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01.10.2020 | 17:04 Uhr
Hey Forbidden to Fly,

was für eine herrliche "Anekdote" - und alle meine Lieblingscharaktere aus dem Film / deiner Geschichte auf einem Haufen. Das kann ja nur gut werden. Mir gefallen solche Zwischengeschichten, wenn sich bereits bekannte Wege wie hier zum ersten Mal kreuzen.
Ich fand es toll, neben dem wunderbaren Ackerman nun auch wieder Siddall (sein späteres Schicksal stimmt mich gleich wieder traurig) und dann auch noch Harrison zu begegnen. Mir gefiel die Art wie Ackermans erster Eindruck von Collins und Siddall sehr gut auf den Punkt bringt wie unterschiedlich diese beiden doch sind ... über das "weitermachen" musste ich so lachen und Siddalls prompte Reaktion "Ja, Sir." dazu, während Collins skeptisch schweigt. So hat halt jeder sein "Temperament" und mir gefällt, wie Ackerman hier mit wenigen Gedanken dazu bereits versucht seine zukünftig ihm unterstellten Flying Officers einzuschätzen und zugleich als individuelle Mitmenschen zu sehen. Es spricht für ihn, dass er schon hier unterscheidet zwischen dienstlichem Befehl und dem lockeren Umgang, ohne respektlos zu werden, wenn es die Situation (wie hier die "Freizeit") erlaubt. Damit gewinnt man mitunter mehr Achtung, als wenn man jede Minute meint die Hierarchien klarstellen zu müssen, glaube ich.
Die Idee mit dem vermeintlich stehen gelassenen Schachbrett ist ja mal großartig - so kann man seine Kameraden auch "kennen lernen". Und das ist sicherlich nicht die verkehrte Art. In der Tat war es schon witzig, dass es eben ausgerechnet Farrier ist, der offenbar nicht an dem Schachbrett vorbei gehen konnte. Er sucht halt gerne nach Lösungen, wenn er Probleme sieht - und ein verlassenes Schachspiel gehört wohl dazu und sollte korrekterweise beendet werden. Und Harrison im Fahrwasser dieser Entscheidung ist einfach Gold - ich glaube, ich wäre auch hin und her gerissen zwischen Farriers pragmatischer Denkweise (nach dem Motto: "versuchen wir es doch einfach mal zu Ende zu spielen, offenbar kam der Commander nicht weiter") und Harrisons Übervorsichtigkeit ("das Spiel war bestimmt total wichtig, wenn da jetzt ein Stein plötzlich anders steht ... Gott bewahre."). Ackermans Art und Reaktion darauf ist einfach wunderbar und so passend für ihn - du schreibst den Charakter auf die gleiche Art und Weise weiter wie er uns in "The Scars within my Heart are fading" begegnet ist - und das ist bestimmt nicht leicht. Das machst du richtig gut. Seine trockene Feststellung, dass sich Farrier nun quasi selbst für ein Schachspiel empfohlen hat war herrlich, genauso wie Farriers Erwiderung, dass es schlimmer hätte kommen können. Ich glaube, da haben sich die beiden Richtigen auf ein Schachspiel getroffen ;-) ... womöglich kann man dann, während Türme und Bauern verschoben werden, auch noch über andere Dinge fachsimpeln - unterbrochen von minutenlangem konzentriertem Schweigen, was niemandem weh tut.
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