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Reviews 1 bis 17 (von 17 insgesamt):
20.11.2020 | 21:08 Uhr
Allerliebste Sesa,

es ist viel zu lange her, ich weiß. Trotzdem habe ich es nicht vergessen, weiterzulesen. Ich wollte nur nicht kurz lesen und dann nichts als Rückmeldung schreiben, weil ich mich in der Hinsicht bessern möchte (und dabei ignoriere ich etliche Kapitel, die ich heute bereits lesen musste).
Venedig. Ah, für mich in der AC-Reihe neben Rom die schönste Stadt. Zwar bin ich zu blöd, um vernünftig die Kanäle entlangzurennen, aber das ist es mir wert.
D'Alviano, das war der Bianca-Mensch, oder? Ja, der ist gewöhnungsbedürftig und absolut nicht mein Fall, weil er so großmäulig ist. Seine Frau find ich da weitaus sympathischer.
Da ich gerade von großmäulig rede: Die Szene mit den Söldnern war echt unterhaltsam und ich konnte mir das bildlich total vorstellen. Allein, weil D'Alviano mit Sicherheit nur großkotzige ... also seeehr selbstbewusste Söldner einstellen wird. Ist zumindest meine Meinung davon.
Teodora hingegen habe ich vom ersten Moment an gefeiert. Einfach, weil sie so bewusst provozierend ihre ehemalige Ordenstracht noch trägt und diese dabei für ihre aktuelle Stellung als Dirnenhaus-Betreiberin angepasst hat. Und ich mag den Humor, den sie an den Tag legt - allein ihre Begründung, warum sie sich so anzieht, hat mich begeistert.
Kommen wir nun zum interessanten Teil des Kapitels: Das Beinahe-Treffen von Leonardo mit seinem ehemaligen Meister. Ich muss zugeben, nicht wirklich etwas über Leonardos Leben gewusst zu haben, bevor ich mit deiner Reihe hier angefangen habe. Deshalb weiß ich auch nicht, ob das in diesem Kapitel belegte Tatsachen sind oder teilweise auch deine eigenen Interpretationen von historischen Berichten über sein Tun. Sieh das als Kompliment, denn ich kann die beiden Dinge nicht voneinander unterscheiden!
Zwar habe ich anfangs einen anderen Verdacht gehabt, was die Figur anging, aber letztendlich finde ich Verrocchio eine sehr gute Wahl. Bisher hast du ja hauptsächlich erwähnt, dass Leo bei ihm in der Lehre war und dann gegangen ist. Aber diese kurze Erläuterung, welche Rolle er in Leos intimerem Leben gespielt hat, fand ich wirklich aufschlussreich. Falls du es bereits in einem der früheren Bände erwähnt hast, tut mir mein Überlesen leid :D Hier fand ich diesen kurzen Schwenk in Leonardos Vergangenheit und seinen widersprüchlichen Gefühlen gegenüber Verrocchio (ich interpretiere die einfach mal so, weil er ihm auch viel zu verdanken hat) sehr einprägsam. Das erklärt auch die Reaktionen, die sowohl Leo als auch Ezio haben, wann immer das Gesprächsthema auf Verrocchio fiel.
So, nachdem das hier wieder etwas ausgeufert ist - deine 1.000 Zeichen Obergrenze ist grausam, das fällt mir natürlich erst jetzt ein, vllt mach ich das so im nächsten Kapitel - höre ich lieber auf.
Wie immer noch ein gelungenes Schaffen an den nächsten Kapiteln, vielleicht schaffe ich es auch einmal, aufzuholen und auf dem aktuellen Stand zu sein :D
Allerliebste Grüße, Angel <3

Antwort von Severin Sesachar am 21.11.2020 | 00:54 Uhr
Allerliebste Tani,
ich frage mich gerade, worin du dich bessern musst? Wenn ich daran denke, welche Masse an Texten du pro Tag/Woche lesen musst und dennoch die Geduld und Muse findest, so ausführliche Reviews zu schreiben, bin ich eher ein ganz klein wenig neidisch. Ein bisschen. Sehr. Also … :D
Im Game schimpfe ich in Venedig immer, da man so oft von den Dächern runterkrabbeln muss, da die Kanäle zu breit sind – aber schöner anzusehen als Forlì ist die Stadt allemal! Letzteres sieht für mich immer wie das Renaissance-Ghetto aus. Da will doch keiner hin! *lol*
Und genau, d’Alviano war der, der eine innige Liebesbeziehung zu seinem Schwert/Bianca unterhielt. Leider eine historisch verbürgte Person, sonst hätte ich ihn abgeschossen, weil er so furchtbar nervt. >.> Bei seiner Söldnerauswahl bin ich ganz bei dir. Gleich und gleich gesellt sich gern, sagt man doch.
Teodora mochte ich auch, wobei sie neben Paola den Kürzeren zieht. Die ist als Char einfach noch eine Ecke cooler. Was ich beiden Frauen zugute halte, ist ihre ruhige, selbstbewusste Art. Da führen sie Bordelle und haben dennoch etwas so Erhabenes an sich, dass man ihnen mit Respekt begegnen muss – was ja auch alle im Spiel tun, was ich als feinen Zug empfand.
Das Trennen von Fiktion und Fakten übernehme ich gerne, wenn man mich danach fragt. Wie weit da das Interesse der Leser reicht, weiß ich nicht, weshalb ich es nur in speziellen Fällen ins Nachwort setze. Also …
Fakt ist, dass Verrocchio auf Knaben stand. Fakt ist, dass ihm Leonardo nackt Modell stehen musste (auch wenn der David Klamotten bekommen hat, der später entstandene ‚Schlafende Jüngling‘ nicht). Fakt ist, dass sich Verrocchio an einigen seiner Lehrjungen/Gesellen „bedient“ hat. Fakt ist, dass Homosexualität in Künstlerwerkstätten allgegenwärtig war (was Leonardo Bellini in Band 6 erklärt hat).
Fiktion ist alles, was übrig bleibt – meine aus den Fakten resultierende Interpretation, dass Verrocchio die homosexuellen Praktiken an Leonardo herangetragen hat, ist jetzt nicht allzu weit hergeholt und bedient sowohl den Plot als auch die Charakterisierung Leonardos. Und wenn ich mir das Porträt von Verrocchio ansehe und die Subjektivität des Malers im Hinterkopf behalte, bleibt genug ‚Ugh, dem trau ich das sowas von zu!‘ übrig
Natürlich sind Leonardos Gefühle widersprüchlich, zumal sein rationaler Geist die Vorzüge erkennt, die er durch Verrocchio erlangt hat, immerhin hat er durch ihn viel gelernt. Dass Leonardo kein nachtragender Charakter ist, war ja schon oft ersichtlich, und so passte das auch wieder hier bei Verrocchio. Leonardo hat seinem Stiefvater die harte Hand nachgesehen, da er die Beweggründe verstand, und sogar seinem Vater hat er gewissermaßen verziehen. Groll, für den ihm die logischen Argumente ausgehen, hat keinen Bestand in Leonardos Bewusstsein. Insofern kann er einem heute böse sein und morgen schon wieder friedlich, je nach Situation. Ezio ist da deutlich heißblütiger, auch wenn er im Laufe der Jahre einiges gelernt hat und vernünftiger geworden ist. ^.^
An der 1.000-Wort-Grenze hast du übrigens noch nicht mal gekratzt. Also nicht jammern! Total im Safe-Grünen-Bereich! XDDDD

Allerliebste Grüße,
Sesa <3
13.11.2020 | 20:04 Uhr
Hey Sesa ^^

Ha! Was habe ich gesagt? Ich wusste, dass Bellini Stallones Verhalten nicht einfach so auf sich sitzen lässt. Es wäre auch schlecht, wenn er es tun würde, denn dann hätte dieser Idiot am Ende noch das Gefühl im Recht zu liegen und würde Bellini endgültig nicht mehr ernstnehmen. Klar, er steht unter enormem Druck, aber Bellini hat absolut recht: Mit seinem Verhalten macht er die Situation für alle Beteiligten nur noch schlimmer.

-> „Ihr müsst’s ja wissen“, knurrte Stallone. „Wer könnte geschickter meucheln als ’n Assassine!“
„So ist es“, erwiderte Leonardo, wobei er die Provokation des commissario gelassen ignorierte. <- Bei dieser kleinen Auseinandersetzung musste ich wirklich schmunzeln. In der Tat, würde ein Assassine so vorgehen, bekäme er von den Grossmeistern mächtig Ärger. Nicht nur weil die Gefahr bestünde entdeckt zu werden, sondern weil es auch keine saubere Art des Tötens ist – oder war. Wie Leonardo leide bemerkt hat, lernt unser Täter dazu :/
Bin auch stolz auf Bellini, dass er die Sache mit dem Linkshänder ziemlich schnell herausfindet, während Stallone im Zusammenfügen von Puzzle-Teilen offenbar eher Mühe hat.

Die Beschreibung der Spielelandschaft, welche Leonardo und Ezio für die Kinder geschaffen haben ist wirklich wundervoll. Und den drei Kindern fehlt es sicher nicht an Phantasie, ihre Stadt mit Leben zu erfüllen. Kann mir vorstellen, wie die drei Stunden dort verbringen um zu spielen. Für Claudia sicher auch mal eine willkommene Erholung ;)

Aria ist einfach goldig xD Sie hat noch kein einziges Wort mit Lancilotto gewechselt, gibt dem armen Kerl aber schon einen Spitznamen. Nun, er erträgt es offenbar mit Würde ^^ Und gleich darauf lädt sie ihn ja dann auch zum Spielen ein. Wenn das nicht der Anfang einer wunderbaren Freundschaft ist… Ich wünsche Gerolamo jedenfalls wirklich, dass er eine passende Frau kennenlernt. Nicht nur um Lancilottos, sondern auch um seinetwillen.

Ganz liebe Grüsse und bis zum nächsten Kapitel
-Schattenwolf-

Antwort von Severin Sesachar am 15.11.2020 | 18:04 Uhr
Huhu Schattenwolf! ^.^

Es wäre wirklich besorgniserregend gewesen, wäre Bellini Stallones Vorgehen egal. Einen kompletten Deppen als Verbündeten auszusuchen, wäre für Ezio und Co. auch nicht von Vorteil gewesen. Bellini erscheint manchmal etwas treudoof-plump, aber von seinem Job versteht er doch einiges und verfügt über ein aufmerksames Auge. Auch an Empathie mangelt es ihm nicht, und hier hat Stallone massive Probleme, da er zu ‚self-centred‘ denkt. Auch versteht er nicht, was Assassinen (= Berufskiller) von regulären Mördern unterscheidet. Das macht die Zusammenarbeit mit ihm schwierig. :D

Ich finde es immer schade, wenn Leute ankommen und behaupten, früher hätten Kinder ja kaum Spielzeug gehabt. Spielen war schon immer eine bedeutende Beschäftigung für Menschen. Und so ein Künstlerhaushalt (bzw. Handwerkerhaushalt) birgt unheimliche Vorteile, was das Beschaffen von Spielzeug angeht. Grade Ezio macht das Schnitzen/Basteln für die Kinder ja Spaß. Das hat er ja auch von Anfang an gemacht (ganz der stolze Onkel XD).

