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Autor: Ann Morgan
Reviews 1 bis 9 (von 9 insgesamt):
28.02.2021 | 14:30 Uhr
Neuer Tag, neue Geschichte und da sind wir wieder XD *Tim schläft seinen Rausch aus, nachdem er noch den ein oder anderen Cocktail mischte*
Und hier kommt gleich ein ernstes Thema auf. Aramis und die Königin. Ein sicherlich gefährliches Thema, wie Porthos allein von einem Kuss dachte. Was Aramis für sie fühlt, geht wohl sehr tief
und belastet ihn. Er kann sich glücklich schätzen so einen Freund zu haben, denn sowas findet man kaum noch und wenn man es besitzt, sollte man diese nicht leichtfertig zerstören. Aber dafür
geht ihre Freundschaft zu tief. Porthos kennt ihn und weiß was er braucht, gibt ihm die Zeit von sich aus zu sagen, was ihn belastet.
Porthos verurteilt nicht und oder lässt ihn fallen. Im Gegenteil, sie geben sich gegenseitig das, was sie brauchen... einander.
Der Spaß fällt diesmal flach, einfach weil es ein doch ernstes Kapitel ist und mich das mit Aramis und der Königin ins grübeln bringt, ob da nicht mehr später dahinter steckt und ihn vielleicht in Gefahr bringt.

Antwort von Ann Morgan am 04.03.2021 | 17:49 Uhr
Gleicher Tag, neue Reviewantwort :-))

Hallo, ihr zweibeiden :-)))!!!

Menschenskind, Tim!!! Ja, die Cocktails sind lecker – aber du hättest was von deinen eigenen Häppchen essen sollen zwischendurch *Hand vor die Stirn klatsche*Aspirin rüberreiche*

Oh ja, ein ernstes Thema: Aramis und die Königin... Eine absolut verbotene Romanze, die sich seit der zweiten Folge ganz zart anbahnte – und trotzdem war ich echt baff, dass die beiden tatsächlich in einem Bett landeten...
Wenn man ein bisschen in der Historie zur Ehe von Anne von Österreich und Louis XIII. forscht, stößt man tatsächlich darauf, dass es Gerüchte gab, die beiden Kinder der Königin (Louis XIV. – später bekannt als der Sonnenkönig, der Versailles bauen ließ, und sein Bruder Philippe, der in der Serie übrigens nicht existiert... Mit Historie und Daten nehmen die es leider nicht so genau) seien nicht von Louis XIII.! Die Ehe war jahrelang kinderlos – und dann, auf einmal... Natürlich war es kein Musketier, dem die Franzosen einen Thronfolger verdankten, aber an der Stelle ist die Serie dann doch nicht so an den Haaren herbeigezogen, wie man meinen möchte :-)!
Zur Serie zurück: Jepp, Aramis ist wirklich mit dem Herzen dabei – und in Staffel 2 wird sehr deutlich erklärt, was ihn erwartet, käme das heraus/würde er dafür bestraft: Ein mehr als grausamer Foltertod!! Also siehst Du das völlig richtig: Ein ernstes und echt gefährliches Thema!

Und nun braucht Aramis einen Freund... Athos hat mitbekommen, was los war; er hat Aramis kurz den Kopf gewaschen – aber deckt ihm selbstverständlich den Rücken! Trösten kann er ihn aber nicht – und da kommt Porthos ins Spiel!
Ja, ganz, ganz genau: Eine Freundschaft, mit der Aramis sich glücklich schätzen kann! Und die er auch schätzt! Porthos ist ein ganz feiner Kerl in dieser Serie – ich glaube, ich hatte in einer Reviewantwort schon mal von diesem Porthos geschwärmt! Keine Witzfigur, kein eitler Geck, wie in anderen Verfilmungen – sondern ein echter Freund, groß, stark – und mit einem riesigen Herzen, total feinfühlig und absolut liebenswert!
Und so konnte ich mir einfach unheimlich gut vorstellen, dass er hier für Aramis da war – so, wie dieser es brauchte. Nein – er würde den Freund nie fallen lassen, undenkbar!
Die Szene in der Serie, in der Porthos mitkriegt, was zwischen Aramis und der Königin war, spricht Bände: Ganz kurz ist er empört und entsetzt – doch dann umarmt er Aramis nur, zeigt ihm so ohne Worte seinen Beistand! Das ist unglaublich anrührend!!
In der Serie gibt es in allen 3 Staffeln deutliche Hinweise, dass die Freundschaft zwischen den beiden besonders eng ist (nicht unbedingt im Slash-Sinn, dafür ist die Serie zu Main-Stream, als dass sie das gewagt hätten), und so entstand in meinem Kopf dieses Pairing.
In einem Review zu dieser Geschichte hat Brigitte (Du kennst sie von RichDean als eine treue Review-Musketierin :-)) munter vor sich hin gegrübelt, wie das mit den beiden wohl angefangen haben könnte. Ich hab den Faden aufgegriffen, den Plotbunny eingefangen – und rausgekommen ist dabei die bisher längste Waffenbrüder-Geschichte, bei der ich gerade mitten im Posting stecke (Nr. 12 „Friends with Benefits“). Ich liebe diese Story inzwischen heiß und innig und bin sehr gespannt, was Du dazu sagst, wenn es mal soweit ist und Du dort liest :-))


Zu Deinem letzten Satz: Ja, das kann ich gut verstehen, dass hierzu keine Scherze passen. Und ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass diese Nacht noch jede Menge Konsequenzen haben wird – in der Serie (und damit auch in den Waffenbrüdern natürlich ;-)). Du hast da ein verdammt gutes Näschen!!

Meine Liebe – auch hierfür wieder meinen innigen Dank, Du :-))!!

Komm – eine Antwort kriege ich noch gebacken vor dem Abendessen, denke ich *lach*!

