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Autor: Yumestar
Reviews 1 bis 6 (von 6 insgesamt):
25.08.2020 | 17:13 Uhr
Es ist interessant zu sehen, wie stark Yume zum Fingerknabbern neigt, wenn sie überlegt. Dass sie die Finger kurz mit Möhren vergleicht und der Gedanke daran, sie könnten sich zerbeißen lassen, ihr einen Schauer über den Rücken jagt, fand ich ebenfalls interessant. Dies ist kein Bild, das mir selbst in den Kopf gekommen wäre, aber jetzt, da du es mir in den Kopf gesetzt hast... Die Szene, in der sie sich selbst sagt, ‚Du kennst die Geschichte, also verändere sie!‘ Fand ich am aussdrucksstärksten in diesem Kapitel. Man sieht ihre Verzweiflung, du zeigst es uns deutlich, da sie so intensiv nachdenkt und an ihren Fingern kaut.

Bevor ich es vergesse: Relativ am Anfang des Kapitels, in der Szene, in welcher Yume zum Fenster geht, hast du geschrieben:
„und ging festhaltend daran zum Fenster“
<<< ‚und ging, sich daran festhaltend, zum Fenster‘ würde ich vorschlagen. ‚sich daran festhaltend‘ als Satzeinschub zwischen den entsprechenden Satzzeichen und das „sich“ einfügen, sowie das „daran“ an eine andere Stelle setzen. Allerdings würde ich den Satz an sich eher umstellen. Eher in dieser Variante: „...und ging, während sie sich daran festhielt, zum Fenster“. Vielleicht ist das aber eher nur eine persönliche Vorliebe, da ich adjektivierte Verben eher meide.

Ebenso in der Szene, in welcher du erzählst, dass Yume Magi einmal gefolgt ist, würde ich dir empfehlen im Plusquamperfekt zu schreiben, da du ja von einer weiter zurück liegenden Sache berichtest. Selbst schreibe ich gerne auf eine Weise, wenn ich länger von einer lange zurück liegenden Sache berichte, die den Leser ‚direkt in die vergangene Zeit holt‘ und die Szene damit irgendwann tatsächlich in das Präteritum wechselt, doch dafür ist die Szene, die du beschreibst, zu kurz. Darum wäre das Plusquamperfekt (in der gesamten Szene, nicht nur im ersten Satz) angebracht.

Folgenden Vergleich fand ich sehr passend, wenn man den Kontext zu DN und die Wirkung des Buches bedenkt: „Die mit schwarzer Tinte geschriebenen Namen ähnelten einer Grabinschrift.“

„Die silbernen Buchstaben, die ihr nur allzu bekannt vorkamen, stellten drei Regeln da, die allesamt nicht echt waren. Sie strich über die Worte. Die Inschrift fühlte sich rau und sandig an. Die Einkerbungen waren mit einer Substanz gefüllt, die nicht von dieser Welt war. Solch ein seltsames Material würde sie vermutlich nicht einmal in der Welt finden, aus der sie kam.“
<<< diese Beschreibung hat mir sehr gefallen. Die Erwähnung des haptischen Eindrucks, etc.

„mit ihr die Kräfte einen“
<<< sie können also nur gemeinsam zurück? Wenn sie ihre Kräfte verbinden?
Interessant würde dies werden, wenn eine von beiden zurück will, die andere aber nicht…

Sie erwähnt sieben Tage… die Frage tut sich automatisch auf: Was passiert nach sieben Tagen?

Persönlich finde ich es ein schönes Element, dass du tatsächliche Kanji in die Geschichte integriert hast.

Ruby verändert also die medizinische Geschichte? Ich frage mich, ob es einen Zusammenhang mit der veränderten Geschichte an sich, welche Yume anstrebt, geben wird. Er könnte also… (da er als Junge bezeichnet wird, wohl noch sehr jung) Medizinstudent sein?

Der Dialog zwischen Ruby und Yume hat mir wirklich gefallen

Ahhhh, Ruby hat Kenntnisse, die sie braucht. Also wird es eine Verbindung geben. Auf diese bin ich schon gespannt, da sich sicher einiges interessantes mit dem medizinischen Wissen von heute machen lässt, mit dem sich ja vielleicht sogar die Wirkung des Death Notes umgehen lassen kann

So, Geschichten erzählen ist ihre Stärke? Dann bin ich aber mal gespannt, welche Geschichte sie den Polizisten erzählt.

Bis dann!