Mit Lancilotto und Aria prallen Charakterwelten aufeinander. Bei beiden merkt man, wo und wie sie aufwachsen. Etikette kennt Aria nicht, und die Rolle des zurückhaltenden Mädchens wird ihr zu Hause auch nicht vorgelebt. Claudia ist in alles involviert und bestimmt mit, und so denkt Aria natürlich, sie kann das genauso machen. Aber wie Gerolamo sagt: Das wird Lancilotto gut tun. Der arme Kerl hat ja schon einiges mitmachen müssen und wurde dementsprechend herumgereicht, das macht ein sensibles Gemüt still. Aria wird ihn schon wachzukitzeln wissen. Dass die beiden gut miteinander klarkommen werden, glaube ich jedenfalls auch. ^^

Viele liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend,
Sesa
05.11.2020 | 11:39 Uhr
Allerliebste Sesa <3
Ah, mich überrascht es immer wieder, wie konzentriert ich deine Kapitel lese, obwohl streng genommen keine dramatischen Dinge passieren.
Die Szene am Anfang zwischen Ezio und Claudia war wirklich süß, in familiärer Hinsicht. Ich mag deine Charakterisierung von Claudia einfach, weil sie in gewisser Weise eine etwas vernünftigere, weibliche Version von Ezio ist. Erst recht vernünftiger, nachdem sie Kinder hat und entsprechend auch an ihren Nachwuchs denken muss. Aber ihre aufrichtige Freude und das sofortige Zusagen für Ezios ersten Auftrag war wirklich schön, auch wenn sie dadurch mit dem Entwöhnen etwas ins Hintertreffen gerät - wie man ja am Ende des Kapitels schön merkt.
Zugegeben, ich habe völlig verdrängt, wie viele Jahre vergangen sind, immerhin wird die älteste Tochter Aria eingeschult, sie sollte dann sechs Jahre alt sein, oder? Auf jeden Fall kann ich mir gut vorstellen, wie interessant ihre ersten Schulerfahrungen werden, ganz besonders mit ihrem Temperament, das sie von ihrer Mutter geerbt hat. Ich kann mich noch gut an Claudia am Anfang der AC-Reihe erinnern, sie war wirklich nicht ganz einfach :D
Aber endlich geht es um die Morde! Ich hab mich wirklich darüber gefreut, auch weil die Assassinen den Zusammenhang zwischen der Nonne und dem jungen Pärchen erkannt haben. Das ist ja nicht immer der Fall ... Und Popoleschi hatte auch einen kleinen Auftritt und es sieht danach aus, als ob er in den nächsten Kapitel wieder öfter auftauchen würde. Das freut mich wirklich. Nun, über den Mörder an sich gibt es ja noch nicht viel zu berichten, außer dass er, wie Popoleschi festgestellt hat, scheinbar nur aus der Lust zu Töten diese Morde begeht und kein anderes Motiv dahintersteckt. So eine Charakterisierung ist wichtig, einfach weil damit klar wird, dass es keine bestimmte Zielgruppe gibt. Vielleicht schlägt er einfach nur bei der erstbesten Gelegenheit zu, dann wären stark frequentierte Patrouillen sogar die beste Lösung? Aber ich denke schon wieder zuviel darüber nach merke ich^^
Der Ausbau der Assassinen-Gilde in Mailand nimmt richtige Formen an. Die Idee, das Gutshaus von Popoleschi als richtigen Stützpunkt für die neuen Mitglieder zu verwenden, ist wirklich gut in meinen Augen. Schon allein aus Gründen der Vertraulichkeit und des Ausräumens von Misstrauen, denn innerhalb von einem Haus kann man nur schwer die anderen betrügen. Ich weiß, ich bin schon wieder zu misstrauisch, aber das schiebe ich dir zu - in deinen Geschichten gab es schon zu viele unangenehme Überraschungen, da bin ich auf alles gefasst.
Eine Frage am Ende: Vielleicht wurde es in den letzten Kapiteln bereits erwähnt, aber ich habs schon wieder vergessen. Was ist ein lasagnari? Hat das was mit Lasagne zu tun oder ist das Zufall?
Allerliebste Grüße, Angel

Antwort von Severin Sesachar am 05.11.2020 | 17:28 Uhr
Allerliebste Tani <3
Vom konzentrierten lesen fühle ich mich geehrt, ganz ohne Witz. *wünscht sich ein errötendes Happy-Smilie für den Kommentarbereich‘ ^.^‘
Ich finde es zum einen süß, dass du Claudia als vernünftigere weibliche Version von Ezio bezeichnest, zum anderen ist es ja auch wahr. Die beiden verbindet – charakterlich wie äußerlich – doch eine Menge. Ob es in den Zusammenhang böse oder falsch klingt, dass Leonardo ausgerechnet bei Claudia schwach geworden ist, mag sich jeder selbst zurechtlegen, aber ich sag’s mal so: Etwas Geschätztes in einem anderen Menschen wiederzufinden, schafft Sympathien, und bei Claudia kam wirklich viel zusammen. Den Reifeprozess haben auch beide durchlaufen, nicht bloß Claudia. Ziemlich wild und starrsinnig waren sowohl sie als auch Ezio. Ich habe so gelacht, als ich Shauns Datenbankeintrag über sie gelesen habe – von wegen, sie habe schon als kleines Mädchen die Nachbarskinder verprügelt, aber Desmond müsse keine Angst vor ihr haben. Sie sei ja ‚seine Schwester‘. XD Ich finde es ehrlich gesagt auch schön, wie der Umgang mit Claudia bereits vom Spiel aus vorgegeben wird. Ja, Onkel Mario will sie ins Kloster stecken und verheiraten, ganz die traditionelle Schiene. Aber mit Ezio gab es immer Neckereien auf einem respektvollen und gleichgestellten Level. Wenn er auszog, um ihre Ehre zu verteidigen, dann nie, weil er der Meinung war, sie könnte das nicht selbst. bei den betreffenden Szenen wollte sie ja nicht, bzw. war zu sehr mit Trauern oder Schmollen beschäftigt. Dann durfte er raus, der Macho-Bruder. Verdammt, ich hätte gern einen älteren Bruder wie Ezio gehabt. Das wäre Spaß ohne Ende gewesen. *lacht*
Und ja, es ist wirklich schon viel Zeit in der Story vergangen, wobei ich fairerweise anmerken muss, dass ich zwischen Band 5 und 6 fast zwei Jahre übersprungen habe. Ende 1485 bis Ende 1487 habe ich fast nichts Erwähnenswertes in Leonardos Biografie gefunden, historisch war nichts Spannendes in und um Mailand los und auch die AC-Vorlage schweigt sich stoisch aus … So bleiben diese Jahre als „Zeitfenster“ für spätere OS oder Specials frei. Irgendwelche Minifälle, für die ich gewiss keine 100K in die Tastatur haue. :D
Ja, ein Mörder, der Spaß am Töten hat. Ein Phänomen, für das es damals keine Fachbegriffe gab, aber so ein bisschen Profilingarbeit anzudeuten, ist deshalb ja nicht tabu. Zumal dieser Renaissance-Serienkiller für mich ein idealer Aufhänger für etwas ist, das ich später im Band noch aufgreifen will/muss, damit ich mit Leos Biografie wieder up to date bin. Worauf ich anspiele, verraten die nächsten Kapitel bereits in Ansätzen.
Den lasagnari habe ich schon mal in Band 5 erwähnt, aber ich habe ihm keine Fußnote gewidmet, sondern nur kurz im Text angerissen, was er tut. Schande über mein Haupt. ._. Die heutige Lasagne geht tatsächlich auf sie zurück. XD Ursprünglich waren die lasagneri die Streetfood-Mogule der italienischen Renaissance. Pastagerichte wurden vorgekocht und aus dem noch heißen Kessel auf der Straße verkauft. Man musste einfach sein eigenes Geschirr zum Auffüllen mitbringen, denn Styroporboxen und Pappschüsseln gab es damals ja noch nicht. Das Prinzip ist allerdings dasselbe. ^.^
Herzlichen Dank für dein Feedback und die allerliebsten Grüße!
Sesa
02.11.2020 | 09:16 Uhr
Guten Morgen Sesa :)
Schon irgendwie traurig, dass Melzi erst sterben musste, damit wir auch seine anderen Geschwister kennenlernen. Wobei mir natürlich klar ist, dass sein Tod nicht vermeidbar war. Du hältst dich einfach sehr gerne an geschichtliche Fakten ;) Jedenfalls hat Gerolamo nun wirklich viele Bürden auf die Schultern geladen bekommen. Aber wenigstens hat er mit unserem Trio tatkräftige Unterstützung, soweit es in ihren Möglichkeiten liegt. Ezios Rede fand ich übrigens wunderschön <3 Man merkt einfach, dass er trotz seiner Profession einem wahnsinnigen Respekt vor Leben und Tod hat.

Oha, hätte nicht gedacht, dass wir dem Täter nochmal so nahe kommen. Kaum zu glauben, wie nahe Bellini dem Täter war. Der wird sich wohl in Selbstzweifel stürzen, sobald er davon erfährt. In Stallones Haut möchte ich jedenfalls nicht stecken, er hätte den Capitano sofort informieren müssen. Nun, das wird ja jetzt Leonardo für ihn erledigen ;) Apropos Leonardo: Auf dessen nächstes Zusammentreffen mit dem Moro bin ich ja auch schon gespannt...

Freue mich wie immer bereits sehr auf das nächste Kapitel :)

Liebe Grüsse (aus der Quarantäne)
-Schattenwolf-

Antwort von Severin Sesachar am 02.11.2020 | 18:30 Uhr
Huhu, du armes Wölfchen in Quarantäne!
Du hast mein Mitgefühl. Ich hab im Frühling auch sechs Wochen im Haus ausgeharrt. Da ist Abwechslung und Unterhaltung jederzeit willkommen. Ich hoffe, du hast genug, womit du dich auch mit Freuden beschäftigen kannst, damit dir nicht die Decke auf den Kopf fällt. Und natürlich hoffe ich, es ist nur vorsorgliche Quarantäne und kein Virus in Aktion. Den Dreck wünsche ich keinem. ._.

Dass Melzi so viele Geschwister hatte, wusste ich anfangs auch nicht, zumal Informationen zu der Familie vor 1500 (leider) ziemlich rar sind. Gerolamo war klar und sein Charakter ist auch schon lange geplant. Seine Rolle ist im historischen Kontext und in Hinblick auf Leonardos Biografie regelrecht hervorstechend. Von ihm werden wir also noch einiges hören. Aber der Rest kommt mir ehrlich gesagt auch gelegen und ich habe schon Ideen für ein paar der Geschwister. ^.^
Danke für die lieben Worte zu Ezios Rede. Ich habe ihn im Spiel nie als respektlos gegenüber dem Leben oder Tod empfunden, und Reden hat er da auch einige gehalten, die an Menschlichkeit statt Hass appelliert haben, bei der Savonerola-Mission sogar vor Hunderten von Florentinern. Ich möchte diesen Wesenszug von ihm gerne unterstreichen, grade da so viele lieber seinen Erfolg bei den Damen (wie auch Leo) als „herausstechendste“ Eigenschaft von ihm breittreten, so als könnte er nichts anderes als hübsch aussehen. Das ist mir einfach zu oberflächlich. ^.^

Ich möchte weder in Stallones noch in Bellinis Haut stecken. Leicht haben es beide nicht, und Fehltritte verzeihen Bürger bekanntermaßen selten ohne Strafen für die Verantwortlichen zu fordern. Falsche Entscheidungen konnten früher so schnell das Amt kosten wie heute. Stallone blüht auf jeden Fall eine Gardinenpredigt. XD
Und der Moro … ja, der macht sich auch nicht beliebt. Anders als Bellini ist ihm das nur irgendwie sehr egal. Er ist schließlich der Kalif anstelle des Kalifen! Erm, pardon, der Herzog anstelle des Herzogs … ;)

Danke dir für dein Feedback und hab – trotz der lästigen Quarantäne – eine schöne Woche!