GGLG
Ann
03.10.2020 | 15:03 Uhr
Hallo,
wieder ein wunderbarer OS und auch handwerklich
mal wieder total gelungen.
Aramis und Porthos, sie verstehen sich auch ohne Worte,
keine Vorwürfe, einfach nur füreinander dasein.
๑ ⊱❀ LG Carmen ❀⊰ ๑

Antwort von Ann Morgan am 03.10.2020 | 18:06 Uhr
Hallo, liebe Carmen!

Hey, eine schöne Überraschung, hier noch ein Review zu bekommen!
Und Dein Lob lässt mich total happy zurück!! Weil Dir das nicht nur inhaltlich gefällt (obwohl es doch gegenüber den anderen Waffenbrüder-Geschichten ein wenig aus dem Rahmen fällt), sondern auch handwerklich!
Ich stecke nämlich eine ganze, ganze Menge Arbeit in meine Geschichten, bevor ich sie poste. Nicht nur sorgfältige Recherche und Überlegungen, sondern auch wirklich häufiges Probelesen, um zum einen natürlich Rechtschreib- und Logikfehler auszumerzen, aber vor allem auch, um Worte zu drehen und wenden und daran zu feilen, bis sie das aussagen, was ich in einer Szene "sehe" und fühle. Deshalb besonderen Dank, dass Du das würdigst!

Oh ja, die zwei kennen sich schon sehr lange und verstehen sich auch ohne Worte. Sie nehmen sich, wie sie sind - eine wunderbare, tiefe Freundschaft, wo man sich keine Vorwürfe macht, sondern eben einfach füreinander da ist. Klasse, dass Dir genau das gefällt :-))
Ich schreibe (unter anderem ;-) gerade an einer Story, wie die zwei (oder drei, auch Athos) sich ursprünglich kennengelernt haben und wie sie zu den Unzertrennlichen wurden. Dauert aber noch ein bisschen, bis diese Geschichte online geht.

Ganz lieben Dank für dieses Review!

GLG
Ann
09.07.2020 | 09:02 Uhr
Hallo Ann,

ach ich liebe das Paaring.
Ja, ich habe mich wirklich riesig drüber gefreut, zumal sie so gut zusammen passen.
In der Serie gibt es so viele Szene und Momente wo es angedeutet wird. Aber natürlich muss Aramis sich in die Königen verlieben.
Etwas anderes würde zu dieser Zeit nicht passe, leider.
Auch wenn es solche Beziehungen schon immer gab. Wir müssen da nur an die Ägypter und Römer denken aber da war die Kirche ja immer dagegen. Sie hat Liebe zum gleichen Geschlecht schon immer verdammt oder wenn man eben anders war.
Heute ist es zum Teil ja auch nicht besser.

Ich freue mich auf jeden Fall über die beiden. Sie passen so gut zusammen. Es ist schön das Aramis seine Sorgen mit Porthos teilt. Bei ihm ist er sicher.
Sie können über alles reden und haben schon so viel miteinander geteilt. Sie waren im Krieg und kennen sich.
Es gab immer so kleine Momente in der Serie, kleine Andeutungen.

Mich würde interessieren was Arthos dazu sagt. Ob er davon weiß?
Ach da mache ich mir zu viele Gedanke.

Dann bin ich gespannt wie es weiter geht und wann die beiden wieder vorkommen.

LG die Laila

Antwort von Ann Morgan am 12.07.2020 | 23:29 Uhr
Hallo, liebe Laila!

Und hier, bei der 3. Antwort, sind wir also bei der Geschichte, bei der ich mich ganz besonders auf Deine Rückmeldung gefreut habe!!
Und ich gebe Dir recht: Das Pairing ist wirklich absolut süß!! Und ich freue mich riesig, dass es gerade Dir als Portamis-Liebhaberin gefallen hat!!!

Die Serie soll breitenpublikums-fähig sein. Da passt kein Slash-Pairing hinein. Aber die Andeutungen, dass die Beziehung zwischen Porthos und Aramis besonders eng ist, die sind unübersehbar - ob man jetzt eine Romanze rein interpretiert oder nur Bromance. Ganz besonders für mich übrigens in 3x01, als sie im Kloster wieder auf Aramis treffen... Dazu habe ich auch schon sehr früh eine Geschichte geschrieben, weil mich die Folge hinsichtlich der beiden so umgetrieben hat :-)

Homosexuelle Beziehungen gab es immer, wo es Menschen gab - und wird es immer geben. Sie sind etwas ganz Natürliches, das es z.T. sogar im Tierreich gibt, und das nur von bescheuerten Gesellschaftsnormen unter Ächtung, Bann und sogar Strafe gestellt wurde/wird. Eine Tatsache, die mich weißglühend wütend macht.
Für die Geschichte, um logisch zu bleiben, muss ich aber dem damaligen Zeitgeist entsprechend schreiben. Und in der Zeit hatte die Kirche unglaubliche Macht über das Volk, das alltägliche Leben und wurde einfach nicht angezweifelt. Dass heißt, jeder, der seiner natürlichen Neigung, seiner Liebe nachgab, lebte gefährlich. Und man hat sich das zweimal überlegt...

