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Autor: Furia Faerfax
Reviews 1 bis 2 (von 2 insgesamt):
22.07.2020 | 21:46 Uhr
Guten Abend :D
Endlich habe ich mir die Zeit genommen, diese wundervolle Geschichte zu lesen. Nicht nur, weil ich das Buch geliebt habe (das Musical habe ich nie gesehen), sondern weil du eines der Themen behandelst, die mich nach dem Lesen des Buchs immer am meisten beschäftigt haben: Gavroches Tod. Der Kleine war zwar ein ziemlicher Rotzlöffel, aber irgendwie mochte ich ihn trotzdem.

Diese blutige Stimmung die du am Anfang beschreibst, jagt mir wirklich einen Schauer über den Rücken. Was dort geschehen ist, war einfach schrecklich. Wie in jedem Krieg wurden so viele unnötige Leben verschwendet... Und letzten Endes hat es niemandem etwas gebracht ausser Leid und Schmerz. Wobei vielleicht wenigstens Javert und Gavroches etwas gewonnen haben, nämlich ein neues Leben.

Ich fand den Selbstmord von Javert immer extrem verstörend und bin daher froh, dass er diesmal einen Grund hatte NICHT zu springen. Stattdessen kann er das Leben, welches Valjean ihm geschenkt hat, nutzen. Auch wenn ich mir bei der Sache mit dem Säbel zuerst auch nicht ganz sicher war, ob das gut gehen wird. Doch letzten Endes haben Javert und Gavroche einen Weg gefunden, um sich einander anzunähern. Hoffen wir, dass dies auch so bleibt und sie einander Halt, vielleicht sogar eine kleine Familie geben können.

Ganz liebe Grüsse und bis ein andermal
-Schattenwolf-

*Lässt Favo und Empfehlungssternchen da*

Antwort von Furia Faerfax am 25.08.2020 | 13:07 Uhr
Guten Tag,
als erstes, ich habe keinen entschuldbaren Grund dafür, dass ich erst jetzt antworte. Ich hoffe du bist mir nicht böse deswegen.
Was das Musical angeht kann ich es dir nur empfehlen. Auch wenn es – angesichts dieser Geschichte nicht verwunderlich – einige traurige Szenen enthält. Eine davon natürlich Gavroches Tod. Der Kleine ist einfach zu tapfer, um so zu sterben.
Ich wünschte mir, die Menschen würden lernen ihre Konflikte friedlich zu lösen. Es ist schrecklich, dass auch heute noch so viel Leid und Elend durch sinnlose Gewalt hervorgerufen wird. Und ich hoffe für die Zukunft, dass wir‘s lernen.
Zu Javert: Meiner Meinung nach gehört er zu den faszinierendsten Charakteren in Les Mis, besonders nachdem Valjean ihn befreit hat und er einsehen muss, dass seine bisherige Weltanschauung nicht stimmt. Das er dann den Ausweg im Selbstmord sucht ist zwar auf einer gewissen Ebene geschickt gemacht, schließlich wird Valjean so seinen Gegner los, ohne sich und seinen Idealen untreu zu werden. Aber es ist vor allem schade für Javert, der so keine Gelegenheit mehr bekommt sich weiterzuentwickeln und ein besserer Mensch zu werden.
Inwieweit Gavroche und Javert sich gegenseitig helfen, soll jeder Leser selbst entscheiden. Der Grundstein dafür ist auf jeden Fall schon mal gelegt.

Viele liebe Grüße
Furia

*grinst breit vor Freude darüber*
07.07.2020 | 23:27 Uhr
Huhu,

Ich bin nicht so gut im Reviews schreiben, aber ich versuchs mal:

Erstmal: Ich finde die Idee richtig gut!
Dem inneren Konflikt Javers konnte ich gut folgen, es hat mich auf jeden Fall emotional ziemlich gecatched.
Ich könnte mir vorstellen, dass die beiden sich entweder gegenseitig stützen, oder aber gegenseitig bzw sich selbst jeweils noch weiter zerstören, je nachdem was für Erkenntnisse sie treffen.
Irgendwie schön, dass Gavroche hier überlebt hat, auch wenn er jetzt erstmal richtig realisieren muss, dass seine Freunde tot sind und sein Traum gestorben ist.
Auf eine merkwürdige Art und Weise ähneln die beide sich, irgendwie hat mich Javert hier selbst an einen Straßenjungen erinnert. Der er ja vielleicht tief in seinem Inneren noch ist?

Ich mag den Schreibstil, ich konnte mir alles bildlich vorstellen und finde die Geschichte allgemein ziemlich gut!

Liebe Grüße,
Lilliam

Antwort von Furia Faerfax am 12.07.2020 | 21:25 Uhr
Huhu,
als erstes danke dafür, dass du mir geschrieben hast und dann auch noch so was Nettes. :)
Wie es mit den beiden weiter geht ist der Fantasie eines jeden selbst überlassen, aber ich denke sie haben zumindest schon den Grundstein für ein gegenseitiges Helfen gelegt.
Ich freu mich, dass dir die Idee gefällt. Das Gavroche im Original stirbt finde ich schrecklich, die Szene treibt mir auch noch, nach was weiß ich wie Häufigem schauen, Tränen in die Augen. Er hat einfach etwas Besseres verdient.
Das sie sich ähneln ist in dem Moment nicht weiter verwunderlich, schließlich haben beide die ihnen bekannte Welt verloren. Und beide hatten jetzt nicht die schönste Kindheit, bzw. die besten und liebevollsten Eltern.
Das Javert tief drinnen noch von den Erlebnissen seiner eigenen Jugend geprägt ist kann ich mir gut vorstellen – und dass das jetzt, nachdem seine Schwarz-Weiß-Welt zerbrochen ist, aus ihm herausbricht. Vielleicht auch weil er in Gavroche ein bisschen sich selbst sieht? Wer weiß.
Ich danke für das Kompliment, das motiviert mich sehr :)
Liebe Grüße
Furia
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