Viele liebe Grüße,
Sesa
27.10.2020 | 13:56 Uhr
Allerliebste Sesa <3
Nachdem ich endlich wieder einmal daran gedacht habe, ein weiteres Kapitel zu lesen, schreibe ich direkt ein Review, um das nicht zu vergessen.
Und obwohl dieses Kapitel hier nicht einmal den Mörder erwähnt habe, auf den ich mich so freue (ja, ich stehe dazu), finde ich es einmal mehr fantastisch und gelungen.
Zunächst der neue Auftraggeber: Ich habe keine Ahnung, wie wichtig die Figur ist, deshalb werde ich zu ihr nicht viel sagen. Außer, dass die Idee wirklich toll ist, auch wenn sie nicht uneigennützig ist. Aber allein der Wunsch, in einem Krankensaal ein Bild aufzuhängen, das sowohl Trost spenden soll und auch die Schönheit der Natur zeigt, finde ich einfach toll. Keine Ahnung, ob das aus deiner Fantasie kommt oder ob es das Gemälde wirklich gibt, aber das ist eigentlich auch egal.
Bei der genauen Beschreibung des Bildes war ich komplett versunken in die vielen Details, die du aufgeführt hast. Allein die Erwähnung von Lapislazuli und der hohe Preis dafür, Respekt. Ich glaube, ich habe noch nie so eine detaillierte Beschreibung von einem Gemälde-Auftrag gelesen. Ein weiterer Punkt war der Rahmen, das hat dann wirklich alles gesprengt. Vor allem noch der genaue Preisunterschied zwischen Pappel- und Walnussholz (auch wenn ich wusste, dass Walnuss teurer ist :3). Ich glaube, das ist bis jetzt meine Lieblingsszene in diesem Band, egal wie unwichtig sie auch sein mag. Wobei, durch die Stellung als Ezios ersten eigenen Auftrag kann sie nicht so unwichtig sein, immerhin ist das ein wichtiger Schritt für ihn. Und für Leonardo ebenfalls, denn sein ehemaliger Schüler ist dann wirklich ein ausgebildeter Maler. Und hier breche ich jetzt ab, bevor ich noch weiterhin über deine Angaben über helle Farben und Lichteinstrahlung schwärme ... Ich bin einfach ein absoluter Fan von solchen Details, vor allem wenn es um Gemälde oder Musikstücke geht.
Kommen wir zur zweiten Szene in diesem Kapitel! Okay, Sforza dreht wirklich durch. Eine Reiterstatue als Andenken an seine Familie ist wirklich brutal, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass er eigentlich nur der Platzhalter für seinen Neffen (?) ist.
Interessant finde ich die Anwesenheit dieser Wahrsagerin - gab es die wirklich? Es kann gut sein, dass ich einfach paranoid bin, aber ich finde die echt verdächtig, vor allem, weil sie Ludovico komplett unter Kontrolle hat. Wie auch Leonardo nett anmerkt, mit dem logischen Hintergedanken, sich eher ihrer Gunst sicher sein zu müssen als der von Sforza selbst. Hab ich jetzt zumindest so zwischen den Zeilen gelesen. Auf jeden Fall ist diese Person mit dem unaussprechlichen Namen - ich nenne sie einfach Wahrsagerin - ein interessanter Charakter, so auf den ersten Eindruck.
Bramante ist echt nett, Leonardo einfach so darauf hinzuweisen, sich ausnahmsweise Mal auf den wohlklingenden Namen seines ehemaligen Meisters zu verlassen, um dieses Denkmal zu bekommen. Denn ich denke, das wäre wirklich für die Malerei/Scola/Was-auch-immer von Leonardo und Ezio ein enormer Bekanntheitsschub, auch wenn sie bereits illuster genug sind, um diesen einen Lehrling zu interessieren. Ich kann mir italienische Namen einfach schlecht merken, wie du siehst ...
Nun ja, das war es auf jeden Fall einmal mehr. Bis zum nächsten Kapi <3
LG, Angel

Antwort von Severin Sesachar am 27.10.2020 | 17:36 Uhr
Allerliebste Tani <3
Ich freu mich immer so, wenn ich sehe, dass ein Rev von dir ist. Sie sind immer so niedlich geschrieben, dass ich schmunzeln muss, ganz egal, ob du dich von etwas begeistert zeigst oder entrüstet oder misstrauisch schnaubst. Das ist so lebendig und macht unheimlich Spaß zu lesen. :D
Der Auftraggeber ist einfach … der Auftraggeber, denn natürlich habe ich einen gebraucht. *lacht* Damals war es keine Seltenheit, dass sich Leute durch Spenden an Kirchen und Spitäler hervorgetan haben, denn der Glaube daran, dass die guten Taten nach dem Tod gegen die eigenen Sünden aufgewogen werden, war sehr stark. Ganz anders als heute. De Santis ist also nicht wirklich uneigennützig. Es geht ihm um seine Pflegevorsorge und – natürlich – sein Seelenheil. Die Art und Weise, wie er sein Begehren formuliert, ist aber durchaus sympathisch. Er denkt schließlich vor allem an seine Töchter, die er entlasten und mit absichern möchte. Ihm ist also kein Vorwurf zu machen. ^.^
Das Gemälde gibt es übrigens wirklich, und bis heute wird sich gestritten, wer von Leonardos Schülern es gemalt hat, ob Leonardo stellenweise selbst mit Hand angelegt hat oder nicht … bekannt ist nur, dass es aus der Bottega da Vinci stammt und etwa um 1488-90 entstanden ist. Oft wird es Boltraffio zugeschrieben, aber wie Shaun hier ja auch argumentiert: der war zum Entstehungszeitpunkt des Bildes noch gar nicht bei Leonardo, bzw. gar nicht geschult genug – und hat auch einen komplett anderen Stil, wenn man die gesicherten Bilder von ihnen neben die „Madonna Litta“ legt. Das hier ist sie übrigens: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6f/Leonardo_da_Vinci_attributed_-_Madonna_Litta.jpg/1200px-Leonardo_da_Vinci_attributed_-_Madonna_Litta.jpg
Der Stil ist so extrem an Leonardo und seinen diversen kleinen Eigenheiten der Darstellung angelehnt, dass es fast schon weh tut. Allerdings gibt es auch auffallend viele Abweichungen, sprich eigenen Stil, sodass man sich einig ist, dass dieses Gemälde höchstens unter Beteiligung Leonardos gefertigt wurde, aber nicht wirklich aus seiner Hand stammt.
Und das hier ist die Skizze Leonardos, die de Santis als Madonna wünscht und die auch von Kunsthistorikern als Studie zum fertigen Gemälde bezeichnet wird: https://i.etsystatic.com/7423915/r/il/52c5a6/1487046487/il_570xN.1487046487_jjzu.jpg
Das Schöne an ungesicherten Dingen ist, dass man sich als Autor einfach dreist daran bedienen und seine eigene Interpretation als fiktionale Wahrheit verkaufen kann. XD
Lapislazuli ist bis heute das teuerste Pigment in der Ölmalerei. In einem uralten (und herrlich chaotischen) Kunstbedarfsgeschäft in Florenz habe ich davor gestanden und bei dem Preis heftig geschluckt – das Zeug stand auch nicht einfach so im Laden rum, sondern war sicher hinter der Verkaufstheke verwahrt, wohin niemand einfach so greifen konnte.
Ich freue mich jedenfalls riesig, dass du diese Szene nicht ermüdend oder langweilig fandest, sondern sogar richtige Freude daran hattest. <3
Und du hast recht, die Szene ist vor allem für Ezio und seinen Charakter wichtig. Ich gestehe, er gefällt mir als Maler/Künstler sehr, denn mir geht es wie Leonardo: ich kann mir Ezio nicht an einem Banktisch vorstellen und den lieben langen Tag schnöde zahlen zusammenrechnen. Das ist für einen Menschen seines Charakters doch wirklich viel zu langweilig und auch fern von befriedigend. ._.

Hahahaha, Sforza. Du ahnst nicht, WIE arg er noch durchdrehen kann! Wenn es letztendlich nur eine Reiterstatue wäre … auch hier habe ich Bildmaterial für dich, und das lässt tief blicken. Es ist ein historischer Spoiler, aber kein Drama, denn für die Handlung der Story ist es nur Nebensache. Da Sforza eine lebensgroße Statue nicht ausreichte, forderte er von Leo eine vierfache(!) Größe an. Und Leo sagte daraufhin – sehr nachvollziehbar –, Sforza habe nicht mehr alle Keramikbecher im Schrank. Dran gearbeitet hat er trotzdem. Schau dir diese Proportionen an (Ich hab extra ein Bild rausgesucht, in dem auch Menschen zum Größenvergleich zu sehen sind):
https://www.ippodromisnai.it/wp-content/uploads/2018/10/la-statua-equestre.jpg
Es steht – passenderweise – vor der Galopprennbahn in Mailand, nordwestlich des Castello Sforzesco. Zum Entwurf des Reiters ist Leo nie gekommen. Warum … das kommt dann noch. ^.^

Zur Wahrsagerin: Ob sie so hieß … keine Ahnung, aber Sforza war dafür berühmt, sich Wahrsager und Astrologen an den Hof zu bestellen. Er war vernarrt in Prophezeiungen und extrem abergläubisch. Über die fiktive Wahrsagerin verrate ich noch nicht so viel, denn auftauchen wird sie auf jeden Fall noch mal. ^^

Bramante ist mir super sympathisch. Das merkt man wohl … Schade finde ich, dass man kaum Persönliches über ihn weiß. Es gibt keine Biographie von ihm, dabei hat er als Architekt wirklich eine Menge geleistet. Was als Zeichnungen/Darstellungen von ihm geblieben ist, wirkt aber sehr nett, und die Tatsache, dass Leonardo ihn in seinen Notizbüchern stets freundschaftlich als Donnino bezeichnet, ist für mich ein klares Indiz, dass die beiden sehr gut miteinander konnten.

