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Autor: Elenor-Rohir
Reviews 1 bis 6 (von 6 insgesamt):
24.04.2021 | 13:02 Uhr
Éala, Elenor-Rohir,
eine wirklich süße Geschichte! Richtig herzerwärmend, wie diese kleine Familie miteinander umgeht. Und natürlich war klar, dass der Junge seinem Vater nacheifern will, das tun ja alle kleinen Jungs. Und ebenso logisch, dass der Vater es ihm verbietet, weil er sich um seinen Sohn sorgt. Als dann rauskam, um wen es sich bei dieser Familie handelt, musste ich erst mal schlucken, einfach, weil ich das so nicht erwartet hätte. Aber es ist eigentlich logisch, denn warum sollten Orks nicht auch Familie haben und lieben können? Jetzt tut es mir beinahe leid, dass Azog erschlagen wurde und seine Frau und sein Kind zurücklässt. Ein großes Lob übrigens dafür, wie du die Identität der Familie aufgelöst hast! Dadurch, dass du hier die Perspektive von außen gewählt hast, nachdem man vorher alles aus Sicht der Protagonisten mitbekommen hat, wird einerseits Abstand geschaffen, aber gleichzeitig auch, ich weiß nicht, irgendwie emotionaler, weil man als Leser diese Verbindung selbst herstellen muss. Und als dann der Groschen bei mir gefallen war, dachte ich erst mal "Wow!" Da ist mir richtig bewusst geworden, wie unterschiedlich ich eigentlich die "guten" und die "bösen" Krieger gesehen habe und ihre Taten beurteilt dementsprechend habe. Ich hab ja sowieso irgendwie ein Fable für Geschichten aus Sicht der Antagonisten, deshalb gefällt mir diese Geschichte wohl auch so gut. ;)
Liebe Grüße
Fanfiktionfreak

Antwort von Elenor-Rohir am 25.04.2021 | 01:28 Uhr
Éala, Fanfiktionfreak!
zunächst einmal ganz herzlichen Dank für dein Review! Gerade bei schon etwas älteren Geschichten rechnet man ja nicht mehr unbedingt mit Rückmeldung, umso mehr war ich überrascht und erfreut, dass du dir die Zeit genommen hast, ein paar Zeilen dazulassen. Dieser Oneshot ist sehr spontan entstanden (obwohl man das über viele meiner Geschichten sagen kann :D), eigentlich wollte ich etwas Humorvolles über Orkfamilien schreiben, weil mir aufgefallen ist, dass es ja Orkkinder geben muss, wenn Bolg eindeutig als Azogs Sohn bezeichnet wird. Aber dann ist es eben doch eher tragisch geworden.
Es freut mich allerdings, dass es mir gelungen ist, die Illusion bis zum Ende aufrecht zu erhalten :) Genau das war das Ziel. Man fühlt mit dem Vater, der Mutter, dem kleinen Sohn mit, wünscht sich, dass der Vater überlebt, und dann erfährt man, wer das da eigentlich gerade ist.
Sich in die Antagonisten hineinzuversetzen, ist meistens schwieriger, aber die haben ja trotzdem ihre Beweggründe und das zu erforschen, finde ich ziemlich spannend. Dass Orks auch so ihre Träume und Wünsche haben, kommt besonders schön in einer Szene im Herr der Ringe raus (Buch), wo sich Gorbag und Schagrat darüber unterhalten, dass sie lieber, statt Sauron zu dienen, mit ein paar Jungs durch die Gegend streifen und alleine das Land unsicher machen würden. Das ist für die Menschen zwar nicht unbedingt besser, aber irgendwie mag ich diese kleine Szene trotzdem.
Ich glaube, ich fand auch einfach die Thematik so spannend, dass Thorin nachvollziehbare Gründe für seinen Hass auf die Orks hat (die haben schließlich seinen Großvater umgebracht) aber Bolg spätestens durch den Tod seines Vaters ebenfalls. In Mittelerde mag es sein, dass man die Orks trotzdem als Böse abstempeln kann, weil sie eben auf dieser Seite stehen, aber im realen Leben gibt es ja auch solche Fehden, die sich über Generationen hinwegziehen und da wird der Hass gegeneinander den Kindern teilweise schon in die Wiege gelegt ... und da sollte man wirklich drüber nachdenken.
Puh, jetzt ist diese Reviewantwort etwas ausgeufert. Liegt vielleicht an der späten Stunde. Nochmal vielen Dank für deine Rückmeldung und deine lobenden Worte!

