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Autor: Nimbus2001
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt):
12.08.2020 | 12:11 Uhr
Hallo Nimbus2001,

ich bin zufällig über deinen OS gestolpert und habe mal rein gelesen. Wie ich auch auf deinem Profil gesehen habe, bist du frische dreizehn Jahre alt. Ein schönes Hobby hast du dir da ausgesucht. In dem Alter habe ich auch mit meinen ersten FFs angefangen. Bei mir hat es dann aber noch vier Jahre gedauert, bis ich mich getraut habe, hier etwas hochzuladen. Respekt an dich, dass du dich das traust und du fremde Menschen an deinem geistigen Eigentum teilhaben lässt. Mach weiter so, du kannst dich nur weiterentwickeln.

Kommen wir jetzt aber auch zu deinem kleinen, aber feinen OS, der mir zeigt, dass du einen sehr guten Musikgeschmack zu haben scheinst. ^.~
Außerdem schreibst du aus der Ich-Perspektive. Das kann nicht jede/r, aber ich sehe da bei dir Potential. Du bleibst bei einem Charakter und springst nicht unterbewusst zu einem weiteren. Bleib da dran, das könnte deine bevorzugte Sichtweise werden, auch wenn der allwissende Erzähler auch seinen Reiz hat.
Auch deine Kurzbeschreibung fand ich ansprechend. Viele vergessen die ja, oder lassen sie weg, weil sie nicht gut darin sind Appetit beim Leser anzuregen. Das hast du auf jeden Fall geschafft.
Hier und da hast du aber Probleme, was die Grammatik und Rechtschreibung angeht. Vielleicht solltest du da noch einmal selbst drüber gehen, oder du schaust, dass du hier im Forum einen Betaleser findest, der dir dahingehend helfen kann. Es ist nicht viel, aber bei dem kurzen Text fällt das dann doch schon auf.
Was mich zum nächsten, und größten Punkt bringt, an dem du arbeiten könntest: Die Länge. Versteh mich nicht falsch, du sollst jetzt hier kein 10.000 Wörter Kapitel hinzimmern, aber ein wenig mehr Details wären schön. Die meiste Zeit sind die Jungs ja im Auto. Wie groß ist das? Ist es ein Bus? Wieso fahren alle sechs zusammen? Du hattest auch kurz angerissen, dass die Gitarristen singen. Die Idee dahinter fand ich gut, aber da fehlt halt viel. Was singen sie? Singen sie absichtlich schief und krumm? Singen sie eine Ballade, ein Wanderlied? Ist wer genervt davon und sagt was dazu? Lacht jemand darüber, weil er es amüsant findet? Alles Fragen, die auch diesen kleinen Einschub lebendiger gemacht und uns die Jungs nähe gebracht hätte. Dann fahren sie ja nach Italien, um da für ein Wochenende Urlaub zu machen. Warum eigentlich nur ein Wochenende? Sind die danach nicht völlig erschossen in dem kleinen Vehikel? Da ist die Fahrt ja länger als ihr Kurztrip dahin. Jedenfalls sind sie ja dann in Südtirol, was sieht man da? Was riecht Till? Welche Eindrücke nimmt er mit, schließlich ist er ja der Texter, der gut mit Worten umgehen kann. Findet er nicht etwas besonders schön, dessen Anblick er in sich aufsaugt? Bei dir geht alles Schlag auf Schlag, es passiert in wenigen Zeilen so viel, dass ich leider nicht mit den Personen, vor allem mit Till aus dessen Sicht wir ja lesen, fühlen kann. Ich kann mich nicht einfühlen, weil du dem Charakter keine Zeit gibst, sein Wesen zu zeigen. Man merkt, dass du auf das Treffen mit der jungen Frau hinauswillst, aber dann bleibe doch gleich bei der Szene und füge das ganze drum herum dann nebenbei ein, denn um die Fahrt an sich geht es ja nicht. Es geht ja da drum, dass sie seine Muse für das Lied gewesen zu sein schien. Stell dir einen Film vor: In einer Sekunde siehst du Mimik, Gestik, Intonation und dann ist da noch die Hintergrundmusik. All das trägt ja die Szene in einem Film. Macht sie lebendig, sodass man mit fühlt/ fiebert. Das fehlt ja aber beim Lesen. Das heißt, dass der Autor/ die Autorin das übernehmen müssen, indem sie in Worte fassen was in dem Bruchteil einer Sekunde passiert. Wenn du einem Menschen das erste Mal begegnest, dann siehst du doch auch nicht nur, was für eine Augen- und Haarfarbe sie haben. Du siehst, ob dein Gegenüber ein spitzes Kinn, runde Wangen, schmale Augen, oder Falten im Gesicht hat. Das macht eine Szenerie lebendiger, plastischer. Ich gehe stark davon aus, dass deine Geschichte in deinem Kopf mehr drum herum hatte. Du hattest vielleicht die Gegend vor Augen, weil du da schon mal warst. Schreib das auf. Vielleicht hast du dir auch vorgestellt, wie Till auf die junge Frau reagiert, als er sie das erste Mal gesehen hat. Schreib das auf. Wenn du das Mädchen warst, die ein Foto mit dem Frontmann einer verflucht berühmten Band macht, dann bist du sicherlich aufgeregt, doch das fehlte bei dir beispielsweise ganz. Dann bleib bei Till und beschreibe, wie sie sich für ihn verhält. Geh darauf ein, wie er sich fühlt, wenn er oben auf der Spitze ankommt. Ist er stolz auf sich? Denkt er noch an das Mädchen, dass an ihm vorbei gejoggt ist, als wären die Höhenmeter ein Klacks für sie? Mach uns deine Arbeit lebendiger, mach sie uns greifbarer.

Ich denke, du kannst das schaffen. Es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen, und das soll es ja auch gar nicht. Bleib auf jeden Fall dran und schau einfach, wo der schreiberische Weg dich hintreibt.

Liebe Grüße
Nemain
11.08.2020 | 22:38 Uhr
Hi
Ein schöner Oneshot.
Er hat mir gut gefallen.
LG
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