Jetzt habe ich eine ellenlange Antwort geschrieben und dir wohl die Ohren blutig geschwatzt. Ein dickes Sorry dafür.
Ich mach jetzt auch Schluss hier.
Wirklich.
Ganz bestimmt! :D

Viele liebe Grüße,
Sesa
23.10.2020 | 15:32 Uhr
Allerliebste Sesa!
Um dir dein wohlverdientes Wochenende entsprechend einzuläuten, einmal mehr einer meiner geistigen Ergüsse bezüglich dieses Kapitels.
Der Apfel ist (endlich) versteckt an einem Ort, an dem er hoffentlich sicher ist, bis man ihn benötigt. Übrigens, ich mag die Idee eines verzierten Kästchens, auch wenn das im unwahrscheinlichen Falle eines Einbruchs eher verdächtig wirkt. Aber es ist nett, dem Apfel eine etwas angemessenere Verpackung zu bieten als einen Lederbeutel oder was auch immer benutzt wurde. Für mich sah das immer wie ein Lederbeutel aus.
Leonardos Überlegung für die Vergangenheit, das kann ich mir nur zu gut vorstellen bei ihm. Allein aufgrund seiner Neugier, auch wenn er vermutlich etliches entdecken könnte, was ihn darin bestätigt, in der besseren Zeit geboren worden zu sein.

Die Szene aus der Gegenwart war eine willkommene Abwechslung für mich. Ich mag Hannah mittlerweile total und bin nur froh, Lucy hier als das verdächtige Wesen präsentiert zu bekommen, für das ich sie schon immer gehalten habe. Vor allem mit ihren heimlichen Telefonaten und was-weiß-ich-noch, die sie immer so schön verbirgt. Das Motto der Assassinen, nicht viel Wert auf Rangunterschiede zu legen, ist an ihr wohl komplett vorbeigegangen.
Ah, die kleine Erinnerungsszene war wirklich schön - Massimo war da, auch wenn du ihn nur erwähnt hast xD Aber immerhin weiß ich jetzt, dass er zumindest noch etliche Jahre lebt, denn die Novizin wird wohl Aria sein denke ich. Interessant fand ich den kleinen Moment zwischen Leonardo und Desmond. Spontan würde ich ja sagen, Leo hat Desmond wirklich erblickt oder eine Art Gestalt von ihm, aber andererseits bin ich mir wirklich unsicher, ob das nicht doch Zufall war. Dir traue ich beides zu.
Nebenbei: Ich finde deine Charakterisierung von Shaun einfach perfekt! Dieses scharfzüngige, leicht zynische Wesen von ihm und seine generelle Abneigung gegen Desmond und jetzt auch Hannah, egal ob sie gespielt ist oder nicht. Ich habe jedes Mal die Stimme aus den Spielen und den Tonfall im Kopf, wenn du die Figur hier irgendetwas sagen lässt.

Und der erste Doppelmord des Serienmörders, falls er das war. Nun, da eskaliert jemand entweder schnell oder der zweite Mord war ein notwendiges Übel, damit keine Zeugen übrig bleiben. Aber mich tröstet es, dass die Assassinen nicht gleich verdächtigt worden sind, obwohl sie vor dem Wachtrupp an der Stelle des Mords ankamen. Wobei der Wachtrupp zu Popoleschis Leuten gehört, wenn ich mich richtig erinnere? Aber ich merke schon, die Geschichte mit dem Mörder scheint wirklich interessant zu werden. Es ist ja ein ganz schöner Sprung von einer Ordensschwester zu einem Bankierssohn und dessen heimlicher Affäre, wobei letztere vielleicht gar kein gewolltes Opfer war.
Dann bin ich mal gespannt, was du dir so für die nächsten Kapitel einfallen lässt.
LG, Angel

Antwort von Severin Sesachar am 23.10.2020 | 16:19 Uhr
Allerliebste Turbotani!
Das Wochenende kann jetzt wirklich starten nach so einem tollen Rev. Von der Arbeit heimkommen und Post haben, das ist doch toll! <3
Du hast recht, im Spiel war der Apfel (meistens) in einem Lederbeutel. Zum Transportieren ist das auch sinnvoll, aber hier wird er ja fest verwahrt. Und wer das Versteck hinter dem Gemälde entdeckt, kann sich ohnehin denken, etwas Wertvolles gefunden zu haben. Ob das Artefakt dann in einem Lederbeutel oder einem verzierten Kästchen liegt, macht dann – glaube ich – auch keinen großen Unterschied mehr. ^.^
Leo und seine unstillbare Neugier. Er würde jede Epoche auf den Kopf stellen. Aber ich bezweifle – wie Desmond – dass er sich in unserer Moderne wohlfühlen würde. Ein Millennium-Leonardo würde mit LRS und als Autist gelabelt durch eine Schule geprügelt werden, die ihn zum Großteil ziemlich langweilen würde. Einen Abschluss zu machen, würde ihm schwerfallen und ein fester, starrer Beruf sowieso. Für unsere Zeit wäre er wohl – leider – ein klassischer Problemfall, da seine Talente heute irgendwie gar nicht gefragt sind. Sich für alles interessieren, unerhört. Wir brauchen Spezialisten!!!11elf

Dass du Hannah magst, freut mich irgendwie total. Neben Popoleschi und Massimo ist sie einer der wenigen echten OCs ohne realen/historischen Hintergrund. Und wenn die gut ankommen, ist die Freude natürlich doppelt groß. ^.^ Mit Lucy habe ich auch noch was vor, und das endet nicht wie in „Brotherhood“. Aber Eile mit Weile und so. :D
Und ja, klar. Massimo lebt noch eine ganze Weile, und dass er nicht unerfolgreich ist, sollte dieser kleine Backflash auch suggerieren. Er ist gealtert, aber gesund, er führt Monteriggioni – und ja, die Novizin war Aria. Wie viele Waschmaschinen muss ich dir inzwischen eigentlich schon schicken? XD
Auch über den kurzen „Augenblick“ zwischen Desmond und Leo muss ich noch schweigen. Thematisiert wird es (später) noch. ^.^
Und vielen lieben Dank für das Lob zu Shaun. Ich fürchte, es ist ziemlich offensichtlich, dass ich diese Figur einfach mag. Und die Stimme kriege ich bei ihm auch nicht aus dem Kopf. Bei Mario dasselbe, während andere Figuren sehr flexibel sind, bzw. andere Stimmen als im Game haben. Zumindest in meinem Kopf.

Der Wachtrupp gehört zu Bellinis Leuten. Popoleschi ist ja kein Gardehauptmann mehr (und manchmal glaube ich, er ist froh darum, diesen Stress los zu sein). Aber da Bellini ja eine Allianz mit den Assassinen eingegangen ist, sind natürlich auch die Gardisten weitestgehend neutral ihnen gegenüber.
Warum erst Ordensschwester und dann Bankierssohn samt Affäre? Wie passt das zusammen? Es hat System, aber wenn das gleich offensichtlich wäre, wäre es ja langweilig. Aber, das kann ich versprechen: Ich habe einen Plan. Ob ich ihn so aufdröseln kann, wie ich es mir wünsche, werden die restlichen Kapitel zeigen. ^^

Liebste Grüße,
Sesa
22.10.2020 | 22:14 Uhr
Liebe Sesa!xD
Sei nicht überfordert, wenn du direkt die zweite Rückmeldung bekommst - Ich versuche auch, mich in der Länge etwas zusammenzureißen.
Ah, der Besuch bei den Melzis ... Traurigerweise musste ich wirklich kurz überlegen, bevor mir eingefallen ist, wer Bartolomeo ist. Italienische Namen bereiten mir echt Schwierigkeiten, stelle ich fest.
Zunächst eine Frage: Melzi ist doch einer deiner OCs, oder? Hattest du das mit dem Rückwärtslesen des Nachnamens von Anfang an so geplant? Oder ist "Izlem" und die Übersetzung davon eine Erfindung von dir - wobei ich mir das, ehrlich gesagt, nicht so wirklich vorstellen kann. Du überlässt bestimmt nichts dem Zufall xD
Aber ich fand es wirklich angenehm, etwas über die Hintergrundgeschichte von Bartolomeo zu erfahren. Nicht nur über seine Geschwister, sondern über exakt dieselben Probleme, die Ezio mit seinem Onkel hatte und die wahrscheinlich in etlichen Assassinen-Familien vorhanden sind. Einfach, weil diese Fremdbestimmung über das Leben von sich selbst bei charakterlich starken Menschen wirklich sauer aufstößt. Ich glaube, das ist auch einfach die normale Reaktion darauf. Jetzt, wo du die anderen Geschwister erwähnst, kann ich mir auch vorstellen, diese in späteren Bänden ebenfalls zu treffen. Rom ist in meinen Augen relativ wahrscheinlich als Schauplatz, einfach wegen des Vatikans dort.
Ach ja: Ich mag deine ausführliche Interpretation (falls es eine ist) des Credos wirklich sehr. Persönlich finde ich diese paar Sätze, die sie in den Spielen immer sagen, vielfältig auslegbar. Natürlich geht das in den Spielen eher schlecht, aber ich habe mir damals auch meine Gedanken darüber gemacht, wie man dieses Credo denn verstehen könnte.
Ich hoffe mal, der Apfel wird jetzt wirklich gut untergebracht. Ein Versteck hinter einem Portrait, das eigentlich niemand kennen sollte außer vertrauenswürdigen Personen, klingt nicht schlecht. Definitiv besser als eine verlassene Kirche irgendwo am Rand von Venedig, die einfach im Innenraum einen Hohlraum in der Wand hat, in den man beim Erklimmen einfach greifen und den Apfel nehmen kann. Das ist natürlich kein Vorwurf an Massimo (der kommt hoffentlich wieder vor in diesem Band), der ganz andere Probleme hatte zu dieser Zeit. Aber auf langfristige Sicht, weil der Prophet ja auch noch ein paar Jahre braucht, um erwachsen zu werden, gefällt mir das Melzi-Versteck wirklich gut.
So, nachem es wieder extrem lang wurde, mache ich hier Schluss xD
Bis zum nächsten Kapitel!
LG, Angel

