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Autor: Tindomiel
Reviews 1 bis 7 (von 7 insgesamt):
11.09.2020 | 13:00 Uhr
Hallo Tindomiel,

kurz aber doch sehr prägnant, war dieses Gedicht. Es stimmt schon, dass die Sorgen einer gut betuchten Gesellschaftsschicht andere sind. Und sicherlich hätten sich noch mehr Beispiele finden als können, als I-Pad, Zweitwagen und Rasenmähroboter.

Allerdings muss ich sagen, dass es so auch irgendwie rund und abgeschlossen auf mich gewirkt hat.

Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass der Kontrast noch besser herausgekommen wäre, wenn man dem Ganze drei Strophen gegenüber gestellt hätte, die von Existenzängsten und Problemen handeln. Aber vielleicht wäre dass dann zu dramatisch geworden und es hätte nicht mehr in die Rubrik „Humor“ gepasst.

Viele Grüße
Ramona

Antwort von Tindomiel am 11.09.2020 | 17:33 Uhr
Liebe Ramona,

ich freue mich über jedes Review, über eines mit Denkanstößen und Hinweisen sogar noch mehr, als eines voller Lob. Deshalb mein ganz besonderer Dank für deine Zeilen. Die Idee ist super. Man könnte auch ein Gdicht: 3.Welt-Sorgen schreiben, aber was ist mit der2.? Da hätte ich spontan keine Idee. Und du hast Recht - mit Humor hätte das dann nichts mehr zu tun. Da müsste man zwingend eine andere Kategorie wählen.
Manchmal frage ich mich selbst, warum ich mir um unwichtige Dinge solche Gedanken mache, oder unglücklich bin, wenn etwas nicht genau so klappt oder aussieht, wie ich mir das gewünscht habe.
Es ist nicht leicht, sich in Bescheidenheit zu üben, wenn man nicht bescheiden sein muss. Ich hoffe für mich und wünsche uns allen, dass wir das Gefühl für die wirklich wichtigen Dinge trotz materiellem Wohlstand nie ganz verlieren.

herzliche Grüße
Maggie
06.09.2020 | 10:54 Uhr
Guten Morgen, liebe Maggie!

Das gefällt mir sehr gut! Ich hatte das Gedicht zunächst ohne Titel gelesen und mir am Anfang gedacht: Na ja - so schlimm ist das ja nun auch wieder nicht! Erst beim Rasen-Roboter wurde mir dann alles klar.

Ja: Manch einer in der dritten Welt würde seine Sorgen natürlich sehr gerne gegen unsere Sorgen eintauschen.

Insofern verstehe ich das Gedicht als Apell, nicht über jede Kleinigkeit zu jammern, sondern uns ab und zu bewusst zu machen, wie gut es uns doch eigentlich geht. Und das ist ein sehr guter und berechtigter Apell!

Dir einen schönen Sonntag mit nichts weiter, als diesen Sorgen und herzliche Grüße
Dein Norbert

Antwort von Tindomiel am 06.09.2020 | 14:09 Uhr
lieber Norbert,

was, du wünschst mir, dass mein Gärtner heute am Sonntag arbeiten muss, nur weil der Roby keinen Saft mehr hat???

Nein, nein, ich weiß schon was du mir wünschst und ich danke dir und gebe es an dich zurück. Dieses Gedicht wäre nie entstanden, wenn ich nicht ab und zu solche Menschen erleben würde. Es sind nicht unbedingt schlechte, oder überdrehte Leute, aber manchmal steigert man sich so hinein, sich über eine Winzigkeit aufzuregen, dass man ganz vergisst, auf welchem Niveau hier gejammert wird. Es gibt doch den Spruch: Alle Sorgen werden klein, gegen den, gesund zu sein.
Deshalb denke ich dann immer: Was für ein glücklicher Mensch, der muss ja kerngesund sein, wenn er keine anderen Sorgen hat.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Sonntag und bedanke mich noch einmal herzlich für dein liebes Review

deine Maggie
06.09.2020 | 10:43 Uhr
Liebe Tindomiel,

ich habe das Gedicht mit einem Schmunzeln gelesen und wenn da nicht dieser Titel wäre, hätte ich deine Worte fast ernst genommen. Ab der 2. Strophe war ich mir jedoch ganz sicher, dass es ironisch gemeint ist.
Allerdings gibt es Leute die einen Tag mit ein paar kleinen, unbedeutenden Missgeschicken tatsächlich als „sorgenvollen“ Tag empfinden. Man jammert halt gern auf hohem Niveau.

Das Gedicht ist humorvoll, spritzig, liest sich schön flüssig und ist toll gereimt.