Allerdings könnte (und hätte!!) Aramis seine Liebe, seine "Annäherung" an die Königin nicht weniger den Kopf kosten (können)! Der Gute lebt offenbar gerne gefährlich *schnauf*!
Aber wie Du schreibst: Bei Porthos ist er sicher. Gut aufgehoben. Geliebt, so, wie er ist, mit all seinen Macken... Und wie Du sagst: Sie waren zusammen im Krieg. Wie meine Freundin Mücke in ihrem Review schrieb: Eine klassische Soldatenfreundschaft, von der man im Laufe der Jahrhunderte bis heute immer wieder hört.
Durch ein anderes Review inspiriert habe ich eine Geschichte angefangen, die sich damit beschäftigt, wie sie zu "Friends with Benefits" wurden :-))
Also Du merkst: Es kommt definitiv von mir noch ein bisschen was zu den beiden :-))
Nun geht es aber erstmal bei den anderen 2 weiter :-)

Ach, und was Athos zu ihnen sagt? Ob er es weiß? Hm... da habe ich nichts explizit zu geschrieben - aber Athos ist ein feinfühliger Mensch mit einer hervorragenden Beobachtungsgabe. Er kennt beide schon seit Jahren, die drei sind engste Freunde - und er war auch mit ihnen im Krieg... Also ich denke, Du kannst erraten , wie meine Meinung dazu ist :-))
Und nein - ich finde überhaupt nicht, dass Du Dir "zu viel" Gedanken um sowas machst - im Gegenteil! Ich liiieeebe solche Gedanken - und oft lasse ich mich von sowas inspirieren! Also - immer weiter gerne her mit Deinen Ideen und Gedanken *ganz lieb lächele*

Nun zum 3. Mal für heute - und nicht weniger von Herzen kommend - danke auch für diese Rückmeldung!

Vielleicht bis bald! Hab bis dahin eine gute Zeit und
GLG
Ann
08.07.2020 | 23:54 Uhr
Eine sehr angenehme Vorstellung und Beschreibung der „Freunde mit besonderen Vorzügen“ Beziehung der Beiden. Gefällt mir. Gut geschrieben
Liebe Grüße
Caro

Antwort von Ann Morgan am 09.07.2020 | 23:47 Uhr
Hallo, liebe Caro!

Hach - freut mich total, dass Dir diese besondere Art der Beziehung zwischen Porthos und Aramis gefällt :-))))

Ich hoffe, Du hattest eine gute Woche mit den Kiddies :-)))
Danke, dass Du trotzdem noch Zeit fürs Lesen UND Reviewen gefunden hast :-)))

GLG
Ann
08.07.2020 | 09:42 Uhr
Huhu meine liebe Strahlefrau!

Bevor Haushalt und Arbeit rufen, will ich mir die Zeit für ein weiteres Review nehmen. *sich mit Kaffee gemütlich macht*

Du hast vollkommen Recht, also ich hab das hier nicht kommen sehen. ^^ Aber ich fand es keineswegs störend, dass sich in dieser Geschichte mal der Fokus auf die anderen beiden Musketiere legt und ich hab den Blick hinter deren Kulisse sehr genossen.

Wir bekommen also einen Einblick in Porthos Blick auf die jüngsten Ereignisse. Und Porthos hat also, wenn auch etwas verspätet, bemerkt, dass da etwas zwischen Aramis und Athos stand. Doch da er den beiden vertraut, schiebt er seine Beobachtung erstmal beiseite und vertraut darauf, dass die beiden das klären oder Hilfe bei ihrem Freund suchen, falls sie es alleine nicht schaffen. Ich mag diese Vertrauen, dass Porthos damit an den Tag legt.

Aber was Porthos beim Treffen mit dem Königspaar sieht, ändert für ihn alles. Plötzlich begreift er, was passiert sein muss. Und für mich überraschend - Porthos hat einen kurzen Anflug von Eifersucht. Auch wenn er diese gleich wieder löscht, weil es ihm nicht zu steht. Tja, lieber Porthos. Nur fragt Eifersucht selten danach, ob sie einem zusteht. Man liebt, wem man liebt. Das kann man nicht kontrollieren. *Porthos einen Keks gibt *

Was Aramis und Porthos teilen, ist eine klassische Soldatenfreundschaft. Etwas, dass man in dem Zusammenhang durchaus häufiger ja mal liest oder hört. Das gab es damals wie heute. Und ist wohl etwas sehr menschliches und auch natürliches. Die beiden hatten jedoch nie etwas romantisches daraus werden lassen. Wobei da schon der Eindruck entsteht, dass dies zumindest von Porthos Seite aus denkbar wäre. Aber dazu gehören eben zwei und Aramis hat nicht das Bedürfnis, diese Art Beziehung mit Porthos zu führen.

In seinem Kummer sucht Aramis da Trost, wo er weiß, dass er auf Verständnis treffen wird. Und bei jemanden, der den Schmerz zu lindern versteht auf eine Weise, wie Aramis es sonst bei keinem anderen bekommen wird. Es ist irgendwie bezeichnend, dass es immer einer gewissen Dosis Alkohol benötigt, bis die beiden über diese Schwelle gehen. Es ist etwas, dass sich nicht gehört. Das Männer nicht miteinander machen. Etwas, dass ihnen nicht so gut gefallen sollte und das sie nicht so brauchen sollten. Aber sie tun es nun mal und es braucht ein gewisses Maß an Alkohol, damit sie ihre Vorbehalte über Bord werfen. Es zeigt einfach, wie schwierig es in der Zeit war zu so etwas wie Homosexualität zu stehen. Und Aramis scheint diesen Umstand noch weit weniger an sich anzunehmen, als es Porthos tut. Weswegen mir Porthos in der Konstellation schon sehr leid tut. Auch wenn es bestimmt das letzte ist, was Aramis will - seinem Freund Schmerz zuzufügen. Er kann eben auch nicht aus seiner Haut und Porthos ist dies klar und er hat es auch für sich längst akzeptiert, dass er mehr nicht bekommen wird. Aber weh tut es eben trotzdem. Und diese Frage, ob Aramis auch noch kommen würde, wenn er stattdessen bei der Königin sein könnte - die zeigt ja mehr als deutlich, wie es um ihn bestellt ist. *seufz*

Die Antwort ist fürs erste - ernüchternd. Aber zumindest ehrlich und ich denke, irgendwie hat Porthos zwar auf was anderes gehofft, aber letztlich eine solche Antwort auch erwartet.