Liebe Grüße
Elenor
02.11.2020 | 16:05 Uhr
Außer das Azog nicht in der Schlacht vor Moria gestorben ist, das aber hier wunderbar rein passt, korekte und bewegende Geschichte

Antwort von Elenor-Rohir am 02.11.2020 | 21:03 Uhr
Hallo Piros,
herzlichen Dank für dein Review!
Du hast natürlich vollkommen Recht, im Film stirbt Azog in dieser Schlacht nicht, sondern verliert nur seinen Arm.
Im Buch allerdings wird Azog in der Schlacht von Azanulbizar erschlagen, und zwar von Dain Eisenfuß.
Wie dem auch sei, es freut mich sehr zu hören, dass es dir gefallen hat :)
Liebe Grüße
Elenor
25.07.2020 | 19:05 Uhr
Eeh, das Review kommt pünktlich genau einen Monat, nachdem du mir die Nachricht geschrieben hattest… bitte verzeih, ich hatte lange nicht die Motivation, mich an Geschichten oder Reviews zu setzen.
Ich war ja auch schon etwas gespoilert, ehe ich mir diese Geschichte genauer angeschaut habe, aber ihren Effekt verfehlt sie trotzdem nicht. Der einzige Unterschied war, dass ich teilweise mit einem Grinsen vor dem Bildschirm saß, weil… ja, man könnte teilweise wirklich denken, dass da ein Zwergenvater mit seinem Sohn spricht. :D
Der kleine Junge ist wirklich niedlich. „Ich will mitkommen!“ So mit großen, glänzenden Augen und sicherlich etwas hervorstehenden Zähnen. *-*
Ich mag vor Allem das Detail, dass die Orkin sagt, dass sie mit ihrem Mann in die Schlacht ziehen würde, wenn sie nicht auf den Kleinen aufpassen müsste – in meinem Headcanon ziehen beide Geschlechter in die Schlacht (weil den anderen Völkern der Unterschied wohl einfach nicht auffallen würde), und zuhause kümmern sich alle in der Gruppe gemeinsam um die Kinder.
Was mir ein wenig störend vorgekommen ist, ist die doch relativ modern gehaltene Sprache der Familie – und gleichzeitig erstaunlich zahm. Ich verstehe, dass du die Illusion so weit wie möglich aufrecht erhalten wolltest, aber ich kann mir vorstellen, dass sowohl Zwerge/Menschen als auch Orks ihre Feinde schonmal als „Abschaum“ bezeichnen würden. Außer, der Orkvater wollte natürlich sensibel mit seinem Sohn umgehen. ^^'
Auch hätte es mir gefallen, wenn du ein wenig mehr Beschreibungen hättest einfließen lassen – den flackernden Schein eines Feuers, die schwere Rüstung des Vaters, wie er im Gehen seinen Helm aufsetzt, noch einmal prüfend über die Schneide seiner Waffe fährt, oder so. Das hätte die Atmosphäre noch ein wenig vertieft und die Emotionen noch ein wenig mehr verstärkt, ehe dann der Schlag kommt, dass es sich hier um Azog handelt und nicht um einen Zwergenvater. :D

Alles in Allem ein schöner OS, und danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast! :)
lg Thainwyn

Antwort von Elenor-Rohir am 26.07.2020 | 16:24 Uhr
Éala, Thainwyn!