Sonnige Grüße
herbstlady

Antwort von Tindomiel am 06.09.2020 | 14:02 Uhr
liebe Herbstlady,

ich bin wirklich sehr froh, dass meine Review-Schreiber die Ironie hinter den Zeilen erkannt haben. Vielleicht haben wir selbst manchmal Sorgen, die keine sind, aber wir ärgern uns über irgend etwas, was eigentlich völlig unwichtig ist, während direkt vor der Haustür jemand wirkliche Sorgen hat, die wir nicht sehen. Wir sollten einfach ab und zu mal darüber nachdenken, was wirklich wichtig ist im Leben und dann die vielen Annehmlichkeiten, die uns gegeben sind auch zu schätzen wissen.
Ich freue mich sehr, dass dir mein Gedicht gefällt und dass du mir geschrieben hast .

herbstliche Grüße
tindomiel
05.09.2020 | 20:21 Uhr
Liebe Maggie,

ich habe mich gerade köstlich amüsiert. Danke für dieses Gedicht. Zum Lachen, wenn es nicht zum Weinen wär...
Wobei ich über Martins "Fingernägel" auch nochmal lachen musste.

Tja, was für Luxusprobleme. Es geht auch andersherum, es gibt Leute, die mich entsetzt ansehen, wenn sie hören, wie alt mein Auto ist und das ich kein Apple-Handy habe und auch kein Samsung. Aus Prinzip nicht.
Den Kindle habe ich allerdings auch und würde ihn im Leben nicht mehr hergeben. ;-) Aber ich mag auch immer noch zwischendurch ein gebundenes Buch. :-)

Du hast es gut zusammengefasst und ich kenne auch Leute, die genauso ticken...

Den Stern gebe ich dir morgen Früh, ich hab heute keine mehr. ;-)

Liebste Grüße
Elayne

Antwort von Tindomiel am 06.09.2020 | 13:56 Uhr
Liebe Elayne,

erstmal danke ich dir für dein liebes Review und freue mich, dass ich dich mit meinen Reimen amüsiert habe. Natürlich ist das übertrieben, doch alle drei Katastrophen an einem Tag sind wirklich eine^^

Aber es gibt solche Leute und ich erlebe es manchmal auf Arbeit, dass die Welt untergehen soll, wenn nicht sofort ein Monteur kommt und etwas richtet, was lediglich das Auge beleidigt und zwar genau um 2mm. Wozu hat man schließlich so viel Geld bezahlt? Da hätte man ja auch im Baumarkt kaufen können usw.

Braucht der Mensch eigentlich Sorgen? Geht es nicht, dass er mal keine hat und dankbar dafür ist, dass es ihm so gut geht? Sicher, einige sind dankbar, aber viele erkennen die kleinen Glücksmomente im Leben nicht, sehen aber Kleinigkeiten als Katastrophen an.

Du hast also ein altes Auto? Ist doch okay, solange dich der Hirsch sicher von A nach B bringt und telefonieren kann man auch mit anderen Handys. Doch es gibt auch hier wieder Leute, die gar nicht wissen, dass man mit dem Handy überhaupt telefonieren kann. Das finde ich immer lustig: Hilfe, mein Handy klingelt. was mache ich denn jetzt???

Einen Kindle habe ich übrigens auch. Ich glaube, er ist das älteste Modell, was es gibt, aber für den Urlaub unentbehrlich. Zu Hause lese ich allerdings auch gern "richtige" Bücher. Das fühlt sich irgendwie besser an.

ganz liebe Grüße und lieben Dank fürs lesen und schreiben
deine Maggie
05.09.2020 | 16:50 Uhr
Hallo Tindomiel,

ich habe mich gerade köstlich über dieses sarkastische und leider sehr treffende Gedicht amüsiert! Bedauerlicherweise gibt es ja wirklich so einige oberflächliche Leute, die solche Dinge tatsächlich als ganz entsetzliche Zumutungen empfinden.

Nebenbei bemerkt, liest sich Dein Gedicht auch sehr flüssig und angenehm.

Ich war sehr angetan und habe dieses Werk in meine Lyrik-Favoriten aufgenommen und außerdem auch noch einen Stern spendiert.

Liebe Grüße,
Thomas

Antwort von Tindomiel am 05.09.2020 | 17:29 Uhr
Lieber Thomas,

welch eine Ehre, danke schön. Wohl dem, der die Parodie hinter den Worten auch versteht. Ich habe beruflich oft mit Leuten zu tun, die sich über Dinge stundenlang streiten können, ohne sich einig zu werden, Dinge, die in meinen Augen völlig unwichtig sind, zum Beispiel, ob die Gabeln im Besteckeinsatz nach links, oder in die Mitte gehören. Was für ein Drama.
Versuchen wir lieber selbst, wenn wir uns das nächste mal über etwas beschweren darüber nachzudenken, ob es nicht halb so schlimm ist und man damit leben kann, denn es gibt sicher Wichtigeres.