<<Die Tiefe der Nacht fand sie lose umschlungen in Porthos‘ Bett.
Sehr poetischer Satz. *begeistert vor sich hin schmachtet *

Und dann, an der Schwelle zum Schlaf, erhält Porthos doch noch eine andere Antwort. Eine, welche ihm auf ihre Art bestimmt eine gewisse Art Frieden schenkt. Auch wenn ich Aramis Worte nicht so deuten würde, dass er damit eine romantische Beziehung zu Porthos in Erwägung zieht. Aber ihm ist klar, dass er bei Porthos etwas bekommt, dass er nirgendwo anders findet und ohne das er auch nicht auskommt.

Eine bittersüße Geschichte und ich freue mich, das du dieses Pairing auch im späteren Verlauf weiter aufgreifen wirst. :)))))

Ich wünsche dir noch einen wunderschönen und hoffentlich entspannten Tag. *Erdbeeren aus dem Garten mit dir teilt*

GGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGLG

Deine Mücke

Antwort von Ann Morgan am 09.07.2020 | 23:29 Uhr
Hallo, meine Lieblingsmücke!

Haushalt und Arbeit liegen für heute weit hinter mir *zwinker* Also auf zum Reviewbeantworten, bevor morgen das neue Kapitel kommt :-))

Hach – ich kann meine Mücke noch überraschen *froi*!!!
Naja – ich hatte auch wirklich so gut wie keinen Hint gelegt. Höchstens ein minibisschen bei der Fluss-Geschichte, als Porthos fast ertrunken ist und Aramis‘ Reaktion darauf (Panik in der Stimme und dann verhätscheln *zwinker*) Aber wenn man die beiden zusammen nicht im Kopf hat, geht das natürlich unter (welch Wortspiel für eine Geschichte am Fluss *kicher*)!
Wie erwähnt, bin ich seit langem lesend auf AO3 unterwegs, und da gibt es tierisch viele Geschichten zu d’Artagnan/Athos – aber noch weit, weeiiit mehr zu Portamis :-)) Naja, und ich gestehe, das hat mich doch sehr geprägt *zwinker* Und dieses verschämte Klopfen an Porthos‘ TRür von einem verzweifelten Aramis war sehr, sehr früh in meinem Kopf, mit dem Kernpunkt: Würde er noch zu Porthos kommen, wenn er bei der Königin sein würde? Die Frage wollte ich mir und uns beantworten :-))

Porthos sehe ich immer als den Unbekümmertsten der 4. Er nimmt die Welt und das Leben so, wie sie kommen. Anders hätte er als Kind unter Bettler und Dieben im Hof der Wunder niemals überleben und sich zugleich noch Hoffnung bewahren können. Aber er ist nicht unsensibel. Er merkt, wenn seinen Freunden etwas fehlt – aber er vertraut auch darauf, dass sie ihn schon informieren, wenn er es wissen muss. Und genau wie Du mag ich dieses Grundvertrauen, das er in seine Freunde hat :-)))

Und noch eine Überraschung für Dich – der Anfall von Eifersucht *schmunzel* Natürlich muss es Dich überraschen, weil die Natur ihrer Beziehung ja erst in dieser Geschichte offen gelegt wird :-)) Und ich finde echt mega süß, wie Du Porthos hier Mut machst und ihn tröstest! Ja – Liebe und Eifersucht fragen nicht, ob sie erwünscht oder erlaubt sind *zwinker* Trotzdem erlischt die Eifersucht wieder, denn Porthos hat ein großes Herz. Solange Aramis ihn nicht verlässt – als Waffenbruder und vertrauter Freund – gönnt er ihm „seine“ Frauen. So meine Sicht auf die Dinge :-))
Umgekehrt sehen wir das in der Serie tatsächlich bei Aramis, in 1x08; da bändeln beide mit reichen Witwen an, um an das Startgeld von 30 Livre für den Wettbewerb zu kommen. Während Aramis seine Liebschaft schnell wieder „abschüttelt“, ist es bei Porthos etwas Ernsteres. Und Aramis reagiert – nun, mit einer Spur Eifersucht darauf. Zum einen „will“ er sich den Namen der Frau – Alice - nie merken und Porthos korrigiert ihn da etwas angefressen, und als er zu ahnen beginnt, Porthos könne Ernst machen, Alice heiraten und die Musketiere verlassen fällt es ihm schwer, seine Betroffenheit zu verbergen – genauso wie seine Erleichterung, als Porthos sich (natürlich ;-)) für die Musketiere entscheidet.
Am Ende von Staffel 2 verlässt Aramis die Musketiere, er verlässt Porthos, ist während des Kriegs nicht an dessen Seite – und was Athos und d’Artagnan dann zu Beginn von Staffel 3 ihm nicht nachtragen sieht bei Porthos ganz anders aus... Dazu kommen wir aber noch viele, viele Wochen später *zwinker*. Jedenfalls gibt die Serie selbst sehr viele kleine und auch größere Hinweise, dass die Beziehung zwischen den beiden besonders eng ist.
Aha ja – Porthos dankt für den Keks (ein sooo großer, starker Kerl muss viieel essen *zwinker*)!

Und dann kommt ein Absatz, der mich total jubeln lässt, weil Du haargenau das in Worte fasst und sogar als „klassische“ bezeichnest, was ich zwischen den beiden ausdrücken Wollte: Die Soldatenfreundschaft, von der man immer wieder hört und die es sicher schon immer gab und geben wird! Und das, wie Du sagst, menschlich und natürlich ist. Soldaten, speziell im Krieg (und wir müssen davon ausgehen, dass Athos, Porthos und Aramis bereits im Krieg waren), erleben und teilen Dinge, Grauen, Todesangst, Verlust und Schmerz, den sie niemand außerhalb der Soldatengemeinschaft klar machen können. Und das schmiedet eine ganz besondere Beziehung, erst recht, wenn man mitten in dem Gräuel den einzig möglichen Trost und etwas menschliche Nähe sucht – und findet.
Ich weiß nicht, ob Porthos bei Aramis wirklich eine exklusive romantische Beziehung sucht. Er denkt durchaus auch an Frau und Kinder und würde sie Aramis mit Sicherheit auch gönnen. Ich denke eher, wie oben schon gesagt: Porthos nimmt das Leben, wie es kommt. Wenn Aramis zu einer Frau geht – gut. Wenn er zu ihm zurückkehrt – besser. Aber ich denke, er plant nicht, wünscht nicht, sondern nimmt, was der Tag bietet sozusagen. Sein Herz gehört aber Aramis – und den anderen beiden.