Du musst dich nicht dafür entschuldigen, dass es eine Weile gedauert hat, man hat ja auch noch anderes zu tun und mir fehlt auch an vielen Tagen Motivation. Jedenfalls bin ich einfach sehr froh darüber, dass du dich noch gemeldet hast und dass es dir so gut gefällt!
Ja, du warst natürlich vorgewarnt, aber wenn meine Täuschung deiner Meinung nach trotzdem funktioniert, dann beruhigt mich das ungemein :)
Ich stelle mir diesen kleinen Orkjungen auch unglaublich niedlich vor. So ganz treuherzig und voller Vertrauen in seinen starken Papa.
Es erschien mir durchaus plausibel, dass bei den Orks Männer und Frauen kämpfen, denn schließlich wurden sie ja irgendwie doch zu diesem Zweck erschaffen und so bleibt ihnen vielleicht gar nicht so viel anderes übrig, und wie du richtig sagst, fällt das sowieso niemandem auf. Wobei es irgendwie amüsant wäre, wenn so ein edelmütiger Mann herausfindet, dass da eine Orkin vor ihm steht, und sich dann weigert, gegen sie zu kämpfen, weil sie eine Frau ist. Allerdings wären die Folgen davon für ihn eher weniger witzig, schätze ich.
Was deine Kritik angeht, ist der OS eben relativ spontan entstanden und deshalb wahrscheinlich sprachlich nicht gerade ausgefeilt. Und sagen wir einfach, der Vater wollte keinen schlechten Einfluss auf den kleinen Bolg ausüben. Andererseits hätte es sicherlich auch was, wenn der Orkvater sich nicht so gepflegt ausdrückt und die Orkin dann deswegen mit ihm schimpft :D
Deine Vorschläge sind wirklich klasse! Vielleicht sollte ich da nochmal etwas überarbeiten. Auch hier schiebe ich es darauf, dass der Oneshot eben sehr spontan entstanden ist. Aber deine Kritik ist vollkommen berechtigt, man soll sich ja in die Situation hineinversetzt fühlen.

Schön, dass du mir die Eigenwerbung nicht übel nimmst :D Aber ich dachte mir, es könnte dir gefallen, und anscheinend hatte ich Recht damit.
Liebe Grüße
Elenor
08.07.2020 | 10:01 Uhr
Hey,
mir hat deine Geschichte wirklich gut gefallen. Es ist sehr interessant, wie auch mal das Leben der Orks von einer anderen Seite beleuchtet wird.
Und wer weiß, es könnte ja tatsächlich sein. Vielleicht fühlen sie nicht so wie wir, sondern auf eine andere Art und Weise, aber können doch so eine Art "Liebe" empfinden.
Ich mag den Umgang von Azog mit seinem Sohn und seiner Frau sehr.
Ich hatte am Anfang das Bild von so einem Vater mit Frau und Familie so im Kopf und dann kam das Dain Eisenfuß hatte Azog in der Schlacht von Azanulbizar getötet und ich dachte erstmal irgendwie, ich war total verwirrt, dass ich mich verlesen hätte und Dain Eisenfuß der Vater war und erst beim dritten oder vierten Lesen ist es mir aufgefallen, wie das gemeint war.
Aber eine sehr interessante Idee, das muss ich wirklich loben. Die arme Orkin tut mir ja schon ein wenig leid...
Liebe Grüße
Ethuiliel
PS: Vergiss nicht, die One-Shot auf fertiggestellt zu stellen, das ist mir noch aufgefallen ;-)

Antwort von Elenor-Rohir am 09.07.2020 | 07:41 Uhr
Hallo Ethuiliel,
vielen Dank für dein Review, ich hätte zu dieser Geschichte gar keine Rückmeldung mehr erwartet, umso mehr freut es mich, dass sie dir gefallen hat.
Allzu viel weiß man ja nicht von Tolkien über die Lebensweise der Orks und ob sie sowas wie Familien hatten schon gar nicht. Aber ich fand die Vorstellung echt schön und sie waren ja mal Elben, vielleicht haben sie sich zumindest irgendwas davon bewahrt und lieben eben auf ihre Art.
Es war natürlich meine Absicht, möglichst lange zu verschleiern, dass es um Orks geht, um die Leser möglichst unvoreingenommen auf diese Geschichte loszulassen. Recht herzlichen Dank für dein Lob! Es ist natürlich irgendwie eine traurige Geschichte, aber hauptsächlich wollte ich damit einfach mal einen anderen Blickwinkel schaffen.

