacken und zu präsentieren - WOW. Da würde ich mir ab und zu wirklich einmal Shakespeare antun.

Ich weiß auch nicht, warum dieser Engländer da so viele Worte machen musste, du hast weniger gebraucht und doch alles gesagt, was es zu sagen gibt. Da bleibt zum Schluss nur
"der Rest ist Schweigen;
Der Nachwelt bleibt, sich staunend zu verneigen. "

Ich zähle mich mal zur Nachwelt und verneige mich staunend.

Liebste Grüße

Martin

Antwort von Thomas Heinrich am 23.09.2020 | 20:04 Uhr
Hallo Martin,

vielen Dank für Dein Review!

Das Drama ist in der Tat um einiges länger, was aber auch seine Berechtigung hat. Mein Gedicht funktioniert ja auch nur, weil der Erkennungswert mancher Zeilen so hoch ist, daß schon wenige Andeutungen genügen, um fast das ganze Werk im Bewußtsein des Lesers erstehen zu lassen.

Ich wollte mich (als Teil der Nachwelt) natürlich vor allem vor Shakespeare verneigen, freue mich aber natürlich auch, wenn meine kleine Hommage ihrerseits Anklang findet.

Liebe Grüße,
Thomas