Und wenn es hart auf hart kommt geht Aramis zu niemandem als zu Porthos.
Die gewisse Dosis Alkohol ist vor allem für Aramis notwendig, denke ich. Porthos ist weit entfernt von Gesetzen und vor allem der damals alles beherrschenden Kirche groß geworden – er schert sich wenig um Konventionen (außer dass er sicher darauf achtet, dass weder er noch Aramis den Hals verlieren ;-). Aramis dagegen ist ein Mann der Kirche, ein Mann Gottes. Er will es richtig machen – und scheitert an der Natur des Menschen, die stärker ist als alle dämlichen Konventionen. Aber der Zwiespalt muss ihn zerreißen: Gott dienen zu wollen, indem er die Kirchengesetze befolgt (die damals undiskutierbar waren) auf der einen Seite, auf der anderen Seite sein leidenschaftliches Wesen, das so viel Liebe zu geben hat und sie sucht und braucht wie die Luft zum Atmen... Und natürlich ist das allerletzte, was er will, Porthos weh zu tun!
Du merkst, da habe ich mir schon sehr viele Gedanken zu gemacht, weil ich schon einige (spätere) Waffenbrüder-Geschichten geschrieben habe, die sich mit diesen Thematiken beschäftigen :-)))
So ist also Aramis‘ erste Antwort ernüchternd: Aramis weiß nicht, ob er noch kommen würde, könnte er bei der Königin sein...

*mich dankend verneige für Dein Lob über den poetischen Satz *mmm strahle* Im Ernst – manchmal fliegen mir so Formulierungen zu – ich habe keine Ahnung, woher und bin dann selbst verblüfft ;-))

Genau – an der Schwelle zum Schlaf gibt Aramis die Antwort, die ich von ihm erwarte, die ich mir vorstelle -dass er immer zu Porthos zurückkehrt. Und zu Beginn Staffel 3 tut er es ja auch ;-)
Ich wollte genau das verstanden wissen, was Du auch hineinliest: Dass Aramis mit dem „immer wieder zurückkommen“ keine romantische Beziehung im Sinn von „heiraten und für immer zusammen als Paar leben“, sondern im besten Sinn ihrer Freundschaft meint. Dass er niemals woanders das finden wird, was er an Porthos hat, dass er das weiß und deshalb diese ganz spezielle Freundschaft so besonders für ihn ist, dass er sie nie aufgeben wird.

Das Pairing hat noch 2 oder 3 eigene Kapitel (in 18 bisher fertig gestellten und 7 halb fertigen) und wird immer mal wieder angedeutet. Ich freue mich jedenfalls ungemein, dass Dir das gefällt, meine Liebe :-)))
Und ich danke Dir für dieses ausführliche Review *Dich zum Abschied wieder mmm anstrahle*!!

Bis ganz bald (face to face!?!!! :-))))) und
GGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGLG
Deine Ann
06.07.2020 | 02:47 Uhr
Schön dass du eine neue Geschichte mit den drei Musketieren angefangen hat. Von mir gibt es jetzt ein nächtliches Review.
Die Beziehung zwischen Porthos und Aramis ist interessant. Die beiden sind sich also viel, viel näher als die beiden anderen wissen. Irgendwie schön. Und auch ein wenig traurig. Dennoch schön dass Porthos Aramis tröstet, nachdem der diese hoffnungslose Beziehung mit Königin Anne angefangen hat. Das ist eben auch ein Problem der damaligen Zeit. Hatten die Könige nicht gerne neben der Königin noch ihr Mätressen die teilweise mehr Einfluss hatten als so manche Königin? Aber umgekehrt sah das eben anders aus, seufz. Und dieser König scheint seine Königin ja auch wirklich zu lieben und gibt sich wohl soweit alle Mühe.
Aber zurück zu Porthos und Aramis. Irgendwie lustig, D`Artganan und Athos schleichen umeinander herum und wollen nicht wahrhaben was sie irgendwie wissen und doch nicht wissen (macht das Sinn?) und ihre beiden Freunde sind da ganz still und heimlich schon auf einem ganz anderen Level....
Ein gutes erstes Kapitel. Bin auf das nächste gespannt.

LG, Deira

Antwort von Ann Morgan am 09.07.2020 | 23:45 Uhr
Hallo, liebe Deira!

Und für Dich eine nächtliche Antwort (wenn auch nicht ganz so spät wie Dein Review *zwinker*)!

Es freut mich ungemein, dass Du Dich immer noch über neue Waffenbrüder-Geschichten freust!!! Von meiner Seite geht das noch viele Wochen so weiter – bis Mitte November ist der Nachschub durchgehend gesichert, ich schreibe außerdem nahezu täglich an weiteren Geschichten und habe auch über November hinaus schon ein paar Stories fertig :-))

Porthos und Aramis haben auch in der Serie ein innigeres Verhältnis. Wie erwähnt wird Slash da nicht mal angedeutet – beide haben regelmäßig weibliche Liebschaften, auch ernsterer Natur – aber zwischen ihnen ist ein besonderes Band, das sieht man an vielen kleinen und größeren Szenen durch alle 3 Staffeln hindurch. ich habe es „nur“ etwas ausgeweitet.
Ihre Beziehung ist wirklich irgendwie schön – und auch irgendwie traurig. Ob die anderen beiden wirklich nichts wissen?? *zwinker* Okay – d’Artagnan ist sehr unbeleckt aus der Gascogne in das lasterhafte Paris gestolpert – Athos aber ist ein Mann von Welt, mit viel Erfahrung, einer feinen Beobachtungsgabe – und dem Talent, seinen Mund zu halten ;-)

Sehr, sehr interessant finde ich einen Aspekt, den Du in Deinem Review bringst und den noch niemand zuvor aufgegriffen hat: Wie ungerecht es ist, dass bei einem König (jedem Adeligen eigentlich) eine Mätresse normal, ja fast ein must have war – eine Königin (oder jede Ehefrau) aber ein übles Verbrechen beging, wenn sie einen Liebhaber hatte! Das hing mit der Erbfolge zusammen: Ein männlicher Erbe musste 100%ig legitim sein, und das ging nur, wenn die Ehefrau keine Unzucht beging... Elende Männerwelt *schnauf*!!