Antwort von Severin Sesachar am 22.10.2020 | 22:46 Uhr
Allerliebste Tani,

ja, du hast eindeutig den Turbo eingelegt. Das mit dem Kurzfassen … ich hab herzlich gelacht und mir sofort an die eigene Nase gegriffen. Ich kommentiere ja selbst nie kurz, ich kenne das Problem (und wer im Glashaus sitzt und so). Man kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen und – zack – hat man wieder eine halbe Wordseite oder mehr.
Das Problem bei den italienischen Namen ist, dass sich viele wiederholen. Gerade Bartolomeo … Man könnte meinen, zu der Zeit habe jeder zweite Kerl Bartolomeo geheißen und der Rest Ludovico oder Francesco. Wirklich kreativ waren sie damals nicht, aber so bleiben uns auch Mariposa-Chantal Lillie Aphrodite Krummbuckel-Karfunkel de la Canasta und Co. erspart. :D
Ich frage mich, ob ich Melzi einen OC nennen darf. Eigentlich nicht, denn er ist eine historische Persönlichkeit, so wie seine Geschwister. Was ich der Familie angehängt habe, ist die Verbindung zu den Assassinen. Woher genau die Melzi kamen, ist in den Datenbanken nicht zurückzuverfolgen. Man weiß es offenbar nicht. Wirklich aufgetreten sind sie erst gegen Ende des 14. Jahrhunderts und relativ schnell waren sie Teil des Mailänder Adels. Da passte es, ihnen einen ähnlichen Werdegang wie den Auditore anzuhängen. Izlem war einfach eine spontane Eingebung von mir. Ich habe mit dem Namen gespielt, ihm rückwärts gelesen und festgestellt, dass das ein orientalischer Frauenname ist, der tatsächlich bedeutet, was Bartolomeo hier erzählt. Manchmal hat man einfach Glück (und freut sich als Autor einen Ast). ^.^
Und ja, natürlich treten die Geschwister irgendwann in Aktion. Rom steht ganz eindeutig auf meiner Liste der Orte, an denen einzelne Bände von „Commilitones“ noch spielen werden, ebenso Istanbul, Masyaf und Amboise an der Loire.
Was Ezio hier über das Credo sagt, stammt zumindest teilweise tatsächlich aus seinem Mund. Es gibt eine Stelle in „Revelations“, in der er das Credo so erklärt, wie er es für sich verstanden hat, und ich mochte seine Interpretation sehr, auch da sie seinen persönlichen Reifungsprozess unterstrich. Diese Aussage unter den Tisch zu kehren, hätte mir ehrlich weh getan, zumal sich um sie herum noch weitere Ausführungen formulieren und hier einfügen ließen.
Ich gestehe, das Versteck hinter einem Porträt ist nun keine neue oder besonders reißerische Idee. Das gibt es so oft. Allerdings bot es sich bezogen auf die Epoche an, zumal es üblich war, derartige Verstecke in Villen und Palazzi einzubauen, um Wertgegenstände und dergleichen sicher zu verwahren.
Worin Massimo wieder als (wichtiger) Charakter geplant ist, ist der Band um Savonerola, denn der wird uns zurück nach Florenz führen. Inwieweit ich Massimo in der aktuell laufenden Story einbauen kann, weiß ich noch nicht, aber wenn es eine Gelegenheit gibt, wird er von sich hören lassen. Tommaso wird es eindeutig erst in Band 8 schaffen, da er im Jahre 1492 und nicht früher zu Leonardo zurückkehrt. Der war sogar so nett, das exakte Datum zu vermerken. *tätschelt Leo für so viel hilfreiches Entgegenkommen die Schulter*

Ganz viele liebe Grüße,
Sesa
22.10.2020 | 21:57 Uhr
Allerliebste Sesa <3
Nachdem ich ewig überlegt habe, wie ich jetzt weiterverfahre, habe ich gedacht: Schreib doch einfach zu jedem Kapitel ein Review. Die werden zwar nicht ganz so lang wie die für eine komplette Story, aber dafür kannst du dich öfters freuen.
Zum Titel und der Kurzbeschreibung: Yey, gibt es wieder einen Serienmörder? Ich LIEBE es, wenn Serienmörder dabei sind, vor allem war dein letzter im Kloster für mich Unwissende überaus spannend, weil ich keine Ahnung von Eco hatte. Aber ich finde, da gibt es dann immer so eine gewisse Spannung beziehungsweise das gewisse Etwas, das den Haupthandlungsstrang wieder etwas aufpeppt.
Mit Maler sind Leonardo und Ezio gemeint, nehme ich an. Macht Ezio eigentlich seinen "Schein", irgendwie habe ich das schon wieder vergessen. Leider musste ich sehr viele Stories lesen in letzter Zeit, mein Gedächtnis lässt mich da jetzt etwas im Stich. Ich weiß nur noch, dass sich Ezio unsicher war, ob er das wirklich machen möchte oder nicht.
Mäzenen ist der Plural von Mäzen, nehme ich mal an? Oder der Dativ? Nun ja, auf jeden Fall wird es wieder Ludovico geben - ich find ihn ja ganz amüsant, so überzeugt, wie er von sich selbst ist. Eigentlich interessiert mich vor allem, ob und wann er den eigentlichen Erben um die Ecke bringt, denn die Macht scheint er ja zu stark zu lieben, um sie wieder freiwillig abzugeben.
Zum Kapitel: Sehr interessant. Ich nehme mal ganz stark an und kombiniere unglaublich genial, dass das der Serienkiller ist, der gerade sein erstes Opfer, eine Ordensschwester, umgebracht hat. Wenn ich etwas neugieriger wäre, würde ich nach Serienmördern in Mailand um diese Zeit suchen, aber dann lass ich mich doch lieber überraschen xD Ich mag es übrigens, wie du das Innenleben dieses Mannes beschrieben hast. Richtig schön abgestumpft, aber auch adrenalingeladen durch seine erste Tat oder, wie du es sagst, seine erste Trophäe. Vielleicht sammelt er ja auch Andenken an seine Opfer wie so viele andere?
Ich merke, ich schweife schon wieder ab ... Auf jeden Fall war das ein sehr interessanter Prolog, das muss ich zugeben! Und ich bin schon gespannt, wie du das alles weiter ausführen wirst.
Bis zum nächsten Mal!
LG, Angel

Antwort von Severin Sesachar am 22.10.2020 | 22:17 Uhr
Allerliebste Tani <3
Was für eine tolle Überraschung am Abend. Da hockt man nichtsahnend-tröge da, überlegt, ob man sich vielleicht doch noch eine Kleinigkeit zu Futtern gönnen soll, und dann piepst das Handy. Essen kann warten. Ich bin nun erfolgreich von der Naschsünde abgelenkt. :D
Jupp, Serienmörder. Einen solchen reinzubringen, erschien aus vielerlei Gründen optimal. Zum einen brauch ich Action, logisch. Zum anderen beginnt Leo um 1489 mit intensiven anatomischen Studien, wobei ihn Todesursachen sehr interessiert haben. Wir sind im 15. Jahrhundert natürlich fern der modernen Gerichtsmedizin, aber so ein bisschen Wegbereitung kann ja nicht schaden. *unschuldig guck*
Die Maler sind Leonardo und Ezio, genau. Seinen „Schein“, also die Zulassung zum dipintore, hat Ezio in Band 6 in Angriff genommen, war aber noch nicht fertig. Das erledigt sich offenbar jetzt. ^.^ Und keine Sorge, schone dein Gedächtnis. Ich packe so viel Nebeninfos in die Bände rein, da kann man sich nicht alles merken, selbst wenn man nicht tonnenweise andere Storys durchschmökern muss. Das wäre echt zu viel verlangt. ö.ö
Mäzene ist der Plural von Mäzen, korrekt. Und ja, das ist – vor allem – eine Anspielung auf Ludovico. Sehr von sich selbst überzeugt, das hast du schön gesagt. Und es trifft den Nagel auf den Kopf. :D Wann er den eigentlichen Erben um die Ecke bringt, könntest du googeln, einen Serienmörder in Mailand im Jahre 1488 wirst du allerdings nicht finden. Das liegt schon darin begründet, dass die Bezeichnung „Serienmörder“ ziemlich modern ist ... Ich muss auch aufpassen, dass ich den Begriff in der Story nicht benutze, das wäre ein echter Tritt ins Fettnäpfchen. >.>
Und eins kann ich dir sagen, Tani: Du hast wirklich unglaublich genial kombiniert! Wohin soll ich die Waschmaschine schicken? :D [Manchmal wünsche ich mir doch gescheite Emojis hier in den Reviews, damit ich meinen grad der Amüsiertheit auch wirklich adäquat ausdrücken kann, lol]
Und weil du so ein Turbotani bist, spring ich auch gleich zur nächsten Antwort.

Flauschige Grüße,
Sesa
05.10.2020 | 08:30 Uhr
Morgen Sesa :)
Hatte schon beinahe verdrängt, dass Melzi gestorben ist. Dieses Kapitel hat es mir dann wieder schmerzhaft in Erinnerung gerufen... Leonardos Gedanken sind hier gut nachvollziehbar, es sieht ganz danach aus als hätte man nur darauf gewartet, dass Ezio und er die Stadt verlassen.

Trotzdem gab es Momente, in denen ich nicht anders könnte als zu lächeln. Nämlich als Popoleschi auftaucht, der offenbar die ganze Nacht zusammen mit seinen Söldnern Wache gehalten hat um Claudia und die Kinder zu beschützen. Da geht einem richtig das Herz auf ;)

Armer Bartolomeo :( Er mag reich gewesen sein, aber mit Geld kann man sich leider nicht alles kaufen. Gehört das mit den Bordellbesuchen seinerseits eigentlich zu geschichtlich überlieferten Fakten? Ich recherchiere absichtlich nicht, damit ich mich nicht versehentlich in irgend einer Art und Weise spoilern kann.

Auch wenn Bellini das Herz auf dem rechten Fleck hat, musste ich schon etwas die Augen verdrehen. Es IST wichtig, die Tatwaffe bestimmen zu können. Naja, wenigstens hilft er Leonardo dabei, zu Bartolomeo vorgelassen zu werden und steht dieser Art von Ermittlung nicht im Weg.

Nun bekommen wir auch Mal wieder eine Szene aus Claudias Sicht. Das Spital scheint ihr sehr gut zu gefallen, mich würde es nicht wundern, wenn sie dort arbeiten würde, sobald alle Kinder im Schulalter sind. Das gäbe ihr sicher einen Ausgleich zum alltäglichen Haushalt und Wissen über den menschlichen Körper hat sie mehr als genug.

Freue mich wie immer bereits auf das nächste Kapitel ^^ Hoffentlich finden sie dieses Scheusal bald, bevor es noch mehr Tote gibt.

Liebe Grüsse
-Schattenwolf-

Antwort von Severin Sesachar am 05.10.2020 | 10:57 Uhr
Guten Morgen Schattenwolf! ^.^

Ja, mit Melzi tue ich mir – wie gesagt – auch schwer. Zu deiner Frage, ob das mit den Bordellbesuchen auch stimmt: Keine Ahnung. Über Bartolomeo ist so gut wie gar nichts bekannt, weshalb er für seine Rolle in der Bruderschaft so gut gepasst hat. Was stimmt, ist, dass er nie verheiratet war, kinderlos verstarb, und das im Sommer 1488. Nicht mal sein genaues Geburtsdatum weiß man. Allerdings ist er in dem Punkt keine große Ausnahme in der Familie. Die Geburtsjahre werden bei beinahe allen nur als „ungefähr“ angegeben. Und das für eine Adelsfamilie mit so wichtigem Einfluss in der Lombardei. Mein Autorenherz fand das natürlich sehr verdächtig. XD

Und Popoleschi ist ein verantwortungsvoller Mann. Wenn er weiß, dass Gefahr droht, steht er auf der Matte. Oder wie es Ezio mal so passend formuliert hat: Einmal capitano, immer capitano. ^^

Zu Bellinis Verteidigung muss ich sagen, dass das, was wir unter Gerichtsmedizin verstehen, in dieser Zeit gänzlich unbekannt war. Leichen wurden nicht von Helfern des Büttels oder der Stadtgarde aufgeschnitten, sondern von Bildhauern und Malern, die sich die Muskulatur genau ansehen wollten, um eine realistische Wiedergabe schaffen zu können. Leonardo war da der Erste, der weiterging und sich auch mit den Organen befasste, die für sein künstlerisches Werk ja gar nicht von Bedeutung waren. Seine Neugierde mal wieder … aber der verdanken wir immerhin eine umfangreiche Sammlung faszinierender Inneneinsichten und die erste zeichnerische Darstellung des ungeborenen Fötus im Mutterleib.