Danke für den Stern. Das ist für mich das höchste Lob, denn Sterne sind wunderschön.

herzliche Grüße
Tindomiel
05.09.2020 | 16:26 Uhr
Liebe Maggie,

solche Tage gibt es. Sei einfach froh, dass dir nicht einer deiner Disignernägel abgebrochen ist, das wäre dann doch zuviel an Kathastrophe. :)

Wenn ich dich nicht kennen würde, würde ich das glatt für bare Münze halten und ich würde dich lieber nicht kennenlernen wollen. :)

So nun aber weiß ich, dass dies eine Parodie ist. Schade nur, dass die, die es wirklich angeht hier wahrscheinlich nicht zu finden sein werden. Nein, natürlich können Leute mit einem Minivan (hier solltest du vielleicht das eine "m" streichen) und all den chicen Sachen hier sein, aber sie würden, glaube ich, nicht auf solch hohem Niveau jammern.

Lassen wir das und freuen uns, dass wir uns reich fühlen, obwohl wir nicht zu den Besserverdienern gehören. Ich sage immer: Lieber ein reicher Armer, als ein armer Reicher, denn Reichtum wird nicht an der dicker der Geldbörse gemessen, sondern an den vielen glücklichen Momenten. (Wenn das einer mit einer dicken Geldbörse schafft, dann sei ihm das gegönnt, von Herzen und ohne Neid.

Ein herzerfrischender Beitrag.

Denk an deine Fingernägel Darling und sei froh über deinen Gärtner, gutes Personal ist heute so schwer zu bekommen. :)

Dein grinsender Ender

Antwort von Tindomiel am 05.09.2020 | 17:42 Uhr
lieber ender,

woher weißt du das mit den Nägeln? Ich feile gerade daran herum, denn es sieht wirklich blöd aus, wenn einer davon abgebrochen ist. Was sollen denn die Leute denken?

Genau so sehe ich das auch. Es gibt solche Leute tatsächlich und sie finden ihr Verhalten völlig normal. Sie würden gar nicht verstehen, wie man sich über so etwas lustig machen kann. Glaub mir, Leute mit Erst-Welt-Sorgen habe ich schon oft in meinem Studio gehabt und selbst der vorsichtigste Versuch, ihnen diese Sorgen etwas zu nehmen, scheitert meist wegen Unverständnis.

Das "m" wurde gestrichen. Ich hoffe, an an der richtigen Stelle^^

Mit deinem letzten Satz hast du genau ins Schwarze getroffen. Reich zu sein bedeutet nicht, Geld zu haben. Es bedeutet auch nicht, ständig glücklich zu sein, denn das würde kein Mensch aushalten, aber die Glücksmomente erkennen und sich an kleinen Dingen erfreuen, das macht uns reich.
So, jetzt muss ich nachsehen, was der Gärtner so treibt, schwatzt bestimmt wieder mit der Nachbarin am Gartenzaun. Wofür bezahle ich den Mann eigentlich? Aber ich darf nicht zu sehr zetern, denn wie jeder weiß: Der Mörder ist immer der Gärtner.....

ganz wundervoll-herzlichen Dank fürs lesen und dein Review. Es hat mich reich gemacht :)

bis denne
aggie (ich sollte ja ein "m" streichen
05.09.2020 | 15:57 Uhr
Liebe Maggie!
Da hab ich gerade herzhaft gelacht.
Schön, dass in der jetzigen Zeit noch jemand locker und leicht Humor schreiben kann.
Egal ob es jetzt das reale Leben ist oder nicht. Von irgendwem wohl sicher, von uns beiden nicht, nicht wahr.

Die Verse scheinst du nur so aus dem Ärmel geschüttelt haben,
und doch sind sie ausgezeichnet und fein gereimt.
Es liest sich sehr flüssig.
Außerdem erinnert mich das Gedicht, Missgeschicke des Alltags nicht ganz so wichtig zu nehmen.

Ich hab das Gedicht wirklich genossen,
und natürlich hab ich einen Stern angehängt.

Danke für den Schmunzler.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
R ₪

Antwort von Tindomiel am 06.09.2020 | 13:38 Uhr
lieber Spatz,

du bist immer so schnell und jedes mal mein erstes Review. Hab ganz lieben Dank dafür und natürlich für den Stern. Der passt in meine Sammlung. Nur auf dem Auto habe ich noch keinen, ach weh, ich arme - jammer.
Ja, wenn das die einzigen Sorgen wären, die man hat, dann könnte es einem doch gar nicht besser gehen, oder? Ich denke mir immer, wenn einer meiner Kunden sich wegen Nichtigkeiten aufregt: was für ein glücklicher Mensch, wenn er keine anderen Sorgen hat.
Besonders freue ich mich, dass du über mein Gedicht schmunzeln konntest und ganz besonders, dass du es auch noch gut gereimt fandest. Was will man mehr?

ganz liebe Sonntagsgrüße und nochmals lieben Dank sendet dir
Tindomiel
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