Ob Louis seine Anne geliebt hat lässt die Serie etwas offen...Im echten Leben der historischen Personen war es wohl eher nicht so... Egal: In dieser speziellen Folge war der König jedenfalls ernstlich entsetzt, als er von dem Attentat auf sie erfuhr und abgrundtief erleichtert, sie gesund wiederzuhaben.

Ja – schon witzig, wie das eine Pairing umeinander herum schleicht (und der Kreis immer enger wird, die Anziehung immer größer *zwinker*), und die Freunde sind ganz unkompliziert schon lange, lange weiter :-)))

Es freut mich ungemein, dass Du auch dieses unerwartete Zwischen-Kapitel gut fandest :-) Ich danke Dir von Herzen, liebe Deira!

Bis bald und GLG
Ann
03.07.2020 | 14:07 Uhr
Hallo liebe Ann,

Aramis hat sich in seine Königin verliebt und das nicht zu knapp. Und auch sie interessiert sich für ihn, der Keim wird schon in Folge 2 gelegt. Und auch wenn sie jetzt Sex hatten, mehr kann und darf nie daraus werden. Wie geht man mit diesem Wissen um? Ich möchte das nicht erleben.

Die Beziehung zwischen Aramis und Porthos ist anders, enger als die zu Athos oder D'Artagnan. Das ist in der Serie zwar nicht explizit herausgestellt, aber doch spürbar. Das Aramis auch in dieser Situation Trost bei seinem Freund sucht, passt für mich absolut in das Verhältnis der beiden.

Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind kein Phänomen unserer Zeit, auch wenn es noch immer gerne so dargestellt wird. (Dafür wettert die Kirche schon viel zu lange dagegen.) Es durfte nicht offen gelebt werden, aber damals wie heute weiß niemand, was hinter verschlossen Türen vor sich geht. Deshalb kann ich mir auch gut vorstellen, dass die beiden Freunde nicht "nur" Freunde sind und dass nicht einmal Athos davon weiß.

Während Aramis in einem engmaschigen Käfig aus Regeln und Konventionen steckt, dem er nicht so einfach entkommen kann, ist Porthos am Hof der Wunder um so offener aufgewachsen. Kirche und Gesetz sind für ihn kein Grund, an seinen Gefühlen zu zweifeln.
Ich wüsste gerne, wie die Beiden zu "Freunden mit Vorzügen" wurden. Vermutlich waren da einige Becher Alkohol von Nöten. War es dann eine Wette oder ein Trinkspiel wie "Wahrheit oder Pflicht", woraus mehr wurde? Oder brauchte auch am Anfang einer der Beiden eine starke Schulter und die Gewissheit, dass das Ende einer Beziehung nicht das Ende der Welt bedeutet?

Ich danke dir für die schöne Geschichte und wünsche dir ein erholsames Wochenende und eine ruhige Woche.

Liebe Grüße
Brigitte

Antwort von Ann Morgan am 07.07.2020 | 11:43 Uhr
Hallo, meine liebe Brigitte!

Oh weh und ja: Aramis hat sich da sehr unglücklich verliebt - und spielt dabei mit seinem Leben und mit dem Leben aller, die davon wissen!
Hast Du Staffel 2 komplett gesehen? Sicherheitshalber schweige ich mal... *zwinker* Aber richtig: Der Keim der Liebe zu Königin Anne wurde in Folge 1x02 gelegt, als er sie im Gefängnis rettet und sie ihm am Ende das Kreuz schenkt...*seufz*

Wir treffen im Laufe der Serie auf mehrere Frauen, mit denen Aramis ein Verhältnis hatte - direkt in Folge 1 Adèle - dummer Weise die Mätresse des Kardinals; in 1x06 Agnes, die Mutter des Babys, das Louis den Thron streitig machen könnte. Aramis hatte nichts mit ihr - aber er war versucht, wäre bereit gewesen, ihr ins Exil zu folgen. Dann in 1x09 seine große Jugendliebe, die er sogar heiraten wollte: Isabel aka Schwester Hélène (die Nonne). Und last but not least natürlich die Königin herself... Man könnte ihn also für einen Schwerenöter halten, der Frauen verbraucht wie andere Tempotaschentücher (okay - für die Zeit schlechter Vergleich *schmunzel*) - aber so sehe ich ihn nicht. Er hatte viele Beziehungen, aber ich habe immer das Gefühl, dass er komplett mit Herz und Seele dabei ist. Dass er all diese Frauen wirklich liebt! Sehen wir die Szene in 2x01, als ein Hinweis des toten Kardinals ihn an Adèles Gruft führt - sein Schmerz, seine Verzweiflung... Oder als Isabel/Schwester Hélène in seinen Armen stirbt... Er ist ein guter, ehrlicher Mann - der dummer Weise immer die falschen Frauen liebt. So sehe ich ihn.