Das Ca’ Granda war im ausgehenden 15. Jahrhundert (und darüber hinaus) im Übrigen eine der modernsten Einrichtungen in ganz Europa. Leider wurde es im Zweiten Weltkrieg zerbombt. Man hat es zwar getreu dem Vorbild neu errichtet, aber ein Krankenhaus befindet sich nicht mehr darin, dafür Uni und medizinische Bibliothek, etc. Es ist ein hübscher Bau, in dem orientalische wie auch romanische Einflüsse verschmelzen. Und verdammt, es ist riesig. Dass Claudia dort arbeiten würde, ist jedoch unwahrscheinlich. Der Alltag in den Spitälern war mühsam und vor allem zeitintensiv. Und auch wenn die Kinder irgendwann alle ein paar Stunden am Tag in der Schule sind, würden besagte Stunden nicht ausreichen. Der Haushalt ist schließlich auch noch da, was soll sie da noch mehr schwere und körperliche Arbeit verrichten? So ein bisschen Freizeit sollte Claudia auch vergönnt sein. ^.^

Ich wünsche dir eine wunderschöne Woche – der Herbst ist ja jetzt da, und das muss er mit den sprichwörtlichen Pauken und Trompeten verkünden. Aber hey, auch Sturm ist schön! Und die Tasse Tee am Abend unter der Kuscheldecke sowieso. XD

Viele liebe Grüße,
Sesa
24.09.2020 | 19:08 Uhr
Hey Sesa :)
Keine Sorge, ich zwinge mich nicht. Meine Tage sind im Moment so voll, da reicht es wirklich nicht für mehr als ein Kapitel ^^7 Ausser heute :D Zum Lesen ist Regenwetter wirklich perfekt.

Aber noch kurz zu der Sache mit Verrocchios Darstellung auf dem Gemälde: Natürlich waren und sind Gemälde immer auf eine Art subjektiv, aber das der Maler des Bildes ihn so dargestellt hat, sagt doch genug über seine Ausstrahlung...

Nun haben sich die beiden also den aufmüpfigen Söldner vorgeknöpft. Gut so! Wobei die Fäuste diesmal doch noch nicht zum Einsatz kamen. Wie lange ihre Rüge Wirkung zeigt, wird sich wohl noch herausstellen. Aber wenn er nicht gerade dabei ist Unruhe zu stiften, macht d'Alviano seinen Job wohl doch nicht so schlecht, immerhin konnte er den beiden doch einige interessante Hinweise liefern.

Neben all dem Ärger mit dem Leonardo und Ezio sich immer wieder herumschlagen müssen, haben sie sich das entspannende Bad wirklich mehr als verdient. Und für beide hoffe ich, dass das Jahr einigermassen ruhig bleibt und sie die geplanten Besuche in die Tat umsetzen können.

Diese Hoffnungen zerschlägst du allerdings schon im nächsten Kapitel in 1000 Einzelteile. Der arme Melzi! Da wirkt der kleine "Sieg" mit dem Brief doch gleich völlig bedeutungslos :( Die Bruderschaft bleibt wirklich vor gar nichts verschont. Ich hoffe, dass sie das Scheusal welches für diese Tat verantwortlich ist schnell zur Rechenschaft ziehen können. Von der Art des Mordes her könnte es glatt der selbe Mörder sein wie bei Peter Ugelheimer. Jetzt will ich erst recht wissen, wie es weitergeht...

Trotz meiner Fassungslosigkeit über diesen unerwarteten Mord gratuliere ich dir natürlich zu den erreichten 700 000 Wörtern. Wirklich eine wahnsinnige Leistung!

Liebe Grüsse
-Schattenwolf-

Antwort von Severin Sesachar am 24.09.2020 | 20:54 Uhr
Huhu Schattenwolf! ^.^

Da geht es dir wie mir, was die vollgepackten Tage angeht. Aber stimmt, Regenwetter incoming. Vielleicht wird das auch meine Rettung, dann muss/kann ich ja auch nichts mehr im Garten machen. Uh, du weckst grade meine Hoffnungen! :D

Und ich muss dir beipflichten. Man malt, was man sieht, bzw. in einem Menschen sehen möchte. So komplett objektiv ist wohl kein Porträt. Wenn ich danach gehe … *guckt noch mal auf Verrocchio* Ewww. >.>

Unbrauchbar für die Bruderschaft darf d’Alviano nicht sein, sonst hätte er ja keinerlei Berechtigung, ihr anzugehören. Er mischt schon überall mit, aber er tut es eben zu laut – momentan eben aus Trotz, da ihm die Führung nicht so recht behagt. So junge Kerle und dann auch noch so „kompliziert“. Die wollen reden. Das ist doch Zeit- und Energieverschwendung! Denen muss man erst mal beibringen, wie der Hase läuft! Das ewige (lästige) Ringen um Respekt. Es lässt uns niemals los.

Ich gestehe, dass mir noch kein Tod so schwergefallen ist wie der von Melzi. Ich mag ihn echt gerne, so wie er sich entwickelt hat. Ich hab ihn schon mal als „englischen Gentleman inmitten der Horde“ bezeichnet, denn so empfinde ich ihn in seiner Art (er wäre auch absolut nicht d’Alvianos Ding, lol). Aber grade, weil er so rausstach mit seiner ruhigen und besonnenen Art, hab ich wohl einen Narren an ihm gefressen. Da muss ich nun durch, der Abschied wird schwer.

Wenigstens kenne ich das Scheusal, das dahinter steckt, schon. Bis Ezio und Co. es finden, wird noch etwas Zeit vergehen, aber … irgendwann kommt es ans Licht. ^^

Und herzlichen Dank für die Gratulation. Ich muss mir die Zahl selbst immer wieder mal vor Augen halten, sonst würde ich sie nicht glauben. Ich habe schon einige 100K in anderen Fandoms verzapft, aber so umfangreich wie das hier war bisher nichts. :)

Viele liebe Grüße
Sesa
23.09.2020 | 22:40 Uhr
Hey Sesa ^^

Mit "It" warst du schon ziemlich nahe dran, es war "The Stand" von Stephen King ^^ Und dass du die Ferien herbeisehnst glaube ich dir aufs Wort. Manchmal lässt der Alltag wirklich nicht mehr viel Motivation/Energie zum Schreiben übrig...

Hach ja, Venedig. Bei deiner Beschreibung muss ich sagen, dass ich im Mittelalter wohl nie und nimmer dort gelebt hätte. Zu viele Menschen, zu viele Kanäle mit zu schlechten Gerüchen ;D Aber die beiden schlagen sich da wie immer tapfer durch. Ehrlich gesagt hatte ich völlig vergessen, dass Theodora tatsächlich mal eine Nonne war o.O Das nenne ich mal eine berufliche Neuorientierung xD

Armer Leonardo :( Kein Wunder ist es ihm am Anfang so schwer gefallen, jemandem zu vertrauen. In seiner Jugend war er einfach zu vielen Scheusalen ausgesetzt. Hoffen wir einfach, dass das Karma zuschlägt und Verocchio seine verdiente Strafe irgendwann noch erhält.

Apropos verdiente Strafe... Ein Söldner, der mit einem Besen k.o gehauen wird, einfach eine köstliche Vorstellung xD Aber das grosse Highlight, nämlich die Auseinandersetzung mit d'Alviano steht ja erst noch bevor... Ich zwinge mich an der Stelle dazu, die Kapitel nicht hintereinander zu lesen, damit sich die Wartezeit danach verkürzt ^^ Es war wie immer ein geniales Kapitel.

Liebe Grüsse und bis bald
-Schattenwolf-

Antwort von Severin Sesachar am 23.09.2020 | 23:30 Uhr
Huhu Schattenwolf,

jetzt kann ich ja richtig "effizient" antworten, die App meldet tatsächich brav jeden Alert. Wie praktisch! *ist jetzt auch unter die Apper gegangen*

Und ja, die Energie ist es, an der's mir grade fehlt. Und ich kann dir nicht sagen, wie sehr ich diesen Zustand verabscheue. Ich brauche nur einen zusammenhängenden Absatz lesen und mein Hirn will abschalten. Furchtbar ist das!

Venedig fasziniert mich einerseits sehr, schließlich ist die Geschichte der Stadt unheimlich spannend, andererseits würde meine Nase wohl schnell streiken. Florenz ist und bleibt erste Wahl, im Spätmittelalter wie auch in der Moderne. :D
Ich hatte Teodora auch nicht mehr so klar auf dem Schirm, weshalb ich ACII noch mal angeworfen hatte, sowohl für sie als auch d'Alviano, und ihre kleine "Von der Nonne zur Hure"-Geschichte ist schon pikant - und wieder so eine Szene vom Format "Ezio blinzelt und weiß erst mal gar nichts zu sagen, weil platt". Aber irgendwie geht sie für mich neben Paola unter. Die strahlt einfach mehr ... Würde aus. Doch, das Wort passt. Würde und Stolz.

Dass Verrocchio Knaben/jungen Männern zugetan war, ist - leider - wieder eine historische Überlieferung. Und wenn ich mir den Typen anschaue, dann schüttelt es mich. Gemälde sind ja nun nicht sehr objektiv, aber ich find seine Augen arg kalt. Und natürlich ist dieser Eindruck in die Geschichte eingeflossen.

Der Besen war schon lange überfällig! Er ist meine absolute Lieblingswaffe im Spiel. XD

Und es ist schon okay, du musst dich nicht zwingen. Dass es bei mir stockt, musst du ja nun nicht aussitzen. Das ist eindeutig mein Problem. Sobald es wieder läuft, wird es auch wieder zügig voran gehen, ich kenne mich ja. Der Akku muss einfach gefüllt werden, damit es im Kopf wieder "Klick" machen kann und das Tippen und Sätzeformulieren einfach läuft. Momentan versuch ich mich immer wieder mal zu zwingen und bin dann frustriert über die Wortwahl oder finde anderes zum Mäkeln. Aber ganz die Finger davon lassen kann ich auch nicht.

Herzlichen Dank für dein Feedback und deine lieben Worte. ^.^

Viele Grüße,
Sesa
22.09.2020 | 18:55 Uhr
Hey Sesa ^^
Da habe ich doch einen klitzekleinen Aufholbedarf bei den Kapiteln ;D Das kommt davon, wenn man nebenbei noch ein Buch mit über 1000 Seiten liest xD Aber jetzt hat deine Story natürlich wieder meine ungeteilte Aufmerksamkeit ;)

So niedlich, wie sehr sich Claudia über Ezios ersten eigenen Auftrag freut. Und Toni freut sich sicher darüber, auch mal extra naschen zu dürfen xD Mit seiner lebhaften Art kommt er wohl ganz nach Aria ^^ Und die wird schon bald eingeschult... Wie schnell die Jahre doch vergehen. Ich muss dir hier wirklich nochmal ein Lob aussprechen: Obwohl diese FF doch schon einige Jährchen umfasst hatte ich nie das Gefühl, dass es sich unnötig in die Länge zieht oder etwas wichtiges übersprungen wird.

Jetzt müssen Ezio und Leonardo also tatsächlich nach Venedig um d'Alviano eins überzuziehen? Ezio hat Recht, das IST lächerlich. Andererseits ist eine Unruhe innerhalb der Bruderschaft das Letzte, was sie brauchen können. Von daher hat es ja schon seine Gründe.