Antwort von Yumestar am 27.08.2020 | 18:06 Uhr
Awww, vielen Dank für dein langes Review! Ich habe es schon heute morgen gelesen, hab aber im Moment wenig Zeit ausführlich darauf zu antworten. Aber ich werde das gewiss noch nachholen! Ich werde auch bald versuchen, deine ganzen vorgeschlagenen Änderungen zu übernehmen :D
Danke!
10.08.2020 | 14:54 Uhr
Da der Mann Magi beschimpft, können Menschen die beiden also sehen?

Magi mag also keine Großstädte? Interessant.
Die Art, wie du Kanji eingebracht hast, obwohl Magi diese nicht lesen konnte, gefällt mir sehr gut. Sie hat sich scheinbar ein wenig mit Japan befasst. So weiß sie ein wenig, kann darüber nachdenken. Ihre Überlegungen zu den Schriftzeichen, welche sie nicht lesen kann, wirken natürlich. Ich persönlich mag es ja sehr gerne, wenn man ein wenig von der Kultur des Landes mit in die Geschichte ein bringt, in der sich die Charaktere gerade aufhalten.

Ich muss sagen, ich mag Aizawa. Ich kann mir gut vorstellen, dass er, da er ja selbst eine junge Familie hat, sehr mit den Opfern mitfühlen kann. Besonders, wenn es sich um unschuldige Menschen handelt. Eigentlich ist es schade, dass wir im Original so wenig über das Privatleben der Task Force erfahren. Das Bild im Park, in welchem er weinend vor seiner Tochter sitzt, war schon sehr aussagekräftig, doch ist es eines von wenigen, das wir bekommen.

Ui, da verliert Light aber wirklich die Nerven, wenn er Matsuda so anfährt. Das scheint mir doch ein wenig untypisch für ihn, wenn ich ehrlich bin.
Da ich Death Note nicht auf deutsch gelesen habe und auch die deutsche Synchro nur stellenweise kenne, weiß ich gar nicht, ob Light die Task Force duzt oder siezt. Aber gegeben der Regeln von Respekt und der Art, wie sich Light normalerweise verhält, würde ich vermuten, dass er sie siezen würde?

„Wo war da die Gerechtigkeit?“
<<< bei diesem Satz musste ich an Lights Lied aus dem Death Note Musical denken „Where is the justice?“. Kennst du es? :D

„Das war nicht das, was ein Gott tun würde. Nein, so würde Kira nicht vorgehen. Light legte den Finger an den Mund und verengte den Blick. Er verstand selbst nicht ganz, warum ihn diese Morde so unfassbar wütend machten.“
<<< Dass ihn diese Morde wütend machen, finde ich interessant. Es klingt so, als würden sie ihn wütend machen, weil er keine ‚Gerechtigkeit‘ darin sieht, doch ist dieser Light ja gerade ohne Erinnerungen. So wie ich ihn interpretiere, denke ich, dass ihn, ohne Erinnerung, jeder Mord wütend machen würde. Dass er selbst die Morde verurteilen würde, die er als Kira begangen hat. Auch wenn er da wohl nicht abstreiten könnte, dass sie einem gewissen Moralcodex folgen, der seinem Denken recht nahe kommt. Ein wenig scheint es hier so zu sein, als würde ein Teil seiner selbst sich an sein Dasein als Kira erinnern, so zumindest würde ich diese oben zitierte Aussage interpretieren. Besonders, da er von ‚Gott‘ spricht. Ich glaube, das hat er nur getan, als er selbst Kira war und sich selbst für einen hielt, wenn ich mich recht entsinne.

Ls Kuchen-Angebot hat mich schmunzeln lassen.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die beiden morgen nicht zurück können. Aber, da sie es erwähnt, heißt das wohl, dass sie den Zeitpunkt der ‚Rückkehr‘ selbst bestimmen können?

„Sie schaute zu ihrer Schwester hinunter, deren Rücken sich bei jedem Atemzug so heftig hob, dass es wie der Fuji-Berg aussah“
<<< ich verstehe, dass du den Fuji-san mit einbringen möchtest, als Vergleich, da wir uns in Japan befinden, aber… ein bewegter Rücken durch Atemzug sieht in meinem Kopf niemals aus, wie ein Berg. Denn dann müsste ihr Rücken ja irgendwie spitz zulaufen. Wenn sich ihr Rücken durch ihre Atmung so sehr bewegt, würde ich eher auf die Bewegung an sich bei dem Vergleich eingehen, nicht auf die Form.