Und dann ist da Porthos...
In der Serie und im Buch wird nichts darüber berichtet, wie die drei Unzertrennlichen sich kennen lernen, also vor d'Artagnan. Es muss auf jeden Fall nach dem Massaker von Savoy stattgefunden haben, denn Porthos und Athos kennen den Deserteur Marsac nicht (lässt zumindest ihre Reaktion in Folge 1x04 "Der Verräter" vermuten), der aber offenbar ein enger Freund von Aramis war. Also ist Aramis bereits am längsten bei den Musketieren. In meiner Vorstellung kam dann Porthos und kurz darauf auch Athos dazu - vielleicht, weil Tréville nach dem Verlust von 20 guten Männern seine Reihen auffüllen musste...
Oh weh, ich schweife ab *verschämt dreinschaue*zwinker*
Jedenfalls sehe ich es genau wie Du, dass man auch in der Serie deutliche Hinweise erkennt, dass die Beziehung zwischen Porthos und Aramis noch mal eine besondere ist. Ganz, ganz deutlich wurde das für mich in 3x01. Und dass Du aus diesem Grunde Dir auch gut vorstellen kannst, wie Aramis deshalb ausgerechnet bei Porthos in seiner schweren Lage Trost sucht, freut mich ungemein :-))!!

Und wieder richtig: Homosexualität ist keine heutige "Modeerscheinung", es ist ein Teil der Natur (gibt es tatsächlich auch im Tierreich!) und auch des Mensch-seins, das es schon immer gab und immer geben wird. Und gegen die Natur kann niemand auf Dauer an. Keine Kirche, kein Gesetz, keine noch so schlimme Strafe. Und dass gerade die (katholische) Kirche dagegen wettert, macht mich als (aktive) Katholikin weißglühend wütend! Ich hatte vor vielen Jahren einen richtig lieben, toughen Kollegen, sehr offen schwul *schmunzel*. Und er hatte einen Freund - seine große Liebe - einen katholischen Priester. Sie konnten diese Liebe nie offen leben, und das fand ich schon bitter! Dazu war mein Kollege gläubig - wurde aber in der (katholischen!) Kirchengemeinde seiner Heimatstadt ausgeschlossen wegen seines Lebenswandels... Wie gesagt: Weißglühend!!!!
Ich schweife schon wieder ab, sorry...!

Nein - nach außen hin darf niemand von der gleichgeschlechtlichen Beziehung zwischen Porthos und Aramis wissen (und auch das gibt es heute leider noch - damit die Familie nicht verprellt wird, schweigt Mann über seine Homosexualität - und darüber, dass Mann mit einem anderen Mann glücklich verheiratet ist - auch nicht aus den Fingern gesogen, sondern zu meiner großen Bestürzung und Trauer Realität aus meinem Bekanntenkreis).
Ob Athos das nicht weiß...?? Dazu sage ich nur mal: Der Mann hat eine gute Beobachtungsgabe und ein feines Gespür für Zwischentöne. Und die drei waren bereits zusammen im Krieg...

Und wieder Jaaa!! Haargenau so sehe ich es, nämlich dass Aramis in diesem Käfig steckt, den für ihn vor allem die Regeln der Kirche ausmacht. Er wandelt immer zwischen den Welten - auf der einen Seite seine Bedürfnisse nach Liebe und Zuwendung, die Frauen (und bei mir eben auch Porthos) - auf der anderen Seite die "Hl. Mutter Kirche" und das, was sie behauptet, das Gottes Wille sei... das muss ihn doch schier zerreißen!
Und dann ist da der unbekümmerte Porthos, der dank seiner Jugend im Hof der Wunder doch sehr unbelastet von diesem blödsinnigen Schuld-Ballast ist!
Für die Zeit, nachdem mein Pairing sich gefunden hat, habe ich einen OS geschrieben, der sich genau mit diesem Dilemma auseinander setzt. Gott-Kirche-Liebe. Es dauert aber noch etliche Wochen, bis dieser OS gepostet wird.*seufz*

Wie wurden die beiden zu "Freunden mit Vorzügen"? Ich gestehe, dazu habe ich nichts geschrieben, aber ich habe doch gewisse Vorstellungen im Kopf. Hat was mit der Zeit zu tun, in der sie aufeinander trafen (nach Savoy eben ;-)), und mit Sicherheit war da mehr als ein Becher Wein von Nöten - zumindest für Aramis *zwinker* Und eher kein Trinkspiel, sondern die starke Schulter... :-)))
Hmm... Du inspirierst mich *nach dem Netz suche, mit dem ich Plotbunnies einfange*lach* Ich will nichts versprechen, aber... *mich tief in Gedanken versunken davon schleiche*schnell zurückkomme*
Würdest Du das gerne lesen? Wenn nicht, auch kein Problem - ich habe sowieso noch 7 mehr-kapitelige, halb geschriebene Waffenbrüder-Stories auf dem Rechner rumschwirren, die mich noch lange beschäftigen werden *zwinker*

Ich danke DIR herzlichst, für das wundervolle Review, das mich, wie Du siehst, wieder einmal sehr sehr beschäftigt hat! Ich hoffe nur, meine Antworten sind nicht zu langatmig und ausschweifend...*seufz*
Auch Dir nun noch eine ruhige Woche!

GLG
Ann
Nessi00 (anonymer Benutzer)
03.07.2020 | 13:06 Uhr
Hi
Eine wirklich schöne Kurzgeschichte.
Sie gefiel mir wirklich gut.
LG

Antwort von Ann Morgan am 03.07.2020 | 13:18 Uhr
Hi!
Danke schön!.
Freut mich :-)
LG
03.07.2020 | 12:22 Uhr
Jetzt kennt also auch Porthos einen Teil der Wahrheit. Sehr emotionales Kapitel muss ich sagen. Wobei auch mir die Verbindung zwischen den beiden schon das ein oder andere mal beim schauen der Serie aufgefallen ist. Daher kann ich das Pairing durchaus nachvollziehen. Manche Sachen und Erlebnisse kann man halt nur mit jemandem teilen, der entweder dabei war oder ähnliches erlebt hat. Das hast du hier wieder sehr gut umgesetzt.
Insgesamt finde ich die Beziehung der vier untereinander und auch ihr Verhalten miteinander sehr schön und auch fast schon innig. Man merkt, auch in der Serie, wie nah sich diese vier stehen.
Besonders gut hat mit hier die Stelle gefallen, wo Pothos Aramis den Wein anbietet, baut Alkohol doch erwiesener Maßen die Hemmschwelle ab, was sowohl bei dem Gespräch als auch dem folgenden zu Gute kommt. Auch wenn eigentlich Athos der Alkoholiker unter ihnen ist.
Freue mich übrigens jetzt schon diebisch auf nächste Woche, da ich mittlerweile die ersten beiden Staffeln durch gesuchtet habe und somit weiß, was kommt. Daher bin ich sehr gespannt, wie du es umsetzten wirst. Ich denke du weißt welche zwei bestimmten Szenen ich meine.
LG
Auma
P.s. Welche Szene genau, aus Folge 1x10 glaub ich hast du am Anfang geschrieben, hat dich eigentlich zu dieser Reihe inspiriert?