Freue mich bereits darauf, die anderen drei Kapitel zu lesen ^^

Liebe Grüsse und noch einen schönen Abend
-Schattenwolf-

Antwort von Severin Sesachar am 22.09.2020 | 22:06 Uhr
Huhu Schattenwolf! ^.^

Ich kann dich beruhigen, viel verpasst hast du noch nicht, es sind ja noch nicht mal ganze 30K, die ich bisher zusammengeschrieben habe. Zudem geht es schleppend voran, da mich die Arbeit momentan geistig so auslaugt, dass ich abends vor dem PC sitze und mein Hirn in den Bildschirmschoner-Modus fällt. Bisschen Rumgeklicke und Discord sind okay, aber anständiges Schreibseln will mir grade nicht glücken. Noch anderthalb Wochen, dann sind Herbstferien und ich kann die Kreativ-Batterien aufladen. Ich sehne sie herbei, das kann ich beschwören. :D

Ja, die Jahre gehen so schnell vorbei ... das denke ich auch immer wieder. Gut, ich habe auch zwei, drei nahezu komplett unetr den Tisch fallen lassen, aber dennoch ist zusammengerechnet wirklich eine Menge Zeit vergangen. Dass nichtd as Gefühl aufkommt, dass die Story sich in die Länge zieht, freut mich sehr - ebenso, dass (bisher) wohl keine Lücken zu beklagen sind. Ich drehe die Storys imemr wieder mal auf Links, um nach genau solchen Stellen zu suchen, und dann fallen auch mal einige Sätze oder sogar ein ganzer Absatz Monolog weg, da ich mir denke: "Hey, das braucht es an der Stelle wirklich nicht!", bzw. "Das wurde/wird an anderer Stelle noch mal (besser) ausgedrückt." ^^

D'Alviano ... wenn es eine Figur aus den Spielen gibt, die ich tatsächlich nicht leiden kann, dann ist er es. Er ist so furchtbar laut und prollig, findet sich selbst unheimlich toll und lustig und geht dabei eigentlich jedem auf den Senkel. Leider ist er eine tatsächliche historische Persönlichkeit und ich kann ihn nicht einfach absägen (sonst hätte ich es getan, fürchte ich). Dann muss er eben eine Lektion in Sachen Respekt bekommen, wiederholt. Menschen von seinem Schlag bessern sich nicht durch eine Ansage allein. :/

Unruhe in der Bruderschaft ... gutes Stichwort. *feixt und verbuddelt sich in ihren Notizen und Kapitelplanungen* Ferien! Drigend! Jetzt will ich umso mehr weiterschreiben. :D

Ich wünsche dir eine schöne und hoffentlich stressfreie Woche - und Respekt zum 1000-Seiten-Schmöker! Da fallen mir neben Game of Thrones, It und Lord of the Rings gar keine mehr ein. Ich hab eindeutig zu lange nicht mehr auf den Buchmarkt geschaut. ^^

Viele liebe Grüße,
Sesa
29.07.2020 | 15:11 Uhr
Hey, ich melde mich auch mal wieder.
Bisher klingt die Story sehr spannend. Es kommt wieder etwas Bewegung in die Sache, die mir im letzten Teil etwas gefehlt hat. Außerdem werd ich mit Mailand nicht warm. Venedig fand ich jetzt auch nicht unbedingt besser, aber irgendwie mag ich das Setting in Mailand nicht. Könnte dir aber nicht sagen, wieso.

Hätte nur eine Frage, wieso ist eigentlich keiner der Anwesenden auf die Idee gekommen, dass die Morde mit der Modernisierung der Gegend zusammenhängen könnte? Sie hatten ja noch so schön erklärt, dass entweder Geld, Sex oder Politik für Morde verantwortlich sind, oder aber gestörte Geister. Und gleich im Anschluss haben sie darüber gesprochen, dass Investoren fernbleiben werden, wenn sich die Morde in der Gegend häufen. Ist das nicht das perfekte politische Motiv? Vieleicht hat der Mörder ja ein Interesse daran, dass niemand die Gebäude kauft, er hat ja offenbar ein Problem mit den Geldsäcken, da die ihn haben fallen lassen.

Liebe Grüße
die Paprika

Antwort von Severin Sesachar am 29.07.2020 | 15:36 Uhr
Huhu Paprika,

ein interessanter Gedanke mit der "Sabotage" als Mordmotiv. Daran habe ich überhaupt nicht gedacht (was jetzt logischerweise verrät, dass das nicht der Hintergrund ist, aber gewissermaßen hat das bereits der Prolog vorweggenommen, gemeinsam mit der Intention des Mörders ^.^). Insgesamt erscheint mir dieses Motiv sehr kapitalistisch-modern und verlangt eher nach organisiertem Verbrechen als einem Einzeltäter, mit dem wir es hier ja zu tun haben. Mord abseits der genannten drei Gründe - Geld, Sex und Politik - sind geschichtlich betrachtet ohnehin schwierig. Du stolperst da zwar über die Auslebung von Perversionen wie bei Elisabeth Báthory oder Cesare Borgia, von dem wir ja auch noch hören werden, aber abgesehen davon geschah das meiste im Affekt, war ein politisches Attentat oder der gängige Mord- und Totschlag in irgendeiner Schlacht.

Mit dem Setting von Mailand bin ich inzwischen eigentlich sehr zufrieden. Die Rekonstruktion des historischen Bildes ist schwierig, da durch den Zweiten Weltkrieg so vieles dort zerstört wurde, sodass wir uns - anders als in Florenz und Venedig - kein eindeutiges Bild vom Aussehen in der Renaissance-Ära machen können, aber inzwischen habe ich mich da gut durchgewühlt. Leonardo hat 1482-1499 in dieser Stadt gelebt, nach 1503 war er auch immer wieder dort. Von Mailand los komme ich in "Commilitones" also nicht, wenn ich es historisch genauer haben will (da liegt AC2 mit Leonardo bis 1488 in Venedig halt tutto completto daneben ^.^). Ich hätte es mir dieses Jahr gerne näher angeschaut, aber dank Corona musste ich das erst mal verschieben. Sei's drum. *wehmütig seufz* ^.^

Ist es einfach das generelle Setting, das du nicht magst, oder ist es dir nicht ausreichend beschrieben?

Dank dir für dein Feedback und liebe Grüße,
Sesa
26.07.2020 | 20:33 Uhr
Guten Abend Sesa ^^

Erstmal: Danke für den regelmässigen Kapitelnachschub, so lässt es sich gut leben xD
Das war wiedermal eines dieser wunderbaren Kapitel, bei denen rein handlungsmässig nicht allzu viel passiert ist, die zum lesen aber trotzdem wahnsinnigen Spass gemacht haben weil sowohl Ezio als auch Leonardo von Drittpersonen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden- das tut ihnen beiden manchmal gut. Ezio hat nun realisiert, dass Leonardo ihn schon viel länger auf seine Laufbahn als Künstler vorbereitet hat als ihm bewusst ist und Leonardo musste lernen, dass sein malerisches Talent und die Rettung von Ludovicos Neffen bei weitem nicht die einzigen Gründe für seine Anstellung bei Hofe sind. Hauptsache, er HAT eine Anstellung. Und Bramante hat sicher recht, sich hin und wieder etwas störrisch zu zeigen kann nicht schaden. Sonst hat der Moro noch das Gefühl, er könne alles mit den beiden anstellen.

Ezio wird seinen ersten eigenen Auftrag sicher mit Bravour meistern, davon bin ich überzeugt. Schliesslich hat er die Modelle die er dazu benötigt ja direkt im Haus, was braucht man mehr? Ausser Talent und Übung natürlich ;)

Was mich bei Il Moro auch immer etwas wundert: Er ist ja was Cecilia betrifft sehr besitzergreifend, trotzdem sendet er ausgerechnet Leonardo zu ihr, wenn er sich nicht um sie kümmern kann. Gut, ich denke, er hat mittlerweile begriffen, dass Leonardo (abgesehen von einer gewissen Ausnahme) eher nichts mit dem weiblichen Geschlecht anfangen kann. Und solange Leonardo bei ihr ist, hast Cecilia nicht wirklich die Chance, sich andere «Zerstreuung» zu suchen.

Freue mich bereits aufs Weiterlesen.

Liebe Grüsse und bis zum nächsten Kapitel
-Schattenwolf-

Antwort von Severin Sesachar am 26.07.2020 | 21:05 Uhr
Huhu Schattenwolf!

Die Somemrferien muss ich ausnutzen - das neue Schuljahr beginnt früh genug, bis dahin möchte ich noch ein paar Kapitel im "zügigeren" Rhythmus schaffen. Ab Mitte August wird es dann wohl wieder etwas zäher, aber warum über das Morgen nachdenken, wenn wir im Heute leben? ^.^

Ja, du hast recht. *lacht* Bodenkontakt tut immer wieder gut, den sollte man regelmäßig (bewusst) haben. Grade Leonardo, der sich schnell in visionären Traumwelten verliert und dann auch mal über das Ziel hinausschießt. Bramante ist ihm da ein guter Freund. Er nimmt in "Commilitones" zunehmend die Rolle ein, die Leoanrdo in AC ursprünglich hatte: die des ruhigen Sidekicks, der sein Wissen und seine Erfarungen in (einigen) richtigen Momenten teilt und somit auch einen Stupser in die richtige Richtung gibt

Zu deiner Anmerkung zu Ludovico und dass er Leonardo mit Cecilia alleine lässt, obwohl er ein sehr besitzergreifender Liebhaber ist, gab es eine Passage in Band 6, Kapitel 22. Ich hab sie noch mal rausgesucht:

„Ihr möchtet also mit ihr allein sein. Nun gut.“ Ludovico schwenkte den Becher in seiner Hand und warf Leonardo einen langen Blick zu, gepaart mit einem wissenden Lächeln. „Ich habe Nachforschungen über Euch angestellt, Maestro. Ich kenne Eure Vorlieben. Auch sie sind ein Grund dafür, warum meine Wahl für dieses Auftragsgemälde nicht auf Vincenzo Foppa gefallen ist.“
„Ich verstehe nicht …“
„Verkauft mich nicht für dumm!“ Ludovico schnalzte missbilligend mit der Zunge. „Künstler sind ein eigenwilliges Völkchen. In ihrer Besessenheit für das Schöne huren sie ihr ganzes Leben lang herum, entweder unter den Weibern oder Ihresgleichen. Glaubt mir, Vinci, wäre Cecilia ein Knabe, ich würde Euch keine Sekunde unbeobachtet lassen.“

Er weiß also sehr genau, dass Leonardo (eigentlich) homosexuell ist. In Florenz haben die Leute viel über ihn gesprochen (und gelästert), er stand dort vor Gericht - gemeinsam mit einem Vertreter der Medici-Familie - und Ludovico hat immer wieder (und sehr oft) Briefkontakt mit Loenzo de' Medici. Erwähnt wurde das zwar auch schon mal so nebenher, wird aber noch einige Malöe zur Sprache kommen, zumal einige dieser Briefe bis heute erhalten sind.