Ist die Frage nach dem ‚Warum?‘ Nicht eher eine Frage nach dem ‚Wie‘? Schließlich hat Yume das einzige Death Note, das laut ihrem Kenntnisstand in Menschenbesitz war, an sich gerissen. Nur noch ein weiteres ist da, jenes, welches Light vergraben hat, doch keiner außer er (hätte er seine Erinnerung) würde davon wissen, bzw. wissen, wo es zu finden ist, da die genaue Location im Manga/Anime ja nie erwähnt wurde. Demnach wäre die Frage nach dem ‚Wie?‘ ein wenig sinnvoller. Es sei denn ein anderer Shinigami hätte ein weiteres DN auf die Erde gebracht, aber dann müsste die Frage anders lauten. Ebenso könnte Yume davon ja auch nichts wissen.

Yumes Wut/Verzweiflung fand ich wirklich schön dargestellt. Der Gedanke daran, das sie weg möchte, nur noch weg. Dann der Vergleich mit dem herabblätternden Putz mit fallenden Sternen.

„Ihre Pläne schossen immer eins, zwei Zentimeter am Ziel vorbei. Die volle Punktzahl, die sie erwartete, wandelte sich stets in 60 oder 70 Punkte um. Nicht einmal genug, um eine Eins zu bekommen.“
<<< vorhin aber klang es so, als bekäme sie üblicherweise ihre eins Plus, weswegen dieser Satz/dieser Vergleich etwas out of Place wirkt. Er widerspricht einer vorausgegangenen Aussage, nämlich dieser hier:
„Und dabei lächelte sie so selbstsicher, als hätte sie wie immer ihre Eins bekommen. Doch kurz schaute sie sich um, als würde sie nach etwas Ausschaue halten. Vielleicht nach einem Fehler. Etwas, das dafür gesorgt hätte, dass sie nicht die Eins Plus bekommen hat.“

Der letzte Absatz legt nahe, dass der neue Kira Yume kennt. Also würde ich sagen, er ist aus unserer Welt? Aber dann würde er ja Ls Namen kennen und könnte ihn sofort töten?

Liebe Grüße
05.08.2020 | 10:57 Uhr
Die Gedanken zur Aussprache gefallenn mir. Es ist ein schönes Detail. Auch der Vergleich mit Rems Flügeln zu denen einer Fledermaus fand ich treffend und es ergab ein schönes Bild.

„Etwas verwundert schien ihr Blick, der nur aus einem Auge bestand.“
<<< ich habe mich gerade gewundert über den ‚Blick, der nur aus einem Auge‘ besteht, bis mir eingefallen ist, dass ein Auge von Rem ja von Bandagen oder ähnlichem bedeckt ist. Doch denke ich trotzdem, dass das Wort ‚bestehen‘ hier nicht ganz passend ist. Da ein Blick ja nicht aus Augen besteht, sondern mit der Hilfe von Augen… eher entsteht. Vielleicht wäre „Etwas verwundert schien der Ausdruck in dem Gesicht des Shinigami. Nur aus einem Auge musterte Rem Yume, denn das andere lag hinter Mullbinden verborgen. Von oben nach unten wanderte ihr Blick an ihr…“ ein wenig klarer?

Die Beständigkeit mit dem Verwesungsgeruch, dem Geruch nach Tod, dem die Dinge vom Shinigamireich (sei es das Death Note selbst oder ein Shinigami) anhaftet, finde ich ein schönes Element. Es gibt mehr Details zu etwas, das wir bereits kennen, und macht es somit greifbarer.

Ich frage mich, ob sich Rem gar nicht fragt, woher Yume ihren und Misas Namen kennt? Und wie lange es wohl dauern wird, bis sie ihnen vertraut? Ob sie ihnen überhaupt vertraut? Ich glaube, sie ist ein Wesen, das Vertrauen aufbauen kann, doch hat sie ja bisher nur Higuchi, Misa und Light mit dem Death Note erlebt… das sind.. nicht gerade gute ‚Vorbilder‘, wenn man von Menschen spricht, denen man sein Vertrauen schenken sollte ^^°

„„Und wir.“ Sie übernahm Rems Sprechweise, „Wir existieren nicht.“
Nun schauten sowohl der Totengott als auch Magicant verwirrt zu der Jüngeren. Yume schwang sich mit dem Oberkörper hoch und zog ein Bein an, welches sie mit den Armen umschlang.
„Weißt du, ich bin 2004 geboren. September.“ Sie warf einen Blick zur Wand, als hinge dort ein Kalender, auf dem sie dies nachschauen konnte, „Das ist sogar diesen Monat. Ich glaube, am 19.“
Magicant folgte ihren Blick und schüttelte mit dem Kopf, Ich dachte, sie würde dieses Jahr schon 17 werden.“
<<< Das Gespräch finde ich sehr interessant. „Wir existieren nicht“. Ich denke, ich verstehe, was sie meint. „Wir existieren nicht in dieser Welt.“ Aber wahrgenommen werden können sie schon, nicht wahr? Ich frage mich, ob wir im Laufe der Geschichte erfahren werden, wie sie von unserer in diese gelangt sind, und welche Folgen das für die beiden hat. Können sie wieder zurück? Wollen sie zurrück? Gute Fragen, auf deren Beantwortung ich irgendwann hoffe.

