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Reviews 1 bis 5 (von 5 insgesamt):
07.08.2020 | 13:13 Uhr
Hallo Thomas Heinrich!

„Darf ein Dichter,......Zerstörung, Leid, vieltausendfachen Tod In Zeilen schildern, die ästhetisch klingen...“ Ja das darf er auf jeden Fall. Ich finde es sogar hervorragend und das Gedicht ist wieder ausgezeichnet und sehr passend .

Zigtausend Menschenleben wurden auf einen Schlag ausgelöscht, als zum ersten Mal eine Atombombe abgeworfen und damit die verheerendste Massenvernichtungswaffe, die je eingesetzt wurde. Die Überlebenden dieser Katastrophe leiden bis heute.
Aber ich habe mal gelesen, dass die Mehrheit der Schüler aus Hiroshima und Nagasaki nicht weiß, an welchen Tagen die Atombomben fielen.

Liebe Grüße
herbstlady

Antwort von Thomas Heinrich am 07.08.2020 | 21:17 Uhr
Hallo herbstlady,

vielen Dank für Dein Review!

Die in meinem Gedicht angerissene Frage, die Du hier nochmals ansprichst, hat mich schon ziemlich beschäftigt, da ich immer die Ansicht Adornos im Hinterkopf hatte, der meinte, nach Auschwitz wäre es barbarisch, ein Gedicht zu schreiben (und das gälte dann wohl auch für Hiroshima). Ich habe es trotzdem versucht und hoffe, den richtigen Ton getroffen zu haben. Die freundlichen Reviews machen mich da zumindest zuversichtlich.

Liebe Grüße,
Thomas
06.08.2020 | 20:15 Uhr
Ein rührendes Gedicht, aktueller denn je. Eine schöne Geste an die Menschen und ihre Schicksale zu erinnern. Leider hört das Morden in der heutigen Zeit nicht auf. Manchmal habe ich meine Zweifel, ob es Atombomben braucht, alles zu vernichten. LG

Antwort von Thomas Heinrich am 06.08.2020 | 21:09 Uhr
Hallo blackdiamonique,,

auch Dir will ich für Dein Review danken!

Deinen traurigen Worten kann ich leider nur zustimmen. Auch heute deutet nichts darauf hin, daß die Menschen in irgendeiner Weise moralisch gereift sind.

Liebe Grüße,
Thomas
06.08.2020 | 20:13 Uhr
Hallo Thomas,

Ich finde es nicht nur legitim, sondern vorbildlich, lyrisch dieses schrecklichen Tages - nicht nur für das japanische Kaiserreich, sondern für die gesamte Menschheit - zu gedenken.
Das hast Du hervorragend gemacht, indem Du den tragischen Moment gerade auch aus der Sicht der unmittelbar Betroffenen beschrieben hast.

Das "der Schönheit sich entkleiden" datf man sogar wörtlich nehmen, denn nicht umsonst hast Du hier lobenswerterweisecauf die Reime verzichtet.

Ein ausgezeichnetes Mahnmal!

Liebe Grüße mit Stern
Norbert

Antwort von Thomas Heinrich am 06.08.2020 | 21:05 Uhr
Hallo Norbert,

vielen Dank für Dein Review!

Der Gedanke, etwas zu diesem schrecklichen Geschehen zu schreiben, beschäftigte mich schon seit mehreren Tagen, wobei ich mich nach intensiven Überlegungen schließlich für dieses Gedicht entschieden habe. Und da hielt ich formal betont schlicht gehaltene Blankverse ohne großen lyrischen Pomp für die passendste Lösung. Reime kamen hier nun wirklich nicht in Frage, denn die hätten gerade zu der Ästhetisierung des Grauens geführt, die ich hier vermeiden wollte.
Dein Review zeigt mir (wie auch die anderen Reviews), daß ich Absichten offenbar einigermaßen ansprechend umsetzen konnte: ein kleines, stilles Gedicht zum Gedenken.

Liebe Grüße,
Thomas
06.08.2020 | 18:25 Uhr
Hallo Thomas,

schön, dass ich nicht der Einzige bin, dem dieses Datum nahe geht.

Deine Worte sind anders, als meine es sind und waren, doch ist es gar nicht wichtig, wie wer was sagt, Hauptsache ist, dass wir niemals vergessen. Nicht die Opfer und nicht wozu der Mensch fähig ist. Und, das was mich auch erschreckte, mit welchen Namen die Mnschen diese Bombe versehen haben.

Hiroshima gomen'nasai

Lieben Gruß

Martin

Antwort von Thomas Heinrich am 06.08.2020 | 20:58 Uhr
Hallo Martin,

vielen Dank für Dein Review, dem ich eigentlich kaum etwas hinzuzufügen habe. Mit Deinem Schlußsatz weist Du auch noch auf ein in seinem Zynismus erschreckendes Detail hin: daß die Bombe, die Hiroshima zerstörte, als "little boy" bezeichnet wurde, fand ich auch schon immer ziemlich verstörend.

Liebe Grüße,
Thomas
06.08.2020 | 16:58 Uhr
Lieber Thomas Heinrich!
75 Jahre ist es her.
Die Amis haben Atombombe auf Hiroshima abgeworfen
und 3 Tage später – wo sie von der verheerenden Auswirkung schon wussten – noch mal auf Nagasaki.
Daraufhin kapitulierte das japanische Kaiserreich.

Einer der schlimmsten Jahrestage für zivilisierte hochtechnisierte Staaten. Eine Schande.
Schön, dass du die vielen Opfer, teils verstorben, teils heute noch in Generationen danach unter Krankheiten leidend, beachtet hast.
Immer noch modernisieren Staaten, die Atomwaffen besitzen, ihre Arsenale und entwickeln neue und gefährliche Waffen und Trägersysteme. Gerade ist Nordkorea damit in aller Augen.

Ein würdiges Gedicht.
Herzlichst.
R ♡

Antwort von Thomas Heinrich am 06.08.2020 | 20:54 Uhr
Liebe Net Sparrow,

vielen Dank für Dein Review!

Durch den Jahrestag war ich schon vor einigen Tagen auf den Gedanken gekommen, etwas zu dem Atombombenabwurf zu schreiben, hatte aber eine ganze Weile mit mir gerungen, ob und in welcher Form ich das tun sollte. Dieses eher schlichte Gedicht ohne lyrischen Pomp schien mir letztlich am angemessensten zu sein.

Leider sind wir nach wie vor Lichtjahre von einer atomwaffenfreien Welt entfernt, und allein das Waffenarsenal der USA oder Rußlands würde schon völlig ausreichen, um die gesamte Menschheit auszulöschen. Und die Zahl der Atommächte nimmt weiterhin zu - ein ziemlich trostloser Gedanke.

Liebe Grüße,
Thomas
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