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Autor: -CARPENOCTEM-
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt) für Kapitel 1:
09.12.2020 | 12:04 Uhr
Hallo -CARPENOCTEM-,

ich bin beim Durchstöbern der Neues-Kategorie auf diese FF gestoßen und habe einmal reingelesen, da ich das Musical „Elisabeth“ in recht guter Erinnerung habe (und „Die Schatten werden länger“ ist eindeutig einer der besten Songs der Musicalgeschichte). Um den Tod geht es also und um Rudolf. Klar, dass ich reingeschnuppert habe.
Ich weiß, dies hier ist Teil 2, und so werde ich gewisse Umstände nicht hinterfragen, allerdings möchte ich dir einige Tipps geben, wie du deine Geschichte stilistisch verbessern kannst. Da liegt nämlich ein bisschen was im Argen. Der Einfachheit halber gehe ich in Punkten vor.

1. Schachtelsätze über Schachtelsätze. Hab den Mut, mehr Punkte zu setzen und in sich geschlossene/sinnvolle Wortreihen als Satz stehen zu lassen, statt drei, vier oder mehr nur durch Kommas getrennt aneinanderzureihen. Das erweckt den Eindruck, als würden die Figuren ohne Luft zu holen reden. Besonders mühsam empfand ich den letzten Satz von Michael am Ende des Kapitels. Da könnten mehrere Punkte rein, um das „Wortmonster“ zu entzerren.

2. Unnötige Synonyme für Namen – zumal du „der Blonde“ fast häufiger verwendest als „Gabriel“. Das wirkt abstrakt. Gabriel ist eine greifbare, ganz bestimmte Person, während „der Blonde“ allein Dutzende von Leuten nur in diesem Schloss sind. Ab und an waren die Passagen so sehr mit diesen Synonymen gespickt, dass ich gar nicht mehr wusste, wer eigentlich was sagt/tut. Bleib bei den Namen und kürze dafür lieber die Inquitformeln hinter Dialogen. Hier unterhalten sich nur zwei Leute (auch wenn man anhand der Synonyme öfter denkt, man habe vier bis sechs Leute auf einmal im Büro hocken). Man muss nicht dauernd hervorheben, dass Gabriel dies und Michael das, der ehemalige Tod dies und der Todesengel das, der Blonde dies und der Brünette das von sich gibt. Verstehst du, was ich meine? :)

3. Falsche Anwendung der wörtlichen Rede: Wenn du eine wörtliche Rede mit einem Punkt beenden würdest, danach aber eine Inquitformel folgt, steht ein trennendes Komma zwischen der wörtlichen Rede und besagter Inquitformel (die immer klein geschrieben und nicht als neuer/eigenständiger Satz behandelt wird). Dabei wird nie – nie, nie, NIE – ein Punkt innerhalb der wörtlichen Rede gesetzt! Beispiel:
„Herr.“ Sagte sie, während sie sich kurz verbeugte. (falsch)
„Herr“, sagte sie, während sie sich kurz verbeugte. (richtig)
Ich beobachte diesen Fehler momentan bei vielen Autoren und frage mich, woher er kommt, denn er ist so himmelschreiend falsch, dass ich vor lauter Bedarf nach Rotstiften kaum das Kribbeln aus den Fingern kriege. XD

4. Generelle Rechtschreibschwächen: Typos machen wir alle mal, das ist auch kein Grund des Anstoßes. Allerdings ist mir aufgefallen, dass du bestimmte Wörter (wiederholt) falsch schreibst, und fast immer scheint s/ss/ß das Problem zu sein. Zum einen würde hier natürlich ein Betaleser helfen, wenn du einen findest. Zum anderen kannst du auch selbst etwas tun, z.B. Duden-Mentor benutzen, wenn du kein Word o.a. Programm besitzt, das über eine Rechtschreibprüfung verfügt.

Unter Berücksichtigung/Abarbeitung dieser vier Punkte wäre dein Text viel schlüssiger und lesbarer. Von den angesprochenen Mängeln abgesehen ist dein Stil nämlich gar nicht so schlecht. Mach was draus, verbessere dich. Mehr als etwas dabei lernen und hinterher stolz drauf sein riskierst du nicht.

MfG,
Severin

Antwort von -CARPENOCTEM- am 28.02.2021 | 11:48 Uhr
Hi Severin,

Freut mich, dass du auf meine Geschichte gestoßen bist und danke für die Review. Ich finde sowas immer extrem hilfreich. Und mit "Die Schatten werden länger" kann ich dir schon mal zustimmen, also zumindest was die deutschsprachige Musicalgeschichte angeht. Jetzt geh ich mal auf deine Punkte ein.

1. Darauf werde ich mehr achten. Die Angewohnheit hatte ich schon in Schulaufsätzen, muss ich mir noch abtrainieren. :D

2. Okay, dass habe ich so noch nicht gesehen. Ich bin oft etwas genervt, wenn ich beim lesen übertrieben häufig die Namen lese. Deswegen die Synonyme. Allerdings hab ich dann immer die Befürchtung, dass man nicht weiß, wer spricht. Aber wenn es so eher verwirrt, gibt es jetzt weniger davon.

3. Wenn du weitergelesen hast, ist dir vielleicht aufgefallen, dass ich das bereits verbessert habe. Ich bin darauf nämlich schon aufmerksam gemacht worden. Ich hab mir das so bei andern Fanfictions abgeschaut, weil ich mir da sehr unsicher war. Bzw. hab ich letztes Jahr ein Buch veröffentlicht und ich vermute meinem Lektor ging es da ähnlich wie dir. ;) Da gebe ich jetzt einfach mal meinem Deutschlehrer die Schuld, wusste nämlich echt nicht, dass das falsch ist :D

4. Jap mein ewiger Streit mit meiner Rechtschreibprüfung, ich vermute ganz stark, die war veraltet. Inzwischen sollte das besser geworden sein, ansonsten lass ich die Rechtschreibprüfung direkt weg und kreiere meine eigene Rechtschreibung. ;) Außerdem habe ich oft das Problem, dass ich schnell Schreibe, wenn ich im Fluss bin und dann fällt mir vieles nicht auf.

Nochmal danke für dein Fazit, ich hab die Geschichte vor einer Weile angefangen zu schreiben und dann recht lange pausiert. Deswegen hat sich mein Schreibstil zu den neuen Kapiteln hin (hoffentlich) verändert. Ich hoffe das dir der weiter Verlauf der Geschichte gefällt.

LG,
Carpenoctem
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