XD Bei der Vorstellung, wie Light und Misa Kinder kriegen, musste ich ein wenig lachen. Ich glaube, Misas ‚Liebe‘/Obsession ändert sich nicht durch die nun veränderten Gegebenheiten. Aber Light war ja nie in sie verliebt. Ich glaube, dass daraus demnach nicht wirklich etwas wird, aber vielleicht reicht es Misa ja auch, mit dieser Illusion zu leben. Aber interessant finde ich, dass sie wirklich wollen, dass alle ein glückliches Ende bekommen. Ich frage mich aber, ob dies tatsächlich möglich sein wird. Von dem Gedanken, dass Light schließlich einmal Kira war, kommt L sicher nicht los. Und damit hat/hätte er ja Recht. Auch wenn die Beweise fehlen, so denke ich, wird es für ihn schwer, wenn nicht gar unmöglich, diesen Fall ‚ungelöst‘ gehen zu lassen. Und hier stellt sich mir gleich die Frage, ob sich Yume mit diesem Vorhaben, nicht sogar L selbst zum Feind machen könnte?

„Dennoch funkelte in ihrem Auge etwas, das mit Misstrauen viel gemeinsam hatte.“
<<< Es gefällt mir hier sehr, dass du ‚Misstrauen‘ zwar benennst, aber jenes Funkeln trotz allem nicht genau als Misstrauen definierst. Das gibt Freiraum, zu interpretieren, was da noch in dem Funkeln liegen könnte. Ebenso finde ich es positiv, dass Rem den beiden nicht sofort vertraut.

Dass sie selbst die Möglichkeit in Betracht zieht, dass L nicht aufgeben könnte, empfand ich gut. Sie hat ihn sicher auch als jemanden wahrgenommen, der ungern verliert, was L selbst ja auch zugegeben hat. Ich weiß noch nicht, was du dir für diese Geschichte alles vorgestellt hast, wie es ablaufen wird, dass Yume, Magi und Rem für ein gutes Ende für alle sorgen, ob nicht tatsächlich letztlich irgendwie gegen Yume ermittelt wird, ob sie in den Kreis der Verdächtigen geraten wird, da ja erneut ein Kira im Spiel sein wird. Und zusätzlich ist da noch die Frage, aus welcher Welt denn der nächste Kira sein wird und welches Ziel er verfolgt. Ob sie dann nicht doch mit L gemeinsam arbeiten? Du siehst ich habe viele Fragen, viele Fragen, die ich als gut empfinde und mich am Ball halten ^^

Auch ihre Gedanken über ein Verbrennen haben mir gefallen. Es gibt ein wenig Aufschluss über das ‚warum nicht?‘, ist aber gleichzeitig nicht zu ausufernd.

Ah, der größere Absatz. Ich muss zugeben, ich wäre gerne noch ein wenig bei Yume, Magi und Rem in dem Haus geblieben.

Das Gespräch in der Zentrale hat mir gut gefallen.
Ich nehme hier einfach einmal an, dass ab dem 9.9. der ‚neue‘ Kira das Feld betreten hat? Ich habe leider meinen 13 Band gerade nicht greifbar und habe überhaupt keine Ahnung, von wann bis wann (im Original) Higuchi aktiv war. Mit Datumsdaten kann man mich eh jaben ^^°
Die Idee mit der Nachricht finde ich interessant, ich frage mich aber, ob man dem Todeszeitpunkt tatsächlich auch sekundengenau bestimmen kann? Besonders, wenn es unschuldige Menschen sind, die vielleicht einfach auf offener Straße zusammengebrochen sind. Ich würde annehmen, dass es da dann nicht möglich ist, die genaue Urzeit mit Sekunden zu nennen? Sogar die genaue Minutenangabe könnte da vielleicht schwer sein. Auch, da die Nachricht durch Anfangsbuchstaben der Opfer lesbar ist… sind die Opfer demnach weltweit zu finden, bzw. in Ländern, die sich dem Lateinischen Alphabet bedienen?