Antwort von Ann Morgan am 03.07.2020 | 13:04 Uhr
Hallo, liebe Auma!

Mensch - Du bist ja schneller als der Schall!
Und bietest mir einen hervorragenden Grund, die Hausarbeit noch ein wenig aufzuschieben, um auf dieses wundervolle Review sofort zu antworten *zwinker*lach*!

Wenn Du die ersten beiden Staffeln nun kennst weißt Du ja, dass Porthos und d'Artagnan die Wahrheit über die Geschehnisse im Kloster erst gegen Ende der 2. Staffel erfahren. Es war natürlich verführerisch, Aramis hier schon Porthos gegenüber "beichten" zu lassen, aber trotz Slash will ich mich insgesamt doch an den Canon halten. Und es wäre egoistisch, Porthos mit dem Wissen zu belasten, das auch ihn den Kopf kosten könnte. Also erfährt Pothos nur einen kleinen Teil der Wahrheit :-)
Mensch - mit dem Prädikat "sehr emotionales Kapitel" machst Du mir eine ungeheure Freude :-)))))))!! Danke, Du!

Ja - es gibt so einige Stellen in der Serie, die die Besonderheit ihrer Beziehung andeutet. In Staffel 1 in der Folge im Hof der Wunder, als Aramis d'Artagnan anherrscht, weil dieser an Porthos' Unschuld zweifelt; in Staffel 2 ist es Aramis, der Porthos zu seinem Vaterhaus begleitet und ihm dort beisteht, und später, als Aramis bekennt, was zwischen ihm und der Königin war - Porthos' Reaktion ist einfach nur herzergreifend! Und warte erst mal auf Folge 3x01, da wird es undiskutierbar deutlich, dass Porthos für Aramis anders empfindet als Athos und d'Artagnan!!

Ich bin ein Fan der Serien "Band of Brothers" und "The Pacific" - beides Serien, die sich mit Soldaten und deren tatsächlich so stattgefundenen Erlebnissen im 2. WK beschäftigt. Verdammt realistisch, absolut erschütternd und unter die Haut gehend. Und sie zeigen genau das: Soldaten erleben und teilen Dinge, die kein Außenstehender verstehen kann. Und sie haben dafür nur einander, um das zu verarbeiten. Das war im 17. Jh. nicht anders. Dazu habe ich mir schon lange sehr viele Gedanken gemacht, und das hat mich z.T. auch hierzu inspiriert - deshalb freue ich mich ungemein, dass ich das für Dich sehr gut umgesetzt habe!!

Ja - die Beziehung aller 4 Musketiere zueinander kann man nur mit "innig" umschreiben. Ich weiß nicht, ob ich in einer Reviewantwort an Dich schon mal das Original-Buch von Dumas zitiert habe; jedenfalls scheut er selbst sich nicht, von "inniger Liebe" zwischen den 4 zu sprechen!
Und ich mag die Serie auch, weil man das dort eben auch spüren kann :-))!!

Oh ja, der Wein als Hilfe, um Hemmungen abzubauen. Wir sind uns ja einig, dass homosexuelle Handlungen strafbar und außerhalb von Gesetz und Moral waren damals. In meiner Vorstellung fühlt sich Porthos deutlich weniger daran gebunden - wer weiß, was er im Hof der Wunder bereits alles gesehen und erlebt hat. Weit von Gesetz und Kirche entfernt hat er einen, ich will mal sagen, "offeneren" Geist. Aramis dagegen ist der katholischen Kirche und ihren Lehren sehr eng verbunden. Er hält sich zwar nicht an die Regeln (sonst würde er kaum immer und immer wieder mit verheirateten Frauen im Bett landen) - aber ich denke, es belastet trotzdem sein Gewissen. Daher ist für ihn der Wein zu "loslassen können" besonders wichtig. Klasse, dass Du das hier anmerkst und auch verstehst :-))))!

Hach - ich freue mich auch unbändig auf die nächsten Wochen, denn die Folge 1x10 wird uns länger beschäftigen - und uns endlich Richtung Ziel steuern :-)))
Und die beiden bestimmten Szenen sind wahrscheinlich die beiden "Freundschafts-"Schüsse??*zwinker* Falls ja: Beide werden eine bedeutende Rolle spielen für gewisse Erkenntnisse *zwinker*

Und zu Deinem PS: Die Szene, die mich inspiriert hat, ist übernächste Woche dran. In Trévilles Büro, als für den Erst-Serienschauer klar wird, dass alles nur ein geschicktes Schauspiel war, die vier einander umarmen und Athos anschließend d'Artagnans Flanke klopft und etwas zu ihm sagt... Athos' Tonfall in diesem Moment war es... In dem Augenblick traf mich die Inspiration*zwinker*! Wie gesagt, in 2 Wochen kommt das ausführlich, in über einen langen Zeitraum wohlüberlegten Worten :-)) Ich kann es kaum abwarten :-))))

Meine liebe Auma, ganz, ganz innigen Dank für das Review, das mich richtig gepackt und begeistert und angerührt hat!!!!

Nochmals wünsche ich eine gute Woche!

GLG
Ann
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