Liebe Grüße
Elenor

PS: Danke für dein Hinweis, ich habe es gleich dementsprechend angepasst, das hatte ich wohl irgendwie vergessen :)
Nessi00 (anonymer Benutzer)
25.06.2020 | 00:34 Uhr
HI
Mir hat der Text wirklich gut gefallen.
Gerne weiter so.
LG

Antwort von Elenor-Rohir am 25.06.2020 | 00:55 Uhr
Guten ... Abend, Nessi,
Es freut mich, dass dir dieser kleine, spontan entstandene Text gefallen hat. Vielleicht kommt in Zukunft wirklich noch mehr in die Richtung, du darfst gespannt sein.
Liebe Grüße
Elenor
25.06.2020 | 00:08 Uhr
Okay, wow. Damit habe ich nicht gerechnet. Die erste Hälfte des OSs denkt man wirklich (wenn man nicht gespoilert wurde, hust hust), dass es hier um einen Krieger der klassischen „Guten“ geht. Ich finde den Umgang von Azog mit Frau und Sohn verdammt süß, ich habe gerade so einen niedlichen Kinder-Ork mit großen Kulleraugen vor meinem inneren Auge, der seinen Vater über alles liebt und verehrt. Und dann, zack, ist es aus. Irgendwie ist es aus dieser Sicht mehr als verständlich, dass Bolg Rache nehmen will. Schon komisch, wenn sich jemand an der Orks für erschlagene Verwandte rächen will, finden dass alle verständlich und gut, aber andersrum ist es überhaupt nicht in Ordnung. Ich finde die Vorstellung eigentlich sehr schön, dass Orks auch fühlende Wesen sind, aber vielleicht fühlen sie auf eine andere Weise. Es ist auf jeden Fall toll, das Ganze mal aus dieser Sicht zu betrachten.

Und die letzten paar Sätze... Da bekommt man richtig Mitleid mit der Orkin. Ich hoffe, sie hat später erneut ihr Glück gefunden.

Liebe Grüße und gute Nacht
Annaeru

Antwort von Elenor-Rohir am 25.06.2020 | 00:27 Uhr
Da will ich nun endlich schlafen gehen, nachdem ich schon durch das Schreiben dieses Oneshots viel zu lange wach gehalten wurde, und dann schreibst du mir einfach ein Review - wie kannst du es wagen?
Spaß. Ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut ;D
Jaaaha, es ist ein bisschen anders geworden als gedacht. Und ja, natürlich war es meine Absicht, den ganzen Sachverhalt ein wenig zu verschleiern, um die Reaktionen zu beobachten. Jetzt warst du natürlich vorinformiert, aber trotzdem wohl ein bisschen überrascht. Und was den kleinen Bolg angeht, so habe ich genau das gleiche Bild vor Augen.
Die Thematik, dass die Bösen eben vielleicht doch nicht ganz durch und durch böse sind, war glaube ich das, was mich letztlich dazu bewogen hat, diesen Oneshot ernster werden zu lassen als ich das ursprünglich wollte. So bekommt man eben mal ein ganz neues Bild. Mit Gollum kann man ja auch Mitleid haben, warum also nicht mit einem Ork?

Über das Schicksal der Orkin weiß ich nichts. Sie ist ja quasi meins, denn offiziell ist von ihrer Existenz nichts bekannt. Du kannst dir also ein schönes Ende ausdenken.

Von mir auch liebe Grüße und Gute Nacht
Elenor
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