Rätsel in eine Geschichte einzufügen, finde ich immer eine spannende Idee, denn so kann man als Leser mitraten.

Das Kapitel hat mir vom Sprachgebrauch sehr gut gefallen. Ich denke, du hast wirklich ein gutes Gespür dafür.

Vielleicht schaffe ich es noch, diese Woche das nächste Kapitel zu lesen,
Liebe Grüße
28.07.2020 | 08:21 Uhr
Den Anfang empfand ich als wirklich angenehm atmosphärisch. Mit dem wuchernden Efeu, oder den knisternden Bissen und das ‚füttern‘ in Bezug auf Brennmaterial hinzugeben.

Zu deinen Anmerkungen in deiner Reviewantwort zum vorherigen Kapitel, weshalb mir einige Umschreibungen nicht gefallen haben: das liegt nicht an einer Personifizierung, sondern tatsächlich, daran, dass die erzeugten Bilder mit deinen gewählten Worten nicht stimmig sind (oder ich sie nicht als stimmig wahrnehme).
Die Bisse des Feuers (was das Feuer ja personifiziert; hier trifft also die Personifizierung zu) hingegen sind sehr stimmig und wirklich angenehm zu lesen. Es erzeugt ein kräftiges Bild, zeigt deutlich, wie das Feuer die Bücher verschlingt und verbrennt. Es ist ein starkes Wort und passt zum Feuer sehr gut.

Damit hatte ich nun nicht gerechnet.
Yume und Magi kommen also von ‚unserer‘ Welt. Ich gebe zu, dass ich eigentlich kein Fan einer solchen Geschichte bin, doch die Art, wie du es uns zeigst, gefällt mir sehr, und eben das macht mich dann tatsächlich noch neugieriger auf die beiden. Als Leser ist man erst dazu verleitet zu gauben, sie würde das Death Note selbst verbrennen, aber nein, sie verbrennt die Original-Geschichte. Ich finde es gut, dass du in der KB nicht erwähnst, dass die beiden aus einer anderen Welt kommen, so war der Überraschungseffekt für mich hier wirklich gegeben.

Auch der Umhang macht mich neugierig. Ich finde es gut, wie du uns Lesern gezeigt hast, dass er etwas Besonderes ist, ohne sofort darauf einzugehen, weshalb er diese Fähigkeiten hat, die die Leser eben sehen durften.

Magi kennt die Welt von Death Note also nicht?

„Magicant schaute diesem fasziniert zu“ <<< hier würde ich das Wort „Spiel“ zwischen ‚diesem‘ und ‚fasziniert‘ setzen. Man fragt sich ‚diesem WAS schaut sie zu?‘ denn einer Wölbung kann sie nicht zusehen. Oder einem Heft kann man nicht zusehen. Man kann es ansehen. Zusehen kann man aber nur einer Szene.

Ich frage mich, ob das mit der Folie funktioniert. Auch wenn sie reißfest ist, man könnte doch das Papier zerschneiden und dann das Stück Papier, welches zwischen den Folienteilen steckt, entnehmen? Oder stelle ich mir das zu einfach vor?

Der Wechsel zu Ryuzakis Perspektive kam im Fließtext etwas plötzlich. Vielleicht könntest du einen Perspektivenwechsel deutlicher kennzeichnen. Du nutzt einen Absatz bereits als anderes visuelles Mittel. Vielleicht ein Absatz mehr (also zwei Absätze insgesamt), sodass dem Leser deutlich ersichtlich wird: Wir wechseln jetzt den Ort/den Charakter? Es ist nur ein kleiner Vorschlag, aber ich glaube, so wäre der Wechsel angenehmer zu lesen.

Die Beschreibung zum Geschmack des Tees oder dem lauten Geräusch des Plops (was ja eigentlich ein leiser Laut ist) in der Stille gefallen mir sehr. Solche Details schaffen immer unheimlich Atmosphäre, wie ich finde.

Es freut mich, dass es L nicht unbemerkt blieb, dass etwas geschehen ist. In diesem Fall, dass jemand Zugriff auf die Kameras hatte.

„Light wendete sich Ryuzaki zu“ <<< wenn ich mich nicht irre, muss es ‚wand‘ heißen. „Ich wendete einen Pfannkuchen.“ „Ich wand mich meinem Gesprächspartner zu.“

„Beweise gegen ihn“ <<< wenn Beweise gegen einen Sprechen, zeugt dies immer von der Schuld einer Person. Soichiro meint hier eher ‚Beweise, die für Lights Unschuld sprechen.‘

Interessant finde ich, dass Light hier zugibt, er könnte Kira gewesen sein. Ich erinnere mich an eine Szene, kurz bevor er seine Erinnerung wieder erlangt, in der er darüber nachdenkt. Über Unstimmigkeiten, oder warum er L nie gesagt hat, dass er Naomi getroffen hat. Aber er hat dies für sich behalten.

„Überprüfen wir die Mordopfer nach möglichen Motiven.“ <<< eine angenehmere Formulierung wäre: „Überprüfen wir die Mordopfer, um Aufschluss über mögliche Motive zu bekommen.“

Ich frage mich, wie viel Zeit vergangen ist, zwischen Higuchis Start als Kira und dem Zeitpunkt, an dem Yume und Magi das Death Note in ihre Hände bekommen haben. War die Task Force schon auf Yotsuba aufmerksam geworden oder haben die beiden das Death Note genommen, noch bevor der Verdacht auf Yotsuba fiel?

„Sie hielt sich die Hand davor“ <<< ‚Sie hielt sich die Hand vor den Mund.‘ Da du den Mund vorher noch nicht explizit erwähnt hast, reicht ‚davor‘ nicht aus, um ein stimmiges Bild zu erzeugen.

Magis Beschreibung gefällt mir, im Gegensatz zu Yumes, hier sehr gut. Du verknüpfst die Wahl ihres Make Ups oder dem Nagellack mit ihrer Vergangenheit. Die Länge und Details empfand ich als angemessen und es hat sich gut lesen lassen. Gleichzeitig machst du mit den Worten auf ihre Vergangenheit neugierig, ohne zu detailliert zu werden, und das Ganze in ‚Tell‘ ausarten zu lassen.

„Ihre Augen schweiften durchs Zimmer“ <<< ein Blick kann schweifen, Augen jedoch… Es klingt hier eher als würden ihre Augen durchs Zimmer schweben, was eher in eine Horrorszene passen würde.

„An ihren Händen klebte niemals auch nur ein Tropfen Blut, abgesehen, wenn sie sich vor Tollpatschigkeit in den eigenen Finger geschnitten hatte. Ihre Denkweise war fürs Töten zu unschuldig, zu kindisch“ <<< Das hier ist, was ich mit ‚Show, don‘t Tell‘ meine. Die Art, wie du erzählt hast, dass Yumes Umhang besonders ist, war ‚Show‘. Du hast gezeigt, dass er keine Flammen fängt. Aber, dass Yume unschuldig ist und fürs Töten somit nicht geeignet ist, ist ‚Tell‘, du sagst es dem Leser, zeigst es ihm aber (noch) nicht, durch ihre Taten. Die beste Wirkung hat eine Figur auf den Leser, wenn dieser selbst ihre Eigenschaften kennenlernen und sehen kann, in ihren Taten und Worten, nicht, wenn er diese Eigenschaften vom Erzähler gesagt bekommt. Sieht er sie selbst, so bildet er sich ein eigenes Bild von ihr, das ohne Bevormundung des Erzählers entstanden ist. Du erzählst hier, sie sei unschuldig, aber ihre Taten sprechen dagegen: Schließlich hat sie Magi darauf angesetzt, Higuchi zu töten, wenn ich mich nicht irre. Und ein Auftrraggeber ist genauso schuldig wie der Mörder selbst. Ich als Leser erlebe Yume somit nicht als unschuldig, bzw. ist meine Definition von ‚Unschuld‘ anders als die des ‚Erzählers‘, der sie heir als ‚unschuldig‘ definiert.

Es ist gut, finde ich, dass Yume sich nicht selbst in das System gehackt hat, sondern es ein Freund getan hat. Somit definerist du gleich, dass dies eben nicht ihre Stärke ist und lässt sie L nicht unerklärt überlegen sein. Dass sie keine besonderen Hacker-Fähigkeiten hat, bringt sie dem Leser näher, da der Leser ja selbst diese Fähigkeiten nicht besitzt, und dies macht die Identifikation mit Yume leichter.

Du hast Ryuk im Prolog erwähnt? Ich habe nur die Langeweile gesehen; das war dann wohl, bevor ich deinen Prolog gelesen habe. Aber dass Rem zu Higuchis Death Note gehört, müsste Yume doch wissen, sie hat doch DN gelesen?
Allein bei Yumes Namen erkennt man den Selfinsert ^^ Aber ich denke, man kann sich als Leser trotzdem in sie hineinversetzen, da sie ja jemanden aus unserer Welt verkörpert und der Wunsch L zu retten, seinen Fans ja nicht unbekannt ist. Und warum soll man nicht träumen dürfen? Jeder OC besitzt ja etwas von einem Selbst, denke ich. Egal ob Antagonist oder Protagonist. Ist die Geschichte an sich gut geschrieben, stört ein Selfinsert nicht, denke ich.

Die Beschreibungen, die du für die Umgebung nutzt, gefallen mir wirklich besonders gut. In Atmosphäre sehe ich eine große Stärke bei dir. Und ich selbst liebe atmosphärische Darstellung, besonders, wenn es um die Natur geht.
Die Interaktion der Task Force miteinander fiel nicht sehr lang aus, doch wirkte sie auf mich stimmig.

Hier und da, sehe ich manchmal ein paar Formulierungsfehler, wenn du magst, dann liste ich sie, wie ich es eben getan habe, immer auf, wenn sie mir auffallen. Wenn du sie aber sowieso nicht ändern willst und alles so belassen möchtest, wie es ist, werde ich es nicht machen.

Liebe Grüße,
QW
25.07.2020 | 14:17 Uhr
Die Idee, welche du mit dieser Geschichte verwirklichen willst, kann sehr interessant sein. Ein weiteterer Death Note Nutzer bzw. ein weiterer Kira kann den Verlauf der Geschichte schließlich stark beeinflussen, und die Grundidee hinter einem anderen Ende für L, sagt sicher vielen Zuschauern/Lesern von Death Note zu.

Gefallen hat mir der Anfang. Der Verwesungsgeruch der dem Notizbuch anhaftet, das Buch, das mit der Dunkelheit verschmilzt. Dies ergibt ein schönes Bild und du bringst gleich zwei Sinne mit ein. Das Einbringen des Geruchs- und Seh-Sinns erschafft hier gleich ein reales Bild, das sehr angenehm und stimmig wirkt.

Manche deiner Beschreibungen aber erzeugen ein eher unstimmiges Bild. Beispielsweise:

-„Ihre roten Lackschuhe kamen nicht im selben Moment wie sie zum Stehen“
<<< Man trägt Schuhe. Demnach kommen sie unweigerlich im selben Moment zum Stehen, wie man selbst. Ich nehme an, du wolltest ausdrücken, dass die Schuhe von ihren Füßen rutschen (oder ihre Füße aus den Schuhen). Aber durch dieses ‚nicht im selben Moment zum Stehen kommen‘ wirkt es eher, als hätten ihre Schuhe ein Eigenleben und würden einfach von selbst weiterlaufen, was kein stimmiges Bild für die Welt aus Death Note erzeugt, denn eine solche Magie existiert dort nicht.

-„Ihr Blick blieb dabei oben.“
<<< Ein Blick kann nicht ‚oben bleiben‘. Er kann ‚nach oben gerichtet‘ sein, aber er selbst *ist* nie oben oder unten. Man kann ihn nur in eine Richtung ausrichten oder schweifen lassen.

-„Die blauen Bänder am Umhang, welche die Person von Kopf bis Fuß in weiße Seide hüllte, spielten miteinander und verfingen sich.“
<<< Auch hier: Bänder können nicht von selbst miteinander spielen. Die Erwähnung des Windes fehlt, der die zwei Bänder sich ineinander verschlingen lässt und erst, nachdem er aufhört zu wehen, kann ihr Eigengewicht dafür sosrgen, dass sie erneut den Boden berühren. Auch würde es nicht schaden, hier die Länge der Bänder zu erwähnen. Persönlich habe ich sie mir sehr kurz vorgestellt. So kurz, dass sie maximal bis knapp über den Bauchnabel Yumes reichen. Somit könnten sie den Boden gar nicht berühren. Es wäre günstig die Länge der Bänder vorab zu erwähnen, denn das Bild eines Lesers, das dieser bereits vor Augen hat, zu ‚korrigierren‘ sorgt oft für eine Störung im Lesefluss, was sehr schade ist.

Das Szenario, welches du gewählt hast, birgt natürlich nicht nur Potential, sondern auch einige Gefahren für den Autor. Denn zu leicht driftet ein weiterer Death Note Nutzer in eine übermächtige Figur ab, die es gleichzeitig mit Ls und Lights Intelligenz aufnehmen, und damit leicht das Stigma einer Mary Sue oder eines Gary Stues bekommen kann. Bisher hat in deinem Prolog noch keine wirklich nennenswerte Charakterisierung deiner zwei Ocs stattgefunden (was im Prolog völlig ilegitim ist, schließlich existiert dieser aus dem Grund das Interesse des Lesers zu wecken, und nicht um die Charaktere auszubauen), doch hoffe ich, dass die beiden eine eindrucksvolle Persönlichkeit bekommen, die durch ‚show, don‘t tell‘ besticht und die beiden somit dem Klischee einer Mary entgehen, welche ich in diesem Setting leider schon zu oft gesehen habe.

In deinem Prolog deutest du stark an, dass (zumindest eine von beiden) bereits ein Death Note besitzt. Die Tatsache, dass sie Rems Namen kennen und auch von Higuchi wissen, der das Death Note in Besitz hat, oder auch die Tatsache, dass sie von Ryuks Langeweile sprechen, könnte Aufschluss darauf geben, dass die zwei einen sehr gesprächigen Shinigami bei sich haben, der es ihnen erzählt hat. Was ein plausibler Grund wäre, weshalb sie schneller auf Higuchi kamen als L und Light. Doch fehlt hierzu noch einiges an Info, was meine Gedanken bloße Spekulation bleiben lässt. Der etwas bittere Nachgeschmack von ‚Natürlich waren die beiden schneller als L und Light. Und scheinbar ging das auch noch mega leicht für die beiden.‘ bleibt nach dem Lesen des Prologes für mich somit leider erhalten. Vielleicht bekommen wir Leser aber im Laufe der Geschichte ein wenig mehr Infos über ihr Vorgehen und können so sehen, was und wie sie es getan haben.

Ein persönliches Ding: Die Aussehensbeschreibung von Yume. Ich bin kein großer Fan von derlei Sachen, besonders nicht, wenn die Aussehensbeschreibung sehr intensiv ausfällt und mit Vergleiche von Mondlicht etc. stattfindet. Das mögen andere anders sehen, aber ich enpfand die Beschreibung von den sich wie Tentakel reckenden Haaren und den Augen, die heller sind, als das Mondlicht, als etwas ‚too much‘ (obwohl ich den Vergleich mit Tentakeln doch intererssant fand, das habe ich so noch nicht gelesen.)

Trotz der Kritik, die ich angebracht habe, muss ich sagen, dass ich nach dem lesen tatsächlich neugierig geworden bin. Schließlich habe ich den Prolog bis zum Schluss durchgelesen. An der Charakterdarstellung von Yume und Magi bin ich interessiert. Ob sich ihre Wege trennen werden, ob sie mit L oder Light arbeiten (der ja noch immer sein Gedächtnis verloren hat) oder welches Ziel im Allgemeinen sie verfolgen.
Ich sehe einmal, was das nächste Kapitel bringen wird.

Besonders mit Ls und Lights Darstellung steht und fällt eine Geschichte für mich. Jeder Leser hat seine eigene Interpretation von ihnen und nur, wenn die des Autors mit der meinigen übereinstimmt, bleibe ich bei einer Geschichte. Demnach warte ich ebenso auf deine Darstellung von den beiden.

Viel Freude beim Schreiben,
QW

Antwort von Yumestar am 25.07.2020 | 18:14 Uhr
Erstmal vielen lieben Dank für dein Review und deine netten Worte und auch die Kritik, die man so selten liest, aber über die man sich deswegen noch viel mehr freut!
Die einzige Absicht, die ich mit der Geschichte verfolge, ist ein besseres Ende zu schaffen... XD

Ah, ja, schon ein paar meiner Beschreibungen waren Personifizierungen, die vielleicht nicht ganz so gut gepasst haben. Ich werde darauf achten, weniger solcher unlogischen Personifizierungen zu benutzen. Dann passt das vielleicht besser.

Und, ich möchte jetzt schon einmal sagen, dass Yume und Magicant, die beiden "Hauptcharaktere" zwei OCs von mir sind, die recht gut ausgearbeitet sind und deswegen hoffentlich keine Mary Sues sein werden. Ich hoffe es, ich hoffe es XD

Ich muss aber auch vorwarnen, dass einige fantastische, übermächtige Elemente vorkommen werden. Bereits im ersten Kapitel, an dem ich im Moment schreibe, zeigt sich ein bisschen was über die Charaktere und ihre Beziehung zum Death Note.
Light und L werden ebenfalls bald auftauchen und hoffentlich so handeln wie im Canon.

Ich werde mein Bestes geben um dich, lieber Leser nicht zu enttäuschen! Ich hoffe, dass ich auch weiterhin Anteil an deiner wunderbaren Kritik nehmen darf und diese lesen darf. Damit ich mich verbessern kann :D

Vielen, lieben Dank!
24.07.2020 | 21:38 Uhr
Hi!

Das war ein großartiger Beginn! Ich bin schon richtig gespannt darauf, wie es weitergeht!

Deine amica
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