Außerhalb der Bruderschaft gibt es also nur zwei Menschen, die davon wissen, dass es in Leonardos Leben tatsächlich auch eine Frau gibt - Bramante und Cecilia. Es wird noch eine dritte Person dazu kommen, ein lombardischer Kunstkritiker namens Bossi, über den ich erst noch einiges herauszufinden hoffe. Er ist jene Person, die eine tatsächliche, historisch verbürgte Aussage darüber hinterlassen hat, dass Leonardo nicht ausschließlich sexuelle Kontakte zu Männern hatte. Ich zitiere: "Dass Leonardo die Freuden des Lebens liebte [...], beweist eine seiner Notizen über eine Kurtisane namens Cremona, die mir aus zuverlässiger Quelle mitgeteilt worden ist. Auch wäre es ihm nicht möglich gewesen, die menschliche Natur so tiefgründig zu verstehen, dass er sie darstellen konnte, wenn er durch lange Übung nicht selbst gewisse menschliche Schwächen angenommen hätte."
Die Notiz Leonardos, von der er dort spricht, existiert (wohl) nicht mehr, aber das trifft auf gut 2/3 seiner schriftlichen Dokumente zu. Wenn man jedoch sichtet, was noch übrig ist, und dabei über die "Röntgendarstellung" des heterosexuellen Aktes stolpert, den er gezeichnet hat, dürfte klar sein, dass er neugierig genug war, diesen nicht per se von sich zu weisen. Darum habe ich Claudia als Partnerin für diese Erfahrungen für ihn gewählt - eine Figur, die selbst neugierig und rational genug ist, um ihm das Wasser zu reichen und sich mit ihm - ohne verklärte Romantik - auf einer respektvollen Ebene zu bewegen. Zudem spricht "lange Übung" eindeutig nicht von einer kurzen Dirnenspielerei, sondern von deutlich mehr Erfahrung. Allerdings - und auch das ist ziemlich gesichert - hatte Leonardo keine sexuelle Erfahrung mit Frauen, als er Florenz um 1480 verlassen hat. So gesehen wird vielleicht deutlich, warum ich den Beziehungs- und Nachkommensstrang so gelegt habe, wie er nun letztendlich ist. ^.^

Sorry für diese extrem ausschweifende Antwort. Aber vielleicht hat sie geholfen, ein paar Ungereimtheiten zu klären. ^.^'

Viele liebe Grüße,
Sesa
24.07.2020 | 11:38 Uhr
Hey Sesa ^^
Was bleibt da mehr zu sagen, als einmal mehr: Gelungenes Kapitel! Jetzt durften also auch wir Leser dieses ominöse Versteck etwas genauer in Augenschein nehmen :D Ob es das sicherste aller Verstecke ist, weiss ich nicht. Den Melzis möchte ich keinesfalls etwas Böses unterstellen, doch die Templer haben Notfalls sicher Mittel und Wege, Leute zum Reden zu bringen. Hoffen wir einfach, dass es nie soweit kommt.

Sehr schön fand ich auch, dass du meine Feststellung aus der letzten Review hier nochmals bestätigt hast: Die Assassinen sind auf irgend einem weit entfernten Weg alle miteinander verwandt / sich in einem früheren Leben schon mal begegnet.. Wie soll es auch anders sein? Von dieser alten Kultur von der sie Abstammen gab es ja am Ende nicht mehr viele... Wenn Leonardo wüsste, dass einige Jahrhunderte später ein Gerät wie der Animus entwickelt werden würde, hätte er sicherlich Luftsprünge gemacht :D

Auch wenn ich mich zuerst mit den Sprüngen zwischen den verschiedenen Zeiten anfreunden musste, mittlerweile freue ich mich immer richtig auf die Szenen mit Desmond, Hannah, aber auch Shaun. Er hat manchmal so seine Eigenarten, doch er scheint es wirklich gut mit Desmond und Hannah zu meinen. Die beiden brauchen wirklich jeden Verbündeten, den sie kriegen können. Was Desmond betrifft frage ich mich gerade, in Leonardo ihn wirklich durch den Schleier der Zeit sehen konnte, oder ob sein Verstand tatsächlich beginnt, ihm Streiche zu spielen.

Nun wurden Leonardo und Ezio also zum ersten Mal mit diesem Mörder konfrontiert. Ich vermute, dass er keinen persönlichen Grund hatte, ausgerechnet dieses Paar zu töten. Wahrscheinlich waren sie einfach zur falschen Zeit am falschen Ort :/

Liebe und gespannte Grüsse
-Schattenwolf-

Antwort von Severin Sesachar am 24.07.2020 | 13:39 Uhr
Huhu Schattenwolf,

vielen Dank für dein liebes Review! ^^
Das ominöse Versteck existiert tatsächlich – zumindest, was die Örtlichkeit angeht. Innenansichten der Villa Melzi findet man nirgendwo im Netz, denn das Anwesen ist bis heute in privater Hand. Demnach entspringt die Ahnengalerie natürlich nur meiner Fantasie, aber … wer weiß? Vielleicht gibt es ja wirklich eine. Das hier ist die Villa:
https://www.ilturista.info/myTurista/files/1/vaprio_dadda_la_storica_villa_melzi_deril__in_lombardia.jpg

Und ja, aus genetischer Sicht sind alle Menschen, die über die Gabe verfügen (und sei es nur in schwach ausgebildeten Ansätzen) miteinander verwandt. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern Canon – wie auch die Aussage, dass Templer und Assassinen aus dem gleichen „Hybridstamm“ hervorgegangen sind, bis sie unterschiedliche Moralauffassungen auseinandergetrieben haben.
*stellt sich jetzt vor, wie Leonardo begeistert um den Animus herumwuselt und Rebecca ihm pausenlos empört auf die Finger haut, weil er alles anfassen will‘ XD

Die Gegenwartssequenzen hatte ich am Anfang überhaupt nicht geplant, weshalb in Band 1+2 auch keine vorkommen. Aber dann begann mir zu dämmern, dass meine Veränderung der Geschichte Konsequenzen haben muss, die man auch in Desmonds Zeit bemerken muss – aus Sicht des Lesers und Zuschauers natürlich. Also kamen sie rein. Und ehrlich gesagt schreibe ich sie als Abwechslung (grade in sprachlicher Hinsicht) inzwischen sehr gerne.
Ob Leonardo Desmond sehen konnte … diese Frage findet ihre Antwort in „Assassin’s Creed – Revelations“ und dem Kinofilm. Beide enthalten eine Szene, die das aufdröselt. Wenn du beides nicht gesehen hast, hülle ich mich noch ein paar Bände in Schweigen. ^^

Von dem Mörder werden wir noch öfter hören. Der Begriff "serial killer" mag in die Moderne gehören und es gibt auch kein passendes historisches Äquivalent dafür, aber dies bedeutet ja nicht, dass es solche Menschen nicht auch schon vor dem 19. Jahrhundert gegeben hat. Es sind also spätmittelalterliche Profiler-Aufgaben, die hier auf uns zukommen, und die werden ziemlich … leonardesque. XD

Viele liebe Grüße,
Sesa
19.07.2020 | 10:51 Uhr
Hey Sesa ^^
Da musste ich doch gleich Mal meinen Warp-Wolf-Antrieb anschmeissen und zum nächsten Kapitel eilen ;D

Bei all den wohlhabenden Leuten, die ihren Reichtum nutzen um damit zu prahlen, ist die Villa der Melzis eine schöne Abwechslung. Es muss ja nicht immer alles vergoldet- und mit unnötigem Prunk vollgestopft sein.

Interessant war auch der kurze Einblick in den Stammbaum der Melzis. Da alle Familien ursprünglich aus der selben Region stammten, scheint es nicht unwahrscheinlich, dass sich die Vorfahren der jeweiligen Familien schon Jahrhunderte zuvor zum ersten Mal begegnet sind.

Gerolamo scheint mir ein angenehmer Zeitgenosse zu sein. Ezio und Leonardo können wirklich jeden Verbündeten brauchen und es ist gut zu wissen, dass beide Melzi-Brüder dasselbe Ziel verfolgen. Ezio liegt vollkommen richtig, wenn jemand bei einer Sache wirklich dabei ist, spielt die Initiation nur eine untergeordnete Rolle. Hoffen wir einfach, dass das Versteck wirklich nie von den falschen Personen gefunden wird.

Liebe Grüsse und bis bald
-Schattenwolf-

Antwort von Severin Sesachar am 19.07.2020 | 15:08 Uhr
Huhu Warp-Wolf! :D

Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen, aber ich bin mir sicher, du weißt, dass ich das mit einem erheiterten Grinsen geschrieben habe. ^.^

Und ja, ich stimme dir zu. Es muss kein Prunk sein. Die Melzi waren durchaus geschmackvoll, aber diesen Größenwahn, wie sie die Sforza und andere Adelsgeschlechter hatten, war ihnen erfreulich fern. Was ich bisher über sie gelesen habe, klingt jedenfalls recht sympathisch. ^.^
Was den Stammbaum der Familie angeht, hat hier natürlich die künstlerische Freiheit zugeschlagen. Woher genau die Melzi kamen, ist nicht hinterlegt. Allerdings ist es richtig, dass sie erst im 14. Jahrhundert in Erscheinung traten. Die Wurzeln liegen - nach bisherigen Recherchen - im Dunklen.

Gerolamo ist ein netter Kerl, der von nun an eine ziemlich feste Rolle in der Story bekommen wird. Mal sehen, wie er sich in seinem direkten Umgang mit Ezio und Leonardo noch entwickelt. Die Förmlichkeiten würde ich ja gerne irgendwann fallen lassen, aber grade ist es noch zu früh dafür. ._.

Viele liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
Sesa
14.07.2020 | 21:15 Uhr
Guten Abend Sesa :D

Wuhuu, Lesenachschub! Das kam jetzt doch irgendwie schneller als gedacht, gehört aber definitiv zur Kategorie «positive Überraschungen» ^.^

Etwas weniger positiv zeigte sich hingegen die Stimmung im Prolog… Anfangs hatte ich noch fast so etwas wie Mitleid mit dem Unbekannten. Es gibt wirklich viele, die unter der Oberschlicht zu leiden hatten und es war nicht klar, um welche Art von Mord es dich handelte. Nicht, dass Mord je gut wäre, aber ich sehe da schon einen Unterschied zwischen Notwehr und Abschlachten. Dieser Mord gehörte definitiv zur zweiten Sorte. Egal was ihm widerfahren ist, es gibt ihm noch lange nicht das Recht, Unschuldige deswegen abzuschlachten. Damit löst er sein Grundproblem sicher auch nicht.

Bin schon gespannt, was die kommenden Kapitel für uns bereit halten und hoffe, dass diesem Monster Einhalt geboten wird.

Liebe Grüsse
-Schattenwolf-

Antwort von Severin Sesachar am 14.07.2020 | 21:32 Uhr
Huhu Schattenwolf,

meine Güte, du bist ja schneller als die Polizei erlaubt! Ich bescheinige dir hier offiziell einen schattenhaften Warp-Wolf-Antrieb. :D
Die Erarbeitung des Zeitstrahls für Band 7 ging überraschend schnell, sodass ich genauso gut auch mit dem Schreiben anfangen kann. Ohne "etwas zu tun" dazustehen, halte ich scheinbar auch nicht lange aus. *räuspert sich verlegen*

Der Auftakt war offen gestanden kurz, aber bis nächste Woche ist das eindeutig längere nächste Kapitel fertig - nach drei Ansätzen, bis ich den "sich richtig anfühlenden" Einstieg gefunden hatte. Dann gibt es auch ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern (und die Vorstellung eines neuen). XD

Einen schönen Abend und viele liebe Grüße,
Sesa
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