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Autor: Arnold
Reviews 1 bis 8 (von 8 insgesamt):
27.03.2021 | 18:06 Uhr
Hey!

Und da hab ich direkt noch ein weiteres Kapitel gelesen. :)
Na, ich bin ja mal sehr gespannt, ob dieser Vater Antonius in Ordnung ist oder ob mit dem irgendwas nicht stimmt, denn ganz geheuer ist er mir nicht, aber ich mag das durchaus, wenn Autoren auch solche Charaktere erschaffen, bei denen man sich nie so ganz sicher ist, wo man sie einordnen soll. Sowas kann wirklich spannend sein, wenn es so gut geschrieben ist, wie hier.
Ich bin wirklich gespannt, ob sie es noch rechtzeitig schaffen werden, der kleinen Sally zu helfen, aber noch bin ich guter Dinge. Egal, wie knapp es hier bislang war, deine Helden haben es ja meist doch wieder irgendwie geschafft und noch alles zum Guten wenden können. Ob das allerdings so bleibt?
In jedem Fall freue ich mich auch schon wieder auf das nächste Kapitel. Ich weiß, ich hänge ein bisschen hinterher, aber dafür ist die Vorfreude dann auch umso größer für mich. :)

Bis dann,
Finchen ★

Antwort von Arnold am 30.03.2021 | 22:18 Uhr
Hallo Finchen!

Vielen Dank für das Review und für das viele Lob!

Na ja, Vater Antonius ist eben ein strenger Heiler, ein älterer Herr, so ein „No-Nonsense-Charakter“, der fast dreimal so alt wie Lunselin ist und daher auch bei der großen Katastrophe in der Welt dabei war. Als Heiler hatte er da bestimmt viel zu tun und wurde abgehärtet, so dass er die Ausreden der Jugend, warum sie beim Dahinscheiden ihres Großvaters nicht anwesend sein konnten, nicht gerade billigt. Dementsprechend springt er etwas härter mit den „Kindern“ um und wird dafür natürlich von Egil konfrontiert. Der lässt sich schließlich auch nicht alles gefallen. :)

Auf jeden Fall hat Antonius den Helden einige Aufgaben auferlegt. Ob sie die bewältigen können, wirst Du schon bald lesen. Weiterhin viel Freude damit!

Liebe Grüße,
Arnold
27.03.2021 | 17:56 Uhr
Hey!

Bevor ich richtig mit dem Review loslege: Ja, ich bin ein wahnsinnig großer Fan der Guardians und kann inzwischen sicherlich jeden einzelnen Dialog im genauen Wortlaut mitsprechen und das kann durchaus schon ein bisschen unheimlich wirken. Oh, da haben wir übrigens ganz dicht beieinander Geburtstag. Ich bin zwei Tage vor dir dran. ;) Ich kann deine Faszination aber wirklich nur teilen. Anfangs war ich auch sehr skeptisch, ob Marvel mir da nicht schon etwas zu schräg geworden ist, aber seit ich die Guardians gesehen habe weiß ich: Zu schräg gibt’s nicht. Rocket ist einfach nur genial, weil er genau das ausspricht, was die meisten kaum zu denken wagen. Selbst Groot mit seinem begrenzten Wortschatz weiß, wie man Emotionen beim Leser weckt und Yondu ist für mich einer der genialsten Charaktere, die jemals erschaffen wurden. Ich bin absolut süchtig. =) Haha… Ich hab tatsächlich mal gelesen, dass Dave Bautista eigentlich Wrestler ist. Auch, wenn ich mich da nicht so gut auskannte, aber ich fand irgendwie, mit der Info und dem, was ich von ihm sah, dass das durchaus passt. :D (Naiv, wie ich als Unwissende so bin.) Aber als Drax ist auch er einer der genialsten Charaktere, die das MCU so zu bieten hat.

Aber nun auch zu dem nächsten Kapitel, das ich wieder wirklich verschlungen hab. Wie könnte es auch anders sein? Diese Geschichte ist einfach verdammt packend geschrieben. Ach, und ehe ich es vergesse: Danke für das Angebot. Ich hab die Tage mit meinem Papa gesprochen, der hat noch so ein ganz altes, antikes Teil von einem Computer und wir werden mal schauen, ob wir es damit hinbekommen. Falls wir das nicht schaffen, würde ich sehr gerne auf dein Angebot zurückkommen. Ich liebe diese alten Spiele, die noch diese schöne, kantige Grafik hatten. Inzwischen habe ich ein paar meiner Spiele schon in Remake-Versionen gespielt und diese Remakes sind auch klasse… Sie reichen nur nicht an den alten Charme der 90er Jahre heran. Wenn man mit sowas groß geworden ist, misst man der genialen Grafik von heute irgendwie nicht mehr so viel Bedeutung bei. ;)

Doch zurück zu deinem Kapitel: Dass das für Lunselin alles andere als leicht war, kann ich gut verstehen. Ich hatte das Glück, mich von vielen Menschen noch vorher verabschieden zu dürfen, aber bei anderen war das nicht möglich, daher kann ich seinen Schmerz hier auch gut nachvollziehen. Auch, wenn es gewiss nicht seine Schuld ist, aber der Mensch neigt dazu, einen Grund haben zu wollen und oftmals ist es da im ersten Moment leichter, bei sich selbst zu suchen, nur um eine Antwort auf die quälenden Fragen zu haben. Ich finde, dass das auch hier sehr gut rüberkommt und gleichzeitig ist dieser Verlauf auch wieder so unendlich wichtig für die Entwicklung deines Protagonisten. Auch, wenn es ihn in Egil Augen zunächst leichtsinniger macht, so ist nun eine ganz neue Entschlossenheit erwacht, die ihm in Zukunft sicherlich noch sehr weiterhelfen wird. Auch der Kampf, den die Beiden hier einmal mehr ausfechten müssen, fand ich erneut sehr packend. Und man spürt, wie es sie immer weiter wachsen lässt und stärker für die Aufgaben macht, die ihnen noch bevorstehen werden. Und selbstverständlich darf man hier nicht unerwähnt lassen, wie schön hier rüberkommt, dass die Freundschaft zwischen den beiden Gefährten langsam aber sicher immer tiefer wird. Generell mag ich es hier zu lesen, wie sich die Charaktere von Kapitel zu Kapitel weiterentwickeln. Es wird nie langweilig und da ich gerade noch ein bisschen Zeit habe, nehme ich mir auch direkt noch das nächste Kapitel vor. :)


Bis dann,
Finchen ★

Antwort von Arnold am 30.03.2021 | 22:16 Uhr
Hallo Finchen.

Herzlichen Dank für Dein Review zu Tag 6 von Ambermoon.

Okay, ganz so weit bin ich noch nicht, dass ich sämtliche Dialoge der Guardians mitsprechen kann, aber lange werde ich sicher nicht mehr dafür brauchen. Das erinnert mich irgendwie an den Film „Mortal Kombat“, den ich 1996 zum ersten Mal gesehen habe. Da war ich auch ein Riesenfan und den konnte ich wenige Jahre später wirklich beinahe komplett auswendig. Wie Du siehst, ganz so unheimlich ist die Fähigkeit dann doch nicht. :) Was die Charaktere angeht, stimme ich Dir voll zu. Normalerweise habe ich immer irgendwo einen Wurm drin, sprich, einen Char, den ich nicht leiden kann. Doch der fehlt mir bei den Guardians völlig. Sie haben alle einen gigantischen Charme, jeder auf seine Weise! Jetzt muss ich aber einfach mal so blöd fragen, selbst wenn das nichts mit Ambermoon zu tun hat: Du hast doch bestimmt Endgame gesehen, oder? Warst Du von dem Film ebenso enttäuscht, wie ich, oder hat er Dir gefallen? Da das hier offtopic ist, kannst Du mir, wenn Du magst, gern per PM antworten.

Zum Amiga-Spiel habe ich bereits etwas vorbereitet. Dazu wirst Du von mir eine separate PM bekommen. :)

Ja, das traurige Ende vom Großvater war ein sehr schweres Kapitel und eines, wo ich mir im Vorfeld Sorgen machte, ob das auch nur annähernd gut herüberkommen wird. Daher freut es mich sehr, dass meine Lösung Dir so gut gefallen hat. Ich war mir nicht sicher, ob die Art der Trauer angemessen ist. Lunselin wirkt da völlig weggetreten und muss von Egil mühsam in die Wirklichkeit zurückgeholt werden, was ich als möglicherweise leicht übertrieben empfand. Andererseits war Thalion Zeit seines Lebens sein einziger Mentor, Lehrer, Ansprechpartner und Bezugsperson, so dass ich mir diese Reaktion durchaus vorstellen konnte. Wie gesagt bin ich froh, dass es Dir gefallen hat.

Du hast absolut recht, dass diese ganze Situation der Klebstoff für die Freundschaft zwischen Lunselin und Egil wurde. Das kam für ihn völlig überraschend, denn nach der Feuerball-Geschichte hatte er nicht mehr damit gerechnet, dass der Krieger mehr als ein Schwertschwinger und Reisegefährte für ihn sein würde. Doch Egil hat hier genau richtig gehandelt und damit das brüchige Band wieder fest verknotet. Ein Meilenstein für alles, was noch folgt. Und so viel sei gesagt: Die Festigkeit dieses Bandes wird noch das eine oder andere Mal auf die Probe gestellt...

Viel Spaß beim Weiterlesen wünsche ich Dir!

Liebe Grüße,
Arnold
10.03.2021 | 18:22 Uhr
Hey!

So, es wird höchste Zeit, dass ich mich mal wieder zu Wort melde. ;)
Ich denke mal, du wurdest schon vorgewarnt, dass du von mir hörst.
Das war wirklich wieder ein sehr packendes Kapitel. Ich staune ja immer noch darüber, wie es dir gelingt, diese Geschichte so lebhaft herüber zu bringen, dass man sich fast die ganze Zeit während des Lesens in „Gaming-Position“ bringen will. Könnte ich deine Geschichte irgendwo selbst nachspielen, dann würde ich es sofort tun, so viel ist sicher. Jede Szene ist so detailliert und schön ausgearbeitet, aber ohne, dass es zu sehr ausufert. Es ist genau richtig, damit man sich alles so gut vorstellen kann.
Was mir ebenfalls sehr gefallen hat war, dass man hier auch wieder einen kleinen, kämpferischen Fortschritt bei deinem Protagonisten erleben kann. Er schafft es, Egils Anweisungen zu folgen und sogar gegen eine Überzahl anzutreten und sich zu bewähren, obwohl er ja erst seit kurzem eine Waffe trägt. Trotzdem gibt er stets sein Bestes und verssucht mitzuhalten, so gut es eben geht. Er ist eben eher der Denker in der Gruppe.
Dass Lunselin aber doch wieder seine Zweifel bekommt, fand ich sehr schlüssig. Generell mag ich es, dass du zwar beschreibst, was in den Kämpfen vor sich geht, aber nicht einen schriftlichen Splatter davon machst. Trotzdem zeigt die Aktion mit dem Feuerball und Lunselins Reaktion darauf noch gut, wie grausam so eine Welt eben auch ist und dass man sich das Töten niemals leicht machen sollte. Auch zeigt er damit, dass er seinem Charakter immer noch treu bleibt, was ich ebenfalls klasse finde. Es ist wichtig und trägt auch sehr zur Sympathie deines Charakters bei, dass er eben kein eiskalter Killer ist, sondern ein Gewissen hat und die Dinge auf seine Art machen möchte. Umso schöner, dass Egil sich da auf diesen Kompromiss einlässt.
Alles in allem hat mir das Kapitel wirklich wieder richtig gut gefallen. Vielleicht solltest du wirklich Storyschreiber für Videospiele werden. Du kannst das verdammt gut und ich freu mich bereits darauf, das nächste Kapitel in Angriff zu nehmen.

Bis dann,
Finchen ★

Antwort von Arnold am 11.03.2021 | 16:57 Uhr
Hallo Finchen! Oder sollte ich besser „Hallo Yondu Udonta!“ sagen?

Du scheinst ja ein Riesen-Fan der Guardians of the Galaxy zu sein!? Das kenne ich nur allzu gut, denn das sind Silvana und ich ebenfalls. Mein allererster Kontakt mit den Guardians war am 26.10.2018. Ich hatte Geburtstag und schaute an jenem Tag erstmals den Film „Avengers – Infinity War“. Die meisten Charaktere kannte ich schon, als auf einmal so eine total verrückte Truppe ins Bild kam, mit einem sprechenden Fuchs und einem Baum. Erster Gedanke: „Was sind denn das für Clowns?“ Eine halbe Stunde später war ich Fan! Drei Tage später sah ich zum ersten Mal den Film Guardians of the Galaxy, einen Tag darauf folgte der zweite Teil und ich erlebte eines der stärksten „Fieber“ meines Lebens für eine Sache! Inzwischen habe ich die Filme acht Mal gesehen und bekomme noch immer nicht genug davon... Ich liebe Rocket und Groot, aber insgesamt die ganze Truppe. Dadurch lernte ich sogar Dave Bautista wieder lieben, nachdem er mich lange Jahre über im Wrestling genervt hatte. ;-) Und auch Yondu habe ich längst ins Herz geschlossen. Sein trauriger Abschied ist eine der emotionalsten Szenen, die ich je gesehen habe! Wenn heute jemand in meiner Nähe pfeift, drehe ich mich immer gleich um, weil ich Angst habe, es könnte ein roter Pfeil geflogen kommen... ;-)

So, zurück zum Thema! Herzlichen Dank für das Review, über das ich mich sehr gefreut habe. Tag 5 ist eines meiner Lieblingskapitel, daher freue ich mich umso mehr, dass es Dir so gut gefallen hat. Ja, Lunselin musste sich richtig im Kampf bewähren. Ich war mir nicht sicher, ob eine derartig große Übermacht angebracht wäre, oder ob das zu unrealistisch ist. Im Spiel bekommt man vier Wellen á drei Gegner vorgeworfen, doch dachte ich mir, dass in der Realität die Banditen sicher nicht Schlange stehen, nur um sich abfertigen zu lassen. Also habe ich mich für eine größere Horde entschieden, und sie dafür schwächer gemacht. Da hatte sich das harte Training mit Egil eben doch noch gelohnt...

Ask, and you shall receive... Wenn Du wirklich gern Ambermoon spielen und die Abenteuer von Lunselin nachempfinden möchtest, dann könnte ich Dir das ermöglichen. Es handelt sich zwar um ein Spiel für den Commodore Amiga und läuft nicht auf einem PC, aber es gibt Emulatoren, mit denen man diese alte Software auch auf dem PC sehen und spielen kann. Ich habe so einen im Einsatz, und bei Interesse gibt es sicher eine Möglichkeit, wie ich Dir das Komplettpaket zukommen lassen könnte. Bedenke nur: Es ist ein „Steinzeit“-Spiel von 1993 mit – für heutige Verhältnisse – Steinzeit-Grafik. Wenn Dich das nicht stört, gib mir eine Nachricht, dann setze ich mich gern dran und fange an zu basteln... ;-)

Splatter... um Himmels willen! Das wirst Du bei mir nicht finden. Ich bin selbst kein Freund davon, egal ob in Spielen, in Büchern oder in Filmen. Muss ich nicht haben und wird es bei mir auch nicht geben. ;-) Ja, die Unterhaltung / der Streit zwischen Egil und Lunselin gehört mit zu meinen persönlichen Highlights. Zwei verschiedene Meinungen zu einer Sache, beide sind korrekt und haben ihre Argumente und werden ausdiskutiert. Lunselin ist eben noch sehr naiv und hatte nicht damit gerechnet, solche Dinge sehen und erleben zu müssen. Hier bekommt er den Reality-Check und wird von Egil belehrt, dass manche Dinge leider unumgänglich sind. Dafür zieht er aber auch selbst eine Linie und bleibt bei seinen Moralvorstellungen. Es freut mich, dass Dir das so gefallen hat, wie gesagt, eines meiner persönlichen Highlights. Und von diesen Gesprächen wird es in Zukunft mehr geben, das kann ich Dir versprechen...

Nein, ich glaube, ich möchte nicht unbedingt Storyschreiber für Videospiele werden. Ich habe vier Jahre für das Buch gebraucht, und habe es auch nur geschafft, weil mein Herzblut so daran hing. Dafür war ich an manchen Tagen ziemlich im Eimer und ausgelaugt, und das muss ich nicht unbedingt regelmäßig haben. Aber da Du ja selbst Geschichten schreibst, wirst Du dieses Gefühl sicherlich bestens kennen. ;-)

Ich freue mich schon sehr auf weitere Eindrücke von Dir und wünsche Dir weiterhin ganz viel Spaß beim Lesen!

Viele Grüße,
Arnold
19.02.2021 | 08:59 Uhr
Guten Morgen!

So, ich bin jetzt extra um fünf Uhr aufgestanden, um mir zumindest ein bisschen Zeit freizuschaufeln, während derer ich mal mit dem ersten Kapitel anfangen kann. Es ist – und das verstehe ich vollkommen! – frustrierend, wenn man schreibt und hochlädt und die Zugriffe sieht und dann im Verhältnis dazu das Feedback. Gar keine Frage. Vielleicht ist also ein kurzes Feedback zwischendurch trotz meiner Bedenken, ein solches zu verfassen, besser als für eine längere Zeit einfach keins.
Nun kenne ich mich allerdings gar nicht mit Computerspielen aus, das ist schlicht und ergreifend nicht mein Element, abgesehen von Hugo dem Troll vielleicht, doch das ist eine andere Geschichte, die hier definitiv fehl am Platz ist, denn was ich eigentlich sagen will, ist, dass für mich das Vorwort sehr informativ war, weil es mir einen ersten groben Überblick über das gegeben hat, was mich als Leser hier erwarten wird und da haben sich dann durchaus auch Assoziationen entwickelt, sodass ich nach nur dem Vorwort erst einmal der Meinung bin, dass diese Geschichte spannend werden kann. Auch den Punkt, dass sich die Beschränkung der Gefährten und ihrer Fähigkeiten im Rahmen der Geschichte anders als im Spiel verhalten soll, finde ich interessant und der Geschichtenform angemessen.

Dann habe ich ganz frech mal ein wenig nach vorne und auf die Kapiteltitel geschaut. Diese Aufmachung in Tage ist meiner Meinung nach zum einen sehr schön, aber zum anderen selbstverständlich auch sehr anspruchsvoll (da spreche ich aus eigener Schreiberfahrung), wenn man anstrebt, jeden Tag auch mit einer ordentlichen Menge Text bzw. Ereignissen zu füllen und genau das muss man schließlich tun, wenn man keine Horde irritierter Leser produzieren will. Das habe ich so auch noch nicht wirklich regelmäßig bei anderen Schreiberlingen gesehen. Finde ich gut.

Was mich dann allerdings doch wie eine Dampfwalze erwischt hat, war das einleitende „Hallo!“ und die darauf folgende Selbstvorstellung des Hauptcharakters.
Das mag persönlicher Geschmack sein – und über Geschmack lässt sich nun einmal trefflich streiten – aber für mich hat das stets diesen faden Mary-Sue-Beigeschmack, denn häufig ist das dann leider genau das, was folgt: eine Mary-Sue. Aber ich möchte mich hier gerne vom Gegenteil überzeugen lassen.
Die Worte in Großbuchstaben mitten im Kapitel bzw. Fließtext (ICH) hätte man meiner Meinung nach etwas anders formatieren können, beispielsweise kursiv. Das hätte sie auch aus dem Text hervorgehoben, aber nicht den Eindruck erweckt, als wären sie geschrien. Da ich zu diesem Zeitpunkt der Geschichte aber nicht sagen kann, ob du kursiven Text später noch für etwas anderes brauchst…

Gut gefallen hat mir an den ersten Absätzen im Rahmen der Erzählung des Großvaters der grobe Abriss über die Geschichte (Absturz des dritten Mondes, damit einhergehende Zerstörung von Twinlake, Newlake), nur das vermeintliche Passwort „Wein“, da bin ich mir nicht so sicher, ob das für einen Steinkopf in einem Weinkeller nicht vielleicht zu einfach ist, weil das doch – zumindest nach meinem Verständnis – ein Wort ist, das in einem Weinkeller sehr oft fallen dürfte und ob es dann sicher genug wäre, wage ich ein wenig zu bezweifeln.
Für mich als Nichtkenner des Spiels und der Welt hier interessant ist übrigens der Name des Zauberers – Shandra. Ich kann anhand des Namens nämlich tatsächlich nicht sicher auf das Geschlecht schließen und die Erwähnung, dass es sich um einen Zauberer handelt, ist unter Bezugnahme auf das generische Maskulinum keinesfalls ausreichend, um haltbare Schlüsse zu ziehen. Da bin ich wirklich gespannt, als was sich der Zauberer irgendwann einmal herausstellen wird, also falls das überhaupt geschieht, immerhin ist hier noch ziemlich unklar, ob er überlebt hat und falls ja, in welcher Form. Allein diesen Aspekt finde ich gerade schon unglaublich spannend und da wir ja nach The Big Bang Theorie hoffentlich alle etwas mit Schrödingers Katze anfangen können: so stellt sich im Moment für mich die Antwort auf die Frage nach dem Überleben Shandras dar.

Und jetzt ist leider passiert, was wohl passieren musste: Das Reallife ruft.
Ich entschuldige mich für dieses noch sehr unvollständige Feedback zu Kapitel 1, aber ich werde hier weiterlesen!

lg FtF

Antwort von Arnold am 19.02.2021 | 14:51 Uhr
Hallo Forbidden to Fly,

vielen herzlichen Dank, dass Du Dir extra so viel Zeit genommen hast, um mit dem Buch zu beginnen. Ich habe mich riesig über Dein Review gefreut! Wenn Dir die Zeit fehlt, dann verstehe ich das vollkommen, und Du musst wegen mir wirklich nicht hetzen. ...und schon gar nicht um 05Uhr aufstehen!! Aber lieben Dank, dass Du Dir soviel Mühe gemacht hast.

Schön, dass das Vorwort einen so guten Eindruck hinterlassen hat. Es ist mir an der Stelle wichtig gewesen, klar zu definieren, dass es sich bei dem Werk nicht um eine pure Nacherzählung des Spiels handelt, sondern sehr viele eigene Elemente verarbeitet wurden. Alles andere wäre auch sicher langweilig gewesen. Im Grunde finde ich es gut, dass Du Computerspiele, und dieses Spiel im Speziellen, gar nicht kennst. Sollte ich es dennoch schaffen, Dich mit meiner Geschichte zu überzeugen, dann ist das für mich das größte Kompliment. :-)

Die Einteilung der Geschichte in Tage war eine spontane Idee während des Schreibens, und da hatte ich schon ungefähr zehn Tage hinter mir. Natürlich gibt es, wie auch in jedem normalen Leben Tage, an denen weniger passiert, als an anderen. Und warum sollten Helden davon eine Ausnahme bilden? Gut möglich, dass der eine oder andere Tag etwas kurz geraten ist, aber das wirst Du sicher noch im Einzelnen feststellen.

Oh… entschuldige bitte die Dampfwalze! ;-) Ja, an der Selbstvorstellung habe ich lange gearbeitet und mir darüber mehr als nur den Kopf zerbrochen, bis ich halbwegs zufrieden war. Am Ende kam ich auf das Szenario, dass Lunselin in eine Taverne geht, und dort allen, die sie hören wollen, seine Heldengeschichte erzählt. Und ich dachte mir, wenn ein Künstler die Bühne betritt, dann stellt er sich zunächst einmal vor. Aber mache Dir bitte keine Sorgen wegen einer möglichen Mary-Sue. Erstens wäre das in dem Fall eher ein Gary-Stu (Lunselin ist als männlicher Name gedacht, ähnlich wie Armin, Merlin oder andere, ginge aber vermutlich auch als weiblich durch...), und zweitens muss er durch die harte Schule hindurch, dass Helden eben nicht als Meister vom Himmel fallen. Lass Dich überraschen, aber ich glaube kaum, dass Du nach dem fünften Tag noch Gary-Stu im Hinterkopf haben wirst. :-)

Es freut mich, dass Dir der Abriss der Geschichte der Lyramionischen Inseln so gut gefallen hat. Da ich bereits etwas Feedback bekam, dass die Passage total überladen und teilweise verwirrend gewesen sei, ist das etwas erfreulich Positives. „Wein“... Ja, Du hast Recht, es ist etwas easy und einfallslos, aber das Passwort gilt ja glücklicherweise nicht für den Weinkeller einer Taverne vor einer halb verdurstenden Meute, sondern für den privaten Weinkeller von Großvater und Enkelkind. Die ganze Sache dient ohnehin mehr dazu, dem Leser die Steinköpfe / Rätselköpfe näher zu bringen, denen der Held im Laufe des Abenteuers noch einige Male begegnen wird, und die normalsterbliche Lyramioner eher selten zu Gesicht kriegen dürften.

Dann werde ich mich hüten, Dir mehr über Shandra zu erzählen, und lasse Dich in spannender Vorfreude auf die Auflösung zurück. Diese wird kommen, dessen kannst Du Dir sicher sein. Nochmals herzlichen Dank für das ausführliche Review und vor allem für das Versprechen auf mehr. Solltest Du Fragen haben oder irgendwann Unklarheiten auftauchen, zögere nicht mir zu schreiben. Und sonst wünsche ich Dir ganz viel Spaß beim Lesen!

Liebe Grüße,
Arnold
Flying Finn (anonymer Benutzer)
23.11.2020 | 10:13 Uhr
Hallöchen! :)

Und es geht weiter. Gar nicht mal so spät dieses Mal.
Da haben die Zwei ihren ersten Auftrag ja bestens erfüllt, aber am Anfang sollte das auch noch nicht das Problem sein. Ich denke, die wirklich großen Schwierigkeiten werden erst noch auf die Beiden warten, wobei sich am Ende ja noch andeutet, dass die Gruppe noch etwas wachsen wird. Ich bin schon sehr gespannt darauf.
In jedem Fall sind sie damit aber schon einen guten Schritt weitergekommen und auch Lunselin hat seine kleinen Erfolgserlebnisse. Ich finde, die sind ganz gut gesetzt, denn den Helden gleich am Anfang nur zu entmutigen, wäre für die Entwicklung seines Charakters sicherlich nicht so gut. Daher gefällt es mir, wie die kleinen Probleme immer wieder daran erinnern, dass Kämpfen nun einmal nicht seine hohe Kunst ist, aber er durchaus seine Fähigkeiten hat, die er immer besser einzusetzen weiß und auch an Sicherheit gewinnt, während gleichzeitig noch nicht alles glattläuft. Das ist auch weiterhin eine sehr gute Balance.
Auch sehr gut hat es mir wieder gefallen, wie Lunselin ein paar weitere Dinge über seinen Großvater und damit ja auch seine eigene Geschichte erfährt. Er bekommt ja wirklich ganz neue Einblicke und es ist schön zu lesen, wie stolz ihn das eben auch auf seinen Großvater sein lässt. Ich bin sehr gespannt, was er noch alles erfahren wird.
Das kleine Missgeschick am Ende war natürlich ein herrlicher Schmunzler. Was wären die großen Abenteuer ohne diese kleinen Momente, in denen sich die großen Helden mal ein wenig blamieren dürfen. Schön gemacht und ich freue mich sehr auf das nächste Kapitel.

Liebe Grüße,
Finchen

Antwort von Arnold am 24.11.2020 | 21:00 Uhr
Hey Finchen!

Vielen herzlichen Dank für das neue Review, ich habe mich wieder riesig darüber gefreut! Neben Fanfiktion.de habe ich den Roman auch an ungefähr fünfzig Kollegen bei der Arbeit und im Bekanntenkreis verteilt, doch bleibst Du bis heute die einzige Person, die mir ein so ausführliches Feedback dafür gibt. Daher erneut vielen Dank für Deine Mühen. Ich hoffe, dass Dich die weiteren Abenteuer von Lunselin bei Laune halten werden, und Du nicht irgendwann das Interesse verlierst.

Der erste Auftrag! Du hast Recht, im Roman haben sie ihn mit Bravour bestanden, doch im Spiel ist das zuweilen gar nicht mal so einfach. Der Mangel an Lebenspunkten zu Beginn sorgte in der Vergangenheit durchaus schon mal für das vorzeitige Ableben eines Helden, gefolgt vom Druck auf die Taste zum Hochladen. Schön zu lesen, dass Dir die Unterschiede zwischen Egil und Lunselin so gut gefallen haben. Natürlich ist Lunselin kein Schwertschwinger, aber er glänzt mit seinem Bücherwissen und kann damit einiges erreichen. Wie Du schon sagtest, es sind kleine Erfolgserlebnisse, die ihm zeigen, dass er durchaus etwas bewirken kann, und dass seine Bemühungen nicht umsonst sind.

Ja, auf seiner Reise lernt Lunselin durchaus auch etwas über sich selbst, sowie über seinen Großvater. Hier war es die besondere Verbindung zwischen dem Gründer der Diebesgilde Silk zu seinem früheren Gefährten Thalion. Dies sind hauptsächlich die Ereignisse aus dem Vorgängerspiel Amberstar, wo man die Geschichte Thalions erleben kann. Dank Emulatoren wie WinUAE konnte ich dieses Spiel vor einigen Jahren mal selbst durchdaddeln, und zumindest die Story war auch damals schon sehr liebevoll entwickelt und ausgearbeitet worden. Nur die Kämpfe waren nicht wirklich prickelnd. So konnte man zum Beispiel in einem Dungeon durchaus ein halbes Dutzend Mal gegen zwei Skelette kämpfen, anschließend dann ein halbes Dutzend Mal gegen vier, und schließlich auch mal gegen acht Skelette. Und wenn man einmal eine funktionierende Taktik entwickelt hatte, und der Gegner nicht magiefähig war, dann ließen sich die Kämpfe exakt wiederholen, und nur die Schadenswürfe unterschieden sich von den vorherigen Gefechten. Es war schlicht langweilig, so dass Silvana und ich irgendwann Musik im Hintergrund laufen ließen, um uns wenigstens ein wenig während der langwierigen Schlachten amüsieren zu können. Davon abgesehen war aber auch Amberstar schon ein interessantes Spiel, und auch im weiteren Verlauf des Romans habe ich auf das eine oder andere Detail daraus zurückgegriffen. ;-)

Ich freue mich, dass Dir das kleine Missgeschick mit dem Dietrich am Ende so gut gefallen hat, denn das war auch immer meine Lieblingsstelle aus dem Kapitel. Ein wenig Spaß muss sein, und nachdem es auf dem Friedhof so gut lief, konnte es nicht schaden, den jungen Padawan mal wieder auf den Erdboden zurück zu holen, bevor er noch abhebt und davonschwebt! ;-) Ich verspreche Dir jetzt schon, dass es noch einige solcher Gelegenheiten zum Schmunzeln geben wird. Bis dahin wünsche ich Dir ganz viel Freude an Tag 5, was rückblickend eines meiner Lieblingskapitel wurde. Bin hoch gespannt auf Deine Meinung!

Liebe Grüße,
Arnold
Flying Finn (anonymer Benutzer)
16.11.2020 | 08:42 Uhr
Hallöchen! :)

So, lange ist es nun her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet hab. Ich hänge auch schon ein gutes Stück hinterher, aber ich werde dennoch dranbleiben, so viel ist sicher. Ich bin eben nur nicht immer die Schnellste, aber wenn ich Reviews schreibe, möchte ich mir auch ein bisschen Mühe dabei geben. ;)
Das war ein sehr langes, aber dafür auch verdammt starkes Kapitel. Mir gefällt es ja ausgesprochen gut, wie sich hier immer alles Stück für Stück zusammenfügt und wir den Tag so detailliert miterleben dürfen. Ich kann mir diese fremde Welt nach wie vor richtig gut vorstellen – Let’s Plays helfen da natürlich – aber vor allem beschreibst du das alles sehr anschaulich und nimmst den Leser wirklich mit auf diese spannende Reise. Es macht richtig Spaß und man verschlingt jeden noch so kleinen Absatz um herauszufinden, was unseren künftigen Helden denn wohl als nächstes erwarten wird. Wie auch in den Kapiteln davor fühle ich mich in meine Spiele von früher zurückversetzt, wenn ich auf Erkundung ging und noch nicht alles machen konnte und so gerne schon mehr rausgefunden hätte und diese Game-typischen Dialoge finde ich wahnsinnig toll umgesetzt, weil sie herrlich passend sind und eben doch auch sehr echt und real wirken.

Mein kleines Highlight in diesem Kapitel war ja die Begegnung mit Egil. Es ist immer ein besonderer Moment, wenn man seinem ersten Mitstreiter begegnet und ich mochte ihn sofort. Alleine die charakterlichen Unterschiede, die du herausgearbeitet hast und die sich dann so herrlich ergänzen, finde ich stark und macht eine Heldengruppe am Ende einer Reise ja auch aus. Es nützt einem schließlich nichts, nur mutige Schwertkämpfer oder eine Armee aus Heilkundigen zu haben. Du brauchst viel mehr als das, wenn du ans Ziel gelangen willst und gerade die verschiedenen Meinungen und Ansichten sind da immer das Salz in der Suppe, sorgen manchmal für Konflikte, schweißen ein Team am Ende aber meist auch noch enger zusammen.
Da haben mir übrigens die Fabeln auch unheimlich gut gefallen, die du hier mit eingebaut hast und die kleine Diskussion, die daraus entstanden ist. Es ist toll zu sehen, die dein Held eben für seine Sache brennt, wie er den Blick auf die Dinge richtet und dass sein Mitstreiter da eben doch ganz anders tickt. Kurz entbrennt ja fast ein kleiner Konflikt. Zumindest wird es von Lunselin so aufgenommen. Ich glaube, dass Egil die Dinge viel lockerer sieht, zumindest wirkt er so und ich denke, dass genau diese Unterschiede etwas sind, was Lunselin im Laufe der Reise sehr gut tun wird und ihm helfen kann, sich weiter zu entwickeln und über sich selbst hinauszuwachsen. Das macht ihn als Charakter eben auch nach wie vor so interessant. Dass er noch so viel zu lernen hat, seine Schwächen und Ängste hat, die er noch überwinden muss, aber den nötigen Mut mit sich bringt, um sich dem zu stellen und das Herz am rechten Fleck zu haben scheint.

Eine weitere, sehr starke Szene diesbezüglich ist für mich jene, in der sich Egil seinem Training widmet. Ich finde, dort werden die unterschiedlichen Charaktere der Zwei deutlich und da dürfen wir auch mal den strauchelnden Jungen erleben, der sich dem Ganzen überhaupt nicht gewachsen fühlt. Bedenken hat Lunselin ja von Anfang an, aber ab da merkt man so richtig, was ihn dazu veranlasst, nicht sehr viel Vertrauen in dieses Unterfangen zu setzen. Seine zweifelnden Gefühle und seine kurzzeitige Mutlosigkeit und vor allem Verletztheit, kommen hier sehr deutlich rüber und ich denke, dass sich sehr viele Menschen an genau diesem Punkt in ihm wiedererkennen. Umso besser gefällt es mir, dass Egil es schafft, anschließend auf ihn einzugehen, nicht die Schultern zu zucken und es abzutun, sondern sich ebenfalls die Mühe zu machen, sich auf einen neugewonnenen Freund zuzubewegen. Das zeigt, dass sie durchaus auf dem guten Weg sind, gute Mitstreiter und wahre Freunde zu werden. Ein wirklich schöner Moment.

Und dann gab es hier noch so viele kleine Stellen, die ich schon gar nicht mehr alle aufzählen kann. Die kurze Begegnung mit der Elfe, der Besuch in der Taverne mit der kleinen Hintergrundgeschichte der Köchin, die gründen und blauen Feen und die Flut von Sonderaufträgen, die einem hier die ganze Zeit ein richtiges Game erleben lassen und doch auch eine großartige Geschichte. Das ist wahnsinnig toll und macht unglaublich viel Spaß, sodass ich mich einmal mehr schon sehr darauf freue, das nächste Kapitel dieser gelungenen Geschichte zu lesen. Sie ist ein echtes Goldstück auf dieser Seite und auch, wenn das Feedback immer noch nicht das größte ist, so spiegelt diese Statistik absolut nicht wieder, wie großartig dieses Werk ist und wie viel Mühe und Arbeit du hier hineingesteckt hast!

Liebe Grüße,
Finchen

Antwort von Arnold am 17.11.2020 | 21:55 Uhr
Hallo Finchen!

Es freut mich, wieder von Dir zu hören, und ich habe mich sehr über Deine positive Kritik gefreut. Gerade bei Kapitel 3 war ich mir nicht so sicher, denn ich dachte der Stadtrundgang könnte womöglich etwas langweilig sein. Schön, dass er doch so gut angekommen ist. Dein Lob ist Honig für die Seele! Dass es so lange dauert, ist für mich überhaupt nicht tragisch. Hey, ich habe vier Jahre zum Schreiben gebraucht, also hast Du auch vier Jahre Zeit zum Lesen! ;-))

Zu Egil: Im Spiel gibt es einzig den Dialog bei der Aufnahme in die Gruppe, wo man mit ihm über die Orks und die Banditen sprechen kann. Weitere Dialoge existieren im Spiel nicht, denn Ambermoon ist leider kein Baldur’s Gate 2 oder Dragon Age: Origins, wo die Begleiter bereits komplett mit Charakter, Inhalt und Geschichte gefüllt sind. Das gab mir allerdings die Möglichkeit, die Charaktere selbst zu entwickeln, und Egil stellte ich mir immer so vor, wie ich ihn beschrieben habe. Natürlich ist es für den schüchternen, gehänselten Lunselin zu Beginn sehr schwer, sich mit ihm anzufreunden, und es wird im Laufe der Geschichte noch viele Situationen geben, wo die beiden sich nicht ganz einig sind. ;-)

Ebenso völlig frei erfunden ist die Szene mit dem Fechttraining, die ich ganz bewusst etwas heftiger ausfallen ließ. Es freut mich sehr, dass sie Dir so gut gefallen hat. Für Lunselin fühlt es sich so an, wie ein Gang durch die Hölle, aber Egil zeigt ihm einfühlsam, dass er diesen Weg nicht allein beschreiten muss. Er kennt nur die harte Kriegerschule und hat keine Ahnung davon, dass Lunselin eben sehr viel weniger Härte aufweist. Als er es merkt, lenkt er aber ein und ist bereit sich anzupassen. Immerhin liegt ein langer und gefährlicher Weg vor ihnen, den sie nur gemeinsam meistern können.

Was die Begegnungen in Spannenberg angeht, so sind sie fast alle aus dem Spiel übernommen worden. Der Charakter Florin existiert jedoch nicht im Spiel. Lediglich sein Hinweis zur „Quelle des Lebens“ kommt darin vor, wird allerdings von einem namenlosen Jungen gegeben. Ich gab ihm einen Namen, und eine kleine Sonderhandlung, als er Lunselin und Egil beim Hinterhalt der Banditen unterstützt. Die Fabel taucht als Buch im Spiel auf und wurde von mir zusammengefasst / von Lunselin nacherzählt, und kommt später erneut vor. Die Feengeschichte hat mich beim ersten Spielen am meisten fasziniert, und ich fühlte mich ähnlich wie Lunselin, wollte dem Geheimnis unbedingt auf die Spur kommen, musste mich aber zunächst gedulden. Wirtin Brenda und ihre Geschichte wurden von mir mit Leben gefüllt, im Spiel ist sie eine namenlose Person ohne Interaktion. Ich freue mich sehr, dass Dir diese Begegnungen so gut gefallen haben.

Ich wünsche Dir weiterhin sehr viel Spaß mit Ambermoon und den Abenteuern von Lunselin. ...und die Abenteuer haben gerade erst begonnen! ;-)

Liebe Grüße,
Arnold
Flying Finn (anonymer Benutzer)
19.09.2020 | 13:25 Uhr
Hallöchen! :)

Endlich habe ich ein bisschen Zeit und Ruhe zum Weiterlesen gefunden. Im Moment war doch so einiges los, aber dafür konnte ich mich ja länger auf die Fortsetzung freuen. ;)
Mir gefällt es sehr, dass du dir so viel Zeit nimmst, um die Leser mit in diese Welt zu nehmen. Ein paar Fantasy-Rollenspiele habe ich in meinem Leben ja auch schon gespielt und ich mochte es sehr, hier festzustellen, was man da als Gamer eben einfach kennt, was einen nicht mehr so überrascht, aber Freude macht, wenn man es wiedererkennt und eben die Dinge, die hier neu und anders sind und diese Welt eben einzigartig und besonders machen.
Man fühlt sich so richtig drin, als man quasi mit deinem Helden auf die Suche geht und sich seine erste Ausrüstung zulegt. Mir geht ja persönlich immer das Herz auf, wenn man sich eben genau diese Zeit nimmt und ich denke mal, dass wir hier auch nach und nach die Verbesserungen in allen Bereichen miterleben dürfen, die mit ausgefochtenen Kämpfen und gesammelten Erfahrungen einhergehen werden.
Das erste Gefecht fand ich auch sehr gut gewählt. Immerhin ist der erste Kampf doch auch für einen selbst in solchen Spielen immer etwas Besonderes und es ist eben auch hier schön, dass man es mit einem noch unerfahrenen Kämpfer zu tun hat, der noch sehr viel Luft nach oben hat, um sich zu verbessern. Das macht ihn nahbar und lässt ganz viele Möglichkeiten, ihn über den Verlauf der Geschichte weiter zu entwickeln.
Auch die Gefühle, die du nach seinem ersten Kampf beschrieben hast, haben mir gut gefallen, denn ich denke, gerade für einen blutigen Anfänger, der sich mit dem Kampf nie großartig beschäftigt hat, ist es keine leichte Sache. Überhaupt macht es Spaß festzustellen, dass er eben viele Dinge noch nicht beherrscht und es tatsächlich auch Momente gab, in denen es gefährlich für ihn geworden ist. Dennoch ist es löblich, dass er sich davon weder entmutigen noch unterkriegen lässt. Ich mag es, dass wir es hier mit einem Helden zu tun haben, bei dem es nicht auf Anhieb rundläuft, der zwar Fähigkeiten mit sich bringt, diese aber eben auch erst einzusetzen lernen muss.
Zwischendurch fühlte ich mich auch an diese Momente erinnert, an denen man feststellt, dass man manche Wege noch nicht gehen kann und inständig hofft, nicht den Zeitpunkt zu verpassen, an dem man diese Geheimnisse noch ergründen kann. Und wenn es nur eine kleine, zusätzliche Ausrüstung war, die man am Ende sowieso nur vertickt hat, weil sie dem eigenen Kampfstil nicht zuträglich war oder auch nur ein Trank, den man dann bereits in hundertfacher Ausführung hatte, war man doch irgendwie immer stolz, es geschafft zu haben.
Wunderbar ist dabei auch, dass sich diese Geschichte nach wie vor so flüssig weg lesen lässt, dass eben auch die länger werdenden Kapitel einen nicht abschrecken und so freue ich mich jetzt schon mal darauf, wenn ich hoffentlich ganz bald dazu komme, auch das dritte Kapitel zu lesen. Wieder ein wirklich tolles Kapitel.

Liebe Grüße,
Finchen

Antwort von Arnold am 28.09.2020 | 21:39 Uhr
Hallo Finchen!

Herzlichen Dank für das ausführliche Review zum zweiten Tag! Ich freue mich sehr, dass es Dir so gut gefallen hat, und hoffe, dass Du schon bald Zeit findest, um weiterzulesen. Daher danke ich Dir umso mehr, dass Du Dir auch noch die Zeit nimmst, um mir so ausführlich zu schreiben. Sehr schade, dass sonst noch kein Feedback eingetroffen ist, denn ich freue mich über Lob und Kritik gleichermaßen.

Als ich gelesen habe, dass Du beim Lesen immer wieder an den Beginn eines Rollenspiels gedacht hast, überlegte ich eine Weile lang, ob das nun positiv oder negativ für mich ist. Ich wollte einen Roman schreiben, und keine Spielbeschreibung, und wenn Du von meinem Text ständig an ein Spiel erinnert wirst, dann habe ich meine Arbeit wohl nicht ganz richtig gemacht... dachte ich. Aber je mehr ich mich damit beschäftigte, desto mehr konnte ich meine Befürchtungen entschärfen. Natürlich sucht Lunselin im Haus nach brauchbaren Items, wie wir es in einem Rollenspiel tun. Aber das würde ja jeder normale Mensch auch tun, bevor er auf eine lange Reise geht. Würde man mir sagen, ich solle mich morgen bereitmachen, um die Berge der Alpen zu besteigen, dann würde ich ja auch mein Haus nach Kletterausrüstung absuchen. Es ist ein ganz normaler Vorgang, und daher nicht auf das Spiel beschränkt.

Das erste Gefecht... ja ja, da werden bei mir Erinnerungen wach. Wenn man bei Ambermoon mit seinem Frischlinghelden in den Keller marschiert und gegen Brunnenmolche und Große Spinnen antreten muss, dann kann es auch schon mal passieren, dass man das Würfelspiel verliert. Mich hat schon mal ein einzelnes Spinnchen aus dem Leben gepustet, vor allem wenn meine Robe in dem Kampf beschädigt wurde. Da ich das Spiel inzwischen ein Dutzend Mal gespielt habe, kann ich Dir sagen, dass gerade die ersten Auseinandersetzungen hin und wieder zum Glücksspiel werden. ;-) Im Gegensatz zu den heutigen Rollenspielen konnte man bei der Charaktererstellung in Ambermoon keine paar tausend Einstellungen tätigen, sondern schlicht das Geschlecht, das Aussehen und den Namen wählen. Und dann ging es auch schon los mit einem vorgeskillten Helden, dessen Trefferquote bei 42% liegt, der also mehr als genug Raum für Fehlschläge bietet. Und die Großen Spinnen haben eine höhere Schnelligkeit, sind also vor mir dran. Wie in den meisten Rollenspielen ist hier häufiges Speichern ein absolutes Pflichtprogramm! ;-)

Es gibt übrigens auf Youtube jede Menge „Let’s Play“-Videos von Ambermoon. Nur für den Fall, dass Du Dir mal anschauen möchtest, wie dieses Spiel eigentlich aussieht. Da zumindest der Anfang weitgehend linear aufgebaut ist, wirst Du in der Geschichte kaum vorgreifen können, wenn Du Dir nur die ersten ein oder zwei Videos anschaust. Was mir persönlich an dem Spiel besonders gut gefallen hat, dass sind die vielen kleinen, liebevoll gemachten Details, wie das Schild im Keller mit der Aufschrift „Weinkeller – Zutritt nur für Großväter! Enkelkinder haben hier nichts zu suchen...“ Und solche Details ziehen sich durch das gesamte Spiel, was es bei mir so besonders beliebt gemacht hat. Nun wünsche ich Dir ganz viel Freude beim Weiterlesen. Kapitel 3 ist ziemlich umfangreich, und wird Dir hoffentlich gut gefallen.

Ganz liebe Grüße,
Arnold
Flying Finn (anonymer Benutzer)
28.08.2020 | 22:48 Uhr
Hallöchen! :)

Da mir diese Geschichte wärmsten empfohlen wurde, konnte ich es natürlich nicht lassen, einen Blick hineinzuwerfen und ich kann an dieser Stelle schon einmal versichern, dass ich das auf gar keinen Fall bereut habe. Aber bevor ich mich dem widme, muss ich auch noch loswerden, dass ich mal so überhaupt nicht verstehen kann, weshalb diese Geschichte bis lang noch keinen wohlverdienten Kommentar erhalten hat. Klar, es ist ein vergleichsweise kleines Fandom, aber das hier ist sehr hohe Qualität und verdient meiner Meinung nach auch entsprechen ein bisschen Anerkennung seitens der Leser. Ich hoffe ja, ich kann sie dir einigermaßen zukommen lassen. ;)

Zuerst möchte ich erwähnen, dass dein Schreibstil verdammt angenehm zu lesen ist und du den Einstieg – auch wenn er sehr viel Informationen bereithält – perfekt strukturiert hast. Das lässt sich alles wunderbar flüssig weg lesen. Ich hab es nicht einmal geschafft, den Alarm von meinem Handy zwischenzeitlich abzustellen, weil ich einfach weiterlesen musste. Da konnte ich eben nicht unterbrechen. Außerdem ist der Text wunderbar fehlerfrei, was das Lesen natürlich noch einmal um ein Vielfaches angenehmer macht.
Darüber hinaus gefällt mir dein Erzählstil sehr gut. Seit Twilight hatte ich ja so meine Probleme mit Geschichten, die aus der Ich-Perspektive geschrieben sind. Hätte die liebe Stepehnie Meyer doch nur wenigstens zwölf Prozent deiner Schreibkunst, die Bücher wären wohl selbst für Männer lesenswert geworden...
Besonders schön ist übrigens, dass man deinen Protagonisten direkt ins Herz schließt. Weil er Fehler hat. Er ist Gary Stu, der jetzt einfach mal alles kann, weil sein Großvater der gefeierte Held einer ganzen Welt gewesen ist. Nein, er ist gewissermaßen ein Nerd, der sich selbst nicht viel zutraut und bislang auch nicht viel erreicht hat, mit der Ausnahme des Wissens, das er sich angeeignet hat. Damit verfügt dein Charakter über Schwächen, die ihn greifbar machen und es zulassen, dass man sich mit ihm identifiziert. Er gefällt mir ausgesprochen gut.
Ebenfalls großartig fand ich, dass ich sofort Bilder im Kopf hatte. Ich sah quasi eine futuristische Fantasy-Landschaft vor mit, gewaltige Natur, viel Wasser und verstreut die Inseln, die du beschrieben hast und hörte quasi aus dem Off die Stimme, die uns diese Geschichte erzählen möchte. Das ist quasi Lesekino, wenn man so will. Oder Gehirnkino? Was auch immer, es ist einfach nur unfassbar toll und macht großen Spaß.

Was kann ich noch sagen? Ich denke, wenn ich den Rechner erst ausgeschaltet habe, fallen mir noch hundert Dinge ein, die ich erwähnen wollte. Das ist leider eine meiner Schwächen. Aber ich wollte dir heute unbedingt noch das Review schreiben, weil ich das Kapitel bereits gelesen hatte und es mich wirklich unheimlich begeistern konnte. Diese Geschichte verdient schon jetzt am Anfang einen Stern meinerseits, den Favoriten-Eintrag – denn ich will verdammt sein, wenn ich das hier nicht weiterverfolge – und natürlich ein wohlwollendes Review. Für die anderen Kapitel werde ich dir auch jeweils eins Schreiben. So tolle Arbeit muss und soll ja gewürdigt werden. Sag Silvana einen lieben Dank für die Empfehlung, denn ich habe glatt meinen Serienabend dafür gecancelt und es nicht bereut. :)

Liebe Grüße,
Finchen

Antwort von Arnold am 29.08.2020 | 09:18 Uhr
Hallo Finchen,

herzlichen Dank für Dein ausführliches Review! Ich habe mich sehr darüber gefreut, denn es ist das erste Feedback zu meinem Werk, und bisher wusste ich noch nicht, wie es „da draußen“ ankommt. Ich freue mich über jedes Lob, aber auch über jede Kritik, denn ich möchte daraus lernen, um mögliche zukünftige Werke noch besser gestalten zu können. Und natürlich bin ich auch ein sehr neugieriger Mensch. Was hat besonders gut gefallen? Was war vielleicht nicht so gut? Wo liegt noch verschenktes Potential? Also nochmals vielen Dank, vor allem weil Du die Erste warst, die sich diese Mühe gemacht hat...

Mein Schreibstil wird gelobt... Wenn ich das meiner ehemaligen Deutschlehrerin erzählen würde, die würde mir kein Wort glauben, so wie ich früher mit ihr im Clinch lag. ;-) Aber vielen Dank dafür, das geht mir runter wie Honig! Ich kenne die Twilight Bücher nicht, doch dass Du einer professionellen Autorin nicht mal zwölf Prozent von meinem Talent zutraust, lässt mich sprachlos zurück. Ich arbeite an Ambermoon eigentlich schon seit 25 Jahren. 1996 habe ich es erstmals gespielt, und danach angefangen, einen Roman daraus zu schreiben. Es wurden 172 Din A4-Seiten und war mehr eine Spielbeschreibung, als ein Roman. Seitdem wollte ich immer einen richtigen Roman daraus machen, doch das Projekt lag ewig lange auf Eis. Ende 2015 las ich dann das Buch „Der Marsianer“ von Andy Weir, und die Geschichte war aus der Sicht des Hauptprotagonisten Mark Watney geschrieben. Das hatte mir sehr gut gefallen, denn so konnte er seine Gedanken, seinen (sarkastischen) Humor und seine Erfahrungen perfekt in Szene setzen. Und Anfang 2016 kam mir die Idee, dass so etwas auch für Ambermoon perfekt funktionieren würde. Seitdem arbeitete ich an dem Werk...

Ich freue mich auch, dass Du Lunselin so gerne magst. Ehrlich? Mit Mary Sue und Gary Stu kann auch ich nichts anfangen, und so einen Charakter wollte ich auch von Anfang an nicht haben. Einen siebzehnjährigen, perfekten Helden finde ich komplett unrealistisch, und da hätte ich auch beim Schreiben niemals so viel Freude dran gehabt. Ich denke aber, dass Du auch bis zum Ende der Geschichte nicht von ihm enttäuscht sein wirst, denn er hat seine Fehler, und wird diese auch nie ablegen, selbst wenn er an Reife und Fähigkeiten dazu gewinnt.

Deine „Schwäche“ sehe ich nicht als problematisch an, denn wenn Dir noch Dinge einfallen sollten, die Du zum einen oder anderen Kapitel nachtragen möchtest, dann kannst Du das ja jederzeit tun. ;-) Ich weiß, dass ich mich sehr darüber freuen werde! Und sei Dir gewiss, dass ich Silvana für Ihre Empfehlung äußerst dankbar bin, ebenso wie für ihre Geduld mit mir und meinem Werk, für ihre Ideen und Kritiken, für ihre mühevolle Arbeit mir beim Korrekturlesen behilflich zu sein, sowie natürlich für ihre eigenen, inspirierenden und aus meiner Sicht genialen Werke!

Nun wünsche ich Dir weiterhin viel Spaß mit Ambermoon. Tag 4 wird heute noch erscheinen...
Liebe Grüße